Kulinarische Genüsse

Habt Mitleid...




Neuer Thread ...


ErstellerThema » Beitrag als Abo bestellenThread schließen Thread verschieben Festpinnen Druckansicht Thread löschen

BDBruemmer1 ...
Administrator
...............



Status: Offline
Registriert seit: 12.06.2005
Beiträge: 20742
Nachricht senden
...   Erstellt am 23.09.2007 - 16:44Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Strange Food?

Einleitung

Über den nicht ganz alltäglichen Fleischgenuss




Selten scheiden sich die Geister in solch extremem Maß, wie bei fremdartigen Essgewohnheiten. Andere Länder, andere Sitten – während wir Rinder essen, würde in Indien keiner auf die Idee kommen, die dort „Heilige Kuh“ als Nahrung zu verwerten. In Frankreich gelten Schnecken seit langem als kulinarische Leckerbissen, mittlerweile ist man auch in anderen Ländern auf den Geschmack gekommen und sie sind selbst auf einer deutschen Speisekarte nichts Neues mehr. Noch vor ein paar Jahren konnte man sich kaum vorstellen, rohen Fisch zu essen, wie es in Japan schon lange Tradition ist, heute schießen Sushi-Bars allerorts wie Pilze aus dem Boden und erfreuen sich großer Beliebtheit.
Die Globalisierung macht eben auch vor der Länderküche nicht halt, während Krokodil, Känguru oder Schlange bisher abenteuerliche Urlaubserinnerungen waren, kann man diese „Spezialitäten“ heute problemlos im Internet bestellen. Für die einen bedeutet dies kulinarische Freiheit, für andere ist ein überbewertetes Geschmackserlebnis und wieder andere ekeln sich gar vor so manchen fremdländischen Essgebräuchen.
Über immer beliebtere Delikatessen aus fernen Ländern, Geschmack und Zubereitungsmöglichkeiten für mehr oder weniger skurrile Fleischspezialitäten.

quelle: www.chefkoch.de





Signatur
Die Natur kann ohne uns locker leben.


BDBruemmer1 ...
Administrator
...............



Status: Offline
Registriert seit: 12.06.2005
Beiträge: 20742
Nachricht senden
...   Erstellt am 23.09.2007 - 16:45Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Strange Food

... die Lust am Unbekannten oder überbewertetes Geschmackserlebnis?




Unter „Strange Food“, was wörtlich leichthin mit „fremdartiges Essen“ übersetzt werden kann, gleichermaßen aber auch als sonderlich oder befremdlich durchgeht, versteht man den Genuss von nicht alltäglichen Speisen, insbesondere aus der Tierwelt anderer Länder.
Jerry Hopkins, Autor des Buches „Strange Food- skurrile Spezialitäten“, kommt zu dem Schluss, dass das, was gegessen wird, überwiegend eine Frage von Gewohnheit, Geschichte und Lebensumständen ist. Während eine Auster heutzutage als Delikatesse gilt, läuft es einem bei dem Gedanken Heuschrecken zu essen, eiskalt den Rücken runter.
In anderen Ländern kann man dagegen nicht verstehen, warum wir ausgerechnet Schweinchen Babe, Osterlämmer, Zeichentrick - Bambi oder Meister Lampe am liebsten zu uns nehmen. Die Gegensätze sind eindeutig riesig, die Frage ob sie überwunden werden und müssen, dahingestellt.

Meist lernt man das ein oder andere außergewöhnliche Geschmackserlebnis im Urlaub kennen. Wer sich einmal „getraut“ hat, etwas für unser Empfinden Außergewöhnliches zu probieren, gibt seine Erfahrungen gerne weiter. Während vorwiegend Frauen allein bei der Vorstellung, z.B. einen Alligator zu essen, angewidert reagieren, sieht man bei einigen Herren der Schöpfung ein Leuchten in den Augen. Krokodil?! Wahnsinn, dass muss man mal probiert haben, das klingt gefährlich und übertrifft sogar jegliche Spanferkel-Phantasie!
Doch was macht den Reiz am Exotischen aus? Ein neues Geschmackserlebnis zu entdecken, ist für viele schon immer eine spannende Sache. So erfreuen sich so manche, damals noch als fremdartige Spezialität geltende, Lebensmittel heute größter Beliebtheit. Hätte im 16. Jahrhundert keiner in Europa die Kartoffel probiert und für gut befunden, wäre diese nun vielleicht nicht eine unserer wichtigsten Nutzpflanzen.
Sicher, die Hemmschwelle etwas Neues zu probieren, ist bei jedem Menschen unterschiedlich, das gilt auch bei mittlerweile bekannten „Leckerbissen“. So ist z.B. Hummer für die einen schon nichts Besonderes mehr, für andere ein Feinschmeckergenuss der besonderen Art, für wieder andere weit von einer Delikatesse entfernt und manch einer ist eventuell noch nie in den „Genuss“ gekommen, das seltsam aussehende Meereskrabbeltier zu kosten, will es vielleicht auch niemals.
Was einerseits lukullisch interessierte Anhänger findet, wird von anderen als überbewertet angesehen. Häufig hört man, Krokodil schmeckt wie Hühnchen oder Känguru wie Wild - wenn es sowie so kaum Unterschiede im Geschmack zu unserer heimischen Fleischauswahl gibt, dann braucht man es doch eigentlich gar nicht erst zu probieren, oder…? Rechtfertigt der bekannt vorkommende Gusto den z.T. recht hohen Preis des Unbekannten?
Das ist mehr als nur Geschmackssache, das ist eine Entscheidung, die jeder für sich selbst trifft.

Wir möchten Ihre Meinung zu dem Thema nicht beeinflussen, sondern unvoreingenommen ein paar exotische Fleischspezialitäten im Folgenden etwas genauer vorstellen. Um über Herkunft des Exportfleisches, Geschmack (der nur Anhaltspunkt sein kann, denn Geschmäcker sind bekanntlich verschieden) und Zubereitung der exotischen Fleischsorten informieren zu können, stand uns unterstützend die Bennetts Trading OHG, mit einem Online-Shop für exotische Fleischspezialitäten im Internet unter www.bennetts.de vertreten, zur Seite. Auch Jerry Hopkins Buch „Strange Food – Skurrile Spezialitäten“, erschienen im Komet-Verlag, diente als Quelle.

quelle: www.chefkoch.de





Signatur
Die Natur kann ohne uns locker leben.


BDBruemmer1 ...
Administrator
...............



Status: Offline
Registriert seit: 12.06.2005
Beiträge: 20742
Nachricht senden
...   Erstellt am 23.09.2007 - 16:46Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Krokodilfleisch



Krokodile stehen unter internationalem Artenschutz, da die Bestände kommerziell nutzbarer Arten in den 1960ern zu schwinden drohten. Heute hat sich der Bestand durch verschiedene Zuchtanlagen, die vor allem der Arterhaltung dienen, weitgehend stabilisiert, sodass kommerzielle Krokodilfarmen neben der Nutzung des Leders auch das Fleisch vermarkten dürfen.
Krokodilfleisch wird vorwiegend aus Südafrika, Simbabwe oder Thailand exportiert.
Krokodil hat sehr festes weißes Fleisch, vergleichbar mit Huhn oder Pute, hat jedoch kräftigeres Muskelgewebe und ist, bei richtiger Zubereitung, sehr zart. Es ist schnell zubereitet, bedarf aber auch, wie Hühnchen, beim Braten Aufmerksamkeit, da es mit 1,9% Fettgehalt sehr mager ist. Auch geschmacklich soll Krokodil an Hühnchen erinnern, kann aber auch eine leichte Fischnote aufweisen.
In Afrika wird Krokodilfleisch, laut Jerry Hopkins, meist über offenem Feuer gegrillt oder in Eintöpfen und Suppen verarbeitet. Wunderbar harmoniere das zarte und cholesterinarme Fleisch zu vielen Kräutern, Gewürzen und Gemüse jeglicher Art und ist Bestandteil von Pfannengerichten, Pasteten und Pasta. Es lässt sich aber auch hervorragend in Koteletts oder Steaks zerlegen und wie Hühnerkeule oder -brust grillen bzw. braten.

quelle: www.chefkoch.de





Signatur
Die Natur kann ohne uns locker leben.


BDBruemmer1 ...
Administrator
...............



Status: Offline
Registriert seit: 12.06.2005
Beiträge: 20742
Nachricht senden
...   Erstellt am 23.09.2007 - 16:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Klapperschlange

Auch das für den Export freigegebene Fleisch der Klapperschlange stammt aus der Zucht. Die Schlangen werden in den USA überwiegend aus medizinischen Gründen zur Giftgewinnung (Herstellung von Serum) und zur Gewinnung von Schlangenleder gezüchtet. Wilde Klapperschlangen werden im US-amerikanischen Süden hingegen verfolgt, da sie als Schädlinge gelten. So genannte „Round-Ups“ – Jagdtage sollen die Klapperschlangenpopulation reduzieren. Inzwischen gibt es neben Shows auch Kochvorführungen und Klapperschlangenesswettbewerbe. Das Fleisch ist eine beliebte Delikatesse und wird sogar in Konserven verkauft.
Es gibt Klapperschlange meist im ganzen Stück, ohne Kopf, Klapper, Haut und Innereien. Sie hat hühnchenähnliches sehr langfaseriges weißes Fleisch. Schlange ist schwer zuzubereiten, etwas für richtige Kenner oder versierte Hobbyköche. Sie muss vor der Verarbeitung gekocht oder gedünstet werden und das mindestens eine halbe bis dreiviertel Stunde, da Sie ansonsten sehr zäh ist (dabei entwickelt die Schlange einen strengen Geruch und schäumt). Anschließend kann man sie knusprig braten und zum Beispiel mit Curry würzen.
Jerry Hopkins, der das Restaurant „Snake King Completely“ in der Nähe von Hongkong besuchte, hatte die Wahl zwischen 75 verschiedenen Schlangengerichten! In Scheiben geschnitten, gewürfelt, gehackt, geraspelt, durchgedreht, als Füllung verwendet, in Filets geschnitten, gebacken, gekocht, gedünstet, kurz gebraten, frittiert, gedämpft, geschmort, roh, mit Reis, Nudeln oder jedweder Art Gemüse, Kräutern, Gewürzen und Saucen. Er hat sich für einen Teller gebackene Schlange mit „Spezialsauce“ entschieden. Geschmacklich befand er sie für gut und sie schmecke (wie vieles) nach Huhn, man müsse allerdings auf die winzigen Schlangenrippen achten, die etwas so groß wie Fischgräten seien.

quelle: www.chefkoch.de





Signatur
Die Natur kann ohne uns locker leben.


BDBruemmer1 ...
Administrator
...............



Status: Offline
Registriert seit: 12.06.2005
Beiträge: 20742
Nachricht senden
...   Erstellt am 23.09.2007 - 16:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Rentierfleisch



Ist das edelste Fleisch aus dem hohen Norden und kommt aus Schweden oder Finnland, wo die Tiere in freier Wildbahn, ähnlich den Hirschen in Neuseeland, freilaufend gehalten werden und sich vorwiegend von Gras ernähren. Rentiere waren schon immer eine begehrte Beute für den Menschen, neben Fell und Fleisch nutzte man in der Steinzeit das Geweih und die Knochen, um Werkzeuge herzustellen, die Haut wurde zu Leder verarbeitet. Die in Herden lebenden Tiere werden noch heute zu festgelegten Zeiten von den Samen zusammengetrieben und Schlachttiere aussortiert.
Das Fleisch ist dunkelrot und außergewöhnlich zart. Es muss mit sehr viel Sorgfalt zubereitet werden, da man es aufgrund des geringen Fettgehalts von circa 1-4 Prozent schnell "zerbrät". Es hat eine leichte Wildnote, ist aber geschmacklich auch dem Rind nicht unähnlich, und passt sehr gut zu Salzkartoffeln mit Wildpreiselbeeren, ebenso wie zu Knödeln und grünen Bohnen. Am besten bereitet man Rentier wie einen Rehbraten zu, oder verarbeitet es zu Gulasch.

quelle: www.chefkoch.de





Signatur
Die Natur kann ohne uns locker leben.


BDBruemmer1 ...
Administrator
...............



Status: Offline
Registriert seit: 12.06.2005
Beiträge: 20742
Nachricht senden
...   Erstellt am 23.09.2007 - 16:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kängurufleisch

Kängurufleisch kommt ausschließlich aus Australien und wird dort wie unser Rot- und Dammwild bejagt. Allerdings darf es nur von lizenzierten Jägern geschossen werden. Schon die Aborigines haben Kängurus ihres Fleisches wegen gejagt, denn es galt als eines der schmackhaftesten Fleischsorten des Kontinents. Heute ist die Nachfrage in Australien kaum noch vorhanden, der Großteil wird exportiert, insbesondere nach Europa.
Kängurufilet ist unglaublich fettarm (circa 1 Prozent) und sehr zart. Es lässt sich hervorragend zu Medaillons verarbeiten oder auch zu einem außergewöhnlichen Geschnetzeltem. Sehr gut gelingt es, wenn man die Filetstränge von allen Seiten kurz anbrät und es dann langsam bei circa 100 Grad Celsius im Backofen nachgaren lässt. Dabei empfiehlt es sich, das Fleisch hin und wieder mit Gemüsebrühe zu übergießen, damit es nicht austrocknet (nach Geschmack würzen). Känguru ist leicht mit Rindfleisch zu vergleichen, es kann also auch überall dort Verwendung finden, wo sonst klassischerweise Rind genommen wird.

quelle: www.chefkoch.de





Signatur
Die Natur kann ohne uns locker leben.


BDBruemmer1 ...
Administrator
...............



Status: Offline
Registriert seit: 12.06.2005
Beiträge: 20742
Nachricht senden
...   Erstellt am 23.09.2007 - 16:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kamelfleisch

Kamelfleisch, das zum Export freigegeben ist, kommt aus Afrika und speziell das Fleisch der Dromedare aus Australien. Eine Gruppe von Dromedaren lebt dort heute wild, nachdem Sie Anfang des 19. Jahrhunderts als Nutztiere eingeführt wurden. Zurzeit gibt es circa 100.000 wildlebende Dromedare in Australien.
Nicht überall auf der Welt mag man das Fleisch von Kamelen, meist aus religiösen Gründen. So gilt dieses Nahrungstabu z.B. für gläubige Hindus oder Juden.
Kamelfleisch ist fettarm und grobfaserig, nur der Höcker ist recht fetthaltig. In Somalia wird er sehr gern gegessen, allerdings immer zuerst den Männern angeboten, dann darf die Frau zugreifen. Herz und Hoden sind den Männern komplett vorbehalten, dafür dürfen sie die Füße nicht verspeisen. Im Internet erhältlich ist Filet, das geschmacklich, besonders von etwas jüngeren Tieren, an Rindfleisch erinnert. Es ist es von leicht trockener Konsistenz und sollte am besten mit einer leckeren Soße serviert werden. Dazu passt jedes Gemüse, Salat oder Kartoffeln.

quelle: www.chefkoch.de





Signatur
Die Natur kann ohne uns locker leben.


BDBruemmer1 ...
Administrator
...............



Status: Offline
Registriert seit: 12.06.2005
Beiträge: 20742
Nachricht senden
...   Erstellt am 23.09.2007 - 16:51Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Straußenfleisch



Straußenfleisch von wildlebenden Exemplaren stammt meist aus Südafrika, kleinere Mengen auch aus Australien. Die Tiere werden in großen Farmen freilaufend gehalten oder bejagt. Entscheidend für die Qualität des Fleisches ist die natürliche Umgebung für die Tiere. Strauße vertragen zwar auch unser Klima und lassen sich hier nachzüchten, aber einige Kritiker behaupten, dass die Tiere durch die fremde Umwelt einem Dauerstress ausgesetzt sind, dies könne man an der Qualität des Fleisches auch feststellen. Ob dem so ist, kann man sicher leicht in einem direkten Vergleich feststellen, immerhin gibt es in Deutschland mehrere Straußenfarmen mit Hofladen, in denen das Fleisch vermarktet wird.
Der Strauß hat ein sehr festes grobfaseriges rotes Fleisch, ist sehr fettarm und enthält mehr „gutes“(mehrfach ungesättigt) und weniger „böses“ Cholesterin. Es sieht wie Rindfleisch aus und schmeckt auch so ähnlich. Allerdings ist es durch den geringeren Fettanteil ein kleines bisschen weniger gehaltvoll im Geschmack, was durch vorheriges marinieren mit Kräutern und Gewürzen wettgemacht werden kann. Ansonsten lässt sich Straußenfleisch vielseitig zubereiten, so z.B. als Steaks, Geschnetzeltes, Filet, Ragout oder Braten.

quelle: www.chefkoch.de





Signatur
Die Natur kann ohne uns locker leben.


BDBruemmer1 ...
Administrator
...............



Status: Offline
Registriert seit: 12.06.2005
Beiträge: 20742
Nachricht senden
...   Erstellt am 23.09.2007 - 16:54Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Heuschrecken & andere „Skurrilitäten“



„Die Bandbreite dessen, was im Laufe der Geschichte auf der ganzen Welt gegessen wurde, ist gewaltig. Gleichwohl gibt es immer noch diese regionalen Eigenheiten. In Taiwan ist Schlangenblut ein Tonikum. Im Südosten der USA schwören viele auf Klapperschlangensteak. Ein kleines Viertel in Hanoi und mehrere Stadtteile in Seoul sind auf Hundegerichte spezialisiert (nicht zu verwechseln mit Gerichten für Hunde). Bullen- und Schafhoden werden im amerikanischen Westen akzeptiert, während die Chinesen Schweineohren, Fischaugen und Hahnenkehllappen genussvoll mit ihren Stäbchen verzehren. In Südostasien gelten gebratene Heuschrecken als leckere Snacks, so wie Affeneintopf in Teilen von Afrika und am Amazonas eine Hauptmahlzeit ist und Meerschweinchen in Peru als wichtige Proteinquelle dienen. Ameisen und Termiten werden in Afrika und Südamerika geschätzt, Yakmilch wird in Tibet zu Butter verarbeitet und in Tee serviert. Pferdefleisch hat seit Jahrhunderten begeisterte Anhänger in Frankreich und erlebt in Japan einen Aufschwung. – Was in einem Teil der Welt als abstoßend gilt, wird in einem anderen als Essen serviert.“

„Menschen, die meinen, dass die Backe eines Lammes derb und vulgär ist, ein Kotelett dagegen nicht, sind wie die mittelalterlichen Philosophen, die sich über solche haarspalterischen Probleme stritten, wie viele Engel auf einer Nadelspitze tanzen können.“
Jerry Hopkins, bekennender Fleischesser, hat sich alles vorurteilsfrei getraut, ist um die Welt gezogen und probierte die skurrilsten Spezialitäten. Diese alle hier aufzuführen, wäre einerseits zu umfangreich, andererseits könnte es Ihnen aber auch den Appetit so richtig verderben. Deshalb beschränken wir uns auf eine kleine Auswahl von (in unseren europäischen Augen) wirklichem „Strange Food“ und teilen Ihnen Jerry Hopkins Geschmackseindrücke mit.

Heuschrecken



Sie werden in Afrika roh gegessen, gebraten, geröstet, gekocht und an der Sonne getrocknet. Gewöhnlich werden sie in Asien nicht als Teil einer Hauptmahlzeit oder als Zutat in anderen Gerichten, sondern als Snack verzehrt. Die knusprigen äußeren Teile und Beine schmecken etwas wie alles, was frittiert wird, während die weicheren inneren Bestandteile cremig in der Struktur und angenehm süß sind, so Hopkins.

Ameisen


Für die Eingeborenen in den Tropen ist die Ameise ein schmackhafter und nahrhafter Bestandteil der Ernährung, aber auch in Kolumbien steht die Ameise im Mittelpunkt einer zeitgenössischen Insektenküche. Meist werden sie vermischt mit anderen Lebensmitteln, aber auch roh oder für sich gekocht gegessen, und zwar eine ganze Hand voll. Geröstete Blattschneiderameise soll wie knuspriger Schinken schmecken, andere Ameisen wie herber Honig. Diese werden u.a. zum Süßen von Tee verwendet, man kann sie aber auch zerdrückt Eintöpfen und Suppen zufügen und diese somit andicken und mit Protein anreichern.

Würmer


Viele Lebewesen, die „Würmer“ genannt werden, sind gar keine. Mehlwürmer sind beispielsweise Larven, aus denen Käfer werden und aus den „Würmern“ in den Flaschen des beliebten mexikanischen Mezcal schlüpfen Falter. Regenwürmer gibt es in fast 6000 Arten auf der Welt und werden meist gekocht oder gebacken. Sie bestehen zu 70-80 Prozent aus Protein und können als Snack gegessen, zu Schrotmehl für Kuchen oder Brot gemahlen oder zu jedem anderen Fleischgericht hinzu gegeben werden. Sie sollen sehr gut schmecken und sind billig, denn man findet sie sogar im Vorgarten.

Käfer


Larven werden häufiger als ausgewachsene Käfer verzehrt – von den Aborigines in Australien bis zu den Reisfeldern von Asien, von den afrikanischen und südamerikanischen Dschungeln bis zur Wüstenregion im nördlichen Mexiko. Jerry Hopkins probierte in Bangkok erstmalig eine rohe Wasserwanze. Nach Entfernung des Panzers, der Flügel und der Beine, beschreibt er das Innere als nussig schmeckend. In Südostasien werden Käfer meist von Straßenverkäufern frittiert oder gedünstet angeboten.

Spinnen


In Laos und Kambodscha wird die blaubeinige Tarantel an einem Bambusspieß über dem Feuer geröstet und als Ganzes mit Salz oder in Scheiben geschnitten und mit Chilis vermischt serviert. Die Amazonasindios werfen den Körper der Taranteln direkt ins Feuer, damit das Haar absengt und das Fleisch gegart wird. Anschließend knackt man die Beine und den Brustkorb auf und schlürft sie genauso wie einen Krebs. Roh schmecken sie wie etwas zwischen Mandeln und dem Mark von Hühnerknochen.

Skorpione


Jerry Hopkins versuchte dieses Geschmackserlebnis in Singapur. Das Gericht nannte sich „Frittierter betrunkener Skorpion mit Spargel“ und klang einladend. „Betrunken“ hieß, dass die Skorpione in Wein mariniert waren und anschließend frittiert wurden. Hopkins ließ sich sagen, man esse den Skorpion als Ganzes, samt den kleinen Klauen und dem spitzen Schwanz. Es knackte, als er hinein biss, hatte eine weiche recht mehlige Mitte und wurde schnell mit Hilfe eines kräftigen Schlucks Wein hinuntergespült…

quelle: www.chefkoch.de





Signatur
Die Natur kann ohne uns locker leben.



Ähnliche Themen:
Thema Erstellt von Antworten Forumname
Love is strange and strange is love <3||RPG: Olli&Ray<3 Nightmare 521 stillalive69
be-strange Ashlee1 0 ashlee
Strange... Rogenmoser 1 rogenmoser
strange oO JosetteSaintClair 1 biervampier
Me, the strange... calledOcean 8 lykanthrop
Neuer Thread ...

Geburtstagsliste:
Heute hat kein User Geburtstag!
----------------------------------


Forenregeln Haftungsausschluss Impressum

Besucher private krankenversicherungen
Gesamt
Gestern
Heute
Online

Besucher seit dem 13.02.2007




Dieses Forum ist ein kostenloser Service von razyboard.com powered by:
Geizkragen Preisvergleich. Top-Produkt im Preisvergleich: Samsung SGH-E590
Wollen Sie auch ein kostenloses Forum in weniger als 2 Minuten? Dann klicken Sie hier!



Verwandte Suchbegriffe:
strange food | krokodilfleisch bestellen | krokodilfleisch zubereiten | fischaugen delikatesse | kamelfleisch zubereitung | heuschreckendelikatessen | straussenfleisch richtig braten | delikatessen krokodilfleisch
blank