Mediterranea, eine Insel im Mittelmeer.

Eine Insel, ein unabhängiger Kleinstaat - genau im Kreuz der vier größten Mächte dieser Zeit: Rom, Athen, Alexandrien und Karthago - ein Ort der Weisheit und des Wahnsinns, der Korruption und der Freundschaft, der Freiheit und des Kampfes, ein Schmelztiegel der Kulturen und Klassen, wo Senatoren einem illustren Leben frönen, Händler aus aller Welt die exotischsten Dinge darbieten und Sklaven um ihre Freiheit kämpfen. Erlebe das Schicksal: Tauche ein in eine Welt voller Intrigen, Kampf, Spannung, Spaß, Liebe und Hass - werde Teil von Mediterranea!

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Devlin
unregistriert

...   Erstellt am 24.02.2006 - 02:46Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Nicht, daß Devlin sich nicht bewußt war, daß er vielleicht etwas nervte mit seinem Steintick, aber er verstand auch irgndwie nicht, daß die Menschen manchmal so empfindlich reagierten. Er tat doch niemanden wirklich damit weh? Er griff doch niemanden an. Trat man ein Kind auch einfach so weg? Nein, Kinder hatten meistens Narrenfreiheit, aber er war ja ein erwachsener Mann, kräftig gebaut, so jemand hatte sich zu benehmen. Nicht, daß Devlin dies alles bewußt wahrnahm, aber er erlebte es immer wieder und es schmerzte ihn.

Und so schmerzte es ihn ganz besonders, als die Amazone, welche er dich nur höflichbat, einen Schritt zur Seite zu tun, ihn nun mit solch einer Verachtung strafte, indem sie seinen endlich gesuchten Stein, auf dem sie gestanden hatte, mit voller Verachtung fortrat. Der Stein selber kam zwar einige Meter später sanft im weichen Sandstrand auf, aber Devlin nahm dies vollkommen anders wahr. Es war eine Provokation gegen ihn und besonders gegen den armen Stein. Was konnte der arme Stein denn dafür, daß Declin ihn suchte.

Und nun konnte die Amazone erstmals Devlins vernichtenden Blick erkennen, welchen er ihr schenkte. Da war mehr in diesem Blick, als der harmlose Irrsinn. Nein, diesmal war sein Blick voller Verachtung.

Devlin dachte nicht darüber nach, daß sein Blick diese Frau wahrscheinlich überhaupt nicht interessierte, da er in ihrem Blickwinkel eh nur ein Irrer war.

Aber sie sollte sich täuschen. Devlin hatte ein enormes Gedächnis und wußte jeden in seinem Hirn zu speichern, der ihm und und seinen Steinen feimdlich gesonnen war. Dies bedeutete zwar nicht glech, daß er Rache nahm, denn Devlin hasste Gewalt und unnötige Arroganz der Macht, so wie sie sich ihm darstellte, aber er merkte sich alles.

Enttäuscht und böse funkelte er sie an, während er Athenas Worte vernahm, welche ihn verteidigte.
Doch dann sties er hervor »Tut das nicht noch einmal. Denn das war unnötig. Devlin wird sich Euer Gesicht merken. Ihr seid verblendet von einer Art Arroganz, die zu wünschen übrig lässt.« Und eigentlich wollte Devlin noch mehr sagen, doch nun musste er seinen Stein retten.

Zwar hatte er Athenas Worte vernommen und war sehr dankbar, daß sie ihn verteidigte, aber die Geste, die dieser Mensch ihm und seinem Freund, seinem Stein angetan hatte, war verächtlich und niederschmetternd, ja, es war diskriminierend und Devlin war innerlich außer sich.

Doch dann ging er zu dem Stein, welchen die Amazone weggetreten hatte, nahm ihn auf und in einer stillen Geste strich er sanft über den Stein, als wäre dieser furchtbar verletzt. Aber wer wußte schon, was dieser Stein empfand. Nur Devlin wußte es und schenkte ihm nun Trost.

[Dieser Beitrag wurde am 24.02.2006 - 10:10 von Devlin aktualisiert]




Smeralda
unregistriert

...   Erstellt am 24.02.2006 - 20:11Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Smeralda war zugegeben ein wenig überrascht, als Athena widerstrebend auf der Seite ihres Schwagers blieb. Klar war das Band der Familie eine starke Verbindung, die Verantwortung mit sich brachte - zumindest mehr als gegenüber einer Fremden - und doch hätte sich Smeralda nicht vorstellen können, für eine Amazone ihres Volkes prioritätsmässig hinter einem Irren zu stehen, er mochte noch so kindlich und unschuldig wirken, dass das Mitleid in einem durchschnittlichen Menschen nur so hochschoss.

Doch wieder zeigte sich die grosse Differenz zwischen den Amazonen Patrias und denen Azzis. Man konnte kaum glauben, dass sie die selben Urahnen hatten, den selben Ursprung.

"Ich nehme an, ihr wollt wieder zurück zu eurem Volk? Besitzt ihr denn noch Wertsachen, um eine Schiffspassage bezahlen zu können?", fragte Athena, nachdem auch sie eine kurze Gedankenpause gemacht hatte.

Bevor Smeralda antworten konnte, fiel ihr Devlin ins Wort. Sein Blick war abschätzig, voller Zorn. Keinem Sklaven hätte sie einen solchen Blick erlaubt, keinem Gegner, keinem Mann, ja nicht einmal jeder Ordensschwester. Doch hier schien es sie weniger zu stören. Sie hatte andere Sorgen, als sich um den Blick eines Geistesgestörten zu kümmern. Seine Taten waren - wie Smeralda wusste - ein Stück weit von Willkür gesteuert, da das verwirrte Gehirn kaum mehr fähig war, Strukturen auseinander zu halten und so zu handeln, wie es die Person wünschte.
Ein Irrer war eine Seele, gefangen in einem kranken Kopf. Und dieser Gedanke liess Smeralda schweigen, statt der jämmerlichen Seele eine Antwort zu geben.

Stattdessen wandte sie sich an Athena, die noch auf eine Antwort wartete.

"Natürlich will ich zurück in mein Volk!", sprach sie, überrascht, eine solche Frage, wie sie gestellt wurde, auch nur in rhetorischer Form vernehmen zu müssen. "Ich habe das wenige Gold und Silber, welches ich glücklicherweise bei mir hatte, mitgenommen. Es wird wahrscheinlich für die Reise ausreichen... - Aber Moment mal!"
Smeralda unterbrach sich selbst und sah leicht verträumt in die Ferne.
"Wäre es erdenkbar, dass es noch weitere Amazonen meines Stammes auf dieser Insel gibt, die durch einen unglücklichen Zufall hier gestrandet sind? Ich kann doch diese Insel nicht verlassen, bevor ich sicher bin, dass ich dabei keine Kollegin zurücklassen würde. Wenn ich die Gelegenheit habe, mehr als nur mein Leben zu retten, dann will ich diese ergreifen."
Hoffnungsvoll sah die Smaragdgrüne ihr Gegenüber an. "Habt Ihr vielleicht schon einmal von Amazonen Patrias aus dem Lande Aurorae gehört? Es kam einige Male in unserem Orden vor, dass Amazonen verschollen sind, unser Land bergt viele Gefahren... War also jemals eine Amazone meines Stammes hier auf dieser Insel?"




Devlin
unregistriert

...   Erstellt am 24.02.2006 - 20:46Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Devlin bemerkte ihren abschätzenden Blick der grünhaarigen Amazone und es traf ihn zutiefst, daß sie ihn einfach ignorierte, weil er vrerückt und daher in ihren Augen somit Abschaum und unwürdig war.

Devlin kannte die Reaktionen derer, die mit seiner Art nicht klar kamen oder klar kommen wollten, und sich verwirrt abwanden.
Aber teilweise hatte er eben auch auf dieser Insel, auf der er dennoch so unendlich viel Leid wie niemals nach seinem Trauma erfahren hatte, auch Menschen kennen und lieben gelernt, die ihn nahmen, wie er war und sein Wesen schätzten. Und das hatte ihm unendlich viel Stärke und neues Selbstvertrauen gebracht und er war daran positiv gewachsen.

Nun aber war er auf einen irgnoranten und absolut arroganten Menschen getroffen und eigentlich sollte ihn dies nicht mehr schmerzen. Hätte dieser Mensch aber nicht ein Gespräch mit Athena gesucht, welche er so unschätzbar mochte, so hatte es Devlin auch weniger gekümmert.

Doch nun hatte er sich schliesslich einige Meter von ihnen abgewandt, nachdem er nun sah, wo Smeralda den Stein hingetreten hatte, nahm diesen sanft in seine Hände und strich seine Finger über ihn, während er immer wieder enttäuscht, traurig aber auch leicht verächtlich zu dieser Frau schaute.

Er hasste nicht, denn Haß kannte Devlin nicht mehr und er war stolz darauf und es mochte eben auch seine Stärke sein, daß er, trotz dem Schrecklichen, was er in seinem Leben erfahren hatte, dennoch nicht hasste sondern versuchte zu verstehen.


Dies war aber auch eine ARt, die er sich bei anderen wünschte: Nämlich das sie mehr verstehen würden und offen waren für Seltsames, Andersartiges oder Unvorstellbares.

EInen Moment schaute er Athena an und sie konnte in seinem Blick als sein kleines Elend sehen, alls seine Angst, aber auch die Enttäuschung und noch vieles mehr, doch dann wandte er seinen Blick ab, bevor sie sah, wie er doch oft litt, obwohl er immer versuchte zu helfen ...


Und dann wibbte Devlin langsam vor und zurück und vesank in seiner Welt, in der er sich sicherer fühlte, während er mit seinem kleinen Stein spach und diesen liebevoll streichelte.




Devlin
unregistriert

...   Erstellt am 24.02.2006 - 20:48Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


(OOC: Ich weiss, ich war nicht dran, aber mir war danach und da ich nix gesagt habe, hoffe ich, das es ok war ...)




Athena
unregistriert

...   Erstellt am 24.02.2006 - 21:06Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Athena schüttelte den Kopf. "Nein, ich habe hier keine Amazone getroffen, die nicht von meinem Volke wäre. Vielleicht wollt ihr noch Kasssndra fragen?Ich kann euch zu ihr führen, wenn ihr es wünscht."

Sie beocbachtete die fremde Frau sehr genau, vor allem auch deswegen, weil diese bewies, wie fremd sie tatsächlich war. Was Athena freilich vergaß, war die Tatsache, das sie früher selbst auch einmal so ähnlich reagierte, wenn sie auch nicht ganz so unfreundlich und von sich selbst eingenommen war. Obwohl, würde man Azrael fragen, ... nein, lieber nicht. Eigentlich wollte Athena gar nicht wissen, was Azrael von ihr hielt, als sie ihn damals zum Geschenk erhielt, für ihre herausragenden Leistungen im Kampf.

Athena schmunzelte etwas. Die Frau war jung und die Zeit, die ihr die Illusionen der Jugend nahm, die standen ihr noch bevor. Eine schmerzvolle Zeit, wie sie emfand, aber lehrreich und bedeutsam für das spätere Leben, wenn einem eine Illusion nach der anderen geraubt wurde, ein Glaube nach dem Anderen und man anfing zu verstehen, wie die Welt wirklich funktionierte.

Ihre Mine wurde wieder ernster und fragend blickte sie Smeralda an.

[Dieser Beitrag wurde am 24.02.2006 - 21:08 von Athena aktualisiert]




Smeralda
unregistriert

...   Erstellt am 24.02.2006 - 21:17Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


"Kassandra?", meinte Smeralda fragend. "Eine weitere Amazone also?... Gerne würde ich sie sprechen." Nickend sah die Amazone in Athenas Augen, bevor ihr Blick erneut die Ferne suchte. Die Hoffnung, hier auf eine Ordensgenossin zu treffen, war bedeutend klein. Aber als Kriegerin hatte sie gelernt, selbst in den heikelsten Situationen weiterzukämpfen. Daraus hatte sich wahrscheinlich auch ihre Art entwickelt, ständig andere zu unterdrücken. Sie wusste, dass nur der Stärkere bestehen konnte und so wurde sie nah für nah gezwungen, dominant und selbstbewusst zu sein. Denn ein schwacher Charakter, der auf die Hilfe anderer angewiesen war, der hatte es schwer in ihrer Welt.
Es gab die Starken und es gab - welche die Mehrheit des Volkes ausmachten - die Schwachen. Wollte man nicht zu den Schwachen gehören (auf diesen Lastete das Gewicht der Starken), so musste man alles geben, was man besass.
Man gab seine Freiheit, man gab seine Rechte, man gab sein Stolz und seine Ehre... Nur zum am Ende wieder alles in Hülle und Fülle zu pflücken um schliesslich an Ehre, Vermögen, Freiheit und Lebensfreude weitaus reicher zu werden, als man es sich vor der schweren Zeit nicht einmal zu denken wagte.

"Bitte führt mich jetzt zur Kassandra", bestärkte Smeralda nun, als ihr amazonisches Herz wieder heftiger Pochte.




Athena
unregistriert

...   Erstellt am 24.02.2006 - 21:45Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wiederum nickte Athena undblickte Smeralda abschätzend an. "Gerne tu ich das für euch. Aber es hat einen Haken. Ich muß mich aus gewissen Gründen mit einigen Leuten hier verstecken und kann nicht zulassen, das ein Fremder den Zugang zu meinen Versteck kennt. Verzeiht, aber ihr müßtet mit verbundenen Augen zu Kassandra geführt werden."

Athena seufzte leicht auf, weil sie erst jetzt fregistrierte, das kein anderer Weg aus dieser Bucht führte, außer Smeralda kletterte die Klippen hocht, was wohl auch ihre Künste überschreiten würde. Es gab alsogar keinen anderen Weg als ihr die Augen zu verbinden und sie durch die unterirdischen Gänge zu lotsen.

"Wäret ihr damit einverstanden? Natürlich würde ich ständig in eurer Nähe sein. Ihr müßtet also nur mir in dieser Situation Vertrauen schenken."




Devlin
unregistriert

...   Erstellt am 24.02.2006 - 21:59Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Devlin war enttäuscht, aber er kannte weitaus mehr Schmerz, als den, welche ihm diese Amazone zeigte und er war froh, daß Athena toleranter, ja liebenswerter war.

Und für einen kleinen Moment fragte sich Devlin, der sehr gut im Kampf war, on er dieser Smeralda jemals helfen würde, wenn ihre Kräfte versagten.

Aber Devlin kannte sich und würde es tun, so wie er jedem half, der in arger Bedrängnis war.

Aber nun war er fuchtbar traurig und kaum jemand konnte dies nachvollziehen, was ihn noch um so trauriger machte. Er war eben nur der Narr, der Irre.
Nur Eingeweihte wussten, wie tapfer und stark er sein konnte, wenn er wollte.

Doch nun zog er sich mit seinem getretenden Stein traurig zurück. Er musste ihn trösten und manchmal konnte jemand, der Devlin kannte, erkennen, daß es machmal auch ein wenig Selbsttröstung war, doch das war Devlin nie klar.

Stattdessen hockte er sich abseits der Frauen, da er ja wußte, daß da noch der andere Rebell war, der Athena im Notfall beistand und so redete Devlin leise auf den kleinen armen Stein ein:

»Es tut Devlin sehr leid, das er es nicht verhindern konnte. Die Menschen mögen euch in der Regel leider nicht. Devlin versucht es immer, ihnen ein Gefühl für euch zu geben, aber oft versagt Devlin und es tut ihm leid. Bitte verzeihe Devlin, aber er macht sich wirklich für euch stark. Aber es ist wie unter den Menschen. Wisst ihr, Steine? Ihr seid wie Sklaven, die werden entweder benutzt oder ignoriert.«

Devlin lächelte mild und dachte an seinen Bruder Normin.
»Aber Normin ist wie ihr. Stolz und er lässt sich nicht gefallen, auch wenn sie ihn behandeln, als sei er nur ein gewöhnlicher Stein. Und deshalb liebst Devlin seinen Bruder und euch Steine. Ihr alle seit etwas besonders ...«

Sanft strich Devlin dem Stein üner die Oberfläche und ein wenig seiner Trauer war verschwunden.




Smeralda
unregistriert

...   Erstellt am 24.02.2006 - 22:03Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


"Die Augen verbinden lassen? Ihr verlangt wirklich viel von mir, Athena", meinte Smeralda zögernd. "Aber als Zeichen dafür, dass sich Amazonen über die weiten Distanzen und über die verschiedenen Sitten und Bräuche hinweg noch treu sind, will ich dir mein Vertrauen schenken. Ich tu' es nicht gern, nur, damit Ihr es wisst. Aber da Ihr so gütig wart, den ersten Schritt auf mich zu zu gehen, will ich Euch ebenso freundlich entgegnen."

Smeralda nickte anerkennend und neigte kurz ihr Haupt, um die Geste zu verstärken. Sogleich nahm sie das samtige Tuch, welches sie in einem Lederbeutel bewahrte heraus... Sie wollte sich damit - als Zeichen des freiwilligen Opfers - die Augen gleich selbst verbinden... Als sie registrierte, dass auf der weissen Oberfläche dunkles Blut klebte. Es war der Stoff, welcher sie vor kurzem dazu verwendet hatte, um ihre Schwertklinge von Unreinheiten zu befreien. Das Blut des Piraten überspannte fast die ganze Fläche des Stoffes, der nun viel mehr rot als weiss war.
Gemächlich steckte sie den Fetzen zurück in den Lederbeutel. Smeralda fragte sich, was wohl Athena von Tötung hielt... Doch diese Antwort konnte sich Smeralda selbst geben. Denn, wenn ein Mensch sich an einem Irren erfreute, konnte er kaum gleichzeitig Morde begehen, wenn es auch einen anderen Weg gäbe.

"Verzeiht, ich habe kein sauberes Tuch", entschuldigte sich Smeralda. "Wärt Ihr wohl so freundlich und bindet mir eins um?"

Obwohl die Neugierde in der Amazone brannte, zu erfahren, was Athena und ihre Freunde denn verbrochen hatten, dass sie sich verstecken mussten, riss sie sich zusammen und verzichtete auf die Frage. Sie wollte nicht unhöflich oder gar aufdringlich wirken.

Ein Blick zu Devlin verriet ihr, dass der arme Irre noch immer mit seinem Stein beschäftigt war. So, wie er da sass, wirkte er klein und verletzlich. Wie ein Kind, das mit seinen Figuren spielte und sich bei der Puppe um das zerzauste Haar kümmerte. Ja, Kinder gaben den kleinsten Dingen in ihrem Leben unendlichen Wert, da sie noch nicht erfahren haben, was das Leben tatsächlich ausmachte. Nicht die kleinen Dinge an sich, sondern das Grosse, welches sich aus all den kleinen Dingen bildete, die man als Kind kennen und schätzen gelernt hat.
So, wie sich des Waldläufers Sohn an den Blättern erfreut, wird es sich später an den Bäumen und zuletzt am ganzen Wald erfreuen. So, wie sich des Kriegers Tochter am Schwert erfreut, später am Kampf und zuletzt an der Schlacht... So lernt der Mensch von Jahr zu Jahr Gefallen an den Zusammensetzungen dessen zu haben, die sein Leben erfüllen und seine Leidenschaft bedeuten und schon immer bedeutet hatten.

[Dieser Beitrag wurde am 24.02.2006 - 22:12 von Smeralda aktualisiert]




Athena
unregistriert

...   Erstellt am 24.02.2006 - 22:16Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Athena lächelte Smeralda freundlich an. "Ja natürlich. Ich danke euch, das ihr mir diese Vertrauen schenkt."

Sie nahm ihr Hüfttuch ab, sicherlich war es ein wenig zu groß um Augen zu verbinden, aber etwas anderes hatte Athena eben gerade nicht zur Hand. Sie machte ein paar Schritte auf Smeralda zu und legte ihr das in sich geschlungene Tuch über die Augen. Doch sie merkte auch, wie sie ihr Bauch dabei behinderte.

Mit einem nciht ganz unschuldigen und durchaus auch sarkastischen Lächeln blickte sie zu Devlin und merkte erst jetzt, wie dieser ganz versunken mit seinem Stein sprach. Nun, es war wirklich an der Zeit, das Devlin ein bischen Genugtuung erfuhr für die Schmach, die ihm diese Person zugefügt hatte.

"Devlin?" sprach sie sanft und leise, aber so, das er es hören konnte. "Würdest du deiner Schwägerin helfen. Ich denke, mein Zustand läßt nicht einmal merh diese kleine Arbeit zu." Damit neigte sie den Kopf zu der Augenbinde, die Smeralda schon um die Augen lag, um anzudeuten, das er die Augen verbinden sollte.

Vielleicht war dies die erste Illusion, die sie gedachte Smeraldas Arroganz zu rauben.




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