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Minotaurus ...
Hausherr und Gastgeber
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...   Erstellt am 01.10.2007 - 20:26Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Stoppt Schäuble und die Vorratsdatenspeicherung!
(Onlinedurchsuchungen)


Hallo zusammen,

nur selten in der Vergangenheit der BRD gab es so dringenden Anlaß für eine Verfassungsbeschwerde wie zu der geplanten Vorratsdatenspeicherung unserer derzeitigen GroKo.
Zuletzt beim "Großen Lauschangriff" von 2004, aber offensichtlich spukt diese Idee immer noch in den Köpfen einiger überwachungssüchtiger Politiker herum.

Nein, damit meine ich nicht die GESTAPO unter Heinrich Himmler oder die STASI unter Erich Mielke, sondern das derzeitige Justiz- und Innenministerium unserer wiedervereinigten BRDDR!
Allem voran unser Bundesinnenwolli "IM Zweirad."

Hier der Link, wo sich jeder Bundesbürger an dieser Verfassungsbeschwerde beteiligen kann. Auch anonym, falls es gewünscht wird.
http://www.vorratsdatenspeicherung.de/c … iew/51/70/

und hier weiter Infos:
http://www.vorratsdatenspeicherung.de/

Im Sinne unserer freiheitlich-rechtlichen Grundordnung kann ich nur jedem Bürger raten, diesen unsäglichen Verfolgungswahn eines durchgedrehten Innenministers zu stoppen und die Verantwortlichen bei der nächsten Wahl deutlich abzustrafen. Und zwar völlig unabhängig von der jeweiligen, politischen Gesinnung.

In diesem Zusammenhang hier noch ein Link zur Website der Humanistischen Union (HU):
http://www.humanistische-union.de/

Keine Angst, es handelt sich dabei nicht um eine politische Partei, sondern um eine Bürgerrechtsbewegung!
Hier der Link zur Beschreibung bei Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Humanistische_Union

Bitte beteiligt euch an dieser Aktion im Sinne unserer freiheitlichen Demokratie, die sonst endgültig den Bach runter gehen würde!

Es bleibt nicht mehr allzu viel Zeit!


Liberale Grüße vom Mino.





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Worte, Worte, nichts als Worte! Dazwischen manchmal ein Gedanke.
(Marcel Reich-Ranicki)

<Gast>
unregistriert

...   Erstellt am 02.10.2007 - 10:21Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich hab mich soeben in der Liste eingetragen. Allerdings anonym, weil ich trau diesen Burschen nicht.
Vielen Dank für den Hinweis!




<Holly>
unregistriert

...   Erstellt am 06.10.2007 - 12:29Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ein Minister und ein überflüssiger Vorschlag

Von den Herren, die das Bundesinnenministerium führen, ist man ja so manches gewohnt, zumal von der politisch schwarzen Seite wie bei Dr. Zimmermann, Kanter und nun Dr. Schäuble.
Doch was der jetzige Ministersesselbesetzer von sich gab, erstaunte sogar unseren obersten Bundesherrn Köhler und veranlasste ihn zu einem bundesväterlichen Rüffel an den Herrn Doktor Minister.

Irgendwie war man doch immer der Meinung, da steht ein mächtiger Beamtenapparat, mit vielen besserwisserischen Beratern hinter dem Minister, die alle ihm ins Ohr flüstern, was der Minister dann öffentlich verlautbart. Da wird getüfftelt, an der Sprache, wie am Inhalt gefeilt, um alles akzeptabel in die Gehirne der gemeinen Bevölkerung zu jubeln. Und Herr Schäuble gilt anerkanntermaßen als analytisch denkender Mensch!

Doch diesmal müssen sie allesamt ihren Verstand in Urlaub geschickt haben, denn was diesmal die Welt der Öffentlichkeit erblickte, war barer Unsinn: eine kurze Nachfrage bei ihren Kids hätte sie darauf aufmerksam gemacht:
Sehen wir uns den Vorschlag an: Verbot von Handys, wie auch die Internetbenützung für potentielle vermutete Terroristen. Toller Vorschlag, aber wie, bitte, will der Herr Minister samt seiner Belegschaft das überwachen?

Meine Nachforschungen zu dem Thema bei einigen 13 - 15-jährigen, ergab schon bei der Erwähnung "Verbot der Internetbenützung" lautes Gelächter! Ob ich denn nicht wisse, dass sogar ein Hotel hier ganz in der Nähe ein WLAN für die Gäste zur Verfügung stelle, welches völlig ohne Passwortschutz funktioniere. Man stelle sich auf den Parkplatz vor dem Hotel, nehme ein Laptop mit der Möglichkeit WLAN zu nützen und schon sei man unerkannt im Internet, mit der IP-Nummer des Hotels. Das würden sie immer wieder mal aus Jux machen. Man könne auch in Städten einfach durch die Straßen wandern mit dem Laptop, irgendwo würde sich schon eine Möglichkeit auftun (auch das ein beliebter Sport inzwischen und viele kennen schon feste Plätze)

Was das Mobiltelefon betrifft, so gibt es ja die Möglichkeit eines mit Karte zu besitzen, welches nicht auf den Namen registriert ist, oder wenn dann im Ausland. Und hinundwieder "findet" man ja ein solches Teil ...

Ich denke, wenn ein Minister Vorschläge macht, sollten sie wenigsten sinnvoll sein und ausführbar. Denn wieviel Gesetze gibt es schon, deren Ausführbarkeit in der Praxis schlicht unmöglich ist? Viel zu viele!




Minotaurus ...
Hausherr und Gastgeber
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...   Erstellt am 06.10.2007 - 18:03Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Holly schrieb
    Und Herr Schäuble gilt anerkanntermaßen als analytisch denkender Mensch!

Es würde mir nicht im Traum einfallen, das zu bestreiten. Gerade weil er analytisch denkt, ist er die geeignete Person für diese Aufgabe. Letztendlich kommt es immer darauf an, auf welcher Seite so ein Mensch steht.
"Überflüssig" ist dieser Vorschlag also keineswegs, jedenfalls nicht für die Interessengruppe, die dahintersteht.

Adolf Hitler (der "größte Feldherr aller Zeiten") und Dr. Goebbels oder Erich Mielke waren auch alles andere als kleine, dumme Spinner, sondern kühl planende Analytiker.
Auch wenn diese Vorgänge auf so manchen Bürger vielleicht nur wie die paranioden Wahnvorstellungen eines durchgedrehten Innenministers wirken, so steckt letztendlich ein wohldurchdachtes und ausgeklügeltes System dahinter, inszeniert von unserer derzeitigen GroKo und der Bundesangela, der "größten Merkelin aller Zeiten."

Dr. Schäuble ist in diesem Schmierentheater nur der Minenspürhund, der immer wieder losgeschickt wird, um die Akzeptanz dieser abstrusen Vorschläge in der Bevölkerung zu testen. Dazu gehört natürlich auch ein gelegentlicher "Rüffel", obwohl alle Beteiligten bereits lange im Vorfeld darüber informiert waren.

Es gehört zwar nicht zu diesem Thema, aber bei dieser Gelegenheit fallen mir immer wieder igendwelche "Studien" und "Umfragen" diverser Zeitungen und Institute ein.
Z.B. darüber, welchen Höchstpreis für Benzin der deutsche Autofahrer bereit wäre, zu akzeptieren.
Oder bis zu welcher Grenze man die Mehrwertsteuer anheben könne, ohne damit eine Revolution auszulösen, etc, etc.
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt?

Aber zurück zum Thema:
Geplant ist letztendlich ein Überwachungsstaat nach dem Muster des Dritten Reiches, bzw. der DDR und einiger südamerikanischen Bananenrepubliken.
Wenn wir uns nicht rechtzeitig auf die Socken machen und unsere freiheitlichen Rechte als Staatsbürger einer Demokratie besinnen, dann ist es zu spät!
Das ist jetzt keine Panikmache oder Sonstiges, die Geschichte des letzten Jahrhunderts (ja, auch die deutsche) ist voll mit solchen Beispielen.

Holly schrieb
    Meine Nachforschungen zu dem Thema bei einigen 13 - 15-jährigen, ergab schon bei der Erwähnung "Verbot der Internetbenützung" lautes Gelächter!

Ich weiß nicht, ob die Kiddies später auch noch so lachen werden, wenn der totalitäre Überwachungsstaat erst einmal installiert ist und die heutigen Kiddies berufs- und erwerbstätig, selbständig und/oder Familienväter sind?
So blöd ist der Analytiker "IM Zweirad" nicht, daß er diese heutigen Möglichkeiten nicht selber bestens kennen würde.
Aber darum geht es vorerst gar nicht. Für "Datenschutzbehörden" mit entsprechenden Befugnissen ist es später ein Leichtes, diese Schlupflöcher wieder zu schließen und dann sind die Nasen der heutigen Kiddies lang.
Jedenfalls möchte ich ihnen und mir nicht wünschen, später in einer Parteiendiktatur nach obengenannten Vorbildern leben zu müssen.
Was glaubt ihr denn, warum beinahe schon jede Woche eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird, um es mal im übertragenen Sinne zu sagen?
Es geht letztendlich nur um die Schürung von Terrorängsten durch "fundamentalistische Terrorzellen" in der Bevölkerung, damit die GroKo endlich ihren gewünschten Überwachungsstaat installieren kann. Der biometrische Personalausweis, der elektronische Datenabgleich der Behörden und die Onlineüberwachung sind die Schritte dorthin.
Man muß kein Visionär wie George Orwell sein, um zu erkennen, daß seine düstere Zukunftsvision 1984 beinahe schon Wirklichkeit geworden ist.

Die eigentlichen sozialchristdemokratischen Taliban sitzen längst im Berliner Reichstagsgebäude und für die Erreichung dieser Ziele ist ihnen kein Mittel zu pervers, kein "Verfassungsschutz", bzw. genau der Bruch dieser Verfassung zu schade. Man erinnere sich bitte nur an das Celler Loch! oder an die derzeitige Diskussion um den Abschuß von Passagiermaschinen.

Oder glaubt wirklich noch jemand, daß die aktuelle Diskussion über die Freilassung ehemaliger RAF- Terroristen nur "rein zufällig" genau in diesem Zeitraum der geplanten Verfassungsänderung stattfindet?

Ich kann euch nur bitten, diesen Aufruf zur Verfassungsbeschwerde nicht auf die leichte Schulter zu nehmen oder gar großzügig zu vergessen!
Die Folgen wären fatal.

Das Ende ist nah!

Uns bleibt nicht mehr viel Zeit!


Nein, dieser Spruch stammt nicht aus dem Repertoire irgendeiner religiösen Bibelgemeinde mit permanenter Endzeitstimmung oder von den Verteilern des Wachtturms, den Zeugen Jehovas, sondern von Menschen, die unsere Demokratie ganz ernsthaft in Gefahr sehen.
Nicht nur in Deutschland, auch in anderen Ländern haben Menschen bereits ihr Leben dafür eingesetzt, um in einer Demokratie zu leben und ihren Kindern eine ebensolche Perspektive zu bieten.

Wer sonst als wir Schreiberlinge, Autoren, Sänger, Künstler und Schriftsteller, Blogger, Zeitungsfritzen und Reporter sollte auf diese drohende Gefahr eines totalitären Überwachungsstaates aufmerksam machen.

Wachsame Grüße vom Mino.





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(Marcel Reich-Ranicki)

<Holly>
unregistriert

...   Erstellt am 07.10.2007 - 11:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Man liest da die tiefe Empörung und das "Herzblut" heraus, wenn man vorstehendes ansieht

Hhhmm Hhhmm.... ob da man sich da nicht in Ausdruck und Inhalt vergallopiert hat?

Ein paar Sachen möchte ich dazu deshalb anmerken dürfen, da mir doch einiges nicht sehr plausibel erscheint ...

"Oder glaubt wirklich noch jemand, daß die aktuelle Diskussion über die Freilassung ehemaliger RAF- Terroristen nur "rein zufällig" genau in diesem Zeitraum der geplanten Verfassungsänderung stattfindet?"

Als guter Demokrat wirst du sicher wissen, dass die Urteile vor zig Jahren auf eine bestimmte Dauer festgelegt wurden. Sie sind in den letzten Jahren alle weitgehend ruhig zu Ende gegangen, nur mit den Letzten gab es eine Medienhype (gab!! denn es ist schon wieder eine Yesterdays News!) Warum? Weil der Allerletzte ein völlig depperter Betonkopf ist, der völlig die Verbindung zur Realität verloren hat, was an der auslösenden "Botschaft" an den Parteitag der Linken leicht zu sehen ist. Völlig verquastes Zeugs, was der Linken mehr geschadet hat, als genützt. Die Verwunderung, dass eine sich demokratisch gebende Partei solchem Schwachsinn überhaupt Raum gibt, war natürlich und bei allen Demokraten verständlich. Jahrestage (ob das nun Kriegsende, Terroristische Anschläge oder andere Sachen (Diana!) sind) geben für die Medien auch immer schöne Anlässe, ein Thema auszugraben. Solange es einer wirklichen Aufarbeitung dient, OK, aber die Medien wollen auch Geld verdienen, also wird da ein großes Ding draus gedreht, das aber genauso schnell wieder beendet ist, wenn die Journallie meint das Thema ausgelutscht und tot. Eine ökonomische Angelegenheit also und man sollte bitte nicht den Fehler begehen, dahinter sofort eine Verschwörung zu sehen.

"Ich weiß nicht, ob die Kiddies später auch noch so lachen werden, wenn der totalitäre Überwachungsstaat erst einmal installiert ist und die heutigen Kiddies berufs- und erwerbstätig, selbständig und/oder Familienväter sind?"

Man sollte die Kiddies nicht als völlig blöde ansehen, denn sie haben uns eines sicher voraus (die wir nicht mit dem PC aufgewachsen sind!), sie kennen die Möglichkeiten, die ein PC bietet, oft wesentlich besser als wir.
So haben sie mir nicht nur das erwähnte W-Lan Problem erzählt, sondern noch von eineigen anderen Möglichkeiten sich dieser Überwachung zu entziehen:
1.:Zum W-Lan ist noch zu sagen, dass wenn man über verschiedenste (freie) Einwahlstellen geht, es auch für den Überwachungsstaat es schier unmöglich ist, den PC zu lokalisieren. Benützt man dann auch noch verschiedene Rechner dafür, oder wechselt ständig die Festplatte u.a. ist der Rechner nicht mehr zuzuordnen, was aber wichtig wäre für die Überwachung.
2.: diese "geplante" Überwachung bezieht sich nur auf Windowsrechner, Unix, Linux und Mac Nutzer sind schon fein raus, weil die Trojaner vielleicht reinkommen, aber nichts mit der Datenstruktur anfangen können, also nichts lesen. Eine zusätzliche Entwicklung für diese Systeme bedeutet den gleichen Aufwand wie bei Windows. Ob das gemacht wird für die paar Leute?
3. Es gibt relativ einfache Methoden, die Spionage ins Leere laufen zu lassen: Man lagert alle "sensiblen" Daten auf einer externen Festplatte (wie klein die inzwischen sind und welche Datenmengen sie aufnehmen können, dürfte bekannt sein.) Geht man ins Netz so steckt man z.B. den Stick ab und der Bundestrojaner findet nur eine "klinisch reine" Festplatte vor, auf der unverdächtige Daten gespeichert sind, ist das so verdächtig dass man weiter überwacht? Nein!
4. Alle Firmen die Antivirensoftware programmieren, haben bereits angekündigt, dass sie dafür sorgen werden, dass ihre Software das Bundespferdchen finden wird. Das tun sie nicht aus demokratischen Gründen, nein das ist rein ökonmisch überlegt, denn sie sind ihre Kunden auf den Schlag los wenn sie es nicht täten und irgendwo im Netz auch nur ein Programm auftaucht, dass es kann. Und das ist ja wohl klar: Alles was ein Mensch programmiert hat, kann auch gehackt werden!!!
Also keine Chance für ein Bundestroja!
Die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollzähligkeit (mein Text wird eh schon zu lang)

Aus all dem und noch vielem anderem ergibt sich , einen Erfolg wird die Planung nicht haben, auch wenn sich das einige wünschen würden. Deshalb ist das alles nur eine große Sprechblase um Aktion vorzutäuschen. Eine Verfassungsänderung ist so auch extrem unwahrscheinlich. Die Demokratie stand für so manchen schon so oft vor dem Ende und sie hat es überlebt, wegen ihrer Vielfalt, weil sie einfach die bestmöglichste aller Regierungsformen ist. Die Gefahr für eine Demokratie ergibt sich aus Fanatikern, Verschwörungstheoretikern, die Gewalt für ein legitimes Mittel halten um ihre Einzelmeinung durchzusetzen. Die technischen Mittel werden ihnen von der profitgierigen Wirtschaft direkt aufgedrängt, da sollte man ansetzen, als sich jeden politischen Stammtisch-Schwachsinn reinzuziehen. Es gab mal einen stiernackigen "Verteidigungsminister", der die Atombombe für Deutschland forderte, das hat die Demokratie abgefangen, genauso wird es mit dem Blödsinn gehen über den Innen und Verteidigungsminister heute schwadronieren!

Und das noch angemerkt: Das WWW ist eben auch nicht so einfach zu kontrollieren, das sieht man schon daran, dass es auch totalitäre Staaten nicht schaffen. Warum ist es unmöglich z.B. die Spammails schon am Versenden zu hindern? Weil es schlicht nicht kontrollierbar ist!

Nun noch zur Ausforschung per Internet. Ich kann mich noch gut erinnern, an die absolut ablehnende Haltung der Deutschen zur Volkszählung. Solange ist das gar nicht her. Und heute? Alle geben ihre Daten inzwischen sowas von freiwillig her, dass es grauslich ist. Wer behauptet er würde das nicht tun, darf beispielsweise schlicht überhaupt kein Internet benutzen, alles andere wäre naiv.
Dies Forum z.B. wird kostenlos bereitgestellt von einer Firma. Kostenlos! Eigenartig nicht? Eine Firma, die das aus Jux und Dollerei macht, die nichts haben will für einen "Service"? Inzwischen tummeln sich hunderte von Foren unter dem gleichen Dach. Eigenartig, dass die Administratoren die IP-Nummern nicht einsehen können! Die Firma kann das. Der Service läuft nämlich andersherum: dafür dass man ein Forum "benutzt" gibt man massenhaft Daten an die Firma ab. Dafür sorgen schon die vielen Cookies die man angeblich braucht, um das Forum zu betreiben und zu nutzen. Das ist einerseits richtig, es gibt Routinen die erfordern ein solches Cooky, doch die könnten sofort nach Verlassen des Forums auch automatisch gelöscht werden, das wäre ein seriöses und ehrliches. Doch komischer Weise verbleiben die auf ewige Zeiten im Rechner (so man sie nicht selber löscht) das sind eben alles absolut unseröse Ausforscher, die Daten klauen, das Verhalten der Nutzer ausspionieren. Microsoft ist bekannt geworden damit, dass es die Rechner online durchforstet, angeblich um nicht registrierte Programme zu finden. Ein Schelm der Böses dabei denkt? Das automatische Einloggen vieler Programme, wenn der Rechner eingeschaltet wird und am Netz hängt, ist nicht abschaltbar, eigenartig nicht war? Das alles Staatsspionage? Ganz sicher nicht, Firmen haben andere Interessen! Und alle "User" machen freiwillig mit. ALLE!
Nicht der Überwachungsstaat, sondern die Wirtschaft ist klammheimlich zur allmächtigen Überwachung der Bürger aufgestiegen: Es gibt Firmen die mit milliarden von Daten über die Bundesbürger schwunghaften Handel treiben: man weiß wo du wohnst, ob du sozial, finanziell schwach oder stark bist (Kaufkraft!), ob du renitent oder gutwillig bist (wichtig für Hotlines zu wissen). was du im Internet suchst und tust ist sowieso bekannt. Und so fort und so weiter. Also was soll die Aufregung? Oder sollte man nicht dort ansetzen???
Und ganz wichtig: da stört der Staat ja nur, der würde doch eventuell die Kreise dieser demokratisch NICHT kontrollierten profitorientierten Konsorten nur behindern!

Zusammengefasst: Der Protest der Humanistischen Union (sie sind beileibe nicht die einzigen!) gegen Versuche das Briefgeheimnis auszuhöhlen (wozu ja auch der private Rechner gehört), ist legitim, demokratisch und richtig. Und er wird Erfolg haben, denn es wird KEINE Mehrheit im Bundestag für ein solches Vorgehen geben, denn dort sitzen auch Demokraten. Bundestagsabgeordnete mit Taliban und damit terroristischen Zielen gleichzusetzen, ist für mich billige Demagogie und schadet der Sache mehr als sie nützt!

Aber ich denke, das ist hier wohl alles in den Wind gesprochen und mir wird das Etikett "naiv" bald angehängt ....

dennoch freundlich grüßend

Holly




Minotaurus ...
Hausherr und Gastgeber
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...   Erstellt am 08.10.2007 - 02:06Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Holy schrieb
    Man liest da die tiefe Empörung und das "Herzblut" heraus, wenn man vorstehendes ansieht

    Hhhmm Hhhmm.... ob da man sich da nicht in Ausdruck und Inhalt vergallopiert hat?

Ersteres gebe ich gerne zu, denn es ist mir als Demokrat mit liberaler Grundeinstellung ein Horror, was hier passiert. Noch dazu vor den Augen der Öffentlichkeit, ohne daß sich die breite Masse der Bevölkerung großartig daran stoßen würde.
Ganz nach dem Motto: "Was kümmert es mich? Mich betrifft es ja nicht."
Aber ich denke nicht, daß ich mich in Ausdruck und/oder Inhalt "vergaloppiert" habe, wenn ich Vergleiche und Parallelen aus der Geschichte heranziehe, um das Problem zu verdeutlichen.

Hier ein Zitat aus der Webseite der Humanistischen Union:
"Demokratische Teilhabe muss auch jenseits von Parteien und Wahlen gewährleistet sein. Es reicht nicht, wenn Rechte nur auf dem Papier stehen. In einer pluralistischen Gesellschaft müssen auch radikale Meinungsäußerungen möglich sein."
http://www.humanistische-union.de/


Holly schrieb
    ... und mir wird das Etikett "naiv" bald angehängt ....

So würde ich es nicht nennen. Zwischen Naivität im Sinne von Dummheit und unzureichendem Informationsstand liegt noch eine weite Strecke.
Naiv wäre es bestenfalls, zu glauben, daß "die Demokratie" alle Angriffe völlig eigenständig abwehren könnte und zwar ohne eigenes Zutun von wachen Bürgern.

Holly schrieb
    Man sollte die Kiddies nicht als völlig blöde ansehen...

Das tue ich keineswegs, denn gerade im Coputerbereich haben sie uns Älteren eine ganze Menge voraus. Aber ich bezweifle sehr, daß man in jungen Jahren die größeren Zusammenhänge bereits richtig einschätzen kann, um die Tragweite solcher Aushebelungsversuche einer Demokratie zu begreifen. Noch dazu, wenn sie quasi illegal "durch die Hintertür" geschieht.
Es wäre ein fataler Fehler, zu glauben, daß der Bundestrojaner nur den Weg zu Winddoof-Rechnern findet und mit der Datenstruktur von Linux, MacIntosh oder Knoppix nichts anfangen könne.
Das halte ich für naiv, denn der Trojaner wurde sowohl auf Linux- als auch auf Mac- Systemen gefunden und bei Knoppix wird er (laut Auskunft eines Softwarehauses) sogar noch frei Haus mitgeliefert.

Aber um solche technischen Detailfragen geht es überhaupt nicht, denn für jeden Virenscanner gibt einen neuen Virus und für jede Firewall gibt es ein Konzept, sie zu knacken. Das wissen sowohl die Computerkiddies, als auch die Überwachungsbehörden des Innenministeriums.
Bei dieser Diskussion geht es vielmehr um die grundsätzliche Frage, wie weit wir die Aushebelung unserer Grundrechte und einen Überwachungsstaat überhaupt zulassen.

Wir sollten dabei nicht vergessen, daß es sich hierbei nicht um wirtschaftliche Interessen handelt, die eine Rentabilitätsvoraussetzung erfordert, sondern um geheimdienstliche Maßnahmen, die aus unseren Steuergeldern finanziert werden.
Nach Einschätzung der Bundesregierung beträgt der einmalige Investitionsaufwand etwa 200.000 Euro!
Die Wirtschaft hat andere Interessen.

Leider muß ich Dir zustimmen bei der Feststellung, wie unbekümmert viele Bürger inzwischen mit ihren persönlichen Daten umgehen, aber ein PC wird leider zunehmend als Auslagerungsdatei des persönlichen Gedächtnisses gesehen.
Das weckt natürlich Begehrlichkeiten, aber es sollte uns trotzdem nicht dazu animieren, einem Überwachungsstaat Tür und Tor zu öffnen.

Bereits im März 2005 wurde der damalige Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) vom Präsidenten des Verfassungsschutzes Heinz Fromm gebeten, eine Möglichkeit zu schaffen, um heimlich Computer von Verdächtigen ausspionieren zu können. Nach Angaben des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesinnenministerium, Peter Altmaier (CDU) wurden somit bereits seit 2005 Online-Untersuchungen per geheimer Dienstanweisung ermöglicht.
Erst im Juli 2005 wird das Parlamentarische Kontrollgremium informiert. Es konnte jedoch auf Grund fehlender fachlicher Kompetenz die Auswirkungen und die Brisanz der Dienstanweisung nicht erkennen.
Das geltende Bundesrecht erlaubt nach Auffassung des 3. Strafsenates des Bundesgerichtshofs (BGH) eine Online-Durchsuchung für Zwecke der Strafverfolgung nicht.
Es hat also bereits ein Verfassungsbruch stattgefunden! Trotzdem wird vom Innenministerium immer wieder versucht, diese Entscheidung des BGH zu umgehen und es ist keineswegs eine Übertreibung, so etwas als Staatsterror zu bezeichnen.

Es mutet schon fast wie eine Satire an, daß trotzdem eine Umfrage des Politbarometer vom 14. September 2007 ergab, daß (angeblich) 65 Prozent der Bundesbürger die Online-Durchsuchung für richtig halten.
Wie bitte???
Wenn diese Meldung nicht getürkt ist, dann sind die Deutschen noch viel blöder als ich dachte. Ich würde nur zu gerne wissen, welcher ausgewählte Personenkreis dazu "befragt" wurde.

So, das war wieder ein wenig "liberaldemokratisches Herzblut" und "politischer Stammtisch-Schwachsinn."
Gerne darf darüber gelacht werden. Es fragt sich nur, wie lange noch.
Ja, wir sind vielleicht ein träges Volk. Aber später ist immer noch Zeit genug, die Hände in den Schoß zu legen und lautstark zu lamentieren, wieso sich die Demokratie nicht selbst erwehren konnte. Oder warum andere Bürger nichts dagegen getan haben.
Auch dieser Vorgang ist aus der Deutschen Geschichte bestens bekannt, ich wünsche viel Spaß dabei.
Allen anderen Bürgern würde ich raten, sich an der Verfassungsbeschwerde (siehe Link) zu beteiligen und die Augen offenzuhalten.

Historische Grüße vom Mino.





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<Holly>
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...   Erstellt am 08.10.2007 - 09:00Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


"Das halte ich für naiv, denn der Trojaner wurde sowohl auf Linux- als auch auf Mac- Systemen gefunden..."

Die Aussage zu Mac-Systemen ist definitiv falsch!!




Minotaurus ...
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...   Erstellt am 08.10.2007 - 10:22Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Holly schrieb
    Die Aussage zu Mac-Systemen ist definitiv falsch!!

ARD-Meldung vom 06.10.2007 zum Thema:
Was hilft gegen den Bundestrojaner?

Tagesschau.de schrieb
    Schützt ein bestimmtes Betriebssystem, zum Beispiel ein Mac?
    Nein. Es gibt zwar sehr viel weniger Computerviren für Mac-Betriebssysteme, aber auch ein Mac kann angegriffen werden. Bei Windows-Betriebssystemen könnte es einfacher sein als bei Systemen, die auf freier Software basieren. Da der Bundestrojaner eine "Einzelanfertigung" sein soll, ist das aber nicht garantiert. Bei allen Systemen gilt aber: Wer nicht als Administrator, sondern als einfacher "Benutzer" arbeitet, macht es Viren, Würmern und Trojanern schwieriger.

    Gibt es ein Bundestrojaner-sicheres System?
    Ja, ein Computer ohne Internet-Verbindung.

    Muss der Rechner online sein, damit der Bundestrojaner arbeitet?
    Nur zur Übertragung der ausgespähten Daten. Diese werden gesammelt und an die Ermittlungsbehörden weitergeleitet zeitgesteuert oder sobald der Rechner des Verdächtigen wieder online ist.

    Was passiert nach dem Ende der Online-Durchsuchung?
    Laut Innenministerium deinstalliert sich der Trojaner und die eingeschleusten Spionage-Programme auf Befehl oder nach einer bestimmten Zeit "rückstandsfrei"

Quelle: www.tageschau.de

Gut, diese (und andere) Meldungen könnten getürkt sein, aber um solche Detailfragen geht es hier überhaupt nicht, sondern um einen Frontalangriff des Innenministers auf unser Grundgesetz. Also eines Mannes mit massiven "Erinnerungslücken", der wegen Meineides bereits vor Gericht stand (CDU-Parteispendenaffäre).

Dr. Schäuble schrieb
    "Wenn Sie in der Öffent­lichkeit sind, müssen Sie damit rechnen, dass Sie beobachtet werden."

Quelle: Interview mit welt.de am 4. Februar 2007

Wer erinnert sich noch an den "finalen Rettungsschuß", also im rechtlichen Sinne Anstiftung zum Auftragsmord?
Die zweckgebundene, bzw. zweckentfremdete Verwendung der Mautdaten?
Oder an die "Folteraffäre" von 1995?
Oder an die derzeitige "Abschußaffäre?"

Dr. Schäuble schrieb
    "Es werden auch blonde, blauäugige Menschen Opfer von Gewalttaten, zum Teil sogar von Tätern, die möglicherweise nicht die deutsche Staatsangehörigkeit haben.

Quelle: Deutschlandradio Kultur, 23. April 2006.

Anknüpfend an die Geschichte des Heiligen Römischen Reiches fordert Dr. Schäuble Patriotismus und ein "gesundes Nationalgefühl" bei der Rolle Deutschlands in Europa.
Dr Joseph Goebbels hatte ähnliche Forderungen gestellt, die Ähnlichkeiten sind also nicht nur zufällig. Beide Herren sind, bzw. waren durch eigene, körperliche Defekte in ihrer Wahrnehmung der Realität scheinbar etwas getrübt.

Dr. Schäuble schrieb
    "Im Grunde sind alle Menschen behindert, der Vorzug von uns Behinderten allerdings ist, dass wir es wissen."

Quelle: Focus Nr. 12/2006

Diese Aussage würde ich - gerade in diesem Falle - sehr stark in Zweifel ziehen.
Weitere Beispiele möchte ich uns gerne ersparen, denn jeder Bürger hat selbst die Möglichkeit, sich ausreichend zu informieren.

"Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble will die Rechtsordnung dieses Landes verteidigen, indem er sie abschafft."
- Burkhard Hirsch, Süddeutsche Zeitung vom 4. April 2007, www.sueddeutsche.de

Und bitte nicht vergessen:



Zum Schluß nochmal kurz zurück zum Thema "Mac": Die Taliban haben schon darauf reagiert:



Man könnte darüber lachen, wenn das Thema nicht so ernst wäre.





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(Marcel Reich-Ranicki)

<Holly>
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...   Erstellt am 08.10.2007 - 13:45Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


"Es gibt zwar sehr viel weniger Computerviren für Mac-Betriebssysteme,..."

Die Aussage es gäbe weniger Viren bei Mac ist ebenfalls schlichtweg falsch!! Es gibt gar keine ! Auf einem Mac sind Antivirenprogramme derzeit völlig überflüssig!

Man soll eben nicht alles glauben, was einem so salopp vorgesetzt wird! Und wenn schon, dann bitte bei der Wahrheit bleiben!
Und bitte auch richtig lesen was ich geschrieben habe und nicht etwas hineininterpretieren was dort nie stand!

Was mich störte, war die únisono Verurteilung aller Abgeordneten als Terroristen, Taliban.
Irgendwo habe ich von einem gelesen, der von sich sagt: er hasse "religiöse und politische Fanatiker aller Couleur..." Dann sollte man vorsichtig sein mit solchen pauschalen Radikalurteilen.
Zu den Grundpfeilern einer Demokratie gehört, dass man Protestieren kann, aber in einer "humanistischen" demokratischen Form.
(ich habe jedenfalls bei der Humanistischen Union keine solche Wortwahl vorgefunden!)

Holly




AndreasPischner ...
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...   Erstellt am 08.10.2007 - 15:58Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ein bisschen relativieren muss man diese Aussage wohl doch:

http://www.macwelt.de/forum/archive/index.php/t-606230.html

Das deutet jedenfalls darauf hin, dass es keineswegs die technische Perfektion des Macs ist, die es unmöglich machte, ihn mit Viren zu verseuchen, sondern vielmehr das Desinteresse von Hackern, für eine dermaßen geringe Zahl möglicher Ziele welche zu entwickeln - ein Desintersse, das (um zum eigentlichen Thema zurückzukommen) von Seiten des Verfassungsschutzes ja nicht zwingend gegeben wäre!




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