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Traubenstolz ...
50 Liter Wein
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...   Erstellt am 25.10.2009 - 12:18Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo,

@ Stiefel

Du schreibst von einer fetten linken Seite und von einer mageren rechten Seite. Auf dieser rechten mageren Seite sind meiner Meinung nach Bodenverbesserungsmaßnahmen angebracht. Kompost um die Stöcke aufbringen, in die Rebzeilen Leguminosen aussähen, das Schnittgut der Reben häckseln und wieder ausbringen usw. Rindenmulch würde ich nicht ausbringen.

Dann würde ich den Rebschnitt ändern. Wenn ich richtig gezählt habe, kommst Du auf insgesamt 60 Augen pro Stock. Das ist meiner Meinung nach viel zu viel, auch wenn die Reben reichlich Platz haben. Ich würde auf jeder Seite einen Bogen stehen lassen mit je 10 Augen und dann mal sehen wie sich die Stöcke entwickeln.

Die jungen Reben würde ich nicht mehr gießen, nur noch nach langer Trockenheit, dann aber kräftig, wie auch Birgit geschrieben hat.

@ derapulier

Ich habe nochmals über Deinen Text über das tote Wasser nachgedacht. Du hast geschrieben:

Feinporiges (Locker-) Gestein kann durch Kapillarwirkung Wasser so fest binden, dass es Pflanzen nicht mobilisieren können. Es ist für die Pflanzen totes Wasser.

Je kleiner die Poren sind, desto höher ist der Saugdruck. Poren mit einem Durchmesser von 0,3 bis 0,2 µm erzeugen Saugspannungen von 10.000 bis 15.000 hPa. Bei diesen Saugspannungen kann Sand ca. 3 Vol%, Lehm 15 und Ton ca. 35 Vol% Wasser binden
(Quelle Wikipedia) Zitat Ende

Wenn man die Zahlen genau nimmt, müsste man folgern, dass Sand den Pflanzen am wenigsten Wasser entzieht und er somit für die Pflanzen ein guter Boden ist. Leider kann der Sand das Wasser nicht halten, es versickert und steht den Pflanzen nicht mehr zur Verfügung. Das Verhalten von Ton und Lehm mit dem beschriebenen Saugverhalten ist doch keine Einbahnstraße, oder? Wie ist es denn, wenn der Boden trockener wird, kann der Boden das aufgesogene Wasser nicht wieder abgeben, so dass es für die Pflanzen wieder nutzbar wird? Das sind jetzt nur meine Überlegungen, ohne dass ich mich weiter darüber kundig gemacht habe.

Gruß Traubenstolz




Traubenstolz ...
50 Liter Wein
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...   Erstellt am 26.10.2009 - 10:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


@ Ellute

Wenn ich Stiefels Beschreibungen richtig verstanden habe, dann müssten seine Reben in etwa so aussehen.



Links und rechts die 3 mit 8 Augen angeschnittenen Ruten plus je 2 Augen als Reserve, vielleicht als Zapfen? Mach auf jeder Seite 30 Augen, zusammen 60 Augen.

@ Stiefel

Habe ich Dich so richtig verstanden? Stimmt die Zeichnung in etwa?

Grüße Traubenstolz




derapulier ...
100 Liter Wein
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...   Erstellt am 26.10.2009 - 15:07Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Beim Totwasser ist nicht gemeint , dass der Boden der Pflanze Wasser entzieht sondern,sondern wie freigiebig der Boden sein gespeichertes Wasser wieder hergibt.Das gesamte Wasser teilt sich in zwei Komponenten, das pflanzenverfügbare Wasser und das Totwasser.

Zitat:Sand:pflanzenverfügbar 50-120 Totwasser 10-30,gesamt 80-150;
Ton:pflanzenverfügbar 50-150 Totwasser 100-250,gesamt 300-400;Liter pro m3

Zitatende

Daraus resultierend ist es dann so, dass Sand zwar insgesamt weniger Wasser enthält als Ton,aber das wenige Wasser,bedingt durch den höheren Grobporenanteil der Pflanze besser zur Verfügung steht.Auch gibts dann das Phenomen beim Ton, dass sich der Boden feucht anfühlt die Rebe aber unter Wassermangel leidet.

Traubenstolz schrieb
    Rindenmulch würde ich nicht ausbringen

Warum keinen Rindenmulch?
Die Verrottung läuft langsam.Durch den hohen Gerbstoffanteil ist Rindenmulch herbizid.
In allen Fachbüchern wird Rindenmulch empfohlen.

Ich habe auch ein Jahr einmal den Fehler gemacht,die Augen mit einem Rebschnitt zu reduzieren.Das Ergebnis war mastiger Wuchs,wenig Erträge und Wasserschosse ohne Ende.Ich würde Stiefel eine schrittweise Reduzierung über zwei bis drei Jahre empfehlen.
Gruss derapulier

[Dieser Beitrag wurde am 26.10.2009 - 15:10 von derapulier aktualisiert]





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Traubenstolz ...
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...   Erstellt am 26.10.2009 - 17:32Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


@ derapulier

Danke für Deine Bemühungen mich über das Totwasser aufzuklären. Kann man denn sagen, dass die Pflanzen trotz der höheren Speicherfähigkeit des Lehm- und Tonbodens in ihrem Wurzelbereich mehr Wasser zur Verfügung haben als in einem Sandboden, weil Niederschlagswasser weniger schnell versickert als im Sandboden?

Zum Rindenmulch, er hat bestimmt auch viele Vorteile wie z.B. den Erosionsschutz oder das Feuchthalten des Bodens, aber wegen folgender Gründe wende ich ihn im Wingert nicht an:

1. Rindenmulch ist stark Kohlenstoffhaltig und entzieht dem Boden bei der Verrottung Stickstoff. Das Rebenwachstum wird geschwächt. Deshalb muss bei Anwendung unbedingt mit stickstoffhaltigen Düngern zugedüngt werden.
2. Bei ausgebrachtem Rindenmulch gibt es niedrigere Mostgewichte.
3. Rindenmulch verzögert die Traubenreife.
4. Der Ertrag ist geringer.
5. Die Trauben haben einen geringeren hefeverwertbaren Stickstoff.
6. In spätfrostgefährdeten Lagen ist die Frostgefahr höher, weil der Boden die gespeicherte Wärme durch die Mulchdecke nicht abgeben kann.
7. Rindenmulch aus sauren Urgesteinsböden wie hier beim Odenwald weisen einen höheren Schwermetallgehalt bei Cadmium und Zink auf.

Ich halte Kompost oder Grasmulch oder auch Torf für die bessere Möglichkeit den Boden zu verbessern. Ich komme hier in Rheinhessen viel durch die Weinberge. Ich kenne keinen einzigen Wingert, in dem Rindenmulch ausgebracht wurde, dagegen viele, in denen Kompost ausgebracht wird.

Bei der Reduzierung des Schnittes bin ich ganz Deiner Meinung dies innerhalb von 2 – 3 Jahren umzustellen.

Gruß Traubenstolz




Ellute 
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Danke, so wie es die Skize zeigt, habe ich es auch verstanden.





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Gruß
El-Lute

Dreizehn 
1000 Liter Wein
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...   Erstellt am 26.10.2009 - 23:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


@stiefel

Glückwunsch zu Deinem Weinberg. Optimieren ist sicher möglich, besonders beim Schnitt.

derapulier schrieb
    ...Bei dem grossen Abstand der Reben wären m.M. nach 2 Flachbogen ideal um den Raum auszunützen mit der entstprechenden Zahl an Augen...


Das sehe ich ebenso, der Schnitt würde Dir bestimmt auch viel leichter fallen.

Das Buch von Snoek habe ich ebenfalls, finde es aber in weiten Teilen überholt, auch durch die praktische Zusammenarbeit mit Winzern.

Mit Traubenstolz bin ich der Meinung, dass die Reben noch nicht sehr alt sein dürften, wenn man von der Stammdicke ausgeht (ist natürlich auch abhängig vom Boden und der Unterlage). Diese Anmerkung ist aber unwichtig.

Besonders freue ich mich darüber, dass hier die Traubenfraktion weiter gestärkt wird!

Grüße, Dreizehn




Traubenstolz ...
50 Liter Wein
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...   Erstellt am 27.10.2009 - 15:06Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


@ Dreizehn

Schön, dass Du wieder von der Reise zurück bist, ich habe mich schon gewundert, dass Du Dich nicht in die Diskussion eingeschaltet hast.

Ich bin erst seit kurzem in diesem Forum, deshalb die Frage, was meinst Du mit "stärken der Traubenweinfraktion". Sind so wenig Traubenhobbywinzer im Forum aktiv?

Gruß Traubenstolz




Dreizehn 
1000 Liter Wein
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...   Erstellt am 27.10.2009 - 17:38Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Traubenstolz schrieb
    (1)...dass Du wieder von der Reise zurück bist...
    (2) Sind so wenig Traubenhobbywinzer im Forum aktiv?


(1) Das Gutedelland hatte mal wieder gerufen. Mit meinem iPod habe ich gelegentlich hier hereingeschaut, aber Schreiben ist auf dem Teil etwas mühsam – jedenfalls für mein Fingerkuppenformat.

(2) Die, die da sind, sind aktiv (aua, gequältes Deutsch). Allerdings stellen die Vergärer anderer Grundstoffe die Mehrheit – noch ;–))

Grüße, Dreizehn




derapulier ...
100 Liter Wein
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...   Erstellt am 27.10.2009 - 18:10Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Vielleicht nicht viele Hobbywinzer,aber die Qualität und das hohe Niveau in diesem Forum spricht schon wirklich für sich.

Vor allem auch immer wieder Fruchtweinkeller´s fachlich kompetenten Beiträge.
Siehe auch:http://www.razyboard.com/system/forum-fruchtweinkeller-gespenster-und-wiederkehrer-2193284.html
Da gibts nix mehr zum hinzufügen.(Naja kann man auch nicht:happy
Einmal ein Danke an alle Beteiligten.

Gruss derapulier

[Dieser Beitrag wurde am 27.10.2009 - 18:13 von derapulier aktualisiert]





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Traubenstolz ...
50 Liter Wein
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...   Erstellt am 29.10.2009 - 11:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Stiefel,

haben wir Dich mit den vielen Vorschlägen verschreckt? Melde Dich.

Gruß Traubenstolz




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