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stiefel 



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...   Erstellt am 23.10.2009 - 22:57Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


@derapulier

Aber vielleicht hast du recht mit der geschlossenen Grasnarbe - den ersten Sommer hatte ich die jungen Reben jeden Tag gewässert und sie wuchsen gut.
Im zweiten Jahr habe ich nicht mehr gegossen (Kinder ihr seid jetzt alt genug) und sie haben sich kaum weiter entwickelt ...

Ich wüsste aber nicht wie ich den Hang umpflügen sollte Vielleicht sollte ich einfach die Baumscheiben vergrößern?


Weitere Frage: Was und wieviel düngt ihr denn so?




Traubenstolz ...
50 Liter Wein
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...   Erstellt am 24.10.2009 - 12:56Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo,

dass die Grasnarbe Niederschlagswasser verbraucht ist schon richtig. Aber die Reben treiben ihre Wurzeln in große Tiefen und können Trockenzeiten gut überstehen. Ich habe meine Reben auch im Gras stehen, decke aber den Pflanzstreifen mit dem Schnittgut ab, so dass der Boden um die Reben nicht so sehr austrocknet. Wir in Rheinhessen habe ja auch extrem trockene Sommer. Gießt man Reben, haben sie nicht die Neigung ihre Wurzeln in größere Tiefen zu treiben. Aber Geduld, sie werden schon noch wachsen.

Für die Düngung nehme ich nur organische Düngemittel wie Hornspähne, Oscorna Universaldünger und eben mittels der Mulchdecke. Die organischen Dünger bringe ich schon im zeitigen Frühjahr aus.

Habt ihr an den Odenwaldhängen tiefgründigen Boden oder kommt da bald der Fels?

Grüße Traubenstolz




Birgit ...
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...   Erstellt am 24.10.2009 - 14:05Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Vor allen Dingen sollte man bei neuen Pflanzen richtig gießen. Meist wird täglich etwas gegossen. Dann bilden die Pflanzen in der obersten Erdschicht ihre Wurzeln, stellt man das Giesen ein, verkümmern die Pflanzen.
Besser ist es einemal in der Woche richtig durchdringend zu wässern, dann werden auch Wurzeln in tiefe Bodenschichten gebildet.

Gruß Birgit





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Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

derapulier ...
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...   Erstellt am 24.10.2009 - 14:10Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Traubenstolz,

eine Dauerbegrünung kann bis 300 MM Niederschlag verbrauchen.Dann darf man nicht übersehen, dass die Rebe nicht die ganze Bodenfeuchtigkeit verwerten kann.Bodentyp abhängig kann z.B beim Ton fast 2/3 Totwasser sein.Bei Junganlagen kann dann die Konkurrenz dann schon gross sein, dass die Pflanzen absterben.Deswegen wird da bis zum 3.Standjahr nur die Winterbegrünung zur Stckstoffixierung empfohlen.Desweiteren ist die Nährstoffkonkurrenz nicht zu unterschätzen, vor allem beim Stickstoff.

@Stiefel

Das tägliche Wässern ist nicht ganz ideal,weil nur wenn die Rebe in Wasserstress gerät auch tiefer wurzelt.

Wir düngen eigentlich gar nicht.Das Rebholz bleibt im Wein, somit ist der Kalikreislauf fast geschlossen.Die Begrünung wird zweimal pro Jahr gemulcht und der Trester kommt wieder in den Wein und fertig.Das gleiche Buch hab ich auch und habe mir ein Teil meiner Rebschnittkenntnisse daraus abgeschaut.Doch denke ich,dass 48 Augen zuviel sind.Du willst doch Qualität und keine Masse?

Im Unterstockbereich würde ich dir bei deiner Grösse Baumscheiben mit Rindenmulch empfehlen.Rindenmulch hat eine leichte herbizide Wirkung und trägt ein wenig Stckstoff in den Boden ein.Umfräsen am Hang würde nicht wegen der Gefahr der Bodenerosion.


Gruss derapulier





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Traubenstolz ...
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...   Erstellt am 24.10.2009 - 16:58Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


derapulier schrieb

    Hallo Traubenstolz,

    Dann darf man nicht übersehen, dass die Rebe nicht die ganze Bodenfeuchtigkeit verwerten kann.Bodentyp abhängig kann z.B beim Ton fast 2/3 Totwasser sein.


@ derapulier

Ehrlich gesagt, das verstehe ich nicht. Kannst Du mir das etwas ausführlicher erklären.

Würdest Du mir denn eine Dauerbegrünung nur jede 2. Zeile empfehlen. Hier in unserer Gegend ist das inzwischen Standart.

Gruß Traubenstolz

[Dieser Beitrag wurde am 24.10.2009 - 16:58 von Traubenstolz aktualisiert]




derapulier ...
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...   Erstellt am 24.10.2009 - 18:21Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


So und jetzt wirds wissenschaftlich............


Feinporiges (Locker-) Gestein kann durch Kapillarwirkung Wasser so fest binden, dass es Pflanzen nicht mobilisieren können. Es ist für die Pflanzen totes Wasser.

Je kleiner die Poren sind, desto höher ist der Saugdruck. Poren mit einem Durchmesser von 0,3 bis 0,2 µm erzeugen Saugspannungen von 10.000 bis 15.000 hPa. Bei diesen Saugspannungen kann Sand ca. 3 Vol%, Lehm 15 und Ton ca. 35 Vol% Wasser binden
(Quelle Wikipedia)

Ok Fehler von mir 30 % Totwasser bei Ton und nicht 2/3.

Ich find Dauerbegrünung grundsätzlich empfehlenswert aber nicht im Unterstockbereich, da bin ich eher von Abdeckung mit Rindenmulch,Stroh oder Holzhäcksel überzeugt.Oft wird auch ein Herbizidstreifen mit Roundup gespritzt.

Gruss derapulier





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Traubenstolz ...
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...   Erstellt am 24.10.2009 - 18:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


@ derapulier

Danke für die Aufklärung, hochinteressant. Der Rotwein Calandro steht auf Tonboden. Das Mainzer Becken war im Tertiär mit Meerwasser gefüllt bevor es sich gehoben hat. Ich habe es also mit hochverdichteten Sedimentböden zu tun. Manche Pflanzlöcher für die Obstbäume habe ich mit dem Pickel gegraben und dabei viele versteinerte Muscheln gefunden. Die Felicia, der Weißwein steht mehr auf Ton/Mergel bis Lehmboden.

Die Pflanzstreifen werden im Winter gehackt und später immer mit Heu abgedeckt, das ich aus der Wiesenmahd mache. Mit Herbiziden möchte ich nicht spritzen. Nur noch wenige Winzer bei uns machen das. Wenn Du es noch nicht getan hast, kannst Du ja mal meine Reben unter "Rebsorten" anschauen.

Grüße Traubenstolz




stiefel 



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...   Erstellt am 24.10.2009 - 19:07Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


@traubenstolz

Ich glaube bei uns kommt bald der Fels - ein Terasse drunter habe ich sogar eine große Felsnase. Die Häuser auf unserer Seite der Straße sind auch alle in den Fels gebaut. Was wir für einen Boden haben ist mir nicht klar - aber auf jeden Fall mit viele Steinen und ich glaube auch leicht lehmig.

Wenn wir nicht so tiefgründigen Boden haben könnte es ja sein, dass die alten Pflanzen dass ganze Erdvolumen verwurzelt haben und für die Jungpflanzen einfach kein Platz mehr da ist?

@Birgitt
Danke für den Tipp mit dem gießen - ich werde also das nächste Jahr nur einmal die Woche gründlich gießen.

Ausserdem werde ich mal die Baumscheiben vergrößern und mit Rindenmulch belegen. Ich hatte aber mal gelesen dass Rindenmulch sauer ist und der Wein dass nicht mag?

Viele Grüße,
Stefan




Birgit ...
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...   Erstellt am 24.10.2009 - 20:39Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Vor allen Dingen legt Rindenmulch den Stickstoff fest. Also unbedingt darunter Hornspäne streuen. Den Ph-Wert des Bodens kann man ja einfach kontrollieren und wenn er zu sauer ist sehr schnell korrigieren. Andersherum ist es schwieriger.

Gruß Birgit





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Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

Ellute 
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...   Erstellt am 25.10.2009 - 11:17Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kann mal jemand bitte eine Skitze von dieser Rebenerziehung machen und hier einstellen. Bin mir nicht sicher, ob ich mir die richtig vorstellen kann.





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Gruß
El-Lute

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