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<gast> unregistriert
| Erstellt am 25.11.2008 - 23:41 |  |
Christ schrieb
Ein Herz steht still, wenn Gott es will.... |
Da kannst du ja nur beten, dass Gott dich nicht langsam und qualvoll dahinsiechen lässt.
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Anne 

Status: Offline Registriert seit: 25.08.2008 Beiträge: 549 Nachricht senden | Erstellt am 26.11.2008 - 08:31 |  |
Ein Herz steht still, wenn Gott es will....(Christ)
Ich würde mir wünschen, dass es so ist, aber wer durch Krankenhäuser geht, weiß dass es Götter in Weiß sind.
Jeder Mensch hat ein Recht auf Selbstbestimmung.
Die Unzumutbarkeit von unnötigem Leiden sollte Christenpflicht sein.
Wenn es einen gütigen Gott gibt, wird er verstehen.
Jedes Tier wird von seinen Qualen erlöst.
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besucherin unregistriert
| Erstellt am 26.11.2008 - 09:03 |  |
ich bin zwiespältig, was sterbehilfe angeht.
aber vor kurzem hab ich ernsthaft überlegt, es hätte sinn.
die tante meines partners starb, vor 8 tagen.
nach ein beinahe 10 monatige leidensweg.
erst fiel sie die treppe runter, was halbwegs glimpflich, also ohne brüche abging.
in krankenhaus bekam sie eine herzinfarkt, dann die noro-virus.
irgendwann in april kam sie dann in eine pflege einrichtung, lag isoliert wegen diese virus.
dort ereilte sie ein 2. infarkt.
summa summarum, sie starb jetzt, 35kg leicht, nach endlose qualen.
dank ein verständnisvolle arzt, der angeordnet hat, sie nicht mehr zu quälen, mit infusionen und sonstiges.
ich gebe anne recht, mit tiere gehen wir humaner um.
wobei die frage ungelöst bleibt, wer entscheidet, und wann, ob jemand gehen darf oder nicht.
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wortundbild unregistriert
| Erstellt am 26.11.2008 - 09:23 |  |
schrieb
..... und mache vorher Frieden mit Gott.
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Und mit den Menschen seiner Umgebung.
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Tagtraeumerin unregistriert
| Erstellt am 26.11.2008 - 11:14 |  |
Als meine Schwägerin die Diagnose "Krebs mit Metastasen in lebenswichtigen Organen" erfuhr, wollte ich zunächst weder wahrhaben noch akzeptieren, dass sie bald sterben würde.
Und während ich im Internet recherchierte, mit Ärztinnen sprach, Erfahrungen über ihre Erkrankung sammelte, machte sie ein Testament und bereitete sich aufs Sterben vor.
Erstellt am 25.04.2008 - 12:28
http://www.razyboard.com/system/morethr … 96-10.html
Sich auf das Sterben vorzubereiten, ging ohne Gott, denn er hatte ihr, wenn es wahr ist,
"Ein Herz steht still, wenn Gott es will...",
schon diese Krankheit geschickt und war somit für ihren viel zu frühen Tod verantwortlich.
Meine Schwägerin hatte eine Patientenverfügung und hat allen Verwandten und Freunden gegenüber ihren Wunsch vom schmerzfreien Sterben geäußert.
Ein verständnissvoller Arzt und eine Krankenkasse, die die Kosten für eine Palliativmedizin und Palliativpflege übernahm, ermöglichten es ihr zu Hause in Würde und schmerzfrei sterben zu können.
Ich möchte keinen Christen verletzen, aber ich bitte alle Christen im Namen aller Leidenden, überlasst nicht alles Gott.
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<Gästin> unregistriert
| Erstellt am 26.11.2008 - 11:55 |  |
wortundbild schrieb
Diesen Zeitungskommentar vom vergangnenen Donnerstag möchte ich euch zugänglich machen:
Denkverbote helfen nicht
Von Dieter Lintz
Wer will, dass die Menschen sich nicht aus Angst auf die aktive Sterbehilfe stürzen, muss dafür sorgen, dass es Alternativen gibt. Palliativmedizin, offensive Schmerzbekämpfung auch im ambulanten Bereich, Hospize. Nicht als ferner Stern am Horizont, sondern jetzt und für jeden, der es beansprucht. Er sollte auch akzeptieren, was die Palliativmedizin längst praktiziert: Dass in einem bestimmten Stadium die Wirksamkeit von Schmerztherapie wichtiger ist als die Lebenserhaltung.
Quelle: Trierischer Volksfreund, 21.2.2008
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Im Frühjahr 2003 wird der Deutsche Ärztetag die Palliativmedizin mit einer eigenen Bereichsbezeichnung aufwerten, kündigte Professor Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Bundesärztekammer, in Königswinter an. Allerdings liegt der Bestand an Palliativbetten in Deutschland noch um ein Vielfaches hinter dem Bedarf von 50 Betten pro einer Million Einwohner zurück. Derzeit geben die Krankenkassen 0,05 Prozent ihres Jahresetats für die Palliativmedizin aus. Das Zehnfache aber ist nach Meinung der Experten dringend notwendig.
http://www.welt.de/print-welt/article40 … _sein.html
Dies ist ein Auszug aus einem Artikel aus dem Jahr 2003. Dank unserer Gesundheitsreform ist sowohl die Zahl der Betten als auch der Jahresetat der Krankenkassen für Palliativmedizin gesunken.
Angehörige müssen kämpfen gegen Verordnungen und AGB's, während sie das Leiden ihrer Verwandten ertragen müssen.
Würdiges Sterben passt nicht in den Kostenplan unserer Politiker und Krankenkassen und schon gar nicht in ihr Ethikverständnis.
Presseerklärung des Palliativnetz Bochum e.V. Krankenkassen verweigern Sterbenden ihren gesetzlichen Anspruch: Spezialisierte Ärzte in der Versorgung Sterbender daheim nicht notwendig. Sterbende Patienten mit schweren Symptomen haben Anspruch auf „spezialisierte ambulante Palliativ-Versorgung (SAPV)“. So hat es der Gesetzgeber im Sozialgesetzbuch festgeschrieben. Doch anstatt dies tatsächlich umzusetzen, weigern sich viele Krankenkassen, überhaupt Verhandlungen mit Palliativärzten aufzunehmen. Das ist der Sachstand, nachdem der Gesetzestext nun schon etliche Monate feststeht.
Quellennachweis und gesamter Artikel
http://www.sapv.de/Palliativnetz__presse290808.pdf
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<Gästin> unregistriert
| Erstellt am 26.11.2008 - 11:58 |  |
Das habe ich noch vergessen:
Angesichts oft hoher Therapie-Kosten kämen auf die Gesellschaft hier ... Diese sei inakzeptabel und „verweigert die gebotene Hilfe für todkranke Patienten“. ...
www.dgpalliativmedizin.de/ku_na.htm - 153k -
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Paula 

Status: Offline Registriert seit: 23.04.2008 Beiträge: 1299 Nachricht senden | Erstellt am 12.12.2008 - 23:43 |  |
Sterbehilfe im TV
In Großbritannien sorgen diese Szenen seit Tagen für eine öffentliche Debatte über das Thema Sterbehilfe.
Der Pay-TV-Kanal Sky Real Lives hatte den 90-minütigen Film "Right to die?" des Dokumentarfilmers John Zaritsky am Mittwoch ausgestrahlt.
Schon vorher hatten Kritiker dem Film vorgeworfen, Suizid zu glorifizieren.
Ewert war bereits im September 2006 in einer Klinik der Sterbehilfeorganisation Dignitas in der Schweiz gestorben. Er litt an der Motoneuron-Krankheit, einer Erkrankung des Nervensystems.
In Deutschland ist die Krankheit als Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) bekannt.
Der Patient erleidet eine fortschreitende Lähmung der Muskulatur, kann sich nicht mehr bewegen und atmen, oft nicht mehr schlucken und sprechen. ALS ist unheilbar und verläuft tödlich, die Ursachen sind völlig unklar.
Fortschreitende Lähmung der Muskulatur
"Wenn ich es mache, sterbe ich", sagt Ewert im Film. "Wenn ich es nicht mache, werde ich leiden, meiner Familie Leid zuzufügen - und dann sterben." Nach der Einnahme des Cocktails betätigt er mit den Zähnen einen Schalter, der 45 Minuten später seinen Beatmungsapparat abschaltet. Seine Hände kann er nicht mehr bewegen. Zu Weihnachten 2005 hatte Ewert die Diagnose erhalten. Die Krankheit verlief schneller als befürchtet, wenige Monate später saß der ehemalige Informatikprofessor im Rollstuhl, nahezu bewegungsunfähig und von einer Maschine beatmet.
Kritik an der Doku
Die Doku wurde in Großbritannien als Todesvoyeurismus und PR-Kampagne bezeichnet, Premierminister Gordon Brown, Gegner der Sterbehilfe, forderte laut der Tageszeitung "Times" einen sensiblen Umgang mit dem Thema ohne Effekthascherei. Kein kranker oder alter Mensch solle sich gedrängt fühlen, Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen. In der Tageszeitung "The Independent" lehnte ein ALS-Patient das Recht zu Sterben für sich ab, unterstrich aber, dass das Tabuthema offen diskutiert werden müsse. Das Blatt sprach auch mit Ewerts Ehefrau Mary. "Wenn der Tod versteckt und privat bleibt, setzen sich die Menschen nicht mit ihren Ängsten darüber auseinander", erklärt sie. Warum sollten Gesellschaft und Gesetze über das Leben bestimmen?
weiterlesen
Ein unheilbarer Mann, hat sich an die Vereinigung Dignitas gewandt, und sich das Recht genommen, sein Leben zu beenden.
Der Film ist nicht das reißerische Machtwerk eines Privatsenders.
Es ist ein Werk eines Oskarpreisträger, der einen nüchternen, undramatischen Film über ein ganz alltägliches Ereignis gedreht hat, über das Sterben.
«Sterben ist kein Unglück, aber jahrelanges Leiden, ehe man es dahin bringt, zu sterben. Jahreslanges Leiden - glücklich sind die, welche schnell fertig werden: Per acquit, wie mein Väterchen sagte, und man dreht sich herum und schläft ein und alles ist bezahlt.»
Heinrich Heine
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<Minotaurus> unregistriert
| Erstellt am 13.12.2008 - 10:17 |  |
Es gibt eine Kurzgeschichte "The Law of Life" von Jack London. Die erzählt die Gedanken eines Indianers, der aufgrund seiner altersbedingten Schwäche von seinem Stamm ausgesetzt wurde, um zu sterben. Er denkt über sein Leben, das Altern und die Vergänglichkeit nach, und akzeptiert schließlich, daß alles Vergehen muß, um für das Neue Platz zu schaffen. Das ist das "Gesetz des Lebens".
Dieses Buch ist absolut lesenswert, auch dann, wenn man schon etwas älter ist als zwölf Jahre.
Die meisten Menschen heute wollen einfach nicht akzeptieren, daß es irgendwann Zeit ist, zu gehen.
Für mich bedeutet dieser Begriff dasselbe wie für Jack London. Es ist das Gesetz der Vergänglichkeit und die Akzeptanz des Todes.
Unvergängliche Grüße vom Mino. 
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<Gästin> unregistriert
| Erstellt am 06.03.2009 - 12:54 |  |
Paula schrieb
Sterbehilfe im TV
In Großbritannien sorgen diese Szenen seit Tagen für eine öffentliche Debatte über das Thema Sterbehilfe.
Der Pay-TV-Kanal Sky Real Lives hatte den 90-minütigen Film "Right to die?" des Dokumentarfilmers John Zaritsky am Mittwoch ausgestrahlt.
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Die meisten Menschen haben eine panische Angst vor dem Tod - und noch mehr vor dem Leben. Und sie empfinden eine schaurige Faszination dabei, einem anderen Menschen oder verwandten Lebewesen beim Kampf um Leben und Tod zuzusehen - weil es sie von ihrem eigenen mickrigen Leben und ihren panischen Ängsten ablenkt, wie nichts sonst. Manche entwickeln diese Faszination weiter zur nächsthöheren Form des Machthabens-über-Leben-und-Tod.
Das ging bei den Gladiatorenkämpfen im antiken Rom zum Beispiel los, und findet jetzt, heutzutage, eine neuartige Krönung in Form des Reality-Fernsehens... und bleibt nicht dabei.
Ich sehe eine Gefahr darin, dass eben alles auf einmal zugänglich wird für Kameras und Blicke. Die Verfügbarkeit - davor fürchte ich mich.
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