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Patient0816

Status: Offline Registriert seit: 02.02.2006 Beiträge: 3 Nachricht senden | Erstellt am 06.02.2006 - 14:46 |  |
Hallo Forum,
ich habe einen stechenden Schmerz vorne rechts unter dem Rippenbogen. Er tritt anfangs nur manchmal auf. Die Häufigkeit steigert sich aber von Tag zu Tag. Es ist wie ein Messerstechen oder Stromschlag. Orthopäden fanden bis jetzt nichts, Röntgenbilder zeigten bis jetzt nichts, Neurologen fanden bis jetzt auch nichts. Gut, die Frage ist, wie intensiv wurde gesucht und welche Möglichkeiten gibt es. Eine Orthopädin verdrehte mich total und der Schmerz trat nicht auf. Er tritt bei folgenden Bewegungen auf, aber eben auch nicht jedes Mal: wenn ich mich nach vorn beuge, wenn meine Wibreläule sich verdreht, also Becken nach links, Schultern nach rechts. Wenn ich zurücklehne und aufstehen möchte. Er tritt auf, wenn hinten rechts an meiner Wirbelsäule ein ganz bestimmter Bereich gedrückt, oder von oben nach unten gestrichen wird. Und dieser Bereich ist nicht einfach zu finden. Er tritt nicht auf, wenn ich vorne gedrückt werde.
Ich war jetzt mal zur Massage, da trat er auf, als mir am Rücken von oben nach unten gtestrichen wurde. Die Masseurin sagte, ich hätte an der Stelle im Rücken eine starke Verspannung.
Es liegt also nahe, dass es vom Rücken aus kommt.
Nun die Fragen: Ist es ein verspannter Muskel, der auf einen Nerv drückt? Ist es die Wirbelsäule, die auf einen Nerv drückt? Was ist es? Wer kann das feststellen? Womit kann es festgestellt werden? Ist ein Orthopäde für mich richtig? Ist ein Neurologe für mich richtig?
Die Masseurin, eigentlich wohl eine Therapeutin, die Inhaberin einer Physiotherapeutischen Praxis, sagt, es sei der Muskel. 6 Massagen und eine manuelle Therapie und die Sache ist in den Griff zu bekommen. Zudem hat sie erkannt, dass die Wirbel an der STelle leicht nach rechts ausgerichtet sind. Von vorne müsste ich beim Liegen also rechts einen leicht erhöhten Brustkorb haben.
Die Ärztin bei der ich war, um mir mal ein wirksames Medikament für das Wochenende verschreiben zu lassen (Katadolon bekomme ich jetzt) sagt, es sei ein eingeklemmter Nerv und überweist mich zum Orthopäden, um ein Röntgenbild erstellen zu lassen. Sie sagt, Massagen sind schlecht und somit auch die manuelle Therapie, das sei ja so eine Art Massage.
Was denn nun?
Wie können eingeklemmte Nerven erkannt werden? Hilft da ein Einrenken? Eher Ruhe oder Bewegung? Eher wärmen oder kühlen?
Die Ärztin (allg. Medizin) sagt, eher kühlen. Warum? Sie sagt, Bewegung, so die "verdrehten" Bewegungen. Die tun aber höllisch weh.
Ich arbeite den ganzen Tag am SChreibtisch. Kann mir schon vorstellen, dass sich ein Muskel verspannt. Ich mache aber auch Sport. Vor Einigen Wochen habe ich mein Sportprogramm wieder intensiviert. Salsa Tanzen, Pilates, Iron Workout, Dr. Wolff Rückenzirkel (einmal erst zur Probe). Ich habe das Gefühl, ich muss es mehr und regelmäßiger tun, aber ich hab doch angefangen. Woher kommt sowas? Ich meine, ich hätte mich eines Nachts mal verlegen. Kann sein, dass es daher kommt.
Die Frage ist nur, was muss ich tun, wenn der Schmerz auftritt? Wie kann ich in Zukunft vorbeugen?
In freudiger Erwartung auf hilfreiche Tipps mit freundlichem Gruß Patient0816
Signatur Patient Krankengasse 4711 12345 Heilstadt |
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DrLudwig 

Status: Offline Registriert seit: 03.06.2005 Beiträge: 272 Nachricht senden | Erstellt am 06.02.2006 - 21:00 |  |
Guten Abend, das Thema paßt nicht zur Neurologie, sondern in die Orthopädie. Stechende Schmerzen snd sogenannte Nozizeptorschmerzen und können sowohl von Strukturen des Bewegungsapparates als auch von inneren Organen ausgelöst werden. Wirbelfunktionsstörungen, Rippenfunktionsstörungen, Fehlhaltungen, Verspannungen etc. können solche Probleme auslösen. Wichtig ist herauszufinden, was Ihnen selbst guttut, z. B. täglich eine Stunde bewegen. Des weiteren sollten Sie auf gesunde leicht verdauliche Kost achten, da auch der Darm schon mal solche Probleme machen kann, sogar einfache Blähungen sind dazu in der Lage! Manchmal lösen sich Funktionsstörungen auch von alleine bei lockeren Bewegungen und wenn der Streß nachläßt, unter dem man steht. Gute Besserung
Signatur Dr. med. Claudia Ludwig |
Sabine

Status: Offline Registriert seit: 08.02.2006 Beiträge: 3 Nachricht senden | Erstellt am 08.02.2006 - 12:51 |  |
Hallo Patient,
Ich habe genau das gleiche Problem (habe auch einen beitrag dazu geschrieben). Der Schmerz ist bei mir im unteren rechten Rippenbogen und ich habe das schon eine längere Zeit.Ich bekomme manuelle Therapie und es wurde noch schlimmer. Der Neurologe stellte die Diagnose Intercostalneuralgie,ich bin da sehr verunsichert da der Schmerz soweit unten sitzt.
Wie lange hast du denn schon diese Schmerzen? Wäre schön wenn wir uns austauschen könnten.
LG Sabine
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Patient0816

Status: Offline Registriert seit: 02.02.2006 Beiträge: 3 Nachricht senden | Erstellt am 28.02.2006 - 11:35 |  |
Hallo Frau Dr. Ludwig,
Hallo Sabine,
vielen Dank für Ihre/Deine Antwort.
Ich schreibe erst heute zurück, da ich die letzten beiden Wochen krank geschrieben war und jeden Tag einen Arzt besucht habe. Die Schmerzen wurden ständig stärker.
Ich bin geröngt worden, chiropraktisch eingerenkt worden, habe Spritzen und Medikamente (Katadolon, Ortoton) bekommen, bin zur Krankengymnastig gegangen und habe Reizstrommassagen bekommen. Ich war im CT und habe eine Mammographie machen lassen. Zu guter letzt war ich bei einer Neurologin.
Röntgenbild: alles ok, Rippen, Wirbelsäule, Bandscheiben in Ordnung.
CT: alles ok, keine "ausgehakte" Rippe wie vom Orthopäden vermutet.
Mammographie: Knoten in der rechten Brust, ist aber gutartig. Hat aber mit den Schmerzen nichts zu tun.
Krankengymnastik: beschränkte sich aus Schmerzgründen nur auf 30 Min. Wärme und muskellockernde Massagen. Die Wärme tat sehr gut. Nach 2 Wochen allerdings half auch mein Wärmekissen nicht mehr.
Neurologin:
Diagnose: Intercostale Neuralgie
Heißt so viel wie: Ein Nerv zwischen den Rippen ist überreizt. Kann durch Fehlhaltung oder Überlastung kommen. Und ich hatte mich ja in einer Nacht derbe verlegen.
Das muss es dann jetzt wohl sein. Somit passt das Thema doch ganz gut hier hin.
Ich bekomme jetzt Tramadol retardt 100, Voltaren 100 Zäpfchen, Metamizol und Nexium. Ein hübscher Cocktail.
Ich frage mich, ob das nun das Ende ist? So viele Medikamente? Ich habe von Lyrica gehört. Kann mir das helfen?
Kann das ganze chronisch werden?
Kann sich der Nerv entzünden?
Könnte Homöpathie oder ein Heilpraktiker helfen?
Ich habe große Angst. Seit Montag arbeite ich wieder. Ich konnte erstmal nicht weiter krank geschrieben werden, da ich Freitag nicht noch einmal beim Arzt war und seit gestern ist hier heftig Karneval.
Gestern ging es mir aber auch relativ gut. Aber heute habe ich einen dauerhaft kribbelnden Schmerz. Die Medikamente dämmen ihn zwar ein, aber toll ist das nicht.
Am Mittwoch habe ich es übrigens seit 4 Wochen.
Arme Sabine, ich habe Deinen Beitrag unter Orthopädie gelesen. Wie geht es denn bei Dir weiter? Ich wünsche Dir gute Besserung. Wir können uns gern mal austauschen. Vielleicht auch per e-mail, wenn wir dieses Forum nicht sprengen wollen. Aber warum eigentlich. Soll doch jeder wissen, wie es uns so geht uns was wir tun, oder?
Liebe Grüße von Patient0816.
Signatur Patient Krankengasse 4711 12345 Heilstadt |
DrLudwig 

Status: Offline Registriert seit: 03.06.2005 Beiträge: 272 Nachricht senden | Erstellt am 28.02.2006 - 18:57 |  |
Guten Abend,
ich würde an Ihrer Stelle versuchen so schnell wie möglich eine Trainingstherapie zu beginnen und begleitend manuelle Therapie oder Osteopathie zu versuchen, um funktionelle Störungen der Rippen und Wirbelgelenke beizukommen. "Ausgehakte Rippen" kann man freilich im CT nicht sehen, es ist ein Laienbegriff! So etwas kann nur mit einer manuellen Untersuchung diagnostiziert werden. Die Verschiebungen sind rein funktioneller Natur - in der Regel. Man sollte besser von Verhaken sprechen oder von Funktionsstörung.
Die Kombination der Schmerzmittel ist so nicht ganz ok: Voltaren sollte für längere Zeit nur in Retardform gegeben werden, z. B. Voltaren ret. 2 x 1, Metamizol nur bei Voltarenunverträglichkeit, und dann alle 8 Std., nicht zusammen mit einem Antirheumatikum, da es ein Ausweichpräparat ist; Tramadol ret. 100 auf 3 Portionen verteilt am Tag.
Die Diagnose Intercostalneuralgie ist oft eine Verlegenheitsdiagnose und trifft of nicht des Kern des Problems. Eine segmentale fachorthopädische Untersuchung und Behandlung bei einem Chirotherapeuten (!) sollte wirklich helfen. Bei empfindlichen segmentalen Bindegewebszonen kann eine Bindegewebsmassage zusätzlich gut tun. Und sollten wirklich neurologische Auffälligkeiten vorhanden sein, wäre ein NMR der BWS das Mittel der Wahl zur Diagnostik, um wirklich ein Bandscheiben- und Nervenwurzelproblem auszuschließen.
Gute Besserung
Signatur Dr. med. Claudia Ludwig |
Sabine

Status: Offline Registriert seit: 08.02.2006 Beiträge: 3 Nachricht senden | Erstellt am 01.03.2006 - 11:37 |  |
Hallo Patient,
meine Schmerzen sind etwas weniger geworden.Ich hatte ja die gleiche Diagnose.Vielleicht hat mir die Physiotherapie geholfen.Das Problem dabei ist das ich nur ein Rezept pro Quartal bekommen kann,weiß also nicht ob die 6x Behandlung auf Dauer nun helfen.
Ich habe dir eine Private Nachricht geschickt,weiß aber nicht ob es geklappt hat,kannst mir bescheid geben ob sie angekommen ist,ich würde mich freuen.
Liebe Grüße
Sabine
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Patient0816

Status: Offline Registriert seit: 02.02.2006 Beiträge: 3 Nachricht senden | Erstellt am 07.03.2006 - 09:43 |  |
Hallo Frau Dr. Ludwig,
vielen Dank für die Nachricht. Ich werde mich darum sofort kümmern.
Übrigens finde ich es ganz toll, dass es dieses Forum gibt und dass Sie sich die Zeit dafür nehmen.
Liebe Grüße von Patient0816
Sabine, ich habe es auch mal mit einer Nachricht an Dich versucht.
Signatur Patient Krankengasse 4711 12345 Heilstadt |