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...   Erstellt am 21.03.2007 - 09:27Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Steaks richtig braten



Kleine Anleitung für den großen Genuss


Wer kennt die Problematik nicht: Wir kaufen ein leckeres Steak, werfen es in die Pfanne und hoffen, das Fleisch genau nach unserem Geschmack auf den Punkt zu braten. So schwer kann das doch nicht sein, denken Sie? Tja, so einfach klappt es nicht bei jedem. Ist es das letzte Mal noch gelungen, das Steak perfekt medium zu braten, ist es heute komplett durch und schmeckt wie eine zähe Schuhsohle…. Was ist falsch gelaufen? Es gibt viele Gründe, angefangen beim Einkauf im Vorfeld. Fleisch ist nicht gleich Fleisch, ungeübte Augen erkennen Unterschiede aber kaum. Hier gilt es einige grundlegende Regeln zu beachten, denn die Qualität des Produktes kann schon über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Mit ein bisschen Hintergrundwissen, den richtigen Vorbereitungen und einigen guten Tipps, sollte dem Genuss aber bald nichts mehr im Wege stehen!

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[Dieser Beitrag wurde am 21.03.2007 - 09:28 von BDBruemmer1 aktualisiert]





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...   Erstellt am 21.03.2007 - 09:30Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Qualität ist oberstes Gebot



Wenn Sie ein wohlschmeckendes Stück Fleisch auf dem Teller haben wollen, nützt es wenig, das Beste vom Billigsten zu erwarten. Qualität hat seinen Preis, muss aber deswegen nicht überteuert sein. Wenden sie sich am besten an den Metzger ihres Vertrauens, er weiß genau, woher sein Fleisch stammt und verkauft keine Massenware, trotzdem ist der preisliche Unterschied zur Fleischtheke im Supermarkt nicht frappierend. Zudem werden Sie beim Kauf gut beraten und man wird Ihnen nur sorgfältig behandelte Ware, d.h. in der Regel zartes, beim Rind abgehangenes, Fleisch von optimaler Güte anbieten.
Schwierig wird der Fleischkauf, wenn man keine kompetente Beratung genießen kann und nicht sicher ist, woher das Tier kommt. Für einen Laien ist es nicht so leicht, gutes von nicht so gutem Fleisch zu unterscheiden, es sei denn, zwei exemplarische Stücke liegen genau nebeneinander. Aber es gibt ein paar Tipps, wie sie die Beschaffenheit des Fleisches selbst erkennen können.
Wichtig ist zuallererst, mager ist nicht gleich zart. Das Fleisch darf eine Marmorierung haben, d.h. feine weiße Fettadern, die sorgen beim Braten für einen guten Geschmack. Ohne diese Marmorierung ist das Fleisch zwar kalorienärmer, was für viele ein wichtiger Punkt ist, es schmeckt später aber nicht so gut, da der Geschmacksträger Fett fehlt. Nach dem Braten werden Sie von den Fettäderchen allerdings nichts mehr erkennen, dafür ist ihr Steak saftig und nicht zäh. Auch an einem guten Rumpsteak oder Schweinenackensteak sollte man den Fettrand lieber dranlassen und nur einschneiden, damit sich das Fleisch in der Pfanne nicht wellt und so ungleichmäßig gebraten wird. Den Fettrand kann man dann immer noch nach dem Braten entfernen. Achten Sie darauf, dass der Fettrand vor dem Braten weiß und nicht gelb ist, sonst war das Tier schon etwas älter.
Ebenfalls ein Attribut für hochwertige Qualität ist die Beschaffenheit der Muskelfasern. Ist das Fleisch mit dicken und kräftigen Fasern durchzogen, dann werden sie es schwerer haben, das Steak zu kauen. Es gibt nur sehr wenige Rassen beim Rind, bei denen kräftige Fasern gewünscht sind. Die Fasern sollten aber in der Regel ganz fein sein, dann ist das Kauvergnügen garantiert. Ebenfalls wichtig ist, dass das Steak nicht mit sondern gegen die Fasern geschnitten ist.
Auch die Farbe spielt beim Fleischkauf eine wichtige Rolle. Rindfleisch sollte eine kräftige rote - dunkelrote Farbe haben, Schweinfleisch ist rosa, Lamm ist hellrot – je nach Alter des Tieres auch dunkler. Sollte das Fleischstück blass aussehen und übermäßig nässen, dann lieber die Finger davon lassen, in der Pfanne würde das Fleisch sich durch den vorherigen Flüssigkeitsverlust nur zusammenziehen und zäh werden. Man spricht hier von so genanntem PSE – Fleisch (pale-blass, soft-weich, exudative-wässrig), häufig sind Schweine davon betroffen. Auch eine zu dunkle Farbe ist kein Qualitätsmerkmal. Hier kommt der so genannte DFD-Effekt zum tragen (dark-dunkel, firm-fest, dry-trocken). Beide Mängel werden der hohen Stressempfindlichkeit der meist sehr mager gezüchteten Tiere, bei DFD besonders kurz vor der Schlachtung, sowie einer falschen Lagerung nach der Schlachtung zugeschrieben.
Ein Qualitätsmerkmal, das man leider nicht direkt sehen kann, ist das Alter des Fleisches nach der Schlachtung, also die notwendige Fleischreifung beim Rind. Während Kurzgebratenes vom Schwein direkt frisch verkauft und verzehrt werden sollte, muss kurz gebratenes Rind 2-4 Wochen abgehangen sein, damit es zart ist. Leider wird im Supermarkt kaum ein Verkäufer über die Fleischreifung der angelieferten Tiere Auskunft geben können, sodass alle oben genannten Kriterien erfüllt sein können, das Fleisch aber trotzdem zäh wird. Hierzu sei noch einmal gesagt, dass ganz sicher nur ein Metzger von seinem eigenen oder vom Bauern gekauften Rindern sagen kann, wie lange das Fleisch von ihm nach der Schlachtung abgehangen oder vakuumiert wurde und somit zum kurz braten geeignet ist.

Beulentrick: Einen kleinen Trick gibt es, woran man, als Nicht-Fachmann, doch erkennen kann, dass ein Rindersteak gut gereift ist oder nicht. Drückt man mit dem Zeigefinger eine Delle ins Fleisch und diese bleibt bzw. geht nicht vollständig in die vorherige Form zurück, ist das Fleisch zart. Schnellt es fast gummiartig zurück und man sieht keinen Abdruck mehr, dann ist das Fleisch noch nicht genug abgehangen und man hat einen ähnlichen Gummieffekt auch nach dem Braten!

Rind:



Als Kurzgebratenes eignen sich besonders Stücke aus Roastbeef, Filet oder Hüftfleisch.
Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob das Fleisch ausgereift ist, marinieren Sie ihr Steak vor dem Braten. Essig, Zitrone oder Wein in der Marinade dringen in das Fleischgewebe ein und machen es weich. Seien Sie allerdings vorsichtig bei bereits marinierten oder gar komplett verpackten Fleischstücken, hier bleibt Ihnen der Blick auf die Qualitätsmerkmale verborgen!

Lamm:


Hier wird am häufigsten das Filet, die Keule, der Rückenkoteletts oder die Lende kurz gebraten. Je älter das Lamm, umso kräftiger der Geschmack nach seinen Ursprung. Marinieren macht bei Lamm insofern Sinn, sollten Sie den urtypischen Fleischgeschmack nicht wirklich mögen. In Verbindung mit Kräutern und Gewürzen, wie Rosmarin, Thymian oder Knoblauch ergibt sich immer ein phantastischer Geschmack.

Schweinefleisch:


Kotelett, Schnitzel, Nacken oder Filet (Lende, Lummer) sind die idealen Fleischteile zum kurz braten.
Schweinefleisch sollte immer frisch sein, muss also nicht, wie beim Rind, abgehangen sein.
Besonders etwas durchwachsenes Fleisch ergibt ein leckeres Kurzgebratenes, denn dann ist das Endergebnis nicht zu trocken.

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...   Erstellt am 21.03.2007 - 09:35Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


So wird ihr Steak perfekt



Wichtige Vorbereitungen:



* Steaks vor dem Braten trocken tupfen, dann spritzt das Öl nicht.
* Wenn man gefrorenes Fleisch zu schnell auftaut, werden die Muskelzellen im Fleisch von den Eiskristallen zerrissen, die sonst den Fleischsaft einschließen. Beim anschließenden
* Braten wird das Fleisch nun schnell trocken. Also immer langsam auftauen, am besten über Nacht im Kühlschrank tauen lassen und eine Stunde vor Zubereitung herausnehmen
* Vorsicht, bei vorher gefrorenem Fleisch ist die Bratzeit deutlich kürzer!
* Bei Rindersteaks lieber kleinere, aber dafür dickere Fleischstücke verwenden, dann läuft man weniger Gefahr, sie zu schnell durch zu braten.
* Wenn man durch den Beulentrick feststellt (beim Rind), dass das Fleisch noch zu zäh ist, aber keine Zeit hat, es noch zu marinieren, kann man es auch ein bisschen klopfen – aber nicht wie ein Schnitzel mit dem Klopfer, sondern mit der flachen Hand! Ganz wichtig: Bringen Sie das Steak wieder in seine Ausgangsform zurück, d.h. schieben Sie es wieder so zusammen, dass es seine Anfangsdicke hatte, sonst wird es anschließend zu schnell trocken.
* Beim Braten in einer beschichteten Pfanne benötigt man kein zusätzliches bzw. weniger Fett. Am besten sind jedoch ganz einfache Metallpfannen geeignet. Edelstahlpfannen haben den Nachteil, dass Fleisch gerne an der Pfanne kleben bleibt, ist diese nicht heiß genug. Versucht man dann das Steak nach einer gewissen Zeit zu wenden, reißt man damit die Fasern kaputt und der Fleischsaft kann auslaufen.

Es kann losgehen:


* Verwenden Sie ein hoch erhitzbares Öl, sehr gut eignet sich auch Butterschmalz.
* Jetzt muss die Pfanne richtig heiß sein, denn bei hohenTemperaturen gehen die Membranen der Muskelzellen an der Oberfläche des Fleisches kaputt. So können sich die im Fleisch enthaltenen Zuckermoleküle mit Eiweißen zu einer leckeren braunen Kruste verbinden. Oft spricht man auch davon, dass sich die Poren schnell schließen müssen, da sonst der Fleischsaft ausläuft. Dies wird inzwischen häufig als Irrtum deklariert, da Fleisch keine "Poren" hat.
* Man erkennt, ob die Pfanne heiß ist, indem man z.B. einen Holzlöffel ins Öl hält und sich daran Bläschen bilden. Mit dem zu bratenden Fleischstück geht es auch, halten sie es mit dem Rand hinein, hören Sie Bratgeräusche, ist die Pfanne heiß genug.
* Rind sollte von beiden Seiten scharf angebraten werden (aber nicht verbrennen!), damit eine schöne Farbe entsteht, sich Röstaromen und Kruste bilden. Danach bei mittlerer Hitze ca. 3-4 Min pro Seite (je nach Dicke) weiter braten, bis Saft auf der Oberfläche austritt. Anschließend in Alufolie einpacken und einige Minuten ruhen lassen, damit sich der Fleischsaft wieder verteilen kann. Bei sehr hohen Fleischstücken (z.B. Rinderfilet) das Fleisch nochmal 10 Min im Backofen bei niedriger Hitze (ca. 150 Grad) weiter garen lassen.
* Bei Schweinefleisch reicht mittlere Hitze, pro Seite drei Minuten braten. Auch ein Schweinesteak schmeckt besser, wenn es keine Schuhsohle ist, muss also nicht komplett durchgebraten werden.
* Lamm (schlankes Filets oder Lammlachs) wird nur kurz von beiden Seiten scharf angebraten, danach je nach Dicke 5-10 Min. im Ofen bei ca. 150 Grad oder in der Alufolie nachgaren und ruhen lassen.

Um während des Bratens festzustellen, wie weit das Fleisch gegart ist, gibt der Drucktest für dunkle Fleischsorten an der eigenen Hand folgende Anhaltspunkte: (Drucktest am Ballen unter dem Daumen)

Daumen und Zeigefinger
gibt sehr nach – roh/raw/englisch – das Steak ist innen noch roh, außen nur eine dünne Bratkruste, der austretende Saft ist blutig
Daumen und Mittelfinger
gibt leicht nach – blutig/rare – nur der Fleischkern ist noch roh, der Rest ist zartrosa, knusprige braune Bratkruste
Daumen und Ringfinger
gibt etwas nach – medium/ á point – das Fleisch ist durchgehend rosa, der Fleischsaft ist ebenfalls hellrosa
Daumen und kleiner Finger
gibt kaum noch nach – durch/well done – das Fleischstück ist komplett hell durchgebraten

Ein anderer Test besagt:

Mit dem Zeigefinger gegen die Wange drücken

englisch
Mit dem Zeigefinger gegen die Nase
medium
Mit dem Zeigefinger gegen das Kinn
durch

(Dazu sei nur gesagt, dass diese Körperteile bei jedem Menschen anders nachgeben und dies deswegen kein allzu verlässlicher Test ist.)

Weitere Tipps zum guten Schluss:


* Steak nie mit der Gabel anstechen und wenden, sonst läuft der Fleischsaft aus!
* Sollte man sich absolut nicht sicher sein, wie das Fleisch nun wirklich geraten ist, muss man den Verlust von Fleischsaft in Kauf nehmen und in der Mitte des Steaks einen kleinen Schnitt machen, so kann man schauen, ob das gewünschte Ergebnis schon erreicht ist. Wenn nicht, wird das Stück weitergegart.
* Fleisch immer etwas in Alufolie ruhen lassen, wenn es aus der Pfanne oder Ofen kommt, so kann sich der Fleischsaft wieder verteilen.
* Während das Fleisch ruht oder im Ofen langsam weitergart, kann man in der Bratpfanne mit den Röstrückständen, Brühe, Wein und Sahne eine wunderbare Soße herstellen.
* Kurz gebratene Fleischstücke immer erst nach dem Braten würzen, Salz entzieht dem Stück Wasser, Pfeffer verbrennt unter Umständen beim Braten.
* Statt zum Würzen des Fleischstückes das übliche Küchensalz zu verwenden, lieber grobes Salz (z.B. Meersalz) oder Rauchsalz nehmen, das gibt einen besseren Geschmack.

Wie sagt man so schön, Übung macht den Meister und aus Erfahrung wird man klug – so ist es auch mit dem perfekten Steak. Und denken Sie daran, man kann ein gutes Stück Fleisch schlecht braten, aber aus einem qualitativ schlechten Stück, werden Sie kein Gutes machen…

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...   Erstellt am 12.05.2007 - 10:25Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Tafelspitz und grüne Soße



Man spricht vom Tafelspitz und meint meist gekochtes Rindfleisch – als sei dies eine Zubereitung. Dabei handelt es sich um ein ganz bestimmtes Stück aus dem Hinterviertel, das tatsächlich spitz zuläuft.

Es ist heutzutage kein Problem mehr, das Stück zugeschnitten zu bekommen, unsere Metzger haben den Wiener Schnitt längst drauf – aber wir finden, dass dieser Tafelspitz gar nicht so sehr empfehlenswert ist. Denn es handelt sich um ein sehr mageres Stück, und es wird deshalb leicht trocken.

Wir empfehlen, sich lieber ein Stück aus dem vorderen Teil der Hochrippe schneiden zu lassen, ein Stück vom Brustkern zu nehmen oder die Wade – das sind alles Teile, die nach dem Kochen herrlich saftig bleiben. Und unser Liebling: ein Stück aus der Schulter, nämlich die Schulternaht mit der schönen Gallertlinie in der Mitte, auch flacher Bug genannt.

Das Fleisch aufsetzen

Ein großer Topf ist nötig, der nicht nur das Fleisch bequem fasst, sondern auch die Knochen, die wir uns beim Metzger geben lassen, damit die Brühe Kraft und durch die gallertigen Stoffe auch einen guten Stand bekommt. Außerdem ausreichend Gemüse, sonst schmeckt die Brühe flach und einseitig. Auf alle Fälle gehört ja eine gute Brühe zu diesem Festessen dazu!

Aber immer wieder wird behauptet, man könne nicht beides haben – eine kräftige, schmackhafte Brühe und saftiges, zartes Fleisch. Wir setzen dagegen und meinen: Das ist Unsinn, das Gegenteil ist der Fall. Wichtig ist nur, dass das Fleisch niemals kocht, sondern während der gesamten Garzeit unterhalb des Siedepunkts gehalten wird. Heftig wallendes Kochwasser laugt die Fleischfasern aus, zerstört das Eiweißgerüst und macht das Fleisch unweigerlich und unrettbar trocken.

Getränk

Man kann natürlich einen Rotwein zum Siedfleisch trinken. Wir empfehlen in diesem Fall etwa einen Zweigelt aus dem Burgenland.

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