Jeannette Adminiwölfin-Tigerauge
      

Status: Offline Registriert seit: 22.11.2004 Beiträge: 5198 Nachricht senden | Erstellt am 19.11.2006 - 10:06 |  |
Spuren
Spuren in meinem Gesicht
Du siehst sie nicht
kennst mich nicht
weisst nicht um
die Gesichtsfalten
hinter denen sich
Narben verbergen
Spuren auf meiner Haut
Du spürst sie nicht
wenn Deine Hände
sie berührt
ahnst nichts
von meiner
Vergangenheit
die sich dahinter verbirgt.
Spuren in meiner Seele
die Du getreten hast
als wäre sie Dein
geliebt als würdest
Du Dich selbst liebkosen
Du kanntest mich nie
Ich schenkte sie Dir
für den Moment.
Spuren im Sommer
den wir zusammen
am Strand der Liebe
hinter uns liessen
Dem Herbst
entsagend.
Spuren bei Dir
Hab ich sie
jemals hinterlassen?
Dein Schweigen
berührt
mein Herz.
Ich tauche ein
in die Spuren
der Zeit
Vergangenheit
als Narbenherz
nun wissend
weiter zu leben.
(CO) Jeannette-Anna Hollmann, Oktober 2006
Signatur Das Leben ist eine Tragödie für die, die fühlen und eine Komödie für die, die denken. (Jean de La Bruyère)
Vorsicht: Vokabelkriegerin.

NEW AGE ~ 2007
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Alexander unregistriert
| Erstellt am 04.12.2006 - 22:14 |  |
Spuren im Sand
Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklen Nachthimmel
erstrahlten, Streiflichtern gleich,
Bilder aus meinem Leben.
Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die meines Herrn.
Als das letzte Bild an meinen Augen
vorübergezogen war, blickte ich zurück.
Ich erschrak, als ich entdeckte,
dass an vielen Stellen meines Lebensweges
nur eine Spur zu sehen war.
Und das waren gerade die schwersten
Zeiten meines Lebens.
Besorgt fragte ich den Herrn:
"Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen,
da hast du mir versprochen,
auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich,
dass in den schwersten Zeiten meines Lebens
nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen,
als ich dich am meisten brauchte?"
Da antwortete er: "Mein liebes Kind,
ich liebe dich und werde dich nie allein lassen,
erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten. Dort, wo du nur eine Spur
gesehen hast,
da habe ich dich getragen."
Margaret Fishback Powers
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