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...   Erstellt am 28.04.2012 - 17:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Schalke - Hertha 4 - 0


Der "Hunter" ebnet den Weg - Adios, Señor Raul!

Mit einem souveränen Erfolg gegen Hertha qualifiziert sich Schalke direkt für die Champions-League. Bei fast 30 Grad Celsius boten die Kontrahenten zunächst Sommerfußball, ehe S04 nach einer guten halben Stunde das Heft in die Hand nahm und noch vor der Pause Effizienz bewies. Ein Aufbäumen der Berliner gegen die drohende Niederlage war danach kaum zu spüren, die Qualität reichte gegen die klar dominierenden "Königsblauen" einfach nicht aus.

Schalkes Coach Huub Stevens veränderte seine Startelf nach dem 1:1 in Augsburg auf zwei Positionen: Nach abgesessener Gelbsperre ersetzte Fuchs in der Verteidigung Metzelder (Fußverletzung), und beim Aufwärmen verletzte sich Obasi, für den Jurado auf den linken Flügel rückte.

Herthas Trainer Otto Rehhagel konnte im Vergleich zum 1:2 gegen Kaiserslautern wieder auf Hubnik und Janker zurückgreifen, die für den Gelb-Rot-gesperrten Niemeyer sowie Holland in der Abwehrkette zum Einsatz kamen. Noch drei weitere Akteure fanden den Weg in die Startformation: Ronny, Perdedaj und Ben-Hatira kamen für Ottl, Torun und Lasogga zum Zug.

Beim letzten Auftritt des scheidenden Superstars Raul vor heimischer Kulisse tat sich S04 bei hochsommerlichen Temperaturen gegen die tief gestaffelten Berliner zunächst schwer. Bei den "Königsblauen" war zu wenig Bewegung im Spiel, über Ansätze kam die Stevens-Elf so gegen gut geordnete Berliner nicht hinaus.

Das taktische Konzept der Hertha sah schnelles Umschalten nach Ballgewinn vor. Erstmals von Ronny praktiziert ergab sich daraus ein erster Warnschuss (4.), was aber der einzige Aufreger für längere Zeit bleiben sollte. Denn Schalke biss sich bei seinen einfallslosen Offensivaktionen immer wieder fest, ohne Tempo war der kompakten Defensive der Gäste nicht beizukommen. Farfan verzog klar (17.), nach Hubniks robustem Einsatz gegen Huntelaar am Strafraum blieb Perls Pfeife still (22.).

Etwas zielstrebiger, aber dann im entscheidenden Moment zu fehlerhaft agierte die Rehhagel-Elf im Vorwärtsgang: Nach Raffaels energischem Antritt und gutem Pass versprang Rukavytsya der Ball rechts im Strafraum - da war deutlich mehr drin (23.). Schalke nahm bei seinen Angriffsbemühungen erst nach einer guten halben Stunde mehr Fahrt auf. Gleich wurde es gefährlich, Gäste-Keeper Kraft entschärfte Huntelaars Kopfballaufsetzer (31.).

Entschlossenheit, die der zu braven Hertha abging, etwas Glück beim Dribbling und ein Abwehrfehler mündeten wenig später in die Führung der "Königsblauen": Matip ließ sich beim Solo von links in die Mitte vor dem Sechzehner nicht bremsen, bei seinem Pass in die Mitte war das Zentrum offen und Huntelaar bewies aus 13 Metern seine Treffsicherheit zum 26.-mal in dieser Spielzeit (32.).

Das 1:0 beflügelte den Tabellendritten. Die Gelsenkirchener hatten alles im Griff und Huntelaar (Kopfball an den Außenpfosten, 37.) hätte noch vor dem Kabinengang nachlegen können.

Mit Lasogga für Ramos erhoffte sich der Abstiegskandidat nach Wiederanpfiff mehr Durchschlagskraft. Offensiv wurde es aber zunächst fast nur auf der anderen Seite: Nach Raffaels katastrophalem Querpass verpasste Jurado knapp das 2:0 (47.), ebenso der "Hunter", der nach toller von Jurado initiierter Kombination freistehend fahrlässig aus neun Metern wie der Spanier ebenfalls rechts vorbeischoss (50.).

Rehhagel versuchte dem teilnahmslosen Spiel - mit Abstiegskampf hatte die Vorstellung der Berliner wenig zu tun - mit einem zweiten Personaltausch Leben einzuhauchen: Ebert kam für Lell (53.). Auf der anderen Seite hatten die Schalker Glück, dass das eigene Personal nach Jones' rüder Attacke gegen Ben-Hatira nicht ausdünnte - Referee Günter perl ließ Gnade vor Recht ergehen (56.).

Bei den Haupstädter waren nun vorübergehend etwas mehr Mut und Leidenschaft zu spüren - Ronny prüfte Unnerstall aus der Distanz (59.). S04 blieb aber klar Spiel bestimmend, und weit mehr Qualität steckte in Rauls Chancen: Zunächst nach guter Freistoßvariante fehlten dem "Senor" per Kopf Zentimeter zu einem Abschiedstor (61.). Dann klappte es auch mit dem Fuß zunächst nicht, als Jones traumhaft in den Lauf des Spaniers gelupft hatte, der aber an Kraft scheiterte (72.).

Eine Minute später machte Holtby den Deckel drauf: Nach weitem Abschlag von Unnerstall bekam Huntelaar den Ball nach Hubniks verunglückter Kopfballabwehr mit der Brust nicht richtig unter Kontrolle, aber dies mündete in eine Vorlage für Holtby, der aus 13 Metern flach und scharf einschoss.

Die Rehhagel-Elf ergab sich nun vollends ihrem Schicksal. Nun sorgte Raul doch noch dafür, dass es eine runde Abschiedsvorstellung wurde, denn der Superstar stocherte den Ball nach einer Ecke aus kurzer Distanz über die Linie - 3:0 (84.). Und wenig später war der Spanier per Kopf Wegbereiter dafür, dass Huntelaar in der Torjägerliste mit Vorsprung in den letzten Spieltag geht (87.).

Schalke gastiert am Samstag (15.30 Uhr) als definitiver Champions-League-Teilnehmer beim Saisonfinale in Bremen. Die Hertha empfängt zeitgleich Hoffenheim und liefert sich ein Fernduell mit Köln um Relegationsplatz 16.

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...   Erstellt am 28.04.2012 - 17:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Leverkusen - Hannover 1 - 0

Kießling versüßt Ballack das letzte Heimspiel

Im letzten Heimspiel der Saison hievte sich Bayer Leverkusen auf Platz fünf in der Tabelle. Die Werkself gewann in einem phasenweise rassigen Spiel am Ende durchaus glücklich gegen Hannover 96 mit 1:0. Wie die Punkte zustande kamen, dürfte den Rheinländern herzlich egal sein, haben sie doch die direkte Europa-League-Qualifikation vor der Nase. Hannover bleibt trotz der sechsten Auswärtspleite in Folge weiter Siebter und kann den Europapokal weiterhin aus eigener Kraft erreichen.


Leverkusens Trainergespann Sascha Lewandowski und Sami Hyypiä beließen es nach dem 1:0 in Hoffenheim bei einem Wechsel: Reinartz kehrte nach Gelb-Sperre zurück und verdrängte Ortega auf die Bank. Vor dem Anpfiff wurden auch noch Ballack und Adler, die den Verein am Saisonende verlassen werden, noch offiziell verabschiedet.

Zweie Neue musste indes Mirko Slomka bei seinem 100. Spiel auf der Bank der Hannoveraner bringen. Im Vergleich zum 0:0 gegen Freiburg spielten Schulz und der zuletzt gelbgesperrte Pinto anstelle von Pander (Hüftprobleme) und Rausch (Gelb-Sperre). Kurz vor Spielbeginn meldete sich dann auch noch Haggui verletzungsbedingt ab, so kam Eggimann ebenfalls zu seinem Startelfeinsatz.

Nach kurzer Abtastphase ergriff Bayer die Initiative und spielte sich allmählich mit variablem Flügelspiel in der gegnerischen Hälfte fest. Hinzu kam, dass die Werkself auch in den Zweikämpfen präsenter war - Hannover geriet demnach direkt unter Druck. Logisch, dass erste Torchancen der Hausherren nicht lange auf sich warten ließen: Schürrle (8.) und Kießling (10., 12., 20.) verpassten es jedoch, ihre Farben in Führung zu bringen.

Die 96er hatten so ihre liebe Mühe und fanden lange Zeit überhaupt nicht in die Partie. Nachdem die Rheinländer aber mit ihrem energischen Pressing aufgehört hatten, wurde es besser aus Sicht der Gäste. Die Begegnung wurde fortan ein Stück weit ausgeglichener, wenngleich Leno im Kasten der Werkself weiterhin beschäftigungslos blieb - zu statisch, zu ideen- und kreativlos war das Offensivspiel der Niedersachsen. Auf der anderen Seite gab Schürrle den nächsten Warnschuss ab (27.).

Im Großen und Ganzen hatte das anfänglich hohe Niveau jedoch nachgelassen. Die Begegnung blieb zwar umkämpft, das Tempo war aber mittlerweile raus. In der 34. Minute wurde es erstmals im Bayer-Strafraum knifflig. Kadlec zupfte Stindl leicht am Trikot, dieser ließ sich fallen. Schiedsrichter Tobias Welz entschied sich gegen einen Strafstoß und stand 60 Sekunden später erneut im Rampenlicht: Ya Konan hatte das Leder nach Zuspiel von Pino aus kurzer Distanz über die Linie gedrückt, durfte sich aber nicht freuen. Welz entschied nämlich auf Abseits gegen Pinto - zu Unrecht! Kurz vor dem Halbzeitpfiff suchte Pinto selbst noch einmal den Abschluss, verzog aber aus elf Metern (40.).
Hannover kommt energischer aus der Pause - Ballack wird eingewechselt



Beim Stande von 0:0 und ohne personelle Änderungen ging es also im zweiten Durchgang weiter. In diesem starteten die Roten entschlossener, entwickelten dabei aber kaum Durchschlagskraft. Weil auch Bayer kaum noch zielstrebig nach vorne agierte, drohte die Begegnung vollends zu verflachen. Einziger Aufreger war ein Zweikampf zwischen Eggimann und Kießling im 96er Strafraum. Der Leverkusener forderte in dieser Szene Strafstoß, den ihm Welz, der freie Sicht hatte, verweigerte (57.).

In dieser Phase wurde schließlich Ballack eingewechselt. Unter tosendem Applaus betrat der Ex-Nationalmannschaftskapitän den Rasen und musste nur wenige Sekunden nach seiner Einwechslung miterleben, wie Schmiedebach die Roten fast in Führung gebracht hätte. Allerdings hielt Leno seinen Kasten mit einer guten Parade sauber (60.).

Mit fortwährender Spieldauer kippte die Partie leicht zu Gunsten der Gäste - Schulz scheiterte an Leno (75.). Sekunden danach wurden die Niedersachsen allerdings kalt erwischt: Pogatetz' völlig missglückte Rettungstat avancierte unfreiwillig zur Vorlage für Kießling, der sich bedankte und Bayer mit dem ersten Leverkusener Torschuss in Durchgang zwei durchaus überraschend in Führung brachte. Trotz des Rückstandes steckten die Gäste nicht auf und drängten nun auf Ausgleich. Es kam zu einer flotten Schlussphase. In dieser hatten weder Ballack (86.) noch Ya Konan auf der Gegenseite (90.) Abschlussglück, sodass es schlussendlich beim 1:0-Sieg der Werkself blieb.

Zum Abschluss der Bundesliga-Saison gastiert Bayer Leverkusen am kommenden Samstag beim 1. FC Nürnberg, Hannover empfängt zeitgleich den 1. FC Kaiserslautern.

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Freiburg - Köln 3 - 1


Guedé tritt Podolskis Hoffnungsfunken aus

Lange schien die Kölner Mission auf einen Punktgewinn im heißen Breisgau nicht utopisch, doch am Ende gingen den Rheinländern doch die Kräfte aus. Podolski hatte kurz nach der Pause durch den Ausgleich einen Rensing-Patzer vergessen gemacht, in der darauf folgenden Drangphase ging der nun seit zehn Spielen ungeschlagene SC aber erneut in Front. Die Kölner wirkten in der Schlussphase hilflos und können das rettende Ufer nicht mehr erreichen.


Christian Streich durfte mit seinem Team dank des 0:0 in Hannover den Klassenerhalt feiern. Gegen den FC durfte Mujdza von Beginn an ran, Putsila musste auf die Bank. Frank Schaefer ließ die selbe Elf auflaufen, die sich 1:1 vom VfB Stuttgart getrennt hatte.

Dass Freiburg zu den deutschlandweit heißesten Städten gehört, bekamen die Akteure am Samstagnachmittag zu spüren. Satte 34 Grad zeigte das Thermometer im Breisgau an! Weniger hitzig als zerfahren verlief die Anfangsphase. Beide Teams benötigten eine Weile, um den Faden zu finden, auch wenn das Engagement nicht abzusprechen war. Nachdem eine Brille (!) vom Spielfeld beseitigt worden war, gewann als erstes Team die Köln den Durchblick in Sachen Torchancen. Nach einer Ecke kam Lanig zum Kopfball, da Baumann auf der Linie kleben blieb. Nur gut für den SC, dass der bedrängte Kölner das Leder nicht mehr auf das Tor bugsieren konnte (17.)

Freiburg entwickelte im Laufe der Partie eine recht einseitige Variante, um zum Torerfolg zu kommen: Schüsse aus der zweiten Reihe. Dies sorgte mal für weniger (Rosenthal, 19.), mal für viel (Guede, 26.) und mal für leichte Gefahr (Schmid, 29.), letztlich war aber FC-Keeper Rensing nicht zu überwinden.

In der 36. Minute war Rensing dann jedoch geschlagen - und das ohne triftigen Grund. Mujdzas 15-Meter-Schuss mit der Pike nach einem Konter ähnelte eher einer Rückgabe, das Leder rutschte dem FC-Torhüter jedoch unter dem Körper durch (36.). Ein ganz bitterer Fehler des sonst so zuverlässigen Schlussmanns. Seine Vorderleute zeigten jedoch die richtige Reaktion, hatten nun mehr Ballbesitz und bestimmten bis zur Pause die Partie. Auch eine Großchance sprang noch heraus, doch Brecko verfehlte das Tor nach starker Podolski-Vorarbeit per Kopf denkbar knapp (43.).
Podolskis Hoffnungsschimmer währt nicht lange

Schaefer reagierte zur Pause und brachte Novakovic für den angeschlagenen Lanig. Das Tor erzielte aber die "Lebensversicherung" der Rheinländer: Podolski schnappte sich das Leder nach einem Einwurf, zog in die Mitte und traf per Flachschuss mit seinem starken linken Fuß aus 18 Metern. So stark war aber auch dieser geglückte Torversuch nicht, Baumann sah wie sein Gegenüber nicht allzu gut aus (47.).

Und jetzt wurde es richtig hitzig im Breisgau! Podolskis Gewaltschuss verfehlte das Gehäuse nur um Zentimeter (53.), die eigentlich in dieser Phase tonangebenden Freiburger kamen durch einen Pfostentreffer von Rosenthal der erneuten Führung ganz nah (53.). Kurz darauf zappelte die Kugel doch im Netz: Caligiuri knallte das Leder nach einem langen Ball von Mujdza volley in den Strafraum, Guedé stand am langen Pfosten goldrichtig, Geromel etwas zu weit weg - 2:1 (54.). Nach einem Zweikampf zwischen McKenna und Makiadi im Strafraum hätte sich der FC zudem über einen Strafstoß zugunsten der Breisgauer nicht beschweren können, Referee Stark ließ aber weiterspielen (57.). Auf der anderen Seite vertändelte Novakovic allein vor dem Tor das Leder leichtfertig gegen Baumann.

Es sollte die letzte Großchance für die Kölner gewesen sein - nur Podolski gab noch einen Kurzauftritt. Erneut versuchte er es aus 18 Metern, verfehlte sein Ziel jedoch knapp (72.). Und dann legte Freiburg noch einmal los: Der eingewechselte Jendrisek traf aus spitzem Winkel nur den Pfosten, Caligiuri machte es besser: Sein Schlenzer aus 17 Metern, vorbereitet vom bärenstarken Makiadi, landete im langen Eck (84.). Und in der Nachspielzeit war auch noch der Ex-Kölner mit seiner angekündigten "Rache" für die Aussortierung zur Stelle. Im zweiten Versuch überwand Freis aus kürzester Distanz Schlussmann Rensing - 4:1, womit der Sieg letztlich etwas zu hoch ausfiel.

Freiburg gastiert am Samstag zum Saisonfinale bei Meister Dortmund. Köln spielt zeitgleich sein Schicksalsspiel gegen die Bayern. Für die Rheinländer gilt es nun, den Relegationsplatz zu halten.

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Lautern - Dortmund 2 - 5


Drei Treffer zum Abschied? Barrios in Torlaune

Meister Borussia Dortmund hat auch das letzte Auswärtsspiel der Saison beim 1. FC Kaiserslautern für sich entschieden und blieb damit im 27 Spiel in Folge ohne Niederlage. Nach schwachem Beginn inklusive Rückstand erholte sich die Klopp-Elf zügig, ließ bisweilen sehr passiven Pfälzern im weiteren Verlauf kaum eine Chance und sicherte sich am Ende verdient den ersten Sieg auf dem Betzenberg seit elf Jahren.


FCK-Coach Krassimir Balakov konnte im Vergleich zum 2:1 in Berlin nach abgesessener Gelb-Sperre wieder auf die Dienste von Kapitän Tiffert zurückgreifen. Kirch saß deshalb zunächst auf der Bank. Dortmunds Trainer Jürgen Klopp sowie Blaszczykowskis Viruserkrankung ermöglichten Götze seinen ersten Startelfeinsatz nach überstandener Schambeinverletzung. Zudem spielten anders als beim 2:0-Meisterstück gegen Mönchengladbach Langerak, Owomoyela, Felipe Santana, Löwe und Barrios von Beginn an. Weidenfeller, Piscczek, Hummels, Schmelzer und Kagawa schauten erstmal zu.

Wenn die einen am vorletzten Spieltag bereits als Absteiger und die anderen als Meister feststehen, erwartet man ja einiges, aber wohl keine zwei Treffer in den ersten zwanzig Minuten. Und zunächst deutete auch nur wenig auf eine derartige Entwicklung hin. Denn während der FCK in seinem vorerst letzten Bundesligaheimspiel primär um eine sichere Defensive und schnelles umschalten bemüht war, präsentierte sich der runderneuerte neue und alte Deutsche Meister im Spiel nach vorne zunächst doch arg zurückhaltend.

Bis, ja bis Felipe Santana sich einen Stellungsfehler leistete, der Fortounis die komplette Dortmunder Hälfte öffnete. Im Strafraum angekommen umspielte der Grieche Langerak, den Treffer besorgte jedoch der zurückgeeilte Brasilianer, als er unglücklich in den Ball lief (16.). Der Jubel war kaum verklungen, da schlugen die Gäste im Stile eines Meisters postwendend zurück, als Barrios nach Owomoyelas Flanke von rechts Rodnei übersprang und Sippel zum 1:1 überwand (18.).

Nur ein Treffer und die Partie kippte zugunsten der Gäste. Wesentlich spielfreudiger und engagierter spielte der BVB nun nach vorne, erzwang so immer wieder schnelle Ballverluste der Pfälzer. Die Führung war nur noch eine Frage der Zeit und ließ auch nicht allzu lange auf sich warten. Nicht einmal zehn Minuten waren seit seinem ersten Treffer vergangen, da entwischte Barrios erneut der Lauterer Abwehr und drückte die Kugel - allerdings aus abseitsverdächtiger Position - über die Linie (26.).

Nun ergab sich der FCK seinem Schicksal, ließ sich zusehends in die eigene Hälfte zurückdrängen und ermöglichte Götze durch erneut schwaches Defensivverhalten seinen Treffer beim Startelf-Comeback. Nach Lewandowskis öffnendem Ball war der Nationalspieler rechts im Strafraum frei durch. Ein Dropkick - 3:1 (33.)! Trotz nun drückender Überlegenheit ließ es die Klopp-Elf damit erst einmal bewenden, es blieb beim komfortablen Zwei-Tore-Vorsprung zur Pause.

Direkt nach dem Seitenwechsel führten die Akteure das Scheibenschießen dann aber munter fort. Zunächst köpfte de Wit nach Fortounis? Flanke gegen den aus seinem Tor stürzenden Langerak zum Anschluss (49.), ehe Sippel durch einen kapitalen Aussetzer den nächsten BVB-Treffer ermöglichte. Der Keeper umspielte Perisic vor dem eigenen Tor, nahm dann aber Tempo raus, so dass der Kroate nachsetzen und dabei auf Barrios querlegen konnte, der die Kugel locker ins verwaiste Gehäuse schob (55.).

Beide Mannschaften drosselten das Tempo in der Folge merklich, wenngleich Dortmund die Partie weiterhin zu jeder Zeit unter Kontrolle hatte. Zu harmlos agierten die Gastgeber in der Vorwärtsbewegung, zu sorglos in der Defensive. Und so durfte sich auch Perisic knapp 15 Minuten vor dem Ende noch in die Torschützenliste eintragen, als er, nachdem er das Leder kurz zuvor an den Pfosten gesetzt hatte, einen Doppelpass mit dem inzwischen eingewechselten Kagawa per überlegtem Schlenzer ins lange Eck abschloss (78.).

Trotz der deutlichen Führung hielt der BVB das Geschehen auch in der Schlussphase weitestgehend in der Kaiserslauterer Hälfte, legte dort aber nicht mehr die letzte Entschlossenheit an den Tag. Egal. Denn am Ende stellte der Deutsche Meister mit seinen Auswärtspunkten 35 bis 37 den Bremer Rekord aus der Saison 2003/04 ein.

Lautern gastiert am Samstag zu seinem vorerst letzten Spiel in der 1. Bundesliga bei Hannover 96. Dortmund empfängt zeitgleich den SC Freiburg.

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...   Erstellt am 28.04.2012 - 17:54Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hoffenheim - Nürnberg 2 - 3


Pekhart sichert ersten Club-Sieg gegen Hoffenheim

Nach drei Niederlagen und zwei Unentschieden in den bisherigen fünf Bundesliga-Duellen zwischen der TSG Hoffenheim und dem 1. FC Nürnberg holte sich der FCN dank guter Kontertaktik, zweier Tore von Pekhart und einer sicheren Leistung von Keeper Schäfer erstmals den Sieg. Damit halten die Franken Anschluss an Tabellenplatz sieben und können sich im Extremfall sogar noch für die Europa-League qualifizieren.


Markus Babbel veränderte die Startelf der TSG 1899 Hoffenheim im Vergleich zum 0:1 gegen Leverkusen auf einer Position. Für Weis begann Musona im zentralen Mittelfeld. Auf Nürnberger Seite entschied sich Coach Dieter Hecking nach dem 1:1 gegen Hamburg für Feulner und Nilsson anstatt Frantz und Maroh.


Die Hoffenheimer begannen offensiv, rannten sich in den ersten Minuten allerdings an der Club-Abwehr fest. Einzig zwei Ecken von Salihovic sorgten für Gefahr vor Schäfers Gehäuse, doch der Club-Keeper behielt die Übersicht.

Diese fehlte in der neunten Minute seinen Gegenüber Starke. Die Gäste starteten ihren ersten Konter, als Pinola auf der linken Seite Beck den Ball abjagte. Der Argentinier leitete sofort den Konter ein und bediente Didavi, der es mit einem Distanzschuss versuchte. Den, an sich harmlosen, Schuss faustete der Hoffenheimer Torwart genau vor die Füße von Pekhart. Dieser sagte "danke" und staubte trocken zum Führungstreffer für die Gäste ab.

Hoffenheim versuchte auf den Rückstand sofort zu antworten. Babel jagte auf dem linken Flügel Feulner den Ball ab und steuerte in den Strafraum. Er legte in die Mitte ab, doch Musona scheiterte aus bester Position (12.).

Das Heimteam kämpfte sich weiter in die Partie und erhöhte den Druck auf die Nürnberger Abwehr. In der 22. Minute wurde die Elf von Markus Babbel für ihre Anstrengungen belohnt. Musona spielte sich bis zur Torauslinie durch und flankte in die Mitte. Aus spitzem Winkel konnte Schäfer den Ball nur noch abfälschen, so dass in der Mitte Beck den Ball ins leere Tor schieben konnte.

Nach dem Ausgleich setzte das Babbel-Team sofort nach, gute Chancen von Vukcevic (27.) und Musona (28.) wurden aber ausgelassen. Dem gegenüber stand nur eine Nürnberger Ecke, die Balitsch in der 36. Minute über das Tor beförderte.

Die Hausherren wollten vor der Pause noch für die Führung sorgen und drückten die Defensive der Gäste zurück. In der 43. Minute bot sich Schipplock die Riesenmöglichkeit zur Führung, sein Direktschuss aus kurzer Distanz wurde von Schäfer mit einer Klasseparade jedoch entschärft (43.).

Kurz vor der Pause rächte sich das Ausgelassen der Chancen durch das Heimteam. Ein, erneut perfekt vorgetragener, Konter der Nürnberger sorgte für die Pausenführung der Hecking-Elf. Feulner legte den Ball von der rechten Seite für Didavi auf. Der machte es besser als wenig zuvor Schipplock und versenkte die Kugel aus kurzer Distanz unhaltbar im Hoffenheimer Tor (45.).

Zu Beginn der zweiten 45 Minuten erwischten die Nürnberger den besseren Start und kamen schnell zu Chancen. In der 46. Minute beförderte der Schweizer einen Heber knapp über das Tor von Starke. Kurze Zeit später war es erneut Bunjaku, der sich mit einer Klassebewegung von zwei TSG-Verteidigern absetzte und Starke zu einer Glanzparade zwang (50.).

Danach waren auch die Gastgeber in der zweiten Hälfte angekommen, ließen aber, wie schon in der ersten Hälfte, gute Torchancen liegen. Dabei konnte sich immer wieder Nürnbergs Keeper Schäfer auszeichnen, der gegen Salihovic (58.) und Vukcevic (63.) die Führung mit Glanzparaden fest hielt.

Auf der Gegenseite zeigten sich die Babbel-Schützlinge immer anfälliger für Nürnberger Konter. Während Chandler in der 62. Minute mit einem Heber noch gescheitert war machten Pinola und Pekhart in der 71. Minute, mit Hoffenheimer Hilfe, alles klar. Der Argentinier hatte von linken Strafraumeck abgezogen. Starke konnte den Flachschuss nicht festhalten. Pekhart traf beim Nachschuss zunächst die Latte, konnte den Ábpraller aber ohne große Gegenwehr zum 1:3 einköpfen.

Danach erlahmte der Angriffselan der Hausherren zusehends, während der FCN nach wie vor auf Konter lauerte. Die beste Möglichkeit vergab dabei Bunjaku, als er ein Pekhart-Zuspiel an den Pfosten setzte (81.).

Erst kurz vor dem Ende kam noch einmal Spannung auf. Der Club hatte mit der Partie bereits abgeschlossen und eröffnete der Heimmannschaft noch eine gute Konter-Chance. Mlapa legte den Ball unbedrängt quer über das halbe Spielfeld auf Braafheid. Dieser nahm den Ball an der Strafraumgrenze direkt und versenkte die Kugel unhaltbar für Schäfer unten rechts (88.).

Es war allerdings zu spät für die Hausherren, um sich noch einen Punkt zu sichern. Die Nürnberger brachten den Sieg nicht nur über die Zeit, sondern hatten durch einen Bunjaku-Alleingang in der Nachspielzeit sogar noch die Möglichkeit zu erhöhen. Der Schweizer blieb aber kurz vor dem Ziel an der TSG-Abwehr hängen (90.+1.).

Nürnberg empfängt am Samstag zum Saisonfinale Bayer Leverkusen. Hoffenheim gastiert zeitgleich bei Babbels Ex-Club Hertha BSC.

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Wolfsburg - Bremen 3 - 1


Dank Helmes - Wolfsburg träumt weiter von Europa

Durch den Erfolg gegen Bremen und der gleichzeitigen Niederlage Hannovers in Leverkusen darf der VfL Wolfsburg weiter von der Europa League träumen. Nach ausgeglichener erster Hälfte sorgte Helmes mit einem Doppelpack für die Entscheidung zugunsten der Niedersachsen. Obwohl Werder bereits zum achten Mal in Folge ohne Sieg blieb, haben auch die Hanseaten noch theoretische Chancen auf Platz sieben.


Felix Magath baute seine Startelf nach dem 0:0 in Mainz auf zwei Positionen um. Für Hasebe und Jiracek spielten Josué und der nach einer Bauchmuskelverletzung wiedergenesene Helmes.

Auch Thomas Schaaf wechselte auf Seiten von Werder Bremen im Vergleich zum 1:2 gegen Bayern München zweimal. Sokratis und Fritz waren nach abgesessenenen Gelb-Sperren wieder einsatzberechtigt und ersetzten Affolter und Trinks.

Nach dem Anstoß der Bremer dauerte es keine zehn Sekunden bis zur ersten Großchance der Partie, die allerdings die Wolfsburger für sich verbuchen konnten: Schmitz' katastrophaler Rückpass fand statt eines Mitspielers Mandzukic, der frei vor Wiese auftauchte, aber am Keeper scheiterte. Auch beim Nachschuss von Helmes aus der Drehung war der Werder-Schlussmann auf dem Posten. Doch auch die Hanseaten begannen stürmisch. Benaglio rettete gegen einen Schuss des halblinks frei im Strafraum aufgetauchten Pizarro (6.).


Wenig später war es Rosenberg, der halbrechts frei zum Abschluss kam, jedoch aus spitz gewordenem Winkel ebenfalls am Schweizer Torhüter scheiterte (10.). Und Werder blieb am Drücker. Hunts Schuss aus etwa 22 Metern strich nur knapp rechts am Tor vorbei (14.). Danach ließ das Niveau der Partie ein wenig nach, beide Teams agierten im Spielaufbau nervös und unpräzise. In der 23. Minute musste Felix Magath wechseln: Dejagah verließ angeschlagen das Feld, Salihamidzic kam in die Partie.

Nach gut einer halben Stunde nahm die Begegnung wieder Fahrt auf. Rosenberg zielte aus halblinker Position rechts am Tor der Wolfsburger vorbei (32.). Auf der Gegenseite konnte sich Mandzukic nach gelungener Kombination des VfL beim Abschluss am Fünfmeterraum nicht entscheidend gegen Schmitz durchsetzen, so dass Wiese keine Mühe hatte, zu halten (37.). Doch kurz darauf war der Keeper machtlos. Helmes, der den Ball zuvor in nicht geahndeter Abseitsposition angenommen hatte, legte zurück zu Salihamidzic, der aus 20 Metern wuchtig ins linke Toreck einschoss (40.).

Doch noch vor der Halbzeit kam Werder zum nicht unverdienten Ausgleich. Trybull köpfte nach einer Freistoß-Flanke von links im Fünfmeteraum nach rechts zum völlig freistehenden Rosenberg, der den Ball per Kopf aus kurzer Distanz ins rechte Toreck einnickte (45.+1).
Helmes' Torgala

Nach einigen Minuten Leerlauf zu Beginn der zweiten Hälfte waren es die Wolfsburger, die die Initiative ergriffen. Naldo verhinderte mit Glück und Geschick das 2:1 für den VfL, als der Brasilianer einen Querpass von Salihamidzic zu Helmes gerade noch unterbinden konnte (53.). Nach und nach kämpften sich die Bremer zurück ins Spiel. Thomas Schaaf bewies Mut zum Risiko und brachte mit Füllkrug für Stevanovic einen weiteren Angreifer (65.).

Doch der Schuss ging nach hinten los. Nachdem Benaglio mit einem Freistoß von Naldo keine Mühe hatte, leitete der Schweizer den Konter ein. Vieirinha schickte von der Mittelinie Helmes steil, der Wiese vom Strafraumrand keine Chance ließ (66.). Nur wenig später bot sich Rosenberg die große Gelegenheit erneut auszugleichen, doch der Schwede brachte den Ball nicht am aus dem Tor geeilten Benaglio vorbei (69.).
Patrick Helmes
Torjäger im Dienst: Patrick Helmes erzielt das 3:1.
© Getty Images

Ein Kopfball von Madlung in die Arme von Wiese eröffnete eine spannende Schlussphase (77.). In der 82. Minute hatten die Niedersachsen Glück, dass nach Russ' Halten gegen Rosenberg im Strafraum die Pfeife von Dr. Felix Brych stumm blieb. Im direkten Gegenzug rettete Wiese stark gegen Helmes (83.). Ein fein vorgetragener Konter brachte die Entscheidung zugunsten der Magath-Elf. Mandzukic bediente rechts Helmes, der links an Wiese vorbei im Strafraum seinen zweiten Treffer der Partie markierte (88.). Kurz vor Schluss verhinderte Wiese gegen Mandzukic das 4:1 für Wolfsburg (90.+3).

Wolfsburg spielt im Saisonfinale am Samstag beim VfB Stuttgart, Werder empfängt zeitgleich Schalke.

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Hamburg - Mainz 0 - 0


0:0 gegen Mainz - HSV bleibt erstklassig!

Der Hamburger SV hat die Klasse mit einer Nullnummer gegen den 1. FSV Mainz 05 gehalten. In einer ausgeglichenen Partie inverstierten die Hanseaten mehr, vergaben aber genauso wie die Gäste die wenigen sich bietenden Tormöglichkeiten. Zu Höhepunkten avancierten die Auswechslungen von Mladen Petric und David Jarolim, die den Verein am Saisonende verlassen werden.

Hamburgs Trainer Thorsten Fink musste nach dem 1:1 in Nürnberg auf Torwart Drobny (Beckenprellung) verzichten. Dafür stand Neuhaus zwischen den Pfosten. Stürmer Guerrero gab sein Comeback nach acht Spielen Sperre und ersetzte Berg (Magen-Darm-Infekt). Außerdem musste Ilicevic verletzt passen (Adduktorenprobleme), stattdessen begann Petric.

Der Mainzer Coach Thomas Tuchel nahm im Vergleich zum 0:0 gegen Wolfsburg nur eine Veränderung vor: Caligiuri rückte für Ivanschitz in die Startelf.
HSV wacht spät auf - Choupo-Moting scheitert an Neuhaus



Die Anfangsviertelstunde nutzten beide Teams zum Abtasten und rieben sich in zahlreichen Zweikämpfen im Mittelfeld auf. In den Strafräumen passierte deshalb lange nichts. Davon eingelullt entsprang die erste Chance der Partie: FSV-Keeper Wetklo drosch die Kugel aus der Hand nach vorne, wo Zidan in den Lauf von Choupo-Moting verlängerte. Der Stürmer nahm das Leder mit und zog aus spitzem Winkel ab. Neuhaus rettete mit einer Parade (16.).

In der Folge baute das Spiel immer mehr ab. Die Hanseaten hatten zwar mehr Ballbesitz, spielten aber zu behäbig nach vorne. So konnte sich die rheinhessische Hintermannschaft immer wieder neu positionieren, stellte die Räume zu und lauerte auf Kontermöglichkeiten.

Erst nach einer halben Stunde wachte der HSV auf, machte nun das Spiel und tauchte dann auch gleich mehrfach gefährlich im Sechzehner auf: Jansen verzog (32.), auch bei Aogos Versuch fehlte die Präzision. Die besten Möglichkeiten hatte Guerrero, der mit Kopfbällen erst an Torwart Wetklo scheiterte (37.) und dann das Spielgerät knapp über den Querbalken (45.) wuchtete.


Im zweiten Durchgang setzte sich das zähe Ringen aus der ersten halbe Stunde fort. Die Hanseaten wirkten zwar engagiert und waren spielbestimmed, kamen aber abgesehen von eher ungefährlichen Distanzschüssen nicht in Tornähe. Die "Nullfünfer" beschränkten sich dagegen aufs Kontern und standen defensiv sicher und kompakt.

Erst nach einer Stunde fand der HSV einen Weg durch das Gäste-Bollwerk: Son spielte die Kugel durch die Nahstelle der Viererkette auf Jansen, der die Kugel direkt nach innen tropfen ließ. In der Mitte rauschten Guerrero und Petric heran und verpassten knapp (62.). Keine Zeigerumdrehung später bekam Petric einen langen Ball in den Lauf serviert, scheiterte aber aus 18 Metern an Wetklo (63.).

Da die Hamburger nun Blut geleckt hatten und auf die Führung drängten, wurde die Defensive etwas vernachlässigt. Das merkten die Mainzer und starteten auch selbst endlich wieder Angriffe: Soto hämmerte einen Aufsetzter in Richtung Neuhaus, der sicher zupackte (66.).
Mladen Petric

Aufgrund von mehreren Wechseln geriet der Spielfluss aber wieder verloren. So wurden die Auswechslungen zu Höhepunkten: HSV-Stürmer Petric verabschiedete sich vom Hamburger Publikum und verließ unter Applaus und Sprechchören den Rasen (74.). Kurz vor Schluss holte sich auch Jarolim noch stehende Ovationen ab (89.). Auf dem Spielfeld passierte abgesehen von jeder Menge Mittelfeldgeplänkel nicht mehr viel. Durch die Ergebnisse des 1. FC Köln und von Hertha BSC sicherten die Hanseaten mit diesem Punktgewinn den Klassenerhalt.

Hamburg schließt die Saison am Samstag (15.30 Uhr) in Augsburg ab. Zeitgleich empfängt Mainz die Borussia aus Mönchengladbach.

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...   Erstellt am 28.04.2012 - 17:58Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Bayern - Stuttgart 2 - 0


Gomez trifft beim Butt-Abschied

Im letzten Bundesligaheimspiel der Saison feierte der FC Bayern den sechsten Sieg in Folge gegen den VfB Stuttgart (dreimal Bundesliga, dreimal DFB-Pokal). Die Schwaben waren nicht chancenlos, ließen aber auch beste Gelegenheiten aus und scheiterten zudem zweimal am Aluminium.


Jupp Heynckes brachte im Vergleich zum 3:1 i. E. im Champions-League-Halbfinale bei Real Madrid im Tor Butt an Stelle von Neuer. Der Bayern-Coach wollte dem verdienten Keeper ein Abschiedsspiel vor heimischer Kulisse geben. Zudem tauschte Heynckes auf sieben (!) weiteren Positionen. Rafinha, Tymoshchuk, Contento, Pranjic, Usami, Müller und Olic spielten für Alaba, Lahm, Boateng, Schweinsteiger, Ribery, Robben und Kroos.

Stuttgarts Trainer Bruno Labbadia musste nach dem 1:1 in Köln auf seinen Kapitän Tasci (Innenbandanriss) verzichten. Für ihn durfte Maza in der Innenverteidigung ran. Okazaki erhielt den Vorzug vor Schieber.

Bei strahlendem Sonnenschein und 30 Grad Celsius spielten beide Teams von Beginn an nach vorne. Ein 17-Meter-Schuss von Gomez zischte knapp drüber, auf der anderen Seite scheiterte Niedermeier freistehend aus sechs Metern mit seinem Kopfball an der Latte (6.).

Der VfB war das lebhaftere, engagiertere Team, der FC Bayern abgezockter und um Spielkontrolle bemüht. Beide Teams beharkten sich vornehmlich im Mittelfeld, die Abwehrreihen waren gut sortiert, Strafraumszenen selten. Hajnal prüfte Kapitän Butt in dessen 387. Bundesligaspiel (26 Tore) mit einem satten 30-Meter-Schuss.

Das Tempo war meist eher gering. Der VfB fand nicht recht ins Spiel und kein geeignetes Mittel gegen die aufmerksame Bayern-Abwehr. Die Münchner spielten etwas variabler und zum Teil auch zielstrebiger, es war dem Heynckes-Team aber anzumerken, dass die Formation nicht eingespielt war.

So bedurfte es gütiger Mithilfe des VfB zur Führung: Maza leistete sich einen folgenschweren Patzer, verlängerte einen weiten Ball mit dem Kopf in den Lauf von Müller. Der behielt die Übersicht, ließ Niedermeier aussteigen und legte perfekt für Gomez auf, der ins leere Tor einschob (32.). Es war der 26. Saisontreffer des Nationalstürmers und der 64. Bundesligatreffer im Bayern-Trikot. Für den VfB traf Gomez 63-mal.

Kurz darauf hatten die VfB-Fans den Torschrei dreimal auf den Lippen: Okazaki köpfte nach Hajnal-Flanke an die Unterkante der Latte. Den Abpraller köpfte Gentner statt ins leere Tor über das Gehäuse! Und zwei Minuten später scheiterte Ibisevic allein vor Butt am prächtig reagierenden Keeper (39.).

Der VfB investierte nun deutlich mehr, agierte couragierter in der Offensive, war aber anfällig für schnelle Gegenstöße. So scheiterte Olic freistehend aus 13 Metern an Ulreich.

Nach dem Wechsel brachte Heynckes Alaba für Gomez. Olic spielte nun Spitze. Ex-Bayern-Spieler Labbadia ersetzte Kvist durch Cacau. Der VfB schien sich in der Kabine was vorgenommen zu haben. Die Schwaben drückten in den ersten Minuten der zweiten Hälfte gehörig aufs Tempo.



Riesenbeifall gab's von den Rängen, als Schweinsteiger - der Elfmeterheld von Madrid - für Usami eingewechselt wurde. Die Münchner reagierten über weite Strecken aber nur noch statt selbst zu agieren. Der FCB ließ den VfB kommen und lauerte auf Konter.

Die Münchner spielten die Gegenstöße aber nicht konsequent und präzise genug zu Ende. Stuttgarts Sturm- und Drangphase ebbte mehr und mehr ab, die Schwaben fanden keine tauglichen Mittel, um gefährlich vor Butts Tor zu kommen. Insgesamt plätscherte die Partie daher meist ziemlich ereignislos dahin.

Eine gute Viertelstunde vor Schluss kam Robben für den am linken Sprunggelenk verletzten Pranjic ins Spiel. Entscheidende Akzente vermochte der Niederländer aber ebenso wenig setzen wie auf der anderen Seite die eingewechselten Cacau, Schieber und Traore.

Die Bayern rissen sich auch in der Schlussphase kein Bein mehr aus und spielten den Vorsprung über die Zeit. Der VfB ließ den Glauben vermissen, das Spiel noch drehen zu können.

In der Schlussminute der regulären Spielzeit hätten die Bayern das Ergebnis sogar beinahe noch nach oben geschraubt: Müller bediente Robben am Elfmeterpunkt, der Niederländer schoss aufs rechte Eck, doch Ulreich hielt klasse. Den Nachschuss von Müller kratzte Sakai von der Linie.

In der Nachspielzeit war's dann aber soweit: Konter des FCB über Badstuber, Robben und Olic. Der bediente von rechts den links freistehenden Müller, der den Ball aus 13 Metern flach einschoss (90.+2).

Die Münchner gastieren am Samstag zum Saisonfinale beim 1. FC Köln. Der VfB Stuttgart empfängt zeitgleich den VfL Wolfsburg, muss aber auf Niedermeier verzichten, der seine 5. Gelbe Karte sah.

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Gladbach - Augsburg 0 - 0


Gladbach bleibt Vierter, der FCA erstklassig

Borussia Mönchengladbach und der FC Augsburg trennten sich am Niederrhein in einer Partie auf niedrigem Niveau mit einem torlosen Remis. Die "Fohlen" verpassten es damit, an Schalke und Rang drei dranzubleiben, sicherten sich aber immerhin Platz vier, der zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt. Der FCA kann endgültig für eine weitere Saison in Deutschlands höchster Spielklasse planen.
Mike Hanke (Borussia Mönchengladbach, links), Sebastian Hanke (FC Augsburg)


"Fohlen"-Dompteur Lucien Favre baute sein Team im Vergleich zum 0:2 in Dortmund einmal um: Neustädter, der sich nach einer Sprunggelenksverletzung fit gemeldet hatte, rutschte in die Anfangsformation. Stranzl fehlte, im Borussen-Duell hatte er die fünfte Gelbe Karte vorgehalten bekommen.Augsburgs Trainer Jos Luhukay wartete nach dem 1:1-Heimremis gegen Schalke bei der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte ebenfalls mit einer Startelf-Änderung auf: Sankoh begann, Hosogai (5. Gelbe Karte) stand nicht zur Verfügung.

Der FCA versteckte sich im Borussia-Park zunächst nicht, präsentierte sich in den ersten Spielszenen couragiert in der Vorwärtsbewegung. Nach flotten Anfangsbemühungen gingen die Gäste jedoch rasch vom Gaspedal. Auf der Gegenseite verlangte Reus Augsburgs Keeper Jentzsch mit seinem Flachschuss eine erste Arbeitsprobe ab (4.).

Die "Fohlen" gewannen zusehends an Sicherheit, ihre Angriffe an Struktur. Nach einer flott vorgetragenen Kombination drang Herrmann in den Strafraum ein, legte die Kugel mit Übersicht auf Arango zurück, dessen kerniger Schuss abgefälscht am rechten Kreuzeck vorbeirauschte. In der Folge bauten die Gladbacher ihre Feldvorteile aus und setzten die allerdings aufmerksam verteidigenden Fuggerstädter unter Druck.
Daems, Hanke - nicht drin!

Gleichwohl blieben am Niederrhein Torchancen Mangelware. Für einen Aufreger, nicht aber einen Elfmeter sorgte Bellinghausen, der im Laufduell mit Reus mit dem Unterarm am Ball war (18.). Exakt eine halbe Stunde war absolviert, da meldeten sich die Borussen erneut vor dem FCA-Gehäuse gefährlich zu Wort: Kapitän Daems setzte erst sich mit einem vehementen Vorstoß, dann mit einem präzisen Pass Hanke in Szene. Diesem prallte das Spielgerät aber ans Schienbein, sodass es aus der Nahdistanz nicht den Weg ins Tor fand.



Die Luhukay-Truppe war gewarnt, intensivierte nun wieder ihre Offensivanstrengungen. Ein Koo-Schuss sauste abgefälscht ins Toraus (32.), Verhaegh war der Gästeführung näher: Der FCA-Kapitän hielt entschlossen drauf, ter Stegen musste das abgefälschte Leder per Flugeinlage aus dem bedrohten rechten Torwinkel kratzen (36.). Da auf der Gegenseite Reus nach energischem Tempolauf der Ball über den Schlappen rutschte (43.), hatte das torlose Remis bis zur Pause Bestand.

Beide Teams starteten mit wenig Tempo und wenig spielerischem Esprit in den zweiten Durchgang. Höhepunkte waren nun noch seltener als in Hälfte eins. Eine Ausnahme stellte die 51. Minute dar: Arango adressierte den Ball gefühlvoll auf den Kopf von Hanke. Dieser setzt die Kugel rechts am Gästekasten vorbei. Das war es dann aber für lange Zeit. Den Aktionen beider Mannschaften mangelte es an Präzision, Zielstrebigkeit und kreativen Impulsen. Besonders die Gäste aus Bayerisch-Schwaben, die in einer Abwehrstellung blieben, profitierten davon.

Die in der ersten Hälfte noch phasenweise unterhaltsame Partie bekam immer mehr das Etikett: Sommerfußball im April. Augsburg hatte wenig Mühe, pomadige Hausherren vom eigenen Gehäuse fernzuhalten. Nach vorne setzte der Bundesliga-Novize, der die Begegnung auf schwachem Niveau in der Schlussphase zunächst ausgeglichen gestaltete, indes keine Akzente. Eine gewiefte Reus-Direkabnahme auf der Gegenseite stellte Jentzsch vor keine Probleme(86.). Doch danach entschloss sich das Favre-Team nochmal zu einem Endspurt: Augsburgs Keeper parierte erneut gegen Reus. Wenig später war er auch per Fußabwehr bei Neustädters Schuss auf dem Posten (88.), rettete seinen Farben so einen Punkt.

Mönchengladbach, das Rang drei abhaken kann, gastiert am kommenden Samstag zum Saisonfinale in Mainz. Augsburg, das auch in der kommenden Saison erstklassig ist, empfängt zeitgleich den Hamburger SV.

kicker.de





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