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...   Erstellt am 01.05.2010 - 17:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Stuttgart - Mainz 2 - 2


Marica braucht nur Sekunden für zwei Tore

Der VfB Stuttgart holte im Heimspiel gegen den FSV Mainz einen zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand auf und verdiente sich durch eine leisterungssteigerung den einen Zähler im letzten Heimspiel der Saison. Die Gäste bereiteten dem VfB lange Zeit große Schwierigkeiten, sorgten dann durch ein großes Missgeschick für den Stuttgarter Anschlusstreffer und mussten sich mit einem Punkt begnügen. Dem VfB fehlt somit nur noch ein Remis am letzten Spieltag, um nächste Saison international starten zu dürfen.
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Vergab die große Chance zur VfB-Führung: Ciprian Marica, hier bedrängt vom Mainzer Elkin Soto.
Vergab die große Chance zur VfB-Führung: Ciprian Marica, hier bedrängt vom Mainzer Elkin Soto, sollte dann aber noch zweifach treffen.
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Stuttgarts Coach Christian Gross schickte die Siegerelf vom2:0-Erfolg in Bochum unverändert in das letzte Heimspiel der Saison. Auf Mainzer Seite hingegen musste Trainer Thomas Tuchel im Vergleich zum 3:3 gegen Frankfurt umbauen. Stammkeeper Müller fiel mit einem Bluterguss im Knie aus, Wetklo nahm seinen Platz ein. Zudem starteten Bungert, Schürrle und Soto für Szalai, Heller und Svensson.

Direkt nach dem Anpfiff brauste der Jubel auf in der Mercedes Benz-Arena - das lag aber nicht an einem frühen Tor der Gastgeber: Cacaus Vertragsverlängerung bis 2013 wurde via Video-Wand öffentlich gemacht. Die Partie selber taugte hingegen nicht zu Begeisterungsrufen. Der VfB begann das Spiel zwar druckvoll und arbeitete sich schnell Vorteile heraus, doch ehe es gefährlich wurde vor dem Mainzer Tor verstrichen ganze zehn Minuten. Dann aber hatte Marica den Führungstreffer auf dem Fuß, vergab aber nach feiner Molinaro-Vorarbeit kläglich.

Und das war es dann auch mit der Stuttgarter herrlichkeit im ersten Durchgang. Die Gäste fingen sich nun, fanden immer besser in die Partie und überzeugten durch kluges Stellungsspiel, das den Gastgeber immer mehr zu überfordern schien. Jetzt war die Tuchel-Elf am Drücker! Zabavnik (19.), Schürrle (21.), Polanski (23.) und Bancé (24.) konnten sich aber nicht in die Torschützenliste eintragen.


Der VfB tat sich im Spielaufbau schwer, spielte den Mainzer durch allzu leichte Ballverluste und Ungenauigkeiten in die Karten. Der FSV schaltete in diesen Fällen schnell auf Offensive um, fand aber mit langen Zuspielen in die Spitze bis zum Kabinengang nicht mehr zum Erfolg. Torlos endete dann die erste Hälfte.

Zum zweiten Durchgang traten die Hausherren neu formiert an. Osorio blieb in den Stadionkatakomben, Träsch verteidigte hinten rechts und Kuzmanovic durfte sich neu im Mittelfeld versuchen. Doch es waren die Gäste, die unverändert aufgestellt den ersten Höhepunkt setzten. Simak war auf dem rechten Flügel nicht zu stoppen, flankte fein vor das Tor und Fathi narrte Lehmann mit der Hacke! Es stand 1:0 für die Gäste (52.).
Den Ball im Blick: Stuttgarts Marica und der Mainzer Karhan (vorne).
Den Ball im Blick: Stuttgarts Marica und der Mainzer Karhan (vorne).
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Damit war es aber nicht genug. Die kalte Dusche für den VfB hielt an. Wieder glänzte Simak als Vorbereiter, Schürrle war diesmal der Profiteur, der sich auch von einer ersten, erfolgreichen Lehmann-Parade nicht aufhalten ließ und zum 2:0 traf (63.).

Ein Doppelwechsel sollte den VfB dann wieder auf Kurs bringen - Hleb und Schieber ersetzten Gebhart und Hilbert (66.), prompt war mehr Leben im Stuttgarter Spiel, das sich spektakulär wenden sollte. Marica egalisierte den Spielstand binnen weniger Sekunden ( 73., 75.). Zunächst profitierte er von einem unfassbaren Missverständnis zwischen Bungert und Wetklo, dann setzte er eine Cacau-Vorlage aus kurzer Diszanz in die Maschen.

Die Schlussphase geriet spannend und hektisch - beide Mannschaften wollten den Sieg und besaßen durchaus noch ihre Chancen. Stuttgart stürmte wie entfesselt, Marica (79.) und Träsch (80.) verpassten knapp, dann hatte FSV-Joker Amri seinen großen Auftritt. Er startete aus der eigenen Hälfte einen Solo-Lauf am halben VfB-Team vorbei, scheiterte dann aber an Lehmann, der den Winkel gut verkürzte (85.). Es blieb beim 2:2, letztendlich ein leistungsgerechtes Ergebnis.

Stuttgart muss am letzten Spieltag in Hoffenheim antreten, Mainz beendet die Saison mit dem Heimspiel gegen Schalke.

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...   Erstellt am 01.05.2010 - 17:37Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Bayern - Bochum 3 - 1Thomas wie einst Gerd: Dreierpack von Müller

Der FC Bayern München ist zum 22. Mal deutscher Meister - zumindest zu 99 Prozent! Nach dem zu keinem Zeitpunkt gefährdeten und insgesamt hoch verdienten Erfolg gegen in nahezu allen Belangen unterlegene Bochumer und der gleichzeitigen Schalker Niederlage gegen Bremen ist der Van-Gaal-Elf der Titel quasi nur noch theoretisch zu nehmen.
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Frühe Führung: Bayerns Thomas Müller vollendet mit der Brust zum 1:0.
Frühe Führung: Bayerns Thomas Müller vollendet mit der Brust zum 1:0.
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Beim FC Bayern gab es nach dem 3:0-Erfolg in Lyon und dem Einzug ins Champions-League-Finale folgende personelle Änderungen: Demichelis begann in der Abwehr an Stelle von van Buyten, der in der Bundesliga spielberechtigte Ribery verdrängte Altintop auf die Bank.

Bochums Interimstrainer Dariusz Wosz, der den entlassenen Heiko Herrlich beerbte, stellte gegenüber dem 0:2 gegen Stuttgart wie folgt um: Concha, Freier, Dedic und Azaouagh begannen für Pfertzel, Yahia, Holtby und Epalle.

Vom Anpfiff weg spielte nur ein Team: Der FC Bayern. Bochum war lediglich bemüht, Ordnung zu finden und zu halten. Die Münchner drängten mit Macht auf eine frühe Führung, doch vor allem Olic - dreifacher Torschütze in Lyon - hatte sein Visier noch nicht richtig justiert oder kam um Sekundenbruchteile zu spät.

Unverständlich, dass Bayerns Demichelis schon in den ersten Minuten zweimal hart einstieg und folgerichtig seine 5. Gelbe Karte sah. Er fehlt dem FCB in Berlin.
Müller mit der Brust!

Der FC Bayern rannte in der Bochumer Hälfte gegen ein Bollwerk an, das aber nur eine gute Viertelstunde lang hielt. Dann kam Lahm rechts frei zum Flanken und fand in der Mitte Müller, der unbedrängt mit der Brust zum 1:0 vollendete (18.). Und die Van-Gaal-Elf legte sofort nach: Erneut Lahm flankte von rechts weit auf die linke Strafraumseite, Ribery passte volley zurück in die Mitte, Müller köpfte unbedrängt aus sechs Metern in den rechten Winkel (20.).

Für Bochum schien es schon früh nur noch um Schadensbegrenzung zu gehen, der gegen Ribery überforderte Concha musste gegen Yahia vom Feld (27.).


Die Münchner ließen es etwas lockerer angehen, bestimmten das Geschehen nach wie vor, aber nicht mehr ganz so zielstrebig. Die Spielfreude stand mehr im Mittelpunkt als die Effizienz. Und auf der anderen Seite kam auch der VfL mal zu Chancen, die Beste: Maltritz flankte von rechts zu Dedic, der mit Übersicht im Strafraum zurücklegte zu Sestak. Der Torjäger schoss spektakulär aus zwölf Metern knapp links vorbei (39.).

Die Münchner rissen sich nach dem Seitenwechsel kein Bein aus, ließen den Ball ruhig und meist sicher durch die Reihen zirkulieren und lauerten auf die Lücke. Bochum hatte dadurch etwas mehr Ballbesitz als zuvor, brachte die Defensive des FCB aber kaum in Verlegenheit.
Pfosten! Dennoch Riesen-Jubel!

Dann war es erneut Müller, der für die Münchner gefährlich vor Torhüter Heerwagen auftauchte, doch der Pfosten stand seinem dritten Treffer im Weg (54.). Großer Jubel brandete dennoch auf in der Allianz Arena: Werder hatte Auf Schalke die Führung erzielt!
Hattrick von Müller

Der VfL gab sich nicht auf, suchte seine Chance, besaß aber keine ausreichenden Mittel gegen das Starensemble von der Isar. Der Rekordmeister verlegte sich zeitweise aufs Kontern im eigenen Stadion, spielte souverän und gelassen, wartete auf die sich bietende Chance und hatte vorne einen Müller, der ganz im Sinne der 70er-Jahre-Trikots wie einst Gerd Müller einnetzte: Van Bommel spielte Müller am Strafraum an, der 20-Jährige setzte sich mit einer Körpertäuschung und kurzem Antritt gegen drei Gegenspieler durch und vollendete eiskalt ins linke Eck (69.).

Die Luft war ein wenig raus danach, es wurde ein Schaulaufen für die Münchner. Zwar prüfte Holtby Butt mit einem tollen Schuss auf den linken Winkel, doch der FCB kam weiter zu den besseren Chancen. Gomez scheiterte etwa aus sechs Metern an der Latte.
Kunstschütze Fuchs verkürzt

Kurz vor Spielende verkürzte Bochum auf 1:3: Fuchs zirkelte einen direkten Freistoß aus 27 Metern über die Mauer hoch ins rechte Eckb (85.). Der Freude in München tat dies naturgemäß keinen Abbruch.

Der FC Bayern ist am letzten Spieltag zu Gast bei Hertha BSC Berlin und wird dort wohl die Meisterschale überreicht bekommen, Bochum empfängt Hannover 96.

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...   Erstellt am 01.05.2010 - 17:38Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Köln - Freiburg 2 - 2


Dank Idrissou hält Freiburg die Klasse

Der SC Freiburg kam beim 1. FC Köln nicht über ein 2:2 hinaus, sicherte sich damit dennoch endgültig den Klassenerhalt. In einem wenig berauschenden Spiel gingen die Rheinländer zwar in Führung, ließen es dann aber zu locker angehen und wurden prompt durch Idrissou, dem ein Doppelpack gelang, bestraft. Zum dritten Sieg in Folge sollte es dennoch nicht reichen, auch bleibt der SC im zehnten Auswärtsspiel in Folge ohne Dreier - das dürfte den Badenern nach dem sicheren Ligaverbleib aber egal sein.
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Tosic (re.) trifft zum 1:0.
Effizient: Gleich den ersten Torschuss der Kölner nutzte Tosic, um seinen FC in Führung zu bringen.
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Kölns Trainer Zvonimir Soldo konnte wieder auf den zuletzt angeschlagenen Keeper Mondragon zurückgreifen. Kessler rückte dafür wieder auf die Bank. Ferner ersetzte McKenna in der Innenverteidigung Geromel, der bei der 0:1-Niederlage in Bremen die Rote Karte gesehen hatte. Freiburgs Coach Robin Dutt hingegen sah nach dem 1:0 über Wolfsburg keinen Grund, seine Anfangsformation umzubauen. Der SC lief damit zum vierten Mal in Folge mit demselben Personal auf.

Die Freiburger starteten munter und legten zu Beginn gleich den Vorwärtsgang ein. Die Kölner wurden früh gestört und umgehend wurde der Weg in Richtung Strafraum gesucht - Zwingendes sprang dabei aber nicht heraus. Die Spielweise änderte sich jedoch rasch. Der SC zog sich zunehmend in die eigene Hälfte zurück und lauerte auf Konter. Dadurch kamen die "Geißböcke" zu mehr Spielanteilen, aus denen sie zunächst kein Kapital schlagen konnten. Erstmals änderte sich das in der neunten Minute, als Maniche mit Überischt zu Tosic passte. Der Serbe verschaffte sich mit einem Haken etwas Platz und vollendete aus 14 Metern ins linke Eck. Erster Torschuss, erstes Tor - mehr Effizienz geht nicht.


Die Breisgauer standen nun unter Zugzwang, mutiger wurden sie dennoch nicht. Der Abstiegskandidat agierte weiter aus einer gesicherten Deckung heraus, während auf der Gegenseite die Kölner mit der Führung im Rücken zusehends Oberwasser bekamen. Der FC hatte allerdings keine Eile, vielmehr waren die Soldo-Schützlinge bemüht, den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Den Vorwärtsgang hatten sie dabei aber vergessen.
Idrissou schlägt gleich doppelt zu

Idrissou (li.) Cissé jubeln.
Nach dem Rückstand ist vor der Führung: Idrissou (li.) Cissé jubeln.
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Folglich passierte lange Zeit nichts, ehe aus heiterem Himmel den bis dato völlig harmlosen Badenern der Ausgleich gelang: Bei einer Ecke von rechts parierte Mondragon noch Barths Kopfball aus fünf Metern. Die Kugel landete jedoch bei Idrissou am linken Pfosten, der aus kürzester Distanz abstaubte (31.). Das war dann aber auch schon alles, was es in diesem gelinde gesagt mäßigen ersten Durchgang zu sehen gab.

Soldo reagierte in der Halbzeit und brachte Cullmann anstelle des angeschlagenen McKennas. Und eben jener Cullmann sollte dann eine maßgebliche Rolle am nächsten Tor der Begegnung haben. Nachdem lange Zeit nichts passiert war, köpfte der 34-Jährige direkt vor die Füße von Idrissou. Der Kameruner bedankte sich und vollendete volley aus 18 Metern ins linke untere Eck (57.).

Nun waren die "Geißböcke" gefordert, allerdings war bei ihnen weder Wille noch Laufbereitschaft zu erkennen. Ein Aufbäumen das FC war demnach nicht zu erkennen, was den Freiburgern das Leben enorm erleichterte. Der Aufsteiger zeigte sich clever und spielte die Uhr weitestgehend routiniert herunter. Nach 65 Minuten hatte Jäger dann auch die Chance zur Vorentscheidung, der Franzose zog aber gegen Mondragon den Kürzeren.

Wie aus dem Nichts hatte plötzlich Mohamad die ganz dicke Möglichkeit zum 2:2. Pouplin entschärfte allerdings den Flugkopfball des Libanesen (70.), der sich kurz darauf wegen Meckerns seine fünfte Gelbe Karte einhandelte und folglich beim Saisonfinale fehlen wird. Der Kapitän durfte sich in der 64. Minute dennoch freuen, denn Tosics Ecke von links verwertete der mittlerweile eingewechselte Freis am linken Pfosten mustergültig, um den 2:2-Endstand zu besorgen.

Am letzten Bundesligaspieltag muss Köln am kommenden Samstag in Nürnberg antreten, Freiburg hat es zur gleichen Zeit zu Hause mit Borussia Dortmund zu tun.

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Leverkusen - Hertha 1 - 1


Friedrich stößt Berlin über die Klippe

13 Jahre nach dem letzten Aufstieg in die Bundesliga muss Hertha BSC Berlin zum fünften Mal den bitteren Gang in die zweite Liga antreten. Bei Bayer Leverkusen, das durch das 1:1 einen Rückschlag im Kampf um die Champions-League-Plätze hinnehmen musste, hatte die "Alte Dame" allerdings ausreichend Chancen, den Abstieg wenigstens bis zum Saisonfinale hinauszuzögern. Letztlich wurde der Haupstadtklaub aber für seine Fahrlässigkeit vor dem Tor bestraft.
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Friedrich und Hyypiä
Rettete Bayer wenigstens einen Punkt und verabschiedete Berlin aus der Liga: Manuel Friedrich.
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Leverkusens Trainer Jupp Heynckes wechselte nach dem 3:0 gegen Hannover dreimal. Adler kehrte nach seinem Rippenbruch für Giefer ins Tor zurück, Castro (nach Muskelfaserriss) und der zuletzt Gelb-Rot-gesperrte Barnetta ersetzten Bender und Kaplan. Vidal rückte somit wieder vor die Abwehr.

Auf Berliner Seite nahm Coach Friedhelm Funkel im Vergleich zur 0:1-Heimniederlage gegen Schalke gezwungenermaßen eine Änderung vor. Stein vertrat den gelbgesperrten Kobiashvili.

Leverkusen stellte zu Beginn zwar das aktivere Team, nachdem Barnetta den ersten Warnschuss abgegeben hatte (3.), gehörte aber der Hertha die erste dicke Chance der Partie. Kacar hob den Ball in den Strafraum, wo Gekas in halblinker Position volley abzog und am Innenpfosten scheiterte (5.). Lange musste das Schlusslicht der vergebenen Möglichkeit nicht nachtrauern, denn nach zwölf Minuten war es soweit. Gekas hatte nach einem schnell ausgeführten Freistoß links viel Platz und flankte mit Überischt zurück an die Strafraumkante. Dort nahm Raffael die Kugel aus der Luft und hämmerte das Spielgerät flach zum 0:1 ins linke Eck.

Bayer ließ in der Folge eine Reaktion vermissen. Die Werkself agierte im Spiel nach vorne ideenlos und schlug kein sonderlich hohes Tempo an. Die gut organisierten Gäste hatten wenig Mühe, die Hausherren vom eigenen Tor fernzuhalten. Vielmehr legte der Hauptstadtklub die größere Zielstrebigkeit an den Tag. Der glänzend freigespielte Ramos kam frei vor Adler am Keeper vorbei, legte sich den Ball aber zu weit vor und verpasste so das 0:2 (20.).

Die Partie plätscherte zwischenzeitlich immer wieder ohne große Höhepunkte vor sich hin, ehe wiederholt Berlin für die Aufreger sorgte. Cicero rutschte nach Gekas' guter Hereingabe von links nur Zentimeter am Ball vorbei (33.). Mit dieser Szene hatte Heynckes genug von Castro gesehen und ersetzte seinen Rechtsverteidiger durch Bender. Vidal rutschte zurück. Viel besser wurde das Spiel der Werkself dadurch aber auch nicht. Einzig Derdiyok bot sich eine gute Gelgenheit, der Schweizer scheiterte aus halblinker Position jedoch an Drobny (37.). Ansonsten versuchten sich die Gastgeber wiederholt aus der zweiten Reihe, wobei Kroos mit einem Volleyschuss, den Drobny parierte, dem Ausgleich noch am nächsten kam (45.).


Heynckes legte zu Beginn des zweiten Durchgangs personell nach und brachte Kaplan und Helmes für Barnetta und Derdiyok. Wieder waren es aber die Berliner, die als erste für Gefahr sorgten. Nach Ramos' guter Vorarbeit über rechts bot sich Gekas die dicke Möglichkeit zum 0:2, der von Bayer an die Hertha ausgeliehene Grieche traf frei vor Adler den Ball allerdings nicht (48.).

Was die Heynckes-Elf defensiv in den folgenden Minuten anbot, war katastrophal. Kacar bot sich gleich zweimal die ganz große Chance, Berlin vorentscheidend in Front zu bringen, frei vor dem Tor brachte der Serbe das Leder aber erst an Friedrich (53.), Sekunden später an Adler nicht vorbei (54.).

Die Werkself aber fing sich und machte fortan selbst Druck. Nachdem Drobny einen Distanzschuss von Kroos nicht hatte festhalten können, erreichte Helmes den Abpraller, scheiterte aber am diesmal glänzend regaierenden Hertha-Schlussmann (57.). Zwei Minuten später kam Helmes dem Ausgleich per Kopf noch näher, Drobny rettete aber famos und klärte zur Ecke. Die brachte Kadlec vors Tor und fand Friedrich, dessen Kopfball Drobny schließlich nicht mehr abwehren konnte - 1:1 (59.).

Glück brauchte Bayer, das nun mehr wollte, nur noch einmal, als Vidal im Duell mit Gekas als letzter Mann absichtlich mit der Hand zum Ball ging. Referee Peter Sippel zeigte nur Gelb. Ansonsten gab nun die Werkself die Schlagzahl vor und suchte nach dem Dreier, ohne allerdings weitere hochkarätige Möglichkeiten zu bekommen. Ein abgefälschter Kroos-Schuss, der knapp neben dem linken Pfosten einschlug, entfachte vorerst die größte Gefahr (74.).

Doch Bayer ließ nicht locker und stand elf Minuten vor Schluss ganz dicht vor dem Sieg. Friedrich köpfte aus sechs Metern allerdings nur an die Unterlatte. Von der Linie prallte das Leder vors Tor, wo Helmes heranstürmte, aber einmal mehr im bestens aufgelegten Drobny seinen Meister fand (79.).

Berlin, für das ein Punkt definitiv zu wenig war, rannte die Zeit davon. Und die Hertha, längst mit Ebert und Wichniarek unterwegs, mobilisierte noch einmal die letzten Kräfte. Von Wichniarek bedient, kam Piszczek halbrechts zum Abschluss, doch Adler machte das kurze Eck rechtzeitig zu (86.). Weil Ramos in der Nachspielzeit nicht in der Lage war, den freistehenden Gekas zu bedienen, war nicht mehr drin in der Begegnung, die für Leverkusen unbefriedigend, für die "Alte Dame" mit dem Abstieg endete.

Leverkusen gastiert am kommenden Samstag ohne den gelbgesperrten Friedrich in Mönchengladbach, Hertha empfängt zum Abschluss den FC Bayern.

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Schalke - Bremen 0 - 2


Ex-Schalker Özil zerstört die königsblauen Titelträume

Der FC Schalke 04 hat die letzten Titelchancen verspielt. Mit Mesut Özil sorgte ausgerechnet ein ehemaliger Königsblauer für den Bremer Sieg, der Werder ganz nah an die Champions-League-Qualifikation heranbringt. Die Magath-Elf bestimmte nur die ersten Hälfte und hatte Pech, dass ihr ein klarer Elfmeter verwehrt blieb. Nach der Pause wussten sich die Norddeutschen zu steigern und nutzten ihre Chancen eiskalt.
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Mertesacker gegen Höwedes
Der Aufreger der ersten Hälfte: Mertesacker bringt Höwedes zu Fall, der fällige Elfmeterpfiff bleibt aus.
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Schalkes Trainer Felix Magath schenkte derselben Elf das Vertrauen, die zuletzt mit 1:0 bei Hertha BSC gewann. So erhielt Hao Junmin erneut den Vorzug vor Edu und Sanchez auf der Flügelstürmerposition.

Zwei Änderungen hingegen bei Bremen nach dem 1:0 gegen Köln: Für Marin und Hunt, den unter der Woche muskuläre Probleme plagten, begannen Borowski und Hugo Almeida.

Die Partie in der Veltins-Arena begann abwechslungsreich, beide Mannschaften zeigten Aggressivität in den Zweikämpfen und suchten den Weg nach vorne. Die erste Gelegenheit bot sich den Bremern nach nur wenigen Sekunden - Almeida flog an einer Flanke von Özil knapp vorbei. Schalke zeigte sich in der 6. Minute zum ersten Mal: Farfan brachte das Leder aus spitzem Winkel per Kopf nicht mehr Richtung Tor. Die prickelnde Anfangsphase fand auf der anderen Seite ihre Fortsetzung. Neuer klärte mit einer Hand nur unzureichend, der am Strafraumrand lauernde Bargfrede setzt den Ball aber weit über das Tor (8.).

Mit zunehmender Spieldauer übernahmen die Gelsenkirchener die Intiative. Die beste Chance der ersten Hälfte gehörte folgerichtig den Hausherren: Rafinhas Flanke von rechts fand in Kuranyi ihren Abnehmer, sein Kopfballaufsetzer klatschte an die Latte! Wiese wäre geschlagen gewesen (22.).


In den restlichen Szenen der ersten Hälfte stand Referee Knut Kircher im Mittelpunkt. Pizarro startete in der 28. Minute Richtung Strafraum, wurde aber wegen Abseits zurückgepfiffen. Der Peruaner stand aber wohl auf gleicher Höhe. In der 42. Minute lag Kircher dann definitiv falsch. Der mit aufgerückte Höwedes versetzte Mertesacker und drang in den Strafraum ein. Der Bremer Abwehrchef hielt den Schalker an der Schulter fest - doch der fällige Elfmeterpfiff blieb aus. Als auch noch Kuranyi unmittelbar vor der Pause bei einem Steilpass nicht im Abseits stand, waren die Gemüter der Knappen-Fans endgültig erhitzt.

Zunächst wirkte Schalke von den Geschehnissen wenig geschockt, suchte weiter den Weg nach vorne. Aber nicht lange. Denn Werder hatte mit Mesut Özil einen hochmotivierten Akteur auf dem Platz. Beim ersten starken Solo des Ex-Schalkers verfehlte er noch knapp das Tor, Schmitz hatte nicht gut ausgesehen (54.). Der zweite Alleingang nur eine Minute später erbrachte das gewünschte Ergebnis. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß kam der Ball über Frings und Fritz zu Özil, der Schmitz und Bordon ganz alt aussehen ließ. Der Nationalspieler behielt allein vor Neuer die Nerven und markierte mit einem Flachschuss ins lange Eck das 1:0.

Magath reagierte sofort, brachte Edu und Gavranovic für Schmitz und Hao. Es half nichts. Schalke leistete sich in Person von Westermann den nächsten haarsträubenden Fehler. Nutznießer war auf der rechten Bremer Seite einmal mehr Özil, der in der Mitte den völlig freien Almeida sah. Der Portugiese schob allein vor Neuer nach dessen punktgenauem Querpass mühelos ein (64.).
Mesut Özil und Hugo Almeida
Machten von sich hören: Die Torschützen Mesut Özil und Hugo Almeida.
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Es war der Genickbruch für die Königsblauen. Werder stand in der Defensive kompakt und gefiel zudem durch gelegentliche Konter. Mehr als ein 16-Meter-Schuss von Raktitic (75.), der gut eineinhalb Meter am Tor vorbeiflog, sprang für lange Zeit nicht heraus. Den Knappen-Fans war's egal. Die Welle schwappte durchs Stadion - der Dank für eine starke Saison, die immerhin in der Champions League mündete. Hochzufrieden durften freilich auch die Bremer sein. Aufgrund der Ergebnisse in den anderen Stadien liegt die Schaaf-Elf nun mit zwei Punkten Vorsprung auf Rang drei.

Schalke reist am Samstag nach Mainz, für beide Teams geht es um nichts mehr. Bremen hat den HSV zur gleichen Stunde zu Gast und kann den Champions-League-Qualifikationsrang aus eigener Kraft verteidigen.

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Hannover - Gladbach 6 - 1


Kantersieg für 96 gegen desolate Borussia

Gegen eine desolate Borussia nutzte Hannover die Gelegenheit, um sich im Abstiegskampf vor dem letzten Spieltag eine deutlich verbesserte Ausgangsposition zu sichern. Schon im ersten Durchgang machten die 96er gegen die lustlosen Gladbacher durch Tore von Haggui, Pinto, Ya Konan und Hanke die Vorentscheidung perfekt. Hannover verbesserte sich durch den Sieg vor dem entscheidenden Duell in Bochum von Platz 17 auf den Nichtabstiegsplatz 15.
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Hannover-Gladbach, 96-Jubel
Nach dem Befreiungsschlag: Hanke (li.) und Schulz (re.) jubeln mit Haggui über dessen 1:0.
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Nach der 0:3-Pleite in Leverkusen änderte Mirko Slomka seine Startelf auf einer Position. Ya Konan war nach Muskelfaserriss einsatzbereit und spielte für Sofian Chahed.

Drei Wechsel in der Startformation der Borussia nach dem 1:1 gegen Bayern: Michael Frontzeck brachte nach Gelb-Sperre wieder Matmour für Herrmann. Zudem spielte im defensiven Mittelfeld Meeuwis für den angeschlagenen Marx. Zudem fehlte der Argentinier Bobadilla Gelb-gesperrt, für den Friend im Sturmzentrum begann.

Von der ersten Sekunde an kannte die Begegnung in Hannover nur eine Richtung - die auf das Gladbacher Tor. Schon in der 3. Minute hatte die Borussia Glück, dass Schiedsrichter Starke ein Handspiel von Brouwers, der so eine Flanke unterband, knapp außerhalb des Strafraums gesehen hatte. Dennoch gelang Ya Konan nach dem fälligen Freistoß per Kopf beinahe die Führung (4.). Kurz später verfehlte Balitsch das Borussia-Tor nur knapp (5.).

Spätestens nachdem Hanke aus kurzer Distanz am gut reagierenden Bailly gescheitert war, lag die Führung für die 96er gegen desolat agierende Gladbacher in der Luft (10.). Nach einer guten Viertelstunde war es dann soweit: Haggui verlängerte einen Freistoß aus dem linken Mittelfeld mustergültig ins rechte Toreck, unhaltbar für Bailly (16.). Nur wenig später erwischte Pinto den belgischen Keeper auf dem falschen Fuß. Der Schuss des 96-Mittelfeldmanns aus gut 28 Metern glitt Bailly unglücklich durch die Finger - 2:0.

Auch danach änderte sich nichts am Spielgeschehen. Die "Fohlenelf" bot nicht einmal Sommerfußball. Im Vorwärtsgang wurden der Ball meist schon auf der Höhe der Mittellinie verloren. Und in der Defensive griffen die Borussen die Niedersachsen erst spät, und dann zumeist nicht konsequent, an. So wie beim 3:0: Schulz konnte ungehindert von links nach innen flanken, Ya Konan ebenso unbedrängt am Fünfmeterraum einnicken (27.).

Damit aber noch längst nicht genug: Nachdem kurz zuvor erst Hanke (35.) und Ya Konan (38.) Direktabnahmen nach Freistößen neben das Tor setzten, geland dem ehemaligen Nationalspieler dann doch noch sein erster Saisontreffer. Gegen die wehrlose Gladbacher Defensive konnte Bailly Abschlüsse von Ya Konan zwar zweimal entschärfen, war aber gegen den Nachschuss Hankes machtlos (39.). Danach ging es mit der auch in dieser Höhe verdienten Führung in die Pause.


Nach dem Seitenwechsel nutzte Mirko Slomka die Möglichkeit durch den klaren Spielstand und schonte Ya Konan, der nach Muskelfaserriss erst frisch genesen war, und brachte Sofian Chahed. Der Deutsch-Tunesier führte sich prompt sehr gut ein. Eine mustergültige Kombination über die rechte Seite vollendete Sofian Chahed gekonnt (53.).

Danach plätscherte sich die Partie ereignisarm dahin. Vom VfL kam weiterhin nichts Produktives. Auch Hannover nahm sich nun mehr und mehr zurück. Aus heiterem Himmel sorgte dann der eingewechselte Herrmann, der von einer unglücklichen "Weiterleitung" von Eggimann profitierte, mit seinem ersten Bundesligatreffer für Ergebniskosmetik (69.).

Fünf Minuten später stellte dann aber Bruggink aus halbrechter Position im Strafraum den alten Abstand wieder her. Der Niederländer überwand Bailly mit leichter Unterstützung des rechten Innenpfostens (74.). In der Schlussphase verhinderte der belgische Schlussmann der Frontzeck-Elf dann noch das mögliche 7:1 bei einem Schuss von Sofian Chahed vom Strafraumrand (82.). So blieb es bis zum Schlusspfiff beim Fünf-Tore-Vorsprung.

Am Samstag reist Hannover zum Abstiegsendspiel nach Bochum. Falls Nürnberg nicht gleichzeitig gegen Köln gewinnt, würde den 96ern gegen den VfL dann bereits ein Remis zum Klassenerhalt genügen. Mönchengladbach hat Leverkusen zu Gast.

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Hamburg - Nürnberg 4 - 0


Pitroipa leitet das Debakel für Nürnberg ein

Der Hamburger SV hat auf das Aus in der Europa League mit einem verdienten Erfolg gegen den 1. FC Nürnberg in der Liga reagiert und die Lage der Franken im Abstiegskampf dramatisch verschärft. Während der HSV vor allem in Hälfte eins spielfreudig agierte, zeigte sich der Club im ersten Durchgang in der Abwehr desolat und insgesamt im Sturm ohne Ideen und Durchschlagskraft. Der HSV spekuliert noch auf Rang sechs, Nürnberg ist auf den Relegationsplatz abgerutscht.
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HSV-Torjäger Mladen Petric
Die Club-Akteure hadern, HSV-Torjäger Mladen Petric dagegen feiert das Ende seiner Torflaute.
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Hamburgs Interimscoach Ricardo Moniz änderte seine Mannschaft nach dem bitteren Aus im Europa-League-Halbfinale mit dem 1:2 in Fulham auf zwei Positionen: Trochowski sollte für den verletzten Tesche (Oberschenkelprobleme) im Mittelfeld Akzente setzen, Berg stürmte für van Nistelrooy.

Nürnbergs Trainer Dieter Hecking stellte sein Team im Vergleich zum 2:3 gegen Dortmund ebenfalls zweimal um: Kapitän Wolf (Daumenoperation) kehrte in die Innenverteidigung zurück, Maroh musste weichen. Eigler spielte für HSV-Leihgabe Tavares im Mittelfeld.


Der Hamburger SV startete engagiert in die Partie und erarbeitete sich gleich zu Beginn zwei Eckstöße, die allerdings nichts einbrachten. Nürnberg agierte verhalten, von der angekündigten Aggressivität war nicht viel zu spüren. Ganz im Gegenteil dazu der vermeintlich angezählte HSV. Der zeigte Spielfreude und schlug gegen die bieder verteidigenden Franken früh zu.

Über Jarolim und Trochowski erreichte der Ball Pitroipa, bei dessen Schuss aus halbrechter Strafraumposition Torwart Schäfer keine gute Figur abgab - 1:0 (10.)! Wer dachte, dass der 1. FCN nach dem Rückstand aufwachen würde, sah sich getäuscht. Vielmehr präsentierte sich Nürnberg in der Abwehr weiter schläfrig und ermöglichte den Hanseaten den zweiten Treffer. Pinola verschätzte sich bei einem weiten Pass, Demel war auf und davon. Den Rückpass versenkte Petric im linken Tordreieck (19.).

Aber es kam noch schlimmer für den Club! Der HSV hatte den Schock aus der Partie in Fulham dank der zaghaft agierenden Nürnberger längst überwunden, ließ den Ball wie im Training laufen und legte nach. Wieder war es Petric, der nach einer butterweichen Flanke von Trochowski den Ball in die Maschen wuchtete und seine Liga-Torflaute mit dem Doppelschlag ad acta legte.

Nürnberg wehrte sich nicht, Nürnberg schaute zu und Nürnberg war in der Offensive nicht vorhanden. Keiner wollte Verantwortung übernehmen, die Abstiegsangst schien den Club zu lähmen. Trainer Dieter Hecking reagierte und brachte HSV-Leihgabe Tavares für Gündogan (36.), installierte damit einen zweiten Sechser neben Ottl vor der Abwehr. So konnte sich der FCN etwas stabilisieren, Impulse nach vorne fehlten jedoch weiter.

Die Hecking-Elf kam aggressiver aus der Kabine und war zunächst bemüht, etwas Linie ins Spiel zu bringen. Hinten standen die Franken nun sicherer, nach vorne fehlten nach wie vor zündende Ideen. Und das gegen einen HSV, der nur noch das Nötigste tat und nicht mehr mit der letzten Entschlossenheit zu Werke ging.

Der Club konnte nicht, der HSV wollte nicht mehr. So plätscherte das Spiel ohne große Höhepunkte vor sich hin. Risse sollte das Spiel der Gäste nach einer guten Stunde beleben, viel besser wurde es nicht. Der HSV wirkte zwar müde, aber auch gefährlicher. So war es nicht verwunderlich, dass die Heimelf erhöhen konnte. Nach einer Aogo-Flanke patzte Pinola, van Nistelrooy stand richtig und bedankte sich aus der Drehung mit dem 4:0 (73.).

Beide Teams hatten in der Folge noch Möglichkeiten, am Ende blieb es aber beim hochverdienten Erfolg des HSV gegen über weite Strecke uninspirierte Nürnberger.

Hamburg spielt am letzten Spieltag in Bremen, Nürnberg ist Gastgeber für den 1. FC Köln.

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...   Erstellt am 01.05.2010 - 17:42Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Dortmund - Wolfsburg 1 - 1


Stiepermanns Premientreffer ist zu wenig für den BVB

Der Traum von der Champions League ist für Borussia Dortmund geplatzt. Gegen den VfL Wolfsburg verpasste es der BVB vor der Pause, eine seiner zahlreichen Chancen zu nutzen. Am Ende musste die Borussia noch froh sein, dass der VfL nach Dzekos Tor seine Konterchancen nicht nutzte. So sprang für die Klopp-Elf am Ende immerhin noch ein (allerdings wertloser) Punkt raus.
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Marcel Schmelzer (Borussia Dortmund) gegen Edin Dzeko (VfL Wolfsburg)
Nie ganz auszuschalten: Edin Dzeko (r. gegen Schmelzer) traf in Dortmund zum 1:0.
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Nach dem 3:2 in Nürnberg musste BVB-Coach Jürgen Klopp eine Änderung vornehmen. Für den an der Hüfte verletzten Bender begann Hajnal. Gästetrainer Lorenz-Günther Köstner konnte wieder auf den beim 0:1 in Freiburg schmerzlich vermissten Misimovic zurückgreifen, auch Santana und Hasebe standen neu im Team. Dafür fehlten der nach der zehnten Gelben Karte gesperrte Kapitän Josué und der angeschlagene Riether. Dejagah musste auf der Bank Platz nehmen.

Der BVB versuchte von Beginn an, das Heft in die Hand zu nehmen und ging wesentlich entschlossener zu Werke als die Wolfsburger, die sich zunächst weit zurückfallen ließen und nur selten den Weg nach vorne suchten. Hajnal gab ein erstes Achtungszeichen ab, als er Benaglio im Anschluss an eine Ecke aus 22 Metern prüfte (8.). Als der Anfangsschwung der Dortmunder langsam versiegte, wurden die Gäste etwas mutiger. Für die gefährlichste Situation sorgte nach knapp einer halben Stunde ein Verteidiger: Nach Zusammenspiel mit Grafite und Gentner tauchte Barzagli frei vor Weidenfeller auf, zielte von der Strafraumgrenze aber zu hoch. Auf der anderen Seite hatte Madlung fünf Minuten vorher einen Kopfball von Barrios gerade noch zur Ecke gelenkt.

Nach 34 Minuten schenkte Schiedsrichter Dr. Felix Brych den Dortmundern die große Chance zur Führung: Verfolgt von Pekarik drang Großkreutz in den Strafraum ein, schlug beim Flankenversuch jedoch ein Luftloch und fiel hin. Brych wollte ein Foul gesehen haben und zeigte zum Entsetzen der Wolfsburger auf den Elfmeterpunkt. Sahin trat an, scheiterte jedoch an Benaglio, der ins rechte Eck abtauchte und parierte.

Der verschossene Elfmeter weckte die Borussia wieder auf, bis zur Pause ergaben sich für den BVB Chancen im Minutentakt: Valdez köpfte nach Flanke von Owomoyela knapp vorbei (38.), Barrios schoss aus spitzem Winkel nur Zentimeter daneben (40.), nach feiner Einzelaktion von Hajnal klärte Barzagli auf der Torlinie (41.) und schließlich scheiterte Valdez noch einmal an Benaglio, nachdem Großkreutz nicht an den Ball gekommen war (44.).

Nach dem Wechsel hatten sich die Wolfsburger wieder gefangen, igelten sich jedoch weiterhin am eigenen Sechzehner ein. Dortmund hatte deutlich mehr Ballbesitz, blieb in seinen Offensivbemühungen aber viel zu einfallslos. Die Riesenchance zur Führung bot sich plötzlich den "Wölfen": Doch erst spitzelte Subotic dem einschussbereiten Grafite den Ball noch vom Fuß, dann parierte Weidenfeller den zweiten Versuch des Brasilianers in Klassemanier (57.). Wenig später brachte der BVB-Torhüter sein Team aber in die Bredouille, als er aus seinem Tor eilte, von Grafite umkurvt wurde und Glück hatte, dass der Torschützenkönig der vergangenen Saison aus spitzem Winkel links vorbeischoss (64.).

Die Borussia hatte das Spiel aus der Hand gegeben - und geriet wenig später fast folgerichtig in Rückstand. Der eingewechselte Hasebe flankte von rechts in die Mitte, wo Subotic nicht klären konnte und Dzeko den Ball mit der Hacke im Tor unterbrachte (69.). Der 21. Saisontreffer des Bosniers, der im Rennen um die kicker-Torjägerkanone damit wieder gleichauf mit Leverkusens Stefan Kießling liegt.

Klopp brachte drei frische Kräfte, doch außer einer vergebenen Hajnal-Chance sprang für die Dortmunder zunächst nichts raus. In der Defensive des sorglos nach vorne stürmenden BVB taten sich nun riesige Lücken auf - dem VfL boten sich zahlreiche Konterchancen, die die Wolfsburger jedoch allesamt ungenutzt ließen. Das sollte sich rächen: Valdez setzte sich im Strafraum durch und legte zurück zum eingewechselten Stiepermann, der mit links sein erstes Bundesligator erzielte (81.). Sekunden später glänzte der 19-Jährige als Vorbereiter: Barrios scheiterte jedoch aus kurzer Distanz an Benaglio.

Auch an der letzten gefährlichen Szene der Dortmunder in der Nachspielzeit war der Youngster beteiligt: Nach seiner Vorarbeit war Valdez' Schuss jedoch zu unplatziert. Auf der anderen Seite bot sich Dzeko noch die Riesenchance, doch der Bosnier scheiterte völlig freistehend am überragenden Weidenfeller. Für Dortmund ist der Traum von der Champions League damit geplatzt, am letzten Spieltag geht's zum bereits geretteten SC Freiburg. Wolfsburg beschließt die Saison gegen Frankfurt - allerdings ohne Grafite, der nach der fünften Gelben Karte gesperrt zuschauen muss.

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...   Erstellt am 01.05.2010 - 17:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Frankfurt - Hoffenheim 1 - 2


Tagoe ist der Held des Tages

Nachdem die Hausherren in der ersten Hälfte mehr vom Spiel hatten und gegen schläfrig wirkende Gäste aus Hoffenheim in Führung gehen konnten entwickelte sich der zweite Durchgang konträr. Die Rangnick-Elf machte gegen müde wirkende Frankfurter das Spiel und erarbeitete sich Chancen. Ralf Rangnick gelang zudem der entscheidende Wechsel, als er für die Schlussphase den zweifachen Torschützen Tagoe brachte.
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Richtige Einwechslungen freuen auch den Trainer: Rangnick herzt Tagoe.
Richtige Einwechslungen freuen auch den Trainer: Rangnick herzt Tagoe.
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Frankfurts Trainer Michael Skibbe nahm nach dem 3:3 in Mainz zwei Änderungen in seiner Startformation vor: Im Tor bekam Fährmann eine Bewährungschance für Stammkeeper Nikolov und in der Defensive ersetzte Chris Russ. Auf Hoffenheimer Seite vertraute Coach Ralf Rangnick nach dem 5:1 über den HSV der identischen Startelf.

Beide Teams begannen mit verhaltenem Tempo und es entwickelte sich eine lange Phase des Abtastens nach dem Anpfiff.


Erst in der 17. Minute gelang den Gästen der erste sehenswerte Angriff als sich Salihovic auf der rechten Seite durchsetzen konnte und in die Mitte flankte. Dort kam Ibisevic zum Kopfball, beförderte das Sportgerät aber knapp am Frankfurter Tor vorbei.

Die Skibbe-Elf wurde davon geweckt und startete ihrerseits erste Angriffe. Dies wurde schnell belohnt. In der 20. Minute legte Altintop weit vor dem Tor für Schwegler auf. Der umkurvte noch einen Verteidiger und versenkte mit einem flatternden Weitschuss aus 25 Metern den Ball im Netz von Haas zum Führungstreffer.

Danach intensivierten die Rangnick-Schützlinge ihre Offensiv-Bemühungen, hatten in der 28. Minute jedoch Pech, als Luiz Gustavo eine Flanke von Obasi unbedrängt am Frankfurter Tor vorbeischob.

Unverständlicherweise wurde das Spiel in der Folgezeit härter. Zunächst holte Schwegler Luiz Gustavo von den Beinen und war danach auch gegen Salihovic und erneut Luiz Gustavo nicht zimperlich. Glück für den Schweizer, dass Schiedsrichter Aytekin es bei einer Gelben Karte beließ.

Auf der anderen Seite langten aber auch die Hoffenheimer zu, die sich vor allem auf Altintop eingeschossen hatten. Der Frankfurter Stürmer musste mehrmals nach Fouls behandelt werden.

Die vielen, durch Fouls bedingten, Unterbrechungen taten dem Spiel nicht gut, so dass Torchancen Mangelware blieben. Erst kurz vor der Pause hielten die Zuschauer in der Commerzbank-Arena noch einmal den Atem an. Korkmaz versuchte vom linken Strafraumeck Haas zu überraschen, scheiterte aber am Hoffenheimer Keeper.

Unmittelbar nach der Pause brachte Michael Skibbe Teber für den Rot-gefährdeten Schwegler. Am Spiel der Eintracht änderte sich nicht viel. Aus einer sicheren Defensive wagten sich die Hausherren gemächlich nach vorne, konnten aber keine große Gefahr verbreiten.

Anders die Gäste, die jetzt besser im Spiel waren, ohne jedoch zu überzeugen. Immer wieder trieb Salihovic die Angriffe nach vorne, doch vor dem Tor scheiterte Obasi ein ums andere Mal an Frankfurts Torwart Fährmann.

Ralf Rangnick wollte sich mit dem Rückstand nicht abfinden und brachte für die Schlussphase mit Tagoe und Maicosuel für Weis und Obasi (77.) neue Offensiv-Kräfte. Diese Massnahme sollte sich schnell auszahlen. Nachdem Altintop für die Eintracht in aussichtsreicher Position an Haas gescheitert war, schlossen die beiden Eingewechselten den Konter zum Ausgleich ab (80.).

Die Eintracht antwortete mit verhaltenen Angriffen, hatte aber durch Meier sogar noch eine gute Chance für einen Treffer. Der Frankfurter Stürmer beförderte den Ball aus zwölf Metern aber weit über das Tor von Haas.

In der Schlussphase wurden die Frankfurter für ihre verhaltene Offensive von den Hoffenheimern noch gänzlich bestraft. Chris unterschätzte einen harmlosen Abschlag von Torwart Haas, so dass Tagoe mit dem Ball durchstarten konnte und Fährmann keine Chance ließ. Dieser Treffer in der 88. Minute entschied die Partie endgültig.

Am Samstag spielt Frankfurt beim VfL Wolfsburg und Hoffenheim bestreitet das letzte Heimspiel der Saison gegen Stuttgart.

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