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...   Erstellt am 20.04.2012 - 22:31Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Mainz - Wolfsburg 0 - 0


Nullnummer in Mainz - VfL verliert Europa aus den Augen

Der FSV Mainz hat mit einem 0:0-Heimremis gegen den VfL Wolfsburg den Ligaerhalt endgültig perfekt gemacht. Die Tuchel-Elf hatte über die 90 Minuten die besseren Möglichkeiten, agierten aber vor des Gegners Tor weitgehend harmlos. Wolfsburgs Europa-League-Ambitionen erlitten einen herben Dämpfer, die Niedersachsen besaßen zwar auch Chancen, das Spiel zu ihren Gunsten zu entscheiden, haderten aber mit dem gleichen Manko wie der Gastgeber.


Gleich vier Wechsel hatte FSV-Trainer Thomas Tuchel im Vergleich zum 0:0 bei Bayern München in Planung. Baumgartlinger, Caligiuri, Nico und Heinz Müller rutschten aus der ersten Elf, wurden durch Wetklo, Choupo-Moting, Zidan und Polanski ersetzt.

VfL-Coach Felix Magath musste nach dem 1:2 gegen Augsburg gezwungenermaßen eine Änderung vornehmen. Helmes verletzte sich im Abschlusstraining an den Bauchmuskeln, Dejagah kam ins Team.

xMainz übernahm vom Fleck weg die Initiative, spielte druckvoll und meist direkt auf das Tor der Wolfsburger zu. Prompt hatte Zidan eine erste Torgelegenheit: Der Ägypter nahm den Ball kurz an und schoss dann sofort auf das rechte Eck, konnte Gäste-Keeper Benaglio so aber nicht düpieren (5.). Ein Schussversuch des aufgerückten Pospech konnte gerade noch rechtzeitig zur Ecke abgefälscht werden (12.).


Der VfL kam mühevoll in die Partie, benötigte eine längere Anlaufzeit und sorgte zunächst mit weiten Bällen auf den vorne lauernden Mandzukic für erste Aufreger auf der anderen Spielfeldhälfte. Der Torjäger kam nach einer von Dejagah in die Schnittstelle der Abwehr geschlagenen Flanke frei zum Kopfball, auch hier stand der Torwart dem Torerfolg im Weg: Wetklo wehrte ab (13.). Doch Wolfsburgs Taktik trug nun reifere Früchte. Mandzukic (15.), Dejagah (19.) und vor allem Rodriguez mit einem wuchtigen Schuss aus der Distanz (24.) tauchten nun bedrohlich vor dem Mainzer Tor auf. Erfolgreich war keiner der Versuche.

Mit zunehmender Spieldauer häuften sich kleinere Fouls und das Geschehen verlagerte sich immer mehr von den Toren weg ins Mittelfeld. Nur noch wenige Akzente mischten sich bis zum Pausenpfiff in das eifrig geführte, aber selten schön anzusehende Geplänkel. So als Ivanschitz Benaglio prüfte (33.), Dejagah aus guter Position verzog (39.) und schließlich Zidan aus kurzer Distanz rechts vorbeischob (45.). Es ging torlos in die Spielunterbrechung zur Halbzeit.

Der zweite Durchgang begann verheißungsvoll. Vor allem Mainz hatte sich schienbar viel vorgenommen, kam durch Szalai zu einer Großchance, die Benaglio mit einer klasse Parade zunichtemachte (47.), der eingewechselte Allagui schoss aus spitzem Winkel rechts vorbei (48.). Dann aber war das Gäste-Tor wieder scheinbar wie vernagelt. Ballbesitz, Lauffreude und kluges Positionsspiel brachten keinen Ertrag. Erst als Madlung einen Freistoß-Hammer in Richtung Wetklo abfeuerte, wurde es wieder lebhafter (64.). Wolfsburg spielte wieder mit.


Es war für lange Zeit die einzig nennenswerte Szene in einer Partie, die nun deutlich an Niveau verlor. Stockfehler, Fehlpässe und allerlei weitere Ungenauigkeiten bereiteten den Zuschauern wahrlich kein Vergnügen. Spannung auf den Rängen kam erst wieder auf, als Mainz es verstand, das Spiel einmal schnell zu machen. Das war vor Zidans Flachschuss der Fall (75.), dann auch bei Allaguis Kopfball (78.).

Die Schlussphase geriet nicht wirklich spannend. Wolfsburg hatte noch zwei Möglichkeiten von Mandzukic zu bieten (87., 89.), Mainz forderte bei einem Fall von Caligiuri im Strafraum der Gäste erfolglos einen Strafstoß (88.). Es blieb letztlich bei der Punkteteilung.

Der vorletzte Spieltag findet gewohnt komplett am samstag um 15:30 statt. Mainz spielt dann auswärts beim HSV. Wolfsburg empfängt Werder Bremen.

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...   Erstellt am 21.04.2012 - 17:52Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Bremen - Bayern 1 - 2


Ribery wendet das Blatt endgültig

Mit einer B-Elf tat sich der FC Bayern München beim kriselnden und stark ersatzgeschwächten SV Werder Bremen schwer und befand sich lange Zeit auf der Verliererstraße. Erst als beim Rekordmeister einige arrivierte Stars eingewechselt wurden, wendeten die Münchner doch noch das Blatt, nahmen am Ende immerhin die drei Punkte mit in den Süden und sind von Platz zwei in der Tabelle nicht mehr zu verdrängen. Werder blieb nach dem 1:2 zum siebten Mal nacheinander sieglos und muss jetzt mehr denn je um die Europa League bangen.

Bremens Coach Thomas Schaaf plagten nach dem 1:4 in Stuttgart große Personalsorgen. Neben den Langzeitverletzten Ekici und Bargfrede fehlten Marin (Oberschenkelprobleme), Ignjovski (Sprunggelenkprobleme) sowie die Gelb-gesperrten Sokratis und Fritz. Vier Änderungen im Vergleich zum Spiel gegen die Schwaben: Trinks, Hunt, Trybull und Startelfdebütant Aleksandar Stevanovic kamen für Sokratis, Ignjovski, Marin und Fritz.

Münchens Trainer Jupp Heynckes indes schonte zahlreiche Stammkräfte vor dem so wichtigen Halbfinal-Rückspiel in der Champions League bei Real Madrid und brachte mit Rafinha, Tymoshchuk, Contento, Pranjic, Usami, Müller, Olic und Petersen gleich acht Neue - nur Neuer, Schweinsteiger und Luiz Gustavo waren auch schon beim 2:1-Hinspielsieg gegen Real Madrid in der Startelf.

Personell hatten beide Mannschaften zuvor so noch nie so zusammengespielt, das machte sich dann auch früh durch zahlreiche Missverständnisse und einige Fehlpässe bemerkbar. Die Münchner verfügten jedoch über die größere individuelle Klasse und kamen folglich rasch zu Feldvorteilen und in der zweiten Minute zur ersten dicken Torchance: Über Müller und Usami landete die Kugel in der Mitte bei Petersen, der jedoch aus elf Metern unbedrängt über den Ball schlug. Affolter und Schmitz konnten daraufhin gemeinsam klären.

Ansonsten passierte aber kaum etwas im ausverkauften Weserstadion. Den Zuschauern wurde fußballerische Magerkost geboten, vor allem Werder zeigte viel zu wenig. Wenn etwas ging, dann zeichneten sich die Bayern dafür verantwortlich. So auch in der 19. Minute, als Petersen nach Contento-Flanke per Kopf am stark reagierenden Wiese scheiterte. Kurz darauf folgte die erste gute Gelegenheit für die Hanseaten: Stevanovic flankte präzise in den Fünfer zu Rosenberg, der jedoch aus kurzer Distanz vergab (23.).

Mit zunehmender Spieldauer ließ der FCB die Zügel immer weiter schleifen, Bremen leistete sich allerdings weiterhin eine immens hohe Zahl an Fehlpässen. Folglich blieb es ein wenig ansehnliches Duell, das bis zur Halbzeit kaum noch weitere Höhepunkte zu bieten hatte. Die einzige Ausnahme gab es nach 44 Minuten, als Petersen aus zwölf Metern Pech hatte und den Ball nur ans Gebälk knallte.


Torlos ging es also in den zweiten Durchgang, in dem die Begegnung endlich Fahrt aufnahm. Zuerst verzog Olic nur knapp (49.), auf der Gegenseite zwang Pizarro Neuer per Kopf zu einer Glanztat (50.). Bei der anschließenden Ecke bewies Naldo den richtigen Riecher und brachte Werder mit einem trockenen Schuss aus kurzer Distanz in Führung (51.). Der Treffer tat dem Spiel sichtlich gut, denn die Bayern waren nun an der Ehre gepackt. Der FCB legte den Schalter wieder um und drängte fortan auf den Ausgleich - Torchancen gab es nun vermehrt zu sehen (54., Junuzovic; 55., Petersen).

Heynckes wollte sich mit der drohenden Niederlage nicht abfinden und brachte mit Ribery, Kroos und etwas später Gomez gleich drei Stammspieler. Und der FCB wollte es noch einmal wissen - Gomez (70.) köpfte drüber, Usami konnte Wiese nicht wirklich fordern (73.). Kurz darauf hätte Rosenberg alles klar machen können, der Schwede zögerte bei einem Konter aber viel zu lange und vergab daher leichtfertig (74.). Die Strafe folgte auf den Fuß: Ribery entwischte auf der linken Seite und flankte flach nach innen. Naldo wollte klären, beförderte den Ball aber zu seinem Pech ins eigene Netz (75.).

Für Werder wurde es jetzt ernst, denn die Hanseaten schienen beeindruckt. Der FCB wollte nun mehr und drängte auf den Sieg - Ribery (79.), Müller (80.) und Kroos (89.) hatten noch kein Abschlussglück. In der Schlussminute schlug dann Ribery doch noch zu: Der Franzose narrte den jungen Stevanovic im Bremer Strafraum und zimmerte das Leder anschließen trocken ins lange Eck zum 2:1-Siegtreffer.

Für die Bayern geht es am Mittwoch in der Champions League im Halbfinal-Rückspiel bei Real Madrid um den Einzug ins Endspiel der Königklasse. In der Bundesliga geht es am kommenden Samstag mit dem vorletzten Spieltag weiter: Bremen gastiert in Wolfsburg, die Münchner haben den VfB Stuttgart zum Süd-Schlager zu Gast.

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...   Erstellt am 21.04.2012 - 17:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Köln - Stuttgart 1 - 1


Cacau verhindert Kölner Befreiungsschlag

Zum 15. Mal in Folge konnte in einer Partie zwischen Köln und Stuttgart das Heimteam nicht gewinnen. Der FC zeigte eine leidenschaftliche Vorstellung und ging zu Beginn der zweiten Hälfte nicht unverdient in Führung. Aber der VfB kämpfte sich zurück. "Joker" Cacau rettete den Schwaben, die zum zehnten Mal in Folge ungeschlagen blieben, letztlich einen Zähler.


Frank Schaefer veränderte auf Seiten des 1. FC Köln seine Startelf 0:3 in Mönchengladbach auf zwei Positionen. In der Innenverteidigung kam McKenna an Stelle von Sereno (Infekt) zum Einsatz. In der Offensive spielte zudem Jajalo statt Novakovic (muskuläre Probleme), der auf der Bank Platz nahm.

Bruno Labbadia sah beim VfB Stuttgart nach dem 4:1 gegen Bremen dagegen keinerlei Veranlassung für Wechsel in seiner Startformation.

Beide Teams zeigten sich von Beginn an sehr präsent in den Zweikämpfen. Der VfB zeigte zunächst die bessere Spielanlage. Ibisevic scheiterte aus der Drehung mit der ersten kleineren Gelegenheit nach einem Eckball an Rensing (7.). Auf der Gegenseite eröffnete ein von Ulreich unterlaufener Podolski-Eckstoß am zweiten Pfosten die Chance für Riether, der jedoch im Luftduell mit Molinaro den kürzeren zog (11.).


Nach und nach kam der FC besser ins Spiel. Während die Stuttgarter Angriffe immer früher in der Abwehr der Rheinländer hängenblieben, wurden die Kölner mit zunehmender Spieldauer selbstbewusster. Ein wuchtiger Podolski-Freistoß aus etwa 26 Metern wurde von der Mauer aber noch zum Eckball abgefälscht (25.). Wenig später kam der Nationalspieler nach Flanke von Riether frei in zentraler Position im Sechzehner zum Kopfball, bekam jedoch nicht genug Druck hinter die Kugel, so dass Ulreich mühelos halten konnte (28.).

Auch die Schlussphase der ersten Hälfte gehörte der "Geißbock-Elf". Offenbar beflügelt durch die über die Anzeigetafel vermeldete Führung des FCK beim direkten Kölner Abstiegskonkurrenten Berlin, spielte der FC nun immer frecher nach vorne. Lanig verfehlte das Tor aus etwa 19 Metern nur knapp (32.), kurz vor der Pause zielte Podolski nach schlimmen Schnitzer von Sakai im eigenen Strafraum rechts am Tor vorbei (45.+1).


Früh im zweiten Durchgang ging der FC in Führung: Podolski kam links im Strafraum nach Doppelpass mit Jajalo an den Ball, zog an zwei Gegenspielern vorbei und passte den Ball dann nach rechts in den Fünfmeterraum. Dort stand Peszko vollkommen frei und vollendete aus spitzem Winkel ins leere Tor (50.). Danach versuchten die Schwaben, das Spielgesehen an sich zu reißen. Doch die Kölner versuchten ihrerseits, die sich so bietenden Räume zu nutzen, so dass ein munteres Spiel mit einigem Tempo entstand.

Der eingewechselte Cacau scheiterte in der 60. Minute frei vor Rensing am rechtzeitig aus dem Tor geeilten FC-Keeper. Auf der Gegenseite scheiterten Podolski und Brecko mit Distanzschüssen (64., 66.). Die Schlussphase gestaltete sich dramatisch: Nach schöner Ablage in den Lauf von Cacau spitzelte der Deutsch-Brasilianer den Ball an den rechten Innenpfosten. Zunächst sah es so aus, als würde die Kugel von dort wieder ins Spiel zurückprallen, doch der Drall beförderte das Leder erst an den linken Innenpfosten und von dort über die Torlinie (71.).

Fast im direkten Gegenzug beförderte Clemens den Ball für die Kölner aus spitzem Winkel von links im Strafraum ans Außennetz (73.). Danach suchten beide Mannschaften die Entscheidung, die Stuttgarter hatten dabei die besseren Chancen. In allerletzter Sekunde verhinderte Rensing in der 84. Minute nach einem listigen Schuss von Cacau von der linken Seite mit der Hand auf der Torlinie das 2:1 für Stuttgart. Ibisevic verzog einen Freistoß aus halblinker Position knapp (88.).

Köln spielt am vorletzten Spieltag, an dem alle Partien zeitgleich am Samstag um 15.30 Uhr stattfinden, in Freiburg. Stuttgart gastiert bei Bayern München.

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...   Erstellt am 21.04.2012 - 17:55Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hertha - Lautern 1 - 2


Erster Sieg für Lautern seit Oktober

Mit einer desolaten Leistung in den ersten 45 Minuten brachte sich Hertha BSC in ernste Schwierigkeiten. Das als Enspiel gegen den Abstieg titulierte Treffen mit dem 1. FC Kaiserslautern entwickelte sich zum Debakel für übernervöse und uninspirierte Berliner. Die Pfälzer holen sich damit den ersten Sieg seit dem zehnten Spieltag und beenden eine der längsten Negativ-Serien der Bundesliga. Trotzdem sind die Balakov-Schützlinge damit endgültig abgestiegen.


Hertha-Coach Otto Rehhagel veränderte seine Startelf gegenüber dem 3:3 in Leverkusen auf drei Positionen: Den Rot-gesperrten Kobiashvili vertrat Nachwuchstalent Hollans auf der linken Abwehrseite. Dazu verdrängten Torun und Lasogga nach ihren Toren am vergangenen Spieltag Ben-Hatira und Perdedaj auf die Bank. Krassimir Balakov auf Seiten des 1. FC Kaiserslautern hatte nach dem 0:2 gegen Nürnberg den zuletzt Gelb-gesperrten Dick wieder in der Anfangself. Dazu begannen mit Rodnei, Borysiuk und Wooten weitere drei neue Gesichter. Yahia, Derstroff, Sukuta-Pasu und der Gelb-gesperrte Tiffert mussten raus.


Die Hertha begann zwar engagiert und wollte nach vorne spielen, doch eine gut organisierte Lauterer Defensive zog den Berlinern schnell den Zahn. Die Zuspiele im Spielaufbau waren bei den Gastgebern zu ungenau, so dass die Balakov-Elf wenig Mühe hatte die Offensive unter Kontrolle zu halten. Im Gegenteil: Der 1. FCK startete gefährliche Konter und deckte schnell Stellungsprobleme in der neu organisierten Berliner Abwehr auf. De Wit mit einem 20-Meter-Schuss (6.) und Rodnei mit einem Kopfball nach Bugera-Freistoß (8.) hatten jedoch keinen Erfolg.

Erst als Niemeyer in der 15. Minute eine Rukavytsya-Ecke in die Arme von Sippel geköpft hatte kam die Hertha besser ins Spiel. Die ballführenden Spieler der Gäste wurden früher angegriffen und das Tempo bei eigenem Ballbesitz deutlich erhöht. Sofort begann die Abwehr der Lauterer zu wackeln, doch große Möglichkeiten wollten sich für die Berliner trotzdem nicht einstellen. Immer wieder brachten die Gäste im letzten Moment ein Bein dazwischen.

Während mit Fortdauer der ersten Hälfte die Angriffsversuche der Berliner immer hektischer und damit ungefährlicher wurden schlugen die Gäste auf der Gegenseite zu. Herthas Abwehr leistete sich einen kollektiven Patzer und stand viel zu weit von den Gegenspielern weg. Dies nutzten Wooten, Sahan und Kirch. Über kurze Distanz schoben sie sich den Ball im Strafraum zu. Schließlich schaffte es Kirch, sich um seinen Gegenspieler herum zu winden und aus acht Metern unhaltbar zur Führung zu vollenden (27.).

Der Gegentrffer hinterließ bei den Hausherren deutlich Wirkung. Das, ohnehin angekratzte, Selbstvertrauen der Berliner war weg. Nach vorne ging gar nichts mehr und in der Abwehr leisteten sich die Rehhagel-Schützlinge zu viele Fehler. Ein Umstand, den selbst die bisher erfolgloseste Offensive der Saison auszunutzen verstand.

Immer wieder brachten die Gäste die Hertha-Abwehr in Verlegenheit und in der 37. Minute wurden die Versuche der Balakov-Elf erneut von Erfolg gekrönt. Ramos verlor den Ball im Mittelfeld. De Wit leitete mit einem Steilpass auf Fortounis sofort den Konter ein. Am Strafraum angekommen legte der Grieche den Ball quer auf Wooten, der freistehend und unbedrängt zum 0:2 einschoss.

Gegen eine, völlig in Auflösung befindliche Hertha, hatten die Gäste in den letzten Minuten der ersten Hälfte noch gute Chancen zu erhöhen, Fortounis (44.), Sahan (45.) und Wooten (45.+1.) machten es aber gnädig für die Hausherren und vergaben.

Mit Wiederbeginn stellte Otto Rehhagel sein Spielsystem um und brachte Ebert und Perdedaj für Torun und Ramos. Auch die Halbzeitansprache des Trainers schien gefruchtet zu haben. Mit viel Elan begann die Hertha den zweiten Durchgang. Bereits nach 55 Sekunden muste Kirch im letzten Moment eingreifen um einen Versuch von Ebert zu entschärfen (46.).

In der Abwehr blieben die Berliner aber weiterhin anfällig. In der 53. Minute hatte Sahan viel Platz vor dem Berliner Strafraum und zog ab. Kraft konnte den Flachschuss nicht festhalten und Wooten war gedankenschneller als alle Berliner Verteidiger. Nur mit letztem Einsatz konnte der Torsteher gegen Wooten das dritte Gegentor verhindern.

Eine Standardsituation brachte die Hertha doch noch ins Spiel zurück. Niemeyer kam nach einer Ecke von Ebert frei zum Kopfball und ließ Sippel im Lauterer Tor keine Chance (60.).

Mit dem Mute der Verzweiflung und Ronny für Rukavytsya stürzten sich die Berliner in die letzte halbe Stunde des Spiels und versuchten die Partie noch einmal zu drehen. Allerdings taten sich die Hausherren schwer, die gut organisierte Lauterer Defensive aus den Angeln zu heben. Mehr als Distanzschüsse von Holland (64.) und Ronny (75.) waren nicht zu verzeichnen.

Auf der Gegenseite bot sich den Pfälzern bei einem Konter durch Sahan, die Riesenmöglichkeit zur Vorentscheidung. Bastians und Perdedaj liessen den Lauterer Stürmer laufen, doch Kraft hielt mit einem Klassereflex sein Team im Spiel (75.).

Keine zwei Minuten später verschärfte sich die Situation bei der Hertha weiter. Niemeyer hatte Fortounis gelegt und Schiedsrichter Sippel verhängte Gelb/Rot, nachdem der Berliner Mittelfeldmann kurz zuvor schon wegen Meckerns Gelb gesehen hatte. Dies, und der Umstand, dass die Hertha es nicht schaffte echte Torchancen gegen die Lauterer herauszuspielen spielte den Gästen in die Karten.

Während die Hausherren einen, von Ebert uninspiriert über das Tor gedonnerten, Freistoß als einzige Möglichkeit verzeichneten, stellten die Stürmer der Lauterer unter Beweis, warum sie die wenigsten Tore seit Tasmania 1900 Berlin in einer Saison geschossen haben. Petsos (85.) und Fortounis (86.) liessen gute Möglichkeiten genauso liegen wie Sahan und Wooten, die in der 89. Minute so etwas wie "die Mutter aller Torchancen" vergaben. Auf die Harmlosigkeit der Hertha konnte sich der 1. FCK aber verlassen. Nach 21 Spielen ohne Sieg durften die Pfälzer wieder einmal einen Erfolg feieren.

Am 33. Spieltag werden alle Partien zeitgleich am Samstag um 15:30 Uhr ausgetragen. Dabei gastiert die Hertha auf Schalke und Lautern empfängt Borussia Dortmund.

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Hoffenheim - Leverkusen 0 - 1


Schürrles Traumtor entführt glückliche Punkte

Bayer Leverkusen hat den Europa-League-Platz mit einem 1:0-Auswärtssieg in Hoffenheim untermauert. Zwar war die Werkself über 90 Minuten die schlechtere Mannschaft und enttäuschte über weite Strecken. Ein Traumtor von Nationalspieler Schürrle stellte den Spielverlauf aber auf den Kopf. Die TSG rannte an und hatte durch einen Strafstoß die Möglichkeit zum Ausgleich, doch Leno wurde zum Helden des Nachmittags.

Hoffenheims Trainer Markus Babbel musste nach dem 0:0 in Freiburg auf den verletzten Roberto Firmino (Außenband- und Syndesmoseriss im Sprunggelenk) verzichten. Dafür durfte Babel auf dem linken Flügel beginnen. Außerdem erhielt Weis den Vorzug vor Williams im defensiven Mittelfeld.

Leverkusens Reinartz sah beim 3:3 gegen Hertha BSC seine 5. Gelbe Karte und fehlte gesperrt. Auch Kapitän Rolfes fehlte aufgrund einer Kniereizung und musste zusehen. Coach Sami Hyypiä beorderte dafür die wieder genesenen Bender (Muskelbündelriss) und Corluka (Infekt) in die Startelf. Ballack kehrte zumindest auf die Bank zurück. Die Binde durfte Friedrich tragen.
Viel Leerlauf und ein Abseits-Tor



Die Anfangsminuten gehörten klar der TSG: Die Kraichgauer übernahmen die Kontrolle und bauten das Spiel geduldig auf. Dann überraschten die Hausherren die abwartenden Leverkusener mit Pässen in die Tiefe und Flügelläufen. Das führte zu ersten Halbchancen. Bayer taute erst nach zehn Minuten ein wenig auf, nahm dann die Zweikämpfe an und so auch immer mehr an der Partie teil. Zu Torraumszenen kam die Werkself aber nicht, weil die Hausherren taktisch diszipliniert verteidigten.

In der Folge entwickelte sich Rasenschach. Beide Teams gingen in der Offensive kein Risiko ein. Zudem fehlte es an Kreativität aus dem Mittelfeld, um gefährliche Angriffe zu starten. Das Hauptaugenmerk der Taktiken lag auf der Defensive. Entsprechend ereignislos verlief die erste Hälfte über weite Strecken.

Nach einer halben Stunde zappelte der Ball dann endlich im Netz: Schipplock flankte flach auf Weis, der die Kugel über die Linie drückte. Allerdings stand der Hoffenheimer beim Abspiel klar im Abseits. Schiedsrichter Dr. Felix Brych (München) gab den Treffer daher zu Recht nicht (30.). Auf der anderen Seite setzte auch Bayer endlich mal Akzente: Castro überlief Beck auf dem Flügel und flankte nach innen. Kießling konnte seine Hereingabe aber nicht verwerten (35.).

Bis zum Pausenpfiff nahm die TSG noch einmal an Fahrt auf und spielte nun entschlossener nach vorne. Dabei wurde immer wieder Stoßstürmer Schipplock gesucht. Mehr als Halbchancen sprangen dabei aber nicht heraus.


Im zweiten Durchgang wirkten die Kraichgauer deutlich griffiger und investierten mehr in ihre Offensivbemühungen. Das wurde schnell belohnt, allerdings dank fleißiger Mithilfe der Leverkusener Hintermannschaft: Erst verlor Toprak den Ball in der Vorwärtsbewegung an Schipplock. Dessen Schuss fischte Bayer-Torwart Leno aus dem Eck (51.). Kurz darauf drosch Kadlec eine abgefälschte Vukcevic-Flanke im Strafraum kerzengerade nach oben. Babel übersprang Leno, setzte die Kugel aber per Kopf aus sieben Metern daneben (54.).

Hyypiä reagierte und brachte Ballack für den angeschlagenen Bender (59.). Das sorgte kurzfristig für neue Impulse. Vor allem Schürrle wurde immer wieder steil geschickt. Die letzten Pässe kamen dann aber nicht an, die Stürmer nicht in Schussposition. Dann setzte Ballack endlich ein Ausrufezeichen, zog aus 25 Metern wuchtig ab und zwang Starke zu einer Parade (68.). Es war der erste Torschuss der Werkself.

Ansonsten enttäuschte Leverkusen über weite Strecken, leistete sich - abgesehen von Leno - einige Wackler in der Defensive und trat offensiv quasi gar nicht in Erscheinung. Wie aus dem Nichts stand es dann doch 1:0 für Bayer: Schürrle schnappte sich den Ball am linken Flügel, dribbelte nach innen und zog ab. Die Kugel schlug im rechten Kreuzeck ein. Unhaltbar. Ein Traumtor (79.)!

Hoffenheim schmiss jetzt alles nach vorne und drängte auf den Ausgleich. Nach einer Vukcevic-Flanke lenkte der eingewechselte Musona das Leder an die Hand von Corluka. Schiedsricher Brych entschied auf Strafstoß - eine harte Entscheidung (84.). Salihovic trat an und schoss flach ins rechte Eck. Das hatte Leno aber geahnt, tauchte blitzschnell ab und parierte den Elfmeter. So nimmt die Werkself dank Leno und Schürrle drei glückliche Punkte aus dem Kraichgau mit.

Hoffenheim spielt am Samstag (15.30 Uhr) gegen Nürnberg. Zeitgleich empfängt Leverkusen die Mannschaft von Hannover 96.

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Nürnberg - Hamburg 1 - 1


Didavi setzt seine Serie fort

Nürnberg und Hamburg boten in einer fairen Partie reichlich Magerkost. Tempoarm offenbarte der erste Durchgang kaum Höhepunkte. Symptomatisch für das ganz schwache Niveau, dass der HSV eine Riesenchance kläglich vergab. Nach Wiederanpfiff nahm das Spiel wenigstens abschnittsweise an Fahrt auf. Der nun überlegene Club glich die überraschende Führung des HSV Mitte des zweiten Durchgangs fast postwendend aus - mehr ging auf beiden Seiten nicht mehr.


Club-Coach Dieter Hecking vertraute auf dieselbe Anfangsformation, die zuletzt 2:0 in Kaiserslautern gewonnen hatte.

Auch HSV-Trainer Thorsten Fink setzte auf dieselbe Startelf wie beim 1:0 gegen Hannover.

In Nürnberg gehörte die Anfangsphase den Gastgebern - die Hecking-Elf brachte mehr Aggressivität ein als der HSV. Chancen resultierten aus der optischen Überlegenheit aber nicht. Die Fink-Elf konzentrierte sich zunächst auf die Abwehr, tauchte kaum in der Hälfte der Franken auf und verschob sich erst nach gut zehn Minuten weiter nach vorne.

Gleich die erste Möglichkeit der Partie hätte die Gäste-Führung bedeuten müssen: Wollscheid legte per verunglückter Kopfballrückgabe auf für Son, der frei vor Schäfer aus acht Metern links vorbeischoss (13.).

Beide Teams offenbarten bei mäßigem Tempo Defizite im Spielaufbau. Fehlpässe im Mittelfeld waren die Regel, im Angriff blieb so vieles dem Zufall oder leichtfertigem Abwehrverhalten geschuldet. Wenigstens schob Chandler über die rechte Seite immer wieder an. So auch in der 19. Minute, als Drobny die Flanke des Verteidigers vor Pekhart wegfaustete, dabei aber mit dem Tschechen zusammenprallte und wenig später raus musste - Routinier Neuhaus kam zu seinem Bundesligadebüt (23.).

Der Ersatzkeeper wurde gleich geprüft, nachdem Jarolim und Mancienne das Leder an Frantz verloren. Pekhart musste aber nach der Flanke des Flügelflitzers aus spitzem Winkel abschließen, und der 34-Jährige parierte sicher (26.). Es war die beste Phase der Hecking-Elf. Wieder initiierte Frantz, Jansen spitzelte Balitsch den Ball am rechten Fünfereck gerade noch vom Fuß (30.).

Beim FCN lief danach vor der Pause nichts mehr zusammen, etwas mehr Struktur verhalf Hamburg wenigstens zu einer Halbchance durch Berg (37.). Und nach Maks Ballverlust zog Jansen links davon, wurde aber im Strafraum von Simons und Maroh ausgebremst (45.).

Der Club kam wie der HSV unverändert aus der Kabine, war aber nun entschlossener und zog die Zügel an. Mancienne blockte Didavis Schuss mit der Hand, ging aber nicht aktiv zum Ball. Und Sekunden später war Neuhaus einen Tick schneller am Leder als der nachsetzende Pekhart (48.). Hamburgs Offensivaktionen verpufften zunächst kläglich, die Franken blieben am Drücker. Neuhaus fischte Wollscheids Distanzknaller aus dem Eck (54.).

Wie aus dem Nichts fiel das Tor aber auf der anderen Seite: Nach langem Pass auf Jansen war der Linksfuß schneller als Maroh und spielte nach innen. Die Club-Abwehr brachte den Ball im Getümmel nicht weg, der Son vor die Füße prallte. Aus der Drehung schoss der Angreifer ins rechte untere Eck ein (59.).

Die Freude der Hanseaten währte jedoch nur kurz, ein katastrophaler Abwehrfehler ermöglichte den Ausgleich: Nach Simons Flanke unterlief Bruma den Ball, den sich Didavi am linken Fünfereck stoppte und an Neuhaus vorbei hoch ins rechte Eck einschoss - der fünfte Treffer der VfB-Leihgabe im vierten Spiel in Folge (64.).

Die beiden Treffer sollten die letzten Highlights gewesen sein, denn viel mehr passierte nicht mehr. Das Niveau rauschte wieder in den Keller, beide Teams suchten vergeblich nach Struktur und überboten sich in einem wahrem Fehlpassfestival gegenseitig. Lediglich Bunjaku kam zum Abschluss, konnte aber Neuhaus nicht ernsthaft gefährden (80.)

Der eingewechselte Kacar musste nach einem Zweikampf mit Didavi kurz vor Schluss raus. Die letzten Minuten absolvierte Hamburg in Unterzahl, da Fink bereits dreimal gewechselt hatte, geriet aber nicht mehr in Gefahr.

Nürnberg gastiert am Samstag (15.30 Uhr) bei der TSG Hoffenheim. Der HSV, der weiter fünf Zähler Vorsprung auf Köln und den Relegationsplatz hat, kann zeitgleich gegen den FSV aus Mainz den Klassenerhalt endgültig klarmachen.

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Dortmund - Gladbach 2 - 0


Perisic läutet die Meister-Party ein

Borussia Dortmund ist deutscher Meister! Der BVB krönte seinen unfassbaren Lauf von 26 ungeschlagenen Spielen in Folge mit dem vorzeitigen Titelgewinn. Der BVB gewann am 32. Spieltag vor eigenem Publikum gegen Borussia Mönchengladbach am Ende hochverdient mit 2:0 und kann bei noch zwei ausstehenden Spielen von Platz eins nicht mehr verdrängt werden. In anderen Worten: In Dortmund kann die Meister-Party starten.

Dortmunds Trainer Jürgen Klopp konnte im Vergleich zum 2:1-Derbysieg auf Schalke wieder mit Subotic rechnen. Der Serbe kehrte dann auch gleich in die Innenverteidigung neben Hummels zurück und verdrängte Felipe Santana auf die Bank. Ferner erhielten Perisic und Kehl den Vorzug vor Bender und dem verletzten Großkreutz.

Mönchengladbachs Coach Lucien Favre indes musste auf Neustädter verzichten. Der 24-Jährige hatte sich beim 3:0 gegen Köln einen Kapsel- und Außenbandriss im linken Sprunggelenk zugezogen und wurde durch Jantschke vertreten.

Im restlos ausverkauften Signal-Iduna-Park trafen die zweit- und drittbeste Abwehrreihe der Bundesliga direkt aufeinander. Logisch, dass sich kein Offensivspektakel entwickelte, dafür präsentierten sowohl der BVB als auch Gladbach viel zu stabil in der Deckung.


Die Schwarz-Gelben ergriffen dennoch die Initiative, während die Fohlenelf eher abwartend agierte und auf Konter lauerte. Allerdings erspielten sich fast nur die Dortmunder Torchancen, die jedoch nicht wirklich hochklassig waren (10., Lewandowski; 14., Kagawa). In der 20. Minute wurde es erstmals so richtig turbulent, als Kagawa am linken Pfosten scheiterte und Lewandowski beim Nachschuss geblockt wurde. Drei Minuten später klingelte es dann aber doch im Gladbacher Kasten: Schmelzer zog eine Freistoßflanke von rechts zu Perisic, der aus fünf Metern in die Maschen köpfte (23.).

Keine Frage, die Führung war aufgrund der klaren Feldvorteile und der Mehrzahl an Chancen verdient, allerdings vergaß es der BVB, konsequent nachzusetzen und damit die Vorentscheidung zu erzwingen. Wie gefährlich das war, zeigte sich nach 34 Minuten, als ein Treffer von Hanke nicht anerkannt wurde, weil Daems nach Ansicht der Unparteiischen zuvor hauchdünn im Abseits gestanden hatte. Drei Minuten danach hätte Hummels die ohnehin schon euphorische Stimmung bei den eigenen Fans noch weiter elektrisieren können - nach einer Ecke zog der Innenverteidiger aber im Eins-gegen-eins gegen ter Stegen den Kürzeren und verpasste es daher, eine noch höhere Pausenführung zu erzielen.


Nach dem Seitenwechsel zeigte sich auf dem Rasen zunächst das gleiche Bild. Gladbach wirkte ideenlos, ja gar hilflos. Dortmund hatte deutlich mehr Ballbesitz, spielte aber meistens nur um den gegnerischen Sechzehner herum und kam folglich kaum zu nennenswerten Abschlüssen. Die Partie drohte ein wenig einzuschlafen, doch dann sorgte Reus für den Weckruf: Der zukünftige Dortmunder entwischte bei einem langen Ball, nahm daraufhin Weidenfeller gekonnt mit einem Heber aus dem Spiel, scheiterte aber schlussendlich aus spitzem Winkel am auf der Linie stehenden Schmelzer (54.).

Etwas später war der Linksverteidiger auch noch der Ausgangspunkt für die Vorentscheidung. Mit einem feinen Pass leitete Schmelzer den Konter über Lewandowski ein. Der Pole bediente letztlich Kagawa, der im Sechzehner ter Stegen umkurvte und locker zum 2:0 einschob (59.). Kurz darauf hätte Lewandowski endgültig alles klar machen können, der Pole scheiterte nach einem Freistoß per Kopf aber am stark reagierenden ter Stegen (62.).

Wenn es nach den Dortmunder Fans gegangen wäre, hätte die Meisterparty längst beginnen können - allerdings war noch eine knappe halbe Stunde zu gehen. Und die Gladbacher wurden jetzt mutiger, Schmelzer stoppte Reus bei einem Konter in letzter Sekunde (67.), ehe Stranzls Kopfball nach Ecke knapp drüber sauste (69.). Mehr als ein Strohfeuer war es allerdings nicht, denn die Gladbacher machten in der Folge nicht mehr den Anschein, als würde sie den BVB noch wirklich fordern können. Das Schaulaufen begann also. Klopp brachte noch Leitner und Götze, der nach seiner Verletzung somit sein Comeback feierte, um nach Abpfiff gleich den achten Meistertitel der Dortmunder Klubgeschichte zu feiern.

Borussia Dortmund wird am vorletzten Bundesliga-Spieltag beim 1. FC Kaiserslautern vorstellig, Mönchengladbach empfängt zeitgleich den FC Augsburg.

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...   Erstellt am 22.04.2012 - 17:27Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Augsburg - Schalke 1 - 1


Langkamp glänzt vorne und patzt hinten

Dem FC Augsburg ist der große Wurf nicht gelungen! Der Aufsteiger kam trotz einer engagierten Leistung zuhause gegen den FC Schalke nicht über ein 1:1 hinaus und muss daher weiter um den Ligaverbleib zittern. Augsburg war die bessere Mannschaft, ging früh in Führung, wurde aber von effizienten Schalkern eiskalt erwischt. S04 kann mit dem Punkt aber auch nicht wirklich zufrieden sein, da sich die Königsblauen im Fernduell um Platz drei von Gladbach nicht wirklich absetzen konnten.
Augsburgs Kapitän Verhaegh springt vor Freude auf Langkamp, der soeben das 1:0 geköpft hat


Augsburgs Trainer Jos Luhukay gab im Vergleich zum 2:1 in Wolfsburg Ostrzolek und Ndjeng den Vorzug vor Davids und Werner.

S04-Coach Huub Stevens indes musste nach der 1:2-Derby-Niederlage gegen Dortmund auf Papadopoulos (Muskelfaserriss), Fuchs (Gelb-Sperre) und Draxler (Oberschenkelverletzung) verzichten. Sie wurden durch Matip, Höwedes und Obasi ersetzt. Ferner stand Holtby in der Startelf, Moritz fand sich dafür auf der Bank wieder.

Die Augsburger waren bis in die Haarspitzen motiviert, der FCA wollte die Chance ergreifen und den Klassenerhalt vor eigenem Publikum so gut wie perfekt machen. Dementsprechend engagiert begannen die Fuggerstädter, die von Beginn an lauffreudig und bissig waren. Nach Ballgewinn ging es rasend schnell nach vorne - meist mit langen Bällen. Die Schalker taten sich damit sehr schwer, fanden kaum in die Partie und mussten früh den ersten Nackenschlag einstecken: Unnerstall klärte gegen Koo noch zur Ecke, bei dieser landete der Ball aber bei Langkamp, der aus fünf Metern wuchtig in die Maschen köpfte (6.).

Es war ein Traumstart für den FCA, den Bellinghausen noch hätte versüßen können. Der 28-Jährige scheiterte aber an Unnerstall und verpasste daher den schnellen Doppelschlag (10.). Danach zogen sich die Augsburger ein wenig zurück und störten die Schalker nicht mehr so früh. Die Partie wurde ausgeglichener, auch weil die Königsblauen nun mehr Zeit und Raum erhielten. S04 kam zu mehr Ballbesitz, wusste damit aber wenig anzufangen. Spätestens am gegnerischen Sechzehner war Schluss.

Auf der Gegenseite hatten die zuvor überfallartig anmutenden Angriffe der Augsburger allerdings ebenfalls aufgehört, was letztlich dazu führte, dass klare Torchancen nicht mehr geboten wurden. Das Geschehen fand überwiegend im Mittelfeld statt, auch weil es den Schalkern an Tempo und zündenden Ideen mangelte. Bei den Gästen ging es meist quer, fast nie steil. In der laufenden Saison hatten die Knappen aber schon mehrfach unter Beweis gestellt, dass sie extrem effizient sein können. In Augsburg war das nicht anders: Nach 38 Minuten verschätzte sich Langkamp bei einem langen Ball von Matip schwer und musste dann miterleben, wie Huntelaar davon eilte und schließlich Jentzsch keine Chance ließ - 1:1.


Kurz darauf leistete sich Jones auf der anderen Seite einen Lapsus, der Deutsch-Amerikaner hatte jedoch Glück, dass Unnerstall das drohende Unheil durch Bellinghausen mit einer guten Parade abwehrte (41.). Dann folgte ein bitterer Moment für Metzelder. Der 31-Jährige foulte Baier und verletzte sich dabei selbst so schwer, dass er noch vor der Halbzeit gegen Escudero ausgewechselt werden musste (45.+1).

Im zweiten Durchgang war hüben wie drüben Sicherheit und Risikominimierung Trumpf. Beide Mannschaften belauerten sich lange Zeit, setzten aber auch immer mal wieder Nadelstiche - so sauste Holtbys Fernschuss (50.) ebenso knapp am Tor vorbei wie Ndjengs Freistoß auf der Gegenseite (52.). Im Großen und Ganzen entwickelte sich jedoch ein Geduldsspiel, mit leichten Vorteilen für die Gastgeber. Augsburg hatte mehr Zug zum Tor, agierte nicht so kompliziert wie die Schalker und hätte durch Ndjeng erneut in Führung gehen können (65.).

Je näher der Schlusspfiff rückte, desto mehr investierten wieder die Fuggerstädter, die in der 74. Minute aber eine Schrecksekunde überstehen mussten. Jentzsch rettete nach einem Farfan-Freistoß im Nachfassen gegen Jones. Dann war aber wieder der FCA, bei dem der vom FC Schalke ausgeliehene Moravek eingewechselt wurde, an der Reihe. Die Gastgeber machten mehr und wollten den Sieg - Ostrzolek ließ die nächste gute Gelegenheit liegen (77.). Es sollte die letzte Chance sein, sodass sich beide Teams am Ende mit dem Remis abfinden mussten.

Sämtliche Partien des vorletzten Spieltags gehen am kommenden Samstag zeitgleich über die Bühne: Augsburg gastiert in Gladbach, Schalke empfängt die Berliner Hertha.

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...   Erstellt am 22.04.2012 - 19:44Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hannover - Freiburg 0 - 0


96 bangt um Europa - Freiburg schon am Ziel

In einem fairen Duell sicherte sich das kompakt und selbstbewusst auftretende Freiburg in Hannover einen hochverdienten Punkt und hat den Klassenerhalt geschafft. Der SC zeigte die etwas reifere Spielanlage, 96 hatte die besseren Chancen. Die Slomka-Elf verpasste durch das Remis einen großen Schritt Richtung Europa.


96-Coach Mirko Slomka stellte sein Team im Vergleich zum 0:1 in Hamburg zweimal um: Für Pinto (Gelbsperre) und Schulz durften Stindl und Abdellaoue von Beginn an ran.

Auch Freiburgs Trainer Christian Streich brachte nach dem 0:0 gegen Hoffenheim zwei Neue: Putsila und Rosenthal ersetzten Flum (Muskelfaserriss) und Dembelé (Bänderverletzung).

Freiburg, nach dem Kölner Remis fast schon gesichert, begann in Hannover vor ausverkauftem Haus forsch. Rosenthal prüfte schon nach drei Minuten Zieler aus 18 Metern, und auch ansonsten suchte die Streich-Elf zielstrebig den Weg nach vorne, wo Freis und Rosenthal im ersten Durchgang ordentlich Betrieb machen sollten.

96, mit Schmiedebach auf der Sechs und Schlaudraff auf der Zehn diesmal in einer Raute agierend, tat sich gegen früh attackierende und bestens organisierte Breisgauer schwer, sein Kombinationsspiel aufzuziehen.

Mächtig Aufregung gab es für den SC und Streich, als Caligiuri nach einem Zweikampf am Boden liegen blieb, die Niedersachsen aber weiterspielten. Und daraus resultierte die Großchance zum 1:0, als Stindl nach Panders Fernschuss frei vor Baumann am SC-Keeper scheiterte (15.).

Die Partie entwickelte sich zu einer zähen Angelegenheit, weil die zweikampfstarken Freiburger den Hausherren weiterhin wenig Raum ließen. Die Slomka-Elf übernahm aber nach gut 20 Minuten immer mehr das Kommando, Gegenangriffe des SC hatten nun Seltenheitswert. Rausch (20.), Ya Konan (25.) und Pander (27.) näherten sich dem Tor mehr oder minder knapp an.

Nach der Drangphase der Gastgeber meldete sich dann wieder Freiburg mit Makiadi (29.), vor allem aber mit dem technisch starken Ex-Hannoveraner Rosenthal (30., 32.). Von 96 kam nicht mehr viel vor der Pause. Die Gäste hatten noch eine gute Konterchance, agierten aber bei einer 4:2-Überzahlsituation zu umständlich (39.).

Die beiden Teams kamen personell unverändert aus der Kabine. Ya Konan drehte auf (49., 51., 54.), zwischenzeitlich scheiterte auf der anderen Seite Putsila nach einem Konter freistehend an Pogatetz' Abwehrbein (53.).

Hannovers Offensive zu Beginn des zweiten Abschnitts ebbte wieder ab, Freiburg verdichtete die Räume wieder besser und präsentierte sich spielerisch in der Folge reifer. Einziges Manko: Die Streich-Elf wusste vielversprechende Ansätze nicht in zwingende Chancen umzumünzen, weil am gegnerischen Strafraum der finale Pass fehlte.

Der Weg vor das gegnerische Tor war für die Slomka-Schützlinge längere Zeit verbaut, aber jeweils nach einem Eckball waren die nicht gut spielenden, aber kämpfenden Gastgeber dicht dran an der Führung - Pogatetz köpfte zweimal Zentimeter daneben (65., 75.).

Die Breisgauer ließen in der Endphase etwas nach, doch auch 96 hatte nicht mehr viel im Tank. So passierte in der Schlussviertelstunde nichts mehr. Freiburg feiert den Klassenerhalt, Hannover verpasste auf dem Weg nach Europa einen großen Schritt, hat aber bei drei Punkten Vorsprung auf Bremen weiterhin gute Karten, das Ticket zu lösen.

Hannover gastiert am Samstag (15.30 Uhr) bei Europa-League-Konkurrent Leverkusen. Freiburg empfängt zeitgleich den 1. FC Köln.

kicker.de





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