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...   Erstellt am 10.04.2012 - 21:57Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Mainz - Köln 4 - 0


Narrhallamarsch nur für Mainz

Im Duell der beiden Deutschen Karnevalshochburgen stand der Sieger zur Pause bereits fest. Nach gutem Beginn brachen die Kölner, nach einem höchst umstrittenen Strafstoß, in Rückstand geraten, völlig auseinander. Der FSV Mainz löst sich damit eindrucksvoll von der direkten Abstiegszone während der 1. FC Köln immer näher an die Zweite Liga heranschlingert.

Der Mainzer Trainer Thomas Tuchel krempelte seine Startelf nach der 1:4-Niederlage in Stuttgart gehörig um: Auf der rechten Abwehrseite begann Pospech für Bungert. Im Mittelfeld ersetzten Nicolai Müller und Zidan die beiden Österreicher Baumgartlinger und Ivanschitz und im Sturm begann Szalai für Ujah. FC-Trainer Stale Solbakken nahm dagegen nach dem 1:1-Remis gegen Werder Bremen nur eine Veränderung in seiner Anfangsformation vor: Der suspendierte Peszko wurde durch Roshi ersetzt.

Von Beginn an gingen die Kölner in der Defensive konzentriert zu Werke. Bereits in ihrer eigenen Hälfte wurden die Mainzer angegriffen, so dass sie keinen Spielaufbau zu Stande bringen konnten. Auf der Gegenseite geizten aber auch die Kölner mit Offensiv-Aktionen, so dass sich das Spiel vornehmlich um den Mittelkreis bewegte.

Dies beschloss Schiedsrichter Felix Brych in der 17. Minute im Alleingang ändern zu wollen. Szalai hatte eine Kopfball-Ablage von Noveski an geromel und Jemal vorbei gelegt. Jemal berührte den Mainzer Stürmer leicht an der Schulter. Szalai lief noch zwei Meter weiter und sank zu Boden. Dies hielt den Referee nicht davon ab auf Strafstoß zu entscheiden. Diesen verwandelte Polanski trocken in die untere rechte Ecke (18.).

Die Gäste wirkten in der Folgezeit angeschlagen und kamen in der Offensive nicht recht zum Zuge. Dafür fingen die Mainzer an sicherer zu kombinieren. Die nächste größere Möglichkeit für die Hausherren ergab sich allerdings aus einer Standardsituation. Zidan zirkelte eine Ecke auf den Kopf von Kirchhoff. der seinen Kopfball nur knapp neben das Tor von Rensing setzte (31.).

Keine Minute später war dann aber doch das zweite Mainzer Tor fällig: Zabavnik flankte von der linken Seite. In der Mitte legte Nicolai Müller perfekt ab für Zidan. Der stand zehn Meter vor dem Tor völlig blank und versenkte die Kugel überlegt im linken unteren Eck (32.).

Danach waren die Gäste völlig von der Rolle. Die Tuchel-Elf konnte sich locker durch das Mittelfeld kombinieren, während der FC sowohl hinten als auch vorne nichts mehr zu Wege brachte. Das 3:0 noch vor der Pause war die logische Folge. Choupo-Moting steckte den Ball per Steilpass ideal durch die Kölner Abwehrkette zu Nicolai Müller. Der zog, im Strafraum angekommen, aus vollem Lauf ab und hämmerte das Sportgerät unhaltbar unter die Latte (37.).

Für die letzten Minuten des ersten Durchgangs nahmen die Hausherren das Tempo aus dem Spiel und schaukelten den Vorsprung in die Pause. Dabei waren die Gäste offenbar froh, denn sie konnten endlich wieder Ruhe in die eigenen Reihen bringen. Für eine echte Möglichkeit für das Solbakken-Team reichte es allerdings nicht.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit brachte Stale Solbakken Chong Tese für Roshi als zweite Spitze und zog Podolski hinter die Spitzen zurück. Dadurch wirkten die Gäste wesentlich gefährlicher als noch im ersten Durchgang und hatten durch ihren Nationalspieler in der 52. Minute auch eine echte Torchance. Der Schuss von "Poldi" wurde aber von der Mainzer Abwehr abgeblockt.

Doch der FC killte das kleine Pflänzchen der Hoffnung kurz darauf selbst. Geromel spielte einen katastrophalen Fehlpass in die Mitte der eigenen Hälfte. Dort nahm Nicolai Müller den Ball auf und bediente Soto per Steilpass. Der Kolumbianer legte, nachdem er die Abwehr mit wenigen Schritten hinter sich gelassen hatte, den Ball quer auf Szalai, der wenig Mühe hatte aus kurzer Distanz zum 4:0 zu vollstrecken (55.).

Damit war die Partie endgültig gelaufen. Mainz schaltete in einen erweiterten Auslauf-Modus, was aber immer noch reichte den FC in Schach zu halten. Einzig ein Podolski-Freistoß in der 68. Minute sorgte für ein wenig Gefahr. Der Ball strich aber am Tor von Wetklo vorbei. Auch ein Fernschuss von Chong Tese hätte den Ehrentreffer verdient gehabt (81.). Auf der Gegenseite vergab noch Soto gegen Rensing (77.) und Nicolai Müller schoss aus 16 Metern nur um Zentimeter am Tor vorbei (85.). Den Feierlichkeiten im Mainzer Stadion tat dies allerdings keinen Abbruch mehr.

Die Schlussphase absolvierten beide Teams im Schongang. Schließlich warten am kommenden Wochenende wichtige Partien auf die Kontrahenten. Mainz tritt am kommenden Samstag (18:30 Uhr) beim Abendspiel in München an, Köln spielt am Sonntag (15:30 Uhr) in Mönchengladbach.

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...   Erstellt am 10.04.2012 - 22:13Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hertha - Freiburg 1 - 2


Hubniks Traum-Eigentor verstärkt Herthas Sorgen

Während der SC Freiburg beim 2:1-Auswärtssieg in Berlin einen wichtigen Befreiungsschlag im Abstiegskampf gelandet hat, vergrößern sich die Sorgen bei Hertha BSC. Die Breisgauer waren über weite Strecken die bessere Mannschaft und nutzten die Fehler der Hauptstädter gnadenlos aus und profitierten von einem kuriosen Eigentor. Die Hausherren wachten zu spät auf und müssen um den Klassenerhalt zittern.

Hertha-Coach Otto Rehhagel vertraute derselben Startelf wie beim0:0 in Mönchengladbach und nahm keine personellen Veränderungen vor.

Freiburgs Trainer Christian Streich musste nach dem 2:2 gegen Nürnberg auf seine Mittelfeldzentrale verzichten: Makiadi fehlte Gelb-gesperrt (5.)., Schuster zog sich einen Mittelgesichtsbruch zu und fiel verletzt aus. Dafür rückten Flum und Dembelé in die Mannschaft.


Beide Teams starteten vorsichtig in die von Rehhagel betitulierte "Entscheidungsschlacht" um den Klassenerhalt und tasteten sich in der Anfangsphase ab. Ehe die Berliner richtig ins Spiel fanden, sorgte ein kurioser Treffer für den frühen Rückstand: Dembelé flankte von rechts in den Strafraum, wo Hubnik klären wollte. Der Ball rutschte dem Innenverteidiger aber über den Fuß und schlug erst an den Innenpfosten und dann im Tor ein (7.).

Hertha reagierte sichtlich geschockt auf das Gegentor und musste sich einige Minuten sammeln. Das spielte wiederum den Breisgauern in die Karten: Die Gäste verteidigten hoch und übten so Druck auf die verunsicherten Hauptstädter aus. Zudem setzte man immer wieder Nadelstiche nach vorne. Dembelé spielte an der Strafraumgrenze einen Doppelpass mit Freis, zog aus 14 Metern ab und traf die Latte (18.).

Herthas Spielaufbau wirkte schleppend und behäbig. Die Hausherren suchten immer wieder den Weg durch die Mitte. Gerade dort standen die Gäste aber besonders kompakt und ließen nichts zu. So verliefen sämtliche Angriffszüge der Hauptstädter im Nichts. Freiburg wirkte dagegen frischer, frecher und leichtfüßiger. Nach einem Steilpass von Sorg tauchte Schmid frei vor Kraft auf, scheiterte aus spitzem Winkel aber an einer Fußabwehr des Hertha-Keepers (30.).

Bis zur Halbzeitpause passierte nur noch wenig in den Strafräumen. Berlin ließ Kreativität und schnelle Kombinationen vermissen. Der SCF zog sich mehr und mehr zurück und wartete ab. So plätscherte die Partie vor sich hin. Hertha BSC gab keinen einzigen Schuss auf den von Baumann gehüteten Kasten ab.


Rehhagel reagierte und brachte mit Lasogga einen weiteren Stürmer für die zweite Halbzeit. Der Sturmtank wurde vermehrt mit hohen Bällen gesucht, konnte diese aber nicht verteilen, weil seine Teamkollegen entweder nicht nachrückten, oder weil sich Sturmpartner Ramos immer wieder ins Mittelfeld fallen ließ, um Bälle zu erobern.

Immerhin übernahmen die Hauptstädter jetzt die Spielkontrolle und konnten den Druck gegen immer passiver agierende Freiburger erhöhen. Ben-Hatiras Aufsetzer aus 20 Metern (57.) und Lasoggas Distanzknaller aus 30 Metern (64.) waren erste Annäherungsversuche an das SC-Tor. Baumann hielt aber sicher. Die beste Berliner Chance hatte kurz darauf erneut Lasogga, der sich mit einer schnellen Bewegung von seinem Gegenspieler löste und aus 17 Metern haarscharf am Kasten vorbei schoss (65.).

Gerade in dieser Drangphase leistete sich die Hertha einen spielentscheidenden Patzer: Dembelé verlängerte einen Baumann-Abstoß in den Lauf von Freis, der Hubnik sich den Ball erst spielend leicht an Hubnik vorbeilegte, daraufhin den herausgeeilten Kraft umdribbelte und schließlich zum 2:0 ins leere Tor einschieben konnte (67.).
Ausgerechnet Hubnik rüttelt Berlin wach

In der Schlussphase zogen sich die Freiburger in die eigene Hälfte zurück und verwalteten das Ergebnis. Das sollte sich schnell rächen: Raffael zog aus 20 Metern ab. Diagne fälschte den Schuss steil nach oben ab. Ausgerechnet Hubnik reagierte am schnellsten und beförderte den Ball über den zögerlich herausgelaufenen Baumann hinweg ins Tor (81.). Der Anschlusstreffer aus dem Nichts wirkte als Initialzündung für die Berliner. Keine Minute später schaufelte Lasogga eine Lell-Flanke aus kurzer Distanz am Tor vorbei (82.). Lasogga hatte nach einer Ebert-Flanke freies Schussfeld, zielte aus 16 Metern aber in die Arme von Baumann (90.). Am Ende waren die Hauptstädter aber zu spät aufgewacht.

Für Hertha BSC geht es am kommenden Samstag (15.30 Uhr) in Leverkusen weiter. Freiburg hat tags darauf (Sonntag, 17.30 Uhr) ein Heimspiel gegen Hoffenheim.

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Augsburg - Stuttgart 1 - 3


Tasci leitet die Wende ein

Erstmals seit dem 1:2 Anfang November gegen den FC Bayern München hat Aufsteiger FC Augsburg wieder ein Heimspiel und damit wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt verloren. Dabei ging der FCA nach starker Anfangsphase gegen zunächst schwache Stuttgarter früh in Führung, ließ sich von Tascis Ausgleichstreffer aber zu sehr aus dem Konzept bringen und geriet noch vor der Pause in Rückstand. Diesen wussten die Gastgeber trotz kämpferisch anspruchsvoller Leistung nach dem Seitenwechsel nicht mehr zu kontern.

Augsburgs Trainer Jos Luhukay vertraute ebenso derselben Elf, die beim FC Bayern München nur 1:2 verloren hatte, wie VfB-Coach Bruno Labbadia die Startaufstellung vom 4:1-Erfolg gegen Mainz 05 unangetastet ließ.

Nachdem Augsburgs Serie von zuvor sechs Spielen in Folge ohne Niederlage in München gerissen war, sollte nun auch der VfB erstmals seit dem 22. Spieltag wieder als Verlierer vom Feld gehen. Ein nicht ganz unmögliches Unterfangen. Denn nach druckvollem Beginn seitens der Gastgeber brachte Ulreich Ndjeng im Strafraum zu Fall. Die Konsequzenz? Elfmeter! Rafael trat an und verwandelte sicher links unten (6.).

Und die Gastgeber blieben dran, banden den VfB durch frühes Pressing bisweilen tief in der eigenen Hälfte. Den Stuttgartern gelang in dieser Phase dagegen kaum ein durchdachter Angriff. Sollte es einmal schnell und direkt nach vorne gehen, verhinderten leichte Abspielfehler jeglichen Spielfluss.

Ein einziges Mal brachte Sakai mit einem überlegten Zuspiel Hajnal in Position, der gegen Jentzsch wiederum einen Eckball herausholte. Der Ungar brachte das Leder selbst auf den Elfmeterpunkt, wo Tasci Hosogai übersprang und per Kopf den zu diesem Zeitpunkt etwas überraschenden Ausgleich markierte (24.).

Ein Treffer wie Gift für das Augsburger Spiel. Die Gastgeber traten nun nicht mehr so aggressiv auf, kamen immer seltener in die Zweikämpfe, kurz: verloren ihre spielerische Linie. Stuttgart dagegen spielte zwar weiterhin selten zielstrebig nach vorne, drehte die Partie dank Hajnals Geistesblitz nach gut einer halben Stunde aber endgültig: Der Ungar passte aus dem Zentrum heraus perfekt in den Lauf von Harnik, der den Ball stark mitnahm und frei vor Jentzsch eiskalt zum 2:1-Pausenstand einschob (34.).

Halbzeit. Alles auf null. So oder so ähnlich muss es Jos Luhukay seinem Team vermittelt haben. Denn mit Wiederbeginn fand auch der FCA zurück zu alter Dominanz. Immer bereit, den berühmten Meter mehr zu gehen, nahmen die Fuggerstädter Stuttgart jeglichen Offensivgeist und hätten nach einer Stunde sogar den Ausgleich markieren können, wäre der zur Pause für Boka gekommene Molinaro nur einen Schritt später dran gewesen und hätte Ndjeng damit nicht am Torschuss gehindert (60.).

Die Labbadia-Elf sorgte indes kaum noch für Entlastung, verteidigte die knappe Führung aber dank Augsburgs Abschlussschwäche. Kamen sie einmal in aussichtsreiche Schussposition, entschieden sich die Gastgeber entweder für einen weiteren Querpass oder es fehlten die entscheidenden Zentimeter. So auch beim Distanzschuss des eingewechselten Callsen-Bracker, der nur knapp links am Tor vorbeistrich (72.).

In der Schlussphase mussten die Augsburger dann aber ihrem hohen Aufwand Tribut zollen. Insbesondere in den letzten zehn Minuten gelang es dem VfB zusehends, das Geschehen vom eigenen Tor fernzuhalten. Mehr noch. Nach Gentners Zuspiel ließ sich Ibisevic auch von Sankohs Hartnäckigkeit nicht beirren und vollendete trocken zum 3:1-Endstand (84.).

Der FC Augsburg tritt am kommenden Samstag in Wolfsburg an, Stuttgart spielt bereits am Freitag gegen Werder Bremen.

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Bremen - Gladbach 2 - 2


Naldo kontert Doppeltorschütze Hanke

In einer prickelnden und turbulenten Partie verdienten sich leidenschaftlich kämpfende Bremer gegen Gladbach einen glücklichen Punkt. Gegen die dominante Borussia ermöglichte ein Abwehrfehler der Gäste die Werder-Führung, die die Schaaf-Elf - nach einer knappen halben Stunde in Unterzahl - bis zum Kabinengang verteidigte. Nach Wiederanpfiff verbesserte die Favre-Elf ihre Chancenverwertung und drehte die Partie, ehe die Hanseaten einen Standard zum Ausgleich nutzten. Beide Teams, vor allem aber Gladbach, hatten in der Schlussphase den Sieg vor Augen.


Werder-Trainer Thomas Schaaf brachte mit Naldo und Boenisch für Trybull und Ignjovski im Vergleich zum 1:1 in Köln zwei Neue.

Gladbachs Coach Lucien Favre stellte seine Anfangsformation nach dem 0:0 gegen Hertha BSC auf einer Position um: Brouwers ersetzte Jantschke, Stranzl rückte von der Innen- auf die Rechtsverteidigerposition.

Im ausverkauften Weserstadion erlebten die Zuschauer einen selbstbewussten Auftritt der Gäste aus Gladbach, die sofort die Initiative ergriffen. Bremens Deckung, mit Naldo auf der Sechs, wirkte ungeordnet. Reus hätte dies halbrechts frei vor Wiese fast zur Führung genutzt, verzog aber (7.). Wenig später nickte Neustädter per Bogenlampe über Wiese hinweg aufs Tor, Schmitz klärte per Kopf noch auf der Linie (10.).

Die Borussia, spielerisch klar überlegen, setzte ihren dominanten Auftritt weiter fort. Werder tauchte nur sporadisch nach Kontern vor dem gegnerischen Tor auf, forderte nach Marins Duell mit Dante vergeblich Elfmeter (15.). Riesenglück auf der Gegenseite für die Schaaf-Elf, dass Herrmann nach toller Kombination aus neun Metern das völlig freie linke Eck nicht traf (17.).

Dies sollte sich umgehend rächen: Nach Pizarros Steilpass schlug Dante am Ball vorbei. Rosenberg war im Zentrum frei und hob das Leder aus 14 Metern über den herausstürzenden ter Stegen ins Netz (18.).

Die Führung der Hanseaten war äußerst schmeichelhaft. Gladbach drückte weiter aufs Tempo. Die Kombinationen der Gäste waren wunderschön anzusehen und brachten Bremens Deckung mächtig ins Schwimmen. Reus prüfte Wiese (21.), verpasste Herrmanns Zuspiel (22.) und schickte wenig später Herrmann steil. Boenisch verfolgte den Youngster, und nach dem Körpereinsatz des Werder-Verteidigers kurz vor der Strafraumgrenze kam der Gladbacher zu Fall - Rot (27.)!

Klar, dass die Überlegenheit der Rheinländer gegen nun noch mehr auf Konter setzende Schaaf-Schützlinge, bei denen sich Pizarro ins Mittelfeld zurückfallen ließ, auch danach anhielt. Elegant spielten sich die Gäste immer wieder an den gegnerischen Strafraum - dort aber wollte der finale Pass nicht gelingen oder aber ein Bremer brachte noch einen Fuß dazwischen, so dass es mit der glücklichen Führung der Hausherren in die Kabine ging.

Ohne Personalwechsel startete die Partie in den zweiten Durchgang. Pizarro feuerte den ersten Torschuss ab - links vorbei (49.). Die Borussia begann eher verhalten. Der Ausgleich lag zunächst nicht in der Luft, fiel aber doch: Arango spielte von links an den Strafraum zu Hanke. Der Blondschopf stoppte die Kugel und zog sofort ab. Vom rechten Innenpfosten prallte der Ball unhaltbar für Wiese ins Netz (52.).

Die Hanseaten suchten unmittelbar nach dem 1:1 mutig die Offensive. Ter Stegens Glanztat gegen Pizarros Schlenzer verhinderte die erneute Führung der Grün-Weißen (55.), wenig später verhinderte Dantes robuster Einsatz gegen den Peruaner dessen Torschuss am Fünfer (57.).

Danach lief der VfL immer wieder an. Und in der 66. Minute war es soweit: Nach Dantes Balleroberung verlängerte Hanke per Kopf in den Lauf von Reus. Der Nationalspieler lief halbrechts aufs Tor und legte quer auf den nachgerückten Hanke, der aus 13 Metern flach ins linke Eck einschoss.

Die Gäste wähnten sich auf der Siegerstraße, Nachlässigkeiten schlichen sich ein. Gegen die leidenschaftlichen Hausherren ein Fehler, denn nach einem Standard war Werder zurück: Nach diskussionswürdigem Freistoß brachte Junuzovic den Ball aus dem Halbfeld nach innen, links am Fünfereck stieg Naldo hoch und nickte hoch ins rechte Eck ein (74.).

Schaaf wechselte offensiv, brachte Füllkrug für Affolter (75.). Die Kontrahenten lieferten sich in der Schlussphase einen offenen Schlagabtausch. Die Gäste hatten klare Chancenvorteile (Herrmann, 76., Arango, 80., Reus, 81.), doch auch Bremens Torjäger Pizarro stand dicht vor der Führung (81.). Der eingewechselte Ring ließ die beste Möglichkeit zum Borussen-Sieg aus, schoss frei vor Wiese aus 14 Metern an die Latte (88.). Wenig später pfiff Referee Marco Fritz ab.

Werder reist am kommenden Freitag (20.30 Uhr) nach Stuttgart, Mönchengladbach empfängt am Sonntag (15.30 Uhr) den 1. FC Köln.

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Leverkusen - Lautern 3 - 1


Kießling macht's schnell, Derstroff schön

Bayer Leverkusen hat gegen Schlusslicht Kaiserslautern seine Negativserie von wettbewerbsübergreifend sechs sieglosen Spielen beendet und damit seinen Europa-League-Startplatz behauptet. Kießling brachte die Werkself bereits nach wenigen Sekunden auf Kurs. Die "Roten Teufel" wehrten sich zwar couragiert, konnten aufgrund erneut mangelnder Abschlussstärke aber nicht die fünfte Niederlage in Folge abwenden.


Kaum hatte Referee Felix Zwayer die Partie angepfiffen, da lag das noch unsortierte Schlusslicht aus der Pfalz zurück. Keine 30 Sekunden standen auf der Uhr, da lenkte Derdiyok das Spielgerät überlegt mit dem Kopf in den Lauf von Sturmpartner Kießling. Leverkusens Goalgetter trieb es energisch weiter und vollstreckte platziert ins linke untere Eck.

Lautern mühte sich um eine Antwort: Fortounis prüfte Schlussmann Leno (3.). Doch schon kurz danach rollte der Bayer-Express wieder Richtung Gästegehäuse. Renato Augusto adressierte den Ball per Maßflanke auf den Kopf von Kießling, der aus der Nahdistanz am reaktionsschnellen Sippel scheiterte (8.).

Im Anschluss ging die Werkself allerdings vom Gaspedal. Die Pfälzer verzeichneten zusehends mehr Ballbesitz und wagten sich verstärkt nach vorne. Die klareren Torgelegenheiten hatten jedoch weiter die Hausherren: Ein strammer, leicht abgefälschter Rolfes-Schuss sauste nur knapp rechts am Kasten vorbei (21.). Keine 60 Sekunden später jagte der Bayer-Mittelfeldstratege die Kugel in Abseitsposition über den Querbalken. Rund eine halbe Stunde war gespielt, da musste Sippel wieder ran: Der FCK-Keeper entschärfte zunächst einen Schlenzer von Renato Augusto (29.). Wenig später lieferte er bei Kießlings tückischem Kopfballaufsetzer eine weitere gelungene Arbeitsprobe ab (33.).

Doch danach stellten die Rheinländer ihre Offensivbemühungen bis zur Pause ein. Der FCK kam zu Halbchancen und kurz vor dem Kabinengang durch ein Traumtor zum Ausgleich: Fortounis befördert den Ball per gefühlvoller Freistoßflanke zu Derstroff. Der Youngster knallte volley voll drauf und hatte damit Erfolg (42.).

Fünf Minuten nach Wiederanpfiff bot sich Bayer die Riesenchance zur erneuten Führung: Rolfes setzte Kießling gekonnt in Szene. Dieser steuert alleine auf Sippel zu, befördert das Leder aber rechts vorbei. Wenig später ballerte Castro die Kugel neben das rechte Kreuzeck (54.). Leverkusen blieb am Drücker und wurde in der 57. Minute nach einem Freistoß dafür belohnt: Castro schnippelte den Ball über die Mauer. Sippel fischte ihn aus dem bedrohten linken Eck. Beim Nachschuss von Rolfes war er jedoch machtlos.

Lautern mühte sich weiter tapfer im Vorwärtsgang, öffnete den Hausherren aber Räume für Konter. Einen solchen nutzte Bayer zur Vorentscheidung: Schürrle nahm den eingewechselten Barnetta auf links mit. Dessen überlegte, flache Hereingabe veredelte Reinartz zum 3:1 (69.).

Willen und Moral war dem FCK auch danach nicht abzusprechen, allerdings wie schon oft im Saisonverlauf Zielstrebigkeit und Präzision. Eine Ausnahme stellte die die 74. Minute dar: Nach Sahans saftigem Flachsschuss war Leno im bedrohten kurzen Eck auf dem Posten. Da auch Bayer in der Schlussphase nicht mehr energisch auf den vierten Treffer drängte, hatte das 3:1 auch bei Abpfiff Bestand.

Leverkusen hat am kommenden Samstag mit Hertha BSC das nächste Kellerkind zu Gast. Für Kaiserslautern geht trotz noch rechnerischer Chancen auf den Klassenerhalt die Abschiedstournee aus Liga eins zeitlgeich zuhause gegen den 1. FC Nürnberg weiter.

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Hoffenheim - Hamburg 4 - 0


Vestergaard sorgt für hanseatische Ernüchterung

Der Hamburger SV verlor in Hoffenheim mit 0:4, konnte somit die Patzer von Köln und Berlin nicht nutzen und sich folglich auch keine Luft im Abstiegskampf verschaffen. Der HSV begann in Sinsheim zwar engagiert, wurde aber rasch auf den Boden der Tatsachen geholt. 1899 schlug noch vor der Pause zweimal eiskalt zu und machte nach der Pause alles klar. Bei nur vier Punkten Rückstand auf Platz sieben darf die TSG jetzt sogar mit einem Auge auf die Europapokalplätze schielen.
Vestergaard (re.) trifft zum 1:0

Hoffenheims Trainer Markus Babbel tauschte nach dem 2:1-Erfolg in Kaiserslautern zweimal: Vestergaard stand in der Innenverteidigung anstelle von Vorsah, Rudy kehrte nach Gelb-Sperre zurück und verdrängte Williams auf die Bank.

Für drei Wechsel entschied sich Hamburgs Coach Thorsten Fink im Vergleich zum 1:1-Remis gegen Leverkusen. Kacar (nach Gelb-Sperre), Arslan und Sala spielten für den Gelb-gesperrten Aogo sowie Petric und Tesche. Das hatte zur Folge, dass Jansen auf die linke Seite der Viererkette rutschte.

Dem HSV wäre fast ein Traumstart geglückt. Nach gerade mal 30 Sekunden prüfte Ilicevic Hoffenheims Schlussmann Starke mit einem satten Distanzversuch. Der 32-Jährige ließ nach rechts prallen und wehrte dann auch noch Salas Nachschuss vom rechten Fünfereck aus ab.


Das war ein verheißungsvoller Beginn. Allerdings machte sich in der Folge schnell Ernüchterung breit. Hamburg hatte zwar den klar besseren Start erwischt und sich klare Feldvorteile erspielt, wusste damit aber nur wenig anzufangen. Der Weg in den gegnerischen Sechzehner war für die Norddeutschen wie vernagelt.

Mit zunehmender Spieldauer fingen sich die anfänglich etwas fahrig anmutenden Hoffenheimer wieder, gestalteten das Match fortan offener und schlugen nach einer Ecke eiskalt zu: Bei einer Verkettung von unglücklichen Aktionen landete der Ball über Sala und Weis bei Vestergaard. Der Däne nahm das Leder gekonnt an und hielt aus 14 Metern zentraler Position gleich drauf. Bruma fälschte die Kugel noch unhaltbar ab (17.). Das war ein herber Rückschlag für die Hamburger und zugleich der endgültige Weckruf für die Kraichgauer.

In der Folge verlagerten sich die Kräfteverhältnisse zu Gunsten der TSG, die jetzt kämpferisch mithielt und nach 24 Minuten einen Elfmeter zugesprochen bekam. Westermann hatte sich im eigenen Sechzehner einen Stockfehler erlaubt und danach Schipplock gefoult. Den fälligen Strafstoß verwandelte Salihovic gewohnt sicher (25.).
Hamburger Strohfeuer nach der Pause - Kalte Dusche durch Johnson

Bei den Gästen machte sich danach Verunsicherung breit, die 1899-Fans stimmten schon Schmähgesänge an. All das spielte Hoffenheim in die Karten. Die Babbel-Elf zog sich zurück, ließ hinten nichts mehr anbrennen und setzte immer mal wieder Nadelstiche. Weil aber Vukcevic an Drobny nicht vorbei kam (37.), blieb es jedoch bei der knappen Pausenführung der Hausherren.

Fink reagierte mit einem Doppelwechsel und brachte mit Petric und Töre zwei frische Angreifer. Und die Maßnahme schien zu fruchten, der HSV startete druckvoll in Durchgang zwei. Nach Töre-Freistoß köpfte Kacar den Ball an die Latte (47.), kurz darauf zog Ilicevic mit einem fulminanten Schuss gegen Starke den Kürzeren (49.). Der HSV drückt also, doch die TSG traf! Salihovic schickte Johnson auf links steil. Dieser dribbelte in den Strafraum, machte dabei sowohl Kacar als auch Mancienne nass und vollendete schließlich trocken ins rechte Eck zum 3:0 (51.).

Daran hatten die Hanseaten gehörig zu knabbern, was ihnen deutlich anzusehen war. Die Gäste wurden passiver, ließen die Köpfe hängen und wurden dafür bestraft. Kacar schenkte den Ball förmlich an Vukcevic her. Dieser passte zu Schipplock, der Westermann nass machte und aus 16 Metern auf 4:0 erhöhte (59.).

Die Würfel waren gefallen. Der Bundesliga-Dino fügte sich danach in sein Schicksal und leistete kaum noch Gegenwehr. Die Hoffenheimer hingegen schalteten zwei Gänge zurück, gaben das Zepter dennoch nicht aus der Hand. Gegen Ende des Spiels schlichen sich bei den Hausherren allerdings ein paar Unkonzentriertheiten ein, sodass Berg fast noch der Ehrentreffer gelungen wäre. Der Schwede fand aber in Starke seinen Meister und vergab somit die letzte nennenswerte Möglichkeit der Partie (78.).

Hoffenheim reist am kommenden Sonntag nach Freiburg, der HSV empfängt tags zuvor Hannover 96.

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Nürnberg - Schalke 4 - 1


Didavi bringt den Club dem Klassenerhalt nahe

Dank einer engagierten Vorstellung nach verschlafener Anfangsphase gelang dem 1. FC Nürnberg ein Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Gegen emotionslos auftretende Schalker, bestrafen die Franken die Fehler der S04-Hintermannschaft konsequent und stehend nun ganz dicht vor dem Klassenerhalt .

Nürnberg-Trainer Dieter Hecking stellte seine Mannschafts nach dem 2:2-Remis beim SC Freiburg auf zwei Positionen um. Wollscheid (nach Gelb-Sperre) kehrte für Nilsson in die Innenverteidigung zurück. Chandler ersetzte rechts hinten Feulner (10. Gelbe Karte). Die Position des US-Amerikaners in der Offensive übernahm Frantz.

Auf Seiten von S04 stellte Coach Huub Stevens im Vergleich zum 3:0-Erfolg gegen Hannover 96 gleich viermal um. Matip und Jones kehrten nach Gelb-Sperren für Metzelder und Moritz ins Team zurück. Zudem verzichtete Stevens auf Farfan (muskuläre Probleme) und Uchida, für die Holtby und Hoogland aufliefen.

Schalke erwischte den besseren Start. Schon in der dritten Minute bot sich Raul per Freistoß aus etwa 23 Metern eine gute Gelegenheit, doch der Schlenzer des Spaniers landete in der Mauer. Wenig später hatte Holtby aus zentraler Position zu viel Platz, platzierte seinen Distanzschuss jedoch knapp neben das Tor von Schäfer (7.). Der Club kam in der Anfangsphase überhaupt nicht zur Entfaltung.

Es dauerte etwa 15 Minuten, ehe die Franken besser ins Spiel kamen. Plötzlich waren es die Gelsenkirchener, denen im Spiel vorne immer weniger gelang, während der Club mit jedem gelungenen Angriff selbstbewusster wurde. Maroh hatte mit einem Flachschuss nach einer Standardsituation die erste kleine Chance für Nürnberg, Matip klärte mit Glück und Geschick (21.). Kurz darauf war es auch eine Standardsituation, die den FCN in Führung brachte. Baltisch traf per maßgenauem Kopfball-Aufsetzer ins rechte Toreck (25.).

Der Treffer verhalf den Franken zu noch mehr Selbstvertrauen. Verfehlte ein Kopfball von Pekhart das Ziel noch knapp (35.), gab es wenig später nach Foul von Papadopoulos gegen Frantz im Strafraum Elfmeter. Simons vollendete ins rechte Toreck, Unnerstall sprang nach links (37.). Doch damit noch nicht genug: Noch vor der Pause traf Didavi aus kurzer Distanz nach maßgenauer Chandler-Flanke per Kopf gegen emotionslose Schalker sogar noch zum 3:0 (45.).


Nach dem Seitenwechsel versuchte Huub Stevens, mit der Hereinnahme von Pukki und Farfan für Draxler und Höger neue offensive Impulse zu setzen. Zumindest gelang es den "Königsblauen" nun wieder etwas besser, mit ihren Angriffsaktionen in die Nähe des Nürnberger Strafraums zu gelangen. Doch trotz wieder mehr Bemühens von Seiten der Gelsenkirchener. Gegen die bissig verteidigenden Franken kamen Huntelaar & Co. kaum zu Torschüssen.

In der 58. Minute landete ein Freistoß von Holtby eher glücklich bei Raul, dessen Abschluss aus spitzem Winkel aber von Pinola noch abgeblockt wurde. Gefährlicher waren insgesamt auch im zweiten Abschnitt die Nürnberger. Ein abgefälschter Schuss von Didavi aus etwa 15 Metern segelte knapp über das Tor (68.).

In der 74. Minute war der Ball dann nach einem schönen Treffer von Hegeler vom Fünfmeterraum tatsächlich uzm vierten Mal in Unnerstalls Gehäuse. Doch Schiedsrichter Florian Meyer gab den Treffer wegen eines vorangegangenen Foulspiels von Pekhart nicht. Dann traf Mak mit einer versuchte Volleyabnahme aus der Strafraummitte den Ball nicht richtig (82.). Eine schlimmer Fauxpax von Schäfer, der in der 85. Minute unnötig vor dem eigenen Strafraum herumirrte, führte dann zum 3:1 für S04. Doch Didavi konterte mit einem verwandelten Freistoß nur wenig später, bei dem Unnerstall nicht gut aussah, zum Endstand (87.).

Nürnberg tritt am kommenden Samstag in Kaiserslautern an, Schalke empfängt ebenfalls am Samstag Borussia Dortmund.

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...   Erstellt am 11.04.2012 - 22:12Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hannover - Wolfsburg 2 - 0


Diouf & Ya Konan entscheiden das Niedersachsenderby

Hannover hat das Niedersachsenderby gegen Wolfsburg mit 2:0 gewonnen. Die Hausherren kamen nur schwer ins Spiel und hatten Glück, dass der VfL seine Chancen nicht nutzte. Erst nach einer halben Stunde wachte 96 auf, zeigte sich dann aber kaltschnäuzig, gewann am Ende verdient und nahm Kurs auf die Europa-League-Plätze.

Hannovers Trainer Mirko Slomka änderte seine Startelf nach der 0:3-Klatsche auf Schalke dreifach: Die Außenverteidiger Chahed und Schulz nahmen zunächst auf der Bank Platz. Dafür spielte Cherundolo und Rausch. Im Sturm fehlte Abdellaoue verletzt (Innenbandzerrung). Für ihn durfte Schlaudraff ran.

Wolfsburgs Coach Felix Magath tauchte seine Mannschaft im Vergleich zur 1:3-Niederlage gegen Dortmund auf vier Positionen: Hasebe, Russ, Jiracek und Vieirinha durften für Träsch, Madlung (Gelb-Rot-Sperre), Josué und den verletzten Helmes (Oberschenkelprobleme) beginnen.

Beide Teams lieferten sich einen munteren Beginn und waren offensiv eingestellt. Beim VfL trat in den Anfangsminuten vor allem Helmes-Vertreter Vieirinha als Aktivposten auf. Der Portugiese arbeitete viel und bekam viele Bälle. Die erste gute Möglichkeit hatten die Gäste bereits in der fünften Minute: Nach einer Schäfer-Ecke zog Rodriguez aus 18 Metern wuchtig ab. Zieler entschärfte den Flachschuss mit einer Parade.

Das gab den Wolfsburgern Selbstvertrauen und so gab Magaths Mannschaft den Ton an und bestimmte das Geschehen auf dem Feld. Dabei operierten die Wölfe bevorzugt über die Flügel und traten mit Schäfer und Dejagah immer wieder gefährlich auf. Die Beine der Hannoveraner wirkten schwer. Das Aufbauspiel behäbig und ideenlos. So konnten die Hausherren vorerst keine Akzente setzen. Das Sturmduo Diouf/Ya Konan hing völlig in der Luft. Dazu schlichen sich Unkonzentriertheiten ein: Eggimann spielte einen viel zu kurzen Rückpass. Zieler kam einen Wimpernschlag vor Vieirinha an den Ball und schoss den Stürmer an (24.).

Die erste Chance für die Hausherren ereignete sich erst in der 34. Minute: Schlaudraff legte mustergültig für Ya Konan ab, der aus 13 Metern das Tor verfehlte (34.). Fortan wachte Hannover auf und das niedersächsische Derby nahm an Fahrt auf. Vor allem 96 entwickelte eine Drangphase mit mehreren Möglichkeiten und wurde kurz vor dem Halbzeitpfiff dafür belohnt: Schlaudraff servierte den Ball in den Lauf von Diouf, der sich gegen Felipe durchsetzte und frei vor Benaglio zum 1:0 einschob (44.). Ein umstrittener Treffer, denn der senegalesische Stürmer hatte den Ball mit dem Arm mitgenommen.


Im zweiten Durchgang baute Wolfsburg sofort wieder Druck auf, kam verstärkt über die Flügel und schlug viele Flanken in den Strafraum. Hier zeigte 96-Torwart Zieler eine gute Strafraumbeherrschung und ließ kaum Gefahr aufkommen. Nach der Drangphase der Gäste nahm Hannover wieder an Fahrt auf: Diouf lief nach feinem Pinto-Pass alleine auf das Tor zu, wurde dann aber noch von Russ eingeholt, der klären konnte (58.). Ein Pander-Freistoß aus 20 Metern klatschte an das Lattenkreuz (64.).

Danach begegneten sich beide Teams lange auf Augenhöhe. Das Geschehen verlagerte sich fast ausschließlich ins Mittelfeld, wo sich die Kontrahenten in vielen Zweikämpfen aufrieben. Magath reagierte, brachte mit Sio (53.) und Polter (75.) zwei zusätzliche Stürmer und spielte mit vier nominellen Angreifern.

Das sollte sich auszahlen, denn kurz darauf hatte Mandzukic die beste Chance der Gäste: Der Kroate tankte sich in den Strafraum und stand frei vor Zieler. Der Torwart eilte heraus, ging volles Risiko und klaute dem Stürmen den Ball vom Fuß (76.). Mannschaftskollege Ya Konan bedankte sich postwendend auf seine Art: Schlaudraff setzte den Ivorer mit einem Pass durch die Nahtstelle der Viererkette in Szene. Ya Konan war bereits gestartet und schneller als die Wolfburger Innenverteidigung und schobbt den Ball vor Benaglio an den Innenpfosten, von wo die Kugel zum 2:0 ins Tor sprang (77.).

Die Partie war damit entschieden. Wolfsburg rannte zwar weiter an, biss sich an den gut geordneten Hannoveranern aber die Zähne aus. Aufregung entstand noch einmal in der Nachspielzeit, als Zieler bei einem Hasebe-Freistoß daneben griff. Der 96-Schlussmann hatte das Glück aber auf seiner Seite, denn das Lader fiel ihm am Boden liegend in die Arme (90.+2).

Für Hannover geht es am kommenden Samstag (15.30 Uhr) in Hamburg weiter. Zeitgleich empfängt Wolfsburg den FC Augsburg.

kicker.de





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...   Erstellt am 11.04.2012 - 22:13Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Dortmund - Bayern 1 - 0


Lewandowski trifft, Weidenfeller pariert, Robben verzieht - ist das das Meisterstück?

Dortmund rang den FC Bayern in einem in der Schlussphase dramatischen Topspiel nicht unverdient nieder. Die Borussia dominierte den ersten Durchgang klar, einziges Manko blieb die mangelhafte Chancenverwertung. Das Bild änderte sich nach Wiederanpfiff: Nun kontrollierten die Münchner, ohne allerdings große Möglichkeiten zu erspielen. Wie aus dem Nichts fiel die Führung des BVB - und dann wurde es turbulent. Elfmeter, Lattenschüsse auf beiden Seiten und ein nicht nur wegen des Fehlschusses vom Punkt unglücklicher Robben.


Dortmunds Trainer Jürgen Klopp brachte im Vergleich zum 3:1-Erfolg in Wolfsburg Großkreutz für Perisic.

Bayern-Coach Jupp Heynckes stellte seine Startelf nach dem 2:1-Sieg gegen Augsburg auf zwei Positionen um: Für Tymoshchuk und Schweinsteiger rückten Kroos und Luiz Gustavo ins Team und auf die Doppel-Sechs.

Prächtige Stimmung auf den ausverkauften Rängen, frühlingshafte Temperaturen und ein Rasen in Top-Zustand lieferten beste Voraussetzungen für das angekündigte Fußballfest. Die Borussia schaltete sofort den Vorwärtsgang ein, Blaszczykowski stand schon nach zwei Minuten halblinks frei vor Neuer, verzog aber.

Die Münchner starteten sehr vorsichtig, versuchten das Tempo zu drosseln. Dortmund machte aber nicht mit und stand ganz dicht vor dem 1:0: Gündogan spielte rechts in den Strafraum zu Kagawa, der querlegte auf Großkreutz. Frei vor Neuer scheiterte der Flügelstürmer aus neun Metern an der Klasse-Fußabwehr des Keepers. Und Lewandowski zog im Nachsetzen aus der Drehung ebenfalls den Kürzeren gegen die Nummer eins des FCB (6.).

Nach gut zehn Minuten ebbte die erste Angriffswelle der Schwarz-Gelben ab. Bayern hatte nun mehr Ballbesitz, agierte aber ohne Tempo und rückte nicht richtig nach. Der Respekt vor den Hausherren und deren Umschaltspiel war spürbar. Immerhin aber gelang es der Heynckes-Elf, in der eigenen Hälfte die Räume gut zu verdichten.

Gegen im Angriff hilflose, defensiv aber stabilere Münchner kam die stets um eine Offensivaktion bemühte Klopp-Elf längere Zeit nicht mehr in den gegnerischen Strafraum. Dies gelang erst Kagawa, der nach Sololauf im letzten Moment abgeblockt wurde (25.).

Der FCB verharrte wie das Kaninchen vor der Schlange, es war zu wenig, was der Rekordmeister anbot. Erst ein Gündogan-Fehlpass offerierte Kroos den ersten Torschuss, der allerdings aus 22 Metern nur Zentimeter rechts vorbeirauschte (30.).

Es blieb der einzige nennenswerte Offensivakzent der Münchner. Es fehlten Tempo, Aggressivität und Leidenschaft, Eigenschaften, die die Borussia, die bis zur Pause weiter drückte, vorlebte. Neuer parierte Blaszczykowskis Flachschuss (33.), hatte dann aber Glück, dass Lewandowskis Kopfball nach Piszczeks Flanke vom Pfosten zurückprallte (37.)


Beide Teams kamen personell unverändert aus der Kabine. Die Münchner brachten nun mehr Aggressivität und Zweikampfstärke ein, verschoben sich weiter nach vorne und bewegten sich auf Augenhöhe. Zwar prüften die Hausherren in der Anfangsphase Neuer durch Piszczek (49.) und Kagawa (51.), hatten damit aber zunächst ihr Pulver verschossen.

Der Rekordmeister übernahm immer mehr die Kontrolle, ließ Ball und einen nun passiven Gegner laufen. Eine echte Torchance gab es aber vorerst nur durch Ribery, der nach gelungenem Dribbling an Piszczek vorbei von halblinks verzog (60.).

Der FCB, nun mit Schweinsteiger für Müller, bewegte sich viel mehr und vor allem besser, bei der Borussia war im Vorwärtsgang der Tank leer. Auch in der Rückwärtsbewegung klappte längst nicht mehr alles. Den ballführenden Spieler zu doppeln zum Beispiel, was den Münchner Freiräume verschaffte. Piszczek musste alles aufbieten, um Ribery am Fünfer auszubremsen (64.), danach misslang den überlegenen Gästen gegen wackelnde Klopp-Schützlinge mehrmals der finale Pass.

Die Schwarz-Gelben wechselten: Perisic und Leitner kamen für Gündogan und Kagawa (74.), der kurz zuvor noch einmal am Tor vorbeifeuerte - und die Heimelf kroch aus dem Tief. Perisic machte links Dampf, holte eine Ecke heraus. Mit Folgen: Perisic führte schnell aus, Bayern wehrte die Kugel in die Mitte ab. Großkreutz schoss aus 16 Metern, Lewandowski fälschte geschickt ab, und der Ball landete unhaltbar für Neuer im linken Eck - 1:0 (77.)!

Klar, dass der FCB nun alles nach vorne warf. Und der Rekordmeister stand vor dem Ausgleich, als Weidenfeller Robben von den Beinen holte - Elfmeter! Der Niederländer trat selbst an, scheiterte aber mit zu schwacher Ausführung am BVB-Keeper (86.)!

Es wurde noch dramatischer und turbulent: Subotic köpfte beim Rettungsversuch an die eigene Latte, Robben jagte den Abpraller aus vier Metern über den Balken (90.+1). Und im Gegenzug konnte Lewandowski alles klar machen, traf aber ebenfalls nur die Querstange (90.+2) - egal, Sekunden später war Schluss!

Mit einem Sechs-Punkte Polster auf die Bayern tritt der BVB am kommenden Samstag (15.30 Uhr) beim FC Schalke 04 an, Bayern empfängt ebenfalls am Samstag (18.30 Uhr) den FSV Mainz 05.

kicker.de





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