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...   Erstellt am 03.04.2010 - 17:38Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Schalke - Bayern 1 - 2


Kuranyi trifft, Altintop fliegt - dann geht S04 die Puste aus

Der FC Bayern hat sich auf Schalke die Tabellenführung zurückgeholt. Im ersten Durchgang nutzte der Rekordmeister seine Chancen und die Fehler der Königsblauen konsequent. Trotz des Anschlusstreffers von Kuranyi und über eine Halbzeit in Überzahl gelang den Schalkern im zweiten Durchgang herzlich wenig gegen die defensivstarke und clevere van-Gaal-Elf.
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Franck Ribery
Erfolgreicher Roter unter Blauen: Franck Ribery zeichnete sich für den Führungstreffer für den FCB verantwortlich.
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Verglichen mit dem 2:0-Sieg in Leverkusen schickte Felix Magath exakt dieselbe Elf erneut auf das Feld. Höwedes begann erneut auf der rechten Abwehrseite und sollte die Kreise von Ribery einengen. Im Angriff erhielt erneut Edu den Vorzug vor Sanchez.

Bayern-Coach Louis van Gaal änderte gegenüber dem 2:1-Erfolg über Manchester am Dienstag in der Champions League seine Mannschaft hingegen auf zwei Positionen. Der international Gelb-gesperrte Schweinsteiger nahm im Mittelfeld den Platz von Pranjic ein, Contento begann für Demichelis in der Abwehrkette.


Auf einem gegenüber dem Pokalspiel deutlich besser bespielbaren Rasen schenkten sich die beiden Meisterschaftsaspiranten von Beginn an nichts. Zum ersten Mal richtig laut wurde es in der proppenvollen Veltins-Arena, als Farfan gegen van Buyten an der Strafraumgrenze zu Fall kam, Referee Gräfe aber weiterspielen ließ. Unglück im Glück für den Belgier, dass er sich in dieser Szene am Knie verletzte und in der 22. Minute durch Demichelis ersetzt werden musste. Da hatte van Bommel schon den ersten Warnschuss aus 20 Metern für die Bayern abgegeben, das Tor allerdings doch recht deutlich verfehlt (14.).

Es sollte auch im weiteren Verlauf an Höhepunkten und Härte nicht mangeln. Bordon brachte Müller von hinten zu Fall und sah eine dunkelgelbe Karte. Auf den anschließenden Freistoß folgte ein Eckball - und der war folgenreich für die Königsblauen. Die Bayern führten kurz aus, Schweinsteiger beförderte das Leder per Kopf zu Ribery, der das Leder klasse annahm und aus elf Metern zur Führung traf (25.). Doch damit nicht genug: Vom Anstoß weg wanderte der Ball auf links zu Rafinha, der Brasilianer ließ sich das Leder vom flinken Altintop abluchsen. Dann ging's blitzschnell: Altintop auf Olic, der quer an Keeper Neuer vorbei zu Müller - 2:0.

Die Antwort der Schalker folgte nur fünf Minuten später. Rafinha fiel diesmal mit einer Flanke von links positiv auf, Kuranyis sehenswerter Kopfball senkte sich zum 1:2 ins lange Eck (26.). Und schon war Schalke wieder dran.

Umso mehr, nachdem Altintop sich einen Aussetzer leistete. Erst schubste der Ex-Schalker den Schiedsrichter-Assistenten nach einer strittigen Situation an der Seitenlinie leicht weg, Gräfe beließ es jedoch bei Gelb. Doch in der 41. Minute war seine Geduld mit dem Türken am Ende. Nach einem unnötigen Foul von Altintop gegen Rafinha musste er vorzeitig zum Duschen.

Magath reagierte sofort, brachte Offensivkraft Baumjohann für Matip; eine Maßnahme, die bis zur Pause jedoch keine Früchte trug.

Wer nun glaubte, die Bayern würden den Vorsprung mit Mann und Maus verteidigen, sah sich getäuscht. Die kampf- und einsatzfreudigen Münchner zeigten sich immer wieder in der Hälfte der Schalker, ließen zudem keine Chancen der Schalker zu. So lief der Magath-Elf die Zeit davon, es passierte herzlich wenig auf den Rasen.

Erst ab der 70. Minute wurde ein deutlicher Feldvorteil ersichtlich. Die Königsblauen schnürten den Rekordmeister nun in der eigenen Hälfte ein - aber vor dem Strafraum war grundsätzlich Endstation. Sämtliche Flanken, meist aus dem Halbfeld getreten, waren ein gefundenes Fressen für die Bayen-Abwehr, die auch nicht mit spielerischen Mitteln zu überwinden war.

So ging es mit der Führung für die Münchner in die Schlussphase. Und auch hier stellte die van-Gaal-Elf ihre Cleverness unter Beweis. Schon zehn Minuten vor Schlusspfiff kämpften die Bayern um jede Sekunde, holten Freistöße, Eckbälle und Einwürfe heraus, die Schalker kamen minutenlang nicht mal ans Leder. Auch in vier Minuten Nachspielzeit brachte S04 keine einzige gefährliche Aktion zustande, vielmehr holte sich Bordon noch die Gelb-Rote Karte in der Nachspielzeit ab. Die routinierten Bayern fuhren letztlich verdient und ohne Mühe die Punkte ein.

Schalke tritt am nächsten Samstag in Hannover an. Bayern ist am Mittwoch in Manchester zum Champions League-Rückspiel zu Gast, bevor es in der Liga in Leverkusen weitergeht.

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...   Erstellt am 03.04.2010 - 17:39Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Freiburg - Bochum 1 - 1


Bochum "ermauert" wichtigen Punkt gegen den Abstieg

Trotz einer 90-minütigen Daueroffensive blieb dem SC Freiburg am Ende der Sieg versagt. Während die Hausherren mit einer Vielzahl von Torchancen nur wenig anfangen konnten erzielten die Gäste bei einem ihrer wenigen Gegenangriffe den Ausgleich und nahmen damit einen wichtigen Punkt gegen den Abstieg mit.
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Die Freiburger Führung: Cissé kann freistehen einschieben, Pfertzel und Yahia haben keine Chance mehr zu retten.
Die Freiburger Führung: Cissé kann freistehen einschieben, Pfertzel und Yahia haben keine Chance mehr zu retten.
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Robin Dutt ließ sein Team nach dem 1:1 in Hoffenheim im Großen und Ganzen unverändert. Lediglich der gelbgesperrte Makiadi wurde durch Cissé ersetzt. Nach der 1:2-Pleite gegen Frankfurt nahm VfL-Coach Heiko Herrlich dagegen gleich fünf Änderungen vor. Concha, Maltritz, Johansson, Prokoph und Hashemian mussten raus und wurden durch Pfertzel, Yahia, Dabrowski, Freier und Dedic ersetzt.

Beide Mannschaften versteckten sich von Beginn an nicht und spielten flott nach vorne. Freiburg hatte sich als Heimmannschaft schnell eine Überlegenheit im Mittelfeld erspielt, doch zunächst stand Bochums Abwehr sicher.


In der 7. Minute wackelten die Herrlich-Schützlinge erstmals bedenklich. Cissé hatte für Flum an der Strafraumgrenze aufgelegt. Der tauchte frei vor Heerwagen auf, legte aber schlampig quer auf Jäger, der den Ball gerade noch erreichen konnte bevor er über die Torauslinie trudelte. Jäger versuchte die Chance noch am Leben zu halten und flankte auf Cissé, dessen Kopfball aber eine sichere Beute von Heerwagen im Bochumer Tor wurde.

Von Misserfolgen ließen sich die Hausherren jedoch nicht entmutigen und spielten weiter munter nach vorne. Nachdem Abdessadki in der 17. Minute mit einem Kopfball an Heerwagen gescheitert war, gelang den Dutt-Schützlingen eine Minute später der Führungstreffer.

Eine Bochumer Fehlerkette begünstigte allerdings das Freiburger Erfolgserlebnis: Zunächst unterlief Torwart Heerwagen eine Ecke von Schuster und irrte planlos im Strafraum umher. Am zweiten Pfosten ließ Dabrowski Butscher in aller Ruhe per Kopf in die Mitte ablegen. Zentral vor dem Tor stand Cissé völlig frei und konnte mit wenig Mühe den Ball im leeren Tor unterbringen (18.).

Die Dutt-Elf versuchte dranzubleiben und setzte gegen schockiert wirkende Bochumer nach. Die Gäste überstanden aber die folgenden Minuten des Anrennens der Hausherren und schlugen in der 23. Minute zurück. Fuchs hob einen Freistoß hoch in den Freiburger Strafraum. Dort gewann Yahia das Kopfball-Duell gegen Idrissou und verlängerte auf Dabrowski. Der setzte sich gegen Flum durch und beförderte den Ball per Kopf zum Ausgleich ins Freiburger Tor.

Daraufhin zogen sich die Gäste wieder zurück und der SC Freiburg übernahm das Kommando auf dem Feld. Immer wieder rollten die angriffe der Hausherren Richtung Bochumer Tor, doch Pech, Unvermögen und Heerwagen verhinderten einen erneuten Führungstreffer der Hausherren.

In der 28. Minute zimmerte Schuster eine Ecke an den Pfosten des Bochumer Tores, in der 32. Minute verfehlte Cissé mit einem Kopfball das Tor knapp und in der 34. Minute rettete der VfL-Keeper gegen einen Idrissou-Kopfball in höchster Not.

Kurz vor der Pause hatte nocheinmal Jäger die Chance zur Führung. Er spielte zwei Bochumer im Strafraum aus und zog verdeckt ab. Um ein Haar hätte Heerwagen den Ball durch die Beine bekommen, doch mit Glück und Geschick konnte der Torwart der Gäste das 1:1 zur Pause festhalten.

Kurz nach Wiederbeginn war es wieder Heerwagen, der im Mittelpunkt stand. Eine verunglückte Faustabwehr des Bochumer Keepers landete vor den Füßen von Abdessadki. Dessen Direktschuss ging aber ans Außennetz (53.).

In der Folgezeit konnten auch Idrissou (55.) und Schuster (59.) ihre Chancen nicht nutzen, so dass Bochums Verteidiger Fuchs in der 62. Minute bei einem der seltenen Konter der Gäste fast den Führungstreffer erzielt hätte. Sein Schuss vom linken Strafraumeck ging aber knapp vorbei.

Nach einer guten Stunde Spielzeit schienen die Freiburger müder zu werden. Der große Angriffs-Elan der Hausherren ebbte etwas ab, während der VfL Bochum mit Zähnen und Klauen das Unentschieden verteidigte. Lediglich Standardsituationen von Schuster sorgten in dieser Phase noch für Gefahr vor dem Tor von Heerwagen.

In der Schlussphase legten die Hausherren aber noch einmal einen Zahn zu und hätten in der 82. Minute die erneute Führung erzielen müssen. Wieder half Keeper Heerwagen tatkräftig mit indem er eine scharfe, flache Hereingabe von Schuster unter sich hindurchrutschen ließ. Am zweiten Pfosten lauerte der völlig freie Butscher, der den Ball aber weit über das Tor hämmerte.

Nachdem zwei Minuten später auch noch Cissé ein Zuspiel von Idrissou aus acht Metern in die wolken drosch schien sich an der Dreisam Verzweiflung breit zu machen. Mit unermüdlichem Einsatz rannten die Dutt-Schützlinge bis zum Schluss gegen die Bochumer Abwehr, der entscheidende Treffer wollte ihnen aber nicht mehr gelingen.

Freiburg spielt nächsten Samstag in Bremen, während der VfL Bochum einen Tag später den HSV zu Hause erwartet.

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...   Erstellt am 03.04.2010 - 17:40Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Stuttgart - Gladbach 2 - 1


Kuzmanovic sorgt für den Sieg

Die Borussia ist weiterhin seit 1994 in Stuttgart ohne Sieg. Die Stuttgarter erarbeiteten sich den Erfolg gegen Gladbach, das im ersten Abschnitt seine einzige Torchance clever nutzte, hart. Der VfB bleibt somit das punktbeste Team der Rückrunde (28 Zähler) und hält dank der Treffer von Marica und Kuzmanovic den Anschluss an die internationalen Plätze.
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VfB-Trainer Christian Gross stellte sein Team nach dem 2:1-Sieg bei Bayern München auf vier Positionen um. Tasci ersetzt in der Innenverteidigung Niedermeier. Zudem fehlten gleich drei Stammkräfte verletzt oder gesperrt: Khedira (Kreuz- und Innenbandanriss im Knie), Hleb (Adduktorenprobleme) und Cacau (5. Gelbe Karte) konnten nur zusehen. Kuzmanovic, Hilbert und Pogrebnyak kamen neu ins Team.

Gegenüber dem 1:0 über den HSV nahm Michael Frontzeck zwei Änderungen vor. Rechts in der Abwehrkette kehrte Levels (nach Magen-Darm-Infekt) für Jantschke in die Startelf zurück. Im defensiven Mittelfeld begann Bradley an Stelle von Meeuwis.

Die Schwaben starteten engagiert in die Partie und dominierten die erste Viertelstunde klar. Hilbert schlenzte nach wenigen Minuten einen Freistoß von der linken Seite aus spitzem Winkel nur knapp am rechten Pfosten vorbei (6.). Wenig später setzte sich Marica im Strafraum durch und legte zurück zu Pogrebnyak, der aber aus vollem Lauf und in Bedrängnis seine Direktabnahme über das Tor setzte (9.).

Die Borussia erwartete die Stuttgarter tief in der eigenen Hälfte und verzichtete fast komplett auf eigene Offensivaktionen. In der 20. Minute setzte sich dann wieder Marica vor dem Strafraum durch und zog sofort ab, doch der nicht voll getroffene Abschluss des Rumänen bereitete Bailly kaum Mühe. In der Folge verflachte das Spiel immer mehr, weil der VfB sich im Spiel nach vorne immer ideenloser präsentierte.

Fast aus heiterem Himmel dann das 0:1: Marx schickt Reus Richtung Tor steil, der davon profitierte, dass Tasci auf Abseits spielen wollte und dem Gladbacher so seinen Alleingang ermöglichte. Im Strafraum angekommen, ließ der 20-Jährige Lehmann mit einem platzierten Flachschuss keine Abwehrchance (33.).

Vor der Pause versuchten die Stuttgarter, den Druck wieder zu erhöhen, doch es reichte nur noch zu einer Chance für Pogrebnyak, der aus kurzer Distanz an Bailly scheiterte. Mit dem aus Gladbacher Sicht etwas schmeichelhaftem 1:0, zumal die Borussia außer dem Treffer keine einzige weitere Torchance verbuchen konnte, ging es die Kabine.


Nach Wiederbeginn tauchte die Gross-Elf gleich brandgefährlich vor dem Gehäuse von Bailly auf. Doch der Keeper parierte glänzend gegen einen Schuss von Träsch nach knapp einer Minute im zweiten Abschnitt. Nach dem anschließenden Eckball verpasste zunächst Delpierre frei im Fünfmeterraum den Abschluss, dann köpfte Gebhart nur Zentimeter rechts am Tor vorbei (47.).

Danach verlor der Stuttgarter Angriffswirbel zwar kurzzeitig - wie schon im ersten Abschnitt - den Schwung. Doch dann erzielte der agile Marica doch noch den Ausgleich. Per Freistoß von Kuzmanovic am kurzen Pfosten angespielt, drehte sich der Rumäne geschickt und traf mit links aus spitzem Winkel (66.). Danach suchten die Schwaben die Entscheidung.

In der 74. Minute war der Ball erneut im Borussia-Tor, doch Marica spielte das Spielgerät zum Zeitpunkt des Passes zum verhinderte Torschützen Kuzmanovic in den Augen des Schiedsrichtergepanns bereits nach Überschreitung der Torauslinie.

Doch der VfB machte weiter Druck und erzielte doch noch den Siegtreffer. Eine verunglückte Kopfballabwehr von Daems landete genau bei Kuzmanovic, der direkt vom Strafraumrand flach ins rechte Toreck zur späten Entscheidung einschoss (83.). Danach konnte Gladbach nicht mehr antworten.

Stuttgart tritt am Samstag bei Hertha BSC an, bereits am Freitag erwartet Mönchengladbach zu Hause Eintracht Frankfurt.

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...   Erstellt am 03.04.2010 - 17:42Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Dortmund - Bremen 2 - 1


Großkreutz und Subotic treffen Werder aus der Luft

Im direkten Verfolgerduell um den Angriff auf Platz drei behielt Borussia Dortmund in einer engen Partie knapp die Oberhand. Die Borussia stellte vor allem im ersten Durchgang das bessere Team und führte zur Pause verdient, ließ sich gegen nie aufsteckende Bremer im zweiten Durchgang aber immer weiter zurückdrängen. Trotz pausenloser Belagerung reichte es für Werder, das erstmals nach zehn Pflichtspielen ohne Niederlage wieder bezwungen wurde, letztlich nur noch zum Anschlusstreffer.
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Barrios gegen Naldo
Blieb diesmal ohne Tor, konnte sich aber dennoch über drei Punkte freuen: Lucas Barrios (hier gegen Naldo).
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Dortmunds Trainer Jürgen Klopp änderte seine Elf im Vergleich zum 0:0 bei der Berliner Hertha auf einer Positionen. Hummels kehrte nach seinem Kieferbruch mit Spezial-Mundschutz für Santana in die Innenverteidigung zurück.

Auf Bremer Seite setzte Coach Thomas Schaaf nach dem 4:2-Sieg gegen Nürnberg auf extrem offensives Personal und wechselte fünfmal. Der wiedergenese Wiese hütete anstelle von Mielitz wieder das Tor. Naldo (nach Gelbsperre) und Pasanen verteidigten statt Prödl und Boenisch. Im Mittelfeld ersetzten Hunt und Bargfrede den rotgesperrten Frings sowie den erkrankten Borowski (Magen-Darm-Infekt).

Bei vorzüglichen äußeren Bedingungen und prächtiger Kulisse entwickelte sich zwischen den international ambitionierten Tabellennachbarn ein flüssiges Match, in dem beide Teams die spielerische Komponente hervorzuheben versuchten. Der BVB hatte zu Beginn minimale Vorteile und nutzte prompt seine erste gute Chance zur Führung. Nach schönem Doppelpass mit Blaszczykowski kam Owomoyela rechts zum Flanken und brachte die Kugel ans links Fünfereck, wo sich Großkreutz im Luftkampf gegen Fritz durchsetzte und über Wiese zum 1:0 ins lange Eck einköpfte (9.).

Werders erste und für lange Zeit einzige Chance resultierte aus einer Özil-Ecke, als Pizarro zum Kopfball kam, den Ball aber nicht am direkt vor ihm postierten Hummels vorbeibrachte (14.). Anders die Borussia, die nun immer deutlichere Vorteile hatte und durch Barrios die dicke Chance zum 2:0 vergab. Nach einer herrlichen Flanke von Sahin aus dem linken Halbfeld kam Barrios völlig frei mit dem Kopf an den Ball, platzierte das Leder aber genau auf den Bremer Schlussmann (17.).

Die Westfalen setzten weiter nach, wurden immer wieder gefährlich und schlugen schließlich ein zweites Mal zu. Nach Zidans Eckstoß sprang Subotic höher als Pizarro und köpfte genau in den rechten Winkel - 2:0 (22.). Die Gäste waren in der Folge um eine Antwort bemüht, ließen offensiv im Gegensatz zu den weiter gefährlichen Borussen vorerst jedoch jegliche Durchschlagskraft vermissen.

Erst nach einer guten halben Stunde bekam die Schaaf-Elf die Begegnung zunehmend besser in den Griff und brachte den BVB ins Wanken. Pizarro schoss frei vor Weidenfeller den Keeper ab (34.), ehe sowohl der Peruaner als auch Naldo Kopfballgelegenheiten verpassten (37.). Weil wenig später einem Pizarro-Treffer wegen Abseits zu Recht die Anerkennung verweigert wurde (39.), blieb es zur Pause bei der Dortmunder 2:0-Führung.


Schaaf reagierte zur Pause und brachte Jensen für Marin. Auf Dortmunder Seite musste der angeschlagene Kehl (Adduktoren) für Bender weichen. Bremen musste nun natürlich kommen und tat das auch, während sich dem BVB wiederholt Kontergelegenheiten boten.

Zu Chancen kamen fortan aber nur noch die Gäste. Pizarro hätte auf Hugo Almeida passen können, probierte es aus halbrechter Position aber selbst und schoss knapp links vorbei (50.). Richtig eng wurde es zehn Minuten später, als der Peruaner aus 17 Metern das Lattenkreuz traf, nachdem Sahin von Subotic geblockt worden war (60.). Der Anschlusstreffer lag in der Luft und fiel schließlich auch. Am Ende einer sehenswerten Bremer Kombination legte Özil im Sechzehner stark für Hunt ab, der aus 14 Metern per Flachschuss unhaltbar ins linke Eck traf (65.).

Während die Westfalen auch den humpelnden Zidan ersetzen mussten, machte Bremen weiter Dampf. Allerdings taten sich die Hanseaten schwer, Zugang zum Sechzehner zu bekommen. Dennoch hatte die Borussia defensiv alle Hände voll zu tun. Für Entlastung sorgte lediglich Schmelzer, der aus 14 Metern Wieses Fäuste zum Glühen brachte (70.).

Pausenlos fesselte Werder die Klopp-Elf an den eigenen Strafraum, kam aber selbst weiterhin nicht hinein. Hugo Almeida musste es deshalb aus der zweiten Reihe probieren, fand aber in Weidenfeller seinen Meister (83.). Auf der anderen Seite wäre Hajnal bei einem seltenen Konter beinahe die Entscheidung geglückt, Wiese rettete jedoch glänzend (84.). Da auch Schmelzer am Bremer Schlussmann scheiterte (87.) und Barrios drei weitere Großchancen zur Entscheidung verpasste (89., 90.+2), blieb es bis zum Schlusspfiff spannend, letztlich brachte die Borussia den wichtigen Dreier aber über die Zeit.

Am nächsten Samstag reist der BVB zu Klopps Ex-Klub nach Mainz, während zeitgleich Bremen den SC Freiburg empfängt.

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...   Erstellt am 03.04.2010 - 17:44Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Frankfurt - Leverkusen 3 - 2


Franz setzt per Fallrückzieher den Schlusspunkt

In einem turbulenten und sehr unterhaltsamen Spiel unterlag Bayer Leverkusen bei der Eintracht aus Frankfurt mit 2:3 und dürfte sich damit aus dem Meisterschaftsrennen verabschiedet haben. Unterdessen träumen die Hessen nach ihrem dritten Sieg in Serie von einer eventuellen Teilnahme an der Europa-League.
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Frankfurter Freude
Am Ende hatten sie allen Grund, ihrer Freude freien Lauf zu lassen: Spieler der Frankfurter Eintracht.
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Frankfurts Trainer Michael Skibbe tauschte im Vergleich zum 2:1-Erfolg in Bochum auf zwei Positionen: Franz und Teber kamen für den angeschlagenen Chris und Schwegler (Gehirnerschütterung). Beide waren im Training zusammengeprallt und hatten sich dabei verletzt. Auch Leverkusens Coach Jupp Heynckes nahm gegenüber dem 0:2 gegen Schalke zwei Umstellungen vor. Der wiedergenesene Kießling sowie Vidal, der nach Gelb-Sperre wieder mitmachen durfte, ersetzten Renato Augusto (Faserriss im Oberschenkel) und Helmes.

Von Beginn an legten beide Mannschaften ein hohes Tempo vor, so dass sich zugleich eine unterhaltsame Bundesligapartie entwickelte. Es dauerte auch nicht lange, ehe die ersten Torraumszenen zu sehen waren. So musste Nikolov bereits nach drei Minuten all sein Können aufbieten, um Hyypiäs Kopfball zu entschärfen. Auf der Gegenseite kam Meier einen Tick zu spät (7.). Zunächst erspielte sich Eintracht dank einer forscheren Gangart einige Feldvorteile, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Ochs wurde in letzter Sekunde geblockt (11.), Caio scheiterte per Freistoß an Adler (12.), ehe auf der Gegenseite Derdiyok nach einer Ecke Nikolov per Kopf zu einer Glanzparade zwang (13.).


Der Einsatz stimmte, das Tempo auch, nur die Tore fehlten. Das änderte sich nach 28 Minuten, als Derdiyok im eigenen Strafraum gegen Russ die Hand zu Hilfe nahm. Der Frankfurter fiel, weswegen Schiedsrichter Wolfgang Stark Strafstoß gab. Teber trat an, verlud Adler und versenkte das Leder im rechten unteren Eck. Bayer, das mittlerweile stärker auftrat, blieb unbeirrt und drängte fortan auf den Ausgleich, der Derdiyok jedoch verwehrt blieb (31.). Zwei Minuten später glänzte der Schweizer dann aber als Vorbereiter, indem er direkt in die Gasse zu Kießling passte. Dieser bedankte sich und ließ Nikolov mit einem sehenswerten Schuss aus 14 Metern keine Chance (33.).

Auch im weiteren Verlauf blieb es ein unterhaltsames Duell. Da aber sowohl Russ (36.) als auch Derdiyok (42.) zu unpräzise waren und Altintop kurz vor dem Halbzeitpfiff den Ball knapp vorbeisetzte, ging es mit dem 1:1 in die Kabinen.
Nach der Wende kommt die Wende

Stefan Kießling
Zweimal erfolgreich und dennoch verloren: Stefan Kießling.
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Die Anfangsphase nach dem Seitenwechsel hatte es dann in sich! Zuerst nutzte Bayer einen bitteren Fehlpass von Jung aus, um über Vidal, Kroos und schließlich Kießling mit 2:1 in Führung zu gehen (46.). Nur drei Minuten später grätschte Schwaab von hinten in die Beine von Korkmaz. Dafür zückte Referee Stark die Rote Karte, so dass die Leverkusener nun in Unterzahl agieren mussten.

Die Hessen witterten nun Morgenluft und übernahmen das Kommando. Doch bei einer Doppelchance blieb sowohl Teber als auch Meier (53.) ein Erfolgserlebnis verwehrt. Die Gäste hatten mittlerweile auf Konter umgeschaltet und wären nach 55 Minuten fast mit 3:1 in Führung gegangen. Allerdings zielte Kießling knapp rechts daneben. Etwas später schlug die Stunde von Caio: Der Brasilianer packte aus 33 Metern den Hammer aus. Der Ball knallte an die Innenseite der Latte und von dort aus ins Tor (62.). Es war ein Treffer der Marke "Tor des Monats".

Die Werkself schaffte es danach in einer immer hektischer werdenden Partie, das Treiben ein wenig vom eigenen Tor fernzuhalten. Nach 66 Minuten hatte Vidal plötzlich die neuerliche Führung auf dem Fuß, der Chilene schlenzte den Ball aber aus 16 Metern zentraler Position links vorbei. Mittlerweile stand das Spiel auf des Messers Schneide, beide Mannschaften suchten den direkten Weg nach vorne, konnten sich aber kaum mehr entscheidend durchsetzen. In der 83. Minute entwischte Altintop auf der linken Seite und legte quer auf Fenin, der aus jedoch elf Metern im hervorragend reagierenden Adler seinen Meister fand. Kurz vor Schluss machte es Franz dann besser: Bei einer Ecke von links landete der Ball beim Verteidiger, der per Fallrückzieher den 3:2-Endstand besorgte (89.).

Bereits am kommenden Freitag muss Frankfurt in Mönchengladbach antreten, tags darauf erwartet Leverkusen die Bayern zum Topspiel

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Nürnberg - Mainz 2 - 0


Ivanschitz fliegt - Choupo-Moting trifft sehenswert

In einer nur im ersten Durchgang äußerst unterhaltsamen Partie sicherte sich Nürnberg verdient im Abstiegskampf immens wichtige drei Zähler gegen ganz früh dezimierte Mainzer. Der Club münzte seine zahlenmäßige Überlegenheit im Aufsteigerduell schon vor der Pause in einen Zwei-Tore-Vorsprung um und verwaltete diesen gegen die harmlosen Rheinhessen nach Wiederanpfiff souverän.
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Choupo-Moting stoppt sich den Ball vor Svensson
Sekunden vor dem 1:0: Eric-Maxim Choupo-Moting stoppt sich den Ball mit der Brust - Bo Svensson staunt.
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Nürnberg: Gegenüber dem 2:4 bei Werder Bremen baute Club-Trainer Dieter Hecking seine Elf auf zwei Positionen um: Risse und Bunjaku kamen für Judt und Nordveidt zum Einsatz. Diekmeier rückte aus dem rechten Mittelfeld wieder auf die Rechtsverteidigerposition zurück.

Gäste-Coach Thomas Tuchel tauschte nach dem 0:2 gegen Wolfsburg einmal Personal und schickte Polanski an Stelle von Hyka auf den Rasen.

Turbulenter kann eine Anfangsphase kaum verlaufen: Zunächst fing sich der Club wie in Bremen nach wenigen Sekunden fast das 0:1 nach einer Ecke ein, doch Schäfer parierte Noveskis Kopfball aus fünf Metern. Auf der anderen Seite scheiterte Ottl nach Risse-Ecke am Pfosten (2.), ehe Ivanschitz seinem Team frühzeitig einen Bärendienst erwies: FCN-Schlussmann Schäfer fing den Ball bei einem Angriff der 05er ab, der nachsetzende Ivanschitz kam nicht mehr ran, trat aber gegen Pinola nach. Zwar traf der Mainzer den Club-Verteidiger nicht, doch auch der Versuch ist strafbar. Referee Weiner zückte so folgerichtig "Rot" für den Österreicher (4.). Wie schon bei den Platzverweisen für Heller gegen Bremen und Bancé in Köln befanden sich die Rheinhessen schon früh in Unterzahl.

Der Aufregung nicht genug, nagelte Gündogan den Ball aus 22 Metern ans Lattenkreuz (8.). Nürnberg drückte und krönte eine prickelnde Anfangsphase mit der Führung: Choupo-Moting erkämpfte sich rechts den Ball und spielte zu Risse. Der Blondschopf legte klug zurück auf Frantz, der aus 14 Metern flach ins linke Eck einschoss (14.).

In der Folge behielt die Hecking-Elf ein optisches Übergewicht, es fehlten aber die klaren Aktionen, da die Franken oft zu hektisch und unpräzise agierten. Mainz versteckte sich keineswegs und suchte auch in Unterzahl seine Chance - Szalai prüfte Schäfer (22.). Durch ihre mutige Spielweise ermöglichten die Tuchel-Schützlinge den Gastgebern einige Konter, Bunjaku war frei vor dem leeren Tor zu überrascht, als der Mainzer Keeper Müller den Ball nach Risses Hereingabe verpasst hatte (29.).

Die Aktionen Nürnbergs gewannen nun an Struktur, nahezu jeder Angriff brachte Gefahr. Choupo-Moting blieb es vorbehalten, den verdienten zweiten Treffer zu markieren: Nach einer abgewehrten Ecke nutzte Risse die zweite Chance zur erneuten Flanke in die Mitte. Die HSV-Leihgabe stoppte sich den Ball am Fünfmeterraum gekonnt mit der Brust und netzte im Fallen über Müller hinweg zum 2:0 ein (40.).

Gündogan traf nur die Latte (43.), Bunjaku vergab frei vor Müller die letzte klare Möglichkeit eines prickelnden ersten Durchgangs (45.), nach dem die Hausherren höher hätten führen können.


Mit Zabavnik für Heller begann der FSV Durchgang Nummer zwei. Der Slowake führte sich gleich bei seiner ersten Aktion mit einer Gelben Karte ein (47.).

Die Anfangsphase nach der Pause war nicht zu vergleichen mit der zu Beginn der Partie. Zwar kontrollierte der FCN das Spiel, legte seine Angriffe aber zu sehr durchs Zentrum an. Dass dies auch fast zum Erfolg führen kann, zeigte Risse, dessen kerniger Distanzschuss einmal mehr an die Latte sprang (58.).

Für Torschütze Frantz war die Partie dann mit einer Oberschenkel-Blessur vorbei - Mintal kam (63.). Das Niveau nahm immer mehr ab, nennenswerten Szenen hatten Seltenheitswert. Nürnberg verwaltete seinen Vorsprung, Mainz war nur selten in der Lage, Offensivakzente zu setzen, Sotos allerdings gefährlicher Flachschuss aus 20 Metern sollte da eine Ausnahme blieben (73.).

Die Franken wussten ihre Freiräume, die zwar nach der Pause durch taktisch besseres Verhalten der Gäste geringer waren, in der Schlussphase in eine letzte Torchance durch Mintal umzusetzen, Müller aber blieb Sieger (87.). Am Ende aber waren vor allem die drei Punkte für den FCN wichtig, vor allem angesichts der Ergebnisse der direkten Konkurrenten.

Die Nürnberger haben am kommenden Sonntag erneut Heimrecht und erwarten den VfL Wolfsburg, Mainz spielt bereits am Samstag am Bruchweg gegen Dortmund.

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Köln - Hertha 0 - 3


Raffael lässt die Hertha weiter träumen

In einem mäßigen Bundesligaspiel musste Berlin keine Glanzleistung vollbringen, um bei einem desolaten 1. FC Köln mühelos drei Punkte zu entführen. Die Hausherren begannen schwach, um nach einem 0:2-Pausenrückstand weiter nachzulassen und sich am Ende durch zwei Platzverweise auch noch für die nächsten Partien zu schwächen. Berlin darf nach dem vierten Sieg aus den letzten sechs Auswärtsspielen weiter vom Wunder träumen.
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Raffael
Berliner Matchwinner: Raffael lässt sich von Lustenberger und Piszczek feiern.
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FC-Coach Zvonimir Soldo wechselte nach dem 4:1-Sieg in Hannover zweimal. Geromel kehrte nach abgesessener Gelbsperre anstelle von Wome in die Viererkette zurück, Podolski kam für Matuschyk (Magenprobleme) zurück ins Team.

Im Vergleich zum 0:0 gegen Dortmund tauschte Friedhelm Funkel einmal Personal aus und ersetzte den verletzten Hubnik (Knieoperation) durch von Bergen.

Die Partie hätte um ein Haar mit einem Paukenschlag begonnen, als Drobny nach einem Rückpass viel zu lange zögerte und dann Novakovic anschoss. Der Slowene brachte das Leder aber nicht rechtzeitig unter Kontrolle, um die Kölner Führung besorgen zu können (2.). In der Folge entwickelte sich eine mäßige Begegnung, in der Berlin zwar das aktivere Team war, sich allerdings keine nennenswerten Torgelegenheiten erarbeiten konnte.

Vom FC war zunächst gar nichts zu sehen. Die Hausherren standen defensiv zwar weitgehend sicher, traten offensiv aber nicht in Erscheinung. Erst nach knapp zwanzig Minuten hätte sich den Domstädtern eine gute Kontermöglichkeit geboten, Novakovic war jedoch nicht in der Lage, Maniches guten Pass zu verarbeiten (18.). Nachdem es Maniche (20.) und Tosic (22.) erfolglos von der Strafraumkante versucht hatten, lag auf der anderen Seite plötzlich die Kugel im Netz. Ramos' Schussversuch landete bei Raffael, der sich gegen Mohamad und den herbeieilenden Geromel behauptete und aus kurzer Distanz zum 0:1 ins rechte untere Eck traf (25.).

Köln wäre nur zwei Minuten später beinahe die schnelle Antwort geglückt, Novakovic köpfte in Folge einer Ecke aus zwei Metern aber nur an die Unterlatte (27.). Die Soldo-Elf wurde langsam aktiver, präsentierte sich im Spiel nach vorne aber unpräzise und ohne Durchschlagskraft. So dauerte es bis zur 43. Minute, ehe Tosic wieder für ein Raunen im Rhein-Energie-Stadion sorgte und Drobny mit einem starken Freistoß zu einer Glanztat zwang. Als sich Köln gedanklich offensichtlich schon beim Pausentee wähnte, schlug Berlin plötzlich einzweites Mal zu. Eine Verkettung von Unzulänglichkeiten der Hausherren brachte Ramos in Ballbesitz, der weit auf Gekas passte. Der Grieche kam am herauslaufenden Mondragon vorbei und legte zurück auf Kobiashvili. Dessen Flanke köpfte Piszczek in den Fünfer, wo Raffael das Leder irgendwie über die Linie des leeren Tores stocherte (45.+1).


Soldo reagierte zur Pause und brachte Ishiaku und Ehret für Novakovic und Freis. Erkennbar besser wurde das Kölner Spiel dadurch vorerst nicht. Vielmehr bot sich der Hertha nach einem Kölner Eckstoß eine ausgezeichnete Konterchance, Mondragon stand dem 0:3 durch Gekas jedoch im Weg (53.).

Weil seine Elf keine wahrnehmbare Reaktion zeigte, tauschte Soldo ein weiteres Mal aus und brachte Brosinski für Podolski, der sich zudem kurz zuvor an der Hand verletzt hatte (62.). Kurzzeitig schien der FC tatsächlich zielstrebiger zu werden, McKennas Kopfball (63.) und Brosinskis Distanzschuss (64.) blieben aber Ausnahmen.

Statt Aufholjagd kam es für die Domstädter nun noch dicker. Ramos, der im Mittelfeld mehrere Kölner düpierte und alleine auf Mondragon zueilte, wurde vom hinterhersprintenden Mohamad ins Straucheln gebracht. Der Berliner schleppte sich noch in den Strafraum und sank dann zu Boden. Referee Peter Gagelmann entschied auf Freistoß und Rot für den Libanesen (73.). Damit nicht genug. Cicero nahm sich des indirekten Freistoßes an und platzierte die Kugel vorbei an der Mauer zum 0:3 ins Torwarteck (75.).

Während der Kölner Anhang in großen Gruppen desillusioniert die Heimreise antrat, glaubten auch die Akteure der Hausherren nicht mehr an eine Wende. Meist von gellenden Pfiffen begleitet erweckte Köln den Eindruck, den Abpfiff herbeizusehnen. Berlin hatte nichts dagegen, und so schleppte sich das Match ohne zusätzliche Höhepunkte dem Ende entgegen. Dafür hatte Tosic noch einen Tiefpunkt auf Lager. Binnen 45 Sekunden (!) holte sich die Leihgabe erst Gelb und dann wegen einer Schwalbe Gelb-Rot (87.) - es passte ins Bild, das der 1. FC Köln an diesem Abend zeichnete.

Köln ist am nächsten Samstag in Hoffenheim zu Gast, Hertha BSC trifft zur gleichen Zeit zu Hause auf den VfB Stuttgart.

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...   Erstellt am 04.04.2010 - 17:40Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wolfsburg - Hoffenheim 4 - 0


Dzeko trifft erneut doppelt, Barzagli zum ersten Mal

Wohl dem, der einen Edin Dzeko in seinen Reihen hat. Hoffenheim bestimmte in Wolfsburg in der ersten Hälfte das Spiel und hatte die besseren Chancen, das Tor machte jedoch der Bosnier. So erteilte der VfL der vorne erneut zu harmlosen Rangnick-Elf eine Lehrstunde in Sachen Effektivität und feierte einen souveränen Erfolg, der am Ende ein bis zwei Tore zu hoch ausfiel.
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Edin Dzeko jubelt mit Misimovic über seinen Treffer zum 1:0
Wolfsburger Torgarant: Edin Dzeko jubelt mit Misimovic über seinen 17. Saisontreffer.
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Lorenz-Günther Köstner wollte eigentlich die gleiche Elf aufs Feld schicken wie beim 2:0 in Mainz und dem 1:2 beim FC Fulham in der Europa League. Doch Madlung, der den Wolfsburgern am Donnerstag mit seinem späten Tor eine ordentliche Ausgangsposition fürs Rückspiel beschert hatte, verletzte sich beim Aufwärmen und musste durch Hasebe ersetzt werden. Der Japaner spielte im rechten Mittelfeld, Riether rückte für Madlung in die Innenverteidigung.

Bei den Hoffenheimern fehlte Simunic, der sich beim 1:1 gegen Freiburg die zehnte Gelbe Karte abgeholt hatte. Auch Hildebrand musste wegen Rückenproblemen passen. So rückte Nilsson in die Innenverteidigung und Haas zwischen die Pfosten. Zudem begann Vukcevic für Weis.

Die Anfangsphase gehörte klar den Hoffenheimern, die Tempo und Spiel bestimmten, vom vorsichtigen VfL allerdings auch viel zu viele Freiräume erhielten. Gästekapitän Nilsson vergab die erste dicke Chance der Partie, als er nach Maicosuels Hereingabe am Fünfmeterraum völlig unbedrängt hochsteigen konnte, den Kopfball jedoch neben das Tor setzte (16.). Die Rangnick-Elf blieb am Drücker: Ibisevic behielt am Elfmeterpunkt gegen drei Gegenspieler die Übersicht und setzte mit der Hacke Maicosuel in Szene, der im glänzend reagierenden Benaglio seinen Meister fand (24.).


Hoffenheim machte das Spiel und hatte die besseren Chancen. Doch wie schon in Mainz konnte sich Wolfsburg auf Dzeko verlassen: Nach Flanke von Gentner nickte der Bosnier aus fünf Metern ein (25.) - sein 17. Saisontor!

Die Gäste benötigten einige Minuten, um den Gegentreffer zu verdauen, drängten jedoch in den letzten zehn Minuten vor der Pause noch einmal auf den Ausgleich. Vor allem Beck genoss auf der rechten Seite immer wieder große Freiräume und sorgte mit seinen Hereingaben für Gefahr: Doch erst jagte Vukcevic den Ball übers Tor (38.), dann schloss Carlos Eduardo zu unplatziert genau auf Benaglio ab (42.).

Beim VfL musste der angeschlagene Kapitän Josué in der Kabine bleiben, für ihn kam Santana. Rangnick brachte mit Obasi (für Ibertsberger) eine weitere Offensivkraft. Auch das zweite Tor machten jedoch die Wolfsburger. Eine entscheidende Rolle kam dabei Luiz Gustavo zu: Erst foulte der Brasilianer nahe der rechten Strafraumgrenze Hasebe und holte sich dafür Gelb ab, dann stand er beim folgenden Freistoß von Misimovic zu weit weg von Barzagli. Der Italiener bedankte sich und erzielte per Kopf aus sechs Metern sein erstes Bundesliga-Tor (51.). Luiz Gustavo wurde sieben Minuten später ausgewechselt.

Durch den zweiten Treffer war die Vorentscheidung praktisch gefallen. Der VfL hatte die Partie nun klar im Griff und ließ bis auf eine Freistoßchance von Salihovic (60.) lange Zeit nichts mehr zu. Barzagli wäre beinahe noch sein zweites Tor gelungen, aus 13 Metern jagte er den Ball jedoch über den Kasten (64.). Wolfsburg hatte wenig Mühe, den Vorsprung zu verwalten und holte dann sogar noch zum Doppelschlag aus: Erst brachte Misimovic den Ball mit einem sehenswerten Linksschuss im Tor unter (74). Keine 60 Sekunden später durfte auch Dzeko nochmal und zog nach Zuspiel von Grafite mit seinem 18. Saisontreffer an der Spitze der Torschützenliste mit Schalkes Kuranyi gleich.

Wolfsburg feierte damit eine gelungene Generalprobe für das Europa-League-Rückspiel gegen Fulham am Donnerstag und bleibt auch in der Bundesliga nach fünf Siegen aus den vergangenen sechs Spielen weiter dran. Am Sonntag geht's nach Nürnberg. Hoffenheim versucht tags zuvor, gegen den 1. FC Köln nach fünf sieglosen Auftritten mal wieder zu gewinnen.

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...   Erstellt am 04.04.2010 - 19:57Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hamburg - Hannover 0 - 0


Hannover besteht sogar in Unterzahl

In einer äußerst mäßigen Partie kam Hamburg im Nord-Derby gegen Hannover nicht über eine Nullnummer hinaus. Mit einer sehr defensiven Ausrichtung erkämpfte sich der destruktive Abstiegskandidat bei den hochüberlegenen, aber ideen- und konzeptlosen Hanseaten einen Punkt. Die Labbadia-Elf konnte selbst eine halbstündige Überzahl nicht in das siegbringende Tor ummünzen.
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Karim Haggui (li.) gegen Markus Berg
Auch mit unlauteren Mitteln kein Durchkommen: Karim Haggui bleibt gegen Markus Berg Zweikampf-Sieger.
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HSV-Coach Bruno Labbadia stellte seine Startelf nach dem 2:1-Erfolg gegen Lüttich in der Europa League auf zwei Positionen um. Für den gelbgesperrten Demel spielte Rincon auf der Rechtsverteidigerposition, Berg ersetzte Petric (Adduktorenprobleme).

Nach dem 1:4-Debakel gegen Köln konnte 96-Coach Mirko Slomka nicht auf Balitsch (Gelb-Rot-Sperre) zurückgreifen. Schlaudraff musste auf die Bank, Schmiedebach und Rausch besetzten die Außenverteidigerpositionen.

Slomka hatte im Interview vor der Partie angekündigt, dass er auf eine sehr defensive Ausrichtung setzen werde. Die Niedersachsen igelten sich so von Beginn an in ihrer eigenen Hälfte ein und erwarteten die Angriffe des Kontrahenten. Fast wäre das Konzept frühzeitig Makulatur gewesen, als Bergs Kopfball Fromlowitz vor eine harte Bewährungsprobe stellte (6.).

Dies sollte aber in der Anfangsphase die einzige zwingende Gelegenheit der Hanseaten bleiben. Zwar bekamen die Fans Einbahnstraßenfußball Richtung Gästetor zu sehen, besonders ideenreich war es aber nicht, wie die Labbadia-Elf ihre Offensivaktionen vortrug, zudem fehlte es häufig an Bewegung und Tempo.

Bis Mitte des ersten Durchgangs verhinderte die vielbeinige Gäste-Abwehr weitere Gefahrensituationen, ehe Berg Fromlowitz nach dessen zu kurzer Faustabwehr aus 15 Metern prüfte (23.). Glück dann für Hannover, das selbst offensiv bis dorthin über Ansätze nicht hinauskam, dass Aogo bei seinem fulminanten Distanzschuss nur den linken Pfosten traf (26.).

Mehr brachten die weiterhin ideenlosen Hamburger vor der Pause nicht mehr zustande. Alle weiteren Angriffsversuche prallten am massiven Abwehrbollwerk von 96 ab, das selbst bei einem von Stajner eingeleiteten Konter durch Schmiedebach wenigstens einmal Gefahr im gegnerischen Strafraum heraufbeschwor (36.).


Mit Guerrero für van Nistelrooy begannen die Gastgeber den zweiten Abschnitt. Nach einigen Minuten Ballgeschiebe, begleitet von vereinzelten Pfiffen, nahmen Haggui und Schulz den Peruaner im Strafraum in die Zange - Referee Sippel ließ weiterspielen (50.).

Stajner sah dann nach einem Disput mit Gegenpart Aogo Gelb (52.), was für den Tschechen alsbald Folgen haben sollte. Auf dem Rasen tat sich, was Ideenreichtum, Tempo und Spielfreude anging, nach wie vor nichts, Stajners Ampelkarte nach Foul an Pitroipa lieferte so den nächsten Aufreger (59.).

Nicht die konzeptlosen Hausherren hatten in den zweiten 45 Minuten die erste Torgelegenheit, sondern die dezimierten Niedersachsen durch Ya Konans Kopfball vom rechten Fünfereck (64.).

Mit Tesche und Trochowski für Rincon und Torum versuchte Labbadia seiner Elf neues Leben einzuhauchen (66.). Guerrero (68.) und Tesche (71.) hatten gute Kopfballchancen, ihr Visier aber nicht genau eingestellt.

Die Schlussphase brach an, Angriff auf Angriff brandete auf das Tor der Niedersachsen, die Versuche waren aber alle unbrauchbar - bis auf einen: Aogo flankte in den Strafraum, Guerrero sprang das Leder am Fünfmeterraum etwas weit von der Brust, so dass Pinto in höchster Not klären konnte (82.).

Mehr passierte nicht. 96 holte einen im Abstiegskampf vielleicht noch wertvollen Punkt, während Hamburg im Rennen um die internationalen Startplätze anscheinend langsam aber sicher die Luft ausgeht.

Hamburg reist am Donnerstag in der Europa League zum Rückspiel nach Lüttich. In der Bundesliga wartet dann die Partie beim VfL Bochum am Sonntag. Hannover empfängt am Samstag den FC Schalke.

kicker.de





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