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...   Erstellt am 30.03.2012 - 22:35Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Dortmund - Stuttgart 4 - 4


Gentner macht dem Wahnsinn ein Ende

Hitchcock stand Pate in einer prickelnden Partie auf höchstem Niveau, in der Stuttgart Dortmund ein etwas glückliches, aber nicht unverdientes Remis abtrotzte. Im ersten Durchgang ging der BVB aufgrund einer Vielzahl an Möglichkeiten gegen den keineswegs chancenlosen VfB folgerichtig in Führung, die er bald nach Wiederanpfiff ausbaute. Binnen weniger Minuten drehten die Gäste das Spiel, ehe sich der Meister im Wechselbad der Gefühle wieder als Sieger fühlen durfte, dabei die Rechnung aber ohne Gentner gemacht hatte.


Dortmunds Coach Jürgen Klopp tauschte nach dem 6:1 in Köln einmal Personal aus und brachte Kapitän Kehl für Bender.

Auf der anderen Seite brachte Stuttgarts Trainer Bruno Labbadia nach dem 1:0 gegen Nürnberg für Gelbsünder Cacau Sturmkollege Ibisevic nach dessen abgelaufener Gelbsperre.

Der BVB legte sofort den Vorwärtsgang ein, presste den VfB mit Macht in dessen eigene Hälfte. Kagawa näherte sich schon in der zweiten Minute gefährlich dem Tor an, genau wie Blaszczykowski wenig später (4.). Ulreich verhinderte gegen Kagawas Flachschuss den Rückstand (5.), ehe die Schwaben sich besser organisierten und erste Gegenzüge initiierten - Hajnal zwang erstmals Weidenfeller zum Eingreifen (9.).

Die Gäste verschoben sich nun weiter nach vorne, stellten die Passwege der Borussia gut zu und machten der Klopp-Elf in einer nun abwechslungsreichen Partie so das Leben vorübergehend sehr schwer. Sakai rettete noch gegen Lewandowski (16.), ehe urplötzlich Stuttgart ganz dicht vor der Führung stand: Nach flüssiger Stafette flankte Hajnal an den zweiten Pfosten, wo Schiebers Volleyschuss aus sechs Metern über den Balken flog (19.).

Es folgte wieder eine ganz starke Phase des Meisters, Gündogan leitete zwei Großchancen ein: Nach Pass des Mittelfeldakteurs umdribbelte Lewandowski Niedermeier und Keeper Ulreich, scheiterte aber an der Kopfballabwehr des zurückgeeilten Kapitäns vor der Linie (21.). Und nach butterweicher Flanke des Ex-Nürnbergers knallte Großkreutz das Leder an die Latte (24.).

Stuttgart konnte sich nur selten befreien, weil die Borussen intensiv gegen den Ball arbeiteten. Es gelang aber einmal doch: Ibisevic brach im Zentrum durch, spitzelte den Ball an Weidenfeller vorbei und fiel - kein Elfer, entschied Referee Weiner. Knifflig (30.).

Die Führung fiel auf der anderen Seite und war auf Grund der größeren Spielanteile und des Chancenplus des Meisters verdient: Schmelzer schlug eine Flanke von links an den Fünfer. Kehl übersprang Kvist und legt klasse vor für Kagawa, der die Kugel aus fünf Metern hoch unter die Latte jagte (33.).

Bis zum Wechsel hatten die Schwarz-Gelben alles unter Kontrolle. Gündogans Flachschuss rauschte knapp vorbei (41.), dann war Pause.


Ohne Personalwechsel starteten die beiden Teams in den zweiten Durchgang. Und Dortmund agierte nicht abwartend, sondern spielte sofort auf das zweite Tor. Pisczceks Knaller landete noch am Pfosten (48.), nur wenig später aber war es soweit: Nach feinem Diagonalpass von Hummels über die Abwehr hinweg stoppte sich Blaszczykowski halbrechts im Sechzehner den Ball und überwand Ulreich aus acht Metern (49.).

Die Schwaben kamen kaum zum Zug, mussten stetig auf der Hut sein vor nach wie blitzschnell umschaltenden Borussen (Lewandowski, 55., Blaszczykowski, 58.).

Stuttgart raffte sich Mitte des zweiten Abschitts auf. Kvists Distanzknaller prallte an den Pfosten (63.), Ibisevics Kopfball flog Zentimeter daneben (67.). Auf der Gegenseite hielt Ulreich sein Team gegen Blaszczykowski im Spiel (69.).

Zwei Minuten später war der VfB zurück in der Partie: Gentner, gerade eingewechselt, spielte an den Sechzehner zu Niedermeier, der volley ablegte auf Ibisevic. Gegen die Laufrichtung Weidenfellers netzte der Bosnier flach ins rechte Eck ein.

Und nun überschlugen sich die Ereignisse: Kehl verlor den Ball im Mittelfeld. Schieber ging halblinks durch und knallte das Leder von halblinks aus elf Metern durch die Beine von Weidenfeller ins Netz (79.)!

Die Borussia lag am Boden, stand aber wieder auf. Der VfB verlor den Ball im Vorwärtsgang. Kehl passte zu Hummels, der nicht angegriffen wurde und aus 18 Metern flach ins linke Eck einschoss (82.). Angetrieben vom frenetischen Publikum mobilisierte die Klopp-Elf letzte Kräfte - und der Wahnsinn fand eine weitere Fortsetzung: Schmelzer brachte eine Ecke von rechts, und der eingewechselte Perisic traf per Drop-kick aus acht Metern unter die Latte (87.).

Nun wähnte sich der Meister am Ziel, der VfB unternahm in der Nachspielzeit einen letzten Anlauf. Ein hoher Ball landete im gegnerischen Strafraum, Schmelzer legte per Kopf unfreiwillig auf Gentner vor. Der Joker umspielte Kehl und jagte den Ball aus acht Metern knallhart unter die Latte (90.+2)! Und dann war Schluss!

Dortmund gastiert am Samstag (15.30 Uhr) in Wolfsburg. Zeitgleich erwartet Stuttgart Besuch aus Mainz.

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...   Erstellt am 31.03.2012 - 17:39Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Leverkusen - Freiburg 0 - 2


Dank Schuster und Caligiuri - SCF weiter im Aufwärtstrend

Der SC Freiburg bleibt dank eines hochverdienten 2:0-Erfolgs in Leverkusen in der Erfolgsspur. Gegen die taktisch disziplinierten Breisgauer ließ es Bayer an kämpferischer und spielerischer Klasse vermissen. Nach vier Niederlagen in Folge droht Robin Dutt und seiner Elf nun der Absturz aus den internationalen Plätzen.

Robin Dutt musste seine Startelf nach dem 0:2 in Gelsenkirchen zweimal umstellen. Da Costa (Muskelfaserriss) und Schwaab (Bruch des Schienbeinkopfs) mussten passen. Friedrich rückte neu in die Innenverteidigung. Castro über die rechte Abwehrseite. Derdiyok bekam die Chance als zweiter Angreifer neben Kießling.

Beim SC Freiburg setzte Christian Streich auf die gleiche Startelf, die eine Woche zuvor für ein 2:0 gegen Kaiserslautern gesorgt hatte.

Der SC Freiburg startete hellwach in die Partie und störte das Aufbauspiel der Leverkusener bereits tief in der Hälfte Bayers. Caligiuri prüfte Leno früh mit einem Distanzschuss (3.). Die Rheinländer zeigten sich vom laufintensiven Verteidigungsspiel der Gäste beeindruckt und boten dem SCF zugleich selbst Räume. In der 8. Minute konnte Mujdza bis in den Bayer-Strafraum marschieren und legte flach in die Mitte ab. Dort versuchte Castro kunstvoll mit der Hacke zu klären. Doch der Ball landete genau auf dem Kopf von Schuster, der mit einem Kopfball ins leere Tor bedankte.

Auch danach kam Bayer zunächst überhaupt nicht zur Entfaltung. Freiburg hatte die Begegnung in dieser Phase gut im Griff, ging aber seinerseits in der Offensive kein Risiko ein. Es dauerte bis in die 33. Minute, ehe Leverkusen durch Rolfes, der Baumann mit einem Schuss vom Strafraumrand zu einer Parade zwang, zur ersten guten Torchance kam. Diese wirkte wie eine Initialzündung. Denn plötzlich entwickelte Bayer mehr Zug zum Tor.

Kurz darauf köpfte Derdiyok aus zehn Metern im hohen Bogen nur knapp am Tor vorbei (35.). Noch in der gleichen Minute zielte Kießling mit einem wuchtigen Schuss vom Strafraumrand nur knapp links neben das Gehäuse. Wenig später verschätzte sich Keeper Baumann bei einer Freistoß-Flanke der Leverkusener, doch Kießlings Kopfball vom Fünfmeterraum ging nicht nur über Baumann, sondern auch knapp über das Tor hinweg (37.). Nach dem Ende der aus Sicht der Dutt-Elf enttäuschenden ersten Hälfte verabschiedeten die Fans in der BayArena ihr Team mit Pfiffen in die Kabine.
Caligiuri darf ungestört treffen

Nach der Pause brachte Robin Dutt Offensivspieler Ortega für Friedrich, dessen Posten in der Innenverteidigung zunächst Reinartz übernahm, der allerdings nach nur zehn Minuten selbst zugunsten von Oczipka weichen musste. Doch die Wechsel zeigten nicht die erhoffte Wirkung. Denn die Freiburger starteten wie schon in der ersten Hälfte besser.


Zwar hatte Castro in der 56. Minute mit einem Schuss aus spitzem Winkel die erste Tormöglichkeit des zweiten Abschnitts für die Rheinländer. Der Deutsch-Spanier übersah dabei allerdings den in der Mitte besser postierten Kießling. Effektiver waren aber die Breisgauer: Caligiuri wurde auf der linken Seite nicht angegriffen, zog nach innen und vollstreckte aus etwa 17 Metern ins rechte obere Toreck (60.).

Der zweite Gegentreffer schien die Leverkusener nocht weiter zu verunsichern. Der SCF hingegen wurde immer selbstbewusster. Makiadi per Freistoß (65.) und Schuster aus der Distanz (66.) zielten nur knapp über das Tor. Auf der Gegenseite war es einzig Kießling, der hin und wieder für Gefahr sorgte. Baumann ließ sich aber vom Schuss des Stürmers aus spitzem Winkel in der 67. Minute nicht überraschen.

In den letzten 20 Minuten gelang es der Bayer-Elf nicht mehr, auch nur Ansätze einer Schlussoffensive zu initieren. Gefährlicher waren die Gäste. Guedé zielte aus spitzem Winkel nur knapp links am Tor vorbei (72.). Der Sekunden zuvor eingewechselte Flum scheiterte aus zentraler Position im Strafraum per Kopf an Leno (75.). Danach plätscherte die Begegnung, souverän kontrolliert von der Streich-Elf, dem Ende entgegen.

Leverkusen gastiert am Sonntag in einer Woche in Hamburg. Freiburg erwartet am Samstag den 1. FC Nürnberg.

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Lautern - Hamburg 0 - 1


Jansen sorgt für die Big Points

18 Spiele ohne Sieg - der Abwärtstrend des 1. FC Kaiserlautern hält auch unter Neu-Coach Krassimir Balakov weiter an. Die Pfälzer unterlagen im Keller-Duell zuhause gegen den Hamburger SV in einem umkämpften Spiel mit 0:1 und blieben auch siebten Bundesliga-Heimspiel gegen die Hanseaten ohne Dreier. Die 2. Liga rückt immer näher! Dagegen verschaffte sich der HSV im Abstiegskampf etwas Luft und beendete zugleich die eigene Negativserie von zuletzt sechs sieglosen Spielen in Serie.


Kaiserslauterns Trainer Krassimir Balakov konnte bei seinem Heimdebüt auf den wiedergenesenen Wagner vertrauen. Der Stürmer ersetzte dann sogleich Fortounis, der beim 0:2 in Freiburg noch in der Startelf gestanden hatte.

Hamburgs Coach Thorsten Fink stellte im Vergleich zum 1:2 in Wolfsburg ebenfalls auf einer Position um: Kacar ersetzte im zentralen Mittelfeld Rincon (Schienbeinverletzung).

Vor allem dem HSV war die jüngste Talfahrt zu Beginn anzumerken. Die Hamburger wirkten extrem nervös, leisteten sich sehr viele leichte Ballverluste und agierten oft zu zögerlich - niemand wollte sich einen Fehler erlauben. Genau das öffnete den Pfälzern aber Tür und Tor: Der FCK machte den besseren Eindruck, agierte mutiger, war zielstrebiger nach vorne und sorgte nach elf Minuten erstmalig für Furore: Nach Sippels flachem Abschlag durfte de Wit förmlich durchs Zentrum spazieren und aus 22 Metern abziehen. Drobny war aber hellwach und parierte den von Mancienne abgefälschten Schuss glänzend.


Danach wachten die Hanseaten endlich auf und stabilisierten sich. Die Partie wurde fortan offener und unterhaltsamer - Bergs Kopfball landete in den Armen von Sippel (16.). Auf der Gegenseite segelte ein weiter Einwurf von rechts durch den Strafraum und landete bei de Wit, der aus elf Metern an Drobny scheiterte (24.).

Es blieb umkämpft. Beim FCK kam der finale Pass nicht an, während sich die Hamburger im Spielaufbau schwer taten und im Mittelfeld den Ball häufig verloren. In der 28. Minute kamen die Norddeutschen dann einmal durch: Aogo durfte gleich zweimal flanken und brachte die Kugel zu Berg. Der Schwede bewies Übersicht und legte quer zu Ilicevic. Dessen Schuss blockte Yahia im eigenen Sechzehner noch mit der Hand ab, der Abpraller landete allerdings bei Jansen - 1:0.

Der Treffer hatte gesessen. Bei den Pfälzern machte sich in der Folge Unzufriedenheit breit: Frust, Meckereien und kleinere Fouls rückten auf die Tagesordnung. Das spielte dem HSV logischerweise in die Karten, die Hamburger schalteten auf Verwaltung um und brachten die knappe Führung sicher in die Halbzeit.
Diekmeier muss ausgewechselt werden - Ilicevic scheitert am Querbalken



Zum Seitenwechsel musste Fink reagieren, Diekmeier hatte bereits zuvor medizinische Behandlung verlangt und konnte offenbar nicht weitermachen. Sala kam neu rein. Der HSV wollte jetzt die Vorentscheidung und hätte durch Jansen (47.) und Kacar (48.) rasch nachlegen können. Jansen war aber zu überrascht und schoss vorbei, während der Serbe per Kopf an Sippel scheiterte. Auf der Gegenseite sauste Tifferts Direktabnahme klar drüber (53.), ehe Sahan unbedrängt aus sieben Metern in Drobny seinen Meister fand (54.).

Die "Roten Teufel" bewiesen Moral und bemühten sich immerhin um den Ausgleich, nur fehlte es eben wie so oft in dieser Saison an Durchschlagskraft. Auf der Gegenseite sah das schon besser aus: Petric schoss zuerst knapp rechts vorbei (55.) und bekam dann einen Elfmeter nach klarem Check von Sippel nicht zugesprochen (57.), Ilicevic machte es dann zu genau und knallte die Kugel an die Latte (63.).

Weil der HSV nicht nachlegte, blieb es bis zum Schluss ein emotionales und äußerst enges Duell. Der eingewechselte Fortounis konnte Drobny nicht bezwingen (70.), während Wagner nach Fehler von Westermann aus 16 Metern knapp drüber schoss (72.). Je näher der Schlusspfiff rückte, desto nervöser und fehlerbehafteter wurden die Pfälzer. Ansehnlich war die Partie nicht mehr, dafür umso spannender. Tore fielen allerdings keine mehr, sodass dem HSV am Ende der Big Point gelang, auch weil Referee Thorsten Kinhöfer in der 88. Minute ein Foul von Kacar an Sahan im HSV-Strafraum übersah.

Der 1. FC Kaiserslautern ist am kommenden Samstag erneut auf dem Betzenberg gefordert, die TSG Hoffenheim kommt zu Besuch. Hamburg spielt tags darauf gegen Bayer Leverkusen.

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Augsburg - Köln 2 - 1


Augsburg mit großen Schritt Richtung Klassenerhalt

Gegen eine seltsam gehemmt und passiv wirkende Kölner Mannschaft machte der FC Augsburg von Beginn an viel Druck und ließ wenig Zweifel an der Ernsthaftigkeit des Unternehmens Klassenerhalt. Die Gäste hatten kaum Torchancen und standen klar im Schatten des Aufsteigers. Völlig verdient holten sich die Kölner damit ihre 500. Bundesliga-Niederlage ab.


Augsburgs Trainer Jos Luhukay nahm nach dem 1:1 von Bremen in der Vorwoche zwei Veränderungen in seiner Startformation vor: In der Defensive ersetzte Ostrzolek Davids und im Sturm kam Nando Rafael für Hain zum Einsatz. Nur eine Position besetzte Stale Solbakken auf Seiten des 1. FC Köln nach dem 1:6-Debakel gegen Dortmund neu. Auf der rechten Außenverteidigerposition begann Jemal für Brecko.


Die Heimelf kam gut in die Partie und begann sofort die Abwehr der Kölner zu fordern. Dabei war FC-Keeper Rensing früh gefordert. Zunächst fing er einen Freistoß von Bellinghausen ab (3.), dann hielt er sicher gegen einen Direktschuss von Baier (8.). Die dickste Möglichkeit der Gastgeber tat sich in der zehnten Minute auf, als Nando Rafael für Bellinhausen im Strafraum auflegte. Doch auch in dieser Szene blieb Rensing Sieger und klärte mit einem Klasse-Reflex.

In der Folgezeit kamen die Kölner zwar besser zu Recht, da der Druck der Augsburger nachließ, doch konstruktives Spiel nach vorne war bei den Gästen nicht zu sehen. Anders die Augsburger, die immer wieder, vor allem über die linke Seite, gefährlich nach vorne stießen. Es war wenig überraschend, dass auch der Führungstreffer der Hausherren über links vorbereitet wurde. Bellinghausen beschäftigte an der Strafraumecke zwei Kölner Verteidiger, die nicht entschlossen genug eingriffen. Der augsburger legte ab für Koo, der aus 18 Metern abzog und den Ball per Flachschuss zur Führung links unten versenkte (19.).

In der Folgezeit wirkte Köln angeschlagen. Die Augsburger hatten wenig Mühe die Angriffsversuche der Gäste bereits im Keim zu ersticken. Zudem gingen zu viele Zweikämpfe an die Heimelf. Jentzsch im Augsburger Kasten war zur Tatenlosigkeit verurteilt. Auf der Gegenseite brachten die Augsburger immer wieder die rechte Kölner in Schwierigkeiten und sorgten damit für Gefahr für Rensing. Die beste Gelegenheit hatte aber Bellinghausen mit einem Weitschuss, den Rensing aber in der 36. Minute halten konnte.

In den Schlussminuten der ersten Hälfte wurde das Spiel turbulent. Dafür sorgte vor allem Schiedsrichter Welz mit zwei Elfmeter-Entscheidungen. Zunächst waren die Kölner an der Reihe. Podolski nahm den Ball im Strafraum mit der Brust an und wurde dabei von Sankoh bedrängt. Baier wollte offenbar klärend eingreifen, traf den Kölner Nationalspieler allerdings mit dem Fuß am Rücken. Welz entschied sofort auf Strafstoß, den Podolski sicher verwandelte.

Die Kölner wähnten sich danach offenbar schon mit einem Unentschieden in der Kabine, doch Augsburg setzte noch einmal nach. Koo schickte vor dem Strafraum Baier mit einem Steilpass los. Sereno versuchte im Strafraum noch zu retten und räumte mit einer ungestümen Aktion Baier und Ball ab. Schiedsrichter Welz sah ein elfmeterwürdiges Foul und zeigte erneut auf den Punkt. Nando Rafael erwies sich als nervenstark und versenkte die Kugel zur Augsburger Pausenführung hinter Rensing.

Kölns Coach Stale Solbakken versuchte nach Wiederanpfiff mit Brecko für Peszko mehr Stabilität ins Spiel der Gäste zu bekommen, doch in der Partie änderte sich wenig. Der FCA war ständig im Vorwärtsgang unterwegs, während sich die Kölner seltsam passiv und harmlos präsentierten.

Ohne den ganz großen Druck aufbauen zu müssen kamen die Augsburger immer wieder zu Möglichkeiten und die Kölner mussten froh sein, Mitte der zweiten Hälfte nur mit einem Tor in Rückstand zu sein. Bellinghausen beförderte in der 54. Minute einen Freistoß nur denkbar knapp über das Tor. Nando Rafael wurde in der 61. Minute im letzten Moment von Brecko gestoppt und Ndjeng jagte in der 63. Minute den Ball völlig frei Richtung Tribüne. Dem gegenüber stand lediglich ein Weitschuss von Podolski, der fast schon in die Kategorie Verzweiflung einzuordnen war, und Jentzsch kaum forderte (62.).

Für die Schlussphase gaben beide Trainer dir Richtung mit ihren Auswechslungen vor. Stale Solbakken setzte mit Chong Tese für Geromel auf totale Offensive, während Jos Luhukay mit Callsen-Bracker für Ndjeng auf "Halten" setzte.

Wer einen Sturmlauf der Kölner erwartet hatte sah sich aber getäuscht. Augsburg setzte nach und hatte die Chancen. Allerdings müssen sich die Luhukay-Schützlinge den Vorwurf gefallen lassen, nicht frühzeitig für klare Verhältnisse im Spiel gesorgt zu haben. Vor allem Kölns Torwart Rensing entwickelte sich zum Albtraum der Augsburger Stürmer. Gegen Mölders retete er in der 80. und 85. Minute zwei Mal fantastisch.

Doch aller Einsatz des Keepers reichte für den FC nicht. Auch in den Schlussminuten waren die Augsburger dem dritten Tor näher als Köln dem Ausgleich. Trotz der Wichtigkeit der Partie konnten sich die Kölner vor allem in der Offensive nicht am Riemen reissen und blieben bis zum Schlusspfiff blaß und ohne echte Tormöglichkeit.

Augsburg gastiert am Samstag beim FC Bayern (15:30 Uhr). Köln spielt am Samstag zeitgleich gegen Werder Bremen.

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...   Erstellt am 31.03.2012 - 17:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Nürnberg - Bayern 0 - 1


Robben nutzt Marohs Patzer

Der FC Bayern entschied das faire bayerische Derby in Nürnberg verdient zu seinen Gunsten. Im ersten Durchgang ließen es die Münchner gegen zweikampfstarke Franken noch an Zielstrebigkeit und Tempo fehlen. Nach Wiederanpfiff drängte der Rekordmeister den FCN immer mehr in die Defensive und nutzte einen Abwehrfehler der ansonsten gut organisierten Gastgeber zum Sieg, der in der Schlussphase auf des Messers Schneide stand.

Club-Coach Dieter Hecking musste nach dem 0:1 in Stuttgart auf den verletzten Esswein (Innenbandverletzung am Knie) verzichten, den Pekhart ersetzte.

Bayern-Trainer Jupp Heynckes stellte seine Anfangsformation im Vergleich zum 2:0 in der Champions League in Marseille auf drei Positionen um: Contento, Tymoshchuk und Pranjic rückten für Alaba, Luiz Gustavo und Ribery ins Team.

Vor ausverkauftem Haus gehörte Wollscheid per Kopf nach einer Ecke die erste Möglichkeit der Partie (7.). Nürnberg erwartete die Bayern, die mit viel Ballbesitz, aber ohne Zug zum Tor agierten, meist sehr tief stehend. Der Club doppelte den ballführenden gegnerischen Akteur, ging energisch in die Zweikämpfe und verstand es so in der Anfangsphase bestens, den Kontrahenten in Schach zu halten.

Vereinzelt setzte der gut organisierte FCN, der es verstand, die Bayern-Flügel aus dem Spiel zu nehmen, Nadelstiche. Hlousek kam nach Chandler-Flanke am linken Fünfereck nicht richtig ran (15.), Pinolas Fernschuss strich vorbei (23.). Von der Heynckes-Elf war offensiv wenig zu sehen. Viel Sand war im Getriebe des pomadigen FCB, der mit überschaubarem Tempo und ohne Zielstrebigkeit nichts ausrichten konnte.

Zähflüssig plätscherte die Partie vor sich hin. Wie aus dem Nichts fiel fast das 1:0 für den Favoriten, als Robben nach einer der wenigen flüssigen Stafetten freistehend vorbeiköpfte (34.). Nur eine Minute später knallte Pranjic vom linken Strafraumeck drüber.

Dann aber wäre der ansonsten auf Konter setzende Club nach einer Eckballserie fast mit einer Führung in die Kabine gegangen: Neuer tauchte nach Hlouseks Hereingabe unter dem Ball durch, doch Simons zu überrascht und brachte die Kugel per Kopf nicht Richtung Tor (43.).


Mit Mak für Hlousek (Innenbandverletzung am Knie) startete Nürnberg in den zweiten Durchgang. Der Rekordmeister zog nun das Tempo an, drängte die Hausherren weit in die Defensive und hatte durch Müller eine gute Chance (49.).

Die Drangphase der Gäste ebbte schnell wieder ab. Der FCB blieb überlegen, ohne aber Angst und Schrecken zu verbreiten, weil es den Franken wieder gelang, die Räume zu verdichten. Heynckes reagierte, brachte in kurzen Abständen Schweinsteiger und Ribery für Tymoshchuk und Pranjic (55., 57.).

Mitte der zweiten 45 Minuten nahm der Druck des Favoriten wieder zu. Der Club agierte nun nur noch mit Befreiuungsschlägen, Entlastung war nun ein Fremdwort. Gomez netzte ein, Vorbereiter Müller wurde aber wegen Abseits zurückgepfiffen - Fehlentscheidung (66.)!

Die Münchner legten sich den Kontrahenten nun zurecht, und wenig später aber war es passiert: Kroos schnappte sich Marohs schlimmen Fehlpass vor dem Strafraum. Der Nationalspieler hob die Kugel zu Ribery, dessen Gewaltschuss aus 16 Metern Schäfer parierte. Robben krallte sich den Abpraller vor Pinola und traf mit dem linken Außenrist ins rechte Eck (69.).

Gegen clevere Bayern dauerte es bis ganz kurz vor Schluss, ehe die Hecking-Elf entschlossen ihre Chance suchte. Bis dorthin vergaben Robben und Gomez (Lattenkopfball) eine Doppelchance zur Entscheidung (87.). Eine Minute später landete Cohens Fernschuss nach Neuers unorthodoxer Faustabwehr an der Latte, und auch Wollscheids Kopfballchance in der Nachspielzeit hätte durchaus den Ausgleich bringen können.

So aber blieb es beim unter dem Strich verdienten Erfolg der Münchner, die den Rückstand auf Dortmund nun auf drei Punkte verkürzt haben. Drei Punkte beträgt nurmehr auch das Club-Polster auf Relegationsplatz 16.

Nürnberg hat am kommenden Samstag (15.30 Uhr) das Abstiegsduell in Freiburg vor der Brust, bei dem der gelbgesperrte Wollscheid fehlen wird. Bayern empfängt am Dienstag zum Rückspiel im Champions League Viertelfinale Marseille, ehe in der Liga am Samstag (15.30 Uhr) das nächste Derby gegen Augsburg ansteht.

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Bremen - Mainz 0 - 3


Szalai & Choupo-Moting schießen Werder ab

Der 1. FSV Mainz 05 hat wichtige Punkte im Abstiegskampf gesammelt. Beim deutlichen 3:0-Auswärtssieg in Bremen zeigten die Gäste eine disziplinierte Defensivleistung und blieben dabei offensiv stets gefährlich. So büst der SV Werder drei Zähler im Rennen um die internationalen Plätze ein.

Thomas Schaaf konnte im Vergleich zum 1:1 gegen den FC Augsburg wieder auf Stammtorwart Wiese zurückgreifen und stellte ihn für Mielitz zwischen die Pfosten. Außerdem kehrten die zuletzt gesperrten Pizarro und Bargfrede zurück und durften für Füllkrug und Schmitz von Beginn an ran.

Thomas Tuchel änderte seine Startelf nach der 1:3-Heimniederlage gegen Hertha BSC auf drei Positionen: Stürmer Zidan bekam eine künstlerische Pause. Für ihn durfte Ivanschitz starten. Außerdem bekamen Noveski und Baumgartlinger den Vorzug vor Caligiuri und Choupo-Moting.

Beide Teams gönnten sich eine längere Abtastphase. Werder baute das Spiel geduldig auf, Mainz störte schon früh mit Pressing und lauerte auf Fehler der Bremer Viererkette. Einen solchen nutzte Ivanschitz zur ersten guten Torchance: Sein wuchtiger Schuss aus 18 Metern strich nur knapp am rechten Pfosten vorbei (7.).

Fortan drängten die Hanseaten den FSV immer weiter in die eigene Hälfte, hatten viel Ballbesitz und kontrollierten das Spiel. Nach einer Hartherz-Ecke brannte es erstmalig im Strafraum der 05-er: Bungert klärte nur schlampig, so dass Bargfrede in Szene gesetzt werden konnte: Aus elf Metern köpfte der defensive Mittelfeldspieler an den Pfosten (13.).

Ausgerechnet in der Bremer Drangphase schlugen die Mainzer zu: Ivanschitz spielte in die Nahtstelle der Viererkette auf Szalai, der im Strafraum Affolter stehen ließ und den Ball aus elf Metern unter die Latte hämmerte (19.).

Werder suchte lange nach einer passenden Antwort, doch den Hausherren fehlte es an kreativen Ideen und Durchschlagskraft. Mainz stand kompakt mit drei defensiven Mittelfeldspielern vor der Viererkette. Bremen schaffte es nicht, dieses Bollwerk zu überwinden. So blieb es in den Strafräumen ruhig. Erst kurz vor dem Pausenpfiff wurde es noch einmal spannend: Ivanschitz zirkelte einen 25-Meter-Freistoß aus halbrechter Position ans Lattenkreuz (41.). Im Gegenzug scheiterte Junuzovic frei vor Wetklo (42.).

Schaaf reagierte zur Halbzeit und brachte mit Marin einen Offensivspieler. Werder blieb dominant, biss sich aber weiterhin die Zähne aus. Mainz setzte dagegen aus einer stabilen Defensive heraus weiter Nadelstiche: Zabavnik flankte von links in den Strafraum, wo sich der eingewechselte Choupo-Moting gegen Hartherz durchsetzte und dann frei vor Wiese aus elf Metern zum 2:0 einschoss (48.). Die Grün-Weißen protestierten, hatten sie ein Foulspiel an Hartherz gesehen. Schiedsrichter Knut Kircher (Rottenburg) wertete Choupo-Motings leichten Schubser aber nicht als unfair.

Wenig später rückte der Unparteiische erneut in den Fokus: Pizarro hatte einen langen Ball im Strafraum mit Hilfe seines Armes unter Kontrolle gebracht, ehe er ihn im Netz versenkte. Kircher entschied auf Handspiel (64.). Das war natürlich ein psychologischer Nackenschlag für die Hanseaten, die sich in einer immer hitziger werdenden Partie in zahlreichen Zweikämpfen aufrieben.

So entwickelte sich die Partie zum Geduldsspiel für Werder. Das spielte wiederum dem FSV in die Karten, die durch Konter stets gefährlich blieben. Nach einer Baumgartlinger-Flanke behinderten sich Torwart Wiese und Fritz gegenseitig und servierten Choupo-Moting den Ball so auf dem Silbertablett: Der Stürmer konnte in das leere Tor einschieben und auf 3:0 erhöhen (74.).


So war die Luft in der Schlussphase raus. Mainz verwaltete das Ergebnis, Bremen rannte weiter an, fand aber kein Durchkommen gegen das disziplinierte Abwehrbollwerk der Gäste.

Für Bremen geht es nächsten Samstag beim 1. FC Köln weiter. Zeitgleich hat auch Mainz ein Auswärtspiel und muss zum VfB Stuttgart reisen.

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Hertha - Wolfsburg 1 - 4


Mandzukic verpasst Hertha den K.o.

Gut gebrüllt, aber nichts gerissen! Die Berliner Hertha unterlag trotz einer ansprechenden Leistung dem VfL Wolfsburg am Ende deutlich und läuft nun Gefahr, den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze zu verlieren. Die Niedersachsen, die zuvor neunmal in Folge in der Hauptstadt nicht gewinnen konnten, befinden sich indes nach dem vierten Sieg in Folge weiter im Aufwind und stehen mittendrin im Gerangel um die Europa-League-Plätze.

Berlins Trainer Otto Rehhagel sah nach dem 3:1-Erfolg in Mainz keinen Grund für personelle Änderungen und brachte dieselbe Elf.

VfL-Coach Felix Magath indes hatte beim 2:1 gegen Hamburg Träsch erstmals in dieser Saison nicht in die Startelf berufen. Gegen die "Alte Dame" war der Kapitän aber wieder an Bord und verdrängte Hasebe auf die Bank.

Die Rollenverteilung im Olympiastadion war schnell klar. Die Berliner ließen den Gegner kommen und schalteten nach eigenen Ballgewinnen enorm schnell um. Ramos (5.), Rukavytsya (6.) und Raffael (7.) setzten erste Ausrufezeichen. Der VfL tat sich schwer und offenbarte vor allem in der Defensive große Unstimmigkeiten. Die Niedersachsen verteidigten sehr hoch, ließen dabei aber oft lange Bälle auf die Außen passieren. So fiel dann auch die Führung der "Alten Dame": Ben-Hatira bediente maßgenau Rukavytsya, der freie Bahn hatte, dann aber im Eins-gegen-eins an Benaglio scheiterte. Der Abpraller landete jedoch bei Kobiashvili, der ins leere Tor einschob (13.).

Die Wölfe rappelten sich danach allerdings auf und drängten nun auf den Ausgleich - Schäfer prüfte Kraft aus der Distanz (22.). Die Herthaner schauten aber nicht tatenlos zu, vielmehr setzten sie immer wieder Nadelstiche (22., Ben-Hatira). Die 29. Minute ging dann jedoch als bitterer Moment in die Klubhistorie des BSC ein: Nachdem Mandzukic den Ball mit der Brust angenommen und gekonnt Dejagah bedient hatte, flankte dieser scharf nach innen. Dort wollte Janker klären, beförderte den Ball aber zu seinem Pech ins eigene Netz. Damit nicht genug, denn dem VfL gelang kurz darauf der Doppelschlag. Wieder war Dejagah der Ausgangspunkt, diesmal netzte mit Helmes aber ein Wolfsburger ein - und das tat dieser mit einer tollen Direktabnahme ins lange Eck (34.).
Rehhagel geht mehr Risiko - Außenbandriss im Sprunggelenk bei Hubnik

Das Blatt war gewendet, doch die Berliner zeigten sich unbeeindruckt und spielten weiter munter mit - Ramos scheiterte an Benaglio (37.). Mittlerweile war es ein abwechslungsreiches Duell, da der VfL in der Begegnung angekommen war. Die Niedersachsen sorgten ein ums andere Mal über den agilen Dejagah (39., 43.) und Mandzukic (45.) für Furore, konnten bis zur Pause aber keinen weiteren Treffer nachlegen.

Mit 1:2 aus Sicht der Herthaner ging es also im zweiten Durchgang weiter. Rehhagel ging in diesem höheres Risiko, brachte Stürmer Lasogga für Linksverteidiger Bastians und stellte sein System somit auf 4-4-2 um. Und das Duell nahm gleich Fahrt auf. Auf Berliner Seite scheiterte Ben-Hatira an Benaglio (48.), beim VfL hatte Mandzukic kein Abschlussglück (51.).

Es war ein unterhaltsames und munteres Spielchen, in dem der Aufsteiger zusehends mehr riskierte und sich weitere gute Möglichkeiten erarbeitete. Die Chancenverwertung der "Alten Dame" war aber extrem dürftig - so schoss Lasogga aus neun Metern völlig freistehend neben den Kasten (62.), während Ramos viel zu überhastet abschloss und bei einem Konter im Eins-gegen-eins an Benaglio nicht vorbeikam (63.). Kurz zuvor war die Partie für Hubnik beendet, der Tscheche musste aufgrund eines Außenbandrisses im Sprunggelenk gegen Neumann ausgetauscht werden.

Hertha glaubte allerdings an sich und spielte weiter mit Herz und Leidenschaft, Ramos versemmelte den nächsten Hochkaräter und köpfte aus vier Metern knapp drüber (73.). Die zahlreichen liegengelassenen Möglichkeiten sollten sich dann rächen: Nach 77 Minuten verschätzte sich Neumann bei einem langen Ball von Träsch, und Mandzukic netzte aus spitzem Winkel sicher ins linke Eck ein. Das war der K.o.! Bei den Gastgebern traten nun Zerfallserscheinungen auf, Wolfsburg nutzte das eiskalt aus: Mandzukic bediente bei einem Konter Helmes, der aus 15 Metern sehenswert in den rechten Winkel schlenzte und den 4:1-Endstand markierte (81.).

Für die "Alte Dame" geht der Abstiegskampf am kommenden Samstag im Topspiel in Gladbach weiter, drei Stunden zuvor empfängt der VfL Wolfsburg die Dortmunder Borussia.

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...   Erstellt am 01.04.2012 - 17:32Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hannover - Gladbach 2 - 1


Nordtveits Weckruf kommt zu spät

In einem lange Zeit von den jeweiligen Defensivreihen geprägten Spiel gewann Hannover 96 gegen Borussia Mönchengladbach mit 2:1 und fuhr damit einen eminent wichtigen Dreier im Rennen um die Europa-League-Plätze ein. Beide Mannschaften überzeugten zuvor durch viel Engagement und eine aufmerksame Deckung, leisteten sich nach vorne aber zu viele Ungenauigkeiten. Die Niedersachsen zeigten sich nach der Pause effektiver, fuhren ihren 250. Bundesligasieg ein und bleiben damit in der laufenden Saison zuhause ungeschlagen.


Hannovers Trainer Mirko Slomka wechselte nach der 1:2-Europa-League-Pleite bei Atletico Madrid: Schulz und Ya Konan spielten für Schmiedebach und Stindl, die beide mit Problemen im Adduktorenbereich passen mussten. Für Eggimann war es ein besonderes Spiel, bestritt er doch somit sein 100. Bundesligaspiel.

Ebenfalls für zwei Änderungen entschied sich Gladbachs Coach Lucien Favre: Im Vergleich zum 1:2 gegen Hoffenheim verdrängten Nordtveit (nach Gelb-Sperre) und der wiedergenesene Stranzl Brouwers und Marx auf die Bank. Dort fand sich auch der ehemalige Hannoveraner Hanke wieder, der mit leichten Adduktorenproblemen geschont wurde.


Gladbach erwischte den besseren Start und erspielte sich anfangs durch variables und sicheres Passspiel klare Feldvorteile. Der Spielaufbau der Borussia wirkte flüssig, allerdings war meist am gegnerischen Sechzehner Schluss. Die auf Konter lauernden Hannoveraner verstanden sich darauf, die Räume in und um den eigenen Sechzehner zuzustellen. Nach einer Ecke mussten die 96er aber die erste brenzlige Situation überstehen, als de Camargo am rechten Pfosten nur einen Schritt zu spät kam (10.). Kurz darauf tauchte Daems aussichtsreich vor Zieler auf, der Belgier hatte den Ball aber auf dem "falschen" Fuß und konnte mit seinem flachen Rechtsschuss daher nicht wirklich für Gefahr sorgen (14.).

Danach wachten die Niedersachsen, die zuvor nur durch harmlose Fernschüsse auf sich aufmerksam gemacht hatten, auf und gestalteten das Spiel fortan deutlich offener. Es entwickelte sich ein intensives Duell, dem es aber an klaren Torraumszenen mangelte. Der Grund dafür war, dass beide Mannschaften durch aufwendiges Laufspiel überzeugten und den gegnerischen Offensivreihen kaum Freiräume gewährten. Bis auf zwei Fernschüsse von Schlaudraff (33.) und Schulz (41.) passierte im ersten Durchgang nichts mehr.
Ya Konan und Diouf stechen eiskalt zu - Gladbach wacht zu spät auf

Nach dem Seitenwechsel nahm die Intensität zu. Die Begegnung wurde hitziger, emotionaler und aufregender. Das Bemühen, nach vorne zu spielen, war beiden Teams nicht abzusprechen, nur mangelte es weiterhin an Präzision. Ironischerweise brachte dann aber eine Ungenauigkeit die Hannoveraner in Führung: Stranzls zu kurze Kopfballabwehr landete bei Rausch, der aus 16 Metern direkt abzog. Sein Schuss misslang, mutierte dadurch aber zur Vorlage für Ya Konan, der aus sechs Metern an ter Stegen vorbei ins leere Tor einschob (57.).

Die Gladbacher waren jetzt gefordert. De "Fohlen" drehten den Schalter auch um und drängten nun verstärkt nach vorne, taten sich aber gegen defensiv weiterhin bestens organisierte Niedersachsen schwer. Favre reagierte und wechselte mit Hanke und Wendt frische Offensivkräfte ein. Das Spiel der Gäste wurde danach lebhafter - Hanke (68.), Reus (70.) und Arango (71.) setzten erste Impulse. Etwas später köpfte Jantschke nach einer Ecke knapp links vorbei (75.).

Dann stachen die 96er aber eiskalt zu: Pinto drosch den Ball aus dem Zentrum auf die linke Seite zu Schlaudraff, der im Fünfer Diouf bediente - 2:0 (76.). Alles klar? Nein! Nordtveit setzte in der 78. Minute zum Solo an, machte drei Mann nass, verkürzte schließlich aus 15 Metern zentraler Position und hielt die Hoffnung der Gladbacher am Leben. In den Schlussminuten, in denen der 18-jährige Younes bei der Borussia sein Bundesliga-Debüt feierte, probierten es die Gäste dann auch noch einmal, mussten sich letztlich mit der Niederlage dann aber doch abfinden, auch weil Zieler in der Nachspielzeit sowohl gegen Reus (90.+2) als auch Sekunden danach gegen Daems stark parierte.

Für die Hannoveraner steht am kommenden Donnerstag der Europapokalkracher gegen Atletico Madrid auf dem Programm. Vor eigenem Publikum können die Niedersachsen dann den Halbfinaleinzug in der Europa League perfekt machen, ehe sie am Sonntag auf Schalke gefordert werden. Die Mönchengladbacher Borussia indes empfängt am Samstag die Berliner Hertha.

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...   Erstellt am 01.04.2012 - 19:26Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hoffenheim - Schalke 1 - 1


Der "Hunter" kontert Salihovic vom Punkt

Hoffenheim und Schalke trennten sich in einer temporeichen und intensiven Partie mit einem gerechten Remis. Die Kraichgauer waren im ersten Durchgang das aktivere Team, kamen aber erst nach ausgelassener Großchance der Gäste richtig ins Rollen und erzielten nach einer halben Stunde die Führung. Nach Wiederanpfiff fielen die taktischen Zwänge, das Europacup-geplagte S04 hatte dennoch mehr zuzulegen und kam zum Ausgleich.


Hoffenheims Trainer Markus Babbel brachte im Vergleich zum 2:1 bei Borussia Mönchengladbach in der Innenverteidigung Vestergaard für den gelbgesperrten Compper. Des Weiteren mussten Williams und Babel weichen, für die Roberto Firmino und Schipplock ran durften.

S04-Coach Huub Stevens musste nach dem 2:4 im Viertelfinalhinspiel der Europa League gegen Athletic Bilbao auf den verletzten Keeper Hildebrand (Kapsel- und Bänderverletzung am Ellbogen) verzichten, für den der gerade erst wieder ins Training eingestiegene Unnerstall ins Tor rückte. Zudem ersetzte Holtby im Mittelfeld Höger.

Mit mehr Ballbesitz für Hoffenheim startete die Partie in Sinsheim. Mehr als gute Ansätze gelangen der einsatzfreudigen, aber noch zu unpräzisen Babbel-Elf gegen abwartende Schalker aber zunächst nicht.

Die "Königsblauen" lauerten an der Mittellinie auf Fehler des Kontrahenten. So geschehen in der 12. Minute, als sich Draxler einen Fehlpass von Weis schnappte und nach Sololauf Starke erstmals auf den Plan rief.

1899 blieb bemüht, aber vorerst auch einfallslos. S04 hatte wenig Mühe, die Angriffe der Kraichgauer auszubremsen. Und profitierte von einem erneuten Fauxpas des Gegners, als Vestergaard beim Rückpassversuch ausrutschte, Huntelaar die Großchance frei vor Starke mit einem Heber aufs Tordach aber nicht zu nutzen verstand (18.).

Roberto Firmino platzierte auf der Gegenseite einen Fernschuss genau auf Unnerstall (24.), zwischenzeitlich holten sich Rudy und auf der Gegenseite Jones ihre 5. sowie 10. Gelbe Karte ab.

Nach einer halben Stunde spielte die TSG eine Kombination zu Ende, mit Folgen: Schipplock ging im Strafraum links am herausstürzenden Unnerstall vorbei und nach Duell mit dem Keeper zu Boden. Elfmeter, entschied Referee Markus Schmidt, den Salihovic zum 1:0 verwandelte.

Mit der Führung im Rücken gewann Hoffenheim an Sicherheit. Salihovic, Rudy und Roberto Firmino wurden mehr oder minder im letzten Moment ausgebremst. Bei den "Königsblauen" versprühte vor der Pause nur noch Raul Gefahr, brachte den Ball aber zu dicht vor Starke stehend nicht am Keeper vorbei (42.). Nach Distanzknaller des emsigen Roberto Firmino ging es in die Kabine.


Beide Trainer vertrauten nach Wiederanpfiff weiterhin auf ihre Anfangsformationen. S04 verschob sich weiter nach vorne, blieb aber bei seinen Angriffsbemühungen zunächst zu statisch.

Das änderte sich nach gut zehn Minuten, als Farfan nach Rauls Vorarbeit aus fünf Metern an Starkes Klasseparade scheiterte (56.). Jones köpfte den folgenden Eckball aufs linke Eck, Johnson klärte auf der Linie. Aber auch 1899 meldete sich zu Wort: Roberto Firmino suchte in halblinker Strafraumposition nicht konsequent genug den Abschluss (59.), Salihovics Fernschuss entschärfte Unnerstall (60.) und gegen Vestergaards Roller rettete Raul auf der Linie (61.).

Die Intensität stieg, mit offenem Visier ging es zwischen den Strafräumen hin und her. Zwingende Möglichkeiten konnte sich aber zunächst kein Team mehr erspielen, zu unpräzise agierte man in der Endzone.

Die Schlussphase brach an, die Gäste standen nach Huntelaars Lattentreffer einmal mehr dicht vor dem Ausgleich (78.). Der Fiel wenig später doch: Obasi ging im Strafraumduell mit Beck zu Boden, und wieder zeigte Schmidt auf den Punkt - Huntelaar verwandelte sicher und zog mit Saisontor Nummer 23 mit Gomez gleich (80.).

Die Stevens-Elf wollte nun auch den Sieg, drückte in den letzten Minuten. Fuchs näherte sich dem Dreier an, doch Starke entschärfte seinen gefährlichen direkten Freistoß (89.).

Am kommenden Donnerstag werden die Schalker in Bilbao wohl alle Hebel in Bewegung setzen, um die 2:4-Hinspielpleite gegen Athletic noch wettzumachen und doch ins Halbfinale in der Europa League einzuziehen. In der Bundesliga geht's am Sonntag darauf vor eigenem Publikum gegen Hannover 96. Die Hoffenheimer sind am Samstag beim 1. FC Kaiserslautern gefordert.

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