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...   Erstellt am 23.03.2012 - 22:33Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wolfsburg - Hamburg 2 - 1


Schäfer erwischt Drobny auf dem falschen Fuß

In einem umkämpften, aber keineswegs hochklassigen Nord-Derby setzte sich der VfL Wolfsburg mit 2:1 gegen den krisengebeutelten Hamburger SV durch und rückten vorerst auf einen Punkt an die Europa-League-Plätze heran. Der HSV hatte sich in der Volkswagen-Arena leidenschaftlich gezeigt, offenbarte aber auch fehlende Kreativität im Spiel nach vorne und gerät nach dem fünften sieglosen Spiel in Folge in puncto Abstieg zusehends unter Druck.

Wolfsburgs Trainer Felix Magath ließ Träsch nach dem 3:1 in Nürnberg erstmals in der laufenden Bundesligasaison auf der Bank schmoren und gab dem zuletzt Gelb-gesperrten Dejagah den Vorzug.

HSV-Coach Thorsten Fink dagegen wechselte im Vergleich zum 1:3 gegen Freiburg auf fünf Positionen: Westermann (Gelb-Sperre), Jansen (Kapseleinriss im Sprunggelenk) und Aogo (Wadenverhärtung) kehrten ebenso in die Anfangsformation zurück wie Rincon und Berg. Rajkovic, Bruma, Tesche, Töre und Arslan mussten weichen.

Zu Beginn legten beide Mannschaften ein hohes Tempo vor und waren mit Herz und Leidenschaft bei der Sache. Es entwickelte sich zunächst ein rassiges Duell, in dem sich die "Wölfe" zunehmend Vorteile erspielten und über Mandzukic (22.), Helmes (13.) und erneut Mandzukic (14.) zu ersten Halbchancen kamen.

Von den Hamburgern kam bis auf einen zu unpräzisen Fernschuss von Petric in der vierten Minute nach vorne anfänglich herzlich wenig. Zwar hatte der HSV im Ansatz gute Angriffsversuche, leistete sich dabei aber zu viele Ungenauigkeiten, sodass Benaglio im VfL-Kasten nicht wirklich gefordert wurde.

Mit fortschreitender Dauer sank das Niveau der Begegnung, die mittlerweile hart umkämpft war. Die "Wölfe" hatten etwas mehr Zug zum Tor, konnten ihre Spitzen aber nicht wirklich in Position bringen. Besser machten es die eher auf Konter lauernden Hamburger jedoch auch nicht, sodass bis auf intensive Zweikämpfe und zahlreiche Spielunterbrechungen lange Zeit nicht viel geboten wurde. In der 28. Minute tankte sich Mandzukic dann einmal dynamisch durch und passte in die Gasse zu Schäfer. Dessen gute Flanke von links verpassten sowohl Helmes als auch Dejagah.
Paukenschläge nach Wiederanpfiff: Erst durch Mandzukic, dann durch Berg

Ansonsten passierte nicht allzu viel. Erst gegen Ende der ersten Hälfte legten die Niedersachsen noch einmal eine Schippe drauf. Weil aber Mandzukic (40.), Polak (42.) und Felipe (45.) kein Abschlussglück hatten, blieb es beim mageren 0:0 zur Pause.

In sämtlichen Duellen dieser beiden Kontrahenten zuvor waren Tore gefallen, das sollte sich auch diesmal nicht ändern. Direkt nach Wiederanpfiff spurtete Dejagah auf rechts los und flankte anschließend butterweich an den linken Pfosten zu Mandzukic, der aus kurzer Distanz zum 1:0 einköpfte (46.). Der VfL durfte sich über die Führung jedoch nicht lange freuen, denn wenige Sekunden danach schlug es hinter Benaglio ein: Einen langen Ball von Westermann nahm Berg technisch versiert an und vollendete sehenswert aus 14 Metern per Heber ins rechte Eck (47.).

Die schnellen Treffer taten dem Spiel sichtlich gut. Fortan lieferten sich beide Mannschaften ein packendes und offenes Duell. Allerdings wurde die Begegnung weiterhin mit hoher Intensität geführt - das galt insbesondere für das Zweikampfverhalten. Schiedsrichter Dr. Felix Brych zückte in dieser Phase gleich vier Gelbe Karten und zeigte nach 75. Minuten auf den Mittelkreis: Schäfer hatte einen Freistoß von der rechten Außenbahn direkt ins kurze Eck geschlenzt.

Die Hamburger mussten nun weiter öffnen, Fink brachte mit Son, Töre und Kacar frische Kräfte. Und die Hamburger bewiesen Moral, warfen jetzt alles nach vorne und versuchten es noch einmal. Petric kam zuerst einen Schritt zu spät (82.) und köpfte etwas später am Tor vorbei (84.). Die "Wölfe" ließen es dagegen nun ruhiger angehen und waren darauf bedacht, die Zeit herunterzuspielen, was sie letztlich in abgeklärter Manier auch taten.

Für beide Mannschaften geht es am kommenden Spieltag am Samstag weiter: Wolfsburg tritt im Abendspiel bei Hertha BSC an, der Hamburger SV am Nachmittag in Kaiserslautern.

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...   Erstellt am 24.03.2012 - 17:40Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Freiburg - Lautern 2 - 0


Freiburg weiter im Aufwind

Mit den Punkten Nummer 500-502 in seiner Bundesliga-Geschichte schwimmt der SC Freiburg mit dem Sieg über den 1. FC Kaiserslautern weiterhin auf einer Erfolgswelle. Aus den letzten vier Spielen holten die Breisgauer damit zehn Punkte und setzen sich vom Tabellenschlusslicht weiter ab. Bei den Pfälzern verpuffte der Effekt des Trainerwechsels auf Grund individueller Fehler bereits nach einer Viertelstunde.


Freiburgs Trainer Christian Streich nahm, nach dem 3:1 in Hamburg zwei Änderungen in seiner Startelf vor: Für Flum (Muskelfaserriss) begann Schuster und Guedé kam für Rosenthal (Zerrung im Oberschenkel) ins Team. Bei Kaiserslautern übernahm in der vergangenen Woche ein neuer Trainer das Kommando für Marco Kurz. Krassimir Balakov hatte, nach dem 1:4 gegen Schalke in der Vorwoche vier neue Gesichter in seiner Anfangsaufstellung: In der Abwehr kamen Yahia und Bugera für Abel und Jessen zum Einsatz. In der Offensive vertraute der Coach auf Derstroff und Fortounis anstatt Shechter (Bank) und Wagner (Achillessehnenprobleme).

Während der SC Freiburg druckvoll in die Partie startete, zum Lauterer Tor aber nicht durchkam, wollten die Gäste erst einmal Ruhe in die eigenen Reihen bringen und das angeknackste Selbstvertrauen zurückgewinnen.

Dieses Unterfangen der Lauterer ging aber schnell und gründlich schief. Rodnei wollte einen harmlosen Rückpass nach vorne schlagen, beförderte den Ball aber an den Kopf des vor ihm auftauchenden Freis. Vom Kopf des Freiburger Stürmers prallte der Ball ideal in den Lauf von Guedé, der nicht lange fackelte und unbedrängt von der Strafraumgrenze einschoss (8.).

Damit war es um das Nervenkostüm der Gäste auch schon geschehen. Der SC Freiburg übernahm das Spiel, ließ Ball und Gegner laufen und brachte die Gäste immer wieder in Bedrängnis. Fast zwangsläufig erhöhten die Hausherren schnell auf 2:0. Schuster brachte eine Ecke vor das Tor. Dort segelte Sippel klassisch unter dem Ball hindurch. Am zweiten Pfosten träumte Rodnei und ließ Makiadi frei köpfen. Der nahm die Einladung dankend an und erhöhte auf 2:0 (14.).

In der Folgezeit war der 1. FC Kaiserslautern völlig von der Rolle. Freiburg gewann fast jeden Zweikampf und die Pfälzer flatterten wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen Ball und Gegner hinterher. Nach einer erneuten Tiefschlafeinlage von Rodnei hatte Guedé in der 23. Minute sogar die Chance zum dritten Treffer, beförderte den Ball aber über das Tor.

Danach wollten die Hausherren offenbar nicht mehr den großen Druck auf die Lauterer Abwehr aufrecht erhalten. Die Hausherren nahmen das Tempo aus dem Spiel, standen sicher in der Abwehr und lauerten auf Konter. Dadurch kamen die Gäste besser ins Spiel und hatten mehr Ballbesitz. Dies war vor allem der Tatsache geschuldet, dass der SCF das Mittelfeld preisgab und sich zurückgezogen hatte.

Große Möglichkeiten für die Lauterer wollten sich trotzdem nicht einstellen. Dies lag zum einen daran, dass der Freiburger Abwehrverband solide stand und nicht viel zuließ. Andererseits waren aber auch die fußballerischen und taktischen Mittel der Gäste zu begrenzt um die Breisgauer in größere Verlegenheit zu stürzen. Einzig ein Schussversuch von Derstroff sorgte im ersten Durchgang für Gefahr. Diesen konnte Baumann im Freiburger Tor in der 36. Minute aber mit einer Glanzparade entschärfen.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs versuchten es die Pfälzer noch einmal mit dem Mute der Verzweiflung. Das Spiel der Balakov-Elf war allerdings umständlich und uninspiriert. Außerdem wirkten die Akteure oft mutlos und schoben die Verantwortung für den Abschluß lieber an einen Mannschaftskollegen weiter.

Nichtsdestotrotz kam der 1. FC Kaiserslautern in dieser Phase zu einer guten Möglichkeit, als Derstroff Ginter überlaufen konnte, mit seinem Abschluss jedoch an Baumann scheiterte (49.).

Damit hatten die Pfälzer ihr offensives Pulver aber zunächst wieder verschossen und ergingen sich in umständlichem Aufbauspiel, das keine weiteren Chancen herauf beschor. In der Abwehr hatten die Pfälzer dagegen noch Glück, als Caligiuri in der 55. Minute von links kommend für Freis auflegte. Der beförderte, von Rodnei bedrängt, das Sportgerät über das Tor von Sippel.

Den Freiburgern gelang es mit ihren Angriffen nicht, in dieser Phase mit dem dritten Tor das Spiel endgültig zu beruhigen. Sippel und seine Vorderleute konnten ihren Kasten in dieser Phase sauber halten.

Was den Lauterer Spielern nicht abzusprechen war der Wille zum Einsatz und Kampf. Immer wieder versuchten es die Spieler von Krassimir Balakov das Tor von Baumann in Gefahr zu bringen, doch immer stand entweder ein Freiburger oder sie sich selbst im Weg. Trotz allem Engagement kamen die Pfälzer gerade einmal auf drei Torschüsse im ganzen Spiel.

Der SC Freiburg reist am kommenden Samstag (15:30 Uhr) nach Leverkusen. Lautern empfängt, zeitgleich, den HSV.

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...   Erstellt am 24.03.2012 - 17:41Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Bremen - Augsburg 1 - 1


Füllkrugs Traumtor reicht Werder nicht

Der SV Werder Bremen hat in buchstäblich letzter Spielsekunde wichtige Punkte im Kampf um den Einzug in die Europa-League liegen gelassen, der FC Augsburg hingegen einen Zähler im Abstiegskampf hinzugewonnen. Gegen eine von vielen Ausfällen geprägte Bremer Mannschaft schienen die Augsburger lange Zeit auf der Verliererstraße zu wandeln, bäumten sich aber in der Schlussphase noch einmal auf und schockten die Hausherren.
Erstes Spiel von Beginn an - erstes Tor für Werder Bremen. Füllkrug avancierte beim Debüt zum Matchwinner.


Werder Coach Thomas Schaaf plagte sich auch nach dem 0:1 bei Borussia Dortmund mit größeren Personalsorgen herum. Neben den gesperrten oder verletzten Wiese, Naldo, Bargfrede, Hunt, Marin, Arnautovic und Pizarro fehlten nun auch noch Ekici (Hüfte) und Prödl (Muskelfaserriss). Neu im Team: Schmitz und Füllkrug (Startelfdebüt), auf der Bank blieb ein Platz leer.

Augsburgs Trainer Jos Luhukay musste nach dem 2:1 gegen Mainz 05 ebenfalls zwei Spieler ersetzen. Ostrzolek (Reizung in der Kniekehle) und Oehrl (Oberschenkelprobleme) mussten passen. Davids und Ndjeng komplettierten die erste Elf.

Augsburg besaß vom Start weg Feldvorteile gegen die Rumpf-Elf der Gastgeber, wartete mit dem reiferen Spiel auf. Die Schaaf-Elf sortierte sich in der Anfangsphase erst einmal, beschränkte sich auf die Defensive und musste schon nach zwei Minuten ein erstes Mal tief durchatmen - Ndjeng tauchte rechts im Strafraum auf, traf nur das Außennetz.


Das Aufbauspiel der Gastgeber strotze nur so vor Ungenauigkeit. Bremen agierte unpräzise, verlor viel zu schnell den Ball und machte es so den gegnerischen Abwehrspielern verhältnismäßig leicht. Nur eine Energieleistung von Spielführer Fritz brachte den FCA ins Wanken, doch Keeper Jentzsch parierte (13.). Seine Vorderleute wussten derweil mit Platz und Raum, den Werder anbot, wenig anzufangen, auch der FCA agierte vermehrt fehlerhaft.

Mitte der ersten Hälfte nahm die Partie etwas an Schwung auf, das lag nicht zuletzt an den Gastgebern, die nun auch mutiger nach vorne spielten. Zunächst musste aber Torwart Mielitz gegen Hain sein ganzes Können abrufen, klärte gegen den freistehenden Stürmer noch zur Ecke (27.). Auf der Gegenseite schoss Rosenberg einmal tückisch auf das Tor, wieder blieb Jentzsch Sieger (29.). Vor dem Seitenwechsel hatte nur noch Augsburgs Koo einen Treffer auf dem Fuß. Nach doppeltem Doppelpass visierte die Leihgabe aus Wolfsburg die lange Ecke an, Ignjovski war jedoch eingerückt und klärte kurz vor der Linie (35.).
Bremen drückt - Füllkrug nutzt seine Chance

Nach dem Seitenwechsel kam Werder selbstbewusst und torhungrig zurück auf den Rasen. Der FCA ließ jetzt die Dominanz aus Durchgang eins vermissen, reagierte nur noch und musste etliche Chancen zulassen. Füllkrug (47., 49.), Ignjovski (57.), Rosenberg (58.) und Trybull (59.) wiesen ordentlich Zug zum Tor auf, es war dann schließlich Füllkrug, der mit einem strammen wie sehenswerten Rechtsschuss das Spielgerät im rechten Toreck unterbrachte (61.).

Werder kontrollierte jetzt das geschehen und ließ die Fuggerstädter kaum mehr einmal auf einen Punktgewinn hoffen. Nur als Mielitz und Sokratis sich gegen den inzwischen eingewechselten Mölders gegenseitig störten, wackelten die Bremer scheinbar noch einmal kurz (72., , lediglich die mangelnde Chancenverwertung bei den nun zahlreichen Strafraumszenen für die Gastgeber ließ zu Wünschen übrig.
Verhaegh ist Spielverderber und Punktgarant



Was kam noch von den Gästen? Lange Zeit schien die Luhukay-Elf komplett chancenlos, bäumte sich dann aber in den letzten Minuten der Partie noch einmal auf. Sogar Jentzsch verließ seinen Platz zwischen den Pfosten, wagte sich mit nach vorne und holte dort den Freistoß raus, der Bremen wichtige Zähler kosten sollte: Die Norddeutschen konnten den Standard nicht verteidigen, Koo schieterte noch an Mielitz, dann aber war verhaegh zur Stelle und staubte in der letzten Szene der Partie zum 1:1 ab. Augsburg gewann so einen Punkt im Abstiegskampf, Werder ließ auf der anderen Seite der Tabelle wichtige Zähler liegen.

Bremen kann am kommenden Samstag erneut ein Heimspiel ausrichten, es geht dann gegen Mainz. Augsburg empfängt am selben Tag den 1. FC Köln in der Fuggerstadt.

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Bayern - Hannover 2 - 1


Gomez trifft auch als Joker

Der FC Bayern besiegt das starke Hannover nach einer spannenden Partie verdient und bleibt Dortmund auf den Fersen. Der Rekordmeister münzte seine größeren Spielanteile kurz vor der Pause in die Führung um und baute seinen Vorsprung Mitte des zweiten Durchgangs aus. Alles schien klar. Doch 96 gab nicht auf, war nach schnellem Anschlusstreffer wieder im Spiel und sogar dem Ausgleich nahe.
Kroos überwindet 96-Keeper Zieler


Bayern-Coach Jupp Heynckes stellte seine Elf nach dem 4:2 i.E. in Gladbach im Pokal auf zwei Positionen um: Für Müller und Gomez rückten Pranjic und Olic ins Team.

Sein Pendant auf Seiten der Hannoveraner, Mirko Slomka, brachte im Vergleich zum 4:1 gegen Köln drei Neue: Pogatetz, Pander und Diouf durften für Haggui, Schulz und Schlaudraff ran.

In München entwickelte sich bei strömendem Regen vom Start weg ein intensives Duell. Die Niedersachsen verschoben sich bei Ballbesitz der Münchner gut und versuchten, selbst initiativ zu werden. Dabei schlichen sich aber im Mittelfeld zunächst Fehler ein, die Olic (4.) und Robben (8.) zu frühen Chancen verhalfen.

In den Zweikämpfen ging es ebenfalls von Beginn an zur Sache, was frühe Verwarnungen von Pranjic - neben Luiz Gustavo auf der Doppelsechs - sowie für 96-Kapitän Cherundolo zur Folge hatte.

Bayern hatte mehr Spielanteile, wie von Slomka vorher angekündigt versteckten sich die Niedersachsen aber keineswegs. Die optische Überlegenheit der Münchner, bei denen Lahm immer wieder kräftig anschob, führte zu einer klaren Chance durch Ribery, der das Zuspiel des Bayern-Kapitäns aus zehn Metern knapp links vorbeischoss (20.). Auf der Gegenseite wusste Diouf einen dicken Patzer von Neuer, dem der Ball nach Boatengs Rückpass zu weit wegprallte, nicht zu nutzen: Badstuber rettete per Grätsche gegen den von links aufs Tor zulaufenden Sengalesen (21.).

Mitte des ersten Durchgangs begegneten sich die Kontrahenten auf Augenhöhe, aber fast ausschließlich im Mittelfeld. Bis auf Dioufs Flachschuss, der Neuer aus 20 Metern prüfte, blieben Torszenen Fehlanzeige (30.).

Eine Traumstafette des Rekordmeisters mündete in die verdiente Führung: Ribery fintierte klasse gegen Cherundolo und zog links am Amerikaner vorbei. In Strafraumhöhe passte der Franzose quer auf Robben, dessen Hackentrick Kroos in Schussposition brachte. Über den herausstürzenden Zieler hinweg netzte der Blondschopf aus 13 Metern gekonnt ein (36.).

Nun rollte der Bayern-Express, die Kombination der Heynckes-Elf wurden immer sicherer. Robben (43.) sowie Olic (44., 45.) verpassten es, noch vor dem Kabinengang nachzulegen.

Mit unverändertem Personal starteten die Teams in den zweiten Durchgang, in dem sich längere Zeit wenig tat. Zwar suchte die Slomka-Elf die Offensive, biss sich aber an der kompakten Deckung der Hausherren immer wieder die Zähne aus.

Die ersten Wechsel erfolgten nach einer guten Stunde: Beim FCB ersetzte Tymoshchuk den gelbverwarnten Pranjic (57.) und Gomez den einsatzfreudigen, aber unglücklichen spielenden Olic (61.), bei 96 in derselben Minute Schlaudraff Pinto.

Gomez sollte zunächst der bessere Joker sein. Der Goalgetter, von Ribery freigespielt, zog von halblinks aus zehn Metern ab. Die Kugel prallte vom Pfosten an Zielers Körper und rollte Richtung Tor, Pogatetz schlug den Ball vor der Linie weg (63.).

Slomka brachte mit Ya Konan für den unsichtbaren Abdellaoue einen weiteren frischen Offensivmann (66.). Die Niedersachsen öffneten, Bayern konterte - und wie: Kroos spielte Gomez halbrechts an. Im Strafraum umdribbelte der Goalgetter Pander und schob das Leder an Zieler vorbei platziert ins linke untere Eck (68.).

Für 96 war das 0:2 kein Grund, den Kopf in den Sand zustecken. Schnell waren die Gäste wieder im Spiel: Schlaudraff setzte sich auf der rechten Seite gegen Alaba durch und flankte. In der Mitte gewann Diuof das Luftduell gegen Boateng, und Ya Konan überwand Neuer fast im Liegen per Fallrückzieher aus fünf Metern (74.).

Für Spannung war also gesorgt in der Schlussphase, und fast hätte der umtriebige Diouf für den Ausgleich gesorgt, als er nach erneut gewonnenem Kopfballduell gegen Boateng knapp über den Balken nickte (79.). Und Neuer zeigte seine Klasse mit einem Blitzreflex, als er Boatengs Rettungsversuch Richtung eigenes Tor um den Pfosten lenkte (85.).

Damit hatten die Niedersachsen aber ihr Pulver verschossen. Am Ende drehten die Münchner noch einmal auf. Der eingewechselte Müller (86.) und Gomez (90.+1) hätten sogar noch erhöhen können, am Ende reichte es auch so zum siebten Heimerfolg des Rekordmeisters in Serie.

Für die Bayern steht am Mittwoch das Champions-League-Hinspiel in Marseille an. Am Samstag wartet im Ligaalltag das Derby gegen Nürnberg. Auch Hannover ist international gefordert: In der Europa Lague geht es nach Madrid, wo Atletico wartet. Sonntag gastiert die Borussia aus Gladbach in Niedersachsen.

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Gladbach - Hoffenheim 1 - 2


Roberto Firmino bringt 1899 zurück in die Spur

Borussia Mönchengladbach musste nach dem Halbfinal-Aus im Pokal den nächsten Rückschlag hinnehmen. In einem weitgehend zähen Spiel unterlagen die Rheinländer trotz eigener Führung der TSG Hoffenheim mit 1:2 und kassierten damit die erste Heimniederlage in der laufenden Saison. Lange Zeit hatte es den Kraichgauern an Ideen und Kreativität gefehlt, allerdings schafften die frischeren Gäste in der Schlussviertelstunde doch noch die Wende und sorgten für die 500. Bundesliga-Niederlage der Gladbacher in der Geschichte.
Reus


Mönchengladbachs Trainer Lucien Favre musste im Vergleich zum 2:4 i. E. im Pokal gegen die Bayern auf Stranzl (muskuläre Probleme im Hüftbereich) und Nordtveit (Gelb-Sperre) verzichten. Außerdem landeten Wendt und Hanke auf der Bank. Brouwers, Marx, Herrmann und de Camargo standen in der Startelf.

1899-Coach Markus Babbel brachte nach dem 1:2 gegen Stuttgart drei Neue: Vorsah, Weis und Salihovic ersetzten Vestergaard, Roberto Firmino und Mlapa. Salihovic lief damit erstmals in der Ära Babbel in der Anfangself auf.

Zu Beginn entwickelte sich ein zähes Duell. Den Gladbachern, die die 120 Minuten vom Pokalspiel noch in den Knochen hatten, fehlte es sichtlich an Spritzigkeit. Die Borussia stand zwar hinten gewohnt sicher, erlaubte sich in der Offensive aber viel zu viele Fehlpässe. Folglich hingen die Spitzen Reus und de Camargo lange Zeit gänzlich in der Luft. Die Hoffenheimer indes waren sehr konzentriert, störten den Gegner früh und wollten nach Ballgewinnen meist über die Flügel zu Abschlüssen kommen. Den Badenern fehlte es aber ebenso an Präzision, sodass Torraumszenen überhaupt nicht geboten wurden.

Für den einzigen nennenswerten Torschuss zeichnete Beck verantwortlich, als er nach einer Ecke aus 17 Metern zu hoch ansetzte (15.). Ansonsten passierte fast gar nichts, die Kontrahenten lieferten meist fußballerische Magerkost ab. In der 27. Minute verschärften die Rheinländer einmal das Tempo - Arango setzte de Camargo wunderbar mit einem Direktpass in Szene, der Belgier verstolperte aber vor Starke und verlor den Ball an Beck. Eine Minute später musste der TSG-Kapitän erneut klären, nachdem Starke bei einer Ecke am Ball vorbeigegriffen hatte.

Danach legten die Gastgeber einen Zahn zu und belohnten sich selbst für die nun mutigere Spielweise. Reus schoss zuerst knapp links vorbei (37.) und machte es eine Minute später besser: Nach Zuspiel von Herrmann stand der 22-Jährige sträflich frei im gegnerischen Sechzehner - 1:0. Im Gegenzug hatte Babel die passende Antwort auf dem Fuß, der Niederländer zögerte aber zu lange und verlor das Leder an Jantschke (39.). Arango hätte dann sogar noch vor dem Halbzeitpfiff alles klar machen können. Allerdings sauste der 16-Meter-Schuss des Venezolaners hauchdünn über die Latte (41.), sodass es bei der knappen Pausenführung der Hausherren blieb.
Mönchengladbach geht die Puste aus - Babbels größeres Risiko wird belohnt

Nach dem Seitenwechsel zogen sich die Gladbacher ein wenig zurück und zwangen die TSG somit, mehr für die Partie zu machen. Die Kraichgauer waren auch bemüht, mehr aber auch nicht. 1899 fehlte es an Ideen und Kreativität. Babbel reagierte auf die harmlosen Offensivaktionen seiner Schützlinge mit der Hereinnahme von Roberto Firmino, der für Williams kam. Die nächsten guten Möglichkeiten hatten aber wiederum die Gladbacher. De Camargo köpfte zuerst aus fünf Metern in die Arme von Starke (59.) und legte sich den Ball kurz darauf ein Stück zu weit vor (61.).

Mit fortschreitender Spieldauer zogen sich die Borussen aber immer tiefer in die eigene Hälfte zurück und überließen weite Teile des Feldes den Hoffenheimern, die immer mehr Risiko gingen und über Vukcevic gleich zweimal am Ausgleich schnupperten (72., 74.). Diesen besorgte dann Roberto Firmino: Nach Salihovics abgeblockten Schuss ließ der Brasilianer Jantschke stehen und markierte aus 18 Metern das 1:1 - Brouwers hatte noch unglücklich abgefälscht (77.). Damit nicht genug, denn nur zwei Minuten später schlug Salihovic eine Ecke von rechts an den ersten Pfosten zu Vukcevic, der aus kürzester Distanz per Kopf das Blatt wendete.

Die erste Heimniederlage in der laufenden Saison drohte den Gladbachern. Die Borussia wollte nochmal, hatte aber offensichtlich keine Kraft mehr und tat sich schwer gegen clevere Hoffenheimer. Eine Schrecksekunde musste die Kraichgauer dann aber doch noch überstehen: Daems prüfte Starke mit einem satten Distanzschuss (90.+2). Der TSG-Keeper hielt und die 500. Bundesliga-Niederlage der Borussia war perfekt.

Am kommenden Spieltag sind beide Mannschaften sonntags gefordert: Gladbach reist nach Hannover, Hoffenheim empfängt Schalke.

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Mainz - Hertha 1 - 3


Hertha beendet Auswärtsmisere in Mainz

Erstmals seit dem 29. Oktober in Wolfsburg kann Hertha BSC wieder einen Auswärtssieg feiern. Die drei Treffer beim verdienten 3:1 in Mainz waren zudem die ersten der Berliner in der Fremde im Jahr 2012. Nach gutem Start präsentierte sich der 1. FSV besonders in der Defensive sehr anfällig.

Thomas Tuchel stellte auf Seiten des 1. FSV Mainz 05 nach dem 1:2 in Augsburg einmal um. Für Allagui, der aus dem Kader rutschte, spielte wieder Szalai (nach Gelb-Rot-Sperre).

Bei Berlin stellte Otto Rehagel im Vergleich zur 0:6-Pleite gegen Bayern München zweimal um. Lell rückte aus dem Mittelfeld zurück nach rechts hinten und ersetzte Perdedaj. Weil Ottl (Magen-Darm-Probleme) kurzfristig ausfiel, spielte Kobiashvili im defensiven Mittelfeld; nicht wie zunächst geplant links hinten, weshalb Bastians in der Startelf blieb. Neu im Mittelfeld begann Ben-Hatira.

Die Mainzer starteten druckvoll in die Partie und versuchten die Hertha-Abwehr früh mit schnellem, direkten Spiel zu überwinden. Nicolai Müller verpasste aus zentraler Position im Strafraum eine frühe Führung für den 1. FSV (3.). Wenig später köpfte Choupo-Moting nach einem Eckball knapp am Tor vorbei (7.). Es dauerte bis zur 11. Minute, ehe sich die bis dahin überfordert wirkende Hertha selbst erstmals in der Offensive zeigte. Ramos' Chance aus halbrechter Position war allerdings gleich eine sehr gute, die Wetklo aber gekonnt vereiteln konnte.

In der Folge kamen die Berliner immer besser ins Spiel, gingen engagiert in die Zweikämpfe und ließen der Tuchel-Elf kaum Räume. Dennoch hatte Mainz in der 25. Minute die nächste gute Tormöglichkeit, als Szalai völlig unbedrängt im Strafraumzentrum aber erstaunlich weit links am Tor vorbeiköpfte. Aber auch die Hertha war jetzt im Spiel. Raffael zielte aus der Distanz knapp drüber (26.), Niemeyer nach mit einem Kopfball knapp rechts am Tor vorbei (30.).

Ein Freistoß von Polanski, den Janker noch vor der eigenen Torlinie entschärfte, läutete die Schlussphase des ersten Abschnitts ein (37.). Auf der Gegenseite konnte wenig später Rukavytsya über halbrechts in den Strafraum eindringen, scheiterte aber zunächst an Wetklo. Doch etwas glücklich kam der Ball zurück zum am Boden liegenden Australier, der geschickt in die Mitte zu Ben-Hatira weiterleitete, der sich die Chance aus kurzer Distanz nicht entgehen ließ und ins leere Tor einschob (41.).
Ramos schockt die Mainzer doppelt

Wie schon im ersten Abschnitt kamen die Mainzer mit viel Elan aus der Kabine. Doch mitten in die Drangphase des 1. FSV gelang der Hertha das 0:2. Über Rukavytsya und Raffael kam der Ball zum halblinks im Strafraum alleingelassenen Ramos, der genug Zeit hatte, um mit links maßgenau ins rechte Toreck einzuschießen (51.).

Aber noch in der Anfangsviertelstunde gelang der Tuchel-Elf der Anschlusstreffer. Nach einem gewonnenen Kopfballduell von Zabavnik gegen Rukavytsya kam der Ball halblinks in den Lauf von Choupo-Moting, der mit viel Zug Richtung Tor lief und vom Strafraumrand mit links wuchtig ins kurze Eck einschoss (58.). Nur wenig später vergab Nicolai Müller aus kurzer Distanz nach einem Eckball den möglichen Ausgleich (62.).

Doch die Mainzer konnten sich nicht lange über den Anschlusstreffer freuen und sorgten stattdessen durch einen Fauxpas wieder für einen Zwei-Tore-Rückstand. Kirchhoff wollte den Ball halbrechts vor dem Strafraum zu Wetklo zurücklegen. Doch der Rückpass missriet gründlich und wurde zur Vorlage für Ramos, der den Mainzer Keeper überlupfte und den Ball dann im Laufduell gegen Kirchhoff über die Linie drückte (69.).

In der Schlussphase wirkte bei den Mainzer zunächst der Schock des 1:3 noch nach. Zabavnik verhindert mit Mühe gegen Raffael einen noch höheren Rückstand (76.). Zwar kam der 1. FSV durch Choupo-Moting, der erst an Kraft scheiterte (82.) und dann aus der Drehung knapp vorbeischoss (89.) noch zu Chancen. Aber auch die Hertha hätte durch Rukavytsya, der nach einem Konter an Wetklo scheiterte, noch erhöhen können (89.).

Mainz muss am kommenden Samstag (15.30 Uhr) zum Auswärtsspiel nach Bremen reisen. Die Hertha empfängt am selben Tag im Spätspiel (18.30 Uhr) den VfL Wolfsburg.

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Schalke - Leverkusen 2 - 0


Huntelaar führt Königsblau auf Platz drei

Der FC Schalke hat die Gladbacher Niederlage vom Nachmittag genutzt und die Borussen dank eines verdienten 2:0-Sieges gegen Leverkusen in der Tabelle überflügelt. Die Knappen waren der Werkself von Beginn an in nahezu allen Belangen überlegen, fuhren folglich den vierten Sieg in Folge ein und gewannen zuhause erstmals seit dem 11. Februar 2006 gegen Bayer, das seinerseits die vierte Pflichtspielpleite in Serie einstecken musste und sich darüber hinaus den Traum von der Champions League wohl abschminken kann.


Schalkes Coach Huub Stevens vertraute derselben Elf wie beim 4:1 in Kaiserslautern. Leverkusens Trainer Robin Dutt blies ins gleiche Horn und verzichtete im Vergleich zum 1:2 gegen Gladbach auf personelle Änderungen.

Beide Mannschaften starteten verhalten in die Partie und waren primär auf Fehlerminimierung bedacht. Die Königsblauen wagten zuerst mehr Risiko und legten den Vorwärtsgang ein. Draxler (6.), Holtby (10.) und Jones (12.) sorgten für einen erhöhten Herzschlag bei Leno im Tor der Werkself. Huntelaar dann für Frust: In der 18. Minute ging es über Draxler und Fuchs schnell. Der Österreicher flankte punktgenau zum "Hunter", der aus sechs Metern locker ins rechte Eck einköpfte.

Das Gegentor hatte gesessen, Bayer wirkte völlig geschockt und konnte den Schalkern fortan kaum noch Paroli bieten. S04 bestimmte das Geschehen auf dem Feld und hätte bei einer Doppelchance von Raul und Holtby nach 20 Minuten nachlegen können. Kurz darauf folgte der nächste Rückschlag für die Werkself: da Costa verletzte sich am Oberschenkel und musste ausgewechselt werden. Dutt brachte Derdiyok, der als zweite Spitze neben Kießling die Offensive beleben sollte.

Am Spielverlauf änderte das zunächst aber nichts. Die Gelsenkirchener blieben tonangebend und in nahezu allen Belangen klar überlegen, nur kam ihnen die Zielstrebigkeit ein wenig abhanden. Die Schalker kamen trotz ihrer klaren Feldvorteile kaum zu echten Abschlüssen. Bezeichnend: Bei einem Konter hatte Holtby eine gute Schusschance, passte dann aber in den Rücken von Huntelaar (32.).

Bayer durfte demnach weiter hoffen, da der Rückstand keineswegs uneinholbar war. Der Werkself fehlte es allerdings an geeigneten Mitteln in der Offensive, sodass Hildebrand im ersten Durchgang nicht mehr geprüft wurde. Besser machten es da schon die Knappen, die über Raul die nächste Gelegenheit liegen ließen (38.) und daher nur mit einem knappen 1:0 zum Pausentee gingen.
Königsblau lässt Chancen reihenweise liegen - Saisondebüt von Barnetta

Bayer kam gut aus der Kabine raus und sorgte durch zwei Fernschüsse von Rolfes rasch für Gefahr (47., 50.). Wer aber gedacht hatte, das wäre der Auftakt zu einer Sturm- und Drangphase der Leverkusener, der sah sich getäuscht. Es war nur ein kleines Strohfeuer. Die Schalker ergriffen wieder das Zepter und sorgten gleich dafür, dass Leno Arbeit bekam. Der 20-jährige musste sowohl gegen Farfan (52.) als auch gegen Huntelaar (55.) sein ganzes Können aufbieten, um Schlimmeres zu verhindern.

Nachdem Raul über die Latte geköpft hatte (63.), waren wieder die Rheinländer dran - Schürrle vergab jedoch kläglich und drosch das Leder aus 14 Metern freistehend klar drüber (64.). Es ging nun hin und her, auch weil die Königsblauen es verpassten, den Sack zuzumachen. Raul zog im Eins-gegen-eins gegen Leno den Kürzeren (66.), nur Sekunden später schoss Draxler in bester Position aus sechs Metern knapp drüber.

Es blieb folglich spannend. Dutt verhalf dann dem Barnetta, der sich nach langer Leidenszeit fit gemeldet hatte, zum Saisondebüt. Der Schweizer konnte zwar nach seiner langen Verletzungszeit nicht sonderlich für Akzente sorgen, allerding präsentierte sich der Rest der Werkself nun verbessert. Bayer wurde mutiger und kam nun über Castro (73.) und Derdiyok (76.) immerhin zu Abschlüssen. Die Schalker hatten an Dominanz eingebüßt, wohl auch, weil sie nun verstärkt auf Ergebnissicherung aus waren. In der 86. Minuten fiel schließlich die Entscheidung: Farfan flankte von rechts präzise in die Mitte zu Huntelaar, der aus sechs Metern per Kopf seinen Doppelpack schnürte und zugleich den 2:0-Endstand markierte.

Für die Schalker steht am kommenden Donnerstag in der Europa League gegen Athletic Bilbao das Hinspiel im Viertelfinale an, ehe am Sonntag darauf die Reise nach Hoffenheim ansteht. Tags zuvor empfängt Bayer Leverkusen den Sportclub aus Freiburg.

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...   Erstellt am 25.03.2012 - 17:25Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Stuttgart - Nürnberg 1 - 0


Cacau findet einmal die Lücke

Der VfB Stuttgart jubelt über einen glücklichen 1:0-Erfolg gegen den 1. FC Nürnberg, der im ersten Abschnitt viele Chancen vergab. Obwohl die Schwaben in Hälfte zwei dominanter wurden, stand die FCN-Defensve sicher - bis Cacau mit seinem 5. saisontor die Partie entschied. Die Labbadia-Elf springt auf Platz sieben, die für Europa reicht. Der Club muss nach drei Niederlagen am Stück wieder nach unten schauen.

Stuttgarts Trainer Bruno Labbadia musste seine erste Elf nach dem 2:1 in Hoffenheim auf zwei Positionen verändern. Bei den schwaben fehlte Boulahrouz (gebrochener Zeh) und der Gelb-gesperrte Ibisevic. Für das Duo standen Boka und Cacau in der Startelf des VfB.

FCN-Coach Dieter Hecking stellte die Anfangsformation nach dem 1:3 in Wolfsburg auf einer Position um: Das erste Mal seit dem 12. Spieltag wieder dabei war Pinola, der seine Schambeinentzündung auskuriert hatte. Für den Argentinier musste Stürmer Pekhart auf die Bank, dessen Position in vorderster Front Esswein einnahm. Pinola spielte hinten links, davor sollte Hlousek den Dampf machen, den dort zuletzt Esswein entfachte.

Vom Anpfiff weg übernahmen die Nürnberger das Kommando und gaben dieses bis zur Halbzeitpause nicht mehr her. Schon in der Anfangsphase hätten die Franken in Führung gehen müssen, nachdem die Hecking-Elf klare Chancen liegen ließ. Hlousek traf trotz freier Bahn nur die die Latte (7.), nachdem ihn Chandler prima in Szene gesetzt hatte. Nur eine Minute später legte der US-Boy für Feulner auf, doch Schieber köpfte den Lupfer des Rechtsverteidigers gerade noch über das Tor (8.) - Ulreich war schon geschlagen.

Die Schwaben hatten vor allem Probleme, wenn die Nürnberger schnell über rechts kamen, denn Boka war die längere Spielpause deutlich anzumerken. Zudem fanden die Mittelfeld-Lenker Hajnal und Kuzmanovic überhaupt nicht in die Partie, Harnik, Schieber und auch Cacau waren bei der stabilen Defensive um Wollscheid und Maroh gut aufgehoben.

Es dauerte bis zur 18. Minute, bis Stuttgart erstmals zum Abschluss kam: Maza köpfte weit drüber. Ganze 20 Minuten später fand Cacau mal die Lücke im Nürnberger Defensivverbund, als der Nationalspieler Harnik bediente, doch der Österreicher schoss von rechts kommend am langen Eck vorbei. Unmittelbar vor der Pause drehte der Club wieder auf und schnürte die Labbadia-Elf in deren Hälfte ein. Der von Stuttgart ausgeliehene Didavi wurde von Feulner bestens bedient, doch der Linksfuß scheiterte an VfB-Keeper Ulreich, der das Leder aus dem kurzen Eck kratzte (43.). Mit einem schmeichelhaften 0:0 gingen die Hausherren in die Kabine und wurden zur Pause ob der Passivität von den heimischen Fans schon mal ausgepfiffen.

Die zweite Halbuzeit begann nominell ohne Veränderungen, doch kam Cacau nun über die Linksaußen-Position und Schieber stürmte zentral. Das schmeckte dem Club zunächst nicht: Nach Schiebers Kopfballverlängerung hatte Harnik plötzlich freie Bahn, doch der beste Torschütze des VfB in der Rückrunde (acht Tore) wuchtete das Leder aus 18 Metern drüber (50.).

Nach einer Stunde wurde die Partie rasanter: Simons köpfte nach einer Hlousek-Ecke auf das Außennetz, Harnik prüfte Schäfer mit links, der per Fuß gerade noch klären konnte. Zudem köpfte Chandler an den Pfosten, doch er soll dabei Boka gestoßen haben, deswegen pfiff Schiedsrichter Dingert zuvor ab. Die Partie war jetzt völlig offen, Nürnberg spielte weiter nach vorne, Stuttgart verteidigte deutlich höher und riss das Spiel immer mehr an sich. Andererseits stand die Defensive der Hecking-Elf weiterhin sicher.

In der 70. Minute musste der umtriebige Esswein an seinem 22. Geburtstag wegen einer Knieblessur raus, nachdem ihm Maza auf das Gelenk gefallen war - es kam Bunjaku. Es war die Phase, in der die Stuttgarter zwar optisch ein Übergewicht hatten, aber kaum zum Abschluss kamen. Nürnbergs Gegenstöße aus dem Spiel heraus wurden seltener, doch auch die zahlreichen Standards (13 Ecken) wurden zu nachlääsig ausgeführt.

In der 78. Minute fiel dann ein wenig aus dem Nichts die Entscheidung zugunsten der Stuttgarter. Nach guter Balleroberung durch Cacau konnte Hajnal frei auf die Club-Abwehr zulaufen. Cacau war wieder in Position gesprintet und bekam die Kugel mustergültig serviert - aus zwölf Metern schoss er flach gegen Schäfer ein.

Nun musste der Club wieder mehr aufmachen, Hecking brachte mit Pekhart für Mittelfeldmann Balitsch einen weiteren Stürmer, doch die Schlussoffensive der Nürnberger blieb aus - wohl auch, weil die Franken vor allem im ersten Abschnitt zu viel Kraft gelassen hatten. Mehr als eine Halbchance von Bunjaku in der 85. Minute und einigen Distanzschüssen sprang nicht heraus, so dass der VfB einen letztlich glücklichen Dreier einfuhr.

Stuttgart spielt am Freitag gegen den Meister. Nürnberg empfängt den FC Bayern.

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...   Erstellt am 25.03.2012 - 20:34Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Köln - Dortmund 1 - 6


Kagawas Volleyknaller bringt die Wende

Dortmund holte sich in Köln einen souveränen Sieg und bleibt auf Meisterschaftskurs. Nach der Führung des FC war die Borussia schnell wieder zurück und übernahm klar das Zepter, ohne zunächst gegen tief stehende und nach wie vor gefährliche "Geißböcke" zu glänzen. Glanz folgte dann aber nach Wiederanpfiff, als der Meister die Partie binnen fünf Minuten vorentschied und gegen den sich kaum wehrenden FC einen Kantersieg herausschoss.


Kölns Trainer Stale Solbakken konnte im Vergleich zum 1:4 in Hannover wieder auf den zuletzt rotgesperrten Podolski zurückgreifen, der für Ishak ins Team rückte. Des Weiteren ersetzte Lanig Pezzoni.

Auf Seiten von Dortmund brachte Coach Jürgen Klopp nach dem 1:0-Pokalsieg n.V. in Fürth Gündogan für Kehl.

In der ausverkauften Kölner Arena gab es in der Anfangsphase kaum strukturierte Angriffe zu sehen. Die Kontrahenten agierten vornehmlich mit langen Bällen in die Spitze, die aber hüben wie drüben keinen Abnehmer fanden.

Bis zur 13. Minute passierte nicht viel, dann aber ging der FC in Führung: Lanig flankte aus dem rechten Halbfeld, die BVB-Innenverteidigung inklusive Weidenfeller war indisponiert, und Novakovic nickte über den Keeper hinweg ein.

Die Borussia reagierte mit ihrer ersten Möglichkeit (Lewandowski, 16.), hatte aber auch in der Folge Probleme, ins Spiel zu finden. Zwar nun überlegen, waren die Kombinationen fahrig, ungewohnte technische Probleme erleichterten der tief stehenden und auf Konter lauernden Solbakken-Elf die Abwehrarbeit.


Nach einem Standard aber war die Klopp-Elf wieder zurück, und auch bei diesem Treffer stand mangelhaftes Defensivverhalten Pate: Schmelzer brachte einen Freistoß von der rechten Seite an den Fünfer, wo Piszczek vor Lanig am Ball war und ins linke Eck einnickte - 1:1 (26.).

Die "Geißböcke" änderten ihr taktisches Verhalten nach dem Ausgleich nicht und hatten Glück, dass Piszczek, der rechts kräftig anschob, per Volleyschuss aus halbrechter Strafraumposition drüberknallte (29.).

Dortmund drückte, hatte aber immer noch nicht die notwendige Ruhe am Ball. So verhinderten die Gastgeber zunächst weitere Möglichkeiten des Meisters. Und konterten nach Hummels Fehlpass, doch Podolski scheiterte nach Sololauf mit seinem schwächeren rechten Fuß an Weidenfeller (38.). Auf der anderen Seite präsentierte sich Kölns Deckung erneut schlafmützig, Rensing packte aber zu, nachdem sich zwei freistehende Borussen gegenseitig behinderten (45.).


Mit Jemal für Eichner starteten die Hausherren in den zweiten Durchgang - der neue Verteidiger sollte Piszczeks Vorwärtsdrang besser einbremsen. Dies misslang zumindest zu Beginn völlig: Nach einer Flanke aus dem Halbfeld köpfte der aufgerückte polnische Nationalspieler von halblinks ans rechte Fünfereck, wo Kagawas Volleyschuss von der Unterkante der Latte den Weg ins Tor fand (47.).

Wenig später reklamierte Podolski vergeblich Handspiel von Subotic - Referee Felix Zwayer ließ zurecht weiterlaufen. Und fast im Gegenzug schlug der BVB erneut zu und lieferte dabei auch die bis dorthin vermisste Spielkunst: Blaszczykowski spielte Doppelpass mit Kagawa, der mit der Hacke den Flügelflitzer in die Gasse schickte. Nach dem Querpass des polnischen Nationalelf-Kapitäns musste Landsmann Lewandowski das Leder am zweiten Pfosten nur noch über die Linie drücken (52.).

Ein Aufbäumen der "Geißböcke" blieb danach weitgehend aus. Die Borussia schaltete einen Gang zurück, kontrollierte die Partie souverän und ohne ernsthaft in Bedrängnis zu geraten.

Der Meister hatte aber noch Lust auf Kombinationsfußball - und eine sich in Auflösungserscheinung befindliche FC-Defensive erleichterte in der Schlussphase dieses Unterfangen: Gündogan nach Doppelpass mit Kagawa zum 1:4 (79.), erneut der Japaner nach Querpass des überragenden Piszczek (80.), sowie der eingewechselte Perisic nach Gündogans Vorlage (84.) schossen einen Kantersieg heraus.

Während der BVB Richtung Titelverteidigung marschiert, müssen sich die Kölner Anhänger um ihren FC in dieser Verfassung ernsthafte Sorgen machen.

Köln muss am Samstag beim Aufsteiger aus Augsburg antreten. Dortmund spielt schon am Freitagabend beim VfB Stuttgart.

kicker.de





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