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...   Erstellt am 17.02.2012 - 22:32Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hoffenheim - Mainz 1 - 1


Zidan bügelt Noveskis Patzer wieder aus

Auch unter Markus Babbel konnte die TSG Hoffenheim ihren Heimfluch nicht beenden! Gegen den 1. FSV Mainz 05 spielten die Kraichgauer in einem durchschnittlichen Spiel 1:1 - das sechste Heimremis in Folge. Bei den Rheinhessen, die in Hoffenheim weiter ungeschlagen blieben, avanciert Zidan immer mehr zu einer echten Lebensversicherung. Der Ägypter traf auch in seinem dritten Spiel für die Tuchel-Elf und sicherte so den Punkt. Dennoch blieben die Mainzer im zehnten Auswärtsspiel in Serie sieglos.


Hoffenheims Trainer Markus Babbel verzichtete bei seinem Heimdebüt auf personelle Wechsel und ließ dieselbe Elf auflaufen wie beim 1:1 bei Werder Bremen. Für Salihovic und Babel, die nach Gelb-Sperren wieder spielberechtigt waren, war nur ein Platz auf der Bank übrig.

Mainz' Coach Thomas Tuchel musste im Vergleich zum 1:1 gegen Hannover auf Pospech (Innenbandruptur) und Bungert (5. Gelbe Karte) verzichten. Sie wurden durch Baumgartlinger und Kirchhoff vertreten. Außerdem erhielt Ivanschitz den Vorzug vor Choupo-Moting. Der FSV agierte dadurch mit einer Raute im Mittelfeld.

Für Schiedsrichter Tobias Stieler war es ein besonderes Spiel, der 30-Jährige pfiff erstmals in seiner Karriere in der Belletage des deutschen Fußballs.


Nach kurzer Abtastphase waren es die Hoffenheimer, die die Initiative ergriffen und über die eigene rechte Seite einige vielversprechende Aktionen starteten. Vukcevic näherte sich mit zwei sehenswerten Schüssen dem gegnerischen Kasten an (8., 9.). Nur Sekunden später passte Roberto Firmino wunderbar in die Gasse auf Vukcevic, der auf der rechten Seite durchbrach und den Ball anschließend in die Mitte flankte. Noveski hielt noch den Fuß hin und fälschte die Kugel unglücklich ins eigene Tor. Kurios: Beim 0:4 im Hinspiel war dem Mazedonier ebenfalls ein Eigentor unterlaufen.

Die Rheinhessen brauchten einen kleinen Moment, um den Schock zu verdauen, meldeten sich allerdings eindrucksvoll zurück: Zidan zündete von der Mittellinie den Turbo, marschierte nach vorne und zwang dann Starke mit einem fulminanten 17-Meter-Schuss zu einer Parade (18.). Die Mainzer wurden stärker und kreierten sich durch Ivanschitz (23.) sowie Soto (25.) weitere gute Gelegenheiten.

Die TSG war dagegen um einen ruhigen Spielaufbau und Kontrolle bemüht. Diese Taktik ging sogar häufig auf, da der FSV bei Angriffen oft zu unsauber passte. In der 29. Minute entwischte allerdings Zabavnik auf der linken Außenbahn und durfte zudem unbedrängt in die Mitte zu Zidan flanken. Der Ägypter drückte die Kugel aus kurzer Distanz über die Linie - drittes Tor im dritten Spiel!

Es war ein absolut ausgeglichenes Duell zweier Mannschaften, die sich auf Augenhöhe begegneten. Weil sich die jeweiligen Defensivabteilungen zusehends steigerten, blieben Torraumszenen fortan aus. Einzig ein Freistoß von Rudy, nach dem Lakic aus fünf Metern knapp über die Latte köpfte (38.), sorgte in Hälfte eins noch für Aufregung.
Fehlpassfestival nach dem Seitenwechsel



Kurz nach Wiederanpfiff gab Lakic nach einem Rudy-Freistoß mit einem etwas zu ungenauen Kopfball aus sieben Metern eine erste Duftmarke ab (47.). Das war es aber auch mit der Herrlichkeit in der Rhein-Neckar-Arena. Spielerisch riss nämlich auf beiden Seiten der Faden - die Partie entwickelte sich zu einem echten Fehlpassfestival. Gepaart mit individuellen technischen Unzulänglichkeiten führte das dazu, dass der Spielfluss im Grunde komplett zum Erliegen kam.

Beide Trainer reagierten auf die magere Vorstellung ihrer Schützlinge. Tuchel brachte Malli, Babbel setzte auf Babel - und beide brachten zunächst etwas Schwung. Zuerst schoss Babel recht vorbei (60.), dann kam Malli gegen Starke nur einen Schritt zu spät (64.). Danach tauchten aber auch diese beiden ab, und die Begegnung verfiel in den alten Trott.

Ein böser Fehlpass von Wetklo landete bei Rudy, der direkt Roberto Firmino in Szene setzte. Der Brasilianer hatte freie Bahn, scheiterte dann allerdings am herausstürzenden TSG-Schlussmann, der seinen Fehler damit wieder ausbügelte (72.). In der Folge legten die Kraichgauer noch einmal eine Schippe drauf und waren zumindest um die neuerliche Führung bemüht. Zunächst reichte es aber nur zu Halbchancen durch Roberto Firmino (74.) und Babel (76.), doch dann köpfte Kirchhoff bei einem Freistoß direkt vor die Füße von Compper, der direkt abzog. Lakic fälschte noch mit der linken Hacke ab, doch der Ball rauschte knapp drüber (82.). Auf der Gegenseite machte es der eingewechselte Braafheid noch einmal spannend, als sein riskanter Klärungsversuch das eigene Tor hauchdünn verfehlte (85.).

Beide Mannschaften sind am kommenden Spieltag samstags gefordert: Hoffenheim in Wolfsburg, Mainz erwartet den 1. FC Kaiserslautern.

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...   Erstellt am 18.02.2012 - 17:58Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Nürnberg - Köln 2 - 1


Pekhart belohnt sich selbst

In einer kampfbetonten Partie gewann Nürnberg verdient das Abstiegsduell gegen Köln. Der erste Durchgang bot viel Magerkost, der aktivere Club ging nach einer knappen halben Stunde verdient in Führung. Die Rheinländer bliesen nach Wiederanpfiff zum Angriff und egalisierten zunächst. Der Siegeswille des Altmeisters aber brachte kurz vor Schluss den gerechten Lohn.


Nürnbergs Trainer Dieter Hecking stellte nach dem 0:0 beim FC Augsburg dreimal um: Für Cohen (Gelbsperre) debütierte Winterneuzugang Balitsch, des Weiteren rückten Hegeler und Esswein für Frantz und Bunjaku ins Team.

Kölns Coach Stale Solbakken tauschte nach dem 0:1 gegen den Hamburger SV zweimal Personal aus: Für Jemal (Muskelfaserriss) sowie Eichner standen Brecko und McKenna in der Startelf.

Die Kontrahenten starteten nervös ins Abstiegsduell. Die Höhepunkte fehlten so auch komplett in der Anfangsphase, die kaum konstruktive Aktionen zu Tage förderte. Nürnberg versuchte viel über die rechte Seite, wo Chandler zwar emsig, aber unglücklich agierte. Köln, ganz tief stehend, war zwar im Vorwärtsgang zunächst zielstrebiger, aber ohne Präzision. So bei Novakovics Kopfball aus elf Metern in die Arme von Schäfer, der ersten nennenswerten Gelegenheit (13.).

Der Club kam nach einem Solo von Esswein durch Feulner zu einer ersten Chance - mit Chandler blockte der eigene Mann den Linksschuss des Rechtsverteidigers ab (18.).

Viel Kampf und Krampf bestimmten auch im weiteren Verlauf das Geschehen, das Niveau blieb vorerst im Keller. Bei der Hecking-Elf stimmte ab Mitte des ersten Durchgangs wenigstens die Ordnung. Der FCN gewann nun das Gros der Zweikämpfe, aus dem Spiel heraus resultierten aus der optischen Überlegenheit zunächst aber keine zwingenden Möglichkeiten.

Zur Führung benötigten die Hausherren einen Standard: Nach einer zu kurz abgewehrten Ecke blieb Chandlers Versuch an einem Abwehrbein hängen. Den Abpraller aber jagte Esswein aus 17 Metern fulminant aufs Tor - vom rechten Innenpfosten prallte die Kugel über die Linie (28.).

Bis zur Pause hatten die Franken alles im Griff, zeigten gegen einen ganz schwachen Gegner abschnittsweise sogar etwas Spielkultur. Pekhart kam gegen McKenna nicht ganz ran (33.), Balitsch wurde am Fünfer abgeblockt (35.), Pekhart kam nach Flanke des immer wieder anschiebenden Feulner gegen den im Nachfassen zupackenden Rensing zu spät (38.). Bei den Rheinländern musste Sereno noch vor der Pause wegen Adduktorenproblemen raus, Eichner ersetzte den Portugiesen.


Ohne personellen Wechsel kamen die beiden Teams aus der Kabine. Auch im zweiten Abschnitt entwickelte sich kein Leckerbissen, aber nun verschob sich die Solbakken-Elf weiter nach vorne, ging engagierter zu Werke und erhöhte das Risiko - die Partie wurde offener.

Trotz verstärkter Bemühungen konnten sich die "Geißböcke" gegen Wollscheid & Co. zunächst nicht in Szene setzen. Gefährlicher blieb der Altmeister durch Essweins Fernschuss (57.) und Feulners Direktabnahme aus sieben Metern, bei der Rensing per Fußabwehr parierte (61.).

Solbakken reagierte mit Joker Roshi für Peszko (64.) auf mangelnde Offensivaktionen - und bewies ein glückliches Händchen: Der Albaner, rechts freigespielt, passte flach in die Mitte, wo Novakovic das Leder gegen Maroh und Schäfer aus fünf Metern über die Linie bugsierte (66.).

Weniger Glück hatte Hecking mit seinem Joker. Didavi, kaum für Hegeler im Spiel, schlenzte an den Pfosten (70.). Die Schlussphase brach an, in der einzig der FCN gegen nun massiv verteidigende Gäste den Sieg wollte. Und die Hausherren wurden für ihre Bemühungen belohnt: Esswein flankte von links. In der Mitte war Pekhart, der mit nimmermüden Einsatz alles in die Waagschale warf, einen Tick früher am Ball als Geromel und nickte aus elf Metern ins rechte Eck. Wieder prallte dass Leder vom Innenpfosten ins Netz (85.).

Pekhart vergab kurz vor Schluss kläglich aus sechs Metern das 3:1, traf nur die Latte. Und war doch der Held, denn der Club rettete das 2:1 gegen vergeblich anrennende Kölner über die Zeit.

Auf Nürnberg wartet am kommenden Samstag (18.30 Uhr) das Auswärtsspiel in Bremen. Köln muss ebenfalls am Samstag ran und erwartet schon um 15.30 Uhr Bayer Leverkusen zum rheinischen Derby.

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Leverkusen - Augsburg 4 - 1


Kießling trifft doppelt

Nach drei sieglosen Spielen gelingt Bayer 04 Leverkusen wieder ein Dreier. Das Spiel war allerdings keineswegs ein Selbstläufer. Lange war der FCA ebenbürtig und machte den Dutt-Schützlingen das Leben schwer. Erst ein Doppelschlag Mitte der zweiten Hälfte brachte die Heimelf auf die Siegerstrasse. Augsburg bleibt damit im sechsten Spiel hintereinander ohne Sieg.


Leverkusens Trainer Robin Dutt veränderte nach dem 0:1 bei Borussia Dortmund seine Startelf auf drei Positionen. Toprak übernahm in der Innenverteidigung für Friedrich und Kadlec (zuletzt Rot-gesperrt) die linke Abwehrseite für Oczipka. Dazu begann Renato Augusto, nach langer Verletzungspause, wie schon unter der Woche in der Champions-League. Für ihn musste Rolfes auf der Bank Platz nehmen. Ebenfalls drei Veränderungen nahm Augsburgs Trainer Jos Luhukay nach dem 0:0 gegen den 1. FC Nürnberg in seiner Anfangsaufstellung vor: Den verletzten de Jong ersetzte Ostrzolek. Baier fehlte Gelb-gesperrt und wurde von Davids ersetzt. Dazu begann Ndjeng für Werner (Handverletzung).

Die Augsburger waren nicht in die BayArena gekommen um sich zu verstecken. Bereits in der Anfangsphase stellten die Gäste ihre Gefährlichkeit unter Beweis. Eine Ecke von Ndjeng erreichte an Freund und Feind vorbei Hosogai. Dessen Schuss ging nur knapp an Lenos Tor vorbei (3.).

Die Dutt-Elf begann sehr zurückhaltend und hatte Mühe mit der gut stehenden Abwehr der Gäste. Kaum ein Ball erreichte in der Anfangsphase den Augsburger Strafraum. Erst in der 13. Minute hatten die Hausherren die erste Möglichkeit. Castro und Schwaab kombinierten sich mit einem Doppelpass durch die Defensiv-Zentrale. Schließlich tauchte Schwaab frei vor Jentzsch auf. Anstatt abzuschließen entschloss sich der Verteidiger, den Ball abzulegen. Callsen-Bracker ging aber dazwischen und konnte vor Kießling klären.

In der Folgezeit hatten die Hausherren viel Ballbesitz und kombinierten sicher im Mittelfeld hin und her. Dies blieb allerdings brotlose Kunst. Sobald die Hausherren in die Nähe des Augsburger Strafraumes kamen, war die Kugel weg.

Wie so oft in den letzten Spielen musste eine Standardsituation für die Bayer-Führung herhalten. Castro hob eine Ecke von links vor das Augsburger Tor. Dort behinderten sich Langkamp und Oehrl gegenseitig, so dass Kießling aus kurzer Distanz unbedrängt einköpfte (25.).

In der Folgezeit erhöhten die Dutt-Schützlinge den Druck und versuchten nachzulegen. Nach wie vor schafften sie es aber nicht den Ball gefährlich in den Augsburger Strafraum zu bringen. Allerdings reichte es zu zwei gefährlich Schüssen aus der Distanz. Schürrle (34.) und Renato Augusto (36.) hatten mit ihren Versuchen aber Pech.

Erst als die Bayer-Elf schon Richtung Pause austrudeln ließ, kamen die Gäste zu zwei guten Möglichkeiten: Zunächst legte Langkamp einen Freistoß per Kopf ab auf Mölders. Kießling ging dazwischen und beförderte den Ball nur denkbar knapp am eigenen Tor vorbei (44.). Die anschließende Ecke von Ndjeng landete bei Langkamp. Dessen Kopfball holte Leno mit einer fantastischen Parade aus dem linken oberen Eck. Der Abpraller landete bei Koo, der aber, ebenfalls per Kopf, an Castro, der auf der Linie klärte, scheiterte (45.). Mit etwas Glück konnten die Leverkusener die hauchdünne Führung in die Pause bringen.

Zu Wiederbeginn änderte sich am Bild, welches das Spiel abgab, zunächst wenig. Bayer hatte viel Ballbesitz, kam aber trotzdem nicht in die Nähe des Augsburger Tores.

Anders die Augsburger: Mit einem schnellen Angriff über Ndjeng hebelten sie die Leverkusener Defensive aus. Mölders verlängerte das Zuspiel von Ndjeng zu Koo. Der Koreaner fackelte nicht lange, zog von der Strafraumgrenze ab und ließ Leno mit einem angeschnittenen Ball keine Abwehrmöglichkeit (50.).

In der Folgezeit wirkten die Hausherren verunsichert. Augsburg kam besser ins Spiel, ohne jedoch für große Torchancen zu sorgen.

Zehn Minuten später hatte sich die Dutt-Elf gefangen und nutzte jetzt ihre Überlegenheit auch zu Toren. In der 60. Minute behielt Renato Augusto vor dem Strafraum die Übersicht und setzte auf halbrechts Bender ein. Auch der behielt den Kopf oben und sah zentral vor dem Tor Castro. Dieser behielt die Nerven und beförderte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie.

Und Bayer legte sofort nach. Hosogai verlor im Mittelfeld den Ball an Schürrle. Der startete am linken Flügel durch und bediente Kießling, der sich sowohl gegen Langkamp als auch gegen Jentzsch durchsetzte und auf 3:1 erhöhte (64.).

Der Widerstand der Gäste war damit gebrochen. Fast mühelos konnten die Hausherren mit einem "tödlichen Konter" über Kießling und Schürrle auf 4:1 erhöhen und den Gästen damit jede Illusion rauben (70.).

Die Schlussphase nutzte Bayer-Coach Robin Dutt, um mit Bellarabi, Ortega und da Costa drei Nachwuchskräften Spielpraxis zu verschaffen. Die Partie war gelaufen. Augsburg wollte das Spiel nur noch ohne weiteren Flurschaden über die Bühne bringen, während die Hausherren mit den vier Treffern zufrieden waren.

Bayer Leverkusen muss am Samstag, (25.02., 15:30) nach Köln zum Derby. Ausgburg erwartet zur gleichen Zeit die Hertha, dann mit Otto Rehhagel, zu Hause.

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Hamburg - Bremen 1- 3


Bremen erteilt HSV Lehrstunde in Sachen Effektivität

Erstmals seit 2008 gewinnt im Nordderby mit Bremen wieder das Auswärtsteam. Werder zeigte sich in einem chancenreichen und äußerst intensiven Spiel effektiver in der Verwertung. Die Hamburger hatten insgesamt mehr vom Spiel und waren vor allem bei Standardsituationen gefährlich, konnten nach dem späten Anschlusstreffer aber nichts mehr zusetzen.


Trainer Thorsten Fink stellte den Hamburger SV nach dem 1:0 beim 1. FC Köln auf einer Position um. Rincon kehrte nach Gelb-Sperre für Kacar in die Startelf zurück.

Werder-Coach Thomas Schaaf baute seine Anfangsformation im Vergleich 1:1 gegen die TSG Hoffenheim auf drei Positionen um. Pizarro begann nach Gelb-Sperre wieder für Arnautovic im Angriff. Zudem spielten Marin und Trybull im Mittelfeld an Stelle von Ekici und Ignjovski.

Der HSV startete aktiver und hatte in der Anfangsphase deutlich mehr Ballbesitz als die abwartend agierenden Bremer. Diekmeier prüfte Wiese früh mit einem wuchtigen Distanzschuss, denn der Keeper aber mit den Fäusten parierte (4.). Mit dem ersten Angriff war es aber Werder, das in Führung ging: Nach einem Ballverlust von Rincon kam der Ball auf der rechten Seite zu Rosenberg, der in die Mitte zu Marin passte. Der 22-Jährige hatte am Fünfmeterraum genug Zeit und Platz um sich, nachdem ihm der Ball bei der Annahme leicht versprungen war, um die eigene Achse zu drehen und mit links ins kurze Eck einzuschießen (8.).

In der Folge versuchte der HSV sofort, mit viel Druck zum Ausgleich zu kommen. Doch Guerrero scheiterte bei zwei guten Gelegenheiten erst an Wiese (12.) und zielte dann nach Petric-Vorlage aus dem Strafraumzentrum über das Tor (17.). Doch die offensive Spielweise gewährte den Bremern Räume. Drobny rettete in der 20. Minute mit Glück und Geschick am Fünfmeterraum gegen den freistehenden Rosenberg.

Im weiteren Verlauf ließ der Druck der Fink-Elf etwas nach, Werder kam besser ins Spiel. Marin scheiterte mit einem Schuss vom Strafraumrand an Drobny (28.). Auf der Gegenseite köpfte Guerrero nach einer Standardsituation über das Tor (31.). In der Schlussphase der ersten Hälfte nahm das Spiel wieder Fahrt auf. Petric zielte aus halbrechter Position mit einem strammen Linksschuss aber knapp vorbei (39.).

In der 43. Minute wurde Marin vor der Ausführung eines Eckballs von einem halbvollen Bierbecher getroffen. Nach einer kurzen Unterbrechung durch Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer ging es aber weiter. Nachdem Marin kurz zuvor Drobny zu einer starken Parade gezwungen hatte, gelang Werder nach dem anschließenden Eckball mit dem Pausenpfiff das 2:0: Der 18-jährige Trybull köpfte am Fünfmeterraum per Aufsetzer ins Tor, Petric konnte den Ball auf der Linie nicht mehr für den bereits geschlagenen Drobny klären (45.).
Abwehr-Fauxpas entscheidet Derby

Die Anfangsviertelstunde des zweiten Abschnitts - beim HSV kam Ilicevic für Rincon - gestaltete sich äußerst chancenreich. Zunächst zwang Petric mit einer Direktabnahme aus etwa zehn Metern zu einer Glanzparade (48.). Auf der Gegenseite vergab Rosenberg bei einem Konter nach Vorlage von Marin frei vor Drobny das 3:0 (49.). Kurz darauf verfehlte Aogo per Freistoß das rechte Toreck des Bremer Gehäuses nur um Zentimeter (50.).
Bremen trifft


Und es ging jetzt weiter Richtung Tor von Wiese, der gegen Salas verdeckten Schuss nur mit Glück und Geschick parierte (55.). Dann nahm eine Ilicevic eine Flanke von links rechts im Strafraum sehenswert volley ab und schoss Richtung langes Eck. Dort verpasste Petric nur um Zentmeter, so dass der Ball vom Außenpfosten zur Seite wegprallte (60.). Danach legten beiden Teams in der äußerst intensiv geführten Partie eine kurze Verschnaufpause ein.

Eine kuriose Szene dann in der 69. Minute: Schiedsrichter Kinhöfer gab rechts im Strafraum indirekten Freistoß für den HSV, nachdem Wiese den Ball nach Ansicht des Referees zweimal mit der Hand aufgenommen hatte. Aogo platzierte den Freistoß dann direkt Richtung langes Eck, Wiese wehrte zur Seite ab (70.). Ein Freistoß war es dann auch, der dem HSV den Anschlusstreffer brachte: Fritz fälschte den Schuss von Petric in der Mauer unhaltbar für Wiese ins eigene Tor ab (76.).

Vier Minuten später vergab Westermann, der reklamierte, bei seinem Kopfball gehalten worden zu sein, per Kopf nach einer Standardsituation den möglichen Ausgleich. Danach verteidigte die Bremer Defensive den knappen Vorsprung erfolgreich, ehe Arnautovic - dank eines schlimmen Fauxpas von Rajkovic und Westermann, die sich bei einem langen Ball aus der Bremer Hälfte gegenseitig behinderten - frei vor Drobny die Entscheidung besorgte (86.).

Die Hamburger sind am Freitag wieder gefragt - dann geht es nach Gladbach. Bremen empfängt Nürnberg am Samstag (18.30 Uhr).

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Hertha - Dortmund 0 - 1


Großkreutz staubt per Fallrückzieher ab

Hertha BSC musste das 1000. Spiel der eigenen Bundesligageschichte verloren geben. Die krisengebeutelten Berliner lieferten den klar favorisierten Dortmundern lange Zeit einen tollen Kampf, wurden dann aber eiskalt erwischt und kassierten somit die sechste Pleite in Folge. Der BVB glänzte in der Hauptstadt nicht, tat sich enorm schwer und dürfte daher über den 1:0-Arbeitssieg sehr dankbar sein - zumal er damit auch im 16 Ligaspiel in Folge ungeschlagen blieb und den sechsten Sieg nacheinander einfuhr.

Interimstrainer René Tretschok wechselte nach der 0:5-Klatsche beim VfB Stuttgart, die zur Entlassung von Michael Skibbe geführt hatte, dreimal: Janker, Rukavytsya und Ramos spielten anstelle von Morales, Ottl (Rot-Sperre) und Lasogga. Für Tretschok war bereits vor dem Duell gegen seinen alten Verein, mit dem er als Spieler zweimal die deutsche Meisterschaft (1995, 1996) und einmal die Champions League (1997) gewonnen hatte, klar, dass es nur ein Intermezzo als hauptverantwortlicher Coach sein würde, da die Verpflichtung von Otto Rehhagel bereits unter Dach und Fach war.

BVB-Coach Jürgen Klopp musste im Vergleich zum 1:0 gegen Bayer Leverkusen auf Kagawa (Außenbandanriss) verzichten. Barrios erhielt dafür seine Bewährungschance von Anfang an und gab den Stoßstürmer. Lewandowski agierte dahinter.

Erwartungsgemäß ergriff Dortmund die Initiative und kam so von Beginn an zu deutlich mehr Ballbesitz. Die Berliner hielten allerdings mit Leidenschaft und Kampf dagegen. Die "Alte Dame" schaffte es mit ihrer konzentrierten Spielweise, dem BVB den Zahn zu ziehen. Die Westfalen konnten ihr gewohntes Kurzpassspiel nicht aufziehen und probierten es daher oft mit langen Bällen - meist von Subotic geschlagen. Diese stellten die BSC-Defensive aber nicht vor allzu große Probleme, auch wenn hier und da mal Abstimmungsschwierigkeiten zwischen Kraft und seinen Innenverteidigern zu Tage traten.

Bis auf einen Barrios-Kopfball, den Kraft nach acht Minuten locker aufnahm, herrschte in den Strafräumen meist gähnende Leere. Der Meister hatte fast 60 Prozent Ballbesitz, Berlin war dafür in den Zweikämpfen präsenter. Folglich neutralisierten sich beide Mannschaften lange Zeit, sodass Torraumszenen nicht zu sehen waren. Das änderte sich erst nach etwas mehr als einer halben Stunde: Nach Piszczek-Zuspiel verstolperte Barrios aber in bester Position (31.). Auf der Gegenseite sorgte ein totaler Aussetzer von Hummels, der viel zu sorglos mit dem Ball umging und sich diesen von Raffael abluchsen ließ, für die erste dicke Möglichkeit der Berliner. Der Brasilianer scheiterte allerdings in der 36. Minute an Weidenfeller, sodass es beim 0:0-Pausenstand blieb.
Gesichtsprellung bei Piszczek - Erneute Nachlässigkeit von Hummels


Zum Seitenwechsel musste Klopp wechseln, da sich Piszczek kurz vor dem Halbzeitpfiff bei einem Zusammenprall mit Mijatovic eine Gesichtsprellung zugezogen hatte. Owomoyela kam für die zweiten 45 Minuten. Ansonsten änderte sich nicht viel: Dortmund hatte klar mehr Spielanteile, kam aber gegen die aufmerksamen Herthaner nicht zu klaren Abschlüssen - die zündende Idee fehlte. Hinten leistete sich der BVB ab und an ungewohnte Nachlässigkeiten, was die "Alte Dame" aber nicht bestrafen konnte. So schoss Ebert aus spitzem Winkel nach erneut kapitalem Bock von Hummels knapp links vorbei (53.), während sich Raffael, der zuvor Kehl das Leder locker abgenommen hatte, an der Strafraumgrenze festrannte (58.).

Der Auftritt der Berliner machte Mut, man hatte dem Meister Paroli geboten - zunehmend sogar den besseren Eindruck gemacht. Doch dann folgte die kalte Dusche: Blaszczykowski flankte von rechts präzise ins Zentrum auf Lewandowski, der aus kurzer Distanz wuchtig aufs Tor köpfte. Kraft parierte glänzend und lenkte die Kugel noch spektakulär ans Aluminium, gegen Großkreutz' Fallrückzieher war er dann machtlos (66.).

Die Herthaner steckten die Köpfe nach dem Rückschlag nicht in den Sand und waren nun durchaus bemüht, den Ausgleich zu erzielen. Das Problem: Es fehlt an geeigneten Mitteln, um die die BVB-Defensive ernsthaft zu fordern. Etwas unverhofft hatte Raffael das 1:1 dann doch auf dem Fuß. Der Brasilianer konnte den Ball aber nicht richtig kontrollieren, sodass Subotic noch mit dem langen Bein klärte (76.). Danach hatten die Westfalen keine große Mühe, den sechsten Sieg in Folge über die Bühne zu bringen und zugleich die Tabellenführung zu verteidigen.

Die Hertha ist wieder am kommenden Samstag im Abstiegskracher beim FC Augsburg gefordert. Tags darauf empfangen die Dortmunder Hannover 96.

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Lautern - Gladbach 1 - 2


Herrmann und Arango sorgen für den Blitzstart

Mönchengladbach bleibt weiter mittendrin im Meisterschaftsrennen. Die Borussia gewann auch beim abstiegsbedrohten 1. FC Kaiserslautern mit 2:1. In der ersten Hälfte zeigten die "Fohlen" attraktiven Spaßfußball mit tollen Kombinationen, im zweiten Abschnitt war Gladbach zu passiv und wäre dafür fast von den "Roten Teufeln" bestraft worden.

Lautern-Coach Marco Kurz stellte seine Mannschaft nach der 0:2-Niederlage bei Bayern München auf fünf Positionen um. Rodnei und Simunek ersetzten das Innenverteidiger-Duo Abel und Yahia. Außerdem bekamen Swierczok, Borysiuk und de Wit den Vorzug vor Sukuta-Pasu, Fortounis und Petsos.





Kaiserslautern hatte sich viel für die Partie gegen die favorisierten Gladbacher vorgenommen und generierte Sicherheit durch Ballbesitz und Kurzpässe. Davon unbeeindruckt zog die Borussia ihr überfallartiges Spiel auf und glänzte mit Ein-Kontakt-Fußball im Mittelfeld. Die erste Chance hatte Arango nach nicht einmal vier Minuten: Nach einem Einwurf stand er völlig frei an der Strafraumgrenze und jagte das Leder haarscharf über die Latte (4.).

Wenig später hatte de Camargo das Auge für den gestarteten Herrmann. Der klasse Pass des Stürmers landete direkt im Lauf des Flügelflitzers, der seinen Bewachern entwischte und zum 1:0 einschob (9.). Lautern war sofort um eine passende Antwort bemüht. Zum Ausgleichstreffer fehlten de Wit bei seinem 20-Meter-Freistoß nur Zentimeter, denn das Leder klatschte auf die Latte.

Stattdessen zeigte Gladbach effektiven Kombinationsfußball: Reus spielte den perfekten Pass durch drei Gegenspieler hindurch auf Arango. Der Venezuelaner schlenzte den Ball direkt mit dem Außenrist ins lange Eck (14.). Ein Traumtor!

Lautern ließ den Kopf trotz dieses Blitzstartes nicht hängen. Spielerisch fehlte es den "Roten Teufeln" aber an kreativen Impulsen. Vor allem über die rechte Seite kam von den Pfälzern nichts. Gefahr entstand nur nach Standard-Situationen oder durch Einzelaktionen von de Wit oder Tiffert. Hier zeigte Borussen-Keeper ter Stegen exzellente Strafraumbeherrschung und strahlte Sicherheit aus.

Dennoch hatten die "Fohlen" noch einen Schock zu verkraften: Herrmann prallte in einem Zweikampf mit Dick zusammen (35.) und wurde minutenlang auf dem Feld behandelt. Der Flügelflitzer musste mit einer Trage vom Platz getragen werden und wurde mit Verdacht auf einen Schlüsselbeinbruch ins Krankenhaus eingeliefert.


Kurz wollte sich mit dem 0:2 aber nicht abfinden und brachte zur Halbzeit mit Sukuta-Pasu und Derstroff gleich zwei Stürmer. Diese Maßnahme schien zunächst zu verpuffen: Gladbach investierte kaum mehr in die eigene Offensive, zog sich zurück und verwaltete das Ergebnis.

Das ließ Kaiserslautern immer mehr aufkommen. Schließlich war es Jessen, der die Passivität der Borussen bestrafte: Wagner legte für den dänischen Linksverteidiger ab. Dessen Hammer vom linken Strafraumeck flog unhaltbar in den rechten Winkel (63.). Der Treffer wirkte als Initialzündung für die Hausherren. Die bis dahin solide und sichere Borussen-Abwehr wackelte verdächtig. Borysiuk (66.) und zweimal Kouemaha (68., 69.) suchten den Abschluss, konnten ter Stegen aber nicht überwinden.

Fortan hielt Gladbach wieder besser dagegen und beschäftigte die Pfälzer schon weit vor dem eigenen Strafraum. So sahen die 45.661 Zuschauer im Fritz-Walter-Stadion hauptsächlich Mittelfeldgeplänkel statt Torraumszenen. Am Ende fehlte dem FCK schlichtweg die Qualität, um die massierte Borussen-Defensive zu knacken.

Kaiserslautern fährt am Samstag (15.30 Uhr) nach Mainz. Gladbach spielt schon am Freitag (20.30 Uhr) zu Hause gegen den HSV.

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Freiburg - Bayern 0 - 0





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Schalke - Wolfsburg 4 - 0


Raul eröffnet den Reigen, Huntelaar beendet ihn

Der FC Schalke gewann in einem durchaus unterhaltsamen Spiel gegen den VfL Wolfsburg und den eigenen Ex-Trainer Felix Magath am Ende souverän mit 4:0. Die Königsblauen erwischten einen glänzenden Start und lagen früh komfortabel in Führung. Noch vor der Pause hätten sie alles klar machen können, allerdings vergab Huntelaar einen Elfmeter. Der VfL durfte daher länger hoffen, konnte die fünfte Auswärtspleite in Folge dann aber doch nicht abwenden.


Schalkes Trainer Huub Stevens musste im Vergleich zum 1:1 bei Viktoria Pilsen im Hinspiel der Europa-League-Zwischenrunde auf die in der Liga gesperrten Höwedes (5. Gelbe), Obasi (5. Gelbe) und Jones (Sportgerichtsurteil) verzichten. Uchida, Metzelder und Farfan rutschten dafür in die Startelf der Knappen.

VfL-Coach Felix Magath tauschte nach dem 3:2 gegen Freiburg ebenfalls auf drei Positionen: Madlung, Hasebe und Orozco erhielten den Vorzug vor Sio, Josué sowie Dejagah.

Beide Mannschaften warteten nicht lange ab und suchten von Beginn an den Weg nach vorne. Die ersten guten Chancen gehörten den Wolfsburgern: So wäre Uchida nach einem Jiracek-Pass fast ein frühes Eigentor unterlaufen (3.), während Schäfers Hereingabe nur knapp am Tor vorbeiging (5.). Fast im Gegenzug knallte Metzelder den Ball an den rechten Pfosten, musste sich darüber aber nicht ärgern, da der Schiedsrichterassistent zuvor die Fahne gehoben hatte (6.).


Es war ein flottes Spiel, in dem die Knappen durch quirliges Flügelspiel immer stärker wurden. Aus einem Angriff über die rechte Seite resultierte nach zehn Minuten eine Ecke, die Farfan nach innen brachte. Matip verlängerte per Kopf an den zweiten Pfosten zu Raul - 1:0. Die "Wölfe" zeigten sich von dem Rückstand wenig beeindruckt, drückten weiter und kassierten nach einer Viertelstunde den nächsten Rückschlag - und wieder ging's über die Flügel: Fuchs wurde auf der linken Seite steil geschickt. Der Österreicher hatte dann das Auge für Huntelaar, der sich bedankte und das Leder aus kurzer Distanz trocken über die Linie drückte.

Bitter für die Niedersachsen, die im Grunde ebenbürtig waren, nun aber einem Zwei-Tore-Rückstand hinterherlaufen mussten. Einen Unterschied gab es dann doch: S04 war effizienter! So sauste Felipes Drehschuss knapp rechts vorbei (17.), Orozco scheiterte im Eins-gegen-Eins am herausstürzenden Unnerstall (23.), während Mandzukic die Kugel Sekunden danach aus elf Metern unbedrängt über das Ziel drosch.
Huntelaar versagen die Nerven - Unnerstall bricht sich das Schlüsselbein

Magath reagierte früh und vollzog bereits nach 29 Minuten den ersten Wechsel: Stürmer Sio kam für Mittelfeldmann Hasebe. Den nächsten Hochkaräter hatten aber die Königsblauen, als Farfan nach einer Draxler-Hereingabe fulminant aufs Tor schoss. Weil Felipe den fulminanten Schuss noch mit der rechten Hand stoppte, entschied Schiedsrichter Peter Sippel auf Elfmeter. Huntelaar trat an und wollte die Chance, mit Mario Gomez in der Torjägerliste gleichzuziehen, ergreifen. Allerdings schoss der "Hunter" zu zentral, sodass Benaglio parierte (36.). Kurz vor dem Pausenpfiff kam es wieder zum Duell Huntelaar gegen Benaglio, und wieder behielt der VfL-Schlussmann die Oberhand (45.).

Zum zweiten Durchgang kam bei den Gelsenkirchenern Hildebrand ins Spiel, weil sich Unnerstall zuvor nach einem Foul von Mandzukic das rechte Schlüsselbein gebrochen hatte. Der ehemalige Nationaltorwart kam so unverhofft zu seinem Debüt bei den Knappen. Der 32-Jährige durfte dann miterleben, wie seine Kollegen weiter auf die Tube drückten. Draxler scheiterte noch an Benaglio (47.), doch nur zwei Minuten später köpfte Papadopoulos nach einer Ecke vor die Füße von Matip, der die Kugel aus kurzer Distanz mit der rechten Hacke an Benaglio vorbei in die Maschen drückte (49.).

Das war die Vorentscheidung, der Drops gelutscht. Die Schalker zogen sich in der Folge tiefer in die eigene Hälfte zurück, setzten über Konter aber immer wieder Nadelstiche. Aufgrund der neuen Situation kam der VfL nun zu mehr Spielanteilen, entwickelte dabei aber kaum einmal echte Durchschlagskraft. Daran änderte auch die Hereinnahme von Polter, der als dritte Spitze neben Sio und Mandzukic fungierte, kaum etwas. S04 blieb die gefährlichere Mannschaft und schlug in der 72. Minute noch einmal zu - und erneut ging's über die Außen: Fuchs flankte präzise zu Huntelaar, der per Kopf sein 18. Saisontor und zugleich den Endstand markierte.

Für die Schalker steht am kommenden Donnerstag das Rückspiel in der Europa League gegen Viktoria Pilsen an, am Sonntag darauf geht's dann in den Süden der Republik zum Spitzenspiel gegen den FC Bayern München. Tags zuvor empfängt der VfL Wolfsburg die Hoffenheimer.

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...   Erstellt am 19.02.2012 - 22:37Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hannover - Stuttgart 4 - 2


Pander legt vor und packt die linke Klebe aus

Hannover sicherte sich in einer fairen Partie gegen Stuttgart einen verdienten Erfolg. Die aktivere Slomka-Elf nutzte im ersten Durchgang ihr Chancenplus durch zwei Standards zur Pausenführung. Direkt nach Wiederanpfiff durchkreuzte Treffer Nummer drei die Hoffnungen des VfB, schnell ins Spiel zurückzufinden. Was die Schwaben in einer turbulenten Endphase fast noch einmal geschafft hätten.


Hannovers Coach Mirko Slomka stellte seine Startelf im Vergleich zum 2:1 gegen Brügge in der Europa League auf drei Positionen um: Für Cherundolo (Wadenverletzung), Pogatetz (Rotsperre in der Liga) und Abdellaoue (Fußverletzung) standen Chahed, Haggui und Ya Konan von Beginn an auf dem Feld.

Trainer Bruno Labbadia musste beim VfB nach dem 5:0 gegen Hertha BSC auf den verletzten Tasci (Oberschenkelprobleme) verzichten, für den Maza in die Innenverteidigung rückte.

Es tat sich in der Anfangsphase nicht viel vor beiden Toren, was vor allem dem gegenseitigen frühen Attackieren geschuldet war. Viele Mittelfeldduelle und Fehlpässe prägten das Geschehen, echter Spielfluss wollte nicht aufkommen.

96 zeigte Ansätze (Stindl, 8., Schlaudraff, 14.), auf die erste echte Torchance für die langsam die Kontrolle an sich reißenden Niedersachsen mussten die Fans aber bis zur 20. Minute warten: Diouf nickte in Rücklage knapp am Winkel vorbei.

Der VfB war offensiv bemüht, blieb aber bis auf Hajnals Fernschuss (21.) zunächst ohne wirklich nennenswerte Aktion. Anders die Slomka-Elf: Panders Ecke flog von rechts stark angeschnitten in den Fünfer. Diouf und Haggui waren ungedeckt, der Tunesier nickte aus drei Metern hoch ins linke Toreck ein (25.).

Harnik hätte die Schwaben nur zwei Minuten später ins Spiel zurückbringen müssen, doch frei vor Zieler scheiterte der Torjäger am Keeper, ehe Eggimann vor dem nachsetzenden Österreicher rettete. Dieses Versäumnis rächte sich wenig später, und das 2:0 war fast Spiegelbild der Führung: Wieder trat Pander zur Ecke an, in der Mitte erwischte diesmal Diouf das Leder vor Harnik am ersten Pfosten, und der Ball segelte ins lange Eck - erster Treffer des Senegalesen im 96-Trikot (32.).

Diesen verpasste dann Schmiedebach für nun flüssig kombinierende Gastgeber in seinem schon 67. Ligaspiel, als er nach Kvists katastrophalem Fehlpass frei vor Ulreich nur das Außennetz traf (40.), ehe Referee Tobias Welz zur Pause pfiff.


Mit Cacau für Gentner und dem Vorhaben, ins Spiel zurückzufinden, kamen die Labbadia-Schützlinge aus der Kabine. Pander machte den Gästen aber einen Strich durch die Rechnung: Pinto brachte eine Ecke von links. Pander erwischte den Abpraller halblinks und zimmerte das Leder aus elf Metern ins rechte Eck (46.).

Stuttgarts Bemühungen verpufften zunächst weiterhin. Zu durchsichtig, ohne die letzte Entschlossenheit und das fehlende Spiel in die Spitze war gegen die sichere Hintermannschaft von 96 nichts auszurichten.

Die Niedersachsen dagegen hatten Lust auf mehr und waren dem vierten Tor näher als der VfB dem Anschlusstreffer - die afrikanische Doppelspitze Diouf/Ya Konan hatte dieses binnen einer Minute zweimal auf dem Fuß (59.).

Das 4:0 fiel dann auch noch unter gütiger Mithilfe der indisponierten Gästeabwehr, die den Ball nicht wegbrachte: Chahed beförderte das Sportgerät in den Sechzehner, Schmiedebach verlängerte und Stindl schoss von halbrechts aus 13 Metern ins rechte Eck ein (73.).

Für Hannover war das Spiel durch, die Spannkraft ging verloren. Zieler ermöglichte Harniks 11. Saisontreffer (75.). Ein Traumtor von Okazaki, der per Seitfallzieher zum 2:4 in den Winkel traf (79.), weckte bei den Schwaben neue Lebensgeister.

Und hätte Zieler Ibisevics Schuss aus sechs Metern nicht mit einem sagenhaften Reflex über den Balken gelenkt (82.), vielleicht wäre sogar noch mehr drin gewesen für die Gäste. Die konnten dann froh sein, in der Endphase gegen zu Hause nach wie vor unbesiegte Niedersachsen (fünf Siege, fünf Unentschieden) nicht noch das fünfte Gegentor zu kassieren.

Hannover steht am Donnerstag das Rückspiel in der Europa League in Brügge bevor, ehe in der Liga am Sonntag (17.30 Uhr) der schwere Gang zu Meister Dortmund folgt. Stuttgart empfängt am Samstag (15.30 Uhr) den Sportclub aus Freiburg.

kicker.de





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