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...   Erstellt am 12.02.2010 - 22:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Gladbach - Nürnberg 2 - 1


Referee Meyer wird Friends Freund
Borussia Mönchengladbach hat sich aus dem Abstiegskampf wohl endgültig verabschiedet. Dank eines 2:1-Erfolges gegen weiter massiv bedrohte Franken vergrößerten die "Fohlen" den Vorsprung auf Nürnberg auf zwölf Zähler. Die Hausherren waren in einem relativ ausgeglichenen Match vor der Pause das gefährlichere Team, bevor Nürnberg besser wurde. Gerade als Gladbach Probleme zu bekommen schien, gelang der Frontzeck-Elf ein höchst umstrittener Treffer zum Sieg.

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Reus schüttelt Club-Keeper Schäfer ab, um Augenblicke später das 1:0 vorzubereiten.
© picture alliance Mönchengladbachs Trainer Michael Frontzeck war nach der 0:1-Niederlage in Mainz zum Wechseln gezwungen, weil Levels (Gelb-gesperrt) und Marx (muskuläre Probleme) fehlten. Jantschke und Meeuwis kamen dafür ins Team.

Club-Coach Dieter Hecking sah trotz der 1:2-Heimniederlage gegen den VfB Stuttgart keine Veranlassung, seine Startfomation zu verändern. Auch der an der Wade verletzte Keeper Schäfer war rechtzeitig fit geworden und konnte auflaufen.

Die abstiegsbedrohten Nürnberger begannen selbstbewusst, agierten keinesfalls zurückhaltend und versuchten, die Initiative zu übernehmen. Gladbach wartete allerdings nur kurz ab und setzte schon nach vier Minuten einen ersten vielversprechenden Konter. Arango nahm Fahrt auf und bediente Colautti, der aus 14 Metern links daneben zielte.

Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der sich beide Teams im Mittelfeld auf Augenhöhe begegneten, mit den "Fohlen" aber nur eine Mannschaft zu Möglichkeiten kam. Nachdem Schäfer einen Bobadilla-Schuss aus 18 Metern pariert hatte (10.), wurde der Argentinier von Arango am Fünfer freigespielt, traf aber den Ball nicht richtig und setzte die Kugel neben den Kasten (11.).

Nürnberg blieb offensiv bis auf zwei harmlose Distanzversuche von Ottl (16.) und Eigler (18.) vieles schuldig, während die keineswegs klar feldüberlegene Borussia immer wieder zu guten Chancen kam. Bobadilla ließ Wolf im Sechzehner aussteigen und hatte dann freie Schussbahn, traf aus bester Position aber einmal mehr das Tor nicht (26.). Eine Minute später war es dann aber soweit. Bradley schickte per Traumpass Reus auf die Reise, der an Schäfer vorbei kam, sich dann jedoch vom Keeper eigentlich zu weit abdrängen ließ. Der Ex-Ahlener brachte das Spielgerät dennoch nach innen, wo Colautti reaktionsschneller war als die zurückgeeilten Wolf und Pinola und aus kurzer Distanz zum 1:0 traf (27.).

Von den Franken kam bis zur Pause offensiv weiter kaum etwas, während die Frontzeck-Elf nach der Führung langsam, aber sicher auch zu Feldvorteilen kam. Torgelegenheiten konnte sich aber auch Gladbach nicht mehr erarbeiten.


Hecking reagierte zur Pause und brachte Risse und Frantz für Eigler und Mintal. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Nur eine Minute nach seiner Hereinnahme schlug Risse einen Freistoß aus dem Halbfeld vors Tor, wo Bunjaku im Gestocher schneller reagierte als alle Gladbacher und aus acht Metern zum 1:1 einschoss - das elfte Saisontor des Schweizers (47.).

Die Begegnung begann von vorne und hatte in Gladbach erneut das gefährlichere Team. Schäfer parierte zweimal gegen Bobadilla (48., 50.), ehe er auch noch einen Brouwers-Kopfball reflexartig entschärfte (53.). Aber auch Nürnberg wirkte nun entschlossener. Bunjaku schoss nach einer schönen Einzelaktion daneben (58.), Risse zielte aus der Distanz genau auf Bailly (60.).

Mehr Qualität hatten dennoch die Angriffe der "Fohlen". Breno klärte gerade noch gegen Reus (64.), bevor Schäfer bei Arangos sehenswertem Knaller aus der zweiten Reihe die Fäuste schnell genug hochriss (64.).

Nürnberg wurde langsam stärker, während die Borussia zunehmend Probleme bekam. Als Charisteas im Strafraum im Duell mit Dante zu Fall kam (73.), blieb die Pfeife von Referee Florian Meyer ebenso stumm, wie einige Minuten zuvor bei einem Breno-Handspiel auf der anderen Seite. Frontzeck sah die Felle seines Teams davonschwimmen und ersetzte sein Sturmduo durch Matmour und Friend (73.). Das Match war kaum wieder freigegeben, als das neue Offensivpaar sofort in Erscheinung trat. Nach einer abgefälschten Flanke von rechts attackierte Matmour Club-Keeper Schäfer heftig im Fünfer, Meyer ließ aber einmal mehr weiterlaufen. Der Ball prallte zu Friend, der mit seinem ersten Ballkontakt aus fünf Metern das höchst umstrittene 2:1 markierte (74.).

Mit Choupo-Moting für Tavares (78.) setzten die Franken in der Schlussphase alles auf eine Karte. Augenblicke bevor Bunjaku gerade noch am 2:2 gehindert wurde, hatte der FCN Glück, dass Matmour eine dicke Gelegenheit frei vor Schäfer fahrlässig vertändelte (82.). Am Ende waren die Gladbacher dem 3:1 jedoch näher als Nürnberg dem Ausgleich. Weil Matmour eine weitere Großchance liegen ließ, blieb es letztlich beim aufgrund der Entstehung etwas glücklichen 2:1 für die Hausherren.

Nächsten Freitag gastiert Borussia Mönchengladbach bei der TSG 1899 Hoffenheim, tags darauf empfängt der Club im bayerischen Derby den FC Bayern München.

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...   Erstellt am 13.02.2010 - 17:34Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hertha - Mainz 1 - 1


Wieder nur ein Punkt für die Hertha
In der ersten Hälfte agierten die Berliner zu harmlos um die clever verteidigenden Gäste in Verlegenheit zu bringen. Im Gegenteil: Der FSV Mainz brachte mit einem gut ausgespielten Konter die Führung zu Stande. Im zweiten Durchgang investierten die Berliner mehr in die Offensive, wurden mit dem Ausgleich belohnt, hatten aber letztendlich nicht das Quäntchen Glück um den wichtigen Dreier im Abstiegskampf einzufahren.

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Die Mainzer waren meist die Zweikampfsieger: Schürrle gegen Raffael.
© picture-alliance Nach der 1:2-Niederlage bei Werder Bremen in der Vorwoche stellte Hertha-Coach Friedhelm Funkel in der Abwehr auf zwei Positionen um. Für von Bergen begann Hubnik und Janker ersetzte Cicero, für den Piszczek ins Mittelfeld aufrückte. Ein Wechsel dagegen in der Startformation des 1. FSV Mainz 05: Im Vergleich zum 1:0 über Borussia Mönchengladbach in der Vorwoche wurde der am Knie verletzte Kapitän Hoogland durch Szalai ersetzt. Ivanschitz fehlte weiterhin, obwohl seine Gelb-Sperre abgessen war. Eine Verletzung stoppte den Mainzer Mittelfeldmotor.

Obwohl die Berliner "Aufholjäger" im Vorfeld von einem Pflichtsieg sprachen begann das Heimteam in der Vorwärtsbewegung eher verhalten. Beide Teams etablierten zunächst eine solide Verteidigung, so dass in der Startphase der Partie Torchancen Mangelware blieben.

Von Beginn an setzten beide Teams in der Defensive die taktischen Vorgaben der Trainer um und liessen den jeweiligen Angreifern wenig Raum sich zu entfalten. Damit entwickelte sich ein Spiel, das von vielen Zweikämpfen im Mittelfeld geprägt war. Die beiden Torhüter waren zunächst kaum gefordert.

In der 26. Minute schaffte es die Hertha zu einer ersten Torchance als Janker mit dem Kopf an einen Kobiashvili-Freistoß herankam, zentral vor dem Tor aber kläglich scheiterte.

Einige Minuten später schaffte es Friedrich nach einer Ecke von Raffael zum ersten Mal den Mainzer Torwart zu beschäftigen, doch Heinz Müller hatte mit dem Kopfball des Hertha-Verteidigers wenig Probleme (31.).

Die Mainzer deuteten ihre Gefährlichkeit bei Kontern kurze Zeit später an, als Bancé von rechts kommend Szalai bediente. Der konnte sich aber gegen Piszczek und Lustenberger nicht durchsetzen (34.).

Nach einem verzweifelten Versuch von Kringe aus der Distanz (36.) schlugen die Gäste in der 37. Minute gnadenlos zu. Polanski bediente am linken Strafraumeck Szalai, der den Ball zu Bancé flankte. Der Mainzer Stürmer zog mit vollem Risiko volley ab und versenkte den Ball unhaltbar im linken oberen Eck.

In der Folgezeit zogen sich die Gäste zurück um den Vorsprung in die Halbzeit zu bringen. Die geschockt wirkenden Herthaner machten der Tuchel-Elf dieses Unterfangen einfach. Fast gelähmt wirkten die Funkel-Schützlinge bis zum Halbzeitpfiff.

Friedhelm Funkel brachte zum Wiederbeginn Cicero für Janker. Diese Maßnahme des Hertha-Trainers sollte sich schnell auszahlen. In der 51. Minute verlängerte eben jener Cicero eine Ecke an den zweiten Pfosten wo Ramos ungedeckt aus kurzer Distanz einnicken konnte.

In der Folgezeit übernahmen die Hausherren mit neu erwachten Selbstbewusstsein die Initiative und drückten die Mainzer in die eigene Hälfte zurück. Dabei entwickelten sich Chancen für die Funkel-Elf. Zunächst fischte der Mainzer Torwart Müller einen von Svensson abgefälschten Schuss von Cicero von der Linie (59.), dann versagten Kringe freistehend die Nerven beim Abschluss (65.).

Hertha legt in der Schlussphase noch einmal zu. Friedhelm Funkel brachte Domovchiskiy für Gekas um mehr Bewegung in die Offensive zu bringen, doch die Mainzer Abwehr wollte nicht wanken. Die Hertha-Stürmer wirkten ratlos. Anspielstationen fanden die Hausherren in Tornähe nur selten und konnten deshalb nur wenige Torgelegenheiten herausspielen.

Eine Einzelaktion hätte folgerichtig in der 78. Minute fast die Führung für die Hertha gebracht. Ramos setzte sich an der rechten Strafraumgrenze gegen Fathi durch und zog sofort ab. Der Ball klatschte an die Latte und sprang ins Feld zurück. Keine Minute später setzte Cicero einen Kopfball knapp neben das Tor von Müller.

Damit schienen die Hausherren ihr Pulver zunächst aber verschossen zu habern. Mit großen Aufwand berannten die Herthaner zwar das Tor der Mainzer schafften es aber nicht noch einmal Torhüter Müller in Gefahr zu bringen. Die Gäste-Abwehr schien das Geschehen unter Kontrolle zu haben.

Trotz einer kämpferisch guter Leistung reichte es für Hertha wiederum nicht für einen Sieg. Seit dem ersten Spieltag wartet die Funkel-Elf auf einen Heimsieg und kommt der zweiten Liga immer näher.

Am kommenden Spieltag gastiert die Hertha sonntags beim SC Freiburg zu einem weiteren wichtigen Duell im Kampf gegen den Abstieg. Tags zuvor begrüßt der 1. FSV Mainz 05 den VfL Bochum am Bruchweg.

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...   Erstellt am 13.02.2010 - 17:35Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hannover - Bremen 1 - 5


Hannover desolat
Hannover bleibt in der Rückrunde das einzige Bundesliga-Team ohne Punktgewinn und hat nunmehr elf Spiele in Folge nicht gewonnen. Die Bremer nutzte die eklatanten Abwehrprobleme der Niedersachsen - gerade bei Standardsituationen - konsequent aus und bog schon früh in der ersten Hälfte auf die Siegerstraße ein.

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Torschützen unter sich: Naldo (li.) und Niemeyer bejubeln das 0:2 des Brasilianers.
© picture-alliance Nach der 1:2-Pleite bei 1899 Hoffenheim änderte Trainer Mirko Slomka seine Startformation auf drei Positionen. Rechts in der Abwehrkette spielte Balogun für Sofian Chahed (Oberschenkelprobleme). Haggui (Muskelfaserriss) und Rosenthal (Hüftprobleme) fehlten verletzt wurden durch Durica und Schlaudraff ersetzt. Dagegen sah sich Werder-Coach Thomas Schaaf im Vergleich zum 2:1 im DFB-Pokal-Viertelfinale über Hoffenheim zu keiner Änderung gezwungen.

Bremen war von Beginn an um Spielkontrolle bemüht. Zwar starteten die Hannoveraner in der Anfangsphase ein paar zaghafte Angriffsbemühunge, blieben ingesamt aber harmlos. Früh dann die Führung für Werder: Fritz beförderte einen Einwurf zu Niemeyer, der aus sehr spitzem Winkel rechts im Strafraum abzog. Zwar stand Fromlowitz im kurzen Eck, ließ den Schuss jedoch dennoch an sich vorbei ins linke Toreck passieren (11.) - ein vermeidbarer Gegentreffer.

Nur sieben Minuten später erhöhten die spielerisch überlegenen Bremer. Nach einem von Özil mit links von der rechten Seite zum Tor gezogenen Eckball, verwandelte Naldo am Fünfmeterraum wuchtig (18.). In der Folge wirkte Hannover geschockt, griff die Werder-Angreifer meist erst am eigenen Strafraumrand an, das aber nicht einmal konsquent. Ein Schüsschen von Rausch auf Wiese in dieser Phase, war letztlich das einzige Offensivzeichen der 96er in der ersten Spielhälfte (23.).

Anders die Hanseaten: Ähnlich wie beim 0:2 schlenzte Özil diesmal einen Freistoß mit links von der rechten Seite zum Tor von Fromlowitz. Weil der Keeper gegen den bereits hochgestiegenen Mertesacker zu spät kam, landete der Ball rechts im Fünfmeterraum bei Pasanen. Dessen Torerfolg konnte der Ex-Bremer Andreasen nur dadurch verhindern, das er das Leder selbst bei seinem missglückten Klärungsversuch in die Maschen drosch (27.).

Damit noch längst nicht genug: Da Werder nach Belieben durch Hannovers Hintermannschaft spazieren konnte, ergaben sich weitere Chancen. Scheiterten Naldo (39.) und Frings (42.) noch an Fromlowitz, war es dann abermals eine Standardsituation, die Bremen den Torerfolg brachte. Marin kopierte Özil von der linken Seite, indem die Hereingabe mit rechts zum Tor schlenzte. In der Mitte lief Hunt dem Ball entgegen und traf per Kopf über Fromlowitz hinweg ins lange Eck (44.). So ging es nach einer desaströsen Defensivleistung der 96er in die Halbzeit.

Nach der Pause reagierte Mirko Slomka und wollte mit Lala für Stajner mehr Stabilität in seine Hintermannschaft bringen. In den ersten Minuten präsentierte sich Hannover dann auch lebendiger und etwas bissiger als im ersten Abschnitt. Pech allerdings, dass sich Andreasen nach wenigen Minuten im zweiten Durchgang verletzte und für Pinto ausgetauscht werden musste (51.).

Der neue Elan der 96er wurde dann prompt belohnt. Nach Flanke von Pinto gegen die passive Bremer Abwehr kam Schulz in der Mitte zum Abschluss. Der Ball prallte vom linken Torgestänge schließlich rechts in die Maschen (59.). Danach wurde jedoch Bremen wieder stärker. Nur neun Minuten später vollendete Pizarro einen wunderbaren Spielzug über Özil und Marin zum 1:5 (68.).

Danach plätscherte die Partie weitgehend ereignisarm dem Ende entgegen. Bitter allerdings noch für die Niedersachsen, dass sich Aktivposten Schulz nach Zusammenprall mit Borowski am Knie verletzte und vom Platz getragen werden musste (79.).

Hannover 96 gastiert am kommenden Samstag bei Borussia Dortmund. Bereits am Donnerstag reist Werder in der Zwischenrunde der Europa League zu Twente Enschede.

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...   Erstellt am 13.02.2010 - 17:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Bochum - Hoffenheim 2 - 1


Dedic macht den ersten Heimsieg unter Herrlich perfekt
In einem durchaus unterhaltsamen Duell setzte sich der VfL Bochum dank einer erstklassigen Chancenverwertung gegen 1899 Hoffenheim mit 2:1 durch, kam somit zum ersten Heimsieg unter Trainer Heiko Herrlich und bleibt zugleich im sechsten Spiel in Folge ungeschlagen. Dabei waren die Hoffenheimer über weite Strecken das aktivere Team, holten gar einen Rückstand auf, gerieten dann aber wieder ins Hintertreffen und mussten die Begegnung sogar in Unterzahl zu Ende bringen.

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Meist nicht zu sehen, einmal war er aber zur Stelle: Stanislav Sestak bejubelt sein Führungstor.
© picture-alliance Bochums Trainer Heiko Herrlich tauschte nach dem 1:1 gegen Bayer Leverkusen einmal: An Stelle von Prokoph begann Freier. Hoffenheims Coach Ralf Rangnick konnte im Vergleich zur 1:2-Niederlage beim DFB-Pokal-Viertelfinale in Bremen wieder auf seine etatmäßige Innenverteidigung zählen. Sowohl Simunic als auch Compper meldeten sich wieder fit, Vukcevic und Nilsson mussten dafür weichen.

Nach kurzer Abtastphase ergriffen die Hoffenheimer die Initiative. Sie zeigten die reifere Spielanlage und kamen dadurch zu Feldvorteilen. Allerdings konnten sie die Bochumer, die sich 30 bis 40 Meter vor dem eigenen Sechzehner einigelten und dort den ballführenden Spieler stets doppelten, nicht ernsthaft in die Bredouille bringen. Dies lag vor allem daran, dass es den Gästen an Präzision beim finalen Pass fehlte. Die Kraichgauer zeigten vielversprechende Aktionen, die jedoch allesamt am gegnerischen Strafraum ein Ende fanden.


Auf der anderen Seite stand der VfL defensiv zwar gut geordnet, im Spielaufbau leisteten sich die Bochumer aber viel zu viele Fehler, so dass konstruktive Aktionen seitens des Gastgebers lange Zeit nicht zu sehen waren. Dies änderte sich schlagartig in der 24. Minute, als Carlos Eduardo den Ball vertändelte. Fuchs nahm das Leder schließlich auf und passte wunderbar in den Lauf von Sestak, der zwei Hoffenheimern entwischte - Compper sah in dieser Szene nicht wirklich gut aus - und den Konter mustergültig aus 15 Metern abschloss.

Die Kraichgauer zeigten sich vom überraschenden Gegentor nur kurz beeindruckt, setzten ihre Angriffsbemühungen dann aber fort. Zwingendes sprang dabei aber gegen nun noch tiefer stehende Bochumer nur selten heraus. Lediglich Maicosuels 15-Meter-Schuss aus zentraler Position, der knapp drüber ging, sorgte für etwas Aufregung. Ansonsten agierten die Hoffenheimer häufig zu kompliziert, stets wurde ein Pass zu viel gespielt oder ein Haken zu oft gemacht. Schlicht und ergreifend fehlte es den Gästen an Zug zum Tor. So überraschte es auch nicht, dass sie mit dem knappen Rückstand den Kabinengang antreten mussten.

Ibisevic trifft mal wieder, Luiz Gustavo sieht Rot


Voller Einsatz: Hoffenheims Compper im Duell mit Sestak (re.).
© picture-alliance Beide Trainer reagierten zur Pause. Rangnick brachte mit Ba für Compper einen Stürmer für einen Abwehrspieler. Herrlich dagegen tauschte positionsgetreu, Dedic ersetzte den wenig auffälligen Epallé. Die Rangnick-Schützlinge legten dann auch einen Zahn zu und drängten auf den Ausgleich, zunächst fehlte es aber weiter an konstruktiven Ideen.

Mit zunehmender Spieldauer änderte sich das aber! Da folgte allerdings das nächste Problem: Die Chancenverwertung. So köpfte Ibisevic knapp drüber (53.), ehe Salihovic aus sehr guter Position nur VfL-Schlussmann Heerwagen anschoss (55.). Der VfL tat weiter kaum etwas nach vorne, setzte zwar ab und an einige Nadelstiche, die aber nur halbherzig ausgespielt wurden. Die Quittung für diese extrem defensive Spielweise folgte nach 64 Minuten: Maicosuel flankte von der rechte Grundlinie in den Fünfer, wo Ibisevic zu viel Raum hatte - 1:1. Ibisevic beendete dadurch seine Flaute nach zuletzt 710 torlosen Minuten.

Die Herrlich-Elf investierte nach dem Ausgleich wieder etwas mehr, wodurch das Duell an Attraktivität gewann. Die Kraichgauer wirkten weiterhin gefälliger, doch erneut zeigte sich die Heimmannschaft treffsicherer. In der 76. Minute flankte Fuchs mustergültig in den Fünfer zu Dedic, der mit einem wunderbaren Kopfball 1899-Keeper Hildebrand keine Chance ließ. Hoffenheim warf nun alles nach vorne, doch dann erwies Luiz Gustavo seiner Mannschaft einen Bärendienst. Der Brasilianer ging viel rabiat an der Mittellinie in den Zweikampf mit Holtby und sah dafür die Rote Karte (86.). In Unterzahl stemmten sich die Kraichgauer zwar mit aller Kraft gegen die drohende Niederlage - freilich ohne Erfolg.

Am kommenden Spieltag gastiert der VfL Bochum samstags beim 1. FSV Mainz 05. Bereits am Freitagabend empfängt die Rangnick-Elf Borussia Mönchengladbach in der Rhein-Neckar-Arena.

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...   Erstellt am 13.02.2010 - 17:37Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Leverkusen - Wolfsburg 2 - 1


Bayer profitiert von Lenz' Missgeschicken
Dank eines 2:1-Erfolgs gegen den amtierenden deutschen Meister bleibt Bayer Leverkusen auch nach dem 22. Spieltag ungeschlagen. Der Spitzenreiter kontrollierte die Partie beinahe über die komplette Distanz, konnte sich aber lange Zeit in der Offensive nicht recht in Szene setzen. Erst als ein Torwartfehler den Hausherren die Führung bescherte, gewannen die Möglichkeiten an Qualität. Als Bayer wie der sichere Sieger aussah, kam Wolfsburg plötzlich noch einmal auf, bleibt aber auch in der zehnten Begegnung in Folge ohne Dreier.

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Ausgebremst: Lars Bender raubte Grafite den Spaß.
© picture alliance Leverkusens Trainer Jupp Heynckes musste seine Erfolgself nach dem 1:1 beim VfL Bochum auf einer Position umbauen. Vidal fehlte Gelb-gesperrt, Bender ersetzte ihn.

Auf Seiten des VfL Wolfsburg wechselte Interimscoach Lorenz-Günther Köstner im Vergleich zur 1:3-Heimniederlage gegen den FC Bayern zweimal. Für den werdenden Vater Barzagli und Hasebe (Gelbsperre) liefen Simunek und Schindzielorz auf.

Gegen zurückhaltende Wolfsburger übernahm Leverkusen von Beginn an das Kommando. Bayer kombinierte im Mittelfeld ansehnlich, strahlte zunächst aber kaum Gefahr aus. Kroos gab nach einer unzureichend abgewehrten Barnetta-Ecke den einzigen nennenswerten Torschuss der Anfangsviertelstunde ab, setzte seinen Volleyversuch aber knapp daneben (4.).

Während sich Bayer auch in der Folge mühte und die neutrale Zone beherrschte, beschränkte sich der amtierende deutsche Meister gänzlich auf Defensivaufgaben, agierte vor dem eigenen Tor aber diszipliniert und ließ kaum etwas zu. Kadlecs Freistoß sauste über die Latte (18.). Erstmals richtig interessant wurde es, als Kroos mit einer Körpertäuschung an Riether vorbeikam und dann aus halblinker Position ansatzlos abzog. Lenz war jedoch auf dem Posten und klärte zur Ecke (24.).

Ein Fehlpass von Reinartz leitete Mitte des ersten Abschnitts den ersten erntzunehmenden Konter der "Wölfe" ein. Dzeko nahm Fahrt auf, schüttelte Friedrich ab und schoss halblinks aufs lange Eck. Adler tauchte ab und drehte das Leder um den Pfosten (27.).

Bayer bleib bis zur Pause spielbestimmend, trat in vorderster Front aber zu ideenlos auf. Wenn die Heynckes-Elf doch einmal zum Abschluss kam, war Lenz zur Stelle. So geschehen bei Hyypiäs Volleyschuss (30.) und Kießlings Kopfball-Versuch (38.). Weil Grafite per Kopf auch den zweiten VfL-Konter vergab (44.), blieb es zur Pause beim 0:0.

Der zweite Durchgang begann mit einem Paukenschlag. Nach einer harmlos anmutenden Freistoßflanke von Kroos unterlief VfL-Keeper Lenz ein katastrophaler Schnitzer. Die Wolfsburger Nummer zwei konnte die Hereingabe nicht festhaltenm, Reinartz reagierte gedankenschnell und traf mühelos ins leere Tor (48.).

Der Treffer tat dem Spiel von Leverkusen gut. Die Werkself hatte nun die Räume, die sich sich wünschte und kam häufiger zu Möglichkeiten. Derdiyok (50.) und Barnetta (52.) scheiterten aus der Halbdistanz an Lenz, abermals Derdiyok (58., 66.) und Kießling (60.) brachten akrobatische Versuche nicht im Kasten unter. Von den Niedersachsen, die mittlerweile mit Dejagah für den verwarnten Schindzielorz unterwegs waren, war nichts zu sehen. Nachdem offensiv schon vor der Pause kaum etwas ging, stimmte es nun auch hinten nicht mehr.

Das 2:0 lag in der Luft, fiel allerdings nur, weil Lenz erneut unglücklich auftrat. Nach Barnettas Freistoßflanke hüpfte Derdiyoks Unterlatten-Kopfball deutlich vor der Linie auf, vom Fuß des Schlussmannes sprang das Spielgerät aber ins Tor (68.).

Bayer hatte das Match vermeintlich in der Tasche, kontrollierte das Geschehen weiter souverän und musste plötzlich dennoch den Anschlusstreffer hinnehmen. Von Misimovic perfekt freigespielt, stand Dzeko plötzlich zehn Meter vor dem Kasten. Den ersten Versuch des Bosniers konnte Adler noch famos parieren, gegen den Nachschuss des Angreifers hatte der Nationalkeeper aber keinerlei Abwehrchance (79.).

Mit Renato Augusto und Castro für Barnetta und Kroos (85.) ging Leverkusen die Schlussphase an musste noch einmal gehörig um den Dreier zittern. Nachdem Derdiyok die Vorentscheidung verpasst hatte (88.), hätte der von Riether acht Meter vor dem Kasten in Szene gesetzte Josué den Ausgleich markieren müssen. Statt ins Tor, schob der VfL-Kapitän die Kugel jedoch meterweit rechts vorbei (89.). Adler hielt augenblicke später gegen Misimovic den Sieg fest (90.), bevor Kießling auf der anderen Seite das mögliche 3:1 leichtfertig vergab (90.+2).

Bayer Leverkusen tritt nächste Woche am Sonntagabend in Bremen an, muss an der Weser aber ohne Hyypiä auskommen, der seine fünfte Gelbe Karte kassierte. Zeitgleich empfängt der VfL Wolfsburg den FC Schalke 04.

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Stuttgart - Hamburg 1 - 3


Van Nistelrooy braucht keine Anlaufzeit
Die Siegesserie des VfB und Coach Christian Gross ist gerissen: Nach fünf Siegen in Folge musste Stuttgart in einer intensiven und kurzweiligen Partie gegen Hamburg eine unglückliche und unverdiente Niederlage einstecken. Stuttgart war über weite Strecken das aktivere Team, doch der eingewechselte Ruud van Nistelrooy machte bei seinem ersten längeren Einsatz für die Hanseaten den Unterschied.

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Hoch das Bein: HSV-Kapitän David Jarolim gegen VfB-Torschütze Christian Träsch.
© picture-alliance Beim VfB veränderte Trainer Christian Gross seine Erfolgself nach dem 2:1-Sieg beim 1. FC Nürnberg auf einer Position: Der wiedergenesene Kapitän Delpierre kam für Niedermeier zum Einsatz.

Auch HSV-Coach Bruno Labbadia tauschte im Vergleich zum 3:3-Unentschieden beim 1. FC Köln einmal Personal aus und brachte Trochowski für Elia (Knöchelprobleme).

Der HSV zeigte in der Anfangsphase zunächst mehr Präsenz als die schon im Aufbau sehr fehlerhaften Schwaben, die sich über eine intensive Zweikampfführung aber bald auf Augenhöhe bewegten. Das Geschehen spielte sich vor allem im Mittelfeld ab, beide Abwehrreihen standen gut und hatten die Offensivkräfte sicher im Griff.

Der VfB schnupperte nach flüssiger Kombination durch Khediras verkappten Kopfball genauso an einer Torchance (14.) wie auf der Gegenseite die Hanseaten durch Rozehnal (17.), der nur eine Minute später wieder vor dem eigenen Tor im Blickpunkt stand: Pogrebnyaks Sololauf endete in hohem Tempo mit einer leichten Berührung durch den Tschechen - zu wenig für einen Strafstoß, befand Referee Aytekin.

Just als die Schwaben leichte Vorteile erarbeitet hatten, schlugen die Gäste wie aus dem Nichts zu: Demel passte noch aus der eigenen Hälfte auf Berg, der zwischen beiden Innenverteidigern aus 15 Metern per Rechtsschuss trocken ins linke Eck einnetzte (23.).

Die Reaktion der Hausherren ließ nicht lange auf sich warten, HSV-Keeper Rost sollte im weiteren Verlauf immer mehr in den Blickpunkt rücken: Molinaro und Tasci (jeweils 26.) sowie Khedira (39.) und auch Marica (40.) scheiterten allesamt am Routinier. Des Weiteren ließ der Referee erneut weiterspielen, als wieder Pogrebnyak im Duell mit Rincon im Sechzehnmeterraum zu Fall kam (34.). Auf der Gegenseite sorgte Trochowski aus der Distanz zweimal für Gefahr (30., 45.+2.), ehe der von den Zuschauern mit Pfiffen in die Kabine begleitete Unparteiische den kurzweiligen ersten Durchgang beendete.

Eine tief stehende Labbadia-Elf, genau wie der Kontrahent unverändert aus der Kabine gekommen, erwartete die unverminderten Offensivbemühungen der Schwaben. Gebhart platzierte per Kopf freistehend vom rechten Fünfereck genau auf Rost (53.), dann aber erhielten die Gäste die Quittung für ihre Passivität: Hleb legte links im Strafraum diagonal zurück auf Träsch. Jarolim kam nicht ran, der Mittelfeldspieler zog aus 18 Metern zentraler Position mit dem rechten Innenrist ab und traf genau ins rechte Eck (55.).

Kuzmanovic und Hilbert kamen für Hleb und Gebhart (56.). Der Ausgleich verschaffte den Gross-Schützlingen Rückenwind und die Riesenchance durch Marica, der einen Abpraller aus sechs Metern Zentimeter rechts vorbeischnippelte (59.). Auf der Gegenseite unterbrach Bergs Lupfer nach einer Stunde das Anrennen der Schwaben, die frischer wirkten als die Gäste und denen der Siegeswille deutlich anzumerken war.

Doch die Hausherren hatten die Rechnung ohne die beiden Joker der Hanseaten gemacht: Rozehnal brachte den Ball per Freistoß an den Strafraum. Der zusammen mit van Nistelrooy eingewechselte Tesche verlängerte per Kopf auf "Van the man", der per Linksschuss aus acht Metern flach ins rechte Eck einnetzte (75.).

Nur zwei Zeigerumdrehungen später zeigte der Niederländer erneut seine Cleverness vor dem Tor: Nach einem Doppelpass zwischen Berg und Tesche spitzelte der Schwede die Kugel im Strafraum mit letztem Einsatz zu van Nistelrooy, der aus zehn Metern halbrechter Position die Ruhe bewahrte und überlegt diesmal mit rechts ins lange Eck einschob.

Danach passierte nichts mehr, die beiden Tore hatten den Schwaben den Zahn gezogen, deren Serie nach sieben ungeschlagenen Partien ein Ende fand. Hamburg festigte mit dem zweiten Rückrundensieg Platz vier.


Der VfB Stuttgart empfängt am Dienstag im Achtelfinale der Champions League den FC Barcelona. In der Liga wartet am Samstag das Gastspiel in Köln. Der HSV bestreitet am Donnerstag der HSV in der Zwischenrunde der Europa League das Heimspiel gegen die PSV Eindhoven und empfängt in der Liga zwei Tage später die Eintracht aus Frankfurt.

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Bayern - Dortmund 3 - 1


Van Bommel grätscht hinten und trifft vorne
Wie schon in Dortmund drehte der FC Bayern die Partie nach Rückstand verdient zu seinen Gunsten. In einem fairen Spiel kamen die Münchner nach der schnellen Führung der Borussia nur langsam auf Touren, drückten dem Gegner aber im Laufe der Begegnung immer mehr ihren Stempel auf und siegten letztlich souverän.

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Bayerns Bastian Schweinsteiger (li.) ist vor Dortmunds Torschütze Mohamed Zidan am Ball.
© picture-alliance Bei den Bayern veränderte Coach Louis van Gaal seine Startelf nach dem 6:2-Erfolg über Greuther Fürth im DFB-Pokal auf zwei Positionen: Van Buyten (nach Magen-Darm-Grippe) und der geschonte Schweinsteiger kamen für Lell und Tymoshchuk zum Einsatz. Bis auf den Wechsel Ribery-Olic hatte die Anfangsformation dasselbe Gesicht wie die Erfolgself der letzen Wochen. Im taktischen System rückte Müller in die Spitze, Ribery bildete mit Robben die Flügelzange.

Bei der Borussia brachte Trainer Jürgen Klopp im Vergleich zur 2:3-Heimpleite gegen Eintracht Frankfurt zwei Neue: Bender und Blaszczykowski ersetzten Le Tallec sowie Valdez (5. Gelbe Karte).

Bei nasskalten Temperaturen begann Dortmund vor ausverkauftem Haus mutig. Demichelis (4.) und auch van Bommel (5.) retteten gegen Bender jeweils auf der Linie.

Dortmund war hellwach, ganz im Gegenteil zu van Buyten: Nach einem weiten Abschlag von Ziegler touchierte Zidan den Ball mit dem Kopf. Van Buyten schien das Leder sicher zu haben, verlor es aber wieder an den nachsetzenden Ägypter, der halbrechts im Strafraum aus zehn Metern ins rechte Eck traf (5.).

Eine spürbare Reaktion der Münchner erfolgte zunächst nicht, auch weil der BVB dies tiefstehend mit kompakter Spielweise nicht zuließ und den einen oder anderen Nadelstich setzte.

Von Bayerns gefürchteter Flügelzange Ribery und Robben kam zunächst wenig Zauber. Erst nach gut 20 Minuten übernahm der FCB - angetrieben vom omnipräsenten Kapitän van Bommel - immer mehr das Ruder. Gomez wurde im letzten Moment von Ziegler ausgebremst (20.), und der BVB-Keeper lenkte auch Müllers Flachschuss um den Pfosten zur Ecke (21.). Mit Folgen: Van Bommel kam halbrechts an den Ball und zog aus 20 Metern flach ab. Barrios fälschte leicht ab, unhaltbar war der Schuss, der über die Hände von Ziegler rechts neben dem Pfosten einschlug, aber dennoch nicht (21.).

Nun ließ der Rekordmeister gegen die nun eher mutlose Borussia den Ball gut zirkulieren, jedoch ohne großes Tempo. Dennoch hatten Ribery (26.) und Gomez (36.) die Führung auf Kopf und Fuß, ehe die Klopp-Elf kurz vor der Pause durch Barrios zweimal ihre Gefährlichkeit andeutete (42., 44.).

Personell unverändert ging es nach der Pause weiter. Diesmal gelang den Hausherren ein schneller Start: Erst vernaschte Müller Subotic am linken Strafraumeck und schickte Ribery steil in den Sechzehnmeterraum. Der Franzose tunnelte Hummels bei seinem Querpass auf Robben, der im Fünfer nur noch den Fuß hinzuhalten brauchte (50.).

Die Elf von Louis van Gaal hatte danach zunächst alles im Griff, wurde in der Defensive von Dortmund aber auch kaum gefordert. Ein Freistoß von Sahin über den Balken (61.) und ein freilich gefährlicher Kopfball von Barrios (64.), den Butt gut parierte, waren die ersten nennenswerten Torszenen der Schwarz-Gelben nach Wiederanpfiff.

Die Gastgeber gingen kräfteschonend zu Werke und zogen nur sporadisch das Tempo an. So in der 65. Minute: Ribery schickte Gomez in abseitsverdächtiger Position halblinks auf die Reise. Der Goalgetter kochte Subotic ab, drang in den Strafraum ein und netzte aus spitzem Winkel ins lange Eck ein.

Der FCB gab die Spielkontrolle nicht mehr aus der Hand, auch wenn Demichelis Großkreutz fahrlässig eine Großchance schenkte, die der Youngster aber gegen Butt versiebte (78.). Auch auf der Gegenseite gab es prima Möglichkeiten zu weiteren Toren: Gomez legte frei vor Ziegler quer zu Olic, statt selbst zu schießen - Subotic grätschte dazwischen (84.). Und Schweinsteiger scheiterte bei der darauffolgenden Ecke per Kopf an der Latte (85.).

Treffer Nummer vier hätte die Tabellenführung bedeutet - ein neuer Anlauf Richtung Ligaspitze folgt nun am kommenden Samstag beim Derby in Nürnberg.

Zunächst aber steht am Mittwoch das Heimspiel gegen den AC Florenz im Champions-League-Achtelfinale an. Borussia Dortmund begrüßt am kommenden Bundesligaspieltag samstags Hannover 96.

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...   Erstellt am 14.02.2010 - 22:15Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Frankfurt - Freiburg 2 - 1


Altintop sichert glücklichen Arbeitssieg
Frankfurt drehte eine tempoarme Partie gegen Freiburg in letzter Minute um. Der SC profitierte zunächst von einem katastrophalen Fehler Nikolovs, musste aber kurz vor der Pause den Ausgleich schlucken. Bis auf wenige Ausnahmen plätscherte das Spiel in den zweiten 45 Minuten ereignislos ihrem Ende entgegen, ehe Altintop kurz vor Schluss mit seinem ersten Treffer die Hessen an den internationalen Startplätzen schnuppern lässt.

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Mo Idrissou hat gegen hier gegen Eintracht-Verteidiger Sebastian Jung das Nachsehen.
© picture-alliance Bei der Eintracht sah Trainer Michael Skibbe keinen Anlass, seine Elf nach dem 3:2-Erfolg bei Borussia Dortmund zu verändern.

Auch Freiburgs Coach Robin Dutt setzte im Vergleich zum torlosen Heimremis gegen Schalke auf exakt dieselbe Anfangsformation.

Beide Mannschaften agierten in der Anfangsphase sehr vorsichtig und waren darauf bedacht, Fehler zu vermeiden. Das Tempo war niedrig, Strafraumszenen Mangelware. Dem SC war's recht, ohne große Anstrengung hielten die Breisgauer die Eintracht vom eigenen Strafraum fern.

Schusters direkter Freistoß, den Makiadi gegen Chris herausholte und den Nikolov parierte, bedeutete die erste zwingende Tormöglichkeit des Spiels (14.). Der Kongolese verletzte sich in dieser Szene und musste bald danach raus - Abdessadki kam (21.).

Eine Minute später war Köhlers Schlenzer die erste Torannäherung der nach wie vor zaghaften Hessen, die gegenüber der letzten Partie nicht wiederzuerkennen waren. Die Führung des Aufsteigers, der bis dorthin das aktivere Team war, kam so nicht unverdient: Cha flankte von der rechten Seite in die Mitte. Eigentlich kein Problem für Nikolov, der das Leder abfing, dann aber wieder aus der Hand gleiten ließ, so dass Cissé aus kürzester Distanz abstauben konnte - erstes Saisontor des Angreifers (25.).

Die Skibbe-Elf lieferte auch in der Folge wenig Produktives. Nur als Altintop im Zusammenspiel mit Ochs volley drüberschoss, wehte ein Hauch von Spielkunst durch das Stadion (34.). Auf der anderen Seite flog Schusters abgefälschter Distanzschuss Zentimeter vorbei, auch bei Topraks Kopfball nach der folgenden Ecke fehlte nicht viel (36.).

Der SC-Verteidiger stand wenig später wieder im Blickpunkt: Köhler dribbelte von links Richtung Strafraum, Toprak spizelte den Ball weg, traf aber auch den Frankfurter - die Freistoßentschiedung war fragwürdig, Gelb übertrieben. Köhler führte selbst aus und zirkelte die Kugel über die Mauer ins linke Eck (40.).

Nach dem Ausgleich wackelte Freiburg. Altintop erahnte Butschers katastrophalen Rückpass, scheiterte aber bei der letzten Gelegenheit vor dem Kabinengang aus zehn Metern halbrechter Position am rechten Pfosten (42.).

Wie der erste, so begann auch der zweite Durchgang, personell auf beiden Seiten zunächst unverändert, äußerst verhalten. Nach über zehn Minuten Leerlauf näherte sich die etwas aktivere Eintracht durch Meiers Kopfball erstmals wieder dem Tor an (56.).

Mit personellen Wechseln versuchten beide Trainer, die Lethargie auf dem Rasen zu beenden. Caio für Teber und Bechmann für Cha lauteten die offensiveren Optionen nach über einer Stunde. Und fast hätte sich der Wechsel bei den Hessen gleich bezahlt gemacht, denn Caio zwang Pouplin bei seinem ersten Ballkontakt mit einem Flachschuss gleich zu einer guten Parade (64.).

Diese Torszene sollte aber ein Strohfeuer bleiben. Ein bis dorthin ereignisloser und chancenarmer zweiter Abschnitt plätscherte seinem Ende entgegen, Caio lieferte den scheinbar letzten Aufreger, als er einen Distanzschuss an den linken Pfosten knallte (80.).

Fast hätte es beim 16. Aufeinandertreffen der beiden Teams das erste Remis gegeben, doch der SC hatte die Rechnung ohne den Wirt, sprich Altintop gemacht: Franz schlug den Ball einfach nach vorne, Meier verlängerte per Kopf in den Lauf des Türken, der das Laufduell gegen Toprak gewann, das Leder aus 13 Metern über den hechtenden Pouplin hinweg lupfte und damit seinen ersten Treffer für die Hessen erzielte (90.+1).


Eintracht Frankfurt tritt nächsten Samstag die Reise zum Hamburger SV an. Auf den SC Freiburg wartet am Sonntag das Abstiegsduell gegen Tabellenschlusslicht Hertha BSC.

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Schalke - Köln 2 - 0


Farfan macht den Deckel drauf
Der 1. FC Köln musste die Heimreise aus Gelsenkirchen ohne einen Punkt antreten. Beim Auswärtsspiel gegen Schalke 04 präsentierte sich die Soldo-Elf in der Offensive zu einfallslos, und die Gastgeber wussten dies eiskalt auszunutzen, sicherten sich den Sieg dank der konsequenteren Chancenverwertung. Schalke bleibt mit dem Sieg im Meisterrennen weiter gut postiert, liegt drei Punkte hinter Leverkusen und Bayern München in Lauerstellung.

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Rafinha freut's, Matip jubelt eher still, während die Kölner Novakovic (li.) und Pezzoni enttäuscht über das 0:1 über den Platz streifen.
© picture-alliance Der FC Schalke 04 trat nach dem 1:0-Pokalsieg in Osnabrück auf einer Position verändert an. Felix Magath versetzte Schmitz für Baumjohann in die erste Elf. Die Kölner warteten dagegen mit zwei Wechseln im Vergleich zur bitteren 0:2-Pokalpleite beim FC Augsburg auf. Trainer Zvonimir Soldo, als Spieler in Stuttgart noch Kapitän unter Magath, brachte Podolski und Schorch für Womé und Freis.

Beide Mannschaften beschränkten sich in der ersten Hälfte weitestgehend auf Sicherheitsfußball. Die Schalker agierten dabei sehr passiv, standen in der eigenen Hälfte dichtgestaffelt und lauerten auf die entschiedenden Fehler im Kölner Spielaufbau, um diese dann in eigene Konter umzumünzen.

Doch gegen ebenfalls hochkonzentriert spielende Kölner wartete Königsblau lange Zeit vergebens. Die Domstädter traten vorsichtig auf, konnten dabei die beste Defensive der Liga nicht wirklich fordern und versuchten ihr Glück meist mit langen Bällen auf die Spitzen Novakovic und Podolski.


Nur zweimal kam während der ersten 45 Minuten in der Veltins-Arena überhaupt ein Hauch von Torgefahr auf. Neuer entschärfte einen von Podolski schön vorgetragenen Freistoß mühelos (11.), während Kuranyi einen Kopfball aus kurzer Distanz am Tor vorbeisetzte (34.).

Die glückliche Pausenführung für die Magath-Elf fiel erst in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Schmitz flankte mit Effet aus dem Halbfeld auf das Tor, Matip hielt den Kopf hinein und überwand den machtlosen Mondragon im Kölner Tor (45. +1).

Den zweiten Durchgang gingen beide Kontrahenten personell unverändert an, auch das Geschehen auf dem Rasen verfiel schnell in das gewohnte Muster. Köln setzte mangels spielerischer Alternativen zunehmend auf lange Bälle. Schalke setzte auf Gegenstöße.

Lebhaft wurde es lange Zeit nur vereinzelt. So, als Chihi Schmitz erst zu einem Handspiel im Strafraum und dann zu einem Foul auf der Sechzehnerlinie verleitete. Beide Aktionen blieben von Referee Peter Gagelmann ungeahndet (56.). So, als Farfan einen Rakitic-Freistoß aus kurzer Distanz über den Querstreben köpfte (59.).


Was hat er, was ich nicht hab'?, scheint sich Kölns Trainer Zvonimir Soldo zu fragen. Felix Magath weiß die Antwort: Zwei Tore und die Punkte!
© picture-alliance Den Gästen lief die Zeit davon, ohne dass sie zu einer echten Torchance kamen. ManUnited-Neuzugang Tosic kam für Maniche, gefährlicher wurden die Aktionen der Geißböcke dadurch nicht.

Köln ging nach und nach größeres Risiko - das nutzte Schalke dann konsequent im Stile einer Spitzenmannschaft. Farfan (73.) und Kuranyi (78.) waren nahe dran an der Entscheidung, die der Peruaner dann drei Minuten später besorgte. Nach toller Kuranyi-Vorarbeit staubte Farfan zum 2:0 ab (81.) und besiegelte die Kölner Niederlage. Während Schalke weiter munter mit im Meisterrennen mitmischt und das achte Spiel in Serie unbesiegt blieb, musste der 1. FC Köln erstmals nach drei Partien wieder eine Niederlage hinnehmen.

Nächsten Sonntag reist der FC Schalke zum Deutschen Meister nach Wolfsburg, tags zuvor begrüßt der 1. FC Köln den VfB Stuttgart.

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