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11.10.2008 : WM Quali : Deutschland - Russland um 20.45 Uhr !
Eishockey-Saison 2008/09
:
09.10.08 - 19:30h



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Maiden ...
In Sorte Diaboli
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...   Erstellt am 15.02.2008 - 21:58Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Jena -Köln 1 - 3


Novakovic mit zwei späten Treffern
In einem aufregenden Spiel entführte Köln dank Novakovic etwas glücklich die drei Punkte aus Jena. Die Heimelf hielt die Partie trotz früher Unterzahl, Maul sah kurz nach Wiederanpfiff die Rote Karte (48.), lange offen.


Das Spiel war hart umkämpft. Helmes (re.) legte das 1:0 für Köln vor.
© dpa Jenas Trainer Henning Bürger musste seine Mannschaft nach dem 2:2 beim FC St. Pauli auf einer Positionen umstellen. Für den rotgesperrten Torghelle rückte Omodiagbe in die Anfangsformation. Kölns Coach Christoph Daum nahm nach dem 2:3 in Aachen keine Veränderung seiner Startelf vor.

Das Hinspiel zwischen beiden Teams endete 4:3 für den 1. FC Köln. Für beide Mannschaften waren drei Punkte eigentlich Pflicht, denn Jena rutschte trotz des Punktes in Unterzahl bei St. Pauli am vergangenen Spieltag auf den letzten Tabellenplatz ab. Köln brauchte die Punkte, um im Kampf um die Aufstiegsplätze weiter dran zu bleiben. Deswegen begannen beide Teams engagiert, wobei die Offensivbemühungen in der Anfangsphase noch zu ungenau waren. Die beste Chance bis dato ergab sich für Helmes der von Broich freigespielt wurde (8.). Doch sein Schuss aus 16 Metern ging weit über das Gehäuse von Khomutovski.


Mit zunehmender Spieldauer nahm der Gast aus Köln mehr und mehr das Heft in die Hand. Die nächsten Torgelegenheiten hatte aber zunächst wieder der Gastgeber. Erst scheiterte Robert Müller nach einer Ecke an FC-Keeper Mondragon per Kopf (27.), nur eine Minute später bediente Stegmeyer Werner, der aber im Abschluss ohne Fortune blieb. Der direkte Gegenzug brachte dann die Gästeführung. Antar spielte an der Mittellinie den tödlichen Pass auf Helmes, der auf und davon war und alleine vor Khomutovski keine Mühe hatte den Ball ins linke untere Eck einzuschieben (28.). Nur wenig später hätte Broich sogar auf 2:0 erhöhen müssen, als er alleine vor Khomutovski auftauchte, diesen aber nicht bezwingen konnte (32.).

In der Schlussphase der ersten Halbzeit kam Jena noch einmal auf und drückte auf den Ausgleich. Die beste Gelegenheit bot sich dabei Werner, der aus 20 Metern nur die Unterkante der Latte traf (35.). Von dort aus sprang die Kugel aber klar vor der Torlinie auf - Pech für die Hausherren. Danach war der Spielfluss meist durch viele Unterbrechungen gestört, da das Spiel auch durch die Zuschauer etwas hitziger wurde. Somit blieb es bis zur Pause bei der etwas glücklichen Führung für die Kölner, da Jena zum Schluss der ersten 45 Minuten nochmal Druck machte.

Die zweite Hälfte, die beide Teams unverändert begannen, startete mit einem Paukenschlag. Der Jenaer Maul foult Antar an der Außenlinie und Schiedsrichter Henschel zieht zum Entsetzen aller Carl Zeiss-Anhäger glatt Rot, eine Gelbe Karte hätte in dieser Situation auch ausgereicht (48.). Doch wer dachte die Gäste aus Köln würden nun das Spiel kontrollieren, täuschte sich. Im Gegenteil, Jena wollte den Ausgleich. Zunächst scheiterte noch Schied am glänzend reagierenden Mondragon, als er Ehret ausspielte und aus der Drehung abzog (55.). Nur ein paar Minuten später schafften die Hausherren aber den verdienten Ausgleich. Simak trat einen Freistoß aus dem Mittelfeld auf den zweiten Pfosten. Dort lenkte Kühne den Ball in die Mitte, wo Müller keine Mühe hatte aus kürzester Distanz den Ball unbedrängt einzuschieben (61.).

Jena war mit diesem Ausgleichstreffer aber noch nicht zufrieden. Der Gastgeber hielt das Tempo hoch und drückte die Kölner in deren eigene Hälfte. Allerdings musste Carl Zeiss immer auf Konter der Gäste aufpassen. Da es vorne nicht klappte, kam es wie es kommen musste. Die Bürger-Elf lief in einen Konter, den Novakovic nach Pass des eingewechselten Chihi zur 2:1-Führung abschloss (81.).

Im Anschluss warf Jena alles nach vorne und war damit hinten noch anfälliger für Kölner Gegenangriffe, doch der Gast ging sehr fahrlässig mit seinen Chancen um. So konnte die Heimelf noch bis kurz vor Schluss auf den Ausgleich hoffen. In der Nachspielzeit schaffte Novakovic noch den 3:1-Treffer, wodurch diese Hoffnungen endgültig begraben wurden.

Am kommenden Freitag müssen die Thüringer zum 1. FSV Mainz 05, der FC erwartet zeitgleich 1860 München.

kicker.de


[Dieser Beitrag wurde am 24.05.2008 - 02:27 von meister aktualisiert]





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...   Erstellt am 15.02.2008 - 21:59Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wehen - Aue 3 - 0

Aues desolate Auswärtsbilanz hält an
Es sollte alles anders werden - doch bei den einen blieb alles beim Alten. Wehen Wiesbaden schaffte gegen die chancenlosen und teils desolaten Gäste aus Aue den ersten Heimsieg nach sechs Versuchen ohne Erfolg (drei Remis/drei Niederlagen). Der FC Erzgebirge dagegen konnte seine katastrophale Auswärtsmisere nicht beenden. Für Aue hagelte es die neunte Auswärtspleite in Serie. Der letzte Sieg auf des Gegners Platz datiert vom 2. September 2007 (1:0 in Paderborn). Saisonübergreifend war es die 17. Schlappe im 18. Spiel.


Des einen Freud des anderen Leid: Wehens Benjamin Siegert dreht nach seim 1:0 jubelnd ab, die Auer lassen die Köpfe hängen.
© dpa Wehen Wiesbadens Trainer Coach Christian Hock setzte nach dem 2:0 beim VfL Osnabrück auf seine Erfolgself der Vorwoche. Aue-Coach Roland Seitz änderte sein Team nach dem 3:1-Erfolg über Kickers Offenbach gezwungenermaßen. Orahovac ersetzte den verletzten Curri.

Zunächst mussten beide Mannschaften aber erstmal eine gute halbe Stunde warten, bis angepfiffen werden konnte. Ein Wasserschaden im Hauptverteilerkasten des Flutlichts verhinderte einen pünktlichen Spielbeginn.


Ähnlich wie das Flutlicht hatte das Spiel Probleme, in die Gänge zu kommen. Anfangs passiert nicht viel. Dafür saß der erste Torschuss der Partie. Die Gastgeber konterten über Diakité, der in der Mitte Siegert schön freispielte. Aues Abwehr ließ dem Schützen Zeit und Platz so viel er wollte. Siegert stoppte, schaute, schoss aus gut 22 Metern - 1:0 (11.)! Lange dauerte es nicht bis zur nächsten Gelegenheit für Wehen Wiesbaden. König kam im Strafraum an den Ball, da Aue die Kugel nicht wegbekam. Der Stürmer zielte aber an die Latte (16.).

Aue war angeschlagen, hatte Probleme den Rückstand zu verarbeiten. Die Hausherren setzten zunächst nach. Was folgte war aber der erste ernsthafte Torschuss der Auer. Leandro zog aus der Distanz ab, Richter konnte zunächst nicht festhalten, kriegte den Ball dann aber unter Kontrolle (25.). Insgesamt agierte der FC Erzgebirge aber vor der Pause zu statisch, um gefährlich in Richtung Tor zu kommen. Viel zu wenig Bewegung erschwerte einen vernünftigen Aufbaupass. Die Folge waren oft lange Bälle, die nicht immer ankamen. Wehen Wiesbaden änderte trotz der Führung nichts an seiner Taktik. Die Gastgeber warteten ab und konterten.

Dann brachte ein Fehler der Gäste das 2:0. Petrous spielte im Aufbau erst einen Fehlpass, wollte diesen dann ausbügeln, legte Siegert aber im Sechzehner. Schwarz verwandelte sicher (39.). Es war die Vorentscheidung.

Die Geschichte der zweiten Hälfte ist schnell erzählt. Aues Trainer Seitz löste nach der Pause im Mittelfeld sein Zentrum auf, brachte Pavlovic und Feldhahn für Kapitän Emmerich bund Kurth. Doch wieder saß der erste gute Angriff der Hausherren. Nicu brachte den Ball von links in den Strafraum, Aues Abwehr war mal wieder nicht im Bilde und König drückte den Ball über die Linie (52.).

Wehen Wiesbaden diktierte das Geschehen, Aue fehlte Mut und die nötige Nähe zum Gegenspieler. Der FC Erzgebirge war so absolut chancenlos. Schmidt (67.), Siegert (71.) und Bick (72.) vergaben die besten Möglichkeiten zum 4:0. Der FC Erzgebirge kam nur in der 69. Minute zu einem ernsthaften Schuss aufs Tor, aber aus zu spitzem Winkel schoss Nemec am langen Pfosten vorbei.

Am kommenden Sonntag muss Wehen Wiesbaden nun nach Aachen fahren, Aue erwartet zum Kellerduell den SC Paderborn.

kicker.de





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Koblenz - St.Pauli 1 - 1

Kuqi rettet das Remis
Die TuS Koblenz und der FC St. Pauli trennten sich in einer kämpferisch guten, aber ansonsten eher mäßigen Partie 1:1-Unentschieden. Nach einer schwachen ersten Hälfte, steigerten sich beide Teams in Durchgang 2. In diesem ging St. Pauli in Führung, verpasste es dann, den Sack zu zu machen, und musste in der Schlussphase den gerechten Ausgleich hinnehmen. Die Koblenzer warten seit nunmehr sechs Spielen auf einen "Dreier".


Erzielte die 1:0-Führung für St. Pauli: Filip Trojan (li.). Hier im Duell mit Hartmann.
© dpa Uwe Rapolder, Trainer der Tus Koblenz, änderte seine Startformation nach dem 0:1 beim FC Augsburg auf zwei Positionen: Nach abgesessener Gelbsperre kehrte Bajic für Richter in die Anfangself zurück. Zudem erhielt Kuqi den Vorzug vor Fernandez.

St. Paulis Coach André Trulsen brachte im Vergleich zum enttäuschenden 2:2-Remis gegen Jena fünf neue Akteure. In der Abwehr agierte Petersen für den gelbgesperrten Eger. Im Mittelfeld wurden Meggle (Grippe) und Boll (Sprunggelenksverletzung) durch Trojan und Brunnemann vertreten. Darüber hinaus stürmten Braun und Ludwig, der nach Gelbsperre wieder spielberechtigt war, für Schnitzler und Kuru.

Zu Beginn überließen die Hanseaten den Koblenzern die Initiative, die sich aber zunächst aus ihrem größeren Ballbesitz keine Chancen erarbeiten konnten. Dies lag einerseits daran, dass die Rapolder-Elf in der Offensive zu umständlich und zu harmlos agierte und andererseits am guten Defensivverhalten der St. Paulianer, die dicht am Gegner standen und sehr früh störten. Dafür gelang den Hamburgern in der Offenisve so gut wie gar nichts.


Beide Mannschaften spielten verkrampft und viel zu ungenau. Dies führte dazu, dass Torchancen absoluten Seltenheitswert hatten. Ein Kopfball von Braun sowie ein Schuss von Vata waren in der ersten Hälfte die absoluten Ausnahmen (13./ 16.).

Auch in der zweiten Hälfte bot sich den Zuschauern zunächst das gleiche Bild. Sowohl die TuS als auch St. Pauli überboten sich förmlich beim Fehlpassfestival im Stadion Oberwerth. In der 53. Minute nutzte dann Ludwig ein schlechtes Zuspiel des Gegners aus. Er erkämpfte sich den Ball, schaltete schnell auf Angriff um und flankte schließlich auf Trojan, der mit einem satten Schuss ins rechte untere Eck das 1:0 besorgte.


Gut Lachen: Nach dem Ausgleich hatten Kuqi (re.) und Hartnmann wieder was zu Lachen.
© dpa Koblenz legte nun einen Gang zu, und prompt ergaben sich auch Gelegenheiten für die Rapolder-Elf, die diese aber nicht zu nutzen wusste. So scheiterte Kuqi zuerst an St. Pauli-Keeper Borger, danach verfehlte ein Kopfball des Finnen das Gehäuse nur knapp (62./ 64.). Nur drei Munten danach hätten sie fast einen noch höheren Rückstand hinnehmen müssen: Nach einer Ballstafette durch Ludwig und Brunnemann ergab sich für Trojan eine Riesenchance, aber Lomic rettete auf der Linie.

Erst in der Schlussphase wurde es dann wieder brenzlig. Zuerst scheiterte Dzaka an Borger, danach machte er es als als Vorbereiter besser. Der Mittelfeldakteur hatte von links in die Mitte geflankt, Kuqi war zur Stelle und besorgte per Kopf den 1:1-Endstand (87./ 88.)

Koblenz muss am am Montag beim 1. FC Kaiserslautern antreten, St. Pauli hingegen erwartet einen Tag zuvor die SpVgg Greuther Fürth.

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Fürth - K´lautern 0 - 1

Kirschstein beschenkt Bellinghausen
Die SpVgg Greuther Fürth, das bis dato beste Heimteam der Liga, verpasste ausgerechnet vor eigenem Publikum gegen den Abstiegskandidaten Kaiserslautern den - zumindest vorübergehenden - Sprung an die Tabellenspitze. Der neue FCK-Trainer Milan Sasic dagegen feierte einen Einstand nach Maß, der zwar glücklich, aber auf seine Weise auch verdient ist. Die Pfälzer zeigten sich enorm diszipliniert, kampf- uund laufstark.


Ohne Durchschlagskraft: Greuther Fürths Reisinger (li.) gegen Lauterns Mandjeck.
© dpa Greuther Fürths Trainer Bruno Labbadia konnte wieder auf den beim 2:1-Erfolg in Mainz gesperrten Achenbach zurückgreifen. Für ihn musste Bertram auf der Bank Platz nehmen. Mauersberger ersetzte den gelbgesperrten Biliskov in der Innenverteidigung.

Bei seinem Debüt als FCK-Trainer änderte Milan Sasic das Team gegenüber dem 1:2 gegen 1860 München wie folgt: Kotysch, Reinert und Lexa kamen für Schönheim (Grippe), Bernier und Iacob (Außenmeniskus).

Greuther Fürth agierte ein wenig abwartend, ob die Lauterer unter dem neuen Coach gleich loslegen wie die Feuerwehr. Das passierte aber nicht. Den engagierten wie laufbereiten Pfälzern war eine gewisse Nervosität anzumerken, Sicherheit im Spiel gab es zunächst keine.

Saisondebütant Stefan Lexa, 31-jähriger Österreicher und unter Rekdal ausgemustert, war in Lauterns Reihen spielbestimmender Aktivposten. Tonangebend waren aber die ballsichereren Franken, die das variablere Spiel zeigten und nach drei Siegen in Folge mit breiter Brust auftraten.

Die Wege in die Strafräume waren hüben wie drüben zu. Auch Eckstöße (Adlung und Achenbach für Fürth, Weigelt für Lautern) brachten nichts ein. Die erste echte Gelegenheit ging aufs Konto der SpVgg: Lauterns Keeper Sippel faustete einen Schuss von Schröck im linken unteren Eck zur Seite (28.).

Die Defensivleistungen überstiegen die der Offensivleute auf beiden Seiten klar, so dass insgesamt wenig Spielfluss zustande kam, geschweige denn die Torhüter besonders beschäftigt gewesen wären.


Greuther Fürths Trainer Bruno Labbadia, der mit Lautern 1990 DFB-Pokalsieger und 1991 deutscher Meister wurde, wechselte nach dem Seitenwechsel aus: Cidimar sollte im zweiten Spielabschnitt für mehr Durchschlagskraft im Fürther Angriff sorgen. Es war ein Geduldsspiel. Für die feldüberlegenen Fürther, aber insbesondere für die Zuschauer. Lautern fand offensiv über weite Strecken nicht mehr statt, die SpVgg flankte ein ums andere Mal hoch in den Strafraum, wo die Pfälzer die Lufthoheit besaßen.

Umso überraschender fiel aber die Führung für die Sasic-Elf: Weigelt brachte eine Ecke von rechts herein, Kirschstein ließ den Ball aus den Fingern gleiten, Bellinghausen war zur Stelle und schoss artistisch mit links ein (62.).

Greuther Fürth erhöhte die Schlagzahl nochmals. Es war Einbahnstraßenfußball Richtung Lauterer Tor. Demai klärte einen Burkhardt-Kopfball - nach Achenbach-Ecke - auf der Linie. Sippel war geschlagen gewesen (73.).

Und Fürth legte nach: Cidimar köpfte freistehend aus sechs Metern genau auf Sippel, und der Torhüter entschärfte auch den Nachschuss von Reisinger, der frei aus acht Metern abzog (77.)!

Lautern verteidigte den Vorsprung aufopferungsvoll, stemmte sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen den Ausgleich und hatte in Torhüter Sippel einen klasse Rückhalt für die zweikampfstarke Abwehr gegen die Franken, die zwar alles nach vorne warfen, sich aber bis zum Schlusspfiff die Zähne ausbissen.


Greuther Fürth spielt am Sonntag beim FC St. Pauli, für den FCK geht der Abstiegskampf am Montag gegen die TuS Koblenz weiter.

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Offenbach - Aachen 1 - 1


Türker mit dem Kopf zur Stelle
Nach durchaus unterhaltsamen 90 Minuten trennten sich Kickers Offenbach und Alemannia Aachen am Bieberer Berg 1:1. Die Gäste nutzten eine kurze Schwächephase der Kickers zur Führung durch Krontiris. Offenbach kam jedoch zurück ins Spiel und wurde für seine Drangphase noch vor der Pause belohnt.


Zuerst jubelte die Alemannia: Krontiris feiert sein Tor zum 1:0, Wörle resigniert.
© dpa Kickers-Coach Jörn Andersen nahm an seiner Startelf nach dem 1:3 in Aue gleich fünf Änderungen vor. Für Müller, Reich, Watzka und Agritis spielten Mokhtari, Wörle, Judt und Bancé. Das Tor hütete Thier anstelle von Endres. Auch Aachens Trainer Marc Seeberger nahm zwischen den Pfosten einen Wechsel vor und schenkte Stuckmann das Vertrauen. Straub musste weichen. Ansonsten stand zu Beginn das gleiche Team auf dem Platz wie beim 3:2-Erfolg über Köln.

In der Anfangsphase suchten beide Mannschaften den Weg nach vorne. Ein ums andere Mal machte die Abwehr der Kickers dabei keinen sicheren Eindruck. Als Torwart Thier sich ohne Einwirkung des Gegners verletzte und durch Endres ersetzt wurde, brauchten die Gastgeber einige Minuten, um sich neu zu ordnen. Die Alemannia nutzte dies aus und ging durch Krontiris in Führung. Mit dem Rücken zum Tor stehend, nahm er den Ball im Strafraum an und traf aus der Drehung zum 1:0 (19.). Noch keine zwei Minuten auf dem Platz, musste Endres das Leder bereits zum ersten Mal aus dem Netz holen.


Nun hatte die Alemannia die Partie klar im Griff, nutzte dies jedoch nicht dazu, den Vorsprung auszubauen. Offenbach brauchte eine Viertelstunde, um wieder ins Spiel zu kommen. Während die Gäste nun zu passiv agierten, erspielten sich die Kickers nach und nach ein Übergewicht. Bancé vergab frei vor Stuckmann zunächst die große Chance zum Ausgleich (38.), doch drei Minuten später war Türker nach Sousas Freistoßhereingabe per Kopf zur Stelle - 1:1!

Die Kickers hätten bis zur Pause sogar noch nachlegen können. Mit Sousas gefährlichen Ecken hatte Stuckmann so seine liebe Mühe. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte stieg Bancé im Strafraum zum Kopfball hoch, den Leiwakabessy am rechten Pfosten mit dem linken Arm von der Linie kratzte. Pech für Offenbach, dass Schiedsrichter Schößling nicht auf den Elfmeterpunkt, sondern nur zur Ecke zeigte.

Nach dem Wechsel hielten die Gäste wieder besser dagegen und hatten auch die erste Chance. Als Krontiris nach schöner Kombination von der Strafraumgrenze abzog, war Endres jedoch auf dem Posten (54.). In einer temporeichen Partie agierten beide Teams fortan auf Augenhöhe, zwingende Strafraumszenen blieben allerdings weitgehend aus. Als Endres nach einer Ecke von Krontiris am Ball vorbeisegelte, verfehlte der überraschte Fiel aus kurzer Distanz das Tor (65.). Auf der anderen Seite fand ein Tor von Bancé wegen einer Abseitsstellung zu Recht keine Anerkennung.

In der Schlussviertelstunde nahm das Tempo dann ein wenig ab. Die letzte Chance der Partie vergab Bancé, als er nach Türkers öffnendem Pass zwar kurz vor dem herauseilenden Stuckmann am Ball war, diesen jedoch nicht mehr am Aachener Keeper vorbeispitzeln konnte (89.). So blieb es beim gerechten Unentschieden, das den Kickers im Abstiegskampf nicht wirklich weiterhilft. Der Vorsprung auf Platz 15 beträgt nun drei Punkte.

Am nächsten Sonntag tritt Offenbach beim FC Augsburg an, Alemannia Aachen erwartet den SV Wehen Wiesbaden.

kicker.de





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Freiburg - Augsburg 1 - 0

Erst Matmour, dann viel Hektik
Freiburg hat erstmals nach sieben sieglosen Spielen dreifach gepunktet. Dafür war gegen den Gast aus Augsburg aber ein Kraftakt nötig: Matmour traf früh, doch der FCA wurde noch in Halbzeit eins immer stärker. Nach der Pause ging es dann drunter und drüber. Platzverweise für Hertzsch und Akrout, dazu noch fünf Gelbe Karten und eine Rudelbildung. Tore gab es aber keine mehr, Freiburg zitterte sich zum 1:0. Damit ist die Siegesserie der Augsburger gerissen.


Früher Jubel: Akrout beglückwünscht Torschütze Matmour - und flog dann später noch vom Platz.
© dpa Freiburgs Trainer Robin Dutt hatte wieder ein paar Alternativen mehr und baute seine Startformation gegenüber dem 2:3 in Paderborn auf vier Positionen um: Matmour, Mesic, Akrout und Idrissou, der erstmals nach seinem Wechsel aus Duisburg und dem Afrika-Cup für Freiburg auflief, verdrängten Schlitte, Roth, Ollé Ollé und Ampomah. Auf der Gegenseite hatte FCA-Coach Ralf Loose keine Veranlassung, die Elf, die vergangene Woche 1:0 gegen Koblenz gewonnen hatte, umzubauen. Zum dritten Mal hintereinander lief damit dasselbe Team auf.

Die ersten Minuten verliefen im sonnigen Breisgau ohne große Höhepunkte, abtasten war angesagt. Doch dann legte Freiburg richtig los: Idrissou spielte Akrout, seinen Kollegen in Sachen Startelfdebüt, auf der linken Seite herrlich frei. Der Tunesier ließ Mölzl aussteigen, passte in den Strafraum und fand über den Umweg Neuhaus, der den Ball nur noch leicht abfälschen konnte, Matmour - und der schob locker ein (10.)! Augsburg ging mit viel Respekt in die Partie, der SC machte es den Gästen mit seinem Pressing aber auch nicht einfach. Walke erlebte im Tor der Freiburger jedenfalls eine ruhige erste halbe Stunde.

Die Hausherren ließen sich dann aber unverständlicherweise mehr und mehr zurückdrängen, wirkten nicht mehr so konsequent im Spiel nach vorne und so witterten die Augsburger Morgenluft. Die erste dicke Chance ermöglichte ihnen die Freiburger Hintermannschaft, die einen Müller-Freistoß schwach und kurz zur Seite klärte. Da stand Wenzel wenige Meter vor dem Kasten völlig allein, hämmerte die Kugel aber nur ans Außennetz (37.). Nun war Freiburg verunsichert - rettete sich aber mit der Führung in die Pause.


Nachdem die erste Halbzeit doch relativ besonnen über die Bühne gegangen war, wurde es zu Beginn des zweiten Durchgangs hektisch: Erst erzielte Butscher ein Abseitstor (50.), das zu Recht nicht gegeben wurde, dann zückte Schiedsrichter Matthias Anklam Rot: Hertzsch hatte Matmour als letzter Mann per Schubser gestoppt - Notbremse, berechtigter Platzverweis (51.). Große Diskussionen, die fünfte Gelbe Karte für Hdiouad (54.) und der Freistoß von Aogo, der fast gepasst hätte (55.). Dann noch eine kleine Rudelbildung - Aogo hatte Möhrle gelegt - und dann beruhigten sich beide Teams wieder. Zumindest für gut zehn Minuten: Dann setzte Akrout im Luftkampf mit Möhrle den Ellenbogen ein und kassierte dafür Gelb. Weil der Winterneuzugang in der ersten Halbzeit dummerweise schon die schnelle Ausführung eines Augsburger Freistoßes verhindert hatte, flog er nun mit Gelb-Rot vom Platz (66.).

Nun, als beide Teams wieder gleich viele Spieler auf dem Platz hatten, wurde auch mal wieder Fußball gespielt. Auf der einen Seite verpasste Butscher per Kopf die Vorentscheidung (70.), dann schoss Wenzel aus 25 Metern nur knapp neben das Tor (75.). Matmour, bester Offensivspieler bei den Freiburgern, hatte auch noch das 2:0 auf dem Fuß, Neuhaus wehrte den Aufsetzer aber klasse ab (85.). Die Loose-Truppe warf schließlich alles nach vorne, doch der SC zitterte sich zum ersten Sieg 2008.


Freiburg ist nun wieder ganz nah dran an den Aufstiegsplätzen, am Freitag geht's zu Verfolger Hoffenheim. Augsburg, das nach vier Siegen wieder einmal verlor, empfängt am Sonntag Offenbach.

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1860 - Hoffenheim 0 - 1

Copado trifft erneut
In einer unterhaltsamen Partie, die mit zunehmender Spieldauer immer umkämpfter wurde setzte sich 1899 Hoffenheim knapp mit 1:0 beim TSV 1860 München durch. Das Spiel glich einer Achterbahnfahrt, denn zuerst spielten die Münchner in Unterzahl, am Ende hieß es dann aber zehn "Löwen" gegen neun Hoffenheimer, die aber ihren vierten Sieg in Folge einfahren konnten.


Gelb-Rot: Nach einem Zweikampf mit Bierofka (re.) musste Spilacek mit Gelb-Rot vom Platz.
© dpa Im Vergleich zum 2:1-Sieg in Kaiserslautern konnte "Löwen"-Coach Marco Kurz auf die nach Grippeerkrankung wiedergenesenen Hoffmann und Lars Bender zurückgreifen. Sie ersetzten Benjamin Schwarz und Sven Bender. Zudem rutschte Pagenburg für Gebhart in die Anfangself.

Auf der Gegenseite änderte Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick nach dem 4:2-Erfolg gegen Mönchengladbach seine Startelf ebenfalls auf drei Positionen: Nach überstandener Grippe kehrte Carlos Eduardo zurück. Dafür musste Paljic weichen. Darüber hinaus rutschten der als Kapitän abgesetzte Copado und Spilacek für Luis Gustavo (5. Gelbe) und Ibertsberger in die Anfangself. Für den Tschechen Spilacek war es der erste Auftritt im Trikot der Hoffenheimer.

Von Beginn an spielten beide Mannschaften auf Augenhöhe. In der Offensive wurden kurze und direkte Pässe bevorzugt, aber die Abwehrreihen waren in dieser Phase sehr aufmerksam. Sowohl die Münchener als auch die Hoffenheimer machten die Räume sehr eng. Zwischen Mittelfeld und Abwehrreihe gab es kaum Lücken, die Mannschaftsteile wurden gut verschoben, zudem wurde der ballführende Spieler meist gedoppelt. Folglich spielte sich das Geschehen lange Zeit in der Nähe des Mittelkreises ab.

Nach 13 Minuten gab es den ersten Torschuss zu sehen: Wolff hatte das Leder weit über das Tor gejagt. Zwei Minuten später köpfte auf der Gegenseite Obasi knapp über das Ziel und Seitz streifte in der 16. Minute mit einem Distanzschuss die Querlatte. Die Rangnick-Schützlinge wurden nun stärker, vor allem ihre schnellen Außen strahlten Gefahr aus.


Über die Außen fiel dann auch die Führung der Hoffenheimer: Bei einem Konter schickte Carlos Eduardo mit einem wunderschönen öffnenden Diagonalpass Obasi auf die Reise. Der Nigerianer ließ Hoffmann im Laufduell stehen, flankte dann in die Mitte zu Copado, der per Kopf seinen neunten Treffer markierte (20.). Sechs Minuten nach der Führung hätte Obasi fast das 2:0 markiert, aber der 21-Jährige war zu unpräzise.

In der Folge wurde das Spiel härter und zerfahrener. Beide Mannschaften führten verbissene Zweikämpfe, die zu zahlreichen Unterbrechungen führten. Vier Gelbe Karten innerhalb von neun Minuten sprechen eine deutliche Sprache. In der Offensive boten beide Teams bis zur Halbzeit kaum noch etwas. Die einzige Ausnahme war in der 43. Minute ein Kopfball von Pagenburg, der aber für 1899-Torhüter Özcan kein Problem darstellte.

Nach der Pause zogen sich die Hoffenheimer zurück, lauerten auf Konter und überließen den "Löwen" die Initiative. Für die "Blauen" ergab sich nach nur drei Minuten in der zweiten Hälfte auch gleich durch Kucukovic die erste Chance, aber "Mucki" verzog. Kurz darauf schwächte Berhalter seine Elf erheblich. Der bereits verwarnte US-Amerikaner ging überhart gegen Copado zur Sache, und musste dafür mit Gelb-Rot vom Platz.


Gelb-Rot: Schiri Weiner zeigt Seitz (li.) die Rote Karte. Copado (re.) muss zusehen.
© dpa Die nun dezimierten "Löwen" steckten aber nicht auf und drängten in einer weiterhin kampfbetonten Partie auf den Ausgleich. Nur die wenigen Gelegenheiten, die sie hatten, wurden nicht genutzt. So verfehlte Bierofka nach schöner Einzelaktion das Tor nur knapp (60.).

Die Münchner mussten aber nicht volle 40 Minuten in Unterzahl spielen, denn in der 67. Minute flog Seitz nach einem Zupfer an Pagenburg mit Gelb-Rot vom Platz. Und nur vier Minuten danach waren es die Hoffenheimer, die in Unterzahl spielen mussten. Wegen eines Remplers an Bierofka wurde nämlich Spilacek von Schiri Michael Weiner ebenfalls mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen.

Gegen nun sehr dicht stehende Hoffenheimer taten sich die in Überzahl spielenden "Sechzger" schwer. Sie hätten sogar fast noch das 0:2 hinnehmen müssen, aber die "Löwen" hatten Glück, dass Obasi nach einem Konter das leere Tor nicht traf (80.). Kurz vor Schluss tauchte Kucukovic noch einmal vor des Gegners Tor auf, aber der Stürmer scheiterte an 1899-Keeper Özcan, der den knappen Sieg für die Rangnick-Elf festhielt (87.).

Beide Teams sind schon am Freitagabend wieder gefordert. Die "Löwen" sind beim 1. FC Köln zu Gast und müssen dort ihre Innenverteidigung umstellen. Hoffenheim hingegen empfängt zu Hause den SC Freiburg.

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...   Erstellt am 17.02.2008 - 20:15Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Paderborn - Osnabrück 1 - 3


VfL feiert ersten Auswärtssieg
Der SC Paderborn konnte den Rückenweind aus dem 3:2-Sieg über Freiburg nicht nutzen und musste mit dem 1:3 gegen den VfL Osnabrück einen Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt hinnehmen. Für Pavel Dotchev war es zugleich die erste Niederlage als SCP-Coach. Die Osnabrücker dagegen feierten im elften Anlauf den ersten Auswärtssieg der Saison.


Kein Durchkommen: Osnabrücks Marcel Schuon (re.) ist einen Schritt schneller als Paderborns Erwin Koen.
© dpa Paderborns Trainer Pavel Dotchev änderte seine Mannschaft gegenüber dem 3:2-Erfolg über den SC Freiburg auf zwei Positionen: Nach abgesessener Gelbsperre verdrängte Koen Halfar, zudem spielte Krupnikovic für Lintjens. VfL-Coach Claus-Dieter Wollitz setzte nach der 0:2-Heimschlappe gegen Wehen Wiesbaden auf vier neue Spieler: Schanda, Aziz, Surmann und Thomik ersetzten Tredup, Ehlers, Heidrich (5. Gelbe Karte) und Nouri. Thomik hatte ebenso wie Cichon und Manno einen grippalen Infekt rechtzeitig auskuriert.

9447 Zuschauer fanden bei sonnigem und ruhigem Winterwetter den Weg ins Hermann-Löns-Stadion. Gut 3000 davon waren aus dem nur rund 130 Kilometer entfernten Osnabrück nach Ostwestfalen-Lippe gereist. Und sie sahen einen VfL, der zunächst die Partie bestimmte. Bereits nach fünf Minuten hatten die Lila-Weißen den Torschrei auf den Lippen, doch ein Kopfball von Cichon streifte nur die Querlatte des Paderborner Gehäuses.


Allerdings zeigte sich der SCP keineswegs geschockt. Das Team des neuen Trainers Pavel Dotchev suchte selbst den Weg Richtung gegnerisches Tor, so dass sich eine flotte und abwechslungsreiche Zweitligapartie entwickelte. Und auch der SCP kam zu guten Chancen: Nach einem Fehler von Surmann hatte Bogavac freie Bahn, doch anstatt selbst den Abschluss zu suchen, legte er auf Löbe quer, sein Pass war aber zu ungenau (13.). Danach probierte es Löbe selbst, hatte in der 18. Minute aber sein Visier noch nicht richtig eingestellt, in der 26. Minute war VfL-Keeper Gößling dann auf dem Posten.

Im Anschluss daran verflachte aber die Partie, wobei Paderborn ein optisches Übergewicht besaß. Allerdings stand die VfL-Abwehr nun sicher. Da dem Wollitz-Team in der Offensive bis zur Pause auch nicht mehr viel gelang, blieben weitere Chancen bis zum Halbzeitpfiff Mangelware.

Während die Niedersachsen personell unverändert aus der Kabine kamen, sollte bei den Ostwestfalen Schüßler anstelle von Karsten Fischer für mehr Zug in der Offensive sorgen. Allerdings fruchtete der Wechsel nicht, im Gegenteil, der VfL ging in der 53. Minute in Führung. Ein Befreiungsschlag der SCP-Abwehr landete bei Schuon auf der rechten Außenbahn. Der Verteidiger brachte mit einem schönen Pass Thomik in Position, der aus 14 Metern mit einem Rechtsschuss ins linke Eck Paderborns Keeper Kurse keine Chance ließ.

Das Dotchev-Team zeigte nach dem Rückstand Wirkung, Osnabrück war in der Folgezeit das überlegene Team. Und in der 63. Minute legten die Niedersachsen nach. Nach Foul von Pisot an Manno zirkelte Aziz einen Freistoß aus halblinker Position in den Strafraum, wo Reichenberger den Ball irgendwie mit dem Körper über die Linie drückte. Es war die allererste Aktion des VfL-Torjägers, der bereits seinen 14. Saisontreffer erzielte.

Die Partie war damit entschieden. Zwar schickte Dotchev mit René Müller für Krupnikovic einen weiteren Stürmer auf den Platz, doch eine Wende konnte der SCP der Partie nicht mehr geben. Immerhin gelang dem Kapitän in der 86. Minute noch der 1:3-Ehrentreffer, nachdem zuvor Cichon einen von Kruse am eingewechselten Hennings verursachten Foulelfmeter zum verwandelte (80.).

Der VfL Osnabrück feierte im elften Versuch den ersten Auswärtssieg in der laufenden Saison. Paderborn konnte den Aufwärtstrend nach dem Sieg über Freiburg nicht bestätigen und schwebt nach einem völlig missratenen Auftritt im zweiten Durchgang weiter in höchster Abstiegsgefahr.

Der SCP tritt am kommenden Sonntag zum Kellerduell bei Erzgebirge Aue an, Osnabrück empfängt zeitgleich Spitzenreiter Borussia M'gladbach.

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...   Erstellt am 19.02.2008 - 05:05Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Gladbach - Mainz 0 - 1

Borjas früher Treffer reicht
Etwas glücklich entführten die mit neuem Personal bestückten Mainzer drei Punkte aus Gladbach. Die "Fohlen" mussten sich gegen die kampfstarken Rheinhessen jede Chance hart erarbeiten. Zwar hatte die Luhukay-Truppe deren genug, doch in der Chancenauswertung haperte es gewaltig. So musste der Tabellenführer seine erste Niederlage im Borussia-Park quittieren.


Hart, aber fair: Steve Gohouri trennt den Mainzer Isaac Boakye vom Ball.
© dpa Gladbachs Coach Jos Luhukay brachte nach dem 2:4 in Hoffenheim drei neue Spieler. Für Kleine, Polanski und Marin liefen Gohouri, Ndjeng und Rösler (nach Gelbsperre) auf. Jürgen Klopp setzte nach der 1:2-Niederlage gegen Fürth auf etliches neues Personal. In der Viererkette spielten Hoogland, Noveski und Rose für Demirtas, Svensson und Markolf. Im Mittelfeld erhielten Damir Vrancic und Daghfous Bewährungschancen. Der angeschlagene Amri und Feulner fehlten in der Startelf.

Die fünf Änderungen schien das Team der Rheinhessen nicht aus dem Konzept zu bringen. Im Gegenteil: Es dauerte gerade mal zweieinhalb Minuten, bis die Mainzer in Führung gingen. Paauwe brachte das Leder nicht aus der Gefahrenzone. Blitzschnell erkannte Karhan die Situation und bediente Borja. Mit einem sehenswerten Volley-Drehschuss schloss der Ecuadorianer erfolgreich aus kurzer Distanz ab.


Die Gladbacher brauchten eine Weile, um in die Partie zu kommen, zumal der FSV die Räume geschickt dicht machte und aggressiv zu Werke ging. Doch dann ging es Schlag auf Schlag: In der 21. Minute sorgte eine Flanke von Ndjeng für Gefahr. Gohouri köpfte auf Paauwe, der aber aus vier Metern den Ball neben das Tor setzte. Vier Minuten später eine knifflige Szene: Der verletzte Rose blieb im Strafraum liegen. Doch Gladbach spielte einfach weiter. So war Rösler bei seiner Chance nicht im Abseits, der Ex-Aachener köpfte aber ohnehin Zentimeter am Tor vorbei.

Trotz der augenscheinlichen Feldüberlegenheit - vor dem Tor wollte es einfach nicht klappen für die Luhukay-Elf. Hektik kam nochmals auf, als Friend nach einem Zweikampf mit Rose im Strafraum zu Boden ging, Referee Kircher ließ jedoch weiterspielen.

Kurz vor der Pause tauchte dann auch Mainz mal wieder gefährlich vor dem tor von Keeper Heimeroth auf. Der Gladbacher Schlussmann war beim Schussversuch von Borja aus halbrechter Position aber rechtzeitig unten (38.). Da auch Friend aus günstiger Position per Kopf das Tor verfehlte (40.), blieb es bis zur Pause beim 1:0 für die Mainzer.

Das Bemühen war den Fohlen auch im zweiten Abschnitt nicht abzusprechen. Doch die aufmerksame Mainzer Defensive brachte immer wieder ein Bein dazwischen, so dass das Sturmduo Friend/Neuville nicht zur Entfaltung kam. Zudem musste Gladbach stets auf der Hut vor den gelegentlichen Vorstößen der 05er sein. Nach einem langen Einwurf hatte Boakye bei einem solchen die Gelegenheit zum 2:0, doch sein Versuch landete direkt in Heimeroths Armen (53.).


Einfach riesig! Mainz und Jürgen Klopp sichern sich den ersten Sieg in der Rückrunde.
© dpa Die Borussia, die wiederholt mit Referee Kircher haderte (Sportdirektor Christian Ziege musste deswegen auf die Tribüne), erwachte erst Mitte der zweiten Hälfte wieder. Distanzschüsse von Levels (66., knapp über das Tor) und Coulibaly (68., gehalten von Ischdonat) sorgten für etwas Aufregung, richtig gefährlich wurde es aber nach einer Freistoßflanke von Coulibaly. In der Mitte köpfte der mit aufgerückte Daems das Leder an die Querlatte (72.). Auch Polanski verfehlte das Tor aus der Distanz nur denkbar knapp (77.).

Als Mainz-Keeper Ischdonat auch Friends Kopfballbogenlampe in der 80. Minute aus dem Winkel fischte und drei Minuten später auch Neuville aus dem Gewühl das Leder nicht über die Linie brachte, mussten sich die Gladbacher Fans damit abfinden, dass das Gäste-Tor an diesem Montagabend vernagelt war. Die ausschließlich verteidigenden Rheinhessen retteten den Sieg in der Schlussphase mit viel Mühe über die Zeit.

Während Mönchengladbach am Sonntag beim VfL Osnabrück aufläuft, sind die 05er bereits am Freitagabend gegen den FC Carl Zeiss Jena gefordert.

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