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...   Erstellt am 22.08.2008 - 20:00Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Fürth - St.Pauli 5 - 2


Möhlmanns Joker stechen zu hundert Prozent
Die Fürther feiern in einem unterhaltsamen Spiel den ersten Saisonsieg. Mit 5:2 fiel der Erfolg ein wenig zu hoch aus, wobei die Hamburger lange Zeit in Unterzahl spielen mussten. Als es nach Meichelbecks Roter Karte wieder 10 gegen 10 hieß, schlugen die Joker der Franken eiskalt zu.


Fürth jubelt: Haas trifft zum 1:0, Biliskov, Burkhardt und Karaslavov gratuluieren.
© dpa Der Fürther Trainer Benno Möhlmann baute im Vergleich zum 2:3 in Ingolstadt seine Startelf dreifach um: Langen rotierte raus, dafür spielte Karaslavov in der Innenverteidigung und Meichelbeck rückte auf die linke Abwehrseite. Im Mittelfeld ersetzte Haas Schröck und im Sturm spielte Nehrig für Allagui.

Bei St. Pauli ersetzte Coach Holger Stanislawski nach dem 2:2 gegen Osnabrück den gelb-rot-gesperrten Goiuffe à Goufan durch Schultz. Im Sturm fehlte Hennings, dafür rutschte Ludwig in die erste Elf.

Das Spiel begann mit einem Paukenschlag. Nach einem Laufduell zwischen Morena und Reisinger konnte der Hamburger Innenverteidiger den SpVgg-Stürmer am Strafraum nur noch umreißen und sah zurecht die Rote Karte. Da waren gerade mal 90 Sekunden gespielt. Fortan waren die Franken klar spielbestimmend und versuchten das Spiel in die Breite zu ziehen, um so die Lücke im Hamburger Deckungsverbund zu finden.

Gerade über die rechte Angriffsseite der Fürther ging bei der Möhlmann-Elf in der ersten halben Stunde richtig viel, so dass auch die Führung der SpVgg über diese Seite fiel. Takyi hatte flach nach innen gepasst, Nehrig legte mit der Hacke zurück zu Haas, der voll draufhielt und den Ball aus 13 Metern ins Netz drosch (18.). Bis zur 30. Minute behielt die SpVgg eindeutig die Initiative, doch nutzte sie die zweitweise große Verunsicherung der Hamburger nicht energisch genug aus. Das lag auch am taktischen Wechsel von Stanislawski, der den defensiveren Kalla für Youngster Hoilett brachte (22.).


Die Hamburger nahmen nach einer halben Stunde auch wieder in der Offensive am Spiel teil und kamen mit dem ersten Torschuss gleich zum Ausgleich. Bruns hämmerte einen indirekten Freistoß aus 18 Metern ins Netz, wobei der Schuss von Nehrigs Fuß noch entscheidend abgefälscht wurde. Das Tor war sicherlich glücklich, doch hatten sich die Hanseaten das 1:1 zur Pause durch die kämpferische Leistung auch ein wenig verdient.

Auch der zweite Abschnitt begann mit viel Unterhaltung. Erst markierte der Ex-Hamburger Takyi den 2:1-Führungstreffer für das Kleeblatt, als er eine Rücken-ablage Reisingers aus zehn Metern trocken verwandelte (50.). Dann schlug Trojan eine Freistoßflanke aus dem rechten Halbfeld aufs Tor, in der Mitte verpassten Ebbers und sein Gegenspieler Biliskov, doch die Kugel landete zum 2:2 im langen Eck (52.) - SpVgg-Keeper Kirschstein war machtlos.

Danach kochten die Emotionen hoch, vor allem weil Schiedsrichter Wagner ein normales Foul von Meichelbeck im Mittelfeld mit der Roten Karte ahndete und damit deutlich überzog (57.). Zumal er kurz danach bei einem härteren Einsteigen von Kalla gegen Takyi nur Gelb zeigte. Kurz darauf beruhigten sich die Gemüter aber wieder und die dezimierten Teams suchten den Weg nach vorne. Dabei blieb Fürth eher die agierende Mannschaft, St. Pauli wollte Konter setzen.

In der Schlussviertelstune hatte SpVgg-Trainer Möhlmann ein goldenes Händchen, als er mit Allagui und Brückner die beiden einwechselte, die für das 3:2 zuständig waren. Brückner brachte die Freistoßflanke rein und der Ex-Jenaer bugsierte mit Kopf und Bein das Leder aus kürzester Distanz über die Linie (77.). Acht Minuten später machte Joker Schröck nach guter Vorarbeit von Takyi das 4:2. Der kleine Publikumsliebling war auch am 5:2 beteiligt, als er den von Felgenhauer verwandelten Elfmeter gegen Eger herausholte.

Fürth tritt am kommenden Sonntag bei Aufsteiger Frankfurt an, die Mannen von St. Pauli bekommn es ebenfalls am Sonntag mit Oberhausen zu tun.

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...   Erstellt am 22.08.2008 - 20:01Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Osnabrück - Freiburg 2 - 2


Butschers Knaller reichte nicht
In einer vor allem nach der Halbzeit packenden und bis zum Ende mit Highlights gespickten Partie schenkten sich Osnabrück und Freiburg nichts. Kurz nach dem Wechsel ging der VfL in Front, Freiburg hatte aber eine schnelle Antwort parat, ehe die Breisgauer selbst vorlegten, sich jedoch selbst auch nur kurz über die Führung freuen durften.


Osnabrück und Freiburg lieferten sich einen packenden Kampf. Hier duellieren sich Heidrich (li.) und Abdessadki.
© dpa Osnabrücks Coach Claus-Dieter Wollitz nahm nach dem 2:2 beim FC St. Pauli zwei Änderungen an seiner Startelf vor. Für Omodiagbe und Peitz blieb nur ein Platz auf der Bank, während Debütant Anderson und Grieneisen von Beginn an aufliefen. Auch Freiburgs Trainer Robin Dutt wechselte nach dem 2:1 gegen 1860 München zweimal. Toprak und Idrissou begannen an Stelle von Krmas und Flum.

Auch wenn der VfL Osnabrück nach wenigen Sekunden durch Reichenberger die erste gute Chance verbuchen konnte, war es der SC Freiburg, der zunächst besser ins Spiel kam. Die Breisgauer setzten die Hausherren in der eigenen Hälfte unter Druck und zwangen die Wollitz-Elf so immer wieder zu Fehlern. Bedingt durch wiederholte Ungenauigkeiten im Osnabrücker Spielaufbau, war es nur eine Frage der Zeit, wann es vor dem Tor von Wessels erstmals gefährlich werden würde. So war es nach drei Minuten Jäger, der auf der rechten Seite ungestört nach innen flanken konnte, wo Idrissou einen Schritt zu spät kam. Die beste Möglichkeit in der Anfangsphase bot sich allerdings Butscher, als er nach einer Günes-Ecke am Fünfmeterraum zum Kopfball kam und den VfL-Keeper zu einer Glanzparade zwang (7.).


Osnabrück fing sich nach gut zehn Minuten und trat fortan auch selbst offensiv in Erscheinung. Grieneisens Versuch fehlte nach einem Solo über den halben Platz die Genauigkeit (12.), ehe Manno den linken Freiburger Torwinkel aus der Distanz zweimal nur knapp verfehlte (13., 16.). Als sich de Wits Flanke von der linken Seite gefährlich Richtung Tor senkte, musste auch Freiburgs Schlussmann Pouplin erstmals ernsthaft eingreifen ,um die VfL-Führung zu verhindern (20.).

In der Folge agierten beide Abwehrreihen sehr diszipliniert und ließen kaum Höhepunkte vor den Toren zu. Das änderte sich erst nach einer guten halben Stunde, als Idrissou erneut an einer Jäger-Hereingabe vorbeigrätschte (31.). Die größte Gelegenheit des ersten abschnitts hatte aber Türker, nachdem Idrissou den ehemaligen Offenbacher glänzend per Kopf bedient hatte. Alleine vor Wessels schlenzte der Mittelstürmer die Kugel um Zentimeter am langen Pfosten vorbei (41.).

Nach dem Seitenwechsel ging es dann Schlag auf Schlag. Nachdem beide Teams je eine Ecke ungenutzt gelassen hatten, war es ein weiterer Eckball für den VfL, der der Wollitz-Elf die Führung brachte. De Wit legte an die Sechzehnmeterlinie zurück, wo Schäfer heranrauschte und flach abzog. Am Fünfmeterraum lauerte Reichenbergerund gab der Kugel per Hacke sehenswert die entscheidende Richtungsänderung zum 1:0 (49.). Die Freiburger Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Idrissou flankte nur zwei Minuten später von links nach innen, wo Jäger technisch hochstehend mit der Innenseite volley zum 1:1 einschoss (51.).

Osnabrück ließ sich vom schnellen Ausgleich nicht schocken und wollte nachlegen. Reichenberger zog alleine vor Pouplin den Kürzeren gegen den Keeper (54.), Grieneisens Kopfballvorlage fand im Fünfmeterraum keinen Abnehmer (60.). Der nächste Treffer gelang aber den Breisgauern. Butscher fasste sich aus gut 25 Metern spontan ein Herz und jagte die Kugel fulminant zum 1:2 ins rechte Eck (65.).

Auch vom zweiten Nckenschlag ließ sich der VfL nicht aus der Ruhe bringen und schlug prompt zurück. Der Freiburger Jubel war kaum verstummt, da setzte sich Surmann nach einem weiten Ball aus dem Halbfeld im Luftkampf durch und köpfte zum neuerlichen Ausgleich ein (67.).

Beide Teams spielten bis zum Ende weiter auf Sieg. Die größte Möglichkeit bot sich dabei den Gästen, doch als Schlitte nach einem weiten Einwurf aus vier Metern an den Ball kam, war Wessels zur Stelle und rettete der Wollitz-Elf mit einem tollen Reflex den Punkt (84.).

Der VfL Osnabrück muss am nächsten Freitag in Mainz antreten. Freiburg hat etwas länger Pause und trifft erst am Montag zu Hause auf Hansa Rostock.

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...   Erstellt am 22.08.2008 - 20:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Frankfurt - Koblenz 0 - 0



Torlose Heimpremiere
Die Frankfurter Commerzbank-Arena bot trotz spärlicher Besetzung ein tolles Ambiente für diese Partie, die dem aber nicht gerecht werden konnte. Der Aufsteiger agierte über weite Strecken mutig nach vorne und verpasste durch zwei Aluminiumtreffer die verdiente Führung. Koblenz traute sich kaum aus der eigenen Hälfte und bot nichts Erwähnenswertes. Erst nach dem Wechsel befanden sich beide Teams auf gleichem schwachem Niveau.

Frankfurts Trainer Tomas Oral musste nach der 1:2-Niederlage in Ahlen eine Umstellung in seiner Startformation vornehmen. Spilacek laborierte an einer Innenbandzerrung und wurde durch Schumann ersetzt. Auf der gegnerischen Seite veränderte Uwe Rapolder, Coach der TuS Koblenz, seine Anfangself im Vergleich zum 3:0 gegen Oberhausen ebenfalls auf lediglich einer Position. Ouedraogo musste auf der Bank Platz nehmen und Begeorgi durfte für ihn von Beginn an spielen.

Nach kurzer Abtastphase kamen die Frankfurter auch gleich zur ersten Chance durch Ulm (7.) und tankten dadurch Selbstvertrauen. Sie übernahmen die Spielkontrolle, ohne sich dabei jedoch wirklich zwingende Aktionen zu erspielen. Besonders bei langen Bällen strahlten die Koblenzer Innenverteidiger nicht immer die Sicherheit aus, die man sich wünschen würde. Koblenz stand tief in der eigenen Hälfte und beschränkte sich fast ausschließlich aufs Kontern, was in der 15. Spielminute Begeorgi beinahe genutzt hätte.


Auch nach einer halben Stunde änderte sich kaum etwas: Der FSV bemühte sich redlich, Ball und Gegner laufen zu lassen, jedoch fanden die Gastgeber kaum Lücken in der Defensive der Rapolder-Elf. Lediglich nach Freistößen von Mikolajczak wurde es im Strafraum der Rheinland-Pfälzer gefährlich, aber Klitzpera traf nur das Lattenkreuz (24.) und Barletta auf das Tor von Yelldell (30.). Trotz des 3:0-Erfolgs am vergangenen Spieltag gegen Oberhausen agierte die TuS in der Offensive ohne Mumm und Selbstvertrauen, und in der Defensive ohne den nötigen Biss, um gegen den Aufsteiger bestehen zu können. Den Bornheimern fehlte aber bei ihren wenigen Chancen etwas das Glück. So traf auch der auffällige Mikolajczak aus 20 Metern nur den Pfosten (36.).

Die 22 Akteure knüpften leistungsmäßig an die ersten 45 Minuten an. Der FSV übernahm erneut die Spielkontrolle und trug die Angriffe mit sauberen Pässen im Mittelfeld, besonders über den aktiven Mikolajczak, nach vorne, wo ihnen dann aber meistens die Ideen ausgingen. Die TuS wirkte nach dem Seitenwechsel einen Tick mutiger und hielt das Leder auch einmal über mehrere Stationen in den eigenen Reihen. In der Offensive ging aber weiterhin nichts zusammen. Zu ängstlich und ungenau kamen die Pässe in die Spitze. Kuqi als einzige Spitze hing völlig in der Luft, da er kaum verwertbare Bälle aus dem Mittelfeld erhielt.

Nach einer guten Stunde sahen die Zuschauer in der Commerzbank-Arena eine offenere Partie, die jedoch auf mäßigem Niveau blieb. Durch die Einwechslung von Richter zur Halbzeit konnten die Gäste den FSV etwas weiter vom eigenen Tor fernhalten. Sinnbildlich für die zweite Hälfte sorgte ein Koblenzer mit einem Fasteigentor für die Frankfurter Führung (65.). In der Offensive setzte man sich zwar über längere Zeit in der gegnerischen Hälfte fest, aber auch hier kam man kaum in die Nähe des Strafraums.

In der Schlussphase kamen die Bornheimer nicht mehr aus der eigenen Hälfte. Zu spät und zu zögerlich attackierte man in der Mitte und auf den Außenbahnen konnte besonders Cha immer wieder Akzente nach vorne setzen. Am Ende blieb es dann aber beim insgesamt etwas glücklichen Punktgewinn für Koblenz und der torlosen Heimpremiere für Frankfurt.

Am kommenden Sonntag geht es für beide Team im eigenen Stadion weiter. Frankfurt empfängt Fürth und die TuS Koblenz den SV Wehen Wiesbaden.

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...   Erstellt am 24.08.2008 - 15:57Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Rostock - Aachen 1 - 0


Pfosten, Latte, Leerlauf, Dorn
Hansa Rostock hat gegen Alemannia Aachen den ersten Sieg in der neuen Zweitligasaison eingefahren - in einer Partie mit zwei Gesichtern. Vor der Pause wurden auf beiden Seiten klarste Chancen ausgelassen, das Aluminium rettete mehrfach. Nach dem Seitenwechsel eröffnete sich nur eine echte Möglichkeit, Dorn überwand Stuckmann klasse per Heber. Dieses Glück war Nemeth kurz vor der Pause verwehrt geblieben.


Enges Duell: Rostock (hier Rathgeb, links) und Aachen (hier Nemeth) schenkten sich nichts.
© dpa Rostocks Trainer Frank Pagelsdorf baute seine Abwehrreihe, die beim 2:2-Remis in Duisburg eine echte Schwachstelle gewesen war, erneut um: Für Langen rückte Orestes ins Team. Alemannia-Coach Jürgen Seeberger musste im Vergleich zum 2:1 gegen Wehen Wiesbaden auf Kapitän Plaßhenrich (Risswunde am Zeh) verzichten, Lagerblom lief dafür von Beginn an auf. Außerdem verdrängte Müller Brinkmann.

Den besseren Start an der Ostsee erwischten die Gastgeber - insbesondere Kevin Schindler: Zunächst musste Stuckmann bei seinem Kopfball nach einer Ecke sein ganzes Können zeigen (3.), zwei Minuten später rutschte eine Flanke von Rahn bis zum Ex-Bremer durch, Lehmann lenkte die Kugel an den Außenpfosten. Chancen vorne, Lücken hinten: Nach Nemeths einfachen Steilpass durfte Milchraum ganz allein auf Hahnel zulaufen, legte sich aber den Ball zu weit vor! Riesenchance leichtfertig vertan (8.). Rauf und runter ging es in der Anfangsphase, das Tempo war hoch, beide Teams drängten auf die Führung.


Erst Mitte der ersten Halbzeit beruhigte sich das Geschehen ein wenig, Ungenauigkeiten und Unterbrechungen häuften sich, dicke Möglichkeiten blieben aus. Die große Ausnahme: Auer! Sein Schuss aus rund 25 Metern klatschte an den Außenpfosten (30.). Fast eine Viertelstunde Leerlauf folgte, ehe es kurz vor dem Pausenpfiff noch einmal richtig zur Sache ging. Erst verpasste Kern auf der einen Seite per Kopf die Führung nur knapp (44.), dann verhinderte erneut Aluminium das erste Tor: Nemeth knallte aus rund 13 Metern aus der Drehung auf Hahnels Kasten, von der Unterkante der Latte sprang die Kugel nur auf die Torlinie! Mit einem Hauch von Wembley und einem verdienten 0:0 ging es in die Kabinen. Ein 2:2 hätte allerdings besser gepasst.

Kurz vor Ende der ersten Hälfte hatte es zu regnen begonnen; vielleicht lag es auch daran, dass beide Mannschaften nach dem Seitenwechsel nicht annähernd an das Niveau der ersten 45 Minuten anknüpfen konnten. Auf Chancen musste man auf beiden Seiten zunächst lange warten. Fehlpässe, Stockfehler, schwache Flanken - all das machte strukturierte Angriffe nicht möglich. Über 25 Minuten dauerte es bis zur ersten echten Möglichkeit nach der Pause - und die saß direkt: Schindler verlängerte Hahnels Abschlag auf Dorn, der, kaum im Sechzehner angekommen, den herausgeeilten Stuckmann mit einem perfekten Heber überwand - 1:0 (71.)! Abgezeichnet hatte sich das nicht, dennoch war Rostocks Führung nicht unverdient. Rostock versteckte sich anschließend nicht in der eigenen Hälfte und so wurde Aachen eine echte Schlussoffensive nicht ermöglicht. Vielmehr musste Stuckmann in der Nachspielzeit gegen Joker Cetkovic noch einmal alles geben.


Vier Punkte aus zwei Spielen gegen zwei gefährliche Gegner - Rostock kann mit dem Saisonauftakt zufrieden sein. Auch die gescholtene Abwehr stabilisierte sich in der zweiten Halbzeit. Am Montag wartet mit der Auswärtspartie in Freiburg die nächste schwere Aufgabe auf die Hanseaten. Aachen spielte - zumindest eine Halbzeit - eine gute Rolle in einer attraktiven Partie, steht aber ohne Punkt da. Am Sonntag geht es in Nürnberg weiter.

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...   Erstellt am 24.08.2008 - 15:58Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wehen - Duisburg 1 - 1



Wieder nur ein Punkt für den MSV
Auch im zweiten Spiel musste sich Aufstiegsaspirant MSV Duisburg mit einem Punkt begnügen. Beim SV Wehen Wiesbaden sicherte Grlic den Zebras per Freistoß einen Punkt. Aus dem Spiel heraus ging - von einer kurzen Phase im zweiten Durchgang einmal abgesehen - auf beiden Seiten nicht viel.


Vorne und hinten gefährlich: Patrick Bick (li. gegen Duisburgs Ede) war an beiden Toren beteiligt.
© dpa Wehens Coach Christian Hock schenkte der gleichen Elf das Vertrauen wie bei der 1:2-Auftaktniederlage in Aachen. Gästetrainer Rudi Bommer war zu einem Wechsel gezwungen. Avalos war nach seinem Platzverweis beim 2:2 gegen Rostock gesperrt. Für ihn begann Schlicke.

Die Gastgeber zogen sich von Beginn an in die eigene Hälfte zurück, ließen den MSV kommen und lauerten aus dieser gesicherten Defensive heraus auf Konter. Die Duisburger taten sich jedoch schwer damit, das Spiel zu machen. Torchancen ließen zunächst auf sich warten. Mit etwas Glück ging dann Wehen in Führung. Bicks von Branco abgefälschter Freistoß klatschte an den Pfosten, Diakité staubte aus kurzer Distanz ab (10.).


Der MSV war unter Zugzwang, doch es mangelte weiter an Ideen. Aus dem Spiel heraus gelang es den Zebras nicht, die sichere Defensive der Wehener in die Bredouille zu bringen. So mussten Standards helfen. In der 16. Minute lag der Ball nach einer Ecke von Grlic im Netz, doch bei Kouemahas Zuspiel stand Brzenska, der das Leder per Kopf über die Linie drückte, hauchdünn im Abseits - eine knappe Entscheidung.

Nach einer halben Stunde gelang den Zebras aber doch der Ausgleich. Dabei agierte Bick gleich doppelt unglücklich. Nicht nur verursachte er mit einem Foul gegen Kouemaha 18 Meter vor dem Tor den Freistoß, den Grlic zum 1:1 im Netz unterbrachte - er fälschte den Schuss des MSV-Kapitäns auch noch ab.

Auch nach dem Wechsel zunächst das gleiche Bild: Das Tempo blieb recht hoch, doch Torchancen ließen auf sich warten. Nach einem Bilderbuchkonter über Orahovac und Siegert hatte Diakité sein zweites Tor auf dem Fuß, zielte frei vor Starke jedoch zu ungenau (56.). Und Wehen konterte weiter: Siegert setzte Bick in Szene, der im Sechzehner aber ein Luftloch schlug (58.). Auch auf der anderen Seite krachte es! Wagner jagte den Ball aus zwölf Metern an die Latte (62.).

Nach dieser Serie von Chancen war die Partie zumindest für einige Minuten lebendiger als zuvor - die letzte Konsequenz ließen beide Teams aber vermissen. Der Punkt schien beiden zu reichen. So schnell wie es aufgeflackert war, verflachte das Geschehen daher auch wieder.

Am kommenden Wochenende unternehmen Wehen und Koblenz dann den dritten Anlauf, um den ersten Sieg in der Liga einzufahren. Der SVWW gastiert am Sonntag in Koblenz, Duisburg empfängt zwei Tage zuvor den FC Augsburg.

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1860 - Mainz 1 - 2


Hackentor durch Noveski
Nach einer saft- und kraftlosen Vorstellung in Durchgang eins raffte sich 1860 gegen Mainz in einer mittelprächtigen Partie nach 0:2-Pausenrückstand auf, schaffte den schnellen Anschlusstreffer und stand dicht vor dem Ausgleich. Die Rheinhessen überstanden die Drangphase der Löwen, bekamen die Partie nach einer Stunde wieder in den Griff und erspielten verdient den ersten Dreier der Saison.


Innenverteidiger-Jubel: Noveski (li.) hat soeben das 2:0 für Mainz erzielt und feiert mit Bungert.
© dpa Bei 1860 tauschte Trainer Marco Kurz im Vergleich zum 1:2 in Freiburg viermal Personal aus und schickte Berhalter, Thorandt, Sven Bender und Gebhardt für Johnson, Ghvinianidze, Lars Bender (Muskelfaserriss) und Ledgerwood auf den Rasen.

Zwei Neue brachte der Mainzer Coach Jörn Andersen nach dem 3:3 gegen Kaiserslautern: Amri und Borja ersetzten Bogavac sowie den verletzten Gunkel (Knie).

Mainz startete besser in die Partie, hatte wesentlich mehr Ballbesitz und Präsenz. Die schnelle Führung aber resultierte aus einem Fauxpas von Berhalter: Nach einem weiten Einwurf unterlief der Amerikaner den Ball, so dass Gegenspieler Baljak enteilte und quer in den Strafraum passte. Karhan jagte die Kugel aus zehn Metern vehement ins Netz (7.).

1860 tat sich schwer, die gut organisierten Rheinhessen hatten die Partie fest im Griff. Lediglich nach einem Standard - Thorandt nickte Bierofkas Freistoßvorlage knapp vorbei (14.) - drohte der Andersen-Elf zunächst Gefahr. Die gelungenen Aktionen der Kurz-Schützlinge, die schon im Aufbauspiel erhebliche Mängel zeigten, blieben gegen die cleveren Gäste auch in der Folge überschaubar. Nach Kucukovics Hereingabe fand sich im Fünfmeterraum kein Abnehmer, Bierofkas Fernschuss in derselben Minute fand zwar den Weg aufs Tor, konnte Wache aber nicht gefährden (27.).

Besser machten es die Gäste: Feulners Freistoßflanke von halbrechts segelte ans linke Fünfereck. Weder Bungert noch Gegenspieler Kucukovic kamen im Gewühl richtig an den Ball, dafür aber Noveski, der Tschauner mit der linken Hacke aus kürzester Distanz überwand (32.).

Bis zur Pause fand die Vorstellung der Löwen keine Besserung, vielmehr hätte Mainz noch nachlegen können: Mit einfachsten Mitteln wurde die Abwehr der Hausherren ausgespielt, und nur Tschauner war es gegen den allein vor ihm auftauchenden Feulner zu verdanken, dass es bei zwei Gegentoren blieb (44.).


Ohne Personalwechsel kamen beide Teams aus der Kabine. Keine zwei Minuten waren gespielt, und schon war 1860 wieder im Geschäft: Thorandt verlängerte Bierofkas Freistoß aus dem Halbfeld rechts am Fünfmeterraum parallel zur Torlinie, wo Kucukovic aus kürester Distanz den Anschlusstreffer erzielte.

Sechs Minuten später fast der Ausgleich, doch Berhalters direkter Freistoß klatschte aus 20 Metern ans Lattenkreuz. Die Löwen zeigten nun ihre Krallen, sie präsentierten sich wie verwandelt, die Partie gewann dadurch an Qualität.

Die Rheinhessen brauchten eine knappe Viertelstunde, um wieder an Sicherheit zu gewinnen. Dann vergaben Baljak (58.) sowie Borja (60.) nach glänzendem Solo gute Chancen, den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder herzustellen.

Die nun ausgeglichene Partie wogte hin und her, ohne die ganz großen Chancen zu liefern. Lediglich Gebhardt kam in günstige Position, verzog aber hart bedrängt von van der Heyden (67.).

Die Aktionen der Münchner verloren in der Folge wieder an Zielstrebigkeit. Mainz stand hinten sicher, verließ sich aber keineswegs nur auf seine Defensive, sondern sorgte immer wieder mit Angriffsaktionen für Entlastung - Amri verzog knapp (78.).

Eine Minute vorher hatte Marco Kurz mit di Salvo für Berhalter die Viererkette aufgelöst, um den Schlussspurt einzuläuten. Der aber verpuffte gänzlich, weil es die Andersen-Elf bis auf wenige Ausnahmen blendend verstand, den Gegner vom eigenen Strafraum fernzuhalten.



Das punktlose 1860 tritt nach dem historischen Fehlstart - noch nie setzte es zu Beginn zwei Niederlagen in der 2. Liga - am kommenden Sonntag die Reise zu Aufsteiger Ahlen an, für Mainz wird es bereits am Freitagabend gegen Osnabrück ernst.

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Oberhausen - Ingolstadt 2 - 1


Kaya leitet die Wende ein
In einer unterhaltsamen Partie gewinnt Rot-Weiss Oberhausen im Duell der Aufsteiger am Ende verdient mit 2:1 gegen den FC Ingolstadt. Dabei kamen die Bayern deutlich besser ins Spiel und gingen in Führung, verpassten es dann aber, das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Letztlich führte ein Fehler von FCI-Schlussmann Lutz zu einem Bruch im Spiel der Finke-Elf, die am Ende ohne Punkte die Heimreise antreten muss.


Er leitete die Wende ein: Oberhausens Markus Kaya. hier im Duell mit Karl (li.).
© dpa Oberhausens Trainer Jürgen Luginger sah nach der 0:3-Schlappe in Koblenz Handlungsbedarf und tauschte zwei Mal: Landers und Pappas rutschten für Stoppelkamp und Tim Reichert in die Anfangself. Pappas lief als Innenverteidiger auf, dafür agierte Kruse im defensiven Mittelfeld.

Auch bei den Gästen aus Ingolstadt stellte Coach Thorsten Fink im Vergleich zum 3:2-Sieg gegen Fürth um. Gleich drei Positionen wurden neu besetzt: Gerber, Schwarz und Keidel ersetzten Fink, Reinhard und Jungwirth.

Nach kurzer Abtastphase nahm Ingolstadt rasch das Heft in die Hand. Die Fink-Elf hatte mehr Ballbesitz und spielte konstruktiv nach vorne, doch zunächst sprang nichts dabei heraus. Das änderte sich nach zehn Minuten: Wohlfahrt schnappte sich den Ball und passte auf Rama. Dieser leitete schön weiter auf Demir, der nicht lange fackelte und aus 14 Metern halblinker Position ins langen Eck traf. Kurz darauf hatte Rama das 2:0 auf dem Fuß, doch der 21-Jährige zögerte zu lange und vergab schließlich (16.).


Mit zunehmender Spieldauer kam RWO besser ins Spiel und kam auch zu ersten Möglichkeiten. Nach 26 Minuten rettete FCI-Keeper Lutz gegen Luz, der es per Kopf versucht hatte. Doch nur vier Minuten später patzte der Ingolstädter Schlussmann und hatte somit maßgeblichen Anteil am Ausgleich: Kaya probierte es per Freistoß direkt von der linken Außenbahn, überraschte damit Lutz und traf ins kurze Eck.

Das Spiel ging nun hin und her. Karl köpfte nach einer Ecke ganz knapp am rechten Pfosten vorbei (34.). Auf der anderen Seite machte es Müller besser. Nach einer schönen Kombination landete der Ball bei Müller, der mit einem satten Linksschuss aus zwölf Metern in den linken Winkel Lutz keine Chance ließ und damit die Wende herbeiführte (37.).

In der Folge blieb das Spiel unterhaltsam. Ingolstadt drängte nun seinerseits auf den Ausgleich, und die Rot-Weissen setzten über Konter immer wieder Nadelstiche. Fast mit dem Pausenpfiff hätte Kaya seinen zweiten Treffer markieren können, doch er zirkelte den Ball knapp über die Latte (45.).


Schieflage: Oberhausens Terranova (re.) im Zweikampf mit Neunaber.
© dpa Nach der Pause ging es für Müller nicht mehr weiter. Der Mittelfeldspieler musste verletzungsbedingt raus. Für ihn brachte FCI-Trainer Thorsten Fink Jungwirth. Doch auch dieser konnte den Bayern nicht mehr Sicherheit einflößen. Die Ingolstädter brachten nach vorne kaum etwas zu Stande und offenbarten vor allem bei Standards große Schwächen. So unterlief Lutz eine Kaya-Hereingabe von der rechten Seite, hatte dann aber Glück, dass Luz daraus kein Kapital schlagen konnte und am rechten Pfosten vorbeiköpfte (51.). Vier Minuten später machte es Kruse nach einem Eckstoß nicht besser.

Nach einer Stunde fingen sich die Ingolstädter wieder und brachten mehr Ruhe in ihr Spiel, doch ernsthaft gefährlich konnten sie nicht vor RWO-Tormann Semmler auftauchen. Auf der anderen Seite kamen die Luginger-Schützlinge über Konter zu guten Möglichkeiten, die sie aber nicht nutzen. Die beste hatte Terranova, der nach einer Kopfballvorlage von Luz frei zum Schuss kam, aber rechts vorbei zielte (58.).

In der 70. Minute zog sich Felix Luz dann eine Bänderdehnung im rechten Sprunggelenk zu und musste durch Lüttmann ausgewechselt werden.

Danach legten die Oberhausener ihr Hauptaugenmerk auf die Verteidigung, die Ingolstädter indes suchten zwar den Ausgleich, rannten sich aber immer wieder fest, so dass sie am Ende ohne Punkte die Heimreise antreten mussten.

Am kommenden Sonntag ist Oberhausen in Hamburg beim FC St. Pauli erneut gefordert. Ingolstadt empfängt am Freitag zuvor den 1. FC Kaiserslautern.

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Augsburg - Ahlen 3 - 0


Torghelle trifft doppelt
Der FC Augsburg hat Aufsteiger Rot-Weiss Ahlen verdient mit 3:0 besiegt. Gegen früh dezimierte und am Schluss kraft- und mutlose Gäste kam die Fach-Elf zu einem nie gefährdeten Heimsieg. Treffsicher zeigte sich Augsburgs ungarischer Sturm: Torghelle traf doppelt - sein Landsmann Szabics setzte in der zweiten Halbzeit den Schlusspunkt.

FCA-Trainer Holger Fach nahm im Vergleich zur 1:2 Auswärtsniederlage beim 1.FC Nürnberg einen Wechsel in der Startelf vor: Thurk ersetzte Makarenko im Mittelfeld der Fuggerstädter. Sowohl Torwart Neuhaus als auch Abwehrspieler Ingo Hertzsch, die nach ihrem Zusammenprall in Nürnberg mit Gehirnerschütterung ausgewechselt werden mussten, kamen von Beginn an zum Einsatz. Ahlens Coach Christian Wück änderte nach dem 2:1 Heimsieg im Aufsteiger-Duell gegen den FSV Frankfurt seine Startformation ebenfalls auf einer Position: Für Stahlberg kam der Malawier Chitsulo und rückte auf die linke Angriffsseite von RWA.

Nach zögerlichem, abwartendem Beginn beider Mannschaften erspielte sich Augsburg ein optisches Übergewicht und kombinierte schnell und druckvoll nach vorne, ohne in den ersten Spielminuten zu klaren Tormöglichkeiten zu kommen. Bereits nach sechs Minuten stand dann RWA-Keeper Lenz im Fokus der Aufmerksamkeit: Der bereits zuvor aufgrund eines ?Ausfluges" mit anschließendem Foul an Thurk Gelb-verwarnte Gästetorwart klärte außerhalb des Sechzehnmeterraums einen Szabics-Kopfball mit der Hand und sah folgerichtig von Schiedsrichter Tobias Welz die Rote Karte. Eine schwere Hypothek für den Aufsteiger. Tapu, der eingewechselte Ersatzmann zwischen den Pfosten der Ahlener musste bei einem Torghelle-Schuss auch gleich sein Können beweisen (15.).

Trotz nomineller Unterzahl schafften es die Gäste dennoch das Spiel in der Folge etwas zu beruhigen. Augsburg zeigte in dieser Phase sichere Ballzirkulation, agierte aber gegen die gut gestaffelte Ahlener Defensive zu wenig zielstrebig im Spiel in die Spitze. Doch gerade dann kam die Führung für den FCA: Kern lenkte ein weites Zuspiel hoch mit der Hacke weiter. Torghelle stieg artistisch hoch und hämmerte das Leder mit einem herrlichen Seitfallzieher in die Maschen des RWA-Gehäuses (32.). Die Fuggerstädter blieben nun dran und hatten durch Kopfbälle von Kläsener und den völlig freistehenden Szabics ( beide 39.) weitere gute Gelegenheiten. Verantwortlich für das zweite Tor der Augsburger zeichnete dann aber wieder Ungar Torghelle, der aus kurzer Distanz gedankenschnell abstaubte (39.). Mit dieser Führung des Fach-Teams gingen beide Mannschaften in die Kabine.



Zur zweiten Halbzeit brachte Gästetrainer Wück René Müller für Großkreutz. Das Offensivspiel der Gäste wurde dadurch jedoch nicht belebt. Es entwickelte sich eine vollkommen einseitige Partie, in der Augsburg Ball und Gegner laufen lies. Augsburg war in der Folge klar spielbestimmend und agierte souverän und sicher im Kombinationsspiel. Ahlen stand tief und war bei Konteransätzen im Passspiel viel zu ungenau. Mit zunehmender Spieldauer rückten die Münsterländer gar nicht mich mehr nach vorne und überließen dem FCA vollkommen das Spiel.

Nach langen Ballstaffetten und vielen ausgelassenen Chancen der Fach-Elf war es dann der zweite Ungar im Dress der Augsburger, der sich in die Torschützenliste der Gastgeber eintragen konnte: Nach butterweicher Kern-Freistoßflanke köpfelte Szabics das Leder mit dem Rücken zum Tor stehend in die Maschen (73.). Bis auf einige Freistösse etwa durch den eingewechselten Heithöfer hatten kämpferisch und kräftemäßig aufsteckende RWA-Akteure nichts mehr gegen leichtfüssig kombinierenden Schwaben gegen zu setzen und bemühten sich Schadensbegrenzung zu betreiben. Letztlich kam der FCA gegen den früh dezimierten Aufsteiger aus Ahlen zu einem nie gefährdeten Heimsieg.





Der FCA muss am kommenden Freitag beim Erstliga-Absteiger MSV Duisburg antreten. Ahlen empfängt am Sonntag den TSV 1860 München im heimischen Wersestadion.

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...   Erstellt am 25.08.2008 - 22:10Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Lautern - Nürnberg 2 - 1



Jendrisek mischt Club-Abwehr auf
Mit einer starken Vorstellung zwang Lautern im Duell der Altmeister Aufstiegsfavorit Nürnberg verdient in die Knie. Über Kampf und Einsatzfreude fand die Sasic-Elf nach 20 Minuten immer besser ins Spiel und ging mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die Kabine. Direkt nach Wiederanpfiff gelang dem Club das Anschlusstor, doch mehr sollte gegen die nimmermüden Pfälzer, die das Heft nie aus der Hand gaben, nicht gelingen.


Hoch das Bein: Lauterns Paljic gelingt dies in dieser Szene besser als Club-Torschütze Boakye.
© dpa Kaiserslauterns Coach Milan Sasic würfelte seine Startelf nach dem 3:3-Remis in Mainz kräftig durcheinander. Demai, Neuzugang Paljic, Ziemer und Jendrisek rückten für Schönheim, Reghecampf, Reinert und Lakic ins Team. Bellinghausen machte für den Ex-Hoffenheimer den Platz im Mittelfeld frei und rückte links in die Viererkette. Ziemer und Jendrissek bildeten den Zwei-Mann-Sturm.

Bei Nürnberg nahm Trainer Thomas von Heesen im Vergleich zum 2:1 gegen Augsburg ebenfalls vier Änderungen vor: Für den langzeitverletzten Kapitän Wolf (Kreuzbandriss) spielte Abardonado. Im Mittelfeld ersetzten Kluge und Masmanidis Engelhardt und Mintal, ganz vorne kam Eigler als dritte Spitze neben Boakye und Vittek zum Zug und verdrängte Gygax auf die Bank.

Beide Teams nahmen im Vergleich zum Auftakt einen Systemwechsel vor. Lautern agierte mit zwei Spitzen, der Club mutig sogar mit drei. Den Pfälzern schienen dies besser zu bekommen, denn die Anfangsviertelstunde gehörte trotz mangelnder Präzision auf beiden Seiten den Hausherren. Vor allem Jendrisek bereitete Abordonado auf der linken Angriffsseite Kopfzerbrechen, wenn auch zunächst ohne negative Auswirkungen in Form von zwingenden Torchancen. Nach 20 Minuten stand für den FCK ein Distanzschuss von Dzaka zu Buche, und für die kombinationsschwachen und schon im Aufbau mit erheblichen Mängeln behafteten Gäste gar keine nennenswerte Offensivaktion.

Die Führung der Sasic-Elf nach 22 Minuten war verdient, lieferte sie doch ein Spiegelbild des bisherigen Verlaufs - Lautern mit herzhafter Einstellung, der Club pomadig und geistig viel zu langsam: Nach einem Freistoß von Dzaka - Pinola hatte Dick knapp vor dem Strafraum am Trikot gezogen und Gelb gesehen - prallte der Ball vom Fuß Pinolas Dick vor die Füße. Der ehemalige Karlsruher fackelte nicht lang und erzielte flach aus elf Metern das 1:0 (22.).

Wie reagierten die Franken? Gar nicht! Auf der Suche nach einer Antwort blieb aber auch alles Stückwerk bei den Gästen, die in allen Mannschaftsteilen enttäuschten. Anders der FCK: Amedick und Ouattara behinderten sich frei vor Schäfer, der einen Dzaka-Freistoß aus 40 Metern an die Latte gelenkt hatte, gegenseitig und vergaben so aus vier Metern das sichere 2:0 (34.).

Das fiel wenig später doch: Nach einem Pass von Dzaka ging Jendrisek nach Goncalves' Fehlschlag allein auf Schäfer zu, umspielte den Keeper und schob den Ball ins leere Tor (36.).

Der wie aufgedreht agierende Jendrisek vergab fünf Minuten vor dem Pausenpfiff gar das dritte Tor, schoss aus halblinker Position frei vor dem tor Nürnbergs Nummer eins an.


Club-Coach Thomas von Heesen schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben, denn Nürnberg begann wesentlich aktiver. Und die erste konstruktive Angriffsaktion des Ansteigers brachte schon den Anschlusstreffer: Vittek ließ sich im Strafraum zunächst von Dick nach halblinks abdrängen. Die Chance schien vorbei, doch der Slowake flankte an den zweiten Pfosten auf Boakye, der vom rechten Fünfereck volley trocken einnetzte (47.).

Es entwickelte sich jetzt eine Partie, bei der beide Teams auf Augenhöhe waren. Die "Roten Teufel" zeigten sich nur kurz geschockt, blieben vor allem über den schnellen Jendrisek gefährlich - Goncalves sah nach Trikotzupfer im Laufduell Gelb (53.). Der Club wiederum kombinierte nun besser, beschäftigte die Defensive des Gegners nun weit mehr. Chancen freilich blieben auf beiden Seiten zunächst Fehlanzeige.

Trotz verstärkten Einsatzes gelang es der von Heesen-Elf nicht, Druck aufzubauen. Weil es die Pfälzer verstanden, die Franken schon im Mittelfeld entscheidend zu stören und nach vorne immer wieder Nadelstiche zu setzen. Offensiv kam Nürnberg auch deshalb nicht richtig zur Geltung, weil schon im Aufbau weiterhin große Mängel erkennbar waren: Durch das Mittelfeld wurde nicht kombiniert, der weite Pass aus der eigenen Abwehr war Programm und erleichterte Lauterns Defensivarbeit.

Auch in der Schlussphase - nun mit Gygax und später auch Mintal - verpufften die Bemühungen der Franken. Lediglich der Slowake hatte die Chance zum 2:2, scheiterte bei der einzigen ernsthaften Ausgleichschance seiner Elf knapp (86.).

Kaiserslautern tritt bereits am kommenden Freitag bei Aufsteiger Ingolstadt, Nürnberg erwartet am Sonntag die Alemannia aus Aachen.

kicker.de





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