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...   Erstellt am 07.11.2008 - 22:16Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wehen - Lautern 4 - 2


König trifft doppelt
In einer vor der Pause unterhaltsamen, nach dem Wechsel teilweise furiosen Begegnung behielt Kellerkind Wehen Wiesbaden gegen den FCK die Oberhand und verhinderte so die Lauterer Rückkehr an die Tabellenspitze. Die Pfälzer waren in der ersten halben Stunde das bessere Team und schienen auch nach der Pause die Kontrolle zu haben, ehe die Hock-Elf plötzlich aufdrehte und mit den Gästen binnen weniger Minuten kurzen Prozess machte.


Entschied das Duell mit seinem Ex-Klub: Ronny König traf gegen Lautern gleich doppelt.
© picture-alliance Wehen Wiesbadens Trainer Christian Hock verzichtete nach 1:1-Unentschieden in Fürth auf personelle Veränderungen. Kaiserslauterns Coach Milan Sasic wechselte nach der Nullnummer gegen 1860 München einmal. Sam rückte für Paljic in die Startelf.

Unterstützt von knapp 4000 mitgereisten Anhängern versuchte der FCK von Beginn an, die Kontrolle über das Spiel zu bekommen. Auch wenn Wehen Wiesbaden durch Siegert den ersten Torschuss verbuchte (3.), waren es die Roten Teufel, die sich permanent nach vorne orientierten und Druck aufbauten. Mehr als einige Standardsituationen von den Flügeln, die wirkungslos verpufften, sprangen vorerst aber nicht heraus.

Nach knapp 20 Minuten wurde es dann aber gleich zweimal eng für die Hausherren. Von Jendrisek sprang die Kugel im Strafraum zu Hesse, der aus zwölf Metern freie Schussbahn hatte, das Spielgerät aber haarscharf links daneben setzte (18.). Eine Minute später tauchte Sam vor Walke auf, der Keeper parierte den gefühlvollen Heber des Ex-Hamburgers aber glänzend. Der FCK blieb das spielbestimmende Team, hatte aber auch bei zwei weiteren Hesse-Möglichkeiten (24., 25.) keinen Erfolg. Von der Hock-Elf war hingegen wenig zu sehen. Das Kellerkind hatte große Probleme im Spielaufbau und wusste sich oft nur durch Befreiungsschläge zu helfen. Siegerts harmloser Linksschuss aus der zweiten Reihe war für lange Zeit die einzige offensive Ausnahme (28.).



Nach einer halben Stunde befreiten sich die Gastgeber langsam, wurden besser und gestalteten die Partie nun ausgeglichen. Nach Halbchancen für Schmidt (36.) und Koen (36.) war es König, der das 1:0 für die Hessen auf dem Fuß hatte. Nach einem weiten Ball aus der eigenen Hälfte missglückte die Lauterer Abseitsfalle, und König hatte alleine vor Robles viel Zeit, scheiterte aber am US-Boy (41.).

Zu Beginn des zweiten Abschnitts holte sich Kaiserslautern sein optisches Übergewicht aus den ersten 30 Minuten zurück, blieb in sämtlichen Aktionen aber zu ungefährlich, ehe das Match etwas verflachte. Viele Zweikämpfe im Mittelfeld prägten das Bild, vor den Toren passierte wenig.

Erst nach einer guten Stunde wurde es wieder interessant. Nach einem fulminanten Dick-Freistoß aus 30 Metern musste sich Walke mächtig strecken, um das Leder um den Pfosten zu lenken (62.). Es war der Startschuss für eine furiose letzte halbe Stunde, in der die Hessen über sich hinauswuchsen und Lautern förmlich überrollten.

Ein schlimmer Schnitzer von Amedick brachte König nach einem Amstätter-Pass in Position, und der Angreifer spitzelte das Leder zum 1:0 an Robles vorbei in die Maschen (66.). Nur zwei Minuten später klärte Ouattara in Folge einer Ecke nur unzureichend. Orahovac sagte "Danke" und jagte die Kugel aus der Drehung ins lange Eck - 2:0 (68.). Damit nicht genug: Siegert tankte sich auf rechts durch, flankte mustergültig nach innen und fand Koen, der volles Risiko ging und das Spielgerät aus sieben Metern volley in Robles Gehäuse drosch (71.).

Die Sasic-Elf gab sich nicht auf und verkürzte weitere zwei Zeigerumdrehungen später. Nach einer Bellinghausen-Ecke machte Walke nicht die beste Figur und ermöglichte Lakic so das 3:1 per Kopf (73.). Statt des Anfangs einer Aufholjagd erwies sich der Treffer aber lediglich als kleiner Schönheitsfehler auf Wehens Siegesparty. Orahovac steckte 20 Meter vor dem Tor mustergültig für König durch, der aus 16 Metern sicher vollstreckte (76.).

Die Partie war damit entschieden, auch wenn der FCK nicht augab und kurz vor dem Ende noch einmal verkürzte. Sam legte zurück zu Lakic, der mit rechts ins lange Eck traf und damit den 4:2-Endstand herstellte.

Wehen Wiesbaden tritt am nächsten Freitag in Osnabrück an, während Kaiserslautern erst am Montag vor heimischem Publikum auf Hansa Rostock trifft.

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...   Erstellt am 07.11.2008 - 22:17Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Nürnberg - Frankfurt 0 - 0



Trostlose Nullnummer
Nürnberg lieferte gegen Frankfurt eine unterirdische Leistung ab und kam gegen den Aufsteiger nicht über ein torloses Remis hinaus. Der Club agierte gegen den defensiv eingestellten FSV zu statisch, entwickelte kaum Torgefahr und verlor kurz nach der Pause Goncalves mit Platzverweis. Die biederen Hessen lockerten selbst in Überzahl ihre Defensivhaltung kaum und überstanden auch die Schlussoffensive der Franken unbeschadet.


Auf Augenhöhe: Cenci (FSV, li.) gegen Rotsünder Goncalves (Nürnberg).
© picture-alliance Nürnbergs Coach Michael Oenning baute seine Startelf im Vergleich zur 0:1-Niederlage in St. Pauli auf drei Positionen um: Breska, Masmanidis und Boakye kamen für Reinhardt, Engelhardt und Mintal (Rotsperre) ins Team.

Auf Seiten von Frankfurt drehte Trainer Tomas Oral nach der 0:3-Pleite gegen Aachen kräftig am Personalkarussell: Für Gallego, Schumann, Bencik und Hagner spielten Hickl, Hillebrand, Barletta und Cenci.

Vor prächtiger Kulisse kam die Partie zu Beginn überhaupt nicht in Schwung. Die Gäste, die das Aufbauspiel der Hausherren sehr effektiv störten, kombinierten besser als der schon im Aufbau äußerst fehlerhaft agierende Club - freilich nur bis zum Strafraum und ohne Torgefahr auszustrahlen.

Den ersten Aufreger lieferte Charisteas, dessen Tor wegen Abseitsstellung zu Recht nicht gegeben wurde (16.). Auch für die zweite Torszene der Partie zeigte sich der Grieche verantwortlich: Nach guter Vorarbeit von Breska kam der Angreifer aus drei Metern halbrechter Position zum Schuss, traf aber nur das Außennetz (22.).

Dies sollte die gefährlichste Aktion der viel zu statisch agierenden Oenning-Elf im ersten Abschnitt gewesen sein. Die Frankfurter mussten nicht viel tun, um nur auf Zufälligkeiten basierende Aktionen der Gastgeber zu unterbinden. Mit hohen Bällen an oder in den Strafraum war dem kurz nach der der Mittellinie einen Riegel aufbauenden FSV nicht beizukommen.

Wenigstens lieferte die Endphase des ersten Durchgangs nach ganz viel Magerkost einige Strafraumszenen: Spiranovic platzierte einen Kopfball nach Ecke des blassen Masmanidis freistehend zu hoch (35.), auf der Gegenseite verhinderten erst Schäfer und dann Pinola kurz vor der Linie bei einer Doppelchance von Mehic das 0:1 (39.). Und nach einer der wenigen gelungenen Club-Kombinationen über mehrere Stationen musste sich Eigler in der Mitte der Übermacht von drei Verteidigern beugen (42.).


Personell unverändert ging es nach Wiederanpfiff weiter. Masmanidis hatte die erste Chance (50.), ehe Goncalves seiner Elf einen Bärendienst erwies: Nach vorangegangenem Foul an Pinola meckerte der Portugiese und sah Gelb. Auch die Verwarnung beruhigte den Innenverteidiger nicht, so dass Referee Henschel schließlich Rot zückte (52.).

Der FSV wagte sich trotz Überzahl zunächst nicht so recht nach vorne, agierte weiter abwartend. So passierte nicht viel, weil es Nürnberg auch weiterhin an Struktur fehlte.

Erst Mitte der zweiten 45 Minuten wurden die Hessen etwas offensiver. Bei Nolls gefährlicher Hereingabe klärte Pinola knapp vor Klitzpera (67.), mehr aber hatte der biedere Aufsteiger auch nicht zu bieten.

Vielmehr musste die Oral-Elf in der Schlussphase auf der Hut sein, denn der Club agierte zum Ende hin endlich mit Einsatz und Siegeswillen. Doch weder Kluge, der frei vor Klandt am Keeper scheiterte (78.), noch Eigler, der das Leder aus halbrechter Strafraumposition an den rechten Innenpfosten nagelte (84.), konnten zwei Großchancen zum Sieg nutzten.

Nürnberg hat am Sonntag das bayerische Derby in Ingolstadt vor der Brust, während Frankfurt mit Freiburg ein Spitzenteam empfängt.

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Aachen - Koblenz 2 - 0


Milchraum trifft und legt auf
Aachen gewinnt zu Hause in einer unterhaltsamen Partie gegen Koblenz verdient mit 2:0. Die Alemannen überzeugten vor allem in der ersten Hälfte durch hohes Tempo und großes Engagement. Nach der Pause entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe, in der die TuS gegen clever spielende Aachener aber nichts mehr ausrichten konnte. Für Aachen war es der erste Pflichtspielsieg gegen Koblenz, das auf fremden Terrain in der laufenden Saison immer noch ohne Dreier ist.


Das erste Tor machte er selbst, das zweite bereitete er vor: Patrick Milchraum.
© picture-alliance Aachens Trainer Jürgen Seeberger hielt sich nicht an die Floskel "Never change a winning Team" und brachte trotz des 3:0-Sieges in Frankfurt zwei neue Spieler: Lewis Holtby und Szilard Nemeth spielten anstelle von Florian Müller und Markus Daun.

TuS-Coach Uwe Rapolder wechselte im Vergleich zum 1:1-Unentschieden gegen Duisburg ebenfalls auf zwei Positionen: Matthew Taylor musste auf die Bank, Branimir Bajic fehlte gelbgesperrt. Dafür durften Tayfun Pektürk und Rüdiger Ziehl von Anfang an auflaufen.

Aachen legte gleich forsch los: Die Alemannen gingen hohes Tempo, störten früh und machten die Räume eng. Zunächst sprang dabei aber nichts heraus. Im Gegenteil: Anfänglich hatten die Koblenzer die besseren Chancen. Nach zehn Minuten musste sich die Seeberger-Elf bei ihrem Schlussmann Stuckmann bedanken, der mit einem klasse Reflex gegen Kuqi rettete. Ziehls Nachschuss von der Strafraumgrenze wurde dann von Fiel geblockt.

Das höhere Engagement der Alemannen sollte aber bald Früchte tragen. Vor allem Milchraum sorgte für viel Wirbel im Koblenzer Strafraum. Aus der Distanz sollte es für den 24-Jährigen jedoch nicht klappen. Sowohl in der 14. als auch in der 15. Minute zog er gegen TuS-Keeper Yelldell den Kürzeren. Drei Minuten später machte er es dann besser: Bei einem Zweikampf zwischen Auer und Mavric sprang der Ball unkontrolliert zu Milchraum. Dieser vernaschte mit einer schönen Körperdrehung Cha und Hartmann, hatte dann freie Schussbahn und jagte das Leder in den linken Winkel zur verdienten Führung.


Es folgte der Doppelschlag: Diesmal glänzte Milchraum als Vorbereiter. Mit einem klasse Pass in die Schnittstelle der Abwehr eröffnete er Nemeth die Chance, der sich bedankte und aus 16 Metern zentraler Position auf 2:0 erhöhte.

Aachen war nun klar überlegen und erspielte sich weitere gute Gelegenheiten. Doch Holtby scheiterte per Kopf an Yelldell (24.), und Nemeths Schuss nach einem Konter wurde in letzter Minute geklärt (32.). Koblenz hingegen war vollkommen verunsichert und tat sich gegen nun druckvoll aufspielende Alemannen schwer. Nach vorne klappte herzlich wenig, und hinten zeigte sich die Abwehr alles andere als sattelfest.


Hindernislauf: Aachens Auer im Duell mit Mavric (li.) und Hartmann (re.).
© picture-alliance In der Halbzeit fand Koblenz' Trainer Uwe Rapolder anscheinend die richtigen Worte, denn im zweiten Durchgang zeigte sich die TuS stark verbessert. Sie stand näher am Mann, ging aggressiver in die Zweikämpfe und investierte mehr in der Offensive. Es fehlte jedoch vor allem an Präzision beim finalen Zuspiel, so dass kaum Chancen heraussprangen. Auf der anderen Seite waren die Alemannen zunehmend auf Spielkontrolle bedacht, blieben aber über Konter gefährlich.

Die Begegnung hatte nicht mehr das Niveau aus dem ersten Durchgang. Auf beiden Seiten unterbanden zahlreiche Fehlpässe ein flüssiges Spiel. Folglich wurde den Zuschauern in dieser Phase viel Leerlauf geboten.

Die Rapolder-Schützlinge blieben zwar bis zum Ende bemüht, kamen aber gegen clever aufspielende Aachener kaum zu guten Möglichkeiten. Und die wenigen Chancen, die sich ergaben, wurden ausgelassen. So köpfte Richter knapp über die Latte (80.), und Maders Heber ging ebenfalls drüber (82.).

Kurz vor Schluss hätte die TuS dann fast noch das 0:3 kassiert: Lehmann tauchte alleine vor Yelldell auf, umkurvte diesen und schob die Kugel aus spitzem Winkel von der rechten Seite in Richtung Tor. Doch der schnelle Ouedraogo rettete auf der Linie (87.).

Beide Mannschaften sind am kommenden Sonntag wieder gefordert. Aachen tritt dann in Oberhausen an, Koblenz hat den 1. FSV Mainz zu Gast.

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Mainz - Ingolstadt 0 - 3

Buchner setzt Mainz endgültig matt
Die Mainzer wurden in der ersten Hälfte von den engagierten und clever auftretenden Ingolstädtern kalt erwischt und mussten nach der Pause einem 0:2-Rückstand hinterherrennen. Doch die Rheinhessen blieben auch im zweiten Abschnitt erschreckend blass gegen die enorm zweikampfstarken Donaustädter. Ein vollauf verdienter Erfolg für den FCI, der seinen ersten Auswärtssieg der Saison feierte.


Kollektiver Jubel: Die Ingolstädter feiern das 1:0 durch Vratislav Lokvenc (2.v.r.).
© picture-alliance Zwei Änderungen bei Mainz nach dem 2:0-Sieg in Ahlen: Noveski (nach Gelbsperre) und Feulner standen in der Startelf, Kirchhoff und Soto mussten auf der Bank Platz nehmen. Ingolstadts Trainer Thorsten Fink verzichtete nach dem gelungenen 4:0-Kantersieg gegen Freiburg auf personelle Wechsel.

Ingolstadt zeigte gegen die heimstarken Mainzer, seit sieben Heimspielen ungeschlagen, eine engagierte Leistung. Die Gäste störten früh und ließen die Andersen-Elf nicht zur Entfaltung kommen. Ihrerseits lauerten die Ingolstädter auf Fehler des Gegners. Und schon in der 10. Minute war es soweit: Die Mainzer leisteten sich gleich zwei Fehler hintereinander im Spielaufbau, sowohl Hoogland als auch Feulner gaben den Ball leichtfertig ab. Schwarz schnappte sich das Leder und legte ab auf Lokvenc, der mit der Innenseite aus 15 Metern ins lange Eck traf.

Beinahe hätte Mainz die passende Antwort vier Minuten später parat gehabt. Nach Freistoßflanke von Feulner kam Noveski vor Keeper Lutz an den Ball, köpfte aber aus kurzer Distanz neben das Tor. Ansonsten ließ die glänzend arbeitende Abwehr der Bayern aber so gut wie keine Gelegenheiten zu. Mainz biss sich förmlich die Zähne aus. Und auch in der Offensive blieb der Aufsteiger präsent. Wache fischte einen Schuss von Jungwirth aus dem Winkel (19.), in der 23. Minute verfehlte auf der anderen Seite Feulner aus 22 Metern das Tor der Bayern nur knapp.


Es sollte die letzte Gelegenheit der Rheinhessen im ersten Abschnitt sein. Ingolstadt blieb aggressiv, gewann die Zweikämpfe und konterte - in der 34. Minute zum Schock der Mainzer erneut erfolgreich. Eine feine Kombination über Lokvenc und Demir brachte Karl in aussichtsreiche Schussposition, allein vor Wache versenkte er das Leder problemlos aus elf Metern. Wieder machte die Abwehr der 05er gar keine gute Figur. Mainz wollte auch in der Schlussphase der ersten Hälfte der Pass in die Spitze einfach nicht gelingen, so musste sich die Mannschaft doch den einen oder anderen Pfiff zur Pause gefallen lassen.

Wenig bis gar nichts änderte sich zu Beginn der zweiten Hälfte. Mainz fiel weiterhin nicht viel ein, um die Abwehr der Gäste zu knacken. Die Ingolstädter gingen verständlicherweise nicht mehr so viel Risiko ein. Als sich Lokvenc nach einem Zweikampf mit Hoogland verletzte und für den Stürmer mit Metzelder ein weiterer Abwehrspieler kam, war klar, dass Thorsten Fink nun verstärkt auf die Defensive setzte. Und das mit Erfolg. Baljak prüfte in der 52. Minute Keeper Lutz, der mit einer Hand klären konnte. Das war's dann aber auch schon von den Rheinhessen. Die Zuschauer warteten lange vergeblich auf weitere Gelegenheiten, auch ein Doppelwechsel in der 63. Minute brachte keine neuen Impulse.

Erst in der 77. Minute erzeugte ein weiterer Distanzschuss von Baljak, der knapp über die Latte strich, so etwas wie ein wenig Torgefahr. Ansonsten blieb es ein blutleerer Auftritt der Andersen-Elf. Die Abwehrarbeit beim 3:0 für Ingolstadt grenzte aber an Arbeitsverweigerung. Der eingewechselte Buchner spazierte förmlich durchs Mittelfeld, kein Mainzer griff ihn an. Aus 20 Metern versenkte er das Leder im rechten oberen Eck (80.). In der Schlussminute hatte Schwarz noch das 4:0 auf dem Fuß, scheiterte aber aus sechs Metern am glänzend reagierenden Wache. Direkt danach hatten die 05er diesen schwarzen Nachmittag überstanden.

Mainz tritt am Sonntag in Koblenz an und muss sich gehörig steigern. Ingolstadt, seit drei Spielen ungeschlagen, empfängt am selben Tag den 1. FC Nürnberg.

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Rostock - Osnabrück 2 - 2


Lechleiters Tore reichen nicht
Der FC Hansa Rostock und der VfL Osnabrück trennen sich in einer unterhaltsamen Partie 2:2-Unentschieden. Der VfL hielt zu Beginn gut mit, nutzte seine Chancen jedoch nicht und geriet gegen effiziente Rostocker mit zwei Toren in Rückstand. Doch die Lila-weißen bewiesen Moral und schlugen noch einmal zurück. Für beide Teams ist der Punkt jedoch zu wenig, denn für beide war es die vierte Partie in Folge ohne "Dreier".


Jubelnde Rostocker: Lechleiter (re.) wird von seinem Kapitän Retov beglückwünscht.
© picture-alliance Rostocks Trainer Frank Pagelsdorf nahm nach der 0:1-Niederlage in Oberhausen einen Wechsel an seiner Startelf vor: Rahn spielte anstelle von Cetkovic. Osnabrücks Coach Claus-Dieter Wollitz hingegen tauschte einmal mehr. Im Vergleich zum 1:1-Unentschieden in Augsburg spielten Surmann und Fuchs für Reichenberger und den verletzten Manno (Syndesmosebandriss).

Gleich zu Beginn mussten die Gastgeber eine brenzlige Situation überstehen: Surmann tauchte frei im Rostocker Strafraum auf, wurde dann aber vom herausgeeilten Hahnel gestoppt. Der Hansa-Keeper traf jedoch nicht den Ball, sondern nur den Osnabrücker Angreifer. Referee Michael Kempter sah aber keine Veranlassung, Strafstoß zu geben und ließ weiterspielen (3.).

Danach wurde es eine Begegnung zweier ebenbürtiger Mannschaften. Beide waren bemüht, eine spielerische Linie in die Partie zu bringen, doch hüben wie drüben mangelte es an Zielstrebigkeit, so dass Torchancen zunächst komplett ausblieben. Hansa erspielte sich leichte Feldvorteile, fand zunächst aber keine Mittel gegen die gut organisierte VfL-Abwehr. Auf der anderen Seite versteckten sich die Osnabrücker nicht, sie hatten sogar die besseren Gelegenheiten. Vor allem nach Standards brannte es im Hansa-Strafraum. Doch Heidrich köpfte rechts daneben (19.), und Cichon schoss ebenfalls am rechten Pfosten vorbei (22.).

Das Tor fiel aber auf der anderen Seite: Schindler flankte punktgenau auf Lechleiter, der sich gegen Schuon durchsetzte und aus sechs Metern per Kopf einnetzte (24.). Die Führung gab der Pagelsdorf-Elf Rückenwind, die nun zu weiteren Großchancen kam. Doch Kern köpfte an den rechten Pfosten (33.), kurz darauf zog Fillinger aus 20 Metern gegen VfL-Schlussmann Wessels den Kürzeren (34.), und nur eine Minute später zwang Kern Wessels zum erneuten Eingreifen.


Kurz vor der Pause hatte Osnabrück dann die Riesenchance zum Ausgleich: Bei einem Konter lief Fuchs der Hansa-Abwehr davon und hatte nur noch Hahnel vor sich. Der Angreifer probierte es mit einem Lupfer aus 16 Metern, der Ball ging aber links vorbei (42.). Im Gegenzug mussten die Wollitz-Schützlinge das 0:2 hinnehmen. Cichon rutschte am eigenen Sechzehner aus, verlor dabei den Ball an Lechleiter, der sich nicht lange bitten ließ, aus spitzem Winkel von der rechten Seite Wessels tunnelte und ins lange Eck zum Pausenstand traf.


In der Mangel: Osnabrücks Schuon im Zweikampf mit Kern (li.) und Lechleiter (re.).
© picture-alliance Hansa Rostock musste den zweiten Durchgang dann ohne Lense bestreiten. Der Rechtsverteidiger wurde wegen Oberschenkelproblemen durch Bülow ausgewechselt. Kurz nach Wiederanpfiff hatte Lechleiter die Möglichkeit, auf 3:0 zu erhöhen: Wessels passte direkt zum zweifachen Torschützen. Diesmal war der Stürmer aber zu unpräzise und jagte die Kugel aus 18 Metern drüber (48.).

Der Bundesliga-Absteiger war nun die tonangebende Mannschaft. Hinten agierten die Norddeutschen kontrolliert und ließen kaum etwas anbrennen, vorne lauerten sie auf Fehler des Gegners, der ihnen den Gefallen tat: So landete nach einer Stunde Spielzeit ein Querpass von Omodiagbe direkt bei Lechleiter, der dann Cichon und Wessels austanzte und aus elf Metern abzog. Doch Omodiagbe machte seinen Fehler wieder gut und rettete auf der Linie.

Osnabrücks Trainer "Pele" Wollitz setzte nun alles auf die Karte Offensive und brachte mit Reichenberger, Peitz und Braun frische Offensivkräfte. Und das sollte sich auszahlen: Schuon lief bis zur Grundlinie durch und flankte dann flach in die Mitte, wo der eingewechselte Reichenberger goldrichtig stand und aus kurzer Distanz zum Anschluss einschob (74.).

Osnabrück bekam nun Aufwind und drängte auf den Ausgleich, doch Hansa stemmte sich dagegen. Gledson klärte auf der Linie gegen seinen eigenen Mitspieler Rahn, dessen Rettungsversuch fast in einem Eigentor gemündet hätte(84.). Doch zwei Minuten später passierte es dann doch: Reichenberger entwischte der Rostocker Abwehr, scheiterte aber an Hahnel, der großartig rettete. Doch der Abpraller landete bei Braun, der aus 12 Metern den verdienten Ausgleich erzielte und damit den Endstand besorgte.

Osnabrück ist bereits am kommenden Freitag daheim gegen Wehen Wiesbaden dran, Rostock muss erst wieder am Montag, den 17. November, in Kaiserslautern antreten.

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Fürth - Augsburg 1 - 1

Hdiouad kommt und köpft den verdienten Ausgleich
Die Augsburger waren beim 1:1-Remis im bayerischen Derby gegen die SpVgg Greuther Fürth näher am Sieg, weil die Franken die zweite Hälfte komplett verschliefen. FCA-Trainer Fach hatte mit der Einwechslung von Hdiouad ein glückliches Händchen, die Franken hätten im ersten Abschnitt den Sack schon zumachen können.


Duell auf Augenhöhe: Fürths Stefan Reisinger gegen den Augsburger Uwe Möhrle.
© picture-alliance Trainer Holger Fach stellte die Startelf im Vergleich zum Osnabrück-Spiel (1:1) nicht um. FCA-Keeper Sven Neuhaus, der beim VfL stark hielt, traf am Sonntag auf seine Ex-Kollegen aus Fürth.

Fürths Coach Benno Möhlmann baute im Vergleich zum Wehen-Spiel (1:1) auf drei Positionen um: Skeraj und Nehrig saßen zunächst auf der Bank, Haas stoppte eine Magen-Darm-Grippe. Für das Trio spielten Schröck, Wörle und Reisinger von Beginn an.

Es dauerte einige Zeit, bis sich beide Mannschaften sortiert hatten. Nach vielen Zweikämpfen in den ersten Minuten, ergriff Fürth als erstes Team die Initiative und wurde sogleich durch Reisinger belohnt. Nach einem Takyi-Freistoß und einer Burkhardt-Verlängerung köpfte erst Torjäger Allagui aus wenigen Metern aufs Tor, doch Neuhaus konnte noch klären. Dabei klatschte er den Ball allerdings genau vor die Füße von Reisinger, der mit links locker abstaubte (7.). Es war sein viertes Tor in der Fremde.

In der Folge führten beide Seiten das Spiel ziemlich verbissen (vier Gelbe Karten im ersten Abschnitt), die Augsburger konnten ihre spielerische Unterlegenheit immer mehr durch Aggresivität ausgleichen. Richtige Torchancen hatten die Fuggerstädter allerdings bis zur 43. Minute nicht. Dann aber verschätzte sich SpVgg-Innenverteidiger Biliskov bei einem Thurk-Zuspiel, so dass Da Costa völlig unbedrängt abschließen konnte, doch sein Kopfball aus vier Metern ging knapp drüber.

Der Ausgleich noch vor dem Wechsel wäre allerdings etwas schmeichelhaft gewesen für die Fach-Elf, denn die Franken kamen mehrfach gefährlich vor das Tor des FCA, doch hatten Reisinger, Allagui und Burkhardt ihr Visier allesamt schlecht eingestellt. Pech hatte dagegen Karaslavov, als der Innenverteidiger nach einer Takyi-Ecke per Kopf am Pfosten scheiterte (9.).


Mit Wiederbeginn zeigten die Augsburger aber ein ganz anderes Gesicht. Nun erspielte sich die Fach-Elf auch ein Übergewicht, was vor allem an der Hereinnahme von Hdiouad lag, der im zentralen Mittelfeld viel mehr Druck ausübte, als zuvor Sinkala.

Der verdiente Ausgleich fiel allerdings nicht aus dem Spiel heraus, sondern nach einem ruhenden Ball. Nach einem Foul von Karaslavov an Thurk brachte Werner die Freistoßflanke rein. Am Fünfer gingen Burkhardt und Loboué viel zu zaghaft hin und Hdiouad konnte einköpfen. Es war ein fast folgerichtiger Treffer für den FCA, denn die Fürther Abwehr zeigte sich ab der 46. Minute viel zu inkonsequent.

So auch in der 70. Minute, als ein einfacher Pass die völlig unsortierte Fürther Abwehr aushebelte. Werner hatte Thurk steil geschickt, der dadurch alleine vor SpVgg-Keeper Loboué auftauchte, doch der Schlussmann blieb lange stehen und ließ sich dann anschießen.

Der zweite Treffer für die Augsburger wäre in der zweiten Halbzeit durchaus möglich gewesen, doch die Fuggerstädter schlossen zu unkonzentriert ab. Die Fürther fanden offensiv im zweiten Durchgang so gut wie überhaupt nicht mehr statt, Torjäger Allagui war bei Hertzsch & Sinkala komplett abgemeldet und auch über die außen lief diesmal überhaupt nichts zusammen.

Das Unentschieden war ein gerechtes Ergebnis, denn die Franken hätten im ersten Abschnitt schon höher führen können. Die Augsburger kamen wie verwandelt aus der Halbzeitpause, brachten aber auch nur den einen Treffer nach einem Standard zu Stande.


Auf Augsburg wartet am Freitag das nächste bayerische Derby - der FCA reist zu den Löwen. Die Fürther empfangen am kommenden Sonntag den Erstliga-Absteiger Duisburg.

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1860 - Oberhausen 0 - 1

Terranova sorgt für Neuland
In einer Partie auf mäßigem Niveau sicherte sich RWO mit einem knappen Erfolg die ersten Auswärtspunkte in der laufenden Spielzeit. 1860 fand nie richtig in die Begegnung hinein, vergab dazu die wenigen Möglichkeiten, selber einen Treffer zu erzielen. Oberhausen sammelte in Oberbayern wichtige Punkte gegen den Abstieg, schwache Münchner vergaben nach Wochen voller Erfolgserlebnisse den Sprung in höhere Tabellenregionen.


Enge Zweikämpfe: RWO-Angreifer Lüttmann gegen 1860-Abwehrmann Thorandt.
© picture-alliance 1860 München lief im Vergleich zum 0:0-Unentschieden gegen Kaiserslautern auf einer Position neu besetzt auf. Trainer Marco Kurz stellte Holebas für Schäffler, der unter der Woche an einem Magen-Darm-Virus litt, auf. Oberhausens Coach Jürgen Luginger, einst selber bei den "Löwen" aktiv, sah nach dem 1:0-Sieg gegen Rostock keinen Grund an seiner Erfolgself Änderungen vorzunehmen.

Gleich nach dem Anpfiff stand Oberhausens Schlussmann Semmler zweimal im Mittelpunkt. Gegen Lauth parierte der Keeper aber jeweils prächtig und hielt seine Elf mit klasse Reaktionen im Spiel (2., 5.).

Den Druck der ersten Minuten konnten die Hausherren dann aber nicht aufrecht erhalten. Oberhausen verteidigte geschickt, machte die Räume sehr eng und schaltete zudem bei Ballgewinn blitzschnell um, konterte gefährlich. So auch nach einem Freistoß von Holebas; umgehend kam Stoppelkamp im "Löwen"-Strafraum zur Schusschance, setzte das Spielgerät aber über den Querbalken (14.).

In der Folge präsentierten sich die Gastgeber in der Offensive einfallslos und harmlos. Die Gäste hatten keine große Mühe, die Gefahr fern vom eigenen Tor zu halten und gingen gar nach einem fein vorgetragenen Vorstoß in Front. Terranova war der Nutznießer einer schönen Stafette über Stoppelkamp und Falkenberg, profitierte zudem von einem krassen Mißverständnis zwischen Thorandt und Beda vor dem eigenen Tor. Der bis dato kaum beschäftigte Tschauner war geschlagen (32.).

Bis zur Pause änderte sich wenig an der Rollenverteilung. Die solide aufspielende Luginger-Elf ließ kaum etwas anbrennen und verpasste kurz vor dem Kabinengang durch einen Versuch von Kruse noch den zweiten Treffer (42.).



Unverändert kamen beide Mannschaften wieder auf das Spielfeld, und nach wenigen Augenblicken musste Marco Kurz einen weiteren Nackenschlag hinnehmen. Beda konnte nicht mehr weitermachen, die Schulter schmerzte, es kam Baumgartlinger (52.). Das Spiel wurde nun härter und zerfahrener. Fouls und Fehlpässe auf beiden Seiten prägten das Geschehen, ehe Gebhart und Semmler die Zuschauer von den Sitzen rissen. Nach einem Freistoß kam der U-19-Europameister völlig frei zum Kopfball, Semmler verhinderte mit einer Glanzparade den Ausgleich (59.).

Und weiter brachten nur ruhende Bälle Torgefahr. Tschauner hatte bei einer Freistoßflanke von Kruse, die nur um Zentimeter am rechten Pfosten vorbeirauschte, viel Glück (63.). Das spielerische Niveau der Begegnung hielt sich weiter im überschaubaren Rahmen. Uninspirierte Münchner versuchten weiterhin erfolglos, die disziplinierte Oberhausener Abwehr zu knacken.

In der Schlussphase versuchten es die "Löwen" dann vorrangig mit langen, hochhineingegebenen Bällen. Verzweiflug Pur! Aber auch dieser Variante war kein Erfolg beschieden. Die Münchner mussten erstmals nach langer Zeit wieder eine empfindliche Niederlage einstecken, während Oberhausen letztlich verdient die ersten Auswärtspunkte einfuhr.

1860 München tritt am nächsten Spieltag zu Hause am Freitag gegen Augsburg an. Oberhausen ist dann am Sonntag ebenfalls vor eigenem Publikum gegen Aachen gefordert.

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Duisburg - Ahlen 0 - 1

Früher Schock durch Toborg
Das leblose Duisburg musste in einer mäßigen Partie gegen Ahlen eine verdiente Heimniederlage einstecken. Rot-Weiss profitierte von der frühen Führung und stand danach defensiv gegen die einfallslosen "Zebras" stabil. Dem zweikampfstarken Aufsteiger genügte eine durchschnittliche Leistung, um die in allen Belangen enttäuschende und in der Schlussviertelstunde dezimierte Bommer-Elf in Schach zu halten.


Augen zu und hoch das Bein: Ahlens Kapitän und Torschütze Toborg gegen Duisburgs Brzenska.
© picture-alliance Duisburgs Trainer Rudi Bommer stellte seine Anfangsfomation nach dem 1:1-Unentschieden in Koblenz auf vier Positionen um: Für Grlic (Gelbsperre), Willi, Ede und Wagner kamen Branco, Christ, Bodzek und Heller zum Einsatz.

Auf Seiten von Ahlen gab es im Vergleich zur 0:2-Niederlage gegen Mainz nur eine Änderung: Coach Christian Wück brachte Chitsulo für Youngster Reus.

In Duisburg hatte sich die schnelle Führung der Ahlener in der Anfangsphase abgezeichnet. Die Gäste waren deutlich aktiver, der MSV kaum über der Mittellinie: Verteidiger Busch schaltete sich rechts offensiv ein und spielte an den Strafraum zu Book. Die Duisburger Leihgabe ließ abtropfen auf Toborg, der aus 18 Metern fulminant links unter die Latte einnetzte (6.).

Die "Zebras" wachten nun auf, inszinierten vor allem über die linke Seite erste gelungene Angriffe. Chitsulo rettete nach einem Sololauf von Christ in der Mitte vor Kouemaha (11.). Der Kameruner stand auch bei der nächsten Szene im Blickpunkt, als er aus acht Metern am glänzend reagierenden Rot-Weiss-Keeper Lenz scheiterte, dabei aber ohnehin im Abseits stand (17.).

Vieles blieb Stückwerk beim MSV - die Westfalen standen defensiv sehr stabil, doppelten oft den ballführenden Gegenspieler und erzwangen so Ballverluste der Meidericher weit vor dem eigenen Sechzehnmeterraum. Und die Gäste hatten die nächste zwingende Gelegenheit durch di Gregorio, der im Anschluss an eine Ecke knapp über den Balken zielte (28.). Beim Gegenzug freilich Glück für die Wück-Elf, dass Bodzek sein Visier aus 15 Metern etwas zu hoch eingestellt hatte (29.).

Symptomatisch für das schwache spielerische Niveau des Absteigers, dass es vor der Pause für Toborg & Co. nur bei Standards gefährlich wurde: Makiadi köpfte einen Freistoß von Tararache vom linken Fünfereck klar vorbei (34.), und nach einer Ecke rettete Book nach Dörings missglückter Abwehr auf der Linie. Diese Rettungsaktion mündete direkt in einen Konter in Überzahl, den der Aufsteiger aber schlecht ausführte (45.+2).

Pfiffe des Publikums begleiteten die Gastgeber in die Kabine - überhaupt ließ die Unterstützung von den Rängen zu wünschen übrig, vielmehr gab es Missfallenskundgebungen gegen Trainer Bommer.


Mit Salou für Kouemaha begann die Bommer-Elf den zweiten Abschnitt. Die erste Chance freilich hatte Rot-Weiss, das fast mit einer Kopie des Führungstores aufwartete: Heithölter spielte von links diagonal an den Strafraum zu Toborg, dessen Ablage Chitsulo knapp am rechten Winkel vorbeischlenzte (51.).

Duisburg machte sich das Leben mit vielen Fehlpässen schon im Aufbau selbst schwer. Die disziplinierten Wück-Schützlinge hatten wenig Mühe, den Gegner fern vom eigenen Strafraum zu halten. Vor allem im Mittelfeld zeigten die Westfalen Präsenz, gewannen dort viele entscheidende Zweikämpfe.

Chancen blieben auf beiden Seiten lange Fehlanzeige. Salou hatte die erste für die "Zebras" im zweiten Durchgang, vergab aber freistehend per Kopf aus vier Metern (70.).

Unrühmlich war der nächste Höhepunkt: Toborg lag am Boden, dennoch spielte Christ den Ball nicht ins Aus. Großkreutz schnappte sich bei der nächsten Unterbrechung den Duisburger und geriet mit ihm aneinander. Christ wischte dem Ahlener über das Gesicht: Gelb für Großkreutz, Rot für Christ (73.)!

Die Duisburger Bemühungen blieben überschaubar. Lediglich Salou hatte noch einmal eine Asugleichschance (88.), zuvor hätte Stahlberg schon die Partie entscheiden können (86.). Doch es reichte auch so - Ahlen fuhr den vierten Auswärtssieg ein und sprang in der Tabelle auf Platz vier.

Duisburg reist am kommenden Sonntag ins Frankenland und gastiert in Fürth, während Ahlen am Freitag bei St. Pauli antritt.

kicker.der





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