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derchefderII ![]() Läufer ![]() ![]() Status: Offline Registriert seit: 15.01.2006 Beiträge: 32 Nachricht senden |
Mit Sicherheit wird es Coswig bald gelingen, gegen eine Lok-Mitte-Mannschaft zu gewinnen. Denn wie Coswig selbst seit Bestehen der Oberliga eine Konstante ist, spielen auch 4-5 Mann bereits seit (gefühlten) Jahrzehnten. Und während sich viele anderen mit ständig schrumpfenden Kader und der Suche nach Spiellokalen aufreiben, begegnen dem Reisenden dort scheinbar himmlische Zustände. Das diese auch erst einmal erarbeitet werden müssen, Respekt und Anerkennung an alle Verantwortlichen. Aber nun zum schachlich-sportlichen. Nach dem sprichwörtlichen Supergau gegen Halle II war es überlebensnotwendig gegen Coswig zu punkten. Wegen des Gesetzes der Serie eigentlich optimistisch, hatten wir es aber mit Coswigern zu tun, welche mit dem Rückenwind ihres fantastischen Saisonstarts gegen ersatzgeschwächte (?) Lok'er in der Favoritenrolle waren. Zum Glück kam es anders: Weitzer - Klawa 1:0 Langweilig wird es bei Steffen ja nie. Ab dem 7. Zug bewegte er sich wieder knirsch am Abgrund. Es ist immer wieder verblüffend, wie Steffen in scheinbar müde Eröffnungen - hier Skandinavisch - Pfeffer bringt. Patrick hatte für den verlorenen Bauern jedenfalls einiges Spiel. Steffens König blieb in der Mitte und sah sich ernsthafter Initiative ausgesetzt. Aber wie schon im vorigen Jahr gegen Frank griff er im Bemühen um Fortsetzung des Angriffs fehl - damals stand er so überlegen, dass er dennoch gewann, dieses Mal brach das fragile Gleichgewicht völlig zusammen. Großes Lob an Steffen, der wiederholt einiges wagte und alles gewann ! Escher - Müller 0,5:0,5 Die Partie hatte gerade die Eröffnung überstanden, als Frank ein Remisangebot abgab - nach eigener Aussage um Thomas nach der erwarteten Ablehnung etwas unter Druck zu setzten. Nach den jüngsten Erfolgen von Frank war der Respekt aber offensichtlich groß und die Vorgabe sicherlich auch klar, und daher fand die Partie ein (vor)zeitiges Ende. Römling - Schweitzer 0:1 Ein schwarzer Sonntag für Sven. In der mit gefühltem Ausgleich dahingeplätscherten Eröffnung fiel er wirklich auf einen Pionierschach-Bauertrick herein und verlor einzügig einen Bauern. Danach war ein Generalabtausch erzwungen, ein weiterer Bauer ging abhanden und das resultierende Turmendspiel mit 2 verbundenen Bauern bedarf keiner weiteren Erwähnung. Schade. Pönisch, Eck. - Limpert 0,5:0,5 Eine ausgekämpfte Partie, mit Höhen und Tiefen. Die Eröffnung spielte Eckhardt etwas planlos, wobei das Abtauschsystem im Caro-Kann ohnehin meist angenehme Varianten für Schwarz produziert. Ich verpasste dann aber, die Stellung geschlossen zu halten und damit einigen Vorteil zu sichern. So war der Vorteil weg und ich verfiel in den Fehler, bei knapper Zeit die wenigen Figuren zu einem Angriff umzuformieren, welcher sich aber als Fata-Morgana herausstellte. Mit dem 41. Zug hätte er mir - so in der Analyse von Thomas Escher gezeigt - einige Probleme stellen können. Er vereinfachte und das resultierende Turmendspiel mit f+h gegen g+h-Bauern war die gespielte Zeit eigentlich nicht mehr Wert. Gut ! So gilt das o.g. Thema auch für mich das war mindestens das vierte Unentschieden von mir gegen Coswig (Schweitzer, Escher und Merker) in Folge. Just - Piotraschke 1:0 Eine spannende Angriffspartie. Wolfgang liegt die Dg4-Variante mit schlagen auf g7+h7 im Lb4-Franzosen offensichtlich sehr. Bei beiderseitigen Angriffsbemühungen und -chancen erschien das Übergewicht am Königsflügel immer etwas griffiger. Nach dem etwas unmotivierten Qualle-Opfer (es war nicht das letzte) verschob sich das Gleichgewicht endgültig. Der Rest war Technik. Sehr schön. Klasse ! Pönisch, Eg. - Greger 0,5:0,5 Ubald - separat angereist - kam mal wieder zu spät, wurde aber diesmal nicht Opfer seines Zeitmanagements. Die Eröffnung - offensichtlich gut vorbereitet - war schnell auf dem Brett und auch nach dem Mittelspiel hatte er eine gute Stellung. Angesichts der positiven Entwicklung an den anderen Brettern (Steffen und Wolfgang) war das Remisangebot dann auch vertretbar. Gut ! Dobierzin - Merker 0,5:0,5 Eine dieser merkwürdigen Partien, welche aus der Eröffnung (Skandinavisch) im Rahmen einer Abtauschorgie übergangslos in ein Endspiel münden. Dort hatte Olaf weniger Schwächen in der Bauern-Struktur, aber die waren einfach zu verteidigen. Gut ! Teichgräber - Gerhardt 0:1 Michael war einerseits in den vergangenen Jahren immer mal ein Wackelkandidat, hatte aber dieses Jahr eine Klasse Bilanz. Zum Glück zeigte er am Sonntag seine schwächere Seite: Der gezeigte Stonewall brachte für keinen einen greifbaren Fortschritt/Vorteil. Ähnlich wie ich (vielleicht liegt es ja am Namen ?) versuchte Michael im 40. Zug noch die große Keule auszupacken und brachte ein (unkorrektes) Qualitätsopfer. Es ergaben sich aber noch praktische Chancen, da nur a+b-Linie offen waren und der Turm von Dirk für die Verteidigung der Schwächen gebraucht wurde. Bei normalem Verlauf vielleicht sogar Remis, aber Michael musste wegen des Zwischenstandes von 3:4 auf Sieg spielen. In der unvermeidbaren Blitzphase war Dirk dann gewohnt nervenstark und sicherte den Matchsieg. Klasse ! Auch wenn die Mannschaften von der unteren Tabellenhälfte punkteten, ist mit diesem Sieg zumindest ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Im Dezember und Januar (Ebersbach, Jena, Naumburg) sind die wichtigsten Spiele im Abstiegskampf und danach ist eine realistische Standortbestimmung möglich. Bleibt zu hoffen, dass wir dann oder zum Ende der Saison in punkto Klassenerhalt sagen können: Some things never change. [Dieser Beitrag wurde am 28.11.2007 - 19:50 von Hermann aktualisiert] Signatur Man hat vom Schach gesagt, dass das Leben nicht lang genug dazu ist, - aber das ist ein Fehler des Lebens, nicht des Schachs. - Christian Morgenstern | ||||
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