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Squire1971 ...
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...   Erstellt am 17.11.2008 - 19:09Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Folge 194: Solo für Vier, EA 14.12.1990

Jürgen H.
Admin





Beiträge: 869
Ort: Wien Geschrieben: 12.03.2004 19:50


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Ein Fall kommt und kommt nicht in die Gänge, und Stefan und Harry lassen lange auf sich warten... Das Seniorenquartett gibt sich lustig, und wird von Derrick gnadenlos in die Mangel genommen Ein schwaches Drehbuch ohne irgendwelche Überraschungseffekte. Es sei daran erinnert, dass die Hälfte des Quartetts, nämlich Peter Pasetti und Klaus Herm in "Kaffee mit Beate" mitspielten, und dort durchwegs kongeniale schauspielerische Leistungen erbrachten. Zwar hatte auch "Solo für Vier" zum Teil kammerspielartige Sequenzen; allerdings wohl eher, um die erforderlichen Seiten für das Drehbuch aufzufüllen. Dieser letzte Coup, den die vier Rentner wagen, um noch "ein paar schöne Tage" erleben zu können, ist nicht wirklich nachvollziehbar. Da hätte es gereicht, mit dem Lieferwagen durch die Straßen zu brausen, und hie und da einen Kellner mit vorlauter Ironie zu frotzeln.
Tja, eine mäßige Geschichte, in der jedoch Derrick eine erstaunliche Fröhlichkeit an den Tag legte, und letztlich sogar einen erfolgreichen Schußwechsel absolvierte. Harry wirkte hingegen nicht wie ein gleichberechtigter Partner von Stefan, sondern mehr wie ein Lakai, der nichts zu sagen hat.

Trotz einer hervorragend besetzten Folge (übrigens gefiel mir Philipp Moog in seiner halbseidenen Rolle recht gut) eine sehr durchschnittliche Inszenierung, woran jedoch das hanebüchene Drehbuch mE die Hauptschuld trägt.

Jürgen H.
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"Harry, wir brauchen den Wagen, sofort!!!" (Stefan zu Harry in "Johanna")







Anonymer User
-
Geschrieben: 12.03.2004 20:06


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Hi
Im Grunde hast du schon alles wesentliche gesagt, das entspricht nämlich auch meinem Eindruck.Die Story war wahrlich sehr dünn, der Überfall nicht wirklich nachvollziehbar. Die Gasthauptdarsteller haben ihre Rollen der zum teil ziemlich überheblichen Senioren aber überzeugend rübergebracht, soweit es das Drehbuch ermöglichte. Tappert hat hat mir hier auch sehr gut gefallen, deine Anmerkung bezüglich Harry ist in diesem Fall treffend.

Fazit: diese Episode konnte aufgrund inhaltlicher Schwächen nicht vollend überzeugen, aber immer noch um Längen besser als die von letzter Woche.

Gruss, Christoph






Anonymer User
-
Geschrieben: 12.03.2004 21:14


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Ich mag diesen Fall irgendwie. Denn es ein Highlight der 90er Jahre, weil Krimialtstars wie Passetti und die Uhlen dabei sind. allerdings überzeugen diese Alten Hasen der Brance überhaupt nicht. Ihre Darstellungen sind durch die Bank weg unglaubwürdig. Auch die Handlung ist sehr dünn. Aber dennoch hebt sich diese Folge angenehm ab, von dem was ab 1991 folgen sollte.
Der Schußwechsel am Ende musste wohl sein, um wenigstens ein Spannungsmoment zu bieten.
Fazit: Gute Story, aber leider kaum Höhepunkte.






Anonymer User
-
Geschrieben: 12.03.2004 21:49


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Eine erfrischend andere DERRICK-Folge. Die Thematik der vier Rentner, die ihren Lebensstandard durch einen Coup erhöhen wollen, erscheint angesichts steigender Altersarmut erschreckend aktuell. Freilich wird die Geschichte nicht ohne Augenzwinkern erzählt, was vor allem an den überzeichneten Figuren zu erkennen ist, doch gelingt Herbert Reinecker der Spagat zwischen Tragik und Groteske recht gut. Die Darsteller, allen voran Carl Raddatz, spielen ihre Rollen mit Herz, vielleicht übertreibt Peter Pasetti als ehemaliger Schauspieler zu sehr.
Leider wurde diese Episode etwas zu glatt inszeniert. Nach dem spannenden ersten Akt hätten einzelne Szenen vom Regisseur etwas deutlicher akzentuiert werden können. Dies trifft besonders auf den Wendepunkt in der Geschichte zu, wenn Derrick den Vieren in ihrem Stammlokal die Frau des ermordeten Nachtwächters vorführt. Hier erscheint die Entscheidung, die Täter an Derrick auszuliefern, ein wenig zu plötzlich. Ein weiterer Schwachpunkt der Folge ist das Ende: Die Täter warten schon im Hinterhof und begehen vor den Augen Derricks einen weiteren Mord. Bei der folgenden Schießerei sucht der Oberinspektor keine ihn schützende Stelle, sondern knallt breitbeinig drauf los, als könnten ihn die Kugeln nicht treffen.

Trotz einiger Schwächen wirkt SOLO FÜR VIER auf mich nicht zuletzt wegen der abwechslungsreichen Story interessanter als die Folgen der letzten Wochen.

Mein Urteil: *** von *****.

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Harry: „Ich verstehe dich nicht, Stephan. Warum stellen wir ihre Zimmer nicht einfach auf den Kopf?“
Derrick: „Harry, glaubst du, die haben das Geld unter der Matratze versteckt, oder was?“ (aus SOLO FÜR VIER)

bearbeitet von am 12.03.2004 21:50







Anonymer User
-
Geschrieben: 12.03.2004 22:03


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Also, mir hat die Folge sehr gut gefallen, vor allem weil die durchweg brillianten Darsteller mit großer Spielfreude zu Werke gingen. Auch die Regie von Franz-Peter Wirth war ziemlich flott, es kam zu keiner Zeit Langeweile auf. Man denke nur daran, was Langweiler Theodor Grädler aus diesem Altenheim-Krimi gemacht hätte.
Die Figurenzeichnung war sehr präzise: Vier Lebenswege, die gescheitert sind, aber nicht auf unwürdige Weise enden wollen. Die Würde soll durch Geld zurückgekauft werden, was aber nicht funktioniert, weil sie auf eine schäbige Weise (Raubmord) wiederhergestellt werden soll.
Die Thematik war recht vielschichtig: Der Aspekt "Alt und arm" gewinnt heute, mehr als 1990, eine unheilvolle Bedeutung, wenn man an Rente und private Altersvorsorge denkt. Dazu passte der Satz von Pasetti: "Ich war jung und habe wie alle jungen Leute gedacht, dass ich nie alt werde und nichts zurückgelegt".
Auf der anderen Seite steht die Erkenntnis, dass sich die Erfolge von früher am Ende des Lebens im Falle eines sozialen Abstiegs im Nichts auflösen: Der abgehalfterte Schauspieler, der Ex-Bulle, der kriminell wird, der Buchhalter, der nicht gespart hat und die Tänzerin, die zu alt für ihre Berufung ist.
Alles in allem hat Reinecker hier sehr realitätsnahe Lebensweisheiten verarbeitet, die heute aktueller sind denn je. Leider.

Ciao,
Janek






Ingo
Admin



Beiträge: 1.587
Ort: Geschrieben: 13.03.2004 09:03


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Wer war denn der Rentner, der zum Schluss erschossen wurde? Lebt der Schauspieler heute noch?
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Anonymer User
-
Geschrieben: 13.03.2004 12:01


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Nach dem was ich finden konnte, lebt Carl Raddtz noch. Er war u.a. mit der Schauspielerin hannelore Schroth verheiratet.

http://www.cyranos.ch/smraddat.jpg







Ingo
Admin



Beiträge: 1.587
Ort: Geschrieben: 13.03.2004 14:28


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Jo, Bubach, danke für die Info
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Anonymer User
-
Geschrieben: 20.05.2004 19:49


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Heute wurde bekannt, dass Carl Raddatz im Alter von 92 verstorben ist. In ZDF-heute lief aus diesem Anlass sogar ein Ausschnitt aus "Solo für vier".






Ingo
Admin



Beiträge: 1.587
Ort: Geschrieben: 21.05.2004 16:58


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Ja, so schnell geht das leider, eben noch erfahren, dass er noch am leben ist und heute dann die Nachricht. Na, ja, 92 Jahre ist ja ein gesegnetes Alter. Woran ist er denn gestorben?
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Anonymer User
-
Geschrieben: 21.05.2004 19:53


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Nja, das Herz. Wie das eben so ist mit 92.





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"Harry, wir brauchen den Wagen, sofort!!!" (Stephan zu Harry in "Johanna")

http://www.literaturexperte.com/


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