ForumNewsMitgliederSuchenRegistrierenMember LoginKostenloses Forum!


Neuer Thread ...


ErstellerThema » Beitrag als Abo bestellenThread schließen Thread verschieben Festpinnen Druckansicht Thread löschen

Carsten ...
Assistent
......

...

Status: Offline
Registriert seit: 12.07.2008
Beiträge: 428
Nachricht senden
...   Erstellt am 06.04.2012 - 12:06Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Habe mir die Folge soeben angesehen.

Derrick und Harry ist sehr schnell klar, dass die vier Altenheimbewohner etwas mit dem Einbruch wobei ein Wachmann umkam zutunhaben müssen.
Leider fehlen ihnen jegliche Beweise.
Erst als Derrick den vier Herrschaften die Witwe des ermordeten vorstellt werden die vier Weich und einer der älteren Herren führt Derrick zu den Tätern.

Im Prinzip ist die Folge gar nicht schlecht.

Allerdings finde ich die Story etwas sehr an den Haaren herbeigezogen.

Auch in dieser Folge haben Stefan und Harry einen späten Auftritt (erst ab der ca. 23 Minute)

6,5/10 Punkte

[Dieser Beitrag wurde am 06.04.2012 - 19:03 von Carsten aktualisiert]




ross 
Inspektor
............

...

Status: Offline
Registriert seit: 28.07.2009
Beiträge: 2133
Nachricht senden
...   Erstellt am 07.05.2012 - 16:11Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Der sehr seltene Fall eines Derrick-"Remakes". Denn das "Solo für Vier" ist doch nichts anderes als ein thematisches Update der Folge "Offene Rechnung". Hier wie dort lassen sich kargrentnernde Altenheimbewohner mit bösen Buben ein, um das Salär der alten Tage mit Missetaten ein wenig aufzubessern, wobei die Folgen in beiden Fällen alles andere als erfreulich sind.

Augenfällig neben der Handlung auch die Übereinstimmungen hinsichtlich der Kritik am Altenheim als "Endstation" (wird dann in der gleichnamigen Folge mit Will Quadflieg nochmals thematisiert), der Armseligkeit der letzten Tage und der dargestellten Personen. Anders als bei der "Offenen Rechnung" wirken die vier "Solisten" hier aber ein wenig egozentrisch-überzeichnet, vor allem der Buchhalter, der altersmäßig fast noch gar nicht ins Heim passt, besonders aber der alte Bühnenschauspieler, der eine Theater-Phrase nach der anderen absondert. Beim "Kia-Theater-Stammtisch" wäre jedenfalls das "Phrasenschwein" mit Münzen prallgefüllt.

Nicht ganz überzeugend für mich die Motivation des "Oldie-Quartetts": Während nachvollzogen werden kann, dass die Tänzerin und der Schauspieler möglicherweise kaum was fürs Alter eingezahlt haben, müssten doch der Buchhalter und vor allem der pensionierte Kriminalbeamte ein ansehnliches Ruhegehalt bekommen? Außerdem ist es doch ein wenig weltfremd, dass sich der Polizist im Alter mit den Ganoven, die er in früheren Jahren gejagt hat, gemein macht, nur, um einige schnelle Mark abzugreifen.

Ferner bliebe noch die Frage zu klären, ob die Alten wegen ihrer Renitenz ihre Umwelt verschrecken und deshalb überall angefeindet werden, oder ob die Anfeindungen der Umwelt die Aggressivität der Alten erst auslöst? Klar ist immerhin, dass die "Vierer-Bande" den "Endzustand ohne Moral" noch nicht erreicht hat, da sie im Angesicht der Witwe letztlich doch einknicken und Derrick zu den Mördern führen.

Da das Drehbuch also ein wenig unergiebig ist, punktet die Folge bei mir eher durch eine stringente Regie und der Liste der prominenten Schauspieler: Carl Raddatz (vom Typus ähnlich wie "Chef-Opa" Rudolf Platte in der "Original-Folge") ist als Anführer der Bande in einer Mischung aus verhärmter Melancholik und feindseliger Gleichgültigkeit glänzend. Daneben wissen auch Gisela Uhlen als "Hupfdohle" und Klaus Herm als biederer Buchhalter zu gefallen. Peter Pasetti als ehemaliger Bühenenstar ist bisweilen etwas zu überdreht, da wäre ratsam gewesen, manchmal einen Gang runterzuschalten.

Neben den alten Helden darf hier aber auch der Nachwuchs ein wenig aufspielen, und so erhält mit Ralph Herforth ein damals junges, unverbrauchtes Gesicht einen seiner ersten Auftritte. Inzwischen ist Herforth seit vielen Jahren ein vielbeschäftigter und gern gesehener Darsteller.

Insgesamt schafft es die Folge aufgrund der gelungenen Umsetzung trotz Schwächen in der Story bei mir in den soliden, oberen Durchschnittsbereich, verliert aber das direkte Duell gegen die "Offene Rechnung".

Abschließend noch der ultimative Tipp der Folge: "Nicht nur leben, sondern auch kleben!"





Signatur
"Ironisch bin ich selber" (Derrick zu Berger in "Tod des Trompeters")

Duval ...
Assistent
......

...

Status: Offline
Registriert seit: 11.02.2011
Beiträge: 298
Nachricht senden
...   Erstellt am 17.07.2012 - 21:45Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Finde die Folge ganz ordentlich und über dem Durchschnitt, wie bereits "Offene Rechnung".

Der Kellner, dargestellt von Ronnie Janot, war aber stets ziemlich unfreundlich zu den alten Leuten. Mit so einem genervten Auftreten gegenüber den Gästen würde ein Kellner wohl kaum eine Anstellung finden bzw. diese nicht lange behalten.

[Dieser Beitrag wurde am 17.07.2012 - 21:46 von Duval aktualisiert]




Carsten ...
Assistent
......

...

Status: Offline
Registriert seit: 12.07.2008
Beiträge: 428
Nachricht senden
...   Erstellt am 18.07.2012 - 21:15Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Duval schrieb
    Der Kellner, dargestellt von Ronnie Janot, war aber stets ziemlich unfreundlich zu den alten Leuten. Mit so einem genervten Auftreten gegenüber den Gästen würde ein Kellner wohl kaum eine Anstellung finden bzw. diese nicht lange behalten.




Hehehe, das stimmt!!




Tian1806 
Ehreninspektor
...............

...

Status: Offline
Registriert seit: 28.06.2008
Beiträge: 1048
Nachricht senden
...   Erstellt am 18.07.2012 - 22:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Der hat ja fast Anna auf dem Gewissen gehabt (oder war das Reichel??)





Signatur
http://derrick-database.com

http://polizeiinspektion1-tvserie.de

http://kommissar-koester.de

Kabeck ...
Ehreninspektor
...............

...

Status: Offline
Registriert seit: 28.06.2008
Beiträge: 569
Nachricht senden
...   Erstellt am 19.05.2013 - 11:28Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hier die überarbeitete Fassung meiner Kritik vom 12.3.2004.

Die Thematik der wachsenden Altersarmut erscheint heute aktueller denn je. Dabei hat Herbert Reinecker die Idee der Senioren, die ihre finanzielle Lage durch einen kriminellen Coup verbessern wollen, bereits 1976 in ähnlicher Form verarbeitet. Diesmal wird die Geschichte nicht ohne Augenzwinkern erzählt, was vor allem an den leicht überzeichneten Figuren zu erkennen ist, doch gelingt dem Autor der Spagat zwischen Tragik und Groteske recht gut. Das liegt auch an den renommierten Darstellern, allen voran Carl Raddatz, die ihre Rollen mit viel Herzblut ausfüllen. Allerdings kommt die polizeiliche Ermittlungsarbeit in diesem Fall deutlich zu kurz.

Bedauerlicherweise wurde diese Episode zu glatt inszeniert. Während die ausführliche Eröffnung noch hinreichend spannend verläuft, hätte die Regie im Weiteren einzelne Szenen deutlicher herausarbeiten müssen. Dies trifft besonders auf den inhaltlichen Wendepunkt zu, wenn Derrick den Senioren in ihrem Stammlokal die Frau des ermordeten Nachtwächters vorstellt und die vier auf diese Weise mit den persönlichen Folgen des Verbrechens konfrontiert. So kommt die folgenschwere Entscheidung aufzugeben ein wenig plötzlich. Eine weitere Schwachstelle in der Umsetzung ist der zweifelhafte Schluss, der inhaltlich zu trivial anmutet: Die Täter warten schon im Hinterhof und begehen vor den Augen Derricks einen weiteren Mord. Bei der anschließenden Schießerei sucht der Oberinspektor keine Deckung, sondern feuert in alter Wildwest-Manier waghalsig drauf los, ohne selbst getroffen zu werden.

Mein Urteil: *** von *****. Brillante Darsteller verhelfen der Folge zu durchschnittlicher Qualität.

Kabecks DERRICK-Rangliste: Platz 160





Signatur
"In diesem Haus hat Moses die Gesetzestafeln versteckt."
(aus DIE NACHT DES JAGUARS)

StephanDerrick 
Inspektor
.........

...

Status: Offline
Registriert seit: 03.08.2010
Beiträge: 1310
Nachricht senden
...   Erstellt am 07.07.2013 - 02:57Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Auch bei mir verleirt diese Folge das Duell gegen das "Original" "Offene Rechnung". Die Figuren sind doch teilweise krass überzeichnet, der von mir als Schauspieler und vor allem als Hörspiel-Sprecher sehr geschätzte Peter Pasetti (Erzähler bei "Die drei ???" und Skeletor in "Masters of the Universe")muss hier gnadenlos zu dick aufgetragen, eine Theater-Plattitüde nach der anderen abfeuern, Schiller, Shakespeare, Goethe, nichts ist vor ihm sicher, wie die übrigen drei diesen Larossa den ganzen Tag ertragen können, bleibt rätselhaft.
Der Umschwung kommt dann doch sehr plötzlich, und den Trick mit der Witwe gabs auch schon mindestens einmal, nämlich bei "Zeuge Yurowski".
Abgesehen von Pasetti agieren die übrigen Darsteller auf ordentlichem Niveau, nach dynamischem Anfang verliert die Folge an Spannung und Tempo.
Wie Kabeck schon monierte, ist dann der Showdown doch etwas verunglückt.
Die Musik von Helmut Trunz plätschert so dahin, allerdings ist mal beim Heimkinoabend das Thema aus "Diebachs Frau" von Duval zu hören. Weiß jemand, was das für ein Film ist, denn die Heimbewohner da anschauen? Normalerweise setzte ja Regisseur Wirth bei seinen anderen Folgen auf Eugen Thomass als Komponist. Ob er auch Trunz haben wollte, oder war der damals bei Ringelmann so angesagt?

Leider nur **/*****. Schade, da wäre mehr drin gewesen...

[Dieser Beitrag wurde am 07.07.2013 - 02:58 von StephanDerrick aktualisiert]




Oldtimer ...
Assistent
......

...

Status: Offline
Registriert seit: 04.05.2010
Beiträge: 738
Nachricht senden
...   Erstellt am 05.08.2016 - 20:04Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Meine Meinung deckt sich weitesgehend mit denen meiner Vorredner: Kein großer Wurf!

Die Thematik der Folge ist zwar trotz Verwendung in der Vergangenheit(Offene Rechnung, Die Schrecklichen beim Kommissar) immer wieder sehenswert. Leider ist sie im Falle von "Solo für Vier" mit zu vielen Nebensächlichkeiten gespickt. Mir fehlt hier irgendwie der rote Spannungsfaden.
Nur manchmal blitzt das nötige Krimifeeling auf, wie beispielsweise in der Einbruchsszene oder später in bzw. draußen vor der Kneipe.

Ansonsten bleiben mir rückblickend eher die 4 schrägen Senioren in Erinnerung, als ein packendes Krimivergnügen. Dank der lebhaften Gesamtatmosphäre aber zum Glück keineswegs ein totaler "Langeweiler"

*** von *****





Ähnliche Themen:
Thema Erstellt von Antworten Forumname
Solo für Vier, Folge 194 Squire1971 0 squire1971
Solo für Vier Teekanne 2 squire1971
Solo für Margarete, Folge 47 Squire1971 0 squire1971
Solo für Margarete ross 11 squire1971
Folge 88: Tod im See DoktorRoemer 15 squire1971
Neuer Thread ...

Geburtstagsliste:
Heute hat kein User Geburtstag!
----------------------------------




Impressum

Dieses Forum ist ein kostenloser Service von razyboard.com
Wollen Sie auch ein kostenloses Forum in weniger als 2 Minuten? Dann klicken Sie hier!



Verwandte Suchbegriffe:
derrick solo für vier | derrick solo | derrick forum solo für
blank