Mediterranea, eine Insel im Mittelmeer.

Eine Insel, ein unabhängiger Kleinstaat - genau im Kreuz der vier größten Mächte dieser Zeit: Rom, Athen, Alexandrien und Karthago - ein Ort der Weisheit und des Wahnsinns, der Korruption und der Freundschaft, der Freiheit und des Kampfes, ein Schmelztiegel der Kulturen und Klassen, wo Senatoren einem illustren Leben frönen, Händler aus aller Welt die exotischsten Dinge darbieten und Sklaven um ihre Freiheit kämpfen. Erlebe das Schicksal: Tauche ein in eine Welt voller Intrigen, Kampf, Spannung, Spaß, Liebe und Hass - werde Teil von Mediterranea!

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Nadiya
unregistriert

...   Erstellt am 03.03.2007 - 21:38Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Eine tiefe Genugtuung durchzuckte Nadiya als ihr Peiniger solche Schmerzen erlitt, sie sein Blut noch an ihren Lippen schmeckte und er sogar vom Lager herunterfiel. Schnell, die Frau im Raum nahm sie nur undeutlich war, rutschte Nadiya von Brunus weg.
Die Ketten klirrten leise, tolpatschig versuchte sie mit ihren Füßen noch weiter weg zu kommen, so dass sie selber vom Bett rutschte und auf den hartem Boden aufkam.
Immer noch von den Schlägen und der vorigen Angst benommen, brauchte Nadiya einen Moment, ehe sie wankend auf die Beine kam und sich mit einer nackten Schulter an der Wand abstützte. Als ihr Blick auf Brunus fiel, keimte Hass in ihr auf. Hätte sie einen Dolch gehabt, hätte sie nicht einen Moment gezögert, seine Schwäche zu nutzen und ihn zu töten.
Doch sie war immer noch gefesselt und nach dem Schock erst mal nur froh, dass sie sich Brunus entledigt hatte.
Einige Haare hingen ihr wirr im Gesicht, mühsam schüttelte sie die Strähnen zur Seite und half mit einem wenig Pusten nach. Erst dann fixierte sie die Frau mit ihren schwarzen Augen, der Hass gegen Brunus richtete sich gänzlich auch auf die Frau, die in Nadiyas Augen auch nicht besser als Brunus sein konnte.
Sie überlegte kurz, ob sie es an der Frau bis zur Tür schaffen konnte, doch ihre Knie fühlten sich immer noch zittrig und sehr unsicher an. So leckte sich mit der Zungenspitze nur nervös über ihre Unterlippe, schmeckte das Blut daran. Die beiden Anderen im Raum taxierend wartete Nadiya, ob sie weiter kämpfen musste oder vielleicht sich gar eine Fluchtmöglichkeit auftun würde.
Ihre Lippen verzogen sich zu einem höhnischen Lächeln, um ihre Unsicherheit zu überspielen, als sie das Leid von Brunus betrachtete und sich schon daran ergötzte.




Brunus
unregistriert

...   Erstellt am 04.03.2007 - 00:41Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Es dauerte eine Weile, bis Brunus sich langsam wieder fing. Trotz Schmerzen, trotz Schmach. Und erst als er sich der Gegenwart wieder bewusst wurde, war ihm klar, wie er versagt hatte und er hasste alle weiblichen Wesen. Und vor allem hasste er diese Sklavin und auch Thebe. Wie oft hatte er sie haben wollen, aber sie war ja der Liebling seines Herren.

Doch dann richtete er sich langsam auf. Die neue Sklavin ignirierte er, denn er wusste, er durfte ihr nichts tun, wegen Thebe, wegen Amun. Aber nun richtete sich dennoch sein Hass auf diese kleine Sklavin Thebe, welche hier auf einmal tat, als hätte sie das Sagen. Und auch wenn Nadiya es eigentlich war, die seinen Zorn entfacht hatte, so liess er ihn nun in seiner Wut an Thebe aus, egal, was Amun sagen würde.

Und als er sich gefangen hatte, stürzte er sich auf sie und schlug ihr mit der Faust wütend ins Gesicht: »Du hast mir gar nichts zu sagen!!« Und wieder rauschte seine Faust an ihren Kopf. »ICH HASSE EUCH!! Euch Frauen alle!«

Brunus war ausser sich und wusste selber nicht mehr, was er tat. Immer war er nur der Scherge, er hatte es satt. Er rastete aus.




Amun
unregistriert

...   Erstellt am 04.03.2007 - 00:55Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Thebe



Erst hatte Thebe ja gedacht, dass sie hätte Brunus einschüchtern können, schliesslich war sie ja schon weit aus länger als er im Haushalt von Amun und hattegewisse Rechte. Doch das Brunus nun so austicken würde, damit hatte sie nun wahrlich nicht gerechnet. Und so trafen sie die Faustschläge des Hünen auch unvermittelt hart und sie war nicht darauf vorbereitet und es traf sie so sehr, dass sie unmittelbar zu Boden ging, wenn sie auch noch bei Bewusstsein war, aber sie war solche Brutalität nicht gewohnt.

Am Boden kauernd, vollkommen fertig und überrascht versuchte sie dennoch die Fassung zu behalten. Sie hielt sich ihre Wange, die sehr schmerzte und gluckste nur schwach und sehr benommen: »Das war ein Fehler, Brunus ... Amun wird ...« Und dann schwindelte es ihr plötzlich. Nein, sie war nun mal eine kleine und nicht körperlich starke Frau und auf einmal sah sie nur noch einen dichten Nebelschleicher vor ihren Augen. Dennoch hoffte sie, dass nun keine endlose Katasthrophe geschah, war sie doch mit der noch gefesselten Sklavin alleine im Raum mit einem wildgewordenen Hünen, gegen die Thebe kräftemässig keine Chance hatte. Aber so schnell würde sie nicht aufgeben. Sie hoffte nun aber dennoch auf die Hilfe der anderen Sklavin, obwohl diese immer noch gefesselt war.




Nadiya
unregistriert

...   Erstellt am 04.03.2007 - 17:32Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Dass ihr Leidensweg ein Ende hatte, damit hatte Nadiya auch nicht gerechnet, doch die Wut, eines Berserkers gleichend, die dieser Mann offenbarte, erschreckte Nadiya doch erneut. Schnell rutschte sie an der Wand herunter, denn so, mit den Händen auf dem Rücken, wäre sie ihm hilflos ausgeliefert sein, nachdem er seine Wut an der Frau ausgelassen hatte.
Mühsam streckte sie ihre Arme, nutzte den gesamten Spielraum aus, den ihre Ketten ihr boten, und darüber hinaus.
Das Metall schnitt äußerst schmerzhaft in ihre Handgelenke, die Haut riss an den Stellen abermals auf und sie spürte das warme Blut an ihren Händen entlang tropfen.
Doch es gelang ihr, mit einigen Verrenkungen sich ihre Arme über die Beine zu winden und so ihre Hände nach vorne zu bekommen.
Die Schläge, die die andere Frau erhielt, schienen ihr selber um die Ohren zu donnern, ihr Blut rauschte laut pochend in ihren Ohren.
Mühsam erhob sich Nadiya erneut, um ihr schwindelte es und sie war sich nicht sicher, ob ihre Beine sie noch lange tragen würde. Kleine Lichtpunkte blitzten vor ihren Augen und sie merkte, dass der Fluch sie wieder überkommen wollte.
„Nicht jetzt…“
, hauchte sie leise zu sich selber.
Mühsam riss sie sich zusammen und lief schnell auf Brunus zu. Mit einem kehligen Knurren sprang sie ihn von hinten an und schlang die Ketten um seinen Hals. Soviel Kraft sie aufbringen konnte, würgte sie mit der Kette den Mann und klammerte sich gleichzeitig an seinem Rücken fest, nutzte ihr eigenes Gewicht dadurch, um ihn noch mehr würgen zu können. Wie ein Raubtier gab Nadiya weiter wütende und knurrende Laute von sich.




Brunus
unregistriert

...   Erstellt am 05.03.2007 - 20:10Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Brunus war regelrecht am Durchdrehen. Die in ihm aufgestaute Wut, weil er für alle immer der dumme Scherge war und jeder ihn mied oder ihm zeigte, dass er schlechter als alle anderen war und jeder ihn herablassend behandelte, kochte in diesem Augenblick über. Er sah rot. Gerade wollte er sich auf die vor ihm kauernde zierliche Sklavin stürzen, als er plötzlich und unverhofft von hinten angegriffen wurde . Er spürte das kühle Metall von den Ketten um seinen Hals und wie diese sich in seine Haut schnitten und ihm die Luft anfingen abzuschnüren. Er hatte in seiner Raserei nicht mitbekommen, wie Nadiya sich im Hintergrund die auf dem Rücken gefesselten Hände nun nach vorne streifen konnte.
Augenblicklich fasste er sich wütend mit seinen Händen an die Ketten, versuchte seine Finger dazwischen zubekommen, um so dem immer größer werdenden Druck abzuschwächen, doch dies gelang ihm erst nicht. Ein wütendes und lautes Knurren entwich nun auch Brunus Kehle und er versuchte schliesslich, die Sklavin, welche sich nun an ihm zusätzlich mit den Beinen klammerte, von sich zu schütteln.




Amun
unregistriert

...   Erstellt am 05.03.2007 - 20:11Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Thebe



Mit Erleichterung bekam Thebe mit, wie die neue Sklavin zur Tat geschritten war und Brunus nun angriff. Thebe handelte nun ebenfalls schnell, so fern ihr das gelang, da ihr immer noch von dem harten Schlag schwindelte. Sie rappelte sich vom Boden auf, den Schmerz und den Schwindel ignorierend und sprang zu dem Tisch, auf dem eine ovale mit ägyptischen Malereinen verzierte Tonvase stand, ergriff diese und mit zwei Schritten war sie bei Brunus und der Sklavin. Um diese nicht auch in Mittleidenschaft zu ziehen, hob die Vase mit beiden Händen hoch und liess sie in einem, für Nadiya ungefährlichen, Winkel auf Brunus dicken Schädel sausen. Sie hatte mit all ihrer Kraft zugeschlagen und nun zersprang das Tongefäß in unzählige kleine Scherben.




Nadiya
unregistriert

...   Erstellt am 08.03.2007 - 15:15Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Heftiger Schmerz zuckte durch Nadiyas Arme als Brunus sie abzuschütteln versuchte. Doch Nadiya biss ihre Zähne zusammen und ließ nicht von ihm ab. Im Gegenteil, sie versuchte ihre letzten Kräfte zu mobilisieren, um noch fester zu zudrücken. Das tiefe Knurren in ihrer Kehle nahm noch weiter zu und sie wusste, sie wollte diese Mann töten. So schlug sie wie eine Gepardin zu und vergrub auch noch ihre weißen scharfen Zähne in den muskulösen Hals von Brunus, würgte mit den Ketten weiter und spürte plötzlich Scherben, die auf sie niederprasselte und ein Schwall von Wasser, was ihre Haare benetzte und ihr die heiße Wut raubte. Verdutzt lockerte sie ihren Griff und bei der wirbelnden Bewegung von Brunus wurde sie abgeschüttelt.
Wuchtig fiel Nadiya auf den steinernen Boden hinab und rutschte gegen die Wand, schlug mit ihrer Schulter und ihrem Kopf an.
Sterne zuckten vor ihren dunklen Augen. Ein leises Stöhnen entrann ihren Lippen, doch dann tauchte ihr Geist in ein Meer aus goldenen und silbernen Sternen.
Ihre Augen verdrehten sich und ihr Körper zuckte wild, unwillkürlich schlang Nadiya die Arme um sich und rutschte an der Wand herunter, erzitterte immer wieder in dem Anfall der heiligen Krankheit, wie schon Hippokrates sie bezeichnete und biss sich fest auf die Unterlippe, so dass Blut auf den Boden tropfte.
Ob Brunus außer Gefecht gesetzt war oder die Gefahr noch akut, Nadiya bemerkte es nicht mehr.




Brunus
unregistriert

...   Erstellt am 09.03.2007 - 21:31Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Brunus brach schlichtweg zusammen: Erst das Würgen mir den Ketten, das ihm wahrlich die Lust nahm, und dann auch noch die Vase, die seinen Kopf hart traf. Brunus , der eigentlich schon viel vertrug, brach nun einfach bewusstlos zusammen und landete unweich auf dem Boden. Er fühlte und dachte nichts mehr.




Amun
unregistriert

...   Erstellt am 09.03.2007 - 21:42Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Thebe



Und Thebe sah noch, wie Brunus in seinem letzten Aufbäumen die arme neue Sklavin von sich geschüttelt hatte und diese nun unsanft gegen eine Wand geschleudert wurde und sich ebenfalls wie Brunus kaum mehr bewegte. Was geschah hier nur um der Götter Willen? Sie dachte nicht weiter darüber nach. Sie trat aus lauter Wut noch Brunus einmal in den Magen und schrie leicht verzweifelt: »Nimm dies, du elendes Miststück!« Doch Brunus schien wirklich erst ein Mal ausgeschaltet. Für wie lange war die Frage. Und so eilte Thebe sofort zu der Sklavin und wollte sie von ihren Ketten befreien, doch dafür fehlte ihr der Schlüssel.

Doch war das nicht gerade egal? Hauptsache sie kamen heil aus diesem Raum raus, bevor dieses Tier erwachte. Und so packte sie diese unter den Achseln und versuchte sie auf die Beine zu zerren. Panische Angst stand in ihrem Gesicht und auch ihr rann etwas Blut aus der Nase.
»Komm, schnell weg hier, raus hier!!!« flehte sie die Frau an, der es sichtlich schlecht ging. Sie hatte kaum mehr Kraft, versuchte aber der Frau, die leicht benebelt zu sein schien, auf die Beine zu helfen.
»Bitte, komm!« flehte sie weiter, war sie ihr doch für ihre Aktion so dankbar. Doch nun wollte sie nur noch mit der Sklavin aus diesem Raum fliehen, bevor Brunus noch vorzeitig erwachte.




Nadiya
unregistriert

...   Erstellt am 10.03.2007 - 23:21Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Schwarze Schatten mit hellen Blitzen vermischt türmten sich zu einem wogenden Meer aus alptraumhaften Bildern zusammen, die vor Nadiyas Augen erschienen. Ihr Gesicht verzerrte sich, sie riss ihre Augen auf und ihr Mund verzog sich zu seinem breiten Strich. Würgende Geräusche entrannen ihrer Kehle und sie zuckte heftig auf dem Boden, schlug mit ihrer Hand immer wieder wuchtig gegen die steinerne Wand und riss sich die Haut auf, eine blutige Spur blieb an dem hellen Stein hinterlassend.
Doch der Anfall währte noch nicht mal eine Minute.
Schon sackte Nadiya keuchend zusammen, Blut floss aus ihrem Mundwinkel und ihre Augen erhoben sich zittrig, fahrig wollte sie die Hände von Thebe zur Seite stoßen. Doch die Ketten hinderten sie daran.
Ihre Lider hoben sich flatternd und sie sah verständnislos in Thebes Augen. Ihr Körper schmerzte mehr von dem, nicht lange währenden, Anfall als vom Kampf gegen Brunus und ihr Geist war völlig benommen, konnte die vergangenen Minuten nicht mehr in den Tag einordnen.
Doch dann schoss es ihr blitzartig in den Sinn. Ihr neuer Herr, die Villa, der ekelhafte Mann…sein stickender Atem an ihrem Gesicht…seine Hände an ihrem Körper…trocken würgte Nadiya und sie sah sich hastig um, erkannte den Mann am Boden und versuchte nun auch hastig auf die Beine zu kommen.
Zwar hatte es Thebe schon einige Momente zuvor ausgesprochen, aber nun erreichten die Worte auch Nadiya. „Bitte, komm!“
Nadiya nickte.
„Wohin…“
, raunte sie leise und ließ sich auf die Beine helfen. Am liebsten hätte sie irgendeine Waffe gehabt, um sie Brunus tief in den Körper zu stoßen. Dass er nicht bei Bewusstsein war, das machte ihr wenig aus. Diese Männer, wie er, hatten einen guten Tod nicht verdient. Doch sie hatte keine Waffe, so erzitterte ihre volle Unterlippe, die noch ganz blutig war, halb vor Angst, aber auch unbändigen Hass.
Sie nickte und versuchte schwankend, immer noch durch die Ketten gefesselt, auf den Ausgang, vorbei an Brunus, zu zustreben.




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