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Olle 
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...   Erstellt am 08.11.2007 - 18:55Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo,
ich habe vor ein paar Tagen auf DLF eine Diskussionsrunde verfolgt, die über den Sinn von Literatur diskutierten. Dabei waren 1 Schüler, eine Lehrerin und ein SChriftsteller. Also es ging auch viel um die Art, wie Literatur in Schulen behandelt wird...
Es fielen unter anderem Sätze wie 'Literatur/Bücher sollen Menschen Erfahrungen näher bringen, ohne selbst in eine solche Situation kommen zu müssen'. Hier wurde dann Hoffmanns Hunger genannt...
blah blah. Und so weiter.
Dann kam irgendwann Musik. Mich persönlich hat die Musik wesentlich mehr angesprochen, als alle möglichen Bücher. Einfach, weil der Informationsfluss wesentlich höher ist, denke ich.
Jetzt komm ich zu den Fragen...
Was ist eurer Meinung nach der Sinn, bzw. die Aufgabe von Literatur?
Und vor allem, was ist euer Lieblingsmedium? Romane? Gedichte? Musik? (Das nehm ich mal mit rein, weil ich es selbst als sehr wichtig empfinde)
Was sind die Vorteile von Büchern gegenüber Gedichten? Kann man sich auf eines festlegen und dadurch ein anderes ersetzen? Das man zum Beispiel nur Gedichte liest, aber die gleichen Erfahrungen macht, wie ein Mensch, der Romane verschlingt?
Das sind so ein paar Fragen, die mir auf der Seele brennen. Sagt mal an, was ihr darüber denkt. Danke!
lg Olle




Arminius ...
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...   Erstellt am 15.11.2007 - 19:10Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Olle schrieb


    Was sind die Vorteile von Büchern gegenüber Gedichten?



Ich würde diese frage anders formulieren, denn gedichte werden durchaus auch in Buchform gebracht. Du solltest vielmehr zwischen Prosa und Lyrik unterscheiden.

Was die anderen Fragen angeht, so kann ich nur sagen, dass es wohl zum einen vomn Charakter abhängt, ob jemand lieber Lyrik konsumiert oder Prosa. Zum anderen ist es glaube ich auch von der Stimmung abhängig.





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Gedanken sind wie Schnee. Frierst du sie nicht ein, dann tauen sie davon.

Totenvogel ...
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...   Erstellt am 06.12.2007 - 19:56Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo

Der einfachste Sinn der Literatur, ist die Unterhaltung, in dem nimmt es sich nichts mit Gedichten und Musik. Sie dienen einem Grundbedürfnis, sowie Theater, Oper und in der heutigen Zeit Film und Fernsehen, dem Grundbedürfnis nach Unterhaltung. Jedes Medium für sich hat seine Vor.- und Nachteile, das entscheidende bei allen ist der Anspruch an den Inhalt. Opium für das Volk oder Individualität für Jeden. Da du Musik bevorzugst, wirst du einen Unterschied zwischen Roberto Blanco und Funny van Dannen sehen… jeder Bereich sein eigenes Spektrum. Du suchst nach den Vorteilen der Literatur? Ich glaube, das nichts dem Hirn soviel Freiraum lässt wie ein Buch. Denn ein Buch ( Bilderbücher und Comics ausgenommen ) hat nur erzählte Bilder, beschreibt Gedanken und Gefühle, hat keinen Rhythmus und keinen Takt. Ein Buch verkörpert die Macht der Worte. Jedenfalls die Bücher die ich bevorzuge und die sind breit gefächert in ihren Gebieten und jedes ist eine phänomenale Buchstabenreise oder kommt ins oberste Regal zu den Wollmäusen. (Wollmäuse sind Staubgebilde die sich nach Jahrhunderten darauf bilden.) Musik lässt deine Seele schwingen hebt sie auf, lässt sie fallen je nach Takt, sie ist nicht weniger wertvoll, aber sie gibt dir nicht soviel Freiraum. Musik mit Text hat noch weniger Freiraum, das gesungene Wort hat eine vorgeschriebene Betonung in dem Lied, das du hörst. Ich ehrlich gesagt, würde mich nicht für ein Lieblingsmedium entscheiden. Ich mag alle, Fernsehen ausgenommen.

Bücherschreiber und Dichter sind Wortmaler, sie schreiben Bilder. Wenn du ein gutes Buch liest und es dich fesselst, merkst du, dass du plötzlich am Rande deines sehr kleinen Universums stehst und in die Nachbargalaxie schaust. Fiktiv hin oder her, es sind die Emotionen die Gedanken eines anderen Menschen. Gedanken lesen und Emotionen teilen und dadurch verstehen, ist doch ein wunderbarer Gedanke.

Probier es mal mit: John Irving „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ erst liest du das Buch und danach schaust du dir die DVD an. (die heißt genauso)

Oder du nimmst Schillers „Ode an die Freude“ pur und danach mit Beethovens Musik.

Soweit meine Gedanken dazu

Lieben Gruß
Der
Totenvogel





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Alleine geboren, allein gestorben, dazwischen
diverse Berührungsversuche.
© Margot S. Baumann (*1964), Schweizer Lyrikerin und Aphoristikerin

Flame ...
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...   Erstellt am 26.02.2008 - 13:27Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die Erfahrungen sind völlig unterschiedlich.

Ich lese gerne Liebesromane und auch Gedichte, selber schreibe ich Gedichte über Liebe, Lust und Leid.

Ich lese weniger Dokumentationsbücher, aber ich liebe Bücher.
Denn ich denke in der heutigen Zeit verlieren sie für die jungen Menschen zu schnell an Bedeutung.

In der Schule haben mich Bücher jeder Art nicht besonders interessiert, da schon eher und überwiegend die Musik.

Es ist, glaube ich, auch eine Altersfrage - auf was sich das Hauptaugenmerk richtet. Zum Glück ändern sich viele Dinge, sonst hätte ich, wenn man auf meine Schulzeit zurückblickt, weder ein Buch gelesen noch selber zum Schreiben begonnen.

Weiß jemand der Dokumentationsbücher liest mehr, als jemand der Romane liest?
Hm, ich glaube, rein wissensmäßig ja, aber Wissen kann man sich auch anderweitig aneignen.

Vergleicht man aber, Romanleser (Liebesroman oder Krimi u.a) mit Gedichtelesern, dann kann man nicht von einem Wissensunterschied sprechen.
Es sei denn, in dem Roman werden wissenswerte Dinge erklärt.
Insgesamt ist das generell die falsch gestellte Frage.

Wie gestaltet man Kindern oder Jungendlichen die Bücherwelt attraktiver?
Einfach anbieten, Werbung machen und hoffen.

LG
Flame

P.S. Ich kenne blitzgescheite Menschen, die sehr selten bis gar nicht Fernsehen. Sie lesen einfach viel.





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Die Liebe ist stumm, nur Poesie kann für sie sprechen. Novalis


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