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derchefderII ...
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...   Erstellt am 08.04.2008 - 09:24Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ein hocherfreuter Chronist möchte - vermutlich das letzte mal in dieser in dieser Saison - über einen gewonnenen Wettkampf berichten.
Im Vorfeld war ich „mittelpessimistisch”, weil es einige Absagen hagelte. Bei Steffen und Ralf war nichts zu machen, aber dankenswerterweise machte Wolfgang wenigstens die Teilnahme möglich.
Aber mir war durchaus bewusst, dass Gohlis auch Probleme „quantitativer Natur” hat: Die 1. und 3. Mannschaft stehen auf Abstiegsplätzen und müssen maximal unterstützt werden.
Das sie dann noch (fast) in Bestbesetzung aufliefen, drückte meine Stimmung weiter. Zu unserem Glück hat allerdings Schachfreund Nadsidis das Spiel im Verein offensichtlich völlig aufgegeben, er spielt z.Z. ein Turnier nach dem anderen und ist offensichtlich nicht Willens Punktspiele zu bestreiten-traurig.
Zum Wettkampf:

Braun - Natsidis + : -

ohne Kommentar, schade für Gottfried

Otto - Römling 0,5 : 0,5

Sven spielte seine Caro-Kann-Varianten gewohnt sicher und originell. Er konnte problemlos ausgleichen und erspielte sich einen zumindest optischen Vorteil. Dieser hielt bis zum Schluss. Die Partie endete als die letzte. Ob man sich Aufgrund der klaren Lage im Match oder weil keiner mehr eine Gewinnidee sah auf Remis einigte, weiß ich nicht genau. Auf jeden Fall war der halbe Punkt nie in Gefahr. Sehr solide und routiniert gespielt.

Limpert - Klemm 1 : 0

Gegen Dietmar habe ich in den bisherigen Begegnungen (wenn auch im Schnell- und Blitzschach) keinen Stich gesehen. So war der Schreck auch doppelt groß, als er mir - und nicht wie spekuliert und vorbereitet - Judith oder Sandra gegenüber saß.
In der Eröffnung (geschlossener Sizi) leistete ich mir gleich eine Ungenauigkeit, welche mein Läuferpaar halbierte. Das Remisangebot war daher schon geübte Schadensbegrenzung. Ich stand nicht unbedingt schlechter, musste mir aber jegliche aktiven Maßnahmen verkneifen.
Dietmar blieb nichts anderes übrig, als auf Sieg spielen, um im Match noch eine Chance zu besitzen.
Und so lief es wie so häufig: er „revanchierte” sich mit einer ungenauen Abwicklung bei der Stellungsöffnung: Sein Königsflügel geriet unter Druck, ein Bauer ging verloren. Die Zeitnot wurde stärker. Wenn er jetzt still hält, fällt es mir im T-D-Endspiel mit latent gefährdeten König auch schwer, vor der Zeitkontrolle entscheidende Drohungen aufzubauen.
Die von ihm forcierte Öffnung im Zentrum sah zwar auch gefährlich aus, war aber letztendlich der schnellste Verlustweg.
Das ist vermutlich das „Geheimnis” meiner derzeitigen „Strähne”: Ich finde in den kritischen Positionen wieder vernünftige Züge und so befinde ich mich nach zwei Jahren Durststrecke in der Endabrechnung auf jeden Fall über 50 %. Ich bin zufrieden.

Fuchs - Just 0,5 : 0,5

Wolfgang befindet sich in doppelter Hinsicht in einer schweren Saison: Die Ergebnisse waren in letzter Zeit nicht so doll und (weil) er hat wieder einmal Schwarz. Judit hat das originelle Repertoire von Gottfried übernommen. So ist das französische Abtauschsystem nach Sc3/Lb4 für den siegwilligen Franzosen zwar übelst ätzend, aber im Gewinnsinne ist wohl auch nicht so viel zu machen. So jagte auch ein Abtausch den anderen und in völliger Symmetrie einigte man sich auf volle Harmonie .....
(schöner Kalauer). Auf jeden Fall absolut sicher und routiniert gespielt !

Greger - Ulms 1 : 0

Ubald war in dieser Saison auch der Verzweiflung nahe und es lief auch diesmal wie so oft:
Es kam eine Eigenkreation des geschlossenen Sizis auf das Brett, nach positionellem Geplänkel ging nach offensichtlichen Ungenauigkeiten zwingend ein Bauer für Sandra verloren. Aber die Zeit wurde wieder einmal knapper und das Zittern bei den Außenstehenden begann. Aber wie in besten Zeiten blieben die Züge genau und zwingend, der Vorteil verstärkte sich trotz logischer Gegenwehr. Ubald schafft die 40 Züge (für seine Verhältnisse bequem) und hat entscheidenden Vorteil. Ganz stark gespielt !!

Schötzig - Dobierzin 0,5 : 0,5

Auch Olaf hatte zum weiderholten Mal Schwarz und hatte in dieser Saison auch einige Probleme. Diesmal zeigte auch er alte Stärke. Gut aus der Eröffnung gekommen, hatte er zumindest leichten Vorteil. Ob der sich zu entscheidenderen Dingen hätte entwickeln lassen, vermag ich nicht zu behaupten. Andreas zog jedenfalls routiniert die Notbremse und vereinfachte entscheidend.
Auch wenn Olaf unzufrieden ist, in dieser Saison noch nicht gewonnen zu haben; gegen einen solch starken Widerpart hat er sehr überzeugend gespielt, Glückwunsch.

A. Gempe - Peters 0,5 : 0,5

Von der Papierform natürlich eine klare Sache für Andreas, es kam aber überraschend anders: Zu dieser Partie kann ich überhaupt nichts sagen, da sich beide so schnell auf Remis einigten, dass ich keine Zeit hatte einmal auf das Brett zu schauen. Daher auch ohne Wertung, prophylaktisch aber ein Kompliment für sichere Spielweise!

Schellig - Gerhardt 0,5 : 0,5

Dirk wählte den sicheren Stonewall-Aufbau und tatsächlich gingen bis zur Öffnung der ersten Linie einige Klötzer vom Brett. Sorgen konnte einem eigentlich nur die etwas schlechtere Entwicklung des scharzen Damenflügels machen. Als er dann die - m.E. ungenaue - Priorität Damentausch vor Entwicklung verfolgte, fand er sich in einem Leichtfigurenendspiel mit zentralem Doppelbauer wieder. Das hat er in der Partie erfolgreich verteidigt. Ob wirklich noch was für Andreas ging, kann nur die Analyse zeigen. Ich neige auch dazu, die schwarze Stellung als haltbar einzuschätzen.
Also gut gespielt und gekämpft !

Was bleibt als Resümee? Manchmal läuft es wirklich wie ein Länderspiel: Man ist von Anfang ein Punkt vorn, keiner verliert (!) und die guten Stellungen werden alle gewonnen. Damit sind - angesichts der Entwicklung am Tabellenende, jeder gewinnt hier plötzlich gegen jeden - die für den endgültigen Klassenerhalt notwendigen Punkte gesichert.
Glückwunsch auch an die Erste zum Sieg gegen Dresden und Daumendrücken an die Dritte, das trotz der Niederlage noch was zu retten ist....

[Dieser Beitrag wurde am 08.04.2008 - 09:26 von derchefderII aktualisiert]





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Man hat vom Schach gesagt, dass das Leben nicht lang genug dazu ist, -
aber das ist ein Fehler des Lebens, nicht des Schachs. - Christian Morgenstern

derchefderII ...
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...   Erstellt am 16.04.2008 - 16:48Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Leider musste ich mir von Fritz erzählen lassen, dass in meiner Partie kurz vor Schluss der Ausgleich möglich war. Dietmar konnte mit Dg7+ (statt dem Verlustzug Dxa2+) seinen Turm entfesseln und nach Kh2 Txf5 erzwingt er den Übergang in ein Bauernendspiel bei dem er mit seinem aktiveren König zu allem Überfluss auch noch den Minusbauern (f5) zurückgewinnt. Das war natürlich in Zeitnot nicht einfach zu finden, also Glück gehabt.





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