Wege aus der Essstörung - das Forum für eine tolerante und offene Diskussion rund um das Thema und Erfahrungsaustausch über Wege aus der ES. ************************************************************************************************************************************************************************************************************************************* Wir freuen uns auf einen regen Austausch mit Esssüchtigen, die auf dem Weg aus der Esssucht sind und mit ehemaligen Esssüchtigen, die dabei sind nach dem psychischen jetzt auch den körperlichen Ballast abzuwerfen. Wir wollen uns gegenseitig auf diesem Weg unterstützen. Führt Euer Online-Tagebuch bei uns, gebt Euch gegenseitig Tipps und Tricks und Feedback zu dem, was bei Euch so läuft. Gemeinsam sind wir stark!!

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Molly ...
...ißt nichts, was Augen hat!
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Registriert seit: 24.11.2005
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...   Erstellt am 02.04.2006 - 15:45Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich könnte mir den ganzen Tag nur die Decke über den Kopf ziehen und mich verkriechen.
Eben hat mich eine Freundin angerufen und wollte mit mir heute nachmittag ins Kino gehen, was mache ich? ERfinde eine Ausrede und bleibe hier Jetzt ärgere ich mich über mich selber und könnte schon wsieder nur essen Manchmal frage ich mich echt, ob was mit mir nicht stimmt
Molly





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www.menschen-fuer-tierrechte.de

Merle ...
...mit grossen Schritten auf dem Weg zu sich selbst
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Registriert seit: 14.11.2005
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...   Erstellt am 02.04.2006 - 18:29Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Du, das kenne ich! Genauso geht es mir auch oft. Ich plane Dinge, die ich erledigen muss oder wenn jemand zu mir kommen muss schon so, dass ich das möglichst nur zwei- oder dreimal die Woche habe und den Rest für mich bleiben kann. Klingt wahrscheinlich bescheuert aber es ist so wahnsinnig anstrengend für mich, mich draußen zu zeigen, einfach die Blicke der anderen auszuhalten oder zu ignorieren, was die wohl denken mögen, das kostet alles soviel Kraft .

Ich würde so gerne wieder schwimmen gehen aber wenn ich an den Spiessrutenlauf von den Umkleiden ins Becken denke wird mir ganz schlecht.

Merle




Sunny 
on her way to the sunny side of life...
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...   Erstellt am 02.04.2006 - 18:48Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo ihr zwei,
erstmal schön, dass ihr Euch gemeldet habt
Verkriechen? Hmm, ist ja irgendwie auch mein Thema, mit meinem die Nächte durchmachen und mich hier einigeln.
Wobei ich durchaus auch positive "Tagerlebnisse" sammele, z.B. gehe ich immer noch regelmäßig zum Sport.
Nicht nur wegen dem netten Trainer Ich fühle mich danach einfach saugut, es ist aber auch einfach dort, weil da wirklich keiner blöde guckt. Es sind auch viele Ältere da, die sind auf Rücken und Fitness ab 50 spezialisiert und da tummeln sich eben nicht die Reichen und Schönen
Sunny




Solitude ...
Vorsicht - Freigeist :-))
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Registriert seit: 12.11.2005
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...   Erstellt am 02.04.2006 - 22:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Das was Du schreibst Sunny, "schöne Tageserlebnisse sammeln" halte ich für sehr wichtig.
Ich kenne diesen Wunsch des Sich-Zurückziehens auch noch von früher.
Hilfreich ist es in jedem Fall die positiven Begegnungen, die jeder ja auch hat, zu archivieren und sich immer wieder ins Gedächtnis zu rufen.
Zum Beispiel einen netten Abend mit Freunden, einen Kinobesuch, ein Essengehen nicht nur zu genießen, sondern quasi in einer Erinnerungsschublade aufzubewahren und bei Bedarf aufzuziehen und sich daran zu erinnern, dass man sich zwar aufraffen mußte, dass es dann aber sehr schön war.
Genauso wie nicht nur in negativen Erinnerungen an die Vergangenheit zu verharren, sondern auch die vielen (vielleicht kleinen aber doch bei genauem Hinsehen zu erkennenden) Schritte nach vorne zu erkennen und zu würdigen.

Alles Liebe, Soli





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Der Weg zu mir selbst war der schwerste, den ich je gegangen bin aber auch der lohnendste, weil er mich auch zu Dir geführt hat.
(von mir für Dich )

Molly ...
...ißt nichts, was Augen hat!
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...   Erstellt am 08.06.2006 - 21:56Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich funktioniere nur noch, ich meine ich mache das was ich machen muss aber es ist kein Raum für was Schönes.
Es kostet mich schon Überwindung nach draußen unter Menschen zu gehen. Ich teile mir das auf, so dass ich möglichst nur 2 oder 3 mal die Woche unter Leute muss. Das Studium leidet darunter, weil ich Schwierigkeiten habe, mich mit neuen (fremden) Leuten zu treffen.
Wenn ich das so schreibe kommt mir das selbst bescheuert vor
Ich weiß nicht ob das hier jemand kennt, es kostet mich soviel Kraft, mich "draußen" zu stellen. Ich muss mir dann irgendwie vorher meine Fassade zurechtbasteln, also mich pflegen und zurechtmachen, damit ich wenigstens in dem Bereich nicht angreifbar bin.
Zuhause hänge ich manchmal tageweise ab und sehe aus wie Hund

Meine Wohnung ist dann wie meine Burg, da bin ich geschützt.
Ich erinnere mich, dass ich früher als ich klein war immer Höhlen gebaut habe (Decke über den Tisch und Kissen rein, das fand ich ganz toll, da habe ich mich sicher gefühlt.

Rein theoretisch weiß ich, dass ich mehr unter Menschen sollte oder dass was Soli geschrieben hat. Mit der praktischen Umsetzung klappt es aber nicht. Dann mag ich auch nicht schreiben, weil ich mich ja auch schäme, dass es so läuft

Hmmm, jetzt habe ich es doch geschrieben, jetzt schicke ich es auch ab, egal





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Merle ...
...mit grossen Schritten auf dem Weg zu sich selbst
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...   Erstellt am 09.06.2006 - 01:40Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hi Molly!
Du, das hätte ich geschrieben haben können...ich kann dich so gut verstehen
Ich habe Wochen, wo es mir gut geht und dann falle ich wieder in so ein Loch und würde am liebsten nicht vor die Tür gehen.
Ich habe da eine richtige Macke entwickelt, manchmal fühle ich mich auch in meiner Wohnung beobachtet. Also nicht dass ihr denkt ich bin total verrückt - meine Haustür hat ein Oberlicht aus Klarglas und mein Wohnzimmer hat leider auch eine Tür mit Glas. Denke ich immer jeder im Treppenhaus guckt bei mir hinein
Jetzt habe ich mir echt Zeitung in die Tür geklemmt, damit man durch das Oberlicht nicht hineingucken kann.

Als ich Kind war hat mich meine Mutter immer durchs Schlüsselloch beobachtet, wenn ich mich im Bad eingeschlossen hatte, da habe ich dann später immer ein Handtuch vorgehängt.
Ich glaube, dass das noch daher kommt, dass ich mich immer beobachtet fühle.

Wenn ich gut drauf bin, mag ich auch weggehen und dann ist das alles kein Problem aber in schlechten Zeiten ist jeder Schritt draußen wie Spiessrutenlaufen.

Ich kann dich so gut verstehen, Molly




Maggie 
...die Bienenbetörerin ;)
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...   Erstellt am 09.06.2006 - 08:28Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Rückzugsphasen kenne ich auch, nicht so extrem wie ihr das schildert Molly und Merle aber ich schotte mich auch ab, wenn es mir nicht gut geht.

@ Merle: das finde ich schlimm was Du schilderst, dass Deine Privatsphäre so gar nicht respektiert wurde Kein Wunder, dass Du damit heute noch Probleme hast. Mich verletzt es zum Beispiel bis heute, dass meine Eltern in meinen Tagebüchern geschnüffelt haben (angeblich zu meinem Besten ). Herausgekommen ist es dann dadurch, dass sie mir Vorhaltungen über Dinge gemacht haben, die sie gar nicht wissen konnten. Solche Vertrauensbrüche wirken lange nach.

@ Molly: keine Sorge, ich denke nicht, dass das irgendjemand hier merkwürdig oder bescheuert findet. Sich der Öffentlichkeit stellen, wenn man sich mies fühlt ist doch für jeden schwer.
Theorie und Praxis, das ist auch so ein Thema, das mir bestens bekannt ist




Molly ...
...ißt nichts, was Augen hat!
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...   Erstellt am 23.08.2006 - 03:52Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo zusammen, ich lebe noch. Mein Rückzug dauert an, statt Decke über den Kopf verbarrikadiere ich mich tagsüber und lebe hauptsächlich nachts. Ich weiß nicht mehr wer aber war hier nicht noch so ein extremer Nachtmensch unterwegs?
Ist natürlich nicht alltagstauglich so ein Verhalten aber ich ertrage den normalen Wahnsinn im Umgang mit anderen Menschen immer schlechter
Auch wenn ich mir schon Gedanken machen wie das so weitergehen soll mit mir





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www.menschen-fuer-tierrechte.de

Ulli 
Glühwürmchen vom Dienst :-))
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...   Erstellt am 23.08.2006 - 22:56Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hi Molly, die andere Nachtaktive hier ist glaube ich Sunny. Obwohl ich glaube, dass sich das bei ihr auch normalisiert hat.
Ich könnte das nicht, bin ein absoluter Morgenmensch und abends total geschafft




Sunny 
on her way to the sunny side of life...
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...   Erstellt am 25.08.2006 - 21:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Nachteule gesucht? Ja, das war (bin) ich. Ich glaube, ob man Morgenmuffel oder Nachteule ist ist einem in die Wiege gelegt.
Das extreme die nacht zum Tag machen habe ich in meinen depressiven Zeiten auch praktiziert.
Jetzt bin ich schon durch meinen Freund gezwungen, den Rhythmus etwas zu verlagern, sonst würden wir auns am End gar nicht mehr sehen oder ich ins Bett gehen wenn er aufsteht und das wäre nun echt nicht in unserem Sinne




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