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...   Erstellt am 15.03.2006 - 19:18Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Sherlock Holmes

Ob die Verfilmungen, die Romane oder den Einfluß, den diese Figur der polulären Mythen auf andere Bereiche ausgeübt hat und ausübt, es gibt sicherlich vieles, was zu und über Sherlock Holmes geschrieben werden kann.
Jedes Thema ist sicherlich schon ein Kapitel für sich (wert).

In diesem Sinne freue ich mich über Eure Beiträge jeglicher Art zu Sherlock Holmes und den Ausstausch an Informationen, der sich daraus ergeben mag.


Übrigens:
Wer kann etwas zu den verschiedenen Filmen sagen?

[Dieser Beitrag wurde am 15.03.2006 - 19:36 von Photographer aktualisiert]





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...   Erstellt am 15.03.2006 - 19:20Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Eine gedankliche Anregung hinsichtlich der literarischen Figur


Sherlock Holmes - Archetyp und Verwandter vieler Helden

Jeder kennt ihn, aber die wenigsten sind mit der literarischen Figur vertraut. Ähnlich wie bei James Bond ist auch Sherlock Holmes den meisten eher durch Verfilmungen ein Begriff, wobei die Frage nach werkgetreuen Verfilmungen sicherlich weitaus intensiverer Erläuterungen bedarf als bei Ian Flemings heldenhafter Romanfigur. Die Geschichten wurden zu Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts - also zu einer Zeit - geschrieben, in der das Medium „(Unterhaltungs)-Film“ den Schöpfer dieser Romanfigur, Arthur Conan Doyle
(1859 - 1930), noch nicht groß beeinflußen konnte.

Rückblickend wird in der Historie literarischer Themenkreise der Ursprung des modernen „intelligenten Krininalromans“ dem amerikanischen Literaten und Dichter Edgar Allan Poe zugeschrieben. Als bedeutendster Vertreter der amerikanischen Romantik schrieb Poe neben seinen berühmten Erzählungen, die einen Hang zum Makaberen und Schaurigen hatten, auch Kriminalgeschichten. »The murder in the Rue Morgue«, »The mystery of Marie Roget«, »The gold bug“ und »The purloined letter« sind Vorbilder der modernen, logisch induzierenden Kriminalgeschichte.


Die nach Arthur Conan Doyle in Erscheinung tretende Agathe Christie
(1890 - 1976) wird mit ihren Kriminalromanen zu erfolgreichsten Autorin dieses Genres werden, wobei der belgische Meisterdetektiv Hercule Poirot sich an dem großen Vorbild Sherlock Holmes orientiert und in späteren Geschichten den englischen Hauptmann Hastings als eine Art „Doktor Watson“-Alter Ego zur Seite gestellt bekommen wird.
In „Die Morde des Herrn ABC“ wird Poirot das literarische große Vorbild beispielsweise an einer Stelle ironisch zitieren, wenn er seinem getreuen Adlatus Hastings eine genaue Beschreibung des Mörders dahingehend gibt, wie groß der Mann ist, daß er eine kaputte Schulter habe und ein Bein nachziehe. Hauptmann Hastings ist daraufhin sehr erstaunt , da weder Fußspuren noch ein Augenzeuge den Mörder bisher zu Gesicht bekommen habe. Der Belgier muß dann herzhaft lachen und offenbart dem Freund, daß seine Aussage überhaupt keinen Bestand haben könne, sondern daß er sich nur einen Spaß gemacht habe und seinen „literarischen“ Bruder Sherlock Holmes zitiert habe.
Bei Agatha Christie macht sich das Medium „Film“ im Aufbau ihrer Geschichten schon weitaus stärker bemerkbar, da man beim Lesen willkürlich eine Symbiose vor dem geistigen Auge hinsichtlich der filmischen Werke Alfred Hitchcocks aus den Dreizigern hat, wobei man sich darüber streiten kann, wer in späteren Jahren zwischenzeitlich wen im nachhinein beeinflußt haben könnte.

Erstaunlicherweise hat sich der Meisterregisseur Alfred Hitchcock nie an einer der berühmten literarischen Serienfigur wie Sherlock Holmes, Hercule Poroit oder James Bond herangetraut, obwohl viele seiner Filme wie abgewandelte und zu Eigenleben geworde Zitate derer sein könnten.
Im Gegensatz zu den literarischen „Über-Helden“ zog es Hitchcock bei diesen Genreverfilmungen vor, seinen filmischen Helden immer als Unwissenden zu präsentieren, der durch widrige Umstände auf sich allein gestellt, oftmals von der Staatsmacht verfolgt wird und seine Unschuld aus eigener Kraft nur beweisen kann und muß. Zwei Klassiker in dieser Hinsicht sind „Das Fenster zum Hof“ und „Der unsichtbare Dritte“. Beim ersteren liegt das Geschehen lange Zeit brach. Allein Beobachtungsgabe und Analyse treiben das Geschehen voran. Der Hauptdarsteller spielt im wahrsten Sinne des Wortes „Detektiv“. Beim anderen Film muß der gejagte Held seinen Kopf selbst aus der Schlinge befreien, in der er sich unschuldig und unbeabichtigt befindet.
Nicht von ungefähr wird sich dieser Art von Moment auch in dem zweiten James Bond-Film „Liebesgrüsse aus Moskau“ wiederfinden, wenn der britische Geheimagent im Zug erst den teuflischen Plan, den sich Spectre-Agent Kronsteen ausgedacht hat, wortwörtlich aus dem Munde Red Grants erfahren wird.

Der gefährliche und konstruierte Plan des Mörders ist eine der großen Eigenheiten und absolutes Markenzeichen, welches sich in vielen Kriminalgeschichten von Doyle und Christie wiederfinden wird. Im Gegensatz zum Geheimagenten James Bond besteht hier die erste Aufgabe der „Literatur“-Detektive darin, den immer stattgefundenen Mord aufzuklären und die Raffinesse und intellegente Durchtriebenheit der Mörder aufzuzeigen. Ein unüberlegter Mord im Affekt macht hier keinen Sinn.
Bei den 007-Verfilmungen dagegen wird es sich um den Masterplan des Bösen/Bösewichts handeln. Im Gegensatz zu den Detektiven ist es aber nie der Leser, der der Genialtität des Bösen Respekt zollen soll, sondern der Geheimagent übernimmt hier quasi stellvertretend für die Leser/Zuschauer diese Rolle im Film. Hier geht es dabei nicht mehr um einzelne/wenige Opfer, sondern häufig gleich um halbe Länder oder ganze Bevölkerungsteile, denen der Weltenretter James Bond zu Hilfe zu eilen hat und dabei gleichzeitig den Plan des Hauptbösewichtes zu vereiteln.


Gewisse Eigenheiten und Merkmale erfolgreicher literarischer Kunstfiguren beinhalten autobiografische Merkmale, die auch bei Arthur Conan Doyle wieder zu finden sind.



Sir Arthur Conan Doyle (1859 - 1930)

Der Schöpfer des weltberühmten Meisterdetektivs Sherlock Holmes ist der Englänger Arthur Ignatius Conan Doyle. Er wird am 22. Mai 1859 in Edinborough geboren. Den meisten Menschen ist Doyle heute als Literat ein Begriff, wenigen dagegen ist er als Mediziner geläufig. Den Arztberuf hatte Doyle ursprünglich ausgeübt. Das literarische Pendant Watson ist wie sein geistiger Vater Mediziner. Sein Meisterdetektiv Sherlock Holmes zeichnet sich in seiner Vorgehensweise darin aus, die Vorgänge oft in naturwissenschaftlichen Verfahren zu erarbeiten. Lupe, Mikroskop und chemische Analysen stellen somit eine Verknüpfung zwischen den literarischen Geschöpf und der realen Person dar.
Arthur Conan Doyle studierte von 1876 bis 1881 in Edinborough an einer der berühmtesten Fakultäten des Landes. Vor Abschluß seines Examens fuhr Doyle für rund ein halbes Jahr als Schiffarzt auf einem Walfänger durch die Arktis. Danach ging es noch einmal zur See nach Westafrika.
Nach dieser Sturm und Drangzeit ließ sich Doyle in Southsea, einem Vorort von Portsmouth als Allgemeinmediziner nieder. 1855 heiratete er Louise Hawkins und promovierte im gleichen Jahr. Seine Praxis ging über die Jahre jedoch so schlecht, daß er reichlich Zeit hatte, seinen literarischen Neigungen nachzugehen. Nach einigen veröffentlichten Kurzgeschichten schrieb Arthur Conan Doyle im Jahre 1886 »A Study in Scarlett« („Eine Studie in Scharlachrot“) in der erstmalig die Figuren Sherlock Holmes und John H. Watson (ursprünglich lauteten die Namen in der ersten Fassung noch Sherringford Holmes & Mormond Sackers) auftauchen.
Der große Durchbruch war diesem Roman jedoch nicht beschieden und trotz weiterer Publikationen machte erst ein Magazin die Figur und seinen Schöpfer berühmt. Das damals monatlich neu erscheinende »Strand Magazine« brachte in kontinuierlicher Abfolge neben bebilderten Artikeln auch abgeschlossene Kurzgeschichten von Sherlock Holmes heraus. Als lesendes Kaufpublikum kamen vom Stubenmädchen bis zum Professor alle in Frage. Mit einer Startauflage von 300 000 Exemplaren erreichte die Geschichten des Meisterdetektiven erstmalig ein großes Massenpublikum und innerhalb kürzester Zeit stieg die Auflage des Magazins auf eine halbe Million verkaufter Zeitschriften dank der populären Geschichten von Doyle an. Der Rest ist (Erfolgs)-Geschichte und soll auch hier weiter gar nicht behandelt werden.

Nachfolgend ein Werksverzeichnis der Einzelbände über Sherlock Holmes:

• Eine Studie in Scharlachrot · Roman / Band 1
• Das Zeichen der Vier · Roman / Band 2
• Der Hund der Bakervilles · Roman / Band 3
• Das Tal der Angst · Roman / Band 4
• Die Abenteuer des Sherlock Holmes · Erzählungen / Band 1
• Die Memoiren des Sherlock Holmes · Erzählungen / Band 2
• Die Rückkehr des Sherlock Holmes · Erzählungen / Band 3
• Seine Abschiedsvorstellung · Erzählungen / Band 4
• Sherlock Holmes’ Buch der Fälle · Erzählungen / Band 5



Nachfahren im Geiste der Autorenschaft und im Sinne der Figur des Sherlock Holmes sind beispielsweise die Figur des „William von Baskerville“ aus Umberto Ecos »Name der Rose« oder die parodistische Auslegung in der Comicfigur „Nick Knatterton“ von Manfred Schmidt.


Nachwort:
Wer jetzt sagt, bei diesem Gedankenanstoß fehlt doch Edgar Wallace, Schöpfer von 170 Kriminalromanen, dem sei hiermit Recht gegeben.
Nur habe ich mich lesetechnisch noch nicht mit diesem „Hexer“ auseinandergesetzt, gedenke aber das neueste mir vom ihm nächster Tage zu Gemüte zu führen bevor dann Dirk Pitt fällig ist.

[Dieser Beitrag wurde am 15.03.2006 - 19:34 von Photographer aktualisiert]





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...   Erstellt am 15.03.2006 - 21:13Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Na das war ja klar, dass irgendwann auch mal der Meisterdetektiv hier auftauchen würde. Nach 007 mein zweitliebster Held.

Ich habe alle Originalgeschichten gelesen, auch einige Holmes Bücher von anderen Autoren. Ich sammle Sherlock Holmes Filme und bin im hervorragenden deutschen Fan Club Mitglied. Der frühere Leiter des Clubs, Michael Ross, hat einen eigenen Verlag, der sich total auf Holmes konzentriert, Baskerville Bücher heisst er. Michael gilt als einer der größten Experten, unterstützt DVDs und Bücher. Mit ihm zusammen, aber auch noch ein paar weiteren Autoren habe ich vor ein paar Jahren das erste deutsche Buch über die SH Filme veröffentlicht, Titel: Sherlock Holmes in Film und Fernsehen. Einer der Autoren war auch Hebus der Troll unter seinem Alias Jörg Pape.
In diesem Werk stellte ich u.a. Roger Moores Film "Sherlock Holmes in New York" vor, den Schauspieler Ian Richardson und einen Film, bei dem mein langjähriger E-Mail-Partner Kevin Connor Regie führte, der u.a. auch "Fackeln im Sturm" inszenierte.

Mein persönlicher Lieblings-Darsteller ist Jeremy Brett, der leider viel zu früh verstarb. Er spielte Holmes so wie er in den Büchern beschrieben ist, zuweilen launig, arrogant, aber auch menschlich und theatralisch. Bei den meisten seiner Fernsehfolgen kommt der Buch-Spirit sehr gut rüber. Zudem bot die Serie auch den mit Abstand besten Moriarty Darsteller aller Zeiten, nämlich Eric Porter.

Wer kennt von Euch die Reihe? Leider lief ja bei weitem nicht alles davon im deutschen Fernsehen und dann auch nur versteckt, eine Schande.

Es gibt u.a. zwei auffällige Punkte im Holmes Universum, die immer wieder zur Kritik führten. Das ist einmal Watson im Film und Holmes´Drogenkonsum.

Zum ersten Punkt ist zu sagen, dass vor allem bei den ansonsten sehr beliebten Filmen mit Basil Rathbone Watson, dort gespielt von Nigel Bruce, mehr oder weniger als Depp dargestellt wurde. Das entspricht in keinster Weise der lierarischen Vorlage, wurde aber allzuoft auch in weiteren Filmen so übernommen. Nicht zuletzt die Brett Serie präsentierte endlich wieder den Watson, wie er sein sollte: Ein gleichberechtigter, intelligenter Mann an Holmes´Seite, der ihn unterstützt, auf Ideen bringt und auch als Gewissen fungiert, gerade in Hinblick auf den Drogenkonsum.

Kommen wir somit zu Punkt Zwei: Die Drogen, ja die Drogen. Holmes konsumiert gerne Kokain. Zur damaligen Zeit galt Kokain wohl nicht als das gefährliche Gift, als das es heute gilt. Dementsprechend offener ging man damit um, dennoch gab es auch Zweifler. Das Problem bei vielen Filmen war natürlich, dass man Holmes nicht drogenkonsumierend zeigen wollte. So kam es, dass das Thema gänzlich weg gelassen wurde, in manchen Fassungen drin war, dann aber wieder geschnitten, oder man baute es sogar als ein Hauptthema ein, Beispiel: Der Film "Kein Koks für Sherlock Holmes" (The seven percent solution) von 1976 mit Nicol Williamson als Holmes, Robert Duvall als Watson und Alan Arkin als Dr.Sigmund Freud. Der Streifen hat nebenbei bemerkt einen hervorragenden Soundtrack, ich besitze die LP dazu.

Soviel zunächst mal meinerseits zum Thema, ich habe aber sicher noch jede Menge mehr zu berichten, möchte aber nun auch erstmal lesen, wen Ihr so als Holmes gesehen habt, welche Filme Euch gefallen, welche Bücher. Ich selbst habe neben Brett ein paar weitere Favoriten in der Rolle:

Ian Richardson, der ihn zwar eigentlich zu brav spielte, aber diese Interpretation lag mir einfach auch, ich liebe seinen "Hund von Baskerville" Film, mein persönlicher Holmes Lieblingsfilm. Nicht die beste Adaption des Buches, dennoch ist es so.

Christopher Plummer: Leider hat er ihn nur zweimal gespielt, zunächst im kanadischen TV in einer Verfilmung von "Silver Blaze", den ich zum Glück auch auf Video habe, dann natürlich im Kinofilm "Mord an der Themse" 1978, der ausgezeichnet ist. Plummer spielte die Rolle sehr menschlich, weinte sogar im Film.

Peter Cushing: Seine Darbietung ähnelt der von Brett. Er hat ähnlich wie Connery mit Feuerball/Sag niemals nie auch zweimal den gleichen Film gedreht: Einmal 1959 für Hammer "Der Hund von Baskerville", dann erneut für die BBC 1968. Seine Holmes TV Serie der BBC wurde größtenteils sowohl in England als auch Deutschland vernichtet, zum Glück konnten ein paar Folgen gerettet werden, die in England als DVD Box erschienen.

Basil Rathbone: Top Holmes, so stellen ihn sich viele vor, sein Gesicht hat da echt was geprägt. Besagter Nachteil ist sein Watson, weiterer Nachteil: Alles irgendwie zu amerikanisch inszniert, zudem bis auf zwei Filme zur falschen Zeit spielend, nämlich dann, als es gedreht wurde statt im viktorianischen London. Er darf als Holmes sogar gegen Nazis kämpfen!

Soweit,

Oliver




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...   Erstellt am 15.03.2006 - 21:37Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Von Homles, kenne ich jetzt nur den wunderschönen Walt Disney Film "Basil, der Mäusedetektive", mit einen sehr schönen Soundtrack.





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...   Erstellt am 15.03.2006 - 21:41Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Richtig, die Musik von Henri Mancini ist in der Tat wunderbar, habe ich auch auf CD. Im Original des Films ist bei den Szenen, in denen Holmes auftritt, dieser mit Basil Rathbones Stimme zu hören.

Oliver




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...   Erstellt am 16.03.2006 - 00:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Und in der deutschen Fassung wird Basil von Harry Wüstenhagen gesprochen, der auch Richardsons und Christopher Lees Holmes synchronisiert hat.

Von Brett kenne ich leider nicht die Serie, sondern nur die Filme. Ansonsten bin ich auch ein Holmes-Fan von Filmen und Büchern. Meine Lieblingsdarsteller sind Ian Richardson, Peter Cushing und Christopher Plummer.




Count Villain

P.S.: Gehört zwar nicht hierher, aber kennt einer von euch zufällig auch das Kartenspiel zu Sherlock Holmes, das es vor Jahren mal gab? Haben wir im Urlaub immer ganz oft gespielt. Auf den Karten waren die Zeichnungen von Sidney Paget.





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...   Erstellt am 16.03.2006 - 00:46Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Richtig, das war Wüstenhagen, gut gewählt für den "Basil" Film, wie ich finde, man hat da auf eine gewisse Authenzität geachtet, da man seine Stimme durch die genannten Herren mit Holmes in Verbindung bringt.

Deine bevorzugten Darsteller decken sich ja weitestgehend mit meinen, die meisten Holmes Fans sehen das aber so. Besagtes Kartenspiel kenne ich nicht. Suchst Du das?

Oliver




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...   Erstellt am 16.03.2006 - 01:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die Original-Stimme des Bösewichtes Rattigan bei der Disney-Verfilmung "Basil, der große Mause-Detektiv" ist übrigens Vincent Price, der auch die Lieder selbst singt.





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...   Erstellt am 16.03.2006 - 02:35Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


@ Oliver: Ne, suchen tue ich das eigentlich nicht. Ich hab es zwar selbst leider nicht mehr, aber ich wollte nur wissen ob das vielleicht noch einer hier kennt.




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...   Erstellt am 16.03.2006 - 07:16Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


@Photographer: Ja, man sieht, welchen Aufwand man für "The great mouse detective" betrieb, Price war natürlich ein zusätzliches Schmankerl.

@Count Villain: Du hattest ja Sidney Paget erwähnt. Für alle die, die das nicht wissen: Paget ist sozusagen ebenfalls Holmes´Erschaffer. Nachdem Conan Doyle seine Geschichten schrieb, erschienen diese in England im "Strand Magazine". Paget lieferte dazu die Zeichnungen, die mit dazu führten, wie sich die Menschheit Holmes und weitere Figuren vorstellte. Eine berühmte Zeichnung von Paget ist auch die des Moriarty, Holmes´Erzfeind. Der erwähnte Eric Porter könnte direkt aus dieser Zeichnung stammen. Muss mal schauen, ob ich demnächst hier mal ein paar entsprechende Bilder reinstelle.

Zu den bereits angesprochenen Kritikpunkten im Holmes Universum muss auch erwähnt werden, dass Sherlock Holmes in den Filmen gerne zu oft den Deerstalker trägt, also die berühmte Mütze nebst Anzug. Das hat auch Paget geprägt, in den Büchern spielen diese Kleidungsstücke eine kleinere bzw. gar keine Rolle. Mit zu oft meine ich, dass man in manchen Filmen Holmes mit Deerstalker auch in Szenen sieht, die in der Stadt spielen, getragen hat man ihn aber auf dem Land. Bei den Brett Verfilmungen hat man dieses Manko erkannt und korrigiert, hier trägt Holmes die Mütze weitaus weniger und ist vor allem in seinem schwarzen Stadtanzug zu sehen. Im Vor-und Abspann zur Serie spielte der Deerstalker keine Rolle, das wollte man gleich mal so demonstrieren.

Conan Doyle wollte Holmes ja viel früher sterben lassen, als es dann letztlich Geschichten von ihm um die Figur gab. So kam es zum Duell mit Moriarty an den Reichenbachfällen in Meiringen in der Schweiz, in dessen Verlauf beide den Berg runterstürzten. Während Moriarty tatsächlich dabei starb, schaffte es Sherlock dies nur vorzutäuschen, was aber erst nach einer Buchpause in der nächsten Kurzgeschichte aufgedeckt wurde, die den Auftakt neuer Abenteuer bildete, die Conan Doyle unter Druck und Protest von Seiten der Leserschaft schrieb, die Holmes´Tod nicht akzeptieren wollten. Zum Glück funktionierte das, der Autor konnte an die Vorgeschichte anschliessen.

Bis heute ist meines Wissens nur einmal diese Geschichte an Ort und Stelle verfilmt worden, einmal mehr handelt es sich dabei um die Brett Serie.

Meiringen ist übrigens nur etwa 30 Minuten von Mürren und dem Schilthorn entfernt, wo OHMSS gedreht wurde. Wer also Fan beider Helden ist, bekommt in dieser Region eine wahre Fundgrube geboten. In Meiringen ist für den Touristen vieles auf Holmes gemünzt, es gibt Strassennamen, Hotelnamen, eine Statue und ein Holmes Museum. Ich war oft da, sowohl auf dem Schilthorn, als auch in Meiringen.

Ein weiteres Holmes Museum gibt es im Holmes Haus in der Baker Street in London, wobei die Hausnummer 221 B natürlich nie existiert hatte und hat. Das Holmes Haus bietet die Räume von Sherlock und Watson, sehr liebevoll nachempfunden. Die Filmgesellschaft der Brett Serie nahm sich diese Zimmer zum Vorbild. Wer mal nach London reist, sollte sich das Holmes Museum unbedingt ansehen, Station Bakerstreet, dann gleich um die Ecke. Auch an der Station erinnert viel an Holmes, seine Kopfumrisse sind an den Wänden, und ebenfalls steht am Eingang eine Statue.

Oliver




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