MajorPetrofsky  ADMINISTRATOR
    

Status: Offline Registriert seit: 01.09.2005 Beiträge: 12658 Nachricht senden | Erstellt am 19.05.2008 - 18:04 |  |
Ja, es war in der Tat eine sehr angenehme und schmeichelhafte Unterbrechung, AF. *breit grins*  
Und nun, weil ich hier so lange nix mehr gepostet hab, die letzten 4 Teile dieser FF. Wünsche viel Vergnügen. 
Teil 12
Ohne, dass Remy ihn bemerkt hätte, war der BND-Agent Thomas Londen von hinten auf ihn zugetreten. Nun hielt er dem Detektiv seinen Revolver an den Rücken. „Keine Sperenzchen, 007!“, fauchte er Remy bedrohlich an.
Der hob vorsichtig die Arme.
„Los, gehen Sie schon! Und keine faulen Tricks, sonst knallt’s. Ist das klar?“, zischte Londen.
Remy setzte sich langsam in Bewegung. Der Spion folgte ihm und drückte ihm weiterhin den Revolver in den Rücken.
So gingen die beiden Männer vorbei an der Orangerie, durch den Hof der Abtei und traten schließlich durch eine kleine Tür zum Keller ins Abteimuseum. Londen hatte den Schlüssel dazu aus dem Pförtnerhaus der Abtei gestohlen. Das Museum war leer, schließlich waren weiter keine Touristen mehr hier.
„Los, wird’s bald!“, herrschte Londen den Detektiv an, als dieser im Eingang zum Museum einfach stehen blieb.
Doch Remy bewegte sich nicht.
„Na los!“, brüllte Londen.
Urplötzlich drehte Remy sich um und schlug dem Agenten die Waffe aus der Hand. Londen zu überwältigen war anschließend eine Geschichte von ein paar Sekunden.
Als der deutsche Spion bewusstlos am Boden lag, hob Remy Waffe und Schlüssel auf und verließ das Museum, nicht ohne die Tür abzuschließen und den Schlüssel im Schloss stecken zu lassen. Dann steckte er die Waffe ein und ging zurück zur Orangerie. Er ignorierte den Touristen, der, Zeitung lesend, auf den Stufen vom Haupteingang zum Lyzeum saß.
Ein schwerer Fehler, wie sich noch herausstellen sollte.
Teil 13
Der Tourist faltete seine Zeitung zusammen, stand auf und folgte Remy unauffällig über den Hof in Richtung Orangerie. Er blieb etwas hinter dem Detektiv zurück, um nicht gesehen zu werden. Schließlich hielt er Remy für den gefährlichen Geheimagenten James Bond.
Pierre Hunebelle, der französische Spion, hatte sich in einen Touristenfummel geschmissen. Er wollte nicht gleich von 007 erkannt werden. Zwar hatte er nicht gesehen, was im Abteimuseum passiert war, wusste aber, dass der Blonde ein anderer Geheimagent war. Er wusste auch, dass dieser Blonde nicht mit hinausgekommen war.
Für Hunebelle bedeutete das ohne Zweifel, dass Londen tot war. Kaltblütig getötet vom einst besten britischen Geheimagenten des MI-6. Vorsicht war also geboten.
Hunebelle war auch der Einzige, der wusste, warum Leblanc Bond loswerden wollte. Er hatte seine eigenen Recherchen angestellt. Rätsel hingegen gab ihm die Tatsache auf, dass Bond noch am Leben war. Er hatte seine Lieblingskobra mit dem Namen Geoffrey schon öfter für solche nächtlichen Aktionen benutzt und bislang hatte sie nie versagt.
Die Legenden, die über 007 erzählt wurden, schienen also eine gute Portion Wahrheit zu beinhalten.
Der französische Agent beschloss deshalb, besonders raffiniert vorzugehen. Erst würde er den englischen Spion genauestens beobachten und im geeigneten Moment würde er dann zuschlagen…
Remy stürmte, ohne Rücksicht auf Verluste, geradewegs in die Orangerie. In seinen Augen lag ein zu allem entschlossener Blick. Es kümmerte ihn nicht, dass er möglicherweise geradewegs in eine tödliche Falle rannte.
Hunebelle seinerseits blieb jedoch außen. Er versteckte sich nahe am Ausgang des Gebäudes. Hier würde er darauf warten, dass Bond herauskam. Dann würde er 007 eiskalt abservieren.
Teil 14
Während Remy Laura suchte, schlich sich ein großer, blonder, narbengesichtiger Mann an Hunebelle ran. Der Fremde schraubte geräuschlos einen Schalldämpfer auf seine Walther PPK und erschoss kaltblütig den französischen Agenten, der hier in seinem Versteck lauerte. Dann betrat der Narbengesichtige die Orangerie.
Mittlerweile hatte Remy seine Frau gefunden und war dabei, sie loszubinden. Danach umarmte er sie so fest, dass er ihr beinahe die Luft abschnitt. „Laura, ich bin so froh, dass ich dich wiederhabe. Lass uns verschwinden, OK?“
„Warte, Remy! Zuerst müssen wir noch den Entführer finden.“, erwiderte sie. Da sie mit dem Rücken zur Tür des Klassenzimmers stand, war sie jetzt überrascht, als sie die Stimme des Kidnappers hörte: „Na, Leute, habt ihr mich vermisst?“, höhnte der CIA-Agent Robert Everett. Dann befahl er Remy, die Waffe fallen zu lassen.
Der Detektiv sah seine Frau Hilfe suchend an.
Laura nickte.
Resignierend legte Remy also den Revolver, den er dem deutschen Spion vorhin abgenommen hatte, auf den Boden.
„Und jetzt, Bond, verabschiede dich von deiner Freundin da.“, spöttelte Everett weiter. Er wollte gerade abdrücken, da trat der fremde Blonde von vorhin hinter ihn und erschoss den Amerikaner, ohne zu zögern.
Laura und Remy wussten nicht, was das alles zu bedeuten hatte.
Remy drückte seine Frau an sich, um sie zu beruhigen.
Der Fremde steckte seine Walther PPK wieder ein und trat ruhig und gelassen auf die beiden Detektive zu. Dann stellte er sich vor: „Mein Name ist Bond – James Bond. Sieht so aus, als ob jemand uns beide verwechselt hätte.“, meinte er vertraulich zu Remy.
Die beiden Detektive beäugten ihn bloß skeptisch. Der Mann da sah Remy nicht mal annähernd ähnlich.
„Oh, ja, Verzeihung, das hab ich vergessen. Ich wusste, dass Leblanc hinter mir her war, also hab ich mich umoperieren lassen. Vor der OP sah ich ein bisschen so aus wie Sie, Mr. Steele. Ach, und die Haare hab ich mir auch färben lassen. Die sind eigentlich pechschwarz.“
„Aha.“, machte Laura. Sie fand schlussendlich ihre Fassung wieder und fragte: „Aber… warum… also… was wird hier eigentlich gespielt?“
„Soweit ich weiß, waren drei Agenten hinter mir her. Zwei davon hab ich jetzt ausgeschaltet, den dritten haben Sie, Mr. Steele, im Abteimuseum eingesperrt. Um den kümmere ich mich später. Aber jetzt zu dem Mann, der die drei angeheuert hat: Jean Leblanc.“
Teil 15
Auf dem Weg aus der Orangerie hinaus erklärte Bond den beiden Detektiven, was los war.
Angeblich war der luxemburgische Geheimdienstchef, Jean Leblanc, in einen Skandal um einen Plutoniumschmuggel verwickelt. Bond hatte etwas zuviel herausgefunden und daher wollte Leblanc den möglichen Zeugen logischerweise beseitigen lassen.
Und wenn 007 von einem gegnerischen Agenten ermordet worden wäre, hätte sich niemand weiter darum gekümmert. Er wäre halt bloß ein weiterer Geheimagent gewesen, der im Dienst sein Leben gelassen hätte. Ein Arbeitsunfall. Bedauerlich zwar, aber eben nur ein Arbeitsunfall.
In diesem Moment erblickten die drei den Mann, der es auf Bond abgesehen hatte.
Dieser rannte weg. Die drei rannten ihm eilig hinterher. Es ging durch den Hof der Abtei, die Treppe neben der Basilika hinauf, an der Basilika vorbei und auf den Marktplatz.
Als Leblanc dort in den ‚Dënzelt’ (Echternacher Rathaus) flüchten wollte, wurde die Rennerei Bond zu dumm.
Er zog seine Walther PPK, zielte und streckte den luxemburgischen Spion mit einem Schuss in den Kopf nieder.
Leblanc war sofort tot.
Laura und Remy starrten den englischen Agenten ungläubig an. Wie konnte jemand so eiskalt sein?
Doch Bond meinte nur: „Das hätte ihm so oder so geblüht. In so einem Fall zählt das eigene Leben mehr als das eines Verbrechers.“
Remy konnte das insgeheim nur bestätigen.
Teil 16
Nachdem Leblancs Leiche abtransportiert worden war und der britische Geheimdienst dabei war, die Sache zu vertuschen, verschwand Bond wieder im Untergrund.
Laura und Remy würden ihn nie wieder sehen.
Der Rest ihrer Flitterwochen verlief ohne größere Action. Na ja, wenn man mal von der Action in ihrem Hotelbett absieht. 
Viel zu schnell waren diese zwei Wochen in Luxemburg dann auch schon wieder vorbei und die zwei Detektive waren wieder zu Hause.
Die Arbeit rief und so mussten Laura und Remy denn auch dran glauben und ihren nächsten Fall lösen.
Remington Steele will return.
THE END
Signatur "Lassen Sie sich nicht stören. Wir tun´s auch nicht!" |