Dschunke 

Status: Offline Registriert seit: 03.07.2008 Beiträge: 8 Nachricht senden | Erstellt am 14.07.2009 - 15:28 |  |
Im August, wenn die südeuropäischen Häfen überquellen, und wenn man quasi trockenen Fußes über manche Mittelmeerbucht laufen könnte, werde ich wieder „unten“ in den SEYCHELLEN segeln.
Im WINTERHALBJAHR weht dort der NW-Monsun mit hoher Luftfeuchte und häufigem Regen.
Im SOMMERHALBJAHR (also Süd-Winter) weht ein stetiger SE-Monsun, ein guter Segelwind, der recht trocken ist und seltener Schauer mitbringt.
APRIL UND NOVEMBER sind die Übergangsmonate, es gibt eine größere Regenhäufigkeit, häufigeSchwachwindphasen (Dieselwind !), wechselnde Windrichtungen (Legerwall ?), aber dafür gute Sicht unter Wasser.
Die NAVIGATION ist nicht ganz einfach.
PAPIER-SEEKARTEN
BA 740 The Seychelles Group 1:300.000
BA-742 Mahe, Praslin and adjacent Island 1:125.000
evtl. noch
BA-724 Anchorages in the Seychelles Group
BA-722 Port Victoria and Approaches
ELEKTRONISCHE SEEKARTEN waren bislang hinsichtlich Genauigkeit wenig hilfreich, gerade in Landnähe und wenn es um Ankerbuchten geht. Ich verwende daher selbst digitalisierte Papierkarten und das Navigationsprogramm SeaClear .
Generell ist in letzter Instanz immer noch „eyeball navigation“ angesagt, besonders wenn es um Korallen geht, an denen ja sowieso Ankerverbot besteht. Ach ja, Gezeiten nicht vergessen.
ANKERBUCHTEN
BUCH: Alain Rondeau, Seychelles Nautcal Pilot (englisch/französisch): Relativ guter Revierführer, wenn auch seit Jahren nicht mehr revidiert .
Einige Hinweise sind überholt, dies gilt besonders für Zugangsverbot für Inseln in Privatbesitz und für Ankerbojen !
aktuellen Stand aus dem INTERNET herunterladen:
http://www.seychelles.travel/en/e-servi … nloads.php
dort herunter laden : "Guide to Island Access and Fees"
www.seychelles.com/.../Guide_to_Islands … rch_09.pdf
BOJEN :
http://www.seychelles.travel/en/e-servi … nloads.php
dort herunter laden "Mooring System Location and Use" www.seychelles.com/.../Mooring_System_L … nd_Use.pdf
WETTER UND TIDE
http://www.pps.gov.sc/meteo/daily.htm
WETTER ÜBERS RADIO :
http://radiostationworld.com/Locations/ … /Radio.asp
UKW Kanal 16 bis 26
WETTER ÜBERS HANDY :
http://m.wund.com/global/stations/63980.html
http://m.wund.com/global/stations/63981.html
NÜTZLICHE INFOS :
http://www.seychelles.travel/de/home/sailing_tips.php
http://www.seychelles.travel/de/home/sailing_area.php
M&S-Bruch
Dschunke
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Dschunke 

Status: Offline Registriert seit: 03.07.2008 Beiträge: 8 Nachricht senden | Erstellt am 10.10.2009 - 14:24 |  |
Seychellen Status 08/2009
Mahé
Die Charter-Basis von SUNSAIL und MOORINGS liegt jetzt vor Praslin auf dem neu aufgeschütteten EDEN ISLAND, wenn man von Land her kommt, gleich hinter der Brücke südlich ( 04°38,5’S ; 055°28,6’ E).
Ein kleiner Kaufladen befindet sich auf Eden Island in Laufdistanz (vom Büro aus östlich), hier findet man auch Wasser in 5 L-Gebinden und vielleicht auch jemanden, der einem die Einkäufe per Elektro-Buggy zum Steg bringt (Lächeln !).
In Victoria gibt es einige mittlere Supermärkte, deren Sortiment innerhalb der letzten 2 Jahre umfangreicher geworden ist; wer frisches Obst oder Gemüse bunkern will, sollte vormittags den überdachten Fisch- und Gemüsemarkt in der Innenstadt besuchen. Charterer, die Samstag früh auf Mahé landen, müssen sich sputen, gerade wenn sie bei Cable & Wireless (Francis Rachel Rd.) noch eine lokale SIM-Karte für ihr Handy kaufen wollen. Ob man ein Taxi (+248 515 927), den Reparaturdienst des Vercharterers oder die Coast Guard (+248 222 47 01) braucht, ohne Handy wird es kompliziert.
Wenn man die Basis verläßt, sollte man beim Passieren des äußeren Tonnenpaares diesen Wegepunkt auf seinem GPS markieren, das erspart einem bei der Rückfahrt einige Schweißperlen beim Suchen der Passage, die Seekarte sagt hier nichts. Als Nächstes muß unbedingt von einer unmarkierten Untiefe freigehalten werden, die auf 04°37,6’ S und 055°29,2’ E liegt, hier endete für einige Charterskipper der Törn bereits am ersten Tag.
Östlich von Eden Island liegen die Inseln des St.Anne Marine Park, die besonders in der Zeit des NW-Monsun als Tauch- und Ankerrevier gelobt werden. Die Ausstattung mit Ankerbojen ist spärlich, wir fanden im August 2009 keine vor der Ile Moyenne, dafür aber in der Anse Cabot / Ste. Anne (04°35,885’S ; 055°30,039’ E ). Wer in den Marine Parks über Nacht bleiben will, sollte dies nach 17 h tun; man zahlt dann nur 10 Euro für die Yacht, vorher kommen sonst noch 10 Euro pro Person dazu (dies gilt für alle Marine Parks). Die anderen Marine Parks um Mahé liegen an der Westküste (Baie Ternay einschl. Port Launay und Anse Yasmin ohne Anse Major).
Weitere Ankerbuchten an der Westküste sind kostenfrei, das Anlandgehen per Beiboot kann je nach Schwell und Geschicklichkeit feucht bzw. sehr feucht werden.
Die Buchten werden nach Süden hin immer idyllischer, hier hat Mahé seine Ursprünglichkeit noch weitgehend erhalten ( Die Anse Boileau, Baie Lazare und Anse Takamaka sollten auch bei NW-Monsun zu Ankern geeignet sein.)
Weiter im Norden liegt die nach NW offene Baie Beau Vallon mit Bel Ombre, sie liegt nur 3 - 4 Segelstunden von der Charterbasis entfernt und ist gut bei SE-Monsun, bei NW-Monsun aber voll im Schwell, außerdem wird hier bereits davor gewarnt, das Schiff unbewacht vor Anker liegen zu lassen.
Praslin
Um Praslin hat sich in den letzten 2 Jahren nicht viel geändert, Anse Lazio ist und bleibt eine Traumbucht außer vielleicht bei NW-Monsun. Im Süden liegt die Baie Ste.Anne mit Fähranleger und Möglichkeit zum Wasser bunkern. Inzwischen findet man auch die Bojen zur Einfahrt wieder dort etwa, wo sie in der Seekarte eingezeichnet sind, sie waren durch den vorangegangenen Tsunami teilweisen verloren gegangen oder vertrieben. Die neuen Bojen 1 + 2 und 3 + 4 sind größer als die alten und auch bei Schwell gut zu finden.
In der Baie Ste.Anne hat der Vercharterer Dreamyacht seine Basis und bietet für Gäste (teure) Stegplätze. Billiger sind jedenfalls die Bojen von Robert (04°20,724’ S ; 055°45,897’ E), 6 weiße und 2 rote Bojen liegen nahe am südöstlichen Ufer der aufgeschütteten Insel, die Tiefe ist bis direkt an die Steinschüttung der Insel ausreichend.
Robert (genauer Robert Laporte, Tel. +248 77 02 67) ist der gute Geist der Hafenbucht, er hilft einem bei Festmachen an einer seiner Bojen (10 Euro/Nacht), er entsorgt die Müllsäcke, er hilft beim Wasserbunkern an der Pier und er bietet seinen Sandstreifen (04°20,849’ S ; 055°45,833’ E ) zum Anlanden des Beiboots an, wenn man z.B. Einkaufen geht. Der Kaufladen liegt von dort aus in Sichtweite auf der anderen Seite der Straßengabelung, das Ladenschild sagt zwar nur „Wine & Liquor“, tatsächlich gibt dort aber fast alles.
Auf dem Weg nach Praslin muß man unbedingt alle Schraubgläser (Marmelade, Cornichons, o.ä.) aufheben, denn die braucht man, um eine weitere Qualität von Robert kennen zu lernen; Robert liefert frischen Fisch ofenfertig und dazu die inzwischen weltberühmte kreolische Sauce seiner Mutter in (s.o.) Schraubgläsern.
Auf Wunsch bekommt man inzwischen auch gegrillten Hummer fixfertig. Der Tintenfischsalat kann/muß nicht einen die ganze Nacht beschäftigen, also „cook it, peel it or forget it“. Zurückhaltung ist auch angesagt bei einem listig aussehenden Jüngling mit blondierten Rastalocken, der anbietet, für einen einzukaufen und Vorkasse verlangt.
Robert liefert auch Angelschnüre mit einem Gummitintenfisch, an denen bei Geschwindigkeiten ab 5 kn nur noch leistungsfähige Bonitos oder Marlins anbeißen.
Nicht essen sollte man den Angelfish, er ist gestreift und sieht aus wie ein senkrecht im Wasser schwimmender Klodeckel. Man findet ihn sofort in der Anse Lazio und in der Anse Petit Cour.
Die Anse Petit Cour bietet 4 Ankerbojen (04°18,41’ S ; 055°960’ E) und gehört zum Curieuse Marine National Park, wer hier bezahlt hat, braucht beim Besuch der Schildkröteninsel Curieuse nicht mehr zu zahlen, wenn er an einer der 2 Bojen in der Anse S. José festmacht. Diese beiden Bojen fehlten im August, sollen aber vor Winter wieder ausgesetzt werden, das gleiche gilt für das Bojenfeld in der Baie La Raie im SE von Curieuse (hier gab es früher 10 Bojen).
La Digue
Die Ankermöglichkeiten vor La Digue sind nicht besonders, an der Ostküste fällt das Ufer schnell steil ab und an der Weststküste bleibt einem nur der Bereich um den Hafen La Passe. Der Hafen selbst ist eng und wird häufig von ein paar Mega-Katamaranen von Dreamyacht blockiert. Bester Tag ist Donnerstag oder Freitag, wenn die Charterer heim müssen. Vorsicht mit Monohulls, es wird zum Land hin schnell flach, geankert wird im Hafen mit 50 m Leine zum Land (auf Tide achten).
Die Empfehlung von Alain Rondeau, im Flachwassergebiet nordwestlich des Hafens zu ankern, steht im Widerspruch zur Seekarte, die hier ein Ankerverbot wegen eines Unterwasserkabels ausspricht. Der Pier Master von La Passe meinte ebenfalls, daß nördlich des Hafens nicht geankert werden solle, man möge sich doch direkt vor den Hafen legen; viel konkreter wurde er nicht. Auf eine Stellungnahme der Port Authority Victoria / Seychelles warte ich noch immer.
By the way:
Der Direktflug ab Frankfurt mit Condor (Freitag/Samstag) kostet im November ca. 934 Euro. Mit Air France/Air Seychelles von Frankfurt über Paris kann man bequemer fliegen und rund 150 Euro sparen, wenn man einen anderen Wochentag wählt. Für das Geld kann man am Ende des Törns ein paar Tage im Süden von Mahé (z.B. Fairyland oder Batistas/Takamaka Bay) anhängen. Warum der Air France Flug ab Frankfurt über Paris billiger ist als von Paris direkt, konnte mir bisher niemand erklären.
[Dieser Beitrag wurde am 10.10.2009 - 14:51 von Dschunke aktualisiert]
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