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Minotaurus ...
Hausherr und Gastgeber
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...   Erstellt am 09.03.2007 - 01:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Sex-Ratgeber für Männer


Lustkiller beseitigen:

Eines der besten Beispiele für schlechtes Timing beim Sex: Sie geht bereits, bevor er kommt. Oder: Sie möchte ganz lang im Liegen, er dagegen nur mal eben kurz im Vorbeigehen. Oder auch: Er will, sie aber nicht.
Die beste Lösung für derartige Probleme: Reden Sie mal miteinander.
Auch nicht schlecht: Denken und planen Sie. Das paßt zwar inhaltlich nicht so recht zum Thema Leidenschaft, erleichtert die Sache jedoch ungemein.

Bemühen Sie sich, herauszufinden, ob Ihre Liebste eher morgens, mittags oder vielleicht abends Lust hat. Merken oder notieren Sie sich, wann im Monat sie ihre Tage bekommt – und ob das bei ihr eher heißt, dass sie mehr oder weniger Leidenschaft verspürt. Klären Sie auch die idealen Räumlichkeiten (Bett oder Besenkammer?) und die zeitlichen Bedingungen (Quickie oder Langzeitprogramm?) vorher ab. Denn je mehr Sie über die speziellen Vorlieben der Frau wissen, desto besser können Sie später die Situation einschätzen.

Ganz großer Timing-Fehler: Wenn Sie schon kommen, bevor sie abgeht. Ab und zu ist das nicht so schlimm, aber wenn es jedes Mal passiert, sollten Sie vielleicht vorher einmal selbst Hand an sich legen. Das härtet ab und verlängert die Standhaftigkeit.
Wer aber jetzt erwartet hat, an dieser Stelle etwas über den gleichzeitigen Orgasmus von Mann und Frau zu erfahren, der sei damit getröstet, dass es schon großartig ist, wenn überhaupt beide einen haben und sich dabei noch dazu im selben Zimmer aufhalten.

Sie haben immer noch nicht verstanden, warum Astrid in Ihrem Bett Tränen gelacht hat, als Sie sich ihr nackt näherten? Nein, es war nicht die Größe Ihres Gemächts. Es war die Borussia-Bettwäsche, Mann! So etwas hat im Schlafzimmer eines erwachsenen Mannes nichts, aber auch gar nichts zu suchen. Das gilt ebenso für gerahmte Rennwagenposter, Micky-Maus-Figuren, uralte Lieblingsteddybären und herrenlose Schmutzsocken. Aber auch Personen-Dekos aus früheren Zeiten sind nicht ganz unwichtig.

Wenn sich die Frau mit weichen Lippen und gieriger Zunge auf Ihre Gürtelschnalle stürzt, dann sollte sie unten drunter keinen Simpsons-Slip und keine Batman-Boxershorts erblicken. Es sei denn, Sie beide teilen diese Art von Kinderzimmer-Humor.

Und noch etwas: Wenn Sie sich selbst und Ihrer Partnerin etwas Gutes tun wollen, dann bestehen Sie nicht jedes Mal auf High Heels und Netzstrümpfen. Schuhe im Bett (oder gar High Heels im Wasserbett) sind blanker Unsinn, und diese Nylons sind nicht gerade bequem – vor allem, weil sie Ihnen damit immer die Haut am Hals aufscheuert.

Sie werden an dieser Stelle keine Ratschläge finden für Menschen, die sich nicht waschen. Schließlich haben das sogar Robinson Crusoe und Charles Bukowski geschafft. Deshalb gehe ich hier nicht auf jeden Aspekt des Körpergeruchsspektrums ein. Auch regelmäßige Deo-Benutzung setze ich einfach mal voraus.

Betäubender Mundgeruch kann den leidenschaftlichsten Kuß zur Qual machen. Da hilft eine Packung Minzbonbons in der Nähe des Schlaflagers. Am Morgen nach einer durchzechten Nacht oder einer Knoblauchpizza-Orgie sind aber auch die meisten Minzbollos machtlos. Stört Sie etwas am Geruch der Bettgenossin (und wenn es ihr Parfüm ist), thematisieren Sie das im passenden Augenblick (nein, nicht während Sie sich mit dem Kopf zwischen ihren Schenkeln befinden).

Beim Sex sind alle Sinnesorgane besonders empfindlich, auch und besonders die Nase. Und wer sich gegenseitig nicht riechen kann, der kann sich auch nicht ... genau! Übrigens: Eines von zwei Dingen, die nach Fisch riechen, ohne Fisch zu sein, ist nicht immer eine Frau. Ehe Sie also auf jemand anderes zeigen, greifen Sie erst selbst zur Seife.

Hat jemals eine Katze Ihre Hoden beim Liebesspiel baumeln sehen und für Spielzeug gehalten? Sie werden sich garantiert für immer an die scharfen Krallen erinnern und brauchen diesen Absatz nicht zu lesen. Allen anderen aber sei gesagt: Sex ist eine Sache zwischen zwei Personen, sofern nicht anders verabredet wurde.
Sämtliche möglicherweise hereinplatzenden Lebewesen gehören – entschuldigen Sie die Innenminister-Rhetorik – weggesperrt!

Katzen und Hunde müssen draußen bleiben, zweibeinige Mitbewohner werden ins Kino geschickt, in die Schule, auf den Spielplatz, zur Oma. Alles, was beweglich und leicht zu beschäftigen ist, kann auch für eine Stunde bei der Nachbarin abgegeben werden.

Sollten Sie es trotz Anwesenheit Dritter wagen, sich ineinander zu verheddern, können Sie davon ausgehen, daß Sie damit nicht durchkommen. Diese Leute oder Tiere stören immer, das ist ein Naturgesetz! Mit dem Unterbrechungsfrust und dem versteckten Ständer müssen Sie dann leben – und dabei freundlich bleiben. Darum empfehlen sich Schlüssel an allen Türen – und ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn (oder zur netten Nachbarin) ist da auch ganz nützlich.



Junge Amerikanerinnen sagen „Funnies“ dazu – und sie können auch wirklich darüber lachen. Im Deutschen gibt es so eine nette Bezeichnung nicht, und wirklich komisch findet es wohl niemand, wenn nach heftiger Kopulation geräuschvoll die Luft aus dem Vaginaltrakt entweicht. Es klingt, als wenn es stinkt, aber es stinkt nicht.

Jetzt könnte man das Argument bringen, das sei doch nur natürlich. Klar, Inkontinenz ist auch natürlich. Muß aber nicht in Ihrem Bett sein. Wenn Sie derartige Blaskonzerte ausblenden wollen, dann sollten Sie an Ihrer Technik arbeiten. Luft kann nur da entweichen, wo sie hineingepumpt wurde und die Pumpe, das sind Sie. Holen Sie nicht bei jedem Stoß bis zum Türrahmen aus und vermeiden Sie es, Ihren Pumphebel ganz herauszuziehen und wieder hineinzustoßen.

Noch zwei Geräusche, die natürlich, aber vermeidbar sind: Schnaufen und Schmatzen beim Oralverkehr. Sie wird Ihnen sowieso nicht glauben, daß es Ihnen schmeckt. Also, reduzieren Sie die Lautstärke, atmen Sie ruhig und tun Sie in stiller Leidenschaft, was höheren Zielen dient. Das gilt übrigens auch beim Küssen. Um das Klangbild abzurunden: vorm Sex Telefon leiser stellen, Bettscharniere ölen, Fenster schließen.

Nichts ist hartnäckiger als alte Geister. Beim Sex sind das die Dämonen aus vergangenen Beziehungen. Sie schleichen sich aus der Erinnerung in Ihr Bett und machen alles kaputt. Ein vollständiger Ex-Orzismus kann nur funktionieren, wenn Sie diese Gebote befolgen:
1. nicht vergleichen,
2. nicht verändern und vor Allem
3. nichts erzählen.

Sagen Sie also niemals: „Die Mandy hat das immer so gemacht. Und so, und so, und so ...“ Versuchen Sie nicht, Ihrer neuen Liebe auf Teufel komm raus die Tricks der alten beizubringen – Sie wollen ja auch nicht von ihr hören, dass der Jörg sie immer so klasse von hinten genommen hat. Wenn Sie wirklich etwas ändern wollen, dann geben Sie es als Ihre eigene, spontane Idee aus. Niemand außer Ihnen wird es merken.

Ist es nicht unangenehm, Sex zu haben, wenn Ihnen dabei jemand breitärschig im Nacken sitzt?
Nein, damit ist kein flotter Dreier gemeint. Der in Ihrem Nacken, das sind Sie und Sie hängen sich hier viel zu stark rein. Das hier ist kein Arbeitsprojekt, das ist Urlaub vom Streß.
Gehen Sie in jedes Lokal, jede Kirche, jedes Museum, wenn Sie eine Großstadt bereisen? Natürlich nicht. Aber wenn Sie es mit Ihrer Liebsten treiben, wollen Sie überall rein und raus – und das am besten von allen Seiten.

Um mal den Versuch zu wagen, etwas Kluges zu sagen: Die Überpräsenz von Sex in unserer Welt, die Pornografisierung des Alltags lässt viele Menschen glauben, die Qualität des Sex hinge von der Quantität der verschiedenen Reize ab. So ein Quatsch! Eigentlich brauchen Sie dazu nur einen einzigen Reiz, und den nur lange genug.

Also, hecheln Sie nicht Stellungen durch, veranstalten Sie keine multimediale Sex-Session, machen Sie aus einem Schäferstündchen keine Schafswoche. Erfüllen Sie sich gegenseitig ein paar Wünsche, sehen Sie sich tief in die Augen und freuen Sie sich, dass Sie es sich nicht per Hand machen müssen (es sei denn, Sie kommen öfter zu früh, siehe Steckbrief Nummer 1)

Was man eben so sagt: „Oh, du hast ja noch einen richtigen Busch!“ oder „Die sind aber süß!“
Ein lockerer Umgang mit der eigenen Sexualität ist das eine, lockere Sprüche über den Körper Ihrer Liebsten ist ein Spiel mit dem Feuer. Vielleicht ist sie nackt gar nicht so lässig, wie sie in ihrer Jeans aussah. Vielleicht findet sie Witze über Muttermale am Hintern überhaupt nicht komisch.

Bei Körper-Kommentaren gibt’s eine einfache Regel: jeder nur über seins. Komplimente sind jederzeit erlaubt – solange Sie dabei nicht das Ganze (die Person, an der diese tollen Brüste festgewachsen sind) außer Acht lassen. Peinliche Situationen, etwa einen Wadenkrampf oder Schluckauf, kann ein guter Spruch auflockern: „So ist Sport!“ Oder: „Das passiert, wenn man von Luft und Liebe lebt.“ Muss aber nicht sein.

Sollte einmal Luft aus dem Bauch der Geliebten entweichen, fragen Sie nicht: „Was hast du denn heute gegessen?“ Da ist es den meisten Damen am liebsten, Sie halten die Klappe. Wichtige Regel: erst lachen, wenn sie lacht.

Es gab mal eine Zeit, noch gar nicht so lange her, da war dieser Typ Mann nur ein Klischee. In der letzten Zeit aber taucht er immer öfter wieder auf – der Idiot, der nach dem Sex fragt: „Wie war ich?“ Heute verkleidet der bewegte Mann diese Frage pseudointeressiert anders, beispielsweise: „Wie war es für dich?“ Ein wenig direkter: „War es gut für dich?“ Oder ganz plump: „Du bist doch auch gekommen, oder?“

Um es einmal klar zu sagen: Das hier ist keine militärische Panzerübung und deswegen gibt’s danach auch keine Manöverkritik. Wenn die Frau neben Ihnen etwas über Ihre Performance mitteilen will, wird sie das zu gegebener Zeit schon ungefragt tun. Garantiert! Nach dem Sex wird gekuschelt oder gepennt, nicht aber Feedback gefordert.

Fragen Sie nicht, wie es für sie war – fragen Sie sich lieber selbst, was Sie noch für sie tun können. Und überhaupt: Wenn Sie sich an all diese Tipps gehalten haben, können Sie davon ausgehen, dass alles in Ordnung war.




Liebesspiele
Sex der anderen Art

Sie liegt splitternackt vor Ihnen. Herausfordernd reibt sie ihre Schenkel gegeneinander, ihr Blick sagt mehr als tausend Worte. Tausend Worte, die doch alle dasselbe sagen: Komm schon! So gefällt Ihnen das, nicht wahr, lieber Leser?
Tut mir leid, aber so einfach ist das nicht. Der direkte Weg ist zwar immer der schnellste, doch er führt nicht immer zum Ziel. Eher sogar dazu, daß sie sich verzieht. Manchmal ist Direktheit erlaubt. Meistens sind Umwege jedoch geschickter. Ich erkläre Ihnen das mal.

Denn Sie sind hier, und die Frau ist es auch, und ihre Lippen öffnen sich für einen Kuss.
Sie können jetzt mit beiden Händen ihr Gesicht packen und ihr die Zunge in den Hals strecken, bis Sie die Wirbelsäule berühren, und es dabei belassen. Aber das wäre nicht nur allzu direkt, es würde auch den wichtigsten Moment Ihrer jungen Beziehung sofort zerstören.
Küssen Sie zunächst ganz zart ihre Oberlippe, nippen Sie kurz daran, um dann zurückzufedern. Hinterlassen Sie dort nur den Hauch einer Berührung. Tun Sie nur so, als ob – nein, zeigen Sie ihr, dass Sie etwas sehr, sehr Kostbares berühren. Später, wenn Sie lange genug umeinander herumgetanzt sind, wird sie mit Sicherheit den Schwof beenden und mit ihrer schlanken Zunge Ihre Beziehung vertiefen.

Möglichkeit eins: Sie legen schnurstracks Ihre Pranken auf ihre drallen Brüste und beginnen jodelnd zu kneten. Besonders in Bayern erfreut sich diese Variante großer Beliebtheit.

Möglichkeit zwei: Sie fragen: „Ui, darf ich da mal anfassen?“ und verfahren weiter wie bei Möglichkeit eins. Beide Wege stammen jedoch aus den Tiefen des Neandertals und werden mit Keulenschlägen bestraft.

Möglichkeit drei: Sie tasten sich stehend von ihrem Gesicht über Schultern und Rücken hinab bis zu den Hüften, fahren mit den Fingern die Taille entlang, fassen sie dort etwas fester, drehen sie um, so daß sie mit dem Rücken zu Ihnen steht. Sie knabbern an ihrem Hals, küssen ihr Ohr und spielen mit den Händen an ihrem Bauch, bis sich Ihre Hände ganz wie von selbst zu ihren Brüsten begeben.

Nichts gegen ein wenig Chichi vorweg. Kann auch ganz nett sein, die Sache ein wenig hinauszuzögern.
Aber wenn Sie bereits eine halbe Stunde aneinander herumstreicheln und sich einen Muskelkater in die Zunge knutschen, können Sie auch mal etwas Zwischengas geben. Schließlich soll das alles hier zu etwas führen, und zwar nicht zu einer Brieffreundschaft.

Also fassen Sie sich ein Herz, befreien Sie Ihre Hände aus dem Gewimmel und fassen Sie der Frau beherzt an den Hintern.
Bearbeiten Sie Ihren Hintern ein wenig, fühlen dann weiter vor zwischen die Schenkel und machen mit den Fingern ein bißchen Druck auf das letztendliche Ziel dieser Reise.
Merke: Wenn Ihre Urlaubsbekanntschaft jetzt dort nicht angefaßt werden will, dann nie. Dann ist sie eine Agentin der CIA oder des KGB, das Ganze war ein Bluff und Sie haben ohnehin nichts mehr zu lachen. Vergeuden Sie nicht Ihre Zeit und wenden Sie sich anderen Zielen zu.


Es gibt ja die Sorte Mensch, die alles erst einmal in den Mund nimmt, um es näher kennenzulernen.
Solange Sie aber nicht 200-prozentig sicher sind, daß sie genau so tickt wie Sie selbst, sollten Sie sich nicht kurzerhand über das Gesicht der Frau hocken. Ebenso wenig sollten Sie Ihre Zunge geradewegs in den weiblichen Schoß tauchen.
Wenn Sie dennoch rege an Ersterem interessiert sind, sollten Sie kurz mit dem Finger vorfühlen: Lutscht sie genüßlich an Ihrem Mittelfinger und sieht sie Ihnen dabei tief in die Augen, ist zu erwarten, daß sie das auch an anderer Stelle wiederholen möchte.
Kann sie mit dem Finger im Mund nichts anfangen, sollten Sie nicht gleich losmotzen.
Lamentieren Sie nie herum á la: "Wie, willst du mir etwa keinen blasen, oder was?!“ Es heißt zunächst nur, dass sie nicht an Ihrem Mittelfinger interessiert ist. Allerdings sieht es auch nicht danach aus, als sollten Sie es in diesem Augenblick mit einem anderen Körperteil in ihrem Mund probieren.

Auf der einen Seite dürfen wir uns alle noch an unserem Restschamgefühl erfreuen.
Wir sollten uns freuen, dass wir noch nicht so abgebrüht sind, unsere Piesel in jede sich bietende Öffnung zu schieben. Auf der anderen Seite ist es schon eigenartig, dass es eines weiteren Anlaufs bedarf, wenn zwei schöne, junge Menschen miteinander im Bett liegen und eigentlich klar ist, was als Nächstes passiert – oder passieren sollte.

Wo aber liegt der Mittelweg zwischen „einfach mal reinhalten“ und „ewig rumeiern?“
Auf verbale Lösungen sollten Sie in dieser Situation besser verzichten – auch ein noch so zärtlich hingehauchtes „Ich will mit dir schlafen“ könnte durch ein lässiges „Ach was!“ ihrerseits konterkariert werden. Und ob Ihre Erektion den folgenden Lachanfall übersteht, das sei dahingestellt.

Geschickter: Wählen Sie den Umweg über den Handbetrieb.
Animieren Sie zuerst die Zielzone mit geschicktem Fingerspiel. Rücken Sie dann – vorzugsweise in Löffelchenstellung – näher an die Dame heran und benutzen Sie zum Streicheln Ihren Prinz Eisenhart, den Sie mit der Hand am Schaft fassen, ihn erst durch die weibliche Wildnis streifen und dann zärtlich zwischen ihre Beine gleiten lassen. Durch Schubbern und Hüftkreisen ergibt sich bald wie von selbst all das, wonach Sie kurz zuvor noch kaum zu fragen wagten. Wenn nicht, dann sollten Sie auf gar keinen Fall gewaltsam versuchen, ans Ziel ihrer Wünsche zu kommen. Denken Sie lieber an die CIA oder an den KGB. Sie erinnern sich?

Wenn Sie mal ausgetretene Pfade verlassen wollen, so empfiehlt es sich, dabei schrittweise vorzugehen.
Schicken Sie die Frau also nicht kurz hinaus, um sie dann mit Taucherbrille, Gummihandschuhen und den Worten: „Laß uns mal was Neues ausprobieren!“ im Schlafzimmer zu empfangen. Entdecken Sie zuerst die Möglichkeiten, finden Sie heraus, was an Neuem überhaupt drin ist. Wenn sie Lust hat, auf Ihnen zu reiten (dafür müssen Sie sich in der Missionarsstellung nur gemeinsam umdrehen), tut sie das vielleicht auch gerne mal mit dem Rücken zu Ihnen – danach können Sie ruhig direkt fragen.
Und vom Rückwärtsreiten bis zum Doggy-Style ist es nicht mehr weit.
Übrigens: Wenn Sie in der Löffelchenstellung anfangen, geht alles noch etwas schneller.

Jetzt, wo man sich nähergekommen ist, kann man doch in aller Offenheit alles sagen und fragen, was einem auf der Zunge liegt. Nicht wahr?
Von wegen! Nie ist die Gefahr für Peinlichkeiten größer als in dem Moment, wo alles entblößt in den Laken liegt. Also, kommen Sie jetzt bloß nicht mit der Frage, wie Sie waren, wie es für die Frau war, oder ob das für sie auch der beste Sex ihres Lebens war.
Wenn Sie wirklich etwas loswerden wollen, dann sagen Sie es.
Sagen Sie, was Sie denken. Vielleicht haben Sie ja Glück, und die Frau an Ihrer Seite erwidert etwas, das ein paar Informationen darüber enthält, wie sie es fand.
Allerdings: Wenn Sie schon unbedingt reden müssen, dann wählen Sie bitte zartfühlendere Worte als: „Du schmeckst viel besser als meine Ex.“

In den meisten Fällen aber genügt es völlig, einfach zu sagen, dass es schön war.
Erzählen Sie, wie schön es war. Oder, wenn so etwas zu ihrem Humor passt: „Das müssen wir unbedingt noch mal machen!“
Spätestens dann hat sie Gelegenheit, Ihnen mitzuteilen, was an Ihrer gottgleichen Darbietung noch etwas besser werden könnte. Oder zu sagen, dass sie nur mal eben rasch ins Bad geht und dann gern bereit ist für die nächste Runde.
Oder Ihnen zu sagen, dass sie jetzt ganz dringend nach Hause müsse, weil sie vergessen hat, den Herd auszumachen.
Dann wissen Sie wenigstens, woran Sie sind.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit diesen Erkenntnissen der modernen Sexualpädagogik!


.

[Dieser Beitrag wurde am 11.03.2007 - 22:05 von Minotaurus aktualisiert]





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Worte, Worte, nichts als Worte! Dazwischen manchmal ein Gedanke.
(Marcel Reich-Ranicki)

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...   Erstellt am 09.03.2007 - 02:25Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Mein Bauch tut weh vor lachen!!!!





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<Eva >
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...   Erstellt am 02.09.2007 - 09:09Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


..vielen Dank für diesen Nachhilfe Unterricht!
Man spürt, dass du aus großem Erfahrungsreichtum schöpfst.
Mir blieb einige Male das Lachen im Halse stecken.
Das war doch eine Kurzfassung des Buches von John Gray "Männer sind anders, Frauen auch", oder?




Minotaurus ...
Hausherr und Gastgeber
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...   Erstellt am 03.09.2007 - 14:24Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Eva schrieb

    ..vielen Dank für diesen Nachhilfe Unterricht!
    Man spürt, dass du aus großem Erfahrungsreichtum schöpfst.

Ja, in diesem Bereich auch.
Trotzdem: Kein Grund zu übertriebener Dankbarkeit.

Eva schrieb
    Mir blieb einige Male das Lachen im Halse stecken.

Auch diese Erscheinung ist mir nicht neu, allerdings kenne ich das eher im Bereich meiner Realsatiren. =

Eva schrieb
    Das war doch eine Kurzfassung des Buches von John Gray "Männer sind anders, Frauen auch", oder?

John Gray, der berühmte Paartherapeut aus Kalifornien?

"Männer sind anders. Frauen auch."
"Männer sind vom Mars. Frauen von der Venus."
usw, usw.

Nein, leider muß ich Dich enttäuschen, dieser Text stammt nicht von ihm.
Aber ich würde gerne mit ihm tauschen. Besonders heute.

Kalifornische Grüße vom Mino.





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(Marcel Reich-Ranicki)

Brigitte ...
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...   Erstellt am 04.09.2007 - 20:13Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hi Mino,

zugegeben, ich musste mehrmals schallend lachen über diese köstliche Beschreibung.
Herzlichen Dank, du hast mir den Abend gerettet!

Aber was nützt das alles hier?
Sollte man das nicht besser jedem Mann gleich ins Stammbuch schreiben?
Oder vielleicht doch besser auf den Bierdeckel?

Schöne Grüsse: Brigitte





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Am liebsten ist mir derjenige, der gerade bei mir ist.
(Hermann Hesse)


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