Forum Anmelden Registrieren Mitglieder Suchen


Neuer Thread ...


ErstellerThema » Beitrag als Abo bestellenThread schließen Thread verschieben Festpinnen Druckansicht Thread löschen

<Norbert Schneider>
unregistriert

...   Erstellt am 01.11.2004 - 23:04Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Seniorengenossenschaften als sinnvolle Ergänzung zu den Pflegediensten. Ähnliches, wenn auch nicht in dem Umfang, gibt es auch schon in Deutschland.

Die japanische Pflegewährung
Von allen Ländern hat Japan den zweithöchsten Anteil alter Menschen an der Bevölkerung. Bereits heute benötigen 800.000 Senioren gelegentlich Hilfe, und eine weitere Million ist behindert. Das japanische Gesundheitsministerium rechnet schon in naher Zukunft mit einer deutlichen Zunahme dieser Zahlen. Als Reaktion auf das rasch wachsende Problem haben die Japaner eine Art „Pflegewährung“ eingeführt. Bei diesem System werden die Stunden, die ein Freiwilliger bei der Pflege oder Unterstützung alter oder behinderter Menschen verbringt, auf einen Sparkonto geführt, der einzige unterschied besteht darin das die Rechnungseinheit nicht Yen sind, sondern stunden. Mit dem Guthaben des Zeitkontos kann man die normale Krankenversicherung ergänzen.
- Verschiedene Aufgaben werden verschieden bewertet. So erhält man beispielsweise für eine Mahlzeit, die zwischen 9.00 Uhr und 17.00 Uhr serviert wird, ein geringeres Zeitguthaben als für Mahlzeiten außerhalb dieses zeitlichen Rahmens; auch für Arbeiten im Haushalt und fürs Einkaufen wird weniger angerechnet, als beispielsweise für Körperpflege.
- Das Guthaben in der Pflegewährung kann von den Freiwilligen für sich selbst oder für jemanden ihrer Wahl innerhalb und außerhalb der Familie verwendet werden, wann immer entsprechende Hilfe benötigt wird. Einige private Dienste bieten Freiwilligen, die in Tokio Pflegedienste verrichten, die Möglichkeit, daß die Zeitguthaben ihren Eltern zur Verfügung steht, die vielleicht in einem anderen Landesteil wohnen. Manche bieten einfach ihre Dienste an und hoffen, daß sie ihr Guthaben nie brauchen werden. Andere arbeiten nicht nur freiwillig, sondern geben ihr Guthaben an andere weiter, die es ihrer Meinung nach brauchen. Für die Beteiligten verdoppelt sich quasi die Zeit. Das Prinzip funktioniert ähnlich, wie wenn Unternehmer oder Politiker bei Spendenaktionen die gesammelte Summe verdoppeln: Mit jeder Stunde Arbeit erhält die Gesellschaft zwei Stunden.
- Besonders erfreulich ist, daß auch die alten Menschen diese Form der Pflege bevorzugen, da die Qualität der Leistungen höher ist als bei den in Yen bezahlten Pflegerinnen und Pflegern. Der Name der Währung, “Hureai Kippu“ („Pflege-Beziehungs-Tikket“), ist Programm. Sie bietet den alten Menschen eine Lösung, die ihnen angenehmer ist, denn vielen wäre es peinlich, um einen kostenlosen Pflegedienst zu bitten (in Deutschland Sozialhilfe).
- Die Japaner berichten zudem über einen deutlichen Anstieg der freiwilligen Leistungen, und das auch bei Helfern, die gar keine eigenen Zeitkonten eröffnen wollen. Der Grund könnte sein, daß durch dieses System alle Freiwilligen das Gefühl haben, ihre Leistungen würden mehr anerkannt. Damit wäre auch der Einwand widerlegt, daß durch die Bezahlung von Freiwilligen in Komplementärwäh-rung diejenigen, die nicht bezahlt werden, nichts mehr machen.
- Ende der 90er Jahre gab es auf lokaler Ebene über 300 Pflegedienste, die nach dem Prinzip der Zeitkonten arbeiten.
Insgesamt betrachtet erweist sich die japanische Pflegewährung kostengünstiger und persönlicher als das im Westen übliche System.

Diskutieren sie mit.
Mit freundlichen Grüßen
Norbert Schneider




<pewa>
unregistriert

...   Erstellt am 17.03.2005 - 13:55Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hätte es ja schön gefunden, wenn die abgeschriebenen Zeilen wenigstens den Hinweis auf das Buch "Das Geld der Zukunft" von B. Litaer enthalten hätten.




<guest>
unregistriert

...   Erstellt am 20.03.2005 - 09:55Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


..dieser Beitrag hat hier noch gefehlt!!




<Schneider>
unregistriert

...   Erstellt am 30.03.2005 - 23:07Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Unbekannt,

welche Beiträge fehlen noch?
MfG
Norbert Schneider





Ähnliche Themen:
Thema Erstellt von Antworten Forumname
Seniorengenossenschaften norbert_schneider 0 schneider
Alte Knacker Nur In Japan *sfg oder besser : Japan, das Land der 25.000 Hundertjährigen AsianLady 12 darkmoon
JAPAN MONSTERFILME JAPAN LASERDISC´S und Raumpatroille Cinecastle 1 timebandit
Mi, 07.11. NK6 (Japan)+DUDMAN (Japan)@BASTARDCLUB Osnabrück Closetpunk 0 skp
Super Junior @ Japan, in Japan SuJufan 3 sujufan
Neuer Thread ...





Impressum

Dieses Forum ist ein kostenloser Service von razyboard.com
Wollen Sie auch ein kostenloses Forum in weniger als 2 Minuten? Dann klicken Sie hier!



blank