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Maggie ...die Bienenbetörerin ;)
   

Status: Offline Registriert seit: 22.11.2005 Beiträge: 306 Nachricht senden | Erstellt am 05.12.2005 - 22:13 |  |
Ich hoffe der Blick zur Seite ist erlaubt. Da wird gerade diskutiert ob man die Selbstakzeptanz als Dicke aufgibt wenn man abnimmt.Und natürlich wird dort als erstes nachgefragt, ob denn die Beschwerden des Körpers nicht auch durch was anderes als durchs Abnehmen weggingen und so weiter  Und jedenfalls hat Chiyele da als Einzige was unheimlich Schönes zu geschrieben: Ich denke, echte Liebe zu mir selbst, hat nichts damit zu tun, in welcher Form mein Körper sich befindet.Für mich ist echte Eigenliebe (was über Selbstakzeptanz hinausgeht) eine Art Mütterlichkeit mir selbst gegenüber. Ich übernehme Verantwortung für meinen Körper, wie für mein Kind. Und dadurch spüre ich die Not meines Körpers mit dem Gewicht, das er zu tragen hat und versuche ihm, so weit es geht zu helfen, wie ich meinem Kind helfen würde. Meine Akzeptanz und Wertschätzung meinem Körper gegenüber, ist davon unabhängig vorhanden. Im Gegenteil, je mehr ich für meinen Körper tue, um ihn von seinen Leiden zu befreien- desto mehr zeige ich doch meine Liebe zu ihm.
Ich hoffe das das Zitieren jetzt erlaubt war, aber ich fand das so schön  Maggie
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Solitude  Vorsicht - Freigeist :-))
    

Status: Offline Registriert seit: 12.11.2005 Beiträge: 884 Nachricht senden | Erstellt am 05.12.2005 - 23:04 |  |
Selbstakzeptanz hat in meinen Augen noch nie etwas damit zu tun gehabt, welche Form mein Körper gerade hat. Ich mag oder liebe mich als der Mensch, der ich bin. Mit allen meinen Fähigkeiten, Gefühlen, Qualitäten und den Dingen, die mich ausmachen. Wenn Selbstakzeptanz als Dicke bedeuten würde, sich nur selbst annehmen zu können wenn man dick ist, wäre das in meinen Augen nie Selbstakzeptanz gewesen.
Erst wenn man sich selbst lieben kann, ist es möglich, die Essstörung zu verlassen. Man wertschätzt sich selbst, man liebt sich selbst und man möchte sich nur Gutes tun.
Wenn man dann erkennt, dass es vielleicht möglich ist, körperliche Beschwerden des Übergewichtes durch Physiotherapie, Muskalaufbau zu lindern aber nicht zu heilen und sich dann weiter entschließt das anzugehen, was für den Körper die entscheidende "Entlastung" ist...dann ist das eine kluge, auf Selbstliebe und Selbstachtung gebaute Entscheidung.
Das Argument, der nun Abnehmende laufe automatisch in die Falle, seine künftige Selbstakzeptanz nur noch daraus zu beziehen, was die Waage an Kiloverlusten zeige beruht auf der irrigen Annahme, dass die Selbstakzeptanz an das Körpergewicht gekoppelt sein könnte. Und das kann sie - siehe oben - niemals, wenn es sich um wirkliche Selbstakzeptanz/Eigenliebe handelt. Deshalb kann auch nur der in diese Falle laufen, der sich nicht selbst schätzt und liebt. Der nichts anderes zu seinem Selbstwert beitragen kann als Kilos zu verlieren. Und wenn das so ist, dann ist der Zeitpunkt sowieso noch nicht gekommen, die Essstörung zu verlassen. Dann würde man nur eine Diät machen. Und das mit fatalem Ausgang wie wir alle wissen.
Fazit: Wenn man in wirklicher Selbstakzeptanz und Liebe zu sich selbst angekommen ist, erst dann hat man die Möglichkeit - durch Willensanstrengung - seine Ernährung umzustellen und gesund abzunehmen. Und der Wunsch auch in den Spiegel zu schauen und sein Spiegelbild mit "Ach wie nett" statt "Ach herrje" zu begrüßen bedeutet keinen Verrat an der Selbstakzeptanz. Weil diese ja eben auf mir als Menschen beruht. Und nicht auf meiner Körperform.
Signatur Der Weg zu mir selbst war der schwerste, den ich je gegangen bin aber auch der lohnendste, weil er mich auch zu Dir geführt hat.
(von mir für Dich ) |
Sunny on her way to the sunny side of life...
   

Status: Offline Registriert seit: 16.11.2005 Beiträge: 668 Nachricht senden | Erstellt am 06.12.2005 - 15:54 |  |
Das ist wirklich ein schönes Bild, für sich selbst Mutter zu sein, für sich zu sorgen.  Das trifft meine Empfindungen auch sehr gut. Ich beschütze mich jetzt, der erwachsene Teil von mir kümmert sich um das innere Kind in mir. Ich muss mich nicht mehr mit Überessen vor der "bösen Welt da draussen" schützen, sondern das kann mein erwachsener Teil ganz gut.
Und was Du schreibst Soli trifft es genau! Selbstakzeptanz als Dicke, als Eckige, als Karierte, was soll das sein??  Wenn ich mich selbst akzeptiere, dann akzeptiere ich mich so wie ich bin. Egal ob ich gerade dick, eckig oder kariert bin. Du hast das toll beschrieben!!  Sunny
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Holly  die nur nach ihrer eigenen Pfeife tanzt...
   

Status: Offline Registriert seit: 07.12.2005 Beiträge: 887 Nachricht senden | Erstellt am 09.12.2005 - 17:38 |  |
Hallo, ich denke auch, wenn ich mich als MENSCH nicht akzeptiere, dann ist es völlig egal, wie dick oder wie dünn ich bin. Für mich war es schon ein Riesenschritt, daß ich einfach hingehen kann und schreiben kann, ich bin ÜG, ich habe eine ES, damit habe ich ja schon einen Teil von mir akzeptiert. Aber das darf imho nicht heissen, daß ich dann an der Stelle einach aufhöre und das als Schicksal hinstelle, als unabänderliche Eigenschaft meines Körpers. Die Gfahr besteht dann meiner Meinung auch, daß man sich dann selber in so eine Art Märtyrerrolle navigiert, denn ich bin dick und akzeptiere das und jeder der das nicht so findet, auch wenn er das aus gutem Grund nicht so findet, weil er vielleicht mein Arzt ist und gerade die Röntgenbilder von meiner Kniearthrose vor sich liegen hat, hat prinzipell was gegen mich und will mir meine mühsam erkämpfte Selbstakzeptanz streitig machen. Es ist kein Verrat an der Liebe für sich selber, wenn man abnimmt, eher im Gegenteil. Und ich weiss, daß ich nur FÜR MICH abnehmen will, weil ich merke, daß mir dieses schwere ÜG einfach nicht guttut... Ich war früher mal knapp halb so schwer wie jetzt (70kg zu 130kg jetzt ). Und ich kann mich noch gut daran erinnern, wie das war, 10 km in 50 min joggen zu können. Und jetzt brech ich nach 30 min walken um... .
Liebe Grüße Flo
Signatur Freier Willen!
Hunde denken sie wären Menschen
Katzen denken sie wären Gott |
Luna unregistriert
| Erstellt am 09.12.2005 - 18:50 |  |
Hallo, Holly
schön, daß Du dabei bist!!!! Du sprichst mir aus der Seele ....
Luna
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Ulli Glühwürmchen vom Dienst :-))
    

Status: Offline Registriert seit: 12.11.2005 Beiträge: 711 Nachricht senden | Erstellt am 09.12.2005 - 19:00 |  |
Holly schrieb
Hallo, ich denke auch, wenn ich mich als MENSCH nicht akzeptiere, dann ist es völlig egal, wie dick oder wie dünn ich bin. Für mich war es schon ein Riesenschritt, daß ich einfach hingehen kann und schreiben kann, ich bin ÜG, ich habe eine ES, damit habe ich ja schon einen Teil von mir akzeptiert. Aber das darf imho nicht heissen, daß ich dann an der Stelle einach aufhöre und das als Schicksal hinstelle, als unabänderliche Eigenschaft meines Körpers. Die Gfahr besteht dann meiner Meinung auch, daß man sich dann selber in so eine Art Märtyrerrolle navigiert, denn ich bin dick und akzeptiere das und jeder der das nicht so findet, auch wenn er das aus gutem Grund nicht so findet, weil er vielleicht mein Arzt ist und gerade die Röntgenbilder von meiner Kniearthrose vor sich liegen hat, hat prinzipell was gegen mich und will mir meine mühsam erkämpfte Selbstakzeptanz streitig machen. Es ist kein Verrat an der Liebe für sich selber, wenn man abnimmt, eher im Gegenteil. Und ich weiss, daß ich nur FÜR MICH abnehmen will, weil ich merke, daß mir dieses schwere ÜG einfach nicht guttut... Ich war früher mal knapp halb so schwer wie jetzt (70kg zu 130kg jetzt ). Und ich kann mich noch gut daran erinnern, wie das war, 10 km in 50 min joggen zu können. Und jetzt brech ich nach 30 min walken um... .
Liebe Grüße Flo
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Du hast das toll auf den Punkt gebracht! Ich kann mich nur anschließen...schön, dass Du dabei bist!!! 
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