Mediterranea, eine Insel im Mittelmeer.

Eine Insel, ein unabhängiger Kleinstaat - genau im Kreuz der vier größten Mächte dieser Zeit: Rom, Athen, Alexandrien und Karthago - ein Ort der Weisheit und des Wahnsinns, der Korruption und der Freundschaft, der Freiheit und des Kampfes, ein Schmelztiegel der Kulturen und Klassen, wo Senatoren einem illustren Leben frönen, Händler aus aller Welt die exotischsten Dinge darbieten und Sklaven um ihre Freiheit kämpfen. Erlebe das Schicksal: Tauche ein in eine Welt voller Intrigen, Kampf, Spannung, Spaß, Liebe und Hass - werde Teil von Mediterranea!

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Normin 
Ehem. Rebellanführer
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...   Erstellt am 15.12.2007 - 19:21Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


OOC: Ich habe uns mal in einen neuen Thread gepostet, da es nichts mehr mit Aine zu tun hat ...)

Normin schrieb

    Aine nahm das Angebot nicht an und verabschiedete sich von Normin. Und dieser sah ihr noch nach.
    Schade, dachte er noch, aber das Leben als ehemaliger Sklave und Rebellenanführer war wirklich nicht leicht. Er konnte froh sein, in Pylades altem Häusschen untergekommen zu sein, wo gerade Mia aucf seinen Sohn aufpasste. Dennoch fand es Normin nicht gut. Auch wenn er freigesprochen war, so konnte es doch Pylades nur schaden, einen ehemaligen Rebellenanführer und Sklaven zu beherbergen.


    Normin war müde. Er war müde des kämpfens. Und dennoch war Kraft in ihm. Sein Bruder war in Gefahr. Wann würde das endlich aufhören?

    Und dann setzte er sich leicht erschöpft an den Rand eines Brunnens und stützte seinen Kopf auf seine Hände, dessen Ellenbogen er auf seine Knie gestützt hatte. Für einige mochte er mal ein kleiner Held gewesen sein. Für andere das Gegenteil.

    Auf einmal knallte etwas gegen seinen Kopf und es tat ein wenig weh. Es war ein harter Stein und als Normin sich aufrichtete, sah er zwei junge Männer in der Entfernung.
    »Hau ab aus der Stadt. Du hast nur Ärger gebracht. Sieben Sklaven haben unseren Haushalt nur wegen deinen blöden Ideen verlassen. Wir wissen wer du bist, du elendiger Sklave ...«

    Normin hielt sich seine leicht blutende Stirn und starrte zu den jungen adligen Männern und war entsetzt, aber auch wütend.



Amenachet schrieb

    Es hatte nicht lange gedauert, bis Amenachet an den Hafenkais ankam. Nachdenklich betrachtete er die Schiffe, die einfuhren oder jene, die die heimatlichen Gestade verließen um in die Welt zu fahren und Alexandria, Athen, Rom, Karthago, Syrakus, Sagunt und die anderen großen Städte des Mittelmeeres mit Rohstoffen versorgten und mit ihren Kollegen aus anderen Nationen feilschten und Handel trieben. Nach einiger Zeit fand er das Schiff, das ihn der Mann in Kutte vor einigen Tagen genannt hatte und dann sah er ihn, den Mann. Amenachet nickte dem Mann knapp zu und sie beide verschwanden zwar nicht hinter einem der Schiffe, sie beredeten vielmehr etwas und verbargen sich dennoch. Nach einiger Weile war Amenachet in den Besitz jener Informationen gekommen, die er haben wollte und schaute dann langsam um sich. Niemand da, außer ihm und dem Kuttenmann. Dieser verabschiedete sich leise und bestieg über eine Rampe das Schiff, das ihn heim nach Ägypten befördern sollte. Amenachet sah ihm nach.
    Langsam drehte der Ägypter sich aber um und bewegte sich langsam wieder in Richtung des Weges in die Stadt selbst, aus welcher er gekommen war. Dabei wurde er auf einen Streit aufmerksam. Zwei Burschen, anscheinend gut betuchte Adeligensöhne beschimpften einen Mann. Kannte er ihn? Hatte es ihn zu interessieren? Amenachet schaute zu dem Opfer der Beschimpfungen. Nein… das Gesicht sagte ihm nichts aber es störte ihn, das er es nicht einordnen konnte, vor allem weil es hübsch war. Und er sah es ungern, wenn Schönheit geschädigt wurde. Er bewegte sich so langsam zu den Burschen hin und packte einen hinten am Genick, der andere wich vor dem Ägypter zurück, der seinen Freund im Griff hatte und welcher hilflos mit den Armen fuchtelte. „Nur eine Bewegung und dein Genick war ein einmal, Sohn eines gichtkranken Zwerges.“, fauchte die dunkle Stimme des Ägypters und Amenachet holte mit dem Bein aus und trat dem Burschen gehörig ins Kreuz, ließ ihn dabei los und schaute seinen Freund an. Diesen verließ der Mut, er half seinem Freund auf und die beiden machten sich eilig davon. „Tsk..“ tönte es nur von Amenachet, der nun wieder den Rebellenanführer mit seinen jettschwarzen Augen betrachtete. „Ist es schlimm?“ fragte er ohne große Betonung und schaute den Mann nicht mal ins Gesicht. Nach und nach blickte er den Mann dann nun doch an. „Mhm?“



Normin schrieb

    Als plötzlich dieser Fremde auftauchte und es den adligen Sprössen so richtig zeigte, war Normin beeindruckt, auch wenn ihn eigentlich nicht mehr viel beeindruckte und er immer noch ein wenig von seiner Verbittertheit in sich hatte. Er wollte einfach nur noch seine Ruhe. Athena hatte ihn verlassen und nun gab es für ihn nur noch den Rest der Familie: Seinen kleinen Sohn und Devlin. Die Vergangenheit aber konnte er nicht von heute auf morgen abschütteln. Und so war er doch irgendwie dankbar für die Hilfe dieses Mannes, denn Normin war momentan ein wenig unsicher, was die Menschen hier anging. Er hatte oft daran gedacht, die Insel zu verlassen.

    »Ich danke Euch und nein, es ist alles in Ordnung. Es ist nur ein Kratzer.« Dann blickte auch Normin den Mann an. Warum hatte er ihm geholfen? Normin bedankte sich ungern, aber er hatte sich inzwischen auch verändert.
    »Ich danke Euch. Warum habt ihr das getan?« fragte er einfach und versuchte ein Lächeln auf seinen sonst so ernsten Züge zu zaubern.
    Normin viel auf, dass sieser MAnn sehr gut aussah, auch wenn ihn dies nicht interessierte. Aber wer war er? Ein Sklave sicherlich nicht. Oder ein ganz besonderer?



Amenachet schrieb

    Ach, wie niedlich. Ein liebes Danksschön und schon die kleine hinterher geworfene Frage, die wie ein formvollendeter Seitenhieb war – wundervoll. Ah, wie Amenachet doch zerstörte Menschen und Persönlichkeiten liebte. Aber es war doch amüsant zu sehen, wie schnell man den Menschen ein Dank abverlangen konnte. Diese beiden Hänflinge waren nicht wirklich Gegner gewesen und jeder noch so geschwächte Mann wäre mit ihnen klar gekommen, aber dieser Mann dort war gebrochen, innerlich zerfressen wie von Maden durchsetzt. Unappetitliche Vorstellung aber Amenachet wusste im Moment keinen passenden Vergleich… oder? „Ein Kratzer?“ Amenachet nickte, innerlich lachte er bereits auf. Ein Kratzer. Alleine so etwas entstellte das Gesicht vollkommen, nicht auszuhalten. Der Ägypter trat einen Schritt näher an den Blonden und beschaute ihn nun etwas gelassener, eine Hand locker in die Hüfte gestemmt, die andere hebend und die Wunde befühlend, kurz zudrückend um eventuellen Schmutz herauszudrücken. Nein, da war nichts, nicht mal ein Schnitt. Die Haut war nur oberflächlich aufgeplatzt. „Das sieht gut aus.“ Murmelte er leise und zog die Hand zurück. Auf die Frage des Anderen schnalzte er gelassen mit der Zunge. „Gegenfrage, wieso hätte ich es nicht tun sollen Diese beiden Maden eben waren eine Schande für den Adel dieser Stadt und es wird Zeit das ihre Väter sie samt ihrer nutzlosen Frauen vor die Tür setzen.“ Amenachet schmunzelte leicht.
    Ja, man merkte schon jetzt, dass er keine Frauen mochte. Aus seiner Sicht waren sie langweilig fade und immer gleich. Was sie oben versprachen hielten sie unten nicht, es war immer dasselbe. Also lächelte er knapp bemessen und musterte den schmucken Mann vor sich mit einem koketten Lächeln auf den Lippen, die zu einem Grinsen verzogen wurde. Abschätzig schaute er zum Kai hin. Das Schiff mit dem Kuttenmann lief langsam aus. Er lächelte leicht und schaute wieder Normin an. „Also? Was stehen wir hier herum und reden nur sinnlos rum? Mein Name ist Amenachet. Und ihr seit..?“





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Normin 
Ehem. Rebellanführer
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...   Erstellt am 15.12.2007 - 19:22Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Normin schätzte es nicht sonderlich, wenn man ihn ungefragt anfasste, aber er liess es zwangsläufig zu und rebellierte nicht. Er war schon fast in eine Art Lethargie verfallen gewesen, schaffte es aber noch rechtzeitig, da wieder heraus zukommen. Sicherlich, der ehemalige Sklave war nie ein einfacher Mensch gewesen: Er war eher aufbrausend und verbittert, jedenfalls für die meisten kein angenehmer Zeitgenosse. Aber all die Ereignisse in der letzten Zeit hatten ihn auch verändert, nur kam er mit der Veränderung noch nicht so gut klar.
Er war nun kein Sklave mehr und auch kein gesuchter und gejagter Rebell. Und er war nun Vater und dies bedeutete eine ganz neue Verantwortung für ihn. Er war froh, dass Mia sich um seinen Sohn kümmerte, wenn Normin unterwegs war. Dennoch war diese allein erziehende Situation etwas ganz neues für ihn.

Dann aber konzentrierte sich Normin wieder auf den Mann, der ihm geholfen hatte. Und obwohl der Hüne Normin nicht bekannt dafür, freundlich zu lächeln, rang er sich ein solches ab. Er war ein Narr, aber er war sich dessen nicht böse. Er war kurzzeitig in eine Art Melancholie gefallen, etwas, was er so gar nicht kannte, denn eher liess er solche Gefühle gar nicht zu, wehrte sich dagegen mit aller Macht, waren dies bisher immer Gefühle der Schwäche für ihn gewesen. Doch irgendwie wurde ihm dies gerade bewusst und daher nannte er sich einen Narren, im Positiven.
»Ihr habt Recht, dass war eine dämliche Frage. Ich hätte genauso gehandelt. Dennoch danke ich Euch. Nicht jeder bringt diesen Mut auf.«

Normin registrierte langsam auch aus den Worten des Mannes, der sich schliesslich vorstellte, dass dieser keine Frauen mochte. Doch dieser Umstand störte Normin nicht. Jeder wie er meinte zu leben und zu denken. Solange man das andere Geschlecht nicht diskriminierte.

Dann nickte Normin zum Gruss. »Man nennt mich Normin ...« gab er als Antwort, als sich der Fremde vorstellte. Seltsam, irgendwie kam ihm sein eigener Name fremd vor. Diesen hatte er als Sklave bekommen, weil sie damals dachten, er kommt aus den Nordländern. Sein eigentlicher Name war schliesslich Gabriel, ein hebräischer Name, so wie auch sein Sohn hiess.

Normin hoffte, dass Amenachet ihn nicht gleich mit dem ehemaligen Rebellenanführer in Verbindung brachte, denn Normin wollte mit diesem Umstand wahrlich nicht mehr in Verbindung gebracht werden. Er wollte seine Ruhe und hoffte, das Amenachet nicht mitbekommen hatte, was die Angreifer gesagt haben. Aber selbst wenn, eigentlich war es egal, denn Normin konnte auch ein wenig stolz sein auf dass, was damals passiert war.

»Amenachet? Das klingt ägyptisch. Und ja, Ihr habt Recht, was stehen wir hier noch herum? Darf ich Euch zu einem Wein einladen als Dank? Oder müsst Ihr weiter?« Ein wenig Gold hatte Normin bei sich. Die Befreiung seines Bruder musste einfach noch einen Moment warten, so leid es ihm tat.





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Amenachet 
Übermütiger Tavernenbesitzer


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...   Erstellt am 16.12.2007 - 20:51Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Normin wurde genau ins Auge gefasst und von Amenachet weiterhin kritisch beargwöhnt und beschaut. Mit einem gekonnten Lächeln strich Amenachet sich eine seiner Strähnen aus dem Gesicht, streckte sich leicht. §es gibt keine ‚dämlichen’ Sprachen, mein hübscher Freund. Nur sinnlose Antworten. Dankt mir nicht vorschnell, ihr kennt weder meine Motive noch meine Hintergedanken.“ Amenachet schaute ihn selbstbewusst an, stemmte wieder eine Hand in die Hüfte. „Mut?“ Amenachet lachte auf, ein spitzes und ziemlich boshaftes Lachen, zynisch und doch so einem Löwen gleichend, der seine Beute gerissen hatte. „Das war kein Mut, mein Lieber, es war schierer Eigennutz. Ich sehe es ungern wenn man auf einen… geschlagenen Löwen einschlägt. Und zudem bin ich nicht gerne der, der zusieht, lieber mache ich das selbst.“ Amenachet lächelte raubtierhaft. „Ich kann grausam sein, Normin.“ Grinsend nickte er. „Ja, er ist aus meinem Heimatland entnommen. Dort war ich ein hübscher Pharaonenbastard, hier bin ich nur ein Wirt. Was war der bessere Tausch, eh?“ Lächelnd schaute er Normin mit schrägem Blick an. „Ich besitze selbst ein Wirtshaus, somit lehne ich dankend ab. Ich weiß, wie Wein hergestellt wird und kenne die falschen Tricks der Besitzer dieser Lokalitäten.“ Amenachet grinste, dabei blitzten seine weißen Zähne auf. „Daher nein danke, aber wenn ihr mögt, wollt ihr meine Gastfreundschaft in Anspruch nehmen? Ich kann euch gern eine Versorgung eurer Wunden garantieren.“





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