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darkmoon ...
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...   Erstellt am 21.03.2009 - 10:14Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Hallo Bluemoon,

schade, dass die Macht oft so falsch verstanden wird, die wir doch eigentlich haben, um uns selbst und anderen zu helfen! Ich sehe dies als Sängerin aus der Position, dass ich die Macht hbe - und ich benutze diesen Begriff hier ganz bewusst und mit Selbstvertrauen -, Menschen mit meinem Gesang zu verzaubern und sie träumen zu lassen. Macht war für mich immer etwas wunderbares und ich werde die Macht des Gesanges nutzen, wie ich es verstehe und alle Register meiner Kraft daraus ziehen, um Freunde, Liebe und ein Lächeln aus den Menschen hervorzulocken.

Eine weitere Macht, die ich im Menschsein sehe und in mir selbst auch bewusst nutze, ist die Macht, anderen in ihrer Ohnmacht zu helfen! Warum?
Ich habe es selbst in genau umgekehrter Weise erlebt: nämlich, dass niemand half, als ich z.B. in der Schule Probleme hatte. Ich möchte helfen, wenn ich Ungerechtigkeit und ein stures System sehe, das mich rasend macht. Es ist, als spreche hier ein göttlicher Wunsch, ein mächtiger Wille zu mir, der mich zur Furie werden lässt. Ich bin halt so und es hat auch schon viel Ärger gebracht - aber ich pfeife hierauf und sehe ja, dass viele Menschen durch mich erst sehen gelernt haben, dass es aus diesem drögen, unselbstbewussten und sturen System, wie es bei uns an der Schule leider immer stärker zu Tage tritt, einen Ausweg gibt. Nämlich den der Selbstbestimmtheit und der Kraft. Marketing und Image werden leider immer wichtiger, als das Individuum, womit oft nach außen hin geworben wird. Ich sehe die Macht des Menschen in seinem Selbstbewusstsein und in der Kraft, in sich selbst zu ruhen. Ich werde meine Macht, die ich als eine starke Kraft und als etwas positives sehe, bis zum letzten Atemzug nutzen, bis dass der letzte Funke meinerselbst wieder mit dem göttlichen Ozean vereint ist. Ich finde, wir sollten macht als etwas verstehen lernen, dass es zu begreifen gilt. Nicht Macht über andere ist gefragt, sondern Macht über uns selbst und dies aus ganzer Seele zu wissen. Macht und Güte liegen im qabbalistischen Lebensbaum ja nebeneinander und sind eine Polarität, ergänzen sich und nicht sich bekämpfende Drachen.

Im Moment findet bei mir auch eine Phase des Umbruchs statt, denn der Gesang, den ich seit Jahren für mich entdeckt habe, führt einen zu sich selbst und kann wahre Wunder wirken. Atem ist Macht: die Macht zu sprechen und sich der Kraft der Worte bewusst zu werden.

Malajka, da kann ich in das gleiche Horn wie du blasen, wenn du sagst, dass Worte Macht bedeuten. Wir müssen nur wieder lernen, sie zu nutzen und zwar zur Heilung und zur Freisetzung von Glückshormonen. Ich meine das ganz so, wie ich es sage*grins*.

Sende euch Grüße aus dem sonnigen Nürnberg, wo die Sonne sich gerade einen grinst.

Darkmoon

[Dieser Beitrag wurde am 21.03.2009 - 10:21 von darkmoon aktualisiert]




Tazem ...
Ritualmagie 1.Stufe
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...   Erstellt am 21.03.2009 - 11:14Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Hallo Ihr Lieben,

jeder beschreibt natürlich aus seiner persönlichen Erfahrung heraus, was auch absolut in Ordnung ist.

Offensichtlich verknüpft Bluemoon Dinge noch etwas anders.

Und irgenwie scheint Macht einfach nur auf den Willen zu empfangen beschränkt zu werden.

Aber auch der der Wille zu Geben kann Macht sein, z.B. in Form eines liebevollen geduldigen Lehrers.

Aber dazu gehört eben auch, dass der Gegenüber - also der Schüler - lernen will. Wenn der Schüler nicht lernen will, bringt der Wille zu geben und Wissen zu 'Schenken' eben auch nicht viel.

Man kann Macht sicherlich in viele Kategorien einstufen und jede Stufe wäre für sich und sich bestimmt korrekt, aber ohne die anderen Stufen unvollständig.

Zudem kommt eben alles von Gott. Auch das Empfangen. Wie könnte er sonst etwas geben, was er selbst nicht hätte? (Beispiel: Chochmah!).
Ich denke, dass auch Gott von uns empfängt, wie z.B. unsere Liebe und Hingabe.


Sende Liebe in die Runde,

Tazem





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"Always shoot for the moon; even if you fail, you'll be amongst the stars."

elementar ...
Erfahrener Forumsteilnehmer
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...   Erstellt am 21.03.2009 - 13:29Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


hallo zusammen!

bei beiden themen die bluemoon angesprochen hat ist in der antwort eines jeden jeweils seine "zugrundeliegende religion /erkenntnisweg" sowie die eigenen erfahrungen im und mit dem leben enthalten.

zuerst einmal möchte ich anmerken: die den religionen (u.a. wissens- und lebenswegen) zugrundeliegenden texte sagen uns genau wie es ist, was gemacht wurde, dass es so ist und die gefahren etc. werden aufgezeigt. und die einzelnen "religionen" aber vorallem die kabbalah sind nur sprachen um sich selbst und das grosse ganze besser zu erkennen und zu verstehen.

gerade bei den religionen (bez. institutionen die diese vertreten) sieht man den "machtmissbrauch" den bluemoon event. ankreidet sehr deutlich.

aber: wer schon einmal in einer machtvollen position war (oder wie z.b. malajka ständig ist) weiss auch, dass macht schnell gegen den willen anderer ABER IN GUTEM SINNE eingesetzt wird- und darum sehr schnell schlecht ist (schlecht wirkt / sich auswirkt). das ist gut zu erkennen bei einer staatsform: auch wenn ich der erfahrenste und beste mensch überhaupt bin (oder das meine) kann ich meine sicht nur in einer diktatur perfekt umsetzen- aber damit unterdrücke ich andere (meinungen)=machtmissbrauch. aber wenn ich mich in einer direkten demokratie (ich bin schweizer) befinde, muss ich damit leben, dass manchmal ein schlechterer weg, der nicht meinem gusto entspricht, von der mehrheit anscheinend mehr angenommen wird (weil event. die gegenpartei marktscheierischer agiert) und ich muss mit dem resultat leben (können).

gerade in östlichen "weisheitswegen" wird oft darauf hingewiesen, dass nichts tun, alles sein kann und der beste weg ist(was ich für mich nicht akzeptieren kann, aber den tieferen sinn erkenne ich darin schon).

und auch rudoph steiner (und nicht nur er) hat darauf hingewiesen, dass das streben nach wissen (wissen ist macht) einem an dunkle stellen führen kann und der höhere zweck verfremdet wird und eigennutz entsteht.

ebenfalls wird in christlichen texten darauf hingewiesen, dass der mensch von den gefallenen engeln geschult wurde und wir gerade den technischen fortschritt diesen dunklen mächten zu verdanken haben (versuchung, verführung).

warum diese hinweise auf "ausserthemliche" religiöse grundlagen?- weil daraus der hinweis entsteht wie macht angewendet werden darf, ob man nach macht streben darf, und alle anderen fragen werden eben auch beantwortet.

nach machtstreben darf man, aber die anwendung der macht ist meist nicht möglich ohne den willen einzelner zu "missachten". dieser themenkomplex wird umso schwieriger, je mehr verantwortung man übernehmen muss- für sich alleine lassen sich einzelne dinge ohne grössere probleme entscheiden, mit familie wirds schon schwieriger, als firmenchef noch schwieriger (da gibt es viel unverständniss) und als staatschef... wurde bereits erläutert.

ein wissensstreben führt immer an grösseren versuchungen vorbei- aber das hat jeder wissensweg so ansich. es gilt zu wachsen ohne der versuchung nachzugeben dieses wissen gegen den willen anderer anzuwenden - auch wenn daraus gutes entstehen würde (man das glaubt und vielleicht sogar recht hat).

egal ob seele oder machtdisskusionen: erst müsste ein jeder für sich den grossen rahmen abstecken und sich öffnen.

weil in den alten texten steht alles- nur vielfach sind wird nicht bereit zu akzeptieren...

wie heisst es im tao: "warum strebst Du? Du hast doch schon alles"- aber wie soll ich das als jungunternehmer umsetzen ohne meinen bisherigen weg als falsch zu brandmarken (und in einem lebenskrise zu geraten?).

in der esotherik aber auch in der antroposophie wird immer darauf hingewiesen (und auch in den anderen erkenntnisswegen), das wir hier in der materiellen welt sind um erkenntnisse zu sammeln und nur diese erkenntnisse uns bleiben werden. wichtig dabei ist: das hier ist nur das ferienlager auf erden. was wir hier lernen, werden wir für immer mitnehmen.

und wie es auch bluemoon gesagt hat: wir wissen wann etwas falsch ist und wann gut- somit ist der machtmissbrauch für jeden ersichtlich (erspürbar)- wir müssen einfach darauf hören.

es ist tatsächlich einfacher nicht zu streben (denn alles führt zur versuchung der macht- sogar falsch verstandenen liebe(liebe in unserer umgangssprache- nicht echte selbstlose liebe), aber ich könnte ohne dieses streben nicht leben- bin ich also ein machthungriger schlechter mensch?- nein. aber ich begebe mich wissentlich in starke versuchung. und diese versuchung muss ich erkennen und beherrschen lernen.

macht übt jeder von uns aus: an unseren kindern, an den untergebenen, an patienten, etc. macht ist nichts falsches. aber der richtige umgang damit erfordert ein "lebensstudium".

und wie wir unser leben am "besten" leben und an den versuchungen vorbei wird uns in den alten texten gesagt. aber lesen müssen wir sie. und vorallem akzeptieren und umsetzen (nicht "nur" verstehen). fehlermachen dürfen wir immer. unsere grösste aufgabe ist es dann ja sowieso uns selbst unsere fehler wieder zu verzeihen. die meisten scheitern daran und können sich selbst nicht verzeihen (was einer kleinen hölle entspricht).

wer sucht wird immer auch ver-sucht.

und wer verantwortung trägt muss macht-voll agieren.

es sind immer unsere handlungen und unser respekt vor dem anderen (und uns selbst) der über nötiges handeln oder missbrauch entscheidet.

und je machtvoller wir agieren müssen (firmenchef, staatsman, familienoberhaupt) der braucht einen glauben und führung.

wer macht negiert wird scheitern. wer macht ohne vorzeichen (+/-) akzeptiert hat ein macht-volles werkzeug. und der hat den sinn und die art des "freien willens" schon besser verstanden.

"richtet nicht, auf das ihr nicht gerichtet werdet"- jeder wird seinen gerechten lohn erhalten. darum liegt es nicht an gott- sondern an uns. denn gott weiss, dass alles "gut" wird. weil es keinen schatten ohne licht gibt.

nur im licht steht es sich wesentlich besser...

licht & liebe

elementar
(ich habe so ein dumpfes gefühl, dass das hier nicht so verstanden wird, wie ich es meine- womit ich wiedermal an meiner sprache gescheitert wäre)


ich hoffe das hier wird nicht missverstanden. machtvolle &reflektierte (mit den gefühlen) taten, wünsche ich allen! wer keine verantwortung übernimmt, der gebraucht keine macht- allen anderen wünsche ich der versuchung nicht nach zu geben.




Malajka ...
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...   Erstellt am 21.03.2009 - 14:51Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Hallo Elementar!

Ich finde deinen Beitrag, so wie die Anfangsfrage von Bluemoon sehr gut und empfinde es als ein ganz wichtiges Thema.

Es geht ja um die Seele und ich arbeite ja auch mit der Seele.

Ich finde, du hast den großen Bogen um meine kleine interne Welt der Familie (Einsatzbereich) schön gespannt und ich schätze dein analytisches Denken sehr. Ich denke, spreche und fühle eher wie ein doppeltes Wasserzeichen. Doch dies hatten wir ja schon an anderer Stelle, oder

Es geht um den Spagat vom inneren zum äußeren Frieden in dieser Welt und ich meine so wie auch du, es fängt der Friede in einem Selbst drin an und auch friedvolles Handeln, wo Macht und ihr Mißbrauch überflüssig wird. Dieser Friede überträgt sich auf die Familie und so ist schon wieder eine Zelle des Ganzen geheilt.

Wenn man so in sich selbst ruht, fällt es einem auch nicht schwer sich an äußere Regeln zu halten, welche ja auch eine Demonstration der Macht sind und es fällt nicht schwer liebevoll mit Menschen, welche diese Regeln zu befolgen haben umzugehen. Es wird auch ein anderes agieren als Machthaber (Politiker, Lehrer, Betreuer usw) sein.

Doch hier schweife ich vom Thema ab, denn diese Form eines Systems ist heutzutage vermutlich eine Utopie, welche ich jedoch als Fiktion in meinem Unbewußten hoffentlich gespeichert habe, um sie im Alltag als Maßstab für mein Handeln zu leben und darauf hoffe, in der nächsten Inkarnation, falls es sie gibt LEBEN zu dürfen...

Also ein abstraktes Gebilde von Wunschdenken (vermutlich von mehreren) und ein Leben in der Realität. In hypothetischer Norm und Gesetze, halb gute und welche, welche man nicht nachvollziehen kann, als vernünftig denkender Mensch. Und Menschen die sich abmühen und andere beurteilen, von subjektiven Wahrheiten aus. Und.. ganz viele gescheiterte Menschen. Die Welt, die Erdgebundenheit als Ganzes.

In all dem Haufen die Seele. Die Unsterbliche, die Reine und die sich Sehnende nach Frieden, Harmonie, Liebe und Heilung, sprich Heiligung. Das ist der Mensch.

Ausgesetzt seiner Macht und Ohnmacht und er Macht und Ohnmacht anderer. So gehen wir durchs Leben, mal mit festem Schritt, mal stolpernd und manchmal fallen wir um Aufzustehen, weiterzugehen und immer auf dem Weg und der Suche nach dem Licht, im Licht. Gott sei Dank sind wir hier im Forum und haben eine Plattform uns auszutauschen, wie ja auch Bluemoon schon eingangs sagte, es gibt nicht viele Gesprächspartner für dieses Thema. Das denk ich auch.

Ja, und dein Gedanke, Elementar mit der Verantwortung, der spricht mir aus voller Seele. Wie auch dein Wort sich zu öffnen an vorderer Stelle. Sehr gut formuliert und auch der Gedanke "Richtet nicht, auf das ihr nicht gerichtet werdet"

An dieser Stelle möchte ich noch ein Wort einfügen. Das unschuldige Kind, der kindliche Glaube und das Vertrauen. Matth.18 "Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich eingehen. Wer so klein sein kann wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte. Und wer ein solches Kind um meintetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf." Ein Meditationsthema...

Hiermit meine ich, die kindliche Begeisterung zum Guten, den kindlichen Glauben an das Gute und auch die eigne Aussöhnung mit dem inneren Kind. Wer dies schafft, wird ein liebevoller Erwachsener und auch nicht nach Macht streben. Er wird genauso das Kind in seienem Gegenüber erkennen und sich mit ihm freuen können und liebevoll interagieren.

Wie ich vorher schon sagte, es geht um Ganzheitliches Denken, in sich und im außen. Es geht um den Weg, welchen man bereit ist zu gehen, ohne Hochmut und die Bereitschaft, wie du sagst OFFEN zu sein und der Versuchung nicht nachzugeben. Ein schöner Wunsch an uns alle, DANKE!

Lieber Gruß, Malajka





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Das Licht bringt lauter Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit hervor. Epheser 5,9

Bluemoon 
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...   Erstellt am 21.03.2009 - 16:04Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Hallo elemantar,

das war eine sehr gute Antwort, vielen Dank. Und in vielen Dingen gebe ich Dir recht und möchte versuchen an einige Punkte anzuknüpfen.

Machtposition > Positionen mit Macht und deren Anwendung. In dem Moment in dem man seine Stellung/Macht verwendet (nicht ausnutzt), um einem anderen seinen Willen, auch im vermeintlich positiven zu geben (freundlich gesagt) ist das eine Macht, gegen den Willen dieser Person. In diesem Moment findet kein friedlicher Akt statt, sondern der Wille des Anwendenden setzt sich durch. (Das ist übrigens die klassische Definition des Krieges nach Clausewitz) und hier wird "Macht" spürbar.

In der Liebe spricht man auch von der "Macht" der Liebe. Auch in der Ohn"Macht" ist das Wort enthalten. Ich schätze diesen Spruch sehr: Wissen ist Macht. Nichts Wissen "macht" auch nichts." Er ist ganz nett. Die Verwendung des Wortes "Macht" entschuldigt gar nichts, es geht auch nicht darum über menschliche Formulierungen und tägliche Anwendungen die Macht zu entschuldigen.

... in östlichen "weisheitswegen" wird oft darauf hingewiesen, dass nichts tun, alles sein kann und der beste weg ist ... das halte ich für extrem kritisch

Dazu fällt mir ein: Wer kriecht kann auch nicht stolpern. Aber das ist nicht unser Weg. Unser Weg ist die Vervollkommnung mit dem endgültigen Ziel Gott gleich zu werden. Dazu gehört auch zu lernen. Darum hat Gott uns den Willen gegeben. Vielleicht wäre es besser gewesen, ich hätte den Willen als Beispiel benutzt. Ich sagte ja schon ein paar Mal, das Beispiel war nicht optimal gewählt aber ich will mich jetzt auch nicht aus dem Thema drücken.

...nach machtstreben darf man, aber die anwendung der macht ist meist nicht möglich ohne den willen einzelner zu "missachten"...
Ich denke, Du hast recht, wenn Du das so sagst ABER was ist der Nutzen davon. In dem Moment in dem man Macht ausübt, steht sie entgegen dem Willen eines anderen Menschen. Das ist Macht.

...dass das streben nach wissen (wissen ist macht) einem an dunkle stellen führen kann und der höhere zweck verfremdet wird und eigennutz entsteht...
- perfekt besser kann man es nicht sagen.

Ein buddhistischer Mönch, der um sein Karma bedacht ist, wird sich stets weigern, einem anderen Menschen ein "guten Rat" zu geben. Warum? Weil er die Verantwortung für diesen Rat mit übernehmen muss, wenn der Fragende diesen für sich verwendet. Das ist zwar nicht direkt Macht aber "Verantwortung".

...egal ob seele oder machtdisskusionen: erst müsste ein jeder für sich den grossen rahmen abstecken und sich öffnen...

Ja, das ist genau richtig! Erst wenn der Mut zur Selbsterkenntnis angekommen und erfüllt wird, dann ist der Raum da.

... wie soll ich das als jungunternehmer umsetzen ohne meinen bisherigen weg als falsch zu brandmarken ...

Er war nicht unbedingt falsch. Es ist Zeit aufzuwachen, sich selbst zu erkennen und den richtigen Weg einzuschlagen und dabei zu bleiben. Mehr nicht.

...ber der richtige umgang (mit der Macht) damit erfordert ein "lebensstudium"... , mit der Kabbalah und der Torah.

..."richtet nicht, auf das ihr nicht gerichtet werdet"- jeder wird seinen gerechten lohn erhalten. darum liegt es nicht an gott- sondern an uns. denn gott weiss, dass alles "gut" wird. weil es keinen schatten ohne licht gibt....

Das sind ganz wunderbare Worte von Dir, vielen Dank





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Bluemoon 
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...   Erstellt am 21.03.2009 - 16:16Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Hallo Tazem,

Offensichtlich verknüpft Bluemoon Dinge noch etwas anders. Ja, mit der Kaballah und dem Verständnis dazu.

Und irgenwie scheint Macht einfach nur auf den Willen zu empfangen beschränkt zu werden.

Nein, das war das Missverständnis/Problem des Beispiels. Der Wille zu empfangen, ist mit der Macht unter anderem 'auch' verbunden.

Aber auch der der Wille zu Geben kann Macht sein Ganz genau, das ist der Wille des Gebens, darauf läuft alles hinaus. Aber davor steht der Wille des Empfangens und den gilt es zu verstehen und zu beenden.

Aber dazu gehört eben auch, dass der Gegenüber - also der Schüler - lernen will. Wenn der Schüler nicht lernen will, bringt der Wille zu geben und Wissen zu 'Schenken' eben auch nicht viel. Das ist ganz klar, wer nicht zu seinem eignen Glück und Leben kommen will, dem kann ich es auch nicht schenken. Es gehört schon Verstand dazu.

Man kann Macht sicherlich in viele Kategorien einstufen und jede Stufe wäre für sich und sich bestimmt korrekt, aber ohne die anderen Stufen unvollständig. Nein, das kann ich nicht bestätigen andererseits habe ich das an verschiedenen anderen Stellen schon mehrfach beantwortet.

Zudem kommt eben alles von Gott. Auch das Empfangen. Wie könnte er sonst etwas geben, was er selbst nicht hätte? (Beispiel: Chochmah!).
Ich denke, dass auch Gott von uns empfängt, wie z.B. unsere Liebe und Hingabe.


Nicht das Empfangen kommt von Gott sondern der Wille des Empfangens. Er hat den Willen des Empfangens geschaffen, er hatte ihn vor der Schöpfung noch nicht. Gott empfängt nicht die banale Form "unserer Liebe und Hingabe". Wie willst Du ihm schenken, was er schon hat?

Liebe Grüße
Bluemoon





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Bluemoon 
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...   Erstellt am 21.03.2009 - 16:21Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Hallo Alkanem,

... dann ist in deinem Verständnis "Macht" ---> Der Wille des Empfangens... Nein, es ist nicht nur in meinem Verständnis sondern im Verständnis und im Einklang mir der Kaballah.

Liege ich dann richtig wenn ich dann sage, daß bei der der Wille des Gebens nichts mit "Macht" zu tun hat? Zumindest, wenn er nicht mit dem Willen des Empfangens gekoppelt ist???

Ja, das verstehe ich so.

Viele Grüße
Bluemoon





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runael ...
Ritualmagie 2.Stufe
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...   Erstellt am 22.03.2009 - 10:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Hallo Bluemoon!

Bluemoon schrieb
    Diese Antwort finde ich jetzt nicht nett.


Bluemoon schrieb
    das war persönlich und ich meine das gehört nicht hierher.


Es war nicht meine Absicht dich zu beleidigen oder in die Ecke zu drängen.

Bluemoon schrieb
    Ich möchte weder nachdenken und schon gar nicht darüber philosophieren.

Genau

Liebe Grüße
Runael





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Jehi Or

elementar ...
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...   Erstellt am 22.03.2009 - 12:57Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


hallo bluemoon!

hab da noch was zum thema "warum verhalten sich die menschen "eher" machtgierig und unreflektiert, obschon sie ein teil gottes sind (sein sollen)".

wir sind zwar alle gleich, aber ich hab vor ca. vierzehn jahren mal gesagt, dass man die menschen in drei kategorien einteilen kann (kategorien sind nie - zumindest von mir- abwertend gemeint, sondern zum besseren verständniss gedacht) und zwar in:

- schafe
- wölfe
- hirten

alle menschen (sagen wir mal zumindest in unserem kulturkreis, wobei ich diese einschränkung nur mache, weil ich zu wenig erfahrung mit anderen kulturen habe, diese einschränkung aber nur provisorisch stehen lassen will) können in diese drei kategorien eingeordnet werden.

und vor ca. zwei-drei jahren ist mir aufgegangen, dass schafe und wölfe sich eigentlich gar nicht unterscheiden: beide "kategorien" vermehren sich, fressen und viel mehr tun sie nicht. die schafe leben in einer behüteten form, die wölfe "geniessen" ihre vermeintliche freiheit.

nur der hirte sieht das grosse ganze, ist reflektiert und denkt an das grössere und ist bestrebt das gleichgewicht zu halten und die gegebene gesellschaft zu verbessern (machtausübung? verbesserungswillen für sich und die unreflektierten anderen "kategorien").

wenn jetzt jemand meint ich würde die mehrheit einfach als schafe herabwürdigen (jesus hat mit seinen jüngern fische gefangen...), dann irrt er. ich habe mich oft danach gesehnt einfach zu sein (schaf), nicht zu hinterfragen, zu "fressen", sich zu vermehren und daneben ein bisschen zu verdauen und zu wiederkäuen. aber ich kann das nicht- da muss man dann seine ängste in den griff kriegen (durch den glauben an etwas höheres- ansonsten geht die gleichung "welt" nicht auf. das haben die physiker übrigens (nach den philosophen) ebenfalls festgestellt). ein wolf wäre ich auch gerne: sich nehmen was man braucht, ohne schuldbewusstsein, frei seine kreise ziehen. nur auch das geht für mich nicht. und seit ich erkannt habe, dass schafe und wölfe eigentlich nicht viel anders machen, der wolf nur eine anscheinende freiheit auslebt (die es so nicht gibt- der einzig "freie" ist der hirte und dieser weiss, dass er unfrei ist und nur die fäden des ausgleichs zieht für das grosse ganze).

das ist für mich die erklärung warum die mehrheit völlig unreflektiert (aber auch scheinbar sorgenfreier!) durchs leben treibt und reflektierte menschen foren aufsuchen müssen, wo nicht der fünfte satz ist: "Du bist aber komisch".

auch der satz: "denk nicht soviel nach"- hat mir immer sehr gefallen. zumal ich mein denken nur mit alkohol, drogen, konsum und selbstbetrug abstellen kann- und das endet wie in jedem film und roman ("schön" zu lesen- "schwierig" zu leben).

somit scheinen mir diese drei kategorien gerechtfertigt.

das ist eine kleine erklärung, warum die "mächtigen" mit macht nicht umgehen kann und ebenfalls die mehrheit sich treiben lässt.

ebenfalls glaube ich (ist meiner ansicht nach auch in der neueren geschichte und in der aktuellen welt-situation ersichtlich) wurde das "geschick der welt" von wölfen geführt: die schafe wurden zum konsum angeregt (konsum um jeden "preis"- obschon die auswirkungen keine geheimnisse sind), die hirten wurden als "weltfremd"(oder eso-fuzzis, etc.) abgetan (aber auch wenn nötig eingespannt um den konsum anzuheizen). als weltverbesserer im schlechtesten sinne hingestellt.
was wir jetzt erleben ist, dass einer grossen mehrheit klar werden sollte in der jetzigen situation, dass die wölfe ein trugbild geformt haben und die schafe diesem gefolgt sind: konsum ist werder heilsbringend, noch unendlich steigerbar (die überkapazitäten im produktionsbereich von konsumgütern werden abgebaut werden müssen- das wird ein harter und schwieriger weg).

wer sich ein bisschen mit wirtschaft beschäftigt hat, muss erkannt haben, dass das leben auf pump zwar abgesegnet wurde (hypotheken, credit-karten, leasing, verschuldung) und vom staat ja auch vorgemacht wird, aber auf dauer nicht funktionieren kann (die gleichung geht einfach nicht auf). trotzdem haben alle mitgemacht. die schafe konsumierten, die wölfe profitierten, die hirten warnten und wurden in die ecke gestellt (und haben event. ebenfall konsumiert, weil so ganz im abseits stehts sichs ziemlich alleine).

mit diesem exkurs will ich aufzeigen, dass wir zwar alle gleich sind, aber man kann nicht alle "gleich schuldig" sprechen.

nochmals: wenn jemand glaubt ich wolle die mehrheit verunglimpfen oder die gleichheit aller (und somit die möglichkeiten eines jeden von uns) als ungleich herabwürdigen möchte ich einfach zur erläuterung darauf verweisen, dass viele hier im forum eine tiefe erleichterung empfinden, dass sie ihre gedanken austauschen DÜRFEN(!) und diese DISSKUTIERT und nicht einfach als "wired" abgetan werden. wir haben alle die gleichen anlagen, aber wo wir uns in die gesellschaft einordnen ist dem einzelnen überlassen.

und nochmals: ab und zu beneide ich schafe- denn ich bin definitiv keines.

das schöne ist: jetzt haben wir die chance, dass die hirten das ruder übernehmen und die gesellschaft den grossen "turnaround" schafft und das sein auf eine geistig-religiöse neue grundlage stellt, die den menschen und die "ersichtlichen kosmischen gesetze" in den mittelpunkt stellt.

darum bin ich auch der meinung, dass gerade die meschen in diesem forum die aufgabe haben, die zukunft zu gestalten. das es nicht reicht endlich menschen für den austausch von gedanken die wir hier besprechen gefunden zu haben, sondern das jetzt die zeit kommt, die zukunft und die gesellschaft(!) zu gestalten und neu zu formen (macht-ausübung ohne machtmissbrauch. eine grosse aufgabe).

denn die jetzige situation auf der welt schreit gerade zu nach einer veränderung der menschheit mehr zu einem spirituellen sein- und wenn ich damit richtig liege, dass die regierungen die jetzt gemachten schulden gar nicht mehr abbauen können werden, ist die chance gross, eine neue lebensform (gesellschaftsform)für die menschen zu finden, die den menschen im mittelpunkt hat und seine anlagen (das innere) und nicht das materielle und das äussere.

ausserdem wurde uns prophezeit, das vor dem "ende aller dinge" eine zeit kommen wird, die nicht mehr vorausgesagt werden kann. aus meiner erfahrung muss ich sagen, dass die dinge sich schneller manifestieren- was für mich einer "nicht mehr voraussagbarkeit" sehr nahe kommt.

ebenfalls möchte ich darauf hinweisen, dass das "ende aller dinge" einfach grosse veränderungen sind. die seele eines jeden von uns ist unsterblich. wir werden nicht "untergehen", aber die welt wie wir sie kennen wird (wohl) untergehen. meiner ansicht nach sind die ausläufer ersichtlich und die vorzeichen schon seit jahren in den medien und auch spürbar.

es spielt keine rolle ob wir von rückkehr der gefiederten schlange sprechen, von luziferischen mächten die zurückkehren (und der drache wurde tausend jahre gebunden...), oder was auch immer.

aber spürbar ist, dass grosse energien wieder aktiv werden. und da gerade die luziferische energie zu beginn von gott schöpferisch eingesetzt wurde und als sie nicht mehr "gebraucht" wurde gebunden werden musste (für tausend jahre)- so denke ich, dass diese kräfte (wie prophezeit) jetzt wieder aktiv(iert) werden und grosse umwälzungen einläuten.

für mich ist dies die chance der menschheit den spiriuellen weg konsequent einzuschlagen.

was das für unser materielles leben heisst, ist mir klar- darum führt kein weg daran vorbei, das höhere zu erkennen und zu akzeptieren, die rebellion abzulegen und den einen weg zu gehen, der uns aufgezeigt ist(!).

"jedi-ritter es ist zeit das universum von der bürde der herrschaft der sith zu befreien!"(um es mit einem film-bild darzustellen)- und damit muss dann auch erkannt werden, dass das gute auch nicht vor machtmissbrauch gefeit ist ("der imperator muss getötet werden! er ist eine zu grosse gefahr und beherrscht den senat!") und ein ganzheitliches weitreichendes denken die gesamte menschheit bereichern muss, oder die mehrheit fühlen MUSS, was richtig ist und nicht mehr dem lautesten schreier folgen darf (zumal der/die lauteste(n) meist nicht das wohl des ganzen im sinne hat/haben:"barabas!barabas!barabas!").

es kommen grosse umbrüche auf uns zu- die chance gesamthaft als menschheit eine stufe höher aufzusteigen. aber in der materiellen welt wird das vielen wie eine katastrophe vorkommen (ich nehme mich da nicht aus- muss mein denken auch stehts neu einstellen).

oder wie es ein bekannter motivationstrainer sagt: "wir können direkt uns dem spirituellen wachstum hingeben und aktiv daran arbeiten, oder den weg über "unfall und krankheit" gehen. die erfahrungen in diesem leben machen müssen wir so oder so".

genau so. und ich bin krank zu hause, weil ich auch mit all meiner reflektion immer noch nicht bereit bin in teilen meines lebens den materilellen druck abzulegen und zu "tun was ich will"!

obschon ich doch weiss:

"tu was Du willst ist das ganze des gesetzes"

"liebe ist das gesetz- liebe unter willen"

wo ein wille ist ist auch ein weg- leider funktioniert auch bei einem teil von mir die veränderung immer noch über "leidensdruck"...

aber ich weiss auch, dass mir nicht mehr alle zeit der welt gegeben ist: der innerliche druck war noch nie so stark! obschon ich stehtig wachse,scheint mir etwas ständig druck zu machen mich noch mehr anzutreiben...

oder wie ich eben mit einem freund besprochen habe: wenn wir jetzt sagen "ich bin noch nicht bereit dazu", aber davon ausgehen, dass gegenwart/vergangenheit/zukunft gleichzeitig stattfinden, dann heisst das nichts anderes, als das wir NIE bereit sind dazu (sein werden dazu)- dass wir es nie tun werden... was für eine erkenntniss.

licht & liebe

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Euthymius ...
Ritualmagie Mitglied
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...   Erstellt am 23.03.2009 - 11:05Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Hallo Bluemoon,

Deine Fragen haben eine interessante Diskussion über den Begriff der Macht ausgelöst. Das komplementäre Thema der Seele ist dabei etwas in den Hintergrund geraten.

bluemoon schrieb
    (die Seele) ist quasi eine Abspaltung von Gott, so als würde man mit einer Axt ein Stück Fels von einem Berg herausschlagen. Der Berg ist dann Gott und das ausgeschlagene Stück Fels ist die Seele des Menschen.

    Man sagt auch, dass Gott das absolut Gute ist. Kein schlechter Gedanke, kein böses Wort und keine einzige Unreinheit widerfährt ihm.

    Stammt also die Seele von ihm ab, wie kann es dann sein, dass der Mensch ein so durchtriebenes Wesen ist?


Ich finde, ein grosser Teil der Antwort liegt bereits in Deiner Formulierung der Frage. Es ist dieses "ein Stück von Gott abspalten" und zu meinem Eigentum erklären, was auf die Antwort deutet.

Gott ist einer, Einheit, oder anders betrachtet, allgegenwärtig (sonst wären es ja zwei - "Gott" gegenüber "kein Gott"). Zur Illustration: ich könnte versuchen, ein Stück des Raumes zwischen mir und dem Bildschirm vor mir als abgetrennt, "herausgeschlagen", besonders, abgesondert, mein Eigentum zu betrachten. Da dies ein ziemlich aussichtsloses Unterfangen ist, müsste ich alle möglichen Tricks, Täuschungen (auch Selbsttäuschungen) und Machenschaften anwenden, um den Anspruch auf das Stückchen Raum aufrechtzuerhalten und dies vor mir und dem Rest des Universums zu legitimieren.

So ähnlich verhält es sich mit dem göttlichen Anteil meiner Seele, den ich (irrtümlich - wie wollte ich auch Gott auseinanderbrechen, besitzen?) als Bruchstück Gottes, als Teil meines Eigentums betrachte. Diese Verhaltensweise begünstigt die Entwicklung eines hohen Masses an Durchtriebenheit. Wenn ich es schaffe, mich selbst so gewohnheitsmässig und konsequent hinters Licht zu führen, dann werde ich es auch mit Anderen tun - ich kenne ja gar kein anderes Vorgehen. Da ich ohne mit der Wimper zu zucken in der Lage bin, "ein Stück von Gott zu haben", sind andere Formen von Gier wohl ein Kinderspiel.

Wiegesagt, derartige Überlegungen deuten auf die Antwort hin - die angedeutete Richtung einzuschlagen und sich der Antwort zu nähern, ist kein rein intellektuelles Unterfangen.




Anderes Thema, ein wenig off-topic: die östlichen Wege.

bluemoon schrieb
    Ein buddhistischer Mönch, der um sein Karma bedacht ist, wird sich stets weigern, einem anderen Menschen ein "guten Rat" zu geben. Warum? Weil er die Verantwortung für diesen Rat mit übernehmen muss, wenn der Fragende diesen für sich verwendet. Das ist zwar nicht direkt Macht aber "Verantwortung".


Diejenigen buddhistischen Mönche (und Laien), die ich kenne, haben keine Scheu davor, Fragen zu beantworten und zu helfen, wo sie können.

Karma, im Buddhismus zumindest, ist absichtliche Handlung in Gedanken, Worten und Taten. Es ist beides, Getanes und Unterlassenes - absichtsvolles Unterlassen einer Tat ist eine Handlung wie jede andere, ist Karma, und bedingt eine Folgeerscheinung.

Die Vorstellung, dass das Nichthandeln kein Karma sei, keine Folgen habe, illustriert, wie das Dilemma, dass jede Absicht Folgen hat, ausgeblendet wird.

Die Lehre des nichts tun ist sehr tief; ich verstehe sie derzeit vor allem als Übungsanleitung zur Öffnung und Stillung. Wenn ich in den Wald gehe, und sehr ruhig und unbedrohlich bin, "nichts tue", dann kommen die scheuen, wilden Tiere eher in meine Nähe als wenn ich mit Picknick-Korb und Lagerfeuer "viel tue". Beides legitime Aktivitäten, mit unterschiedlichen Ausrichtungen. Wenn ich still werde und meinen Geist nicht aufwühle, kann ich die subtilen Gemütsregungen wahrnehmen, die sonst überdeckt werden. Die Wahl des richtigen Ortes und Zeitpunktes ist dabei wesentlich. Die Arbeit mit einer Kettensäge ist sicherlich nicht der Zeitpunkt und der Ort fürs "nichts tun". Wenn ich mich zum Meditieren zurückziehe, ist hingegen nicht der Zeitpunkt oder der Ort zur Planung meiner nächsten Unternehmungen.

Alles Liebe,
Euthymius





Signatur
Mehr Leute werden durch Übung tüchtig als durch Anlage - Demokrit

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