bogomir67 Gefreiter

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| Erstellt am 22.11.2005 - 11:54 | |
Um es gleich vorweg zu nehmen - beim Tuning geht es nicht darum, mit dem Teil Löcher in Stahlplatten zu stanzen. Die Erhöhung der Geschoßenergie ist illegal und daher machen wir das auch nicht. Tuning bezieht sich hier einfach darauf, das Teil zuverlässiger zu machen.
Zerlegen der Waffe in Baugruppen :-D (ok - da ich nicht weiß, wie man die Teile in China nennt, habe ich mal einige Begriffe aus meiner Vergangenheit "entliehen". Wer bessere Ideen hat, wie man das jew. Teil nennen könnte - bin für gute Vorschläge offen)
Ich entferne die Schrauben in der angegebenen Reihenfolge. Nach dem Entfernen der Schraube 1 kann man den Motor herrausnehmen.
Die letzen beiden Schrauben halten das Gehäuse noch so zusammen, dass die Verschlußfeder nicht plötzlich quer durch den Raum flitscht, daher beim Lösen dieser Schrauben das Gehäuse mit den Fingern am Öffnen hindern.

Hier die andere Gehäuseseite. Dieses Ding nenne ich Schließfeder, da es dafür zuständig ist, der Verschluß zu schließen (wie wir noch sehen werden)

Und so funzt es: Der Motor dreht über das Getriebe das Mitnehmerrad, welches den Verschluß und den Schlagkolben nach hinten schiebt. Der Mitnehmer am Mitnehmerrad lässt nun den Verschluß wieder los, und die Schließfeder zieht die Verschlußspitze in das Geschoßlager (normalerweise mit Kugel, aber dazu später mehr). Der Zentrierdorn sorgt dafür, dass sich die Verschlußfeder beim Stauchen nicht verhakt. Der Schlagkolben wird weiter nach hinten bewegt (über die kurze Zahnstange unten), bis auch dieser ausgelöst wird . Plöf.
 Hier gleich der erste Tuning-Tip: Die Verschlußspitze muß Luftdicht mit der Dichtung im Geschoßlager abschließen. Daher sollte man die Grate oben und unten an der Verschlußspitze komplett entfernen (mit scharfer Klinge schaben).
Das zerlegte Getriebe: Spätestens jetzt hat man sich die Finger so richtig gut eingefettet. Schmierfett scheint es in China billig zu geben, bei den hier verwendeten Mengen... Ich hab das zerlegte Teil (ohne Motor!!!) in die Spülmachine getan (Besteckkorb), um den Schmodder da rauszukriegen. Danach kann man mit Silikonfett (kein Öl nehmen) sinnig schmieren.
Hier sieht man auch die Rutschkupplung. Das haben ja mittlerweile sämtliche Spielzeuge. Dieses Teil schlägt an, wenn sich in der Mechanik irgend was verhakt (z.B. die dicke Feder). In dem Fall kann man nur eins machen: Den Motor abklemmen und kurz in die falsche Richtung laufen lassen. Dabei wird die Feder etwas entspannt und man kann es nochmal probieren (den Schuß).
 Beim Zusammenbau muß man dringend darauf achten, dass das Geschoßlager richtig und gerade eingesetzt wird, sonst rutschen die Kugeln nicht sauber nach und es gibt nur noch Luftschüsse.
Nochwas zum Zusammenbau: Die kleinen Schrauben schneiden sich ihr Gewinde selber, und das tun sie immer wieder, bis in dem Kunststoff keine Schraube mehr hält. Um das zu vermeiden macht man Folgendes: Die Schrauben setzt man mittels eines kleinen Schraubendrehers an und dreht sie zunächst unter leichtem Druck nach links, bis die Schraube leicht einrastet - dann sollte sie sich ohne viel Kraft festziehen lassen.
Hier noch mal die Sequenz, die beim Schuß abläuft (das Nachladen):




Was kann man nun "tjunen"? Hier ein paar Ansätze: - Grundsätzlich alle Gußgrate sauber entfernen. Gute Kandidaten sind hier das Geschoßlager, die Geschoßzuführung (Unterkante der "Schienen" und die Verschlußspitze - Darauf achten, dass sich im Getriebe keine Fussel oder Staub befindet - einmal öffnen, und dieses Fett-Gedöns zieht magnetisch jeden Dreckpartikel in 2km Umkreis an und lagert den ein. Es kommen auch Fussel usw. über die Geschoßzuführung (mit den Kugeln) in die Mechanik. - Auf richtigen Sitz des Geschoßlagers und der darin befindlichen Dichtung achten. Das Teil kann man auch Festkleben (vorher gut entfetten). - Die Gehäuseschrauben gut anziehen, so daß die Gehäuseteile nicht auseinanderklaffen. - Die Kabel am Motor überprüfen - bei meiner Mechanik hing eines der Kabel bei Lieferung nur noch an 2 Drähtchen. - Das Rohr auf Dellen und andere Engstellen untersuchen - die Kugeln müssen da sauber durchrutschen ohne zu klemmen - Gute Munition ohne Grußgrate verwenden.
Rohrverlängerung: Wer das Rohr zwecks Scale-Erwägungen verlängern will, kann im Baumarkt ein Alurohr, 8mm dafür nehmen. Bei mir klappt das einandfrei, allerdings musste ich das Verschlußende des Rohrs mit einem 90° Senker stark ansenken, da sonst die Kugel dort gehakt hat.
Was nix bringt: - Andere Verschlußfeder, Feder mit Unterlegscheiben vorspannen usw. Das schafft der Motor dann nicht mehr, bzw. die Rutschkupplung dreht durch. Selbst wenn es geht - wie lange soll das Plastik-Gedöns das überleben? - Züge und Felder ins Rohr schneiden :-D - Rohr polieren
[Dieser Beitrag wurde am 22.11.2005 - 13:36 von bogomir67 aktualisiert]
Signatur und macht den "Gefreiten" da links weg - ich bin neuerding Hauptfeldwebel d.R.!
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colin241  Hauptfeldwebel

Status: Offline Registriert seit: 29.09.2005 Beiträge: 410 Nachricht senden
| Erstellt am 23.11.2005 - 08:05 | |
Hallo , und , was mir jetzt noch fehlt wie und wo kommt der kleine Gummidichtungsring in das Geschoßlager?
um Hilfe! Mit Bild?
mfg Oliver
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www.colin-koenig.de |
guhei  Oberleutnant

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| Erstellt am 23.11.2005 - 18:05 | |
Vielleicht solltest Du mal dazuschreiben aus welchem Fahrzeug der Schussapparat stammt, meine sehen nämlich alle anders aus und die "Innereien" sind auch etwas anders! Ich vermute mal, dass das Ding aus einem Abrams ist!? Gruss Gunnar
[Dieser Beitrag wurde am 23.11.2005 - 18:05 von guhei aktualisiert]
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bogomir67 Gefreiter

Status: Offline Registriert seit: 26.10.2005 Beiträge: 26 Nachricht senden
| Erstellt am 25.11.2005 - 13:27 | |
Nochmal zu der Dichtung... bei mir ist die wohl breiter als 5mm und steckt einfach in dem Röhrchen des Geschoßlagers. Die Kugel steckt dann nach dem Laden komplett in dem Gummiteil, Die Verschlußspitze dahinter. Anfangs haben die Grate an der Verschlußspitze die Gummidichtung wie eine Zeltstange nach oben gedrückt, wodurch beim Schuß wohl Luft da entweichen konnte. Daher das Entgraten. Hier ist noch malk ein Bild, ich hoffe, da kann man es besser drauf erkennen.

Hier ein Bild mit dem unteren Grat an der Verschlußspitze und der Feder der Rutschkupplung

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