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| Ersteller | Thema » Beitrag als Abo bestellen |  | witchi  Der Burgherr (Admin) freier Ritter
       

Status: Offline Registriert seit: 18.04.2005 Beiträge: 2880 Nachricht senden | Erstellt am 26.07.2005 - 12:29 |  |
Metallschrauben im Mittelalter wurden von Schmieden hergestellt. Im Mittelalter unterschied man Huf- und Waffenschmiede und ein paar Spezialisten wie z.B. Schwertfeger. Die Maßstäbe moderner Berufsbilder wie Mechaniker, Schlosser oder gar Maschinenbauer dürfen wir nicht anlegen. Die Ständeordnung war streng. Die Stände waren nicht durchlässig und Änderungen am Bestehenden nicht erwünscht.
Metallverbindungen, die nicht mehr geöffnet werden sollten, wurden entweder durch Feuerschweißen oder Nieten verbunden. Schrauben waren Einzelstücke und blieben das noch für viele hundert Jahre. Die Anfertigung erfolgte praktisch nur für den Eigenbedarf der Werkstatt. Am Herstellungsverfahren hatte sich seit der Antike nicht viel geändert.
Befestigungsschrauben waren fast immer konisch, denn so ließen sie sich leichter herstellen und hielten besser im Gegengewinde oder Schraubenloch. Schrauben wurden als Rohling geschmiedet, anschließend gefeilt und danach gehärtet, damit sie sich beim Eindrehen in das Werkstück nicht verformten. Das Innengewinde pressten sich diese Schrauben selbst. Sie können in gewisser Weise als Vorläufer der modernen Blechschrauben angesehen werden.
Schraubstöcke für Metall- oder Holzarbeiten sind vor dem 12.Jhdt. nicht nachgewiesen. Handwerker behalfen sich mit Kloben, in denen das Werkstück durch Keile gehalten wurde.
Quelle
[Dieser Beitrag wurde am 26.07.2005 - 12:30 von witchi aktualisiert]
Signatur Der Schmerz von heute ist die Kraft von morgen. | Ivan  Hofnarr
  

Status: Offline Registriert seit: 16.05.2007 Beiträge: 149 Nachricht senden | Erstellt am 22.08.2005 - 16:48 |  |
ich hab nur eine frage. was musste ein schwertfeger eigentlich tun?
Signatur Fighting for peace is like fucking for virginally | witchi  Der Burgherr (Admin) freier Ritter
       

Status: Offline Registriert seit: 18.04.2005 Beiträge: 2880 Nachricht senden | Erstellt am 22.08.2005 - 17:24 |  |
Als Schwertfeger wird heute ein Schmied bezeichnet, der die Endmontage von Degen, Säbel, Dolchen, und ähnlichen Waffen vornimmt. Er setzt Klinge und Gefäß zusammen, beschichtet die Waffe mit Fett und fügt sie in ihre Scheide.
Die ursprüngliche Bedeutung des Begriffes Schwertfeger ist jedoch eine andere. Nachdem der Schmied und Härter seine Arbeit getan hatten, war die Aufgabe des Schwertfeges das Schwert oder die Klinge blankzufegen, diese also zu polieren und zu schleifen. Zum Polieren setzt er Polierstähle, Polierachate, Schmiergelpulver und Polierhölzer ein.
In alter Zeit schliffen die Schmiede die Klingen ihrer Schwerter selbst. Seit dem 12. Jahrhundert finden wir das Handwerk der Schwertfeger.
Die Schleifer saßen oder standen am rundumlaufenden Schleifstein. Kleinere wurden mit einem Fußbrett, größere durch Kurbeln angetrieben. Seit dem 14. Jahrhundert wurden Schleifsteine bis 2 Meter Durchmesser durch Wasserkraft angetrieben.
Messerklingen wurden trocken geschliffen (Rauchschleifen). Beim Schleifen von Schwertklingen gab ein über dem Schleifstein angebrachter Behälter tropfenweise Wasser ab (Nassschleifen).
Es war die Arbeit der Schwertfeger, die Oberfläche der bereits geschliffenen Klingen zu glätten. Dazu wurden die Klingen mit Steinen und einem Brei aus Öl und Schmirgel bestrichen und auf rotierenden Holzscheiben blank poliert. Dann wurden auf die Griffe montiert.
Die Werkzeuge des Schwertfegers sind:
Schabeisen Metalloxide
Von "http://de.wikipedia.org/wiki/Schwertfeger"
Signatur Der Schmerz von heute ist die Kraft von morgen. | Bernhard  Freier Ritter
     

Status: Offline Registriert seit: 19.04.2005 Beiträge: 377 Nachricht senden | Erstellt am 23.08.2005 - 13:31 |  |
Habt dank für diese interessnate informatio. solche sachen sind immer gut zu wissen! und sind lustiger hier nachzulesen als woanders!
Gruß,der Herr vom Berge
Signatur Sei achtsam mit dir selbst. Sei achtsam mit anderen.
Erinnere dich daran, dass es manchmal ein wunderbarer Glücksfall sein kann, nicht zu bekommen, was du dir wünschst.
Öffne dich der Veränderung, aber vergiss nicht deine Werte.
Erinnere dich daran, dass Stille manchmal die beste Antwort ist.
Beurteile deinen Erfolg danach, was du dafür aufgegeben hast, um ihn zu erringen.
-Auszug aus einem Mantra, Dalai Lama |
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