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Babe4Blazin  BestUser
   

Status: Offline Registriert seit: 15.02.2007 Beiträge: 509 Nachricht senden | Erstellt am 03.07.2007 - 13:54 |  |
Der Tag war gekommen. Heute sollte ich mit meiner Schwester, die ein Jahr älter ist als ich und meine Eltern umziehen. Bis vor kurzem war meine Welt noch in Ordnung. Wir wohnten in einem großen Haus, in Manchester und mussten uns um nichts Gedanken machen. Mein Vater war ein erfolgreicher Geschäftsmann und meine Mutter war Hausfrau. Das Geld saß bei uns immer locker. Meine Schwester und ich waren in unserer Highschool sehr angesagt. Unser Freundeskreis war sehr groß und durch unsere Leidenschaft, das Tanzen gewannen wir sogar etliche Schulpreise. Und nun sollte das alles vorbei sein?
Mein Vater wurde vor vier Monaten arbeitslos und wir verloren immer mehr Geld an der Börse. Vor einem Monat dann, kam unser Vater fröhlich zu uns gelaufen und sagte etwas, dass meine kleine, heile Welt zerbröckeln ließ „Ich habe einen neuen Job. Dafür müssen wir aber umziehen“ Meine Schwester und ich starten ihn nur an „Und wohin?“ war unsere einzige Frage. „Nach London“ sagte er grinsend. London? Naja das hörte sich ja noch nicht so übel an, die Stadt ist doch schön und so mitten in der City zu leben ist bestimmt richtig geil, dachte ich mir so. doch mein Vater war noch nicht fertig mit seinem Satz „Wir ziehen in ein kleines Haus nach London, Chingford.“ „Was zum Teufel ist Chingford?“ rief meine Schwester entsetzt. „Chingford ist eine Ortschaft in London. Es wird euch da bestimmt gefallen. Da gibt´s eine tolle Highschool. Tanzen könnt ihr da zwar nicht richtig, aber da gibt´s ne Fußballmannschaft und Cheerleader. Das ist doch fast das Gleiche“ meinte unser Vater und klopfte uns aufmunternd auf die Schultern. Wir grinsten und nickten nur. Als unser Dad endlich aus unserem Zimmer war, konnten wir nicht mehr an uns halten. „Boah ne! Cheerleader? Wie kann der nur denken wir freunden uns mit irgendwelchen Cheerleadern an. Die sind doch so dumm wie Brot“ meinte meine Schwester genervt und ließ sich auf ihr Bett fallen. Ich muss dazu sagen, wir hatten einen Hass auf Cheerleader. In unserer Highschool gab es ebenfalls ein Cheerleadingteam und diese Tussis waren allesamt zum Kotzen. Ihr IQ war höchstens 10. Die hatten nichts anderes im Kopf als Schminken, Jungs und ihre neusten Gucci- Täschchen. „Unser Dad kann uns doch so was nicht antun. Chingford, was ist das für ein Kaff? Den Namen hab ich noch nie gehört. bestimmt reiten die noch mit Eseln zur Schule, oder so!“ sagte ich ebenfalls genervt und lutschte, aus Verzweiflung an meinem Lolli rum. „Wir dürfen Dad aber davon nichts sagen. Wenn er erfährt, dass wir keine Lust auf diese Schule und diese Umgebung haben, dann wird er bestimmt mit so einem Satz kommen wie, ihr seid doch genau wie die Cheerleader da. Ihr kleidet euch modebewusst, heult fast, wenn euch ein Nagel abbricht und Tanzen ist doch eure größte Leidenschaft. Wie wärs, wenn ihr auch Cheerleader werdet.“ Genervt rollten wir beide mit den Augen und dachten uns nur „Niemals werden wir uns mit solchen abgeben! Niemals!“ Na das kann ja was geben in Chingford!
Unsere Mom und unser Dad warteten schon im Auto auf uns, damit wir in unser neues Grauen, das uns erwartete fuhren. „Nadine, Kristina, kommt jetzt endlich! Wir wollen losfahren“ rief unsere Mutter aus dem Auto. Wir hatten es jedoch gar nicht so eilig dort hin zukommen. Langsam trotteten wir zum Auto und machten es uns auf den Rücksitzen bequem. Gefolgt von zwei Möbeltransportern fuhren wir los „Chingford wir kommen!“ rief unser Dad lauthals als es losging. Kicki und ich beschlossen lieber unsere Kopfhörer aufzusetzen und Musik zu hören. Dieses ganze Gelabere von Mom und Dad konnten wir uns echt nicht geben. Ich schlief irgendwann einfach ein. Ich träumte von meiner alten Schule, meinen Freunden, unserem früheren Leben, als noch alles toll war und wir uns um nichts sorgen mussten, bis ich plötzlich durch ein Rütteln an meiner Schulter wach wurde. Langsam öffnete ich die Augen und sah mitten in Kicki´s Gesicht, das fröhlich zu sein schien. „Wir sind da“ verkündete sie mir, woraufhin ich ruckartig nach oben schnellte und aus dem Autofenster schaute. Vor mir sah ich ein wunderschönes Haus, das sogar noch besser schöner aussah als unser altes. Es war zwar ein wenig kleiner, aber dafür hatte es einen riesigen Garten. Schnell sprang ich aus dem Wagen und ging ins Haus. Irgendwie sah es so bekannt und gemütlich aus. Ich fühlte mich sofort wie zu hause. Auch Kicki ging es so. Wir waren von diesem Haus überwältigt. Schnell fingen wir an unsere Sachen auszupacken. Jede von uns hatte ihr eigenes Zimmer, die wirklich groß waren. Spät abends waren wir endlich fertig damit. Unsere Mom war noch mitten am Ausräumen als sie zu mir ins Zimmer kam. „Nadine geh besser schlafen. Es ist schon spät und immerhin fängt morgen die Schule an.“ Oh nein die Schule hatte ich total verdrängt! Ich hatte keinerlei Lust auf diese Schule zu gehen. Das einzig Gute daran war, dass Kicki und ich in die gleiche Klasse gingen, obwohl sie ein Jahr älter als ich ist. Ich wurde schon mit 5 Jahren eingeschult und meine Schwester mit sechs. Somit waren wir seit Anfang an in derselben Klasse. Langsam machte ich mich bettfertig und legte mich ins Bett. Ans Einschlafen dachte ich aber noch lange nicht. Zu viele Gedanken gingen mir durch den Kopf. Wie wird die Schule sein? Wie sind die Leute da? Werden wir neue Freunde finden oder werden wir als Außenseiter abgestempelt? Doch auf dieses Fragen konnte ich keine Antwort geben, denn erst morgen würde ich dies erfahren. Ich schaute irgendwann mal auf die Uhr und mich traf ein Schlag. Was? Schon vier Uhr nachts? Na toll! Ich hab noch ganze drei Stunden zum Schlafen, dachte ich mir und versuchte nun endlich einzuschlafen, was mir dann auch irgendwann geling.
Viel zu früh klingelte mein Wecker. Am liebsten hätte ich mich einfach umgedreht und weiter geschlafen. Doch schon kam meine Schwester rein und zog mir meine Bettdecke weg. „Aufstehen du Schlafmütze! Es wird Zeit“ sagte sie aufgedreht und schon total wach. Als ich mich langsam an meine Bettkante setzte, hörte ich ein „Ui“ von Kicki. Ich sah sie mit fragenden Blicken an. „Du siehst aber echt scheiße aus. Hast du nicht geschlafen?“ fragte sie mich mit einem entsetzten Blick in ihren Augen. Ich schüttelte nur mit dem Kopf und bemühte mich endlich aufzustehen. Zum Glück war das Bad frei und ich konnte sofort duschen. Nach dem Duschen versuchte ich mich so zu schminken, dass man nicht mehr erkennen konnte, dass ich die halbe Nacht nicht geschlafen hatte. Nach ungefähr 20 Minuten gelang mir das dann auch endlich. Vor der Badtüre hörte ich eine genervte und eilige Kicki, die nur darauf wartete, dass wir endlich los konnten. Genervt riss ich die Türe auf und ging in mein Zimmer um mir meine Kleidung anzuziehen. Kicki setzte sich auf mein Bett und beobachtete mich. „Seit wann hast du es so eilig in die Schule zu kommen?“ wollte ich von ihr wissen. „Ich will nicht schon am ersten Tag zu spät kommen“ war ihre Antwort. Nachdem ich endlich fertig war, rasten wir zum Bus, den wir gerade noch erreichten. Es dauerte keine fünf Minuten und schon waren wir an der Schule. „Nächstes Mal können wir auch laufen“ sagte Kicki, als wir auf dem Weg in die Schule waren. Schon von weitem sahen wir einige Mädels, die auf dem Rasen Handstand, Rad und so was machten. „Das müssen bestimmt die Cheerleader sein, von denen Dad erzählt hat“ meinte ich zu Kicki als wir durch die Türe in die Schule kamen. Wir gingen zum Rektor und bekamen unsere Klasse zugeteilt. Verzweifelt suchten wir diesen Klassenraum, bis wir ihn nach unendlichen Minuten endlich fanden. Behutsam klopfte ich an die Türe und wir gingen rein. Kaum waren wir drin sahen uns so ungefähr 40 Augen an. „Ah ihr müsst die Neuen sein. Stellt euch doch am Besten einfach kurz vor.“ Sagte unser Klassenlehrer, was wir dann auch brav taten. Kicki erzählte von unserem früheren Leben und ich stimmte ihr nur zu. Wir wurden anschließend auf unsere Plätze geschickt. Leider konnten Kicki und ich aber nicht nebeneinandersitzen und ich musste mich zwischen zwei Mädchen setzen, die ich irgendwo heute schon mal gesehen hatte. Ich überlegte fast die ganze Schulstunde, bis eins der Mädels plötzlich zur anderen meinte „Heute kann ich leider nicht zum Training kommen. Ich hab ein Date mit, du weißt schon wem aus dem Fußballteam“ Mit diesem Satz wusste ich sofort, wo ich die schon mal gesehen hatte. Das waren die Cheerleaderinnen, die sich vorhin auf dem Rasen zum Affen gemacht hatten. Ich sah mich in der Klasse um und erkannte immer mehr Gesichter. Die ganze Klasse schien aus Cheerleaderinnen zu bestehen. Das kann doch nicht wahr sein, dachte ich mir, ich muss in der Hölle gelandet sein. Nicht nur, dass ich diese Tussis in der Pause ertragen muss, nein!, jetzt hab ich die alle noch in der Klasse sitzen, auch noch direkt neben mir! „Hi, wie heißt du noch mal?“ sagte plötzlich die eine, die neben mir saß. „Ähm, ich heiß Nadine“ stotterte ich, da sie mich mit ihrer Frage aus meinen Gedanken riss. „Ach ja genau. Hi. Ich bin Nili. Willst du nicht mal in der Pause mit uns rumhängen? Du scheinst nett zu sein“ fragte sie mich und ich sah sie nur erstaunt an. Das einzige was ich tun konnte, war mit dem Kopf zu nicken. Innerlich dachte ich mir aber direkt danach „Nadine, warum hast du ja gesagt? Du kannst doch Cheerleader normalerweise nicht abhaben?!“ Doch irgendwie schien diese Nili nett zu sein. Was sollte ich schon verlieren, wenn ich mit den Mädels ein bisschen in der Pause abhänge? Immerhin sind sie ja auch in der gleichen Klasse. Wohl oder übel hatte ich sowieso Kontakt mit ihnen.
Die Pausenklingel läutete nach unendlichen Minuten, die mir vorkamen wie Stunden. Ich stand auf und ging zu Kicki, um ihr zu sagen, dass wir in der Pause mit Nili und den anderen rumhängen. Kicki, die ebenfalls mit ihren Stuhlnachbarinnen im Unterricht geredet hatte, nickte nur und gemeinsam gingen wir in den Pausenhof. Nili fackelte nicht lange, als wir am Stammplatz der Cheerleader angekommen waren, und stellte uns alle nach der Reihe vor. „Also das ist Simone, das ist Jojo, das Steff, hier haben wir Luzie, da Jacky, hier Ju und da Steffi“ Alle begrüßten uns und wollten mehr über uns erfahren. „Jetzt erzählt mal ein bissl von euch!“ forderte uns Jojo auf, die anscheinend sehr neugierig war. „Naja was wollt ihr denn genau wissen?“ fragte Kicki in die Runde. „Das ihr aus Manchester kommt, dass wissen wir ja schon und warum ihr her gezogen seit. Ich würde gerne wissen, was ihr so für Hobbies und so habt“ sagte Luzie und ich begann zu erzählen, dass wir in unserer Freizeit viel mit unseren früheren Freunden gemacht haben. „Wir haben in der Schule viel getanzt und so ein Zeug“ ergänzte mich Kicki. „Echt? Das ist ja toll!“ sagte Steff, die gerade einen Schluck aus ihrer Wasserflasche nahm. „Na dann passt ihr hier ja hervorragend rein“ sagte nun auch Simone und Ju ergänzte ihren Satz mit den Worten „Vielleicht könnt ihr ja auch ins Cheerleaderteam“ Die anderen nickten zusagend. Doch Kicki und ich schauten uns nur entsetzt an. Wir, Cheerleader? Das geht gar nicht! Sagten unsere Augen, doch wir grinsten und nickten den Mädels nur leicht zu. „Ja aber dann müssen sie erst mit Tammy und Trish reden“ meinte nun auch Steffi. „Wer sind Tammy und Trish?“ wollte Kicki wissen. „Das sind die Chefinnen von uns“ grinste Nili. „Ja genau, unsere zickigen Cheerleaderbose, die denken, dass sie hier das Sagen haben“ lachte Jacky. „Von euch gibt´s noch mehr?“ sah ich die Mädels erstaunt an. „Was heißt den hier von euch? Wir sind keine Invasion oder so, falls ihr das denkt! Wir sind die beliebtesten der Schule. Also seit froh, dass ihr hier mit uns rumhängen könnt“ scherzte Simone rum. „Oh oh, wenn man vom Teufel spricht …“ sagte Ju und deutete mit einer Kopfbewegung auf zwei Mädchen, die zu uns kamen. „Hi. Na wer seit ihr denn?“ wollte eine der beiden von uns wissen. „Ich bin Nadine und das ist meine Schwester Kristina“ „Kicki reicht“ ergänzte sie sofort. „Und was verschafft uns die Ehre, dass ihr zwei an unserem Platz seid?“ meinte nun die andere. „Ähm, also…“ druckste ich herum, bis Steff meinte „Macht euch nicht ins Hemd ihr zwei. Nadine und Kicki sind echt cool drauf. Die können sogar tanzen. Uns fehlen doch noch zwei in der Gruppe. Wie wär´s mit ihnen?“ Die zwei Mädels sahen uns nur an und sagten dann etwas, dass wir nicht von ihnen hören wollten „klar wieso nicht? Morgen könnt ihr euer Können unter Beweiß stellen. Und dann sehen wir weiter, ob ihr es würdig seid bei uns mitzumachen“ Irgendwie sind Kicki und ich in diese ganze Cheerleadersache einfach reingerutscht und konnten diese nicht mehr stoppen. Nie wollten wir uns mit solchen abgeben, da wir immer dachten, dass die alle einen Sprung in der Schüssel haben mussten. Doch bis auf diese Trish und Tammy schienen alle echt nett zu sein. Wir grinsten und nickten und machten uns auf den Weg zurück in die Schule.
Die letzten Stunden gingen relativ schnell vorüber. Steff, Nili, Simone, Ju, Jojo, Luzie, Steffi, Jacky, Kicki und ich verabredeten uns für den Nachmittag im Park. Nach der Schule rannten Kicki und ich schnell nach hause, aßen etwas und machten uns schon wieder auf den Weg in den Park, wo die anderen Mädels schon warteten. Wir setzten uns zusammen auf eine große Wiese und ließen uns sonnen. „Und habt ihr euch schon ein wenig hier eingewöhnt?“ wollte Jacky von uns wissen. „Joa es geht. Wir sind ja erst seit gestern da. Aber bis jetzt gefällt es uns richtig gut“ Wir beschlossen den Mädels von unseren Gedanken und Befürchtungen über Chingford und Cheerleader zu erzählen. „Was? Ich kann nicht glauben, dass ihr so was gedacht habt. Denkt ihr das auch über uns, dass wir kein Hirn haben und billig sind?“ sagte Ju spielerisch beleidigt. „Ne ihr seid echt voll ok! Aber mit der Cheerleadersache bin ich mir noch nicht so sicher, ob ich das machen will“ sagte ich in die Runde. Alle sahen mich fragend an. „Wir haben zwar schon Erfahrung mit dem Tanzen und so, aber diese Choreos mit dem Anfeuern und Rumhüpfen schaff ich bestimmt nicht“ fügte ich hinzu. Luzie beruhigte mich und hatte eine Idee. „Steht mal auf. Wir zeigen euch mal unsere neuste Choreographie für das nächste Fußballspiel“ Die Mädels positionierten sich und fingen an. Kicki und ich gefiel das voll. Es war nicht so eine typische 0-8-15 Choreo, sondern eine Mischung aus Hip Hop und Cheerleading. Die ganzen Stepps, Flic Flacs und was sie alles zeigten, brachte uns richtig in Stimmung auch mit zu machen. Die Mädels zeigten uns ein paar Basic- Stepps. Zum Glück konnten Kicki und ich die Hauptelemente, wie Räder, Handstand, Schrauben vorwärts, rückwärts und so. Somit hatten wir keine Probleme. „Ihr habt morgen echt super Chancen Tammy und Trish von euch zu überzeugen!“ meinte Simone nach dem Training und setzte sich wieder ins Gras. Wir anderen setzten uns zu ihr und quatschten noch ein wenig. „Wieso sind die beiden denn nicht mit dabei?“ fragte Kicki die anderen. „Die zwei sind sich zu fein. Die sind lieber mit ihren Freunden unterwegs“ sagte Steffi abwertend. „Hört sich so an, als wärt ihr nicht so gut auf die beiden zu sprechen“ (ich) „Die beiden sind echt Tussis, solche vor denen ihr Bedenken hattet. Für sie zählt nur das Ergebnis, die Beleibtheit und nicht der Spaß. Seit die zwei mit den Starspielern aus dem Fußballteam zusammen sind, denken sie, dass sie sonst wie toll sind“ (Luzie) „Wir können sie alle nicht abhaben. Aber schließlich sind sie die Captains und haben das sagen. Aber noch nicht mal die Jungs aus dem Fußballteam können die zwei abhaben“ (Steff) „Außer ihre Lover natürlich“ ergänzte Ju. „Und woher wisst ihr, dass die Jungs sie nicht ausstehen können?“ wollte ich wissen. „Wir sind alle mit ihnen befreundet. Manche von uns sind sogar mit jemanden von den Jungs zusammen. Wir erfüllen das typische Klischee, Cheerleader hat einen Fußballer als Freund Ding“ witzelte Jojo rum. Darüber mussten Kicki und ich unbedingt mehr erfahren. Wir wollten unbedingt wissen, wer mit wem zusammen ist. „Am besten wir stellen euch die Jungs morgen mal vor, nach dem Vortanzen von euch. Dann könnt ihr euch gleich als die zwei neuen Cheerleader vorstellen“ grinste Nili. Wer weiß, ob Trish und Tammy uns wollen! Dachte ich mir. Aber die Jungs wollte ich auf jeden Fall mal kennenlernen! Vielleicht ist der ein oder andere süße Typ dabei LOL
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*Am nächsten Tag in der Schule*
Die ersten zwei Stunden gingen schnell vorbei. Zu schnell! Denn irgendwie hatte ich ein mulmiges Gefühl in der Pause vor Tammy und Trish zu tanzen. Die Klingel läutete und die Mädels zogen Kicki und mich an den Stammplatz, wo die zwei Zicken schon auf uns warteten. „So wir möchten gerne zwei Spinns, Handstand, Rad, Handstand, Salto sehen. Ich glaub das reicht für den Anfang“ meinte Tammy schnippisch und man konnte in ihren Augen sehen, wie sie uns schon versagen sah. Schnippig antwortete ich „Kein Prob! Wer soll den anfangen?“ „Na du! Die mit der großen Klappe“ (Trish) Ich schluckte leicht und stellte mich auf meine Position. Ich sah, wie sich eine kleine Menschenhorde um die Wiese und den Baum versammelte und nur darauf wartete, wie wir uns zum Affen machen. Ich legte los! Zuerst die Spinns, dann den Handstand anschließend das Rad mit anschließendem Handstand und zum Ende den Salto. „Reicht das?“ grinste ich die beiden an, die mit halboffenem Mund da saßen. Die anderen jubelten und ich spürte die Erleichterung in mir. Nun musste nur noch Kicki es schaffen. Und klar schaffte sie es auch! „Wow! Ok Mädels ihr seit dabei“ grinste Tammy. „Wir sehen euch dann morgen beim Training“ Mit diesen Worten gingen die zwei. Die anderen Mädels stürmten auf uns und umarmten uns vor Freude. „Kommt jetzt stellen wir euch mal unsere Jungs vor“ sagte Nili und wir machten uns auf den Weg. Von weitem sahen wir einige, naja ich sag mal eher viele Jungs auf Bänken sitzen. „Hi Jungs was geht ab?“ schrie Jacky ihnen entgegen. „Na wen haben wir denn da?“ rief uns ein rothaariger Junge grinsend entgegen. Als wir bei ihnen ankamen, stellten sich ein paar der Mädels gleich zu einigen Jungs. Ju übernahm das Vorstellen von uns. „Jungs das sind unsere neusten Mitglieder, Nadine und Kicki. Sie sind seit gestern neu in unserer Klasse“ Die Jungs grinsten uns leicht an und wir grinsten zurück. Simone stellte uns dann die Jungs vor. „Also, das ist Marcel, er ist der Freund von Luzie, das ist Ollie, der mit dem Lolli im Mund ist Stu, das neben Steffi ist Chris. Die beiden sind seit einem Jahr zusammen, der, der uns so lauthals begrüßt hat ist Jay, der mit dem Dauergrinsen ist Mus, unser Blondie heißt Lee, da auf der Bank sitzt Kenzie, der neben Kenzie ist Tom, der, der so gelangweilt guckt ist Sam, nebendran sein Bruder Nick und das ist Tim. So jetzt hab ich´s glaub ich“ sagte Simone und atmete tief aus. Wir begrüßten sie mit einem kleinen „Hi“. Die Klingel läutete erneut und die Pause war schon zu Ende. Schnell verabschiedeten sich die Pärchen Steffi und Chris, Lee und Jojo, Luzie und Marcel mit einem Kuss.
Kicki und ich wollen gerade zurück in unser Klassenzimmer gehen, als Steff und zurück pfiff „Stopp Mädels. Wir haben jetzt Chemie mit der Para klasse“ Zusammen mit der Hälfte unserer Mädels machten wir uns auf den Weg in den Chemiesaal. „Und was haben die anderen jetzt?“ fragte Kicki. „Die haben jetzt Sport. Unsere Gruppe hat dann morgen zusammen mit der Paraklasse Sport und die anderen Chemie“ (Steff) „Warum machen die das so kompliziert? Kann nicht einfach unsere Klasse zusammen Sport haben? Warum sind wir mit der anderen Klasse aufgeteilt?“ (ich) „Ach das sind so Hirnspinnste der Lehrer, wegen Kooperation mit der anderen Klasse. Das wir uns besser kennenlernen und so ein mist“ Als wir im Raum ankamen, traute ich meinen Augen nicht. Da waren einige der Jungs von eben. Ju merkte an meinem Blick, dass ich verblüfft war, die Jungs hier zu sehen. Sie kam ganz dicht an mein Ohr und flüsterte „Tja! Das ist das einzig Gute an Chemie“ Der Lehrer kam rein und wir setzten uns auf unsere Plätze. „Heute werden wir in Partnerarbeit Alkohol herstellen“ (Lehrer) „Oh das gefällt mir aber mal! Chemie ist doch gar nicht so übel“ grinste Steff zu uns rüber. „Ich nenne nun die Schüler die Zusammenarbeiten werden“ Alle stöhnten laut auf, da wir am liebsten unsere eigenen Partner ausgesucht hätten. „Das mache ich, da ich sehe, dass immer die Gleichen miteinander arbeiten. Die Cliquen müssen nun getrennt werden. Also Simone arbeitet mit Jay zusammen, Jojo mit Lee, Steff mit Stu, Ju mit Ollie, Kristina mit Mus und Nadine mit Sam“ Als wir verkündet bekamen wer mit wem zusammen arbeiten sollte, grinsten sich die Mädels und Jungs einen ab. Immerhin funkte es zwischen dem ein oder anderen schon heftig und Lee und Jojo waren ja sogar schon zusammen. Ich sah zu Sam rüber, der etwas schüchtern dreinblickte. Kicki und Mus unterhielten sich schon ausgiebig. Jaja so kenn ich meine Schwester, immer schön quatschen mit allen, dachte ich mir. „Hi noch mal! Na dann fangen wir am besten gleich mal an“ sagte ich zu Sam, der immer noch keinen Ton rausbrachte. Irgendwie kam mir der ein bissl komisch vor. Wie als wäre er total verpeilt. Wir nahmen uns die Reagenzgläser und fingen an. Ich sah immer mal wieder zu den anderen und sah, wie entspannt die Atmosphäre bei ihnen war. Ganz im Gegensatz zu Sam´s und meine Atmosphäre. Hier konnte man die Anspannung förmlich spüren. Die Hälfte der Stunde war schon vorbei und wir hatten immer noch kein Wort mit einander gewechselt. So jetzt reicht´s mir aber! Ich machte den ersten Schritt „Sag mal, und du bist auch in der Fußballmannschaft?“ Sam nickt nur leicht und widmete sich wieder dem Alkohol. Aaaahhhh Nadine, mir muss doch noch ne bessere Frage einfallen, wo er nicht nur einfach nicken muss. Ich überlegte und überlegte „Erzähl mir mal, was da so zwischen euch und den Mädels abgeht. Wer hat den jetzt eigentlich was mit wem?“ Na super, dachte ich mir. Jetzt hab ich ihm zwar ne Frage gestellt, wo er nicht einfach nicken musste, aber jetzt denkt der vielleicht ich bin voll neugierig! „Was soll man da sagen? Also ich hab nur mitbekommen, dass da anscheinend zwischen Nili und Tom was läuft. Die treffen sich bald. Und Ollie steht voll auf Ju, aber die ist sich da anscheinend noch nicht so sicher, ob sie was von ihm will. Bei Steff und Stu funkt es schon gewaltig und zwischen Simone und Jay auch. Die wissen, das sie was voneinander wollen, aber lassen sich noch ein bisschen Zeit. Und die anderen sind zusammen, das weißt du ja aber schon. Und wie gefälllt´s dir bis jetzt auf der Schule? Ging ja schnell, dass ihr im Team seid. Tammy und Trish lassen eigentlich niemand so leicht ins Team. Ihr müsst anscheinend super sein“ fragte mich Sam. Das Eis war gebrochen und wir quatschten noch die ganze Stunde über alles Mögliche, bis es klingelte.
Zum Glück war die Schule aus und wir verabredeten uns für heute Abend. Wir wollten ein bisschen feiern am See. Wir Mädels verabredeten uns bei Simone, von dort aus wollten wir zusammen zum See gehen. So blieb uns noch Zeit um uns fertig zu machen und zu quatschen. Wir klingelten an der Tür und Jacky machte uns mit einem Brötchen in der Hand die Türe auf. „Hallo kommt rein!“ sagte sie mit vollem Mund. In Simones Zimmer saßen alle Mädels schon und schminkten sich mit ihren kleinen Handspiegeln zu Recht. Wir begrüßten alle mit Wangenküsschen und ich setzte mich zwischen Jojo und Luzie. „Schade das Nili heut nicht mitkommt“ (Steffi) „Ich hoff so, dass es heute zwischen den beiden klappt und sie endlich zusammen kommen.“ (Steff) „Wenn sie morgen kommt und sagt, dass sie nicht mit Tom zusammen ist, bekommt sie mächtig Ärger von mir. Ich hab so langsam keine Lust mehr auf dieses, ah er ist so süß, denkst du er will was von mir. Schau mal wie er geguckt hat, zeug. Die sollen sich echt zusammenreißen“ (Luzie) „Es wär so toll, wenn wir bald ein neues Pärchen in unserer Clique hätten“ (Jojo) Die anderen nickten Jojo zustimmend zu, besonders Steffi und Luzie. Nun wollte ich auch mal meinen Senf beisteuern „Ich glaub schon, dass wir bald neue Pärchen haben werden. Sam hat da heute so was angedeutet, was ich noch gar nicht von euch wusste“ Die Mädels sahen mich nichtswissend an. „Naja bei manchen von euch funkts ja schon gewaltig, hab ich mir sagen lassen“ „Bei wem meinst du jetzt genau?“ wollte Kicki wissen. Ich sah die Mädels abwechselnd an und verkündete die Namen, wie als hätte ich sie aus einer Lostrommel gezogen „Simone, Steff, Ju?!“ sagte ich und zog gespielt eine Augenbraue hoch und deutete damit an, das sie eine Stellungnahme darüber abgeben sollen. Die drei grinsten mich an und wurden etwas rot. „Ich hoffe das Jay sich bald mal richtig an mich ran macht. Ich bin zwar voll in ihn verknallt, er auch in mich, aber irgendwie trau ich mich nicht den ersten Schritt zu machen“ gab Simone zu. „So ist es auch bei mir und Stu. Der soll seinen Knackarsch mal zu mir rüberbewegen und mich einfach küssen“ grinste Steff. Ju tat so als müsste sie gerade etwas total Wichtiges in ihrem Handy suchen. „Ju? Und was ist mit dir und Ollie?“ (ich) „Ähm, nichts“ (Ju) „Los jetzt erzähl schon. Sam hat gesagt, dass Ollie in dich verknallt ist, aber du dir noch nicht sicher bist?!“ (ich) „Ja, irgendwie weiß ich noch nicht, ob ich wirklich mit ihm zusammen sein möchte. Er ist voll süß und lieb, aber …“ (Ju) „Aber was???“ Ju überlegte „Ich weiß ehrlich gesagt nichts, warum ich nicht mit ihm zusammen kommen will“ Ju grinste, da ihr anscheinend gerade klar wurde, dass sie doch etwas für Ollie empfindet. „Ja toll! Und ich? Kenz will bestimmt nichts von mir!“ meldete sich Jacky zu Wort. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass Jacky Kenz toll fand. „Ich weiß nicht, wie ich ihm näher kommen soll!“ sagte sie mit einem leichten Unbehagen. Wir anderen sprachen ihr Zuspruch und meinten, dass sie es ihm einfach heute am See sagen soll. „Apropos See. Es ist höchste Zeit, dass wir uns auf die Socken machen“ sagte Luzie und gemeinsam machten wir uns auf den Weg. Keine 10 Minuten später waren wir da und sahen schon die Jungs von weitem. Sie hatten schon die ein oder andere Flasche Bier geleert, das man an den leeren Flaschen im Gras deuten konnte. Kenz kam uns, zusammen mit Mus entgegengelaufen und halfen uns den Alkoholnachschub zu tragen. Wir begrüßten die Jungs und setzten uns in Gras. Wir waren in einem Park, der einen kleinen angelegten See hatte, wo man Boot fahren konnte und sich Liegen zum Sonnen ausleihen konnte. Jeder von uns nahm sich erstmal ne Flasche Bier, die schnell leer war. Jacky saß etwas abseits und Kicki beschloss sich zu ihr zu setzen. Sie stupste sie leicht von der Seite an und sagte nur „Trau dich“ Man sah, dass Jacky darüber nachdachte, wie sie Kenzie am Besten ansprechen sollte. Sie schüttelte den Kopf. „Ich kann nicht“ (Jacky) „Moment, das haben wir gleich“ grinste Kicki und rief laut „Ey Kenzie komm mal ein bisschen zu uns“ Jacky war entsetzt und funkelte Kicki an. Die grinste sich aber einen ab und als Kenz zu ihnen kam, stand Kicki auf und flüsterte Kenz noch „Trau dich sie anzusprechen“ Kenzie war etwas irritiert, aber verstand gleich darauf, was sie damit andeutete. Er setzte sich zu der sehr nervösen Jacky und fing einfach an mit ihr zu quatschen.
Kicki kam zurück zu uns anderen und schnappte sich erstmal ne Cola. „Ey, das ist meine Cola“ rief Mus ihr entgegen. „Na dann komm und hol sie dir“ grinste sie ihn an und nahm demonstrativ einen Schluck. Mus setzte sich zu ihr und wollte ihr die Flasche abnehmen. Eine kleine Rangelei zwischen den beiden entwickelte sich, bis Mus sich endlich geschlagen gab. „Tja du solltest dich besser nicht mit mir anlegen“ lachte Kicki nach ihrem Sieg. Doch auch Mus nahm die Sache nicht ernst und lachte. „Wo sind denn die anderen?“ fragte Kicki Mus nachdem sie uns durchzählte und merkte, dass sechs fehlten. „Ju und Ollie sind in bissl mit dem Boot auf dem See rumfahren, Steff und Stu sind neuen Alkohol holen und Simone und Jay sind ein bisschen Spazieren gegangen“ Kicki grinste innerlich als sie das hörte. „Na da bahnt sich wohl was an oder?“ wollte sie von ihm wissen. Mus, der sich anscheinend auch schon öfter Geschichten, von den Jungs über die Mädels anhören musste, grinste und meinte „Ich hoff mal, das die jetzt endlich zusammen kommen“ Kicki lachte plötzlich auf, da sie sah, was Sam, Lee, Marcel und Chris mit Luzie, Steffi, Jojo und mir machten. Die Jungs füllten die leeren Flaschen mit Wasser und hatten nichts Besseres zu tun, als die vollen Flaschen über uns auszuleeren. „Auf denen helfen wir“ meinte Mus und zog Kicki mit sich zu uns. Doch Mus dachte nicht wirklich daran uns zu helfen. Er schnappte sich ebenfalls eine Flasche und schüttete sie auf Kicki „Die Rache von eben! Keiner darf sich meine Cola ohne zu fragen schnappen“ lachte er. Kicki ließ einen lauten Schrei los. Lee hielt seine Jojo fest und Marcel schüttete ihr das Wasser überall hin. Doch Luzie stürmte auf Marcel zu und kippte ihm die ganze Wasserflasche in die Hose. Marcel bedankte sich dafür, indem er sie auf die Schultern nahm und in den See schmiss. Steffi hatte bis jetzt die Überhand behalten und Chris schon so einiges an Wasser übergegossen. Doch als Steffi sah, wie Luzie weggetragen wurde, nutze Chris ihre Unaufmerksamkeit aus und machte das Gleiche wie Marcel. Er nahm sie über die Schulter und rief Lee, dass er ihr Wasser übergießen soll. Alle lachten wahnsinnig. Ich sah zu Jacky und Kenz rüber, und konnte nicht glauben, was ich da sah. Kenz hatte seinen Arm um sie gelegt und war gerade dabei sie zu küssen. In diesem Moment leerte Sam die ganze Flasche über meinen Kopf, so dass ich nichts mehr sehen konnte. Meine Haare klebten nur so an meinem Gesicht. Ich rieb mir das Wasser aus den Augen und sah einen schadenfrohen Sam vor mir stehen, der sich vor Lachen den Bauch hielt. Ich stürmte auf ihn zu und er ergriff die Flucht. „Jungs unsere Munition ist ausgegangen. Waffenstillstand“ rief Lee. Alle beruhigten sich und ließen sich klitschnass ins Gras fallen. Luzie und Steffi kamen aus dem See zurück und legten sich demonstrativ auf ihre Jungs, damit sie genauso nass werden wie sie selbst. Ich hetzte immer noch hinter Sam her.
In diesem Moment kamen die anderen aus verschiedenen Richtungen wieder zurück. Steff und Stu trugen den Alkoholnachschub zu unserem Platz und setzten sich ganz dicht aneinander. Ju und Ollie kamen Händchenhaltend zurück, Jacky und Kenz turtelten wie wild herum und Kenz hatte den Arm und ihre Hüfte gelegt. Simone und Jay kamen ebenfalls, setzten sich an unseren Platz und fingen wild an zu knutschen. Mus und Kicki stritten sich schon wieder spaßeshalber um was zu trinken und kamen sich dabei verdächtig nahe. Und immer noch hetzte ich hinter Sam her. Die anderen beobachteten uns freudig und lachten sich einen ab. „Sam, hier“ rief Chris ihm entgegen und hielt eine Flasche hoch. Anscheinend war das die letzte, mit Wasser gefüllte Flasche. Sam nahm sie im Vorbeirennen an sich und dreht um. Nun war nicht mehr er der Gejagte, sondern ich. Ich drehte schnell um und rannte in die andere Richtung. Wir rannten im Kreis immer um unseren Platz. Sam kam schon dicht an mich ran, doch dann sprintete ich nur umso schneller. Marcel hatte nichts Besseres zu tun, als mir ein Bein zu stellen. Ich fiel mit voller Wucht ins Gras und Sam setzte sich auf mich drauf. Ich bekam wieder die ganze Ladung Wasser ins Gesicht. Alle lachten und beobachteten uns. Ich fand das aber gar nicht so witzig. Ich wischte mir das Wasser aus dem Gesicht und wollte eigentlich aufstehen, doch Sam fand es anscheinend witzig, wie ich da lag und hatte keine Lust von mir runter zu gehen. „Ey jetzt helft mir doch mal!“ schrie ich zu den anderen. Doch die lachten nur noch mehr und hatten schon Tränen in den Augen. Ich versuchte mich zu befreien, indem ich mit meinen Händen vor seinem Gesicht rumwedelte. Er hatte richtig Mühe, dass er nicht eine Hand von mir mitten ins Gesicht gescheuert bekommt. Irgendwann gelang es ihm meine Hände fest zu halten und sie ins Gras zu drücken. Er stütze sich auf meinen Händen ab und war sehr nah an mir. Er sah mich grinsend an und ich versuchte verzweifelt mich aus seinem Griff zu lösen. Ich sah ihm flehend in die Augen. Sein Grinsen verschwand langsam, als er mir erneut in die Augen sah. Er beugte sich zu mir und küsste mich plötzlich. Seine Lippen waren so zart. Ich konnte seinen Atem auf meinen Lippen spüren. Ich erwiderte diesen Kuss und vergaß, was um uns herum geschah. Als sich unsere Lippen trennten, sah ich ihm erneut in die Augen. Entsetzt sah er mich an und ging schnell von mir runter. Das Gelächter der anderen verstummte und alle sahen uns ebenfalls entsetzt an. Warum waren alle entsetzt? Hatte ich etwas falsch gemacht?
Langsam richtete ich mich auf und ging zu den anderen. Sam schnappte sich die Flasche Wodka und setzte zu einem großen Schluck an. Sag mal spinnen die alle? Hab ich so schlecht geküsst, oder warum muss Sam sich gleich die Kante geben? Die Jungs standen auf und gingen mit Sam weg von uns. Verwirrt setzte ich mich zu den Mädels und sah sie mit fragenden Blicken an.
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Status: Offline Registriert seit: 15.02.2007 Beiträge: 509 Nachricht senden | Erstellt am 03.07.2007 - 13:56 |  |
„Was ist denn jetzt los? Warum seid ihr denn alle so komisch auf einmal?“ wollte ich von ihnen wissen. „Es war der Kuss“ fing Luzie an „der hätte nie stattfinden dürfen“ Ich war perplex, weil ich nicht wusste, warum der Kuss so ein großes Thema in der Clique war. „Wieso? Euch kann´s doch egal sein, wenn Nadine und Sam sich mögen. Freut euch doch lieber für die beiden“ sagte Kicki, die die Reaktion der Clique ebenfalls nicht nachvollziehen konnte. „Das ist nicht so einfach“ druckste nun auch Jojo rum. „Wir würden uns ja auch voll freuen, wenn da nicht ein kleines Problem zwischen Sam und Nadine wäre“ (Steffi) „Raus mit der Sprache! Was ist los? Wieso hätten wir uns nicht küssen dürfen? Warum hat Sam danach so komisch reagiert? Und wieso sind die Jungs mit ihm weggelaufen?“ wollte ich schon leicht verärgert von ihnen wissen. „Sam ist wohl direkt nach dem Kuss klar geworden, dass das ein Fehler war“ (Jacky) „Das hätte ihm aber davor schon klar sein müssen“ (Ju) Die Mädels sahen sich abwechselnd an und versuchten, durch Blicke zu ermitteln, wer mir jetzt die Wahrheit sagen soll. Der Blick blieb auf Simone haften, die erst einmal tief ein und ausatmete. Sie sah mir in die Augen und fing ganz leise an zu erzählen. „Süße, wir haben dir etwas noch nicht gesagt. Wir sind alle so erschrocken gewesen wegen dem Kuss, weil … weil …“ Ich sah sie erwartungsvoll an, dass sie nun endlich mit der Sprache rausrücken sollte. „Also weißt du, Sam … er … er hat eine Freundin“ Geschockt sah ich in die Runde. Das konnte doch jetzt nicht wahr sein. Er hat eine Freundin und hat nichts davon erzählt? So was vergisst man doch nicht einfach so! So auf die Art „oh Nadine, der Kuss mit dir hat mir echt was bedeutet, aber wir können leider nicht so weiter machen, da ich ne Freundin hab. Sorry, ist mir wohl gerade entfallen gewesen, dass ihr dir das noch nicht gesagt hab“. Boah ne! Am liebsten hätte ich mir den jetzt sofort gekrallt. „Und das Schlimmste weißt du ja noch nicht mal. Du kennst seine Freundin sogar“ holte mich Ju aus meinen Gedanken zurück. Geschockt sah ich sie an „Wer ist sie?“ „Es ist Trish!“ Nun reichte es mir. Ich wollte aufstehen und Sam zur Sau machen, doch Jojo hielt mich zurück. „Lass es besser. Die Jungs übernehmen das schon für dich“ Ich war so wütend das mir einzelne Tränen runterliefen. Kicki versuchte mich aufzubauen. „Das wird schon wieder. Hier gibt´s bestimmt auch noch andere süße Typen für dich“ „Du kannst gut reden. Du und Mus, ihr kommt euch ja auch immer näher“ sagte ich leise zu ihr. „Ähm, Kicki?! Willst du etwa was von ihm?“ wollte Steff von ihr wissen und sah sie etwas entsetzt an. „Naja, ich mag ihn auf jeden Fall voll. Und süß ist er auch“ gab sie zu. „Oh nein! Das gibt´s nicht“ meinte Jacky und schlug ihre Hände über dem Kopf zusammen. „Mus, er hat auch eine Freundin. Tammy!“ sagte Steffi behutsam. Geschockt sahen Kicki und ich uns an. Na toll, wir standen genau auf die zwei Typen, die Freundinnen haben. Und das Schlimmste, auch noch Tammy und Trish, unsere „Bosse“ und die größten Zicken, die es je gab!!!!
Für Kicki und mich war der Abend gelaufen. Wir beschlossen lieber nach Hause zu gehen, damit wir den anderen nicht auch noch die letzte Partystimmung nahmen. Zu hause angekommen quatschten Kicki und ich noch über Sam und Mus, wie gut wir uns doch mit ihnen verstanden, ob wir uns nun noch weiterhin mit ihnen verstehen werden, über die zwei Zicken und die neuesten Paare in unserer Clique. So gegen zwei Uhr nachts ging Kicki dann in ihr Zimmer um zu schlafen. Ich beschloss mich auch mal lieber aufs Ohr zu hauen. Ich war gerade eingeschlafen, als ich unterbewusst ein Piepen wahr nahm. Im Halbschlaf kramte ich auf meinen Nachttisch nach meinem Handy. Ich schaute auf mein Handy, aber konnte im ersten Moment nichts richtig erkennen, da meine Augen sich erst an das grelle Licht gewöhnen mussten. Die SMS war von einer unbekannten Nummer. Ich las was drin stand:
„Hi Nadine! Sorry wegen heute. Ich wollte nicht, dass der Abend so zwischen uns endete. Es tut mir leid, dass ich dich einfach geküsst habe. Lg Sam.“
Ich las mir die SMS mindestens 5-mal durch, doch noch immer konnte ich nicht fassen, was da drin stand. Wieso meldete sich der Typ einfach bei mir? Woher hat er überhaupt meine Nummer? Und wieso konnte er die Sache nicht einfach ruhen lassen, wenn sie ihm nichts bedeutet hat? Ich antwortete ihm nicht auf die SMS. Ich war viel zu müde. Wenn ich ihm jetzt etwas zurück geschrieben hätte, dann wäre wahrscheinlich nur irgendwelcher Mist dabei rausgekommen. Ich beschloss mein Handy lautlos zu machen und wieder einzuschlafen.
Am nächsten Morgen stürmte Kicki in mein Zimmer. Zum Glück war ich schon halbwegs wach und angezogen. „Du wirst nicht glauben, wer mir ne SMS geschrieben hat“ sagte sie so laut, dass wahrscheinlich unsere Nachbarn am Ende der Strasse noch hören konnten was sie sagte. „Mus!!!“ Mit diesem Wort ließ sie sich auf mein Bett fallen und fing an die SMS vorzulesen.
„Hallo Kicki! Schade dass du gestern so früh gegangen bist. Hat echt viel Spaß mit dir gemacht. Hoffe wir können das bald wiederholen. Außerdem schuldest du mir noch ne Cola! LOL ! Kiss Mus.“
„Und hast du ihm schon zurück geschrieben?“ wollte ich von ihr wissen. „Ne ich weiß nicht, was ich ihm schreiben soll, und ob ich ihm überhaupt zurück schreib. Immerhin ist er mit Tammy zusammen. Wenn die rausbekommt, dass ich was von Mus will, dann Gute Nacht!“ Ich musste grinsen „Ah ja! Und was denkst du, was Trish mit mir anstellt, wenn sie rausfindet, dass Sam mich geküsst hat? Denkst du sie wird mich mit offenen Armen empfangen und gut gemacht Nadine, sagen?“ In diesem Moment viel mir ein, dass ich doch heute Nacht ne SMS von ihm bekommen hab. „Sam hat mir heut Nacht auch geschrieben“ meinte ich zu Kicki, die gerade dabei war Mus eine Mail zurück zuschreiben. Schnell ließ sie ihr Handy auf´s Bett fallen und sah mich erwartungsvoll an. „Moment ich les sie dir ja schon vor Fräulein Neugierig“ grinste ich und suchte mein Handy. Ich schaute drauf und sah, dass ich zwei ungelesene Nachrichten hatte. Doch zuerst las ich Kicki, Sam´s SMS vor. „Und was hast du ihm zurück geschrieben?“ wollte sie wissen. „Nichts! Ich war viel zu müde“ Nun öffnete ich die anderen zwei. „Die eine ist schon wieder von Sam“(ich) „Les sie vor“ befahl mir Kicki.
„Hi! Bist du sauer? Warum hast du mir nicht zurück geschrieben? Ich würde mich gerne noch mal mit dir treffen und über die Sache reden. Lg Sam“
Ich beschloss, auf Drängen von Kicki ihm ne Nachricht zurück zuschreiben.
„Hi Sam! Ich hab schon gepennt gehabt. Sauer kann man nicht sagen, aber enttäuscht! Warum willst du mit mir darüber reden? Für mich ist die Sache klar. Du hast Trish und Punkt“
Nun las ich die andere. Sie war von Nili.
„Hi Süße. Hast du heut bock in die Stadt zu gehen. Wir wollen was trinken. Wenn du willst, dann komm einfach um drei ins Café an der Oxfordstreet! Sag Kicki bitte auch bescheid! Kiss Nili!“
„Wir gehen heut mit den Mädels was trinken um drei“ sagte ich wie selbstverständlich zu Kicki, die gerade eine SMS von Mus bekommen hatte. „Ich kann nicht mit. Ich treff mich mit ihm und ein paar Kumpels um halb drei“ Mit diesem Satz ging sie aus meinem Zimmer und ich machte mich so langsam fertig, da es immerhin schon kurz vor 12 war und ich noch nicht mal was gegessen hatte. Als ich auf dem Weg ins Cafe war, bekam ich schon wieder eine Nachricht von Sam. Wir schrieben uns jetzt schon den ganzen Tag. Er wollte sich unbedingt mit mir treffen, aber ich lehnte dies strickt ab. Im Café angekommen begrüßte ich die Mädels, die alle sehr glücklich zu sein schienen. Nili platzte gleich mit Einzelheiten ihres Dates mit Tom raus, und das sie nun zusammen sind. Auch die anderen erzählten, wie glücklich sie doch nun mit ihren Jungs sind. Ich ließ sie einfach reden und ab und zu piepste immer mal wieder mein Handy. Nach dem dritten Mal piepsen wurde es den Mädels zu viel. „Sag mal, du bist heut aber wichtig. Mit wem schreibst du denn die ganze Zeit?“ wollte Steff wissen. „Ach mit niemandem“ versuchte ich mich rauszureden, doch die Mädels ließen nicht locker. „Jetzt sag schon mit wem du schreibst“ forderte mich Steffi auf. „Mit Sam“ sagte ich so leise, als wäre es eine Straftat mit ihm zu mailen. Die Mädels sahen mich entsetzt an „Und was schreibt ihr so?“ (Ju) „Er hat sich wegen gestern entschuldigt und will sich jetzt mit mir treffen“ „Wieso, was war denn gestern?“ fragte Nili, die anscheinend von dem Kuss nichts mitbekommen hatte. Jojo klärte sie auf, auch über das mit Kicki und Mus. „Oh je! Ihr zwei müsst euch ja auch gleich die Freunde von denen raussuchen!“ grinste Nili, die die ganze Situation irgendwie witzig fand. „Und triffst du dich mit ihm?“ Ich schüttelte nur mit dem Kopf. „Warum? Lass ihn doch mal erklären, was die Aktion sollte!“ meinten die anderen Mädchen und ich gab mich irgendwann geschlagen. „Ok, ok, ich schreib ihm ja schon, das wir uns treffen können“ Die Mädels nickten nur. Nach nicht einmal zwei Minuten bekam ich die Antwort:
„Freut mich, dass du´s dir anders überlegt hast. Komm einfach um 5 Uhr zu mir! Bis dann. Lg Sam“
Ich schaute auf die Uhr. Es war schon halb fünf. Das hieß ich musste mich schleunigst auf den Weg machen. Ich schmiss schnell ein bisschen Geld auf den Tisch um mein Wasser zu bezahlen und rannte los. Die Mädels riefen mir noch hinterher, dass ich das schon packe, aber mich zu nichts überreden lassen sollte, oder ihn wieder küsse. Außer Puste kam ich bei Sam zu Hause an. Nick öffnete mir die Türe. „Hi. Was machst du denn hier?“ fragte mich Nick, der so aussah, als hätte er nie erwartet, dass ich jemals vor der Tür stehen würde. „Ich wollte zu Sam. Wir sind verabredet“ brachte ich außer Atem raus. „Oh, ich hab gehört, was gestern los war! Komm rein“ sagte er und ließ mich rein. Er schloss gerade die Tür hinter sich, als es erneut klingelte. In diesem Moment kam Sam die Treppe runter und empfing mich mit einem Lächeln. „Nick mach mal bitte die Tür auf“ sagte Sam zu ihm. „Ja ja! Ich bin hier ja sowieso immer der Türöffner für alle“ entgegnete er ihm und ging zur Tür. Sam und ich wollten gerade in sein Zimmer gehen, als wir Nick laut rufen hörten „Trish, hallo, was für eine Überraschung! Was willst du denn hier?“ Nick warnte uns dadurch und wir gingen schnell wieder die Treppe hinunter. Trish schob Nick bei Seite und sah mich und Sam im Wohnzimmer stehen. „Hallo mein Süßer! Überraschung! Und was machst du hier?“ sah sie mich mit musterndem Blick an. Wenn ich ihr jetzt sagen würde, dass ich wegen Sam hier bin, würde sie mir wahrscheinlich gleich die Augen auskratzen. „Hi, Ähm, äh ich…ich bin“ „Sie besucht mich“ fiel mir Nick ins Wort. Sam, Trish und ich sahen Nick gleichzeitig erstaunt an. Trish war diese Erklärung irgendwie nicht so geheuer „Ach ja? Wirklich? Und warum?“ wollte sie wissen. Nick kam rüber zu mir und legte einfach einen Arm um meine Schulter. „ich wüsste nicht, was dich das angeht?“ entgegnete er ihr. Sam schnappte sich Trish, damit sie nicht noch mehr hinterfragen konnte. Nick und ich setzten uns dann gemeinsam auf die Couch und ich bedankte mich, dass er mich aus dieser heiklen Situation rettete.
„Was wolltest du denn bei Sam?“ fragte mich Nick, als er sicher war, das Trish mit Sam in seinem Zimmer verschwunden war. „Sam wollte mit mir über gestern reden. Anscheinend hat er es dir ja auch schon erzählt“ (ich) „Ja, der Kuss hat ihn ziemlich mitgenommen. Er weiß jetzt echt nicht, was er machen soll. Zum einen mag er dich sehr, doch da ist halt auch noch Trish. Die lässt sich nicht so einfach abservieren“ Ich sagte nichts mehr dazu. Irgendwie wollte ich von diesem Kuss nichts mehr hören. Schließlich war es ein kleiner, unwichtiger Kuss zwischen uns. „Das einzige, was mir jetzt noch Sorgen bereitet, ist die Zicke da oben“ Nick grinste, was so viel hieß, dass er sie genauso wenig ausstehen konnte wie ich. Plötzlich hörten wir einen lauten Streit zwischen den beiden. Sam rannte wundentbrannt die Treppen runter zu uns und Trish folgte ihm. „Denkst du, du kannst alles mit mir machen? Ich bin doch hier nicht dein Bimbo!“ schrie er sie an. „Ich möchte nur, dass du dich ordentlich kleidest, wenn wir mit meinen Eltern essen gehen. Ist das zu viel verlangt?“ entgegnete sie ihm in ruhigem Ton. „Wenn das alles wär! Ich kann mir nicht jede Woche einen neuen Armani Anzug leisten. Meine Eltern sind eben nicht so stinkreich wie deine!“ schrie Sam weiter. Nick und ich verkrümelten uns still und leise aus dem Zimmer. „Und wo wollt ihr jetzt hin?“ rief uns Sam hinterher. „Ähm, wir gehen ins Kino“ rief ihm Nick entgegen, bevor er die Türe hinter uns schloss. „So geht das andauernd zwischen den beiden“ meinte er genervt zu mir. Wir gingen zusammen die Straße entlang und unterhielten uns eine ganze Weile über alles Mögliche. „Du bist echt in Ordnung“ grinste er mich nach ungefähr zwei Stunden an. Mittlerweile waren wir an einem kleinen Cafe angekommen und tranken gemütlich etwas. Nick war echt voll lieb. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich in Chingford so schnell eingewöhne und so schnell so liebe Freunde finden würde. Als es langsam dunkel wurde, brachte er mich sogar noch nach Hause. An der Tür verabschiedeten wir uns gerade, als Kicki plötzlich mit einem Jungen im Schlepptau ankam. Verwirrt sah ich zu den beiden rüber, bis sie schließlich vor uns standen. Es war Tim aus dem Fußballteam. Nick und Tim begrüßten sich mit einem Handschlag. „Hi was machst du denn hier?“ fragte Nick ihn. „Ich hab mich mit Mus, Kicki und Chris getroffen“ kam es von ihm. Ich schaute Kicki, die sehr glücklich schien, fragend an und erwartete eine Antwort. „Was machst du denn mit Tim?“ „Sagen wir´s mal so. Chris hat uns irgendwie verkuppelt“ Es schien gerade so, als hätte sie Mus nun total aus ihrem Gedächtnis verdrängt. „Seid ihr zusammen?“ Kicki nickte leicht und ging zu Tim. Gemeinsam gingen sie rein und ich stand wieder allein mit Nick vor der Tür. „Wow, freut mich voll für ihn. Wird ja auch mal Zeit, dass er ne Freundin bekommt. Jetzt brauch nur noch ich eine“ grinste Nick mich an. „Du hast keine?“ fragte ich ungläubig, denn Nick sah wirklich gut aus. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass er keine Freundin hatte. „Ne ich hab echt keine! Bis heut ist mir noch kein passendes Mädel über den Weg gelaufen“ „Aber du findest doch bestimmt jemanden süß, oder?“ (ich) „Naja. Eigentlich wollte ich mal was von Trish, bis Sam vor zwei Monaten mit ihr zusammen gekommen ist“ „ah bitte Nick! Wenn ich diesen Namen noch einmal höre, dann rasste ich noch aus!“ sagte ich genervt. „Ja schon ok! Ich hör auf damit! Aber es gibt da noch jemanden, denn ich süß finde!“ sagte er verlegen. „Ach ja? Wen denn? Raus mit der Sprache! Wer ist sie?“ (ich) „Das kann ich dir nicht sagen!“ „Wieso? Kenn ich sie etwa?“ Nick grinste und nickte leicht. „Du kennst sie sogar besser als ich!“ ich überlegte, wer das Mädchen sein könnte. „Oh nein, sag bloß meine Sis?“ „Nein, nein nicht Kicki. Ich meine dich!“ Mit einem Mal bekam ich ein ganz komisches Gefühl in meiner Magengegend. Hatte er das jetzt wirklich gesagt? Er findet mich süß? Oder wollte er mich verarschen und mit meinen Gefühlen spielen, wie es sein Bruder gestern tat? „Ich weiß, dass klingt jetzt komisch und wir kennen uns ja noch nicht mal richtig, aber ich fand dich vom ersten Augenblick schon voll hübsch und als wir uns dann heute so gut verstanden haben … ich glaub ich hab mich ein bissl in dich verknallt“ Als er das sagte, schaute er wie ein kleiner Junge auf den Boden, der etwas schlimmes getan hatte und vor seiner Mutter Rechenschaft ablegen sollte. Ich grinste, als ich das hörte. Er war so süß. „Ich mag dich doch auch!“ antwortete ich ihm. Langsam hob er seinen Kopf und schaute mir ungläubig in die Augen. Langsam kam er näher zu mir. Er legte seine Hand an meine Wange und küsste mich. Ich erwiderte den Kuss. Wir standen mindestens 10 Minuten so vor der Haustüre, bis Kicki und Tim plötzlich die Türe öffneten und uns störten. Grinsend sahen uns die beiden an. „Na bei euch ging´s aber auch ziemlich schnell“ grinste Kicki. „Na dann hast du ja jetzt auch ne Freundin“ meinte Tim und nahm Kicki fest in den Arm. „Ihr seid doch zusammen oder?“ (Kicki) Nick und ich sahen uns an. Wir wussten nicht, was wir jetzt sagen sollten. „Ja sind wir!“ grinste ich Kicki und Tim an und lehnte mich mit meinem Kopf an Nick´s Brustkorb. Nach einem kurzen Gespräch verabschiedeten sich Tim und Nick von uns und Kicki und ich gingen zurück ins Haus. „Kicki ich fass es nicht. Gestern haben wir noch wegen Mus und Sam geflennt und jetzt? Jetzt haben wir zwei super süße Freunde! Ich hoffe nur nicht, dass unsere Mädels denken, dass wir aus Verzweiflung jetzt mit denen zusammen sind“ „Ne kann ich mir nicht vorstellen. Unsre Babes sind doch cool drauf! Aber musstest du dir gerade Sam´s Bruder krallen?“ lachte Kicki. Ich sah sie nur gespielt böse an „Haha sehr witzig. Was kann ich denn dafür, dass die beide so süß sind? Da musst du dich mit den Eltern der Jungs auseinandersetzten“ lachte ich. Da es schon spät war, beschloss ich schlafen zu gehen. Doch zuvor, machte ich mein Handy lautlos. Ich wollte nicht wieder geweckt werden, falls eine SMS kommen sollte.
*Am nächsten Morgen*
Zum Glück hatte ich es wirklich lautlos gemacht. Als ich auf mein Handy sah, waren da 3 SMS. Die erste war von Nick.
„Na meine Süße? Ich hoffe ich weck dich nicht auf durch die SMS. Ich kann nicht schlafen, da ich die ganze Zeit an dich denken muss. Ich vermiss dich! Ich bin so glücklich, dass ich jetzt mit dir zusammen bin. Hab dich so lieb! Kiss Nick“
Ein Lächeln machte sich auf meinem Gesicht breit, als ich die Nachricht las. Mit dieser SMS wurde mir klar, dass ich gestern das richtige tat. Die zweite war von Sam.
„Hi! Sorry das unser Treffen wegen Trish gestern nicht stattfinden konnte. Hab gehört, du hast dich aber super mit meinem Bruder vergnügt. Schön, dass du dich so schnell abgelenkt hast und jetzt mit ihm zusammen bist.“
Meine Freude über die erste SMS lichtete sich, als ich die von Sam las. Aber was geht ihn das eigentlich an? Kann ihm doch sonst wo vorbei gehen. Ich ließ dies nicht auf mir sitzen und schrieb ihm zurück:
„Freut mich, dass du dich so für uns freust. So einen Bruder und Kumpel wünscht sich doch jeder! Es kann dir doch eigentlich egal sein, was ich mach! Du hast ja schließlich eine Freundin!“
Ich war so wütend. Diese Nachricht hätte er sich auch echt sparen können. Wieso musste er mir jetzt so ein schlechtes Gewissen einreden? Ich öffnete die dritte SMS. Sie war von Simone.
„Hi Süße! Hab von Jay gehört, dass du jetzt mit Nick zusammen bist. Freut mich voll für dich! Lieb dich X“
Wie konnte sie so schnell davon Wind bekommen? Das musste ich sofort rausbekommen. „Kicki. Komm mal her“ schrie ich durchs ganze Haus. Als sie in meinem Zimmer war, erzählte ich ihr von den SMS die ich bekommen hatte. „Ja ich hab auch eine von Ju bekommen, wo auch drin stand, dass sie sich freut, dass ich jetzt mit Tim zusammen bin“ „Verbreitet sich das wie ein Lauffeuer oder was?“ sah ich sie fragend an. Sie zuckte nur mit den Schultern. Schnell griff ich mir das Telefon und wählte Simones Nummer. „Hi Süße! Wie geht´s?“ (ich) „Gut und dir?“ (Simone) „Ja danke auch. Sag mal woher wisst ihr von Nick und mir, und Kicki und Tim?“ (ich) „Naja das ging so rum. Nick hat es Sam erzählt, Tim Mus, und die haben es dann weiter erzählt und so weiter und so weiter“ (Simone) „Aja ok! Oh wart mal kurz mein Handy piepst“ (ich)
Schnell rannte ich zu meinem Handy. Sam hatte mir zurückgeschrieben.
„Freundin? Welche Freundin? Ich hab keine mehr! Hab gestern mit ihr Schluss gemacht.“
Schnell rannte ich zurück ans Tele. „Simone? Sam hat mit seiner Tussi Schluss gemacht!“ schrie ich schon fast in den Hörer. „Ja ich weiß. Gestern Abend“ „Und warum?“ (ich) „Hat er dir das nicht geschrieben?“ (Simone) „Ne. Wieso? Warum hat er denn Schluss gemacht?“ „Wegen dir du Hirni“ (Simone) Ich konnte nichts mehr sagen. Ich war sprachlos. Was eigentlich nicht häufig vorkommt! „Bist du noch dran?“ (Simone) „Sei mir nicht böse. Ich muss los und mit Sam reden. Bye Süße“ Ich legte schnell auf, zog meine Schuhe an und rannte die ganze Strecke zu Sam´s und Nick´s Haus. Ich klingelte so lange, bis endlich die Türe aufging. Nick stand vor mir. „Hi meine Süße“ begrüßte er mich und gab mir einen Kuss. Von hinten sah ich gerade Sam anlaufen, der die Augen etwas verdrehte, als er uns sah. „Hi Baby! Ich muss mal kurz mit deinem Bruder reden“ sagte ich zu Nick und stürmte auf Sam zu. „Sam, warte mal bitte. Ich muss mit dir reden“ rief ich ihm hinterher, da er schon dabei war die Treppen hoch zu gehen. Er blieb stehen und drehte sich zu mir um. „Komm hoch in mein Zimmer. Da können wir reden“ Ich sah zu Nick, ob er einverstanden war, dass ich mit Sam in sein Zimmer ging. Er nickte und grinste leicht. Als wir in Sam´s Zimmer waren, setzte ich mich auf sein Bett und er sich zu mir. „Sam warum hast du mit Trish wegen mir Schluss gemacht?“ „Du warst nur noch der letzte Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte. Ihre ganze Art hat mich so angewidert und als ich dich dann auch noch getroffen hab, da wurde mir klar, dass ich Trish überhaupt nicht liebte“ Ich sah ihn an und fühlte mich so komisch in diesem Moment. Irgendwie fühlte ich mich trotzdem total schuldig an dieser ganzen Sache. „Mach dir keine Gedanken. Ich wünsch dir, dass du mit meinem Bruder glücklich wirst. Aber denk nicht, dass ich es ihm so einfach mache. Ich werde um dich kämpfen!“ grinste er mich an. Ich wusste nicht mehr, was ich darauf sagen sollte und wie ich diese Aussage richtig zu deuten hatte. Ich ging runter zu Nick und machte es mir auf dem Sofa mit ihm bequem.
*2 Wochen später*
Heute war das Spiel der Jungs. Heute sollten Kicki und ich zum ersten Mal unser Können unter Beweiß stellen. Unsere Choreo sitze und wir heizten dem Publikum richtig ein. Die Stimmung war einfach geil. Die Jungs waren so gut drauf, dass sie in den ersten Minuten schon ein Tor schossen. Kicki sah die ganze Zeit zu Mus, der ebenfalls wie gebannt auf Kicki starrte. Ich muss dazu sagen, dass Mus sich vor kurzer Zeit von Tammy getrennt hat und auch Kicki wieder solo war. Das mit Tim hatte irgendwie nicht so ganz geklappt. Tammy wusste, dass Mus sich wegen Kicki von ihr getrennt hatte, aber da sie immer noch was von Mus wollte, und er ihr bei der Trennung verklickerte, falls sie Kicki schlecht behandelt oder sie sonst irgendwie runtermacht, sie es mit ihm zu tun bekommt! Also ließ sie dieses Rumgeturtel stillschweigend zu. Mus war ziemlich nah am Spielfeldrand, wo wir alle standen um sie anzufeuern. Stu passte ihm den Ball und Mus rannte mit dem Ball zu Kicki. Dort blieb er stehen. „Was soll das? Schieß den Ball rein Mus!“ flehte Kicki ihn an. „Erst wenn ich ein Date mit dir bekomm“ grinste er. Die anderen Jungs versuchten in der Zwischenzeit die gegnerischen Spieler vom Ball abzuhalten. „Komm schon Mus. Darüber reden wir später“ (Kicki) „Ich schieß ihn rein, wenn du mir versprichst, dass ich für jedes Tor, dass ich heute schieße ein Date mit dir bekomme“ Kicki sah immer abwechselnd zu Mus, uns und den gegnerischen Spielern. „Kicki jetzt sag schon ja“ schrieen wir sie an. „Ja, ja ist gut. Ok, aber jetzt hau das Ding rein“ antwortete sie ihm lautstark. Mus grinste, rannte mit dem Ball auf das Tor zu und TOOOOOOOOOOR! Mus rannte an Kicki vorbei und zeigte mit seinem Daumen, dass die beiden schon mindestens ein Date haben werden. Kicki grinste nur und Tammy kochte innerlich vor Wut.
Das Spiel ging 5:1 aus und wir waren außer uns vor Freude. Mus hatte 2 Tore geschossen, was hieß, dass Kicki und Mus zwei Dates haben werden. Das erste Date wollte Mus gleich heute Abend noch einlösen. Sie verabredeten sich für 8 Uhr. Somit hatten wir Mädels noch zwei Stunden Zeit Kicki zu stylen. Gemeinsam gingen wir zu uns nach Hause. Jojo, Simone, Ju und Steff setzten sich in Kicki´s Zimmer auf ihr Bett, Luzie und Nili auf die kleine Couch und Jacky, Steffi und ich auf den Boden. Kicki stand aufgeregt am Kleiderschrank und wusste nicht, was sie anziehen sollte. „Wohin geht ihr denn überhaupt?“ wollte Luzie wissen. „Ja genau, nicht dass du dich hier sonst wie schick machst und ihr geht nur ein Eis essen“ stimmte Nili in das Gespräch ein. Kicki drehte sich zu uns um und zuckte mit den Schultern „Ich weiß es nicht. Er hat nur gesagt, dass er mich um 8 hier abholt“ „Na dann schreib ihm ne SMS oder ruf ihn kurz an, wo ihr hingeht“ Kicki willigte ein und rief zu Hause bei ihm an. „Hi Chris, kann ich mal bitte mit deinem Bruder sprechen?“ … Kicki wirkte etwas nervös als sie mit Mus redete. Nach kurzer Zeit legte sie auf. „Er will mir nicht genau sagen, wo es hingeht. Aber er hat gesagt, dass ich mich schon ein wenig schick machen kann“ Jetzt wussten wir wenigstens, wie wir Kicki zurechtmachen konnten und konnten sie tatkräftig in ihrer Kleiderauswahl unterstützen. „Ich wär für das gelbe Oberteil und diese Hose“ sagte Jacky und kramte mit Mühe die Klamotten aus dem Schrank. „Ne ich würd das hier anziehen“ Ju kramte ebenfalls ein Outfit raus. „Ach ne, das is es doch“ grinste Steffi und legte ebenfalls ein Outfit auf den Boden, damit sich Kicki besser entscheiden konnte. „Mädels, ich hab´s! Das hier!“ meldete sich nun auch Jojo zu Wort. „Und dazu musst du auf jeden Fall die Kette anziehen“ Steff legte eine Kette auf Steffi´s ausgesuchtes Outfit. „Naja jetzt bin ich nicht viel weiter. Jetzt liegen da 4 verschiedene Outfits auf meinem Boden und trotzdem weiß ich nicht, was ich davon anziehen soll“ grinste Kicki. „Moment wartet mal“ sagten Simone und ich, als wir die vielen Klamotten auf dem Boden liegen sahen. Simone und ich besprachen uns kurz und mixten aus den verschiedenen Klamotten, ein neues. „Tada!“ grinsten wir beide und traten einen Schritt bei Seite, dass die anderen Mädels unsere Kreation begutachten können. „Die Kette aber nicht vergessen“ meinte Steff, die vollkommen von dieser Kette überzeugt war. „Und die Ohrringe hier“ grinste Nili und legte diese zu dem Outfit. „Ja, das sieht gut aus“ lächelte Kicki und ging ins Bad um sich umzuziehen. Nach 20 Minuten kam sie fertig gestylt raus. „Ich hab mir gedacht, wenn es so Diskussionen allein um mein Outfit geht, dann schmink ich mich und mach meine Haare lieber allein“ grinste sie und streckte uns die Zunge raus. Wir beredeten noch mit ihr, wie sie sich am Besten beim ersten Date verhalten sollte und was sie lieber lassen soll. Kurz vor acht klingelte dann die Tür. Wir Mädels stürmten alle runter und setzten uns schnell auf die Couch, damit es so aussah, als hätten wir es uns gemütlich gemacht, und nicht, um die beiden zu beobachten. Kicki ging nervös an die Türe und öffnete sie. „Oh ihr seid es? Was wollt ihr denn jetzt hier?“ fauchte Kicki. „Wir wollen zu unseren Süßen“ sagte eine Stimme, die sich verdächtig nach Tom´s anhörte. „Kommt rein. Die sitzen im Wohnzimmer“ Plötzlich standen zehn Jungs vor uns. Ollie, Chris, Tom, Kenzie, Marcel, Stu, Lee, Jay, Sam und Nick. „Hi ihr süßen“ grinste Kenz und ging zu seiner Jacky. „Was macht ihr denn hier?“ wollten wir von ihnen wissen. „Wir wollen ein bisschen mit unseren Babes feiern, wegen dem Spiel“ grinste Marcel und setzte sich zu Luzie. „Und ich wurde mitgeschleift“ sagte Sam, leicht genervt, da er wusste, dass er der einzige ohne Freundin war. Auch die anderen Jungs begrüßten ihre Süßen. „Es ist grad ein bisschen unpassend das ihr kommt“ flüsterte ich zu Nick, nachdem er mir einen Begrüßungskuss gab. Plötzlich klingelte es wieder. Kicki sah uns nervös an und ging zur Tür. „Hey. Wow du siehst umwerfend aus“ sagte eine Stimme, die sich sehr nach Mus anhörte. Wir Mädels rissen uns aus den Umarmungen unserer Jungs und stürmten an den Türrahmen um mehr erkennen zu könne. Und es war wirklich Mus. Kicki schnappte sich noch schnell eine Jacke und schon schloss sie dir Türe hinter sich. Wir Mädels freuten uns für Kicki und drehten uns wieder in den Raum, sodass wir unsere Jungs sehen konnten, die irgendwie böse und verwirrt dreinblickten. Wir beschlossen uns einen gemütlichen Abend vor dem Fernseher zu machen.
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Die Siggi ist einfach geil! Vielen Dank Fridde! |
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Status: Offline Registriert seit: 15.02.2007 Beiträge: 509 Nachricht senden | Erstellt am 03.07.2007 - 13:57 |  |
*Bei Mus und Kicki*
Mus war der perfekte Gentleman. Er öffnete Kicki die Autotür, damit sie einsteigen konnte. Gemeinsam fuhren sie zu einem hübschen Restaurant. „Ich hatte einen Tisch für zwei auf den Namen Omer reserviert“ sagte Mus und schon wurden sie an den Tisch geführt. Der Tisch stand an einem riesigen Fenster, aus dem man einen wunderschön angelegten Teich mit Lichteffekten sehen konnte. Es war wie ein kleiner Garten, mit Bänken, Blumensträuchern und weißen, hohen Bögen, die mit Rosen dekoriert waren. „Wow, wie schön“ schwärmte Kicki, als sie das sah. „Ja, das hab ich auch gedacht, als ich dich eben sah“ grinste Mus. Kicki lächelte verlegen und widmete sich der Speisekarte. Sie bekam einen Schock als sie die Preise sah. Ein Glas Wasser kostete hier schon alleine 5 €. „Mus das ist viel zu teuer“ flüsterte sie ihm zu. „Mach dir um das Geld keine Gedanken. Ich lade dich ein. Bestell dir was du möchtest“ lächelte er sie an. Ihr war das etwas unangenehm, aber sie wollte Mus nicht den Abend verderben, indem sie über die Preise meckerte. Der Kellner nahm die Bestellung auf und ließ die beiden dann allein. Die beiden turtelten schon ziemlich heftig miteinander, bis das Essen kam. Dauernd sahen sie sich an. Verstohlene Blicke der beiden trafen sich ab und zu, bis sie mit dem Essen fertig waren. „Willst du noch einen Nachtisch?“ wollte Mus von ihr wissen. Sie schüttelte mit dem Kopf und deutete an, dass sie satt war. „Können wir vielleicht ein bisschen da in den Garten?“ fragte sie. „Was immer du möchtest“ Mus bezahlte noch schnell und gemeinsam gingen sie raus. Sie schlenderten dicht nebeneinander her, aber irgendwie traute sich noch keiner der beiden so recht den ersten Schritt zu wagen. Die beiden setzten sich auf eine kleine Bank und sahen den Mond an. „Ich hätte nicht gedacht, dass der Abend so schön wird“ lächelte sie ihn an. Er nickte und schaute sie dabei an. „Du bist echt ein Romantiker“ (Kicki) „Ich kann das aber nur sein, wenn mein Gefühl das zulässt“ Kicki verstand nicht, was er damit meine. „Ich will jetzt nicht schon wieder von ihr anfangen, aber mit Tammy konnte ich so etwas nie tun. Ich hatte nie das Gefühl, dass sie so einen Abend wie heute wert war. Ganz anders wie bei dir. Bei dir wusste ich sofort, dass du etwas ganz besonderes bist“ In diesem Moment verliebte sich Kicki anscheinend richtig in Mus. Er war einfach perfekt für sie. Bei ihm fühlte sie sich so wohl. „Wieso warst du dann überhaupt mit Tammy zusammen, wenn du sie gar nicht richtig geliebt hast?“ (Kicki) „Es war irgendwie der Druck von außen. Wir sollten dieses ganze Klischee von wegen, Starfußballspieler ist mit Starcheerleaderin zusammen Ding, erfüllen. Genauso war es auch bei Sam und Trish. Sam hat sie auch nie geliebt. Und als er dann auch noch Nadine kennenlernte, war ihm klar, dass es so nicht weitergehen konnte.“ (Mus) „Und woher weißt du das? Ich mein das mit Sam?“ (Kicki) „Er hat es mir gesagt. Er war, oder besser gesagt ist er immer noch sehr verletzt, dass Nick ihm Nadine weggeschnappt hat. Er zog sich nach dem Kuss so zurück, da er das mit Trish erst beenden wollte, bevor er die vorhandenen Gefühle für Nadine vertiefen konnte. Doch dann war es schon zu spät.“ Die beiden redeten noch eine ganze Weile miteinander, bis Mus sie nach Hause fuhr. Auf der Fahrt war Kicki sichtlich nervös. An der Türe würde es sich nun entscheiden. Wie oft in der letzten Zeit, war unsere Haustür der ausschlaggebende Punkt, ob eine Beziehung zustande kommen wird oder nicht. Mus und Kicki standen an der Tür. Kicki fuhr sich durch die Haare und bedankte sich noch einmal für den schönen Abend und das sie sich schon auf das zweite Date freue. Mus sagte ebenfalls, dass es ihm viel Spaß machte mit ihr und sagte Tschüß. Doch er ging noch nicht. Die beiden standen sich gegenüber, ihre Beine waren wie gelähmt. Keiner wollte den ersten Schritt wagen, weder zum Kuss, noch weg zugehen. „Also, wir sehen uns dann in der Schule“ sagte Kicki und machte den ersten Schritt in Richtung Haustüre. Mus nickte aber blieb weiter stehen. Kicki kramte in ihrer Tasche den Hausschlüssel raus. So lange hatte sie noch nie dafür gebraucht. Als sie ihn rausnahm und den Schlüssel ins Schloss steckte, drehte sie sich noch einmal um und sagte ihm Tschüß. Sie öffnete die Türe, ging rein und schloss dir Tür hinter sich in Zeitlupe. Im Wohnzimmer sah sie uns alle sitzen. Wir waren gerade am Film gucken, doch als wir sie bemerkten, schauten wir sie erwartungsvoll an. „Und habt ihr euch geküsst?“ (Ju) „Seid ihr jetzt zusammen?“ (Nick) Kicki schüttelte nur den Kopf und sah etwas enttäuscht aus. Wir waren gerade auf dem Weg zu ihr an die Tür, um sie zu trösten, als es klopfte. Kicki öffnete die Türe, Mus schnappte sich Kicki und gab ihr einen langen Kuss. Wir standen sprachlos und grinsend da und schauten den beiden zu. Ihre Lippen trennten sich langsam und die beiden sahen sich tief in die Augen. Anscheinend vergaßen sie alles um sich herum. „Ich konnte dich nicht so einfach gehen lassen. Der Abend war so schön, also dachte ich, der Abend hat auch ein schönes Ende verdient“ lächelte Mus sie total verliebt an.
„Willst du noch ein bisschen mit rein kommen? Du siehst ja, die anderen sind auch noch alle da“ (Kicki) Mus willigte ein und zusammen setzten wir uns ins Wohnzimmer und schauten den Film weiter. Es war ein komischer Film, den sich die Jungs ausgesucht hatten. So einer mit Checkern, die versuchten alle Mädels rumzukriegen und so. Die Jungs lachten sich den Arsch ab, aber wir sahen uns immer wieder mal an und zogen die Augenbrauen hoch. So einen Film konnten nur Männer gut finden. Stu fand die Sprüche besonders witzig und wollte gleich mal einen an Steff ausprobieren „Boah Steff ich glaub ich brauch ne Sonnenbrille, du strahlst mich so an“ Steff fand den Spruch aber nicht so witzig „Pass auf, sonst wirst du noch blind, wenn du mich zu lange anguckst und dann brauchst du nen Blindenhund anstatt mich“ Der hatte gesessen. Stu hielt sich nun zurück mit diesen komischen Sprüchen. Doch nun machte Mus weiter „Kicki, irgendwas stimmt mit deinen Lippen nicht! Die sind nicht auf meinen!“ Normalerweise hätte Kicki, bei so einem Spruch gleich noch einen drauf gesetzt, doch bei Mus konnte sie nichts sagen außer „Du bist so süß“ und gab ihm dann auch einen Kuss. Wir waren heilfroh, als der Film endlich zu ende war. „Boah das gibt´s doch nicht, dass die Typen in dem Film die Mädels sogar mit solchen Sprüchen ins Bett bekommen haben“ regte sich Jojo auf. „Na das müsst ich auch mal ausprobieren. Vielleicht klappt´s ja dann bei Jacky“ grinste Kenzie, der aber sofort eine auf den Hinterkopf von ihr bekam. Jay lachte sich schlapp „Pass mal auf junger Mann. Denkst du wir sind schon weiter als die zwei?“ sagte Simone zu ihm und zog dabei eine Augenbraue hoch. Kleinlaut schüttelte Jay mit dem Kopf. „Oh jetzt wird´s spannend. Gespräche über das Sexleben unserer Freunde“ lachte Lee. „Na dann fang du doch mal an zu erzählen“ grinste Mus ihn an. Jojo, die schon total rot war, stupste Lee in die Seite. „Och ne, fangt ihr doch an. Stu wie weit bist du mit Steff?“ lenkte Lee schnell von sich ab. Stu, der keinen Hehl darum machte, was Sex anging, fing sofort an zu erzählen. „Steff ist der Hammer. Was die so alles drauf hat“ prahlte er. Steff saß nur daneben und hätte sich am liebsten in Luft aufgelöst. „Und wie siehts bei dir aus Marcel?“ (Stu) „Moment mal, geht das bei euch immer so ab?“ versuchte Luzie das Gespräch zu bremsen, damit Marcel nicht von ihrem Sexleben redete. „Was denkst du denn Luzie!? Das sind Jungs! Die reden ausschließlich über so was“ lachte Kicki. „Na bei uns läuft alles super. Gell Mausi?“ grinste Marcel Luzie an. Die nickte. „Also ich sag da nix dazu. Ein Gentleman schweigt und genießt“ grinste Tom. „Jetzt tu nicht so“ meinte Nili zu ihm „Du bist auch nicht weiter als Jay und Kenz!“ Tom wurde leicht rot und stopfte sich schnell Chips in den Mund, damit er keine Fragen mehr beantworten musste. Ollie war schon dabei etwas zu sagen, doch Ju stoppte ihn sofort „Wag es ja nicht auf die Idee zu kommen, etwas über uns auszuplaudern“ Chris sah ihn erwartungsvoll an und Ollie nickt und grinste nur, was so viel heißen sollte, dass sie es schon getan hatten. Auch Chris erwähnte noch schnell, dass es mit Steffi schön ist, aber sagte nichts weiter dazu, weil er die Befürchtung hatte, dass er wie Kenzie eine auf den Hinterkopf bekommen würde. „Na jetzt fehlt uns ja nur noch ein Paar“ grinste Lee, der sich selbst nicht zu diesem Thema äußerte. Damit meinte er Nick und mich. Mir war das echt unangenehm. „Hey da sitzen aber auch noch andere, die noch nichts gesagt haben“ sagte Nick und meinte damit Sam, Mus und Kicki. „Mus und Kicki sind ja erst seit eben zusammen! In der Zeit können sie wohl schlecht miteinander“ meinte Ollie. „Ja aber die haben ja auch schon mal andere Partner gehabt! Also raus mit der Sprache Kicki“ grinste Stu und Kicki hätte ihm dafür am liebsten eine Ohrfeige verpasst. „Komm erzähl, wie´s mit Tim war“ (Stu) „Also mit Tim, da war nix, wir waren ja grad mal 5 Tage zusammen, wenn man das überhaupt Beziehung nennen kann. In Manchester hatte ich über ein Jahr einen Freund und natürlich hab ich dann auch mal mit ihm geschlafen. Das ist ja klar! Aber bis jetzt war er der Einzige“ Nun starten alle auf Mus „Oh ihr wisst es doch schon von mir. Warum soll ich das denn jetzt noch mal erzählen?“ (Mus) „Ne wir wissen es nicht“ grinste Steffi. „Ja genau. Erzähl es uns!“ forderte Nili. „Ich hab bis jetzt mit ein paar geschlafen“ (Mus) „Mit wie vielen?“ hakte Steff nach. „Oh ich weiß nicht so genau“ versuchte Mus sich rauszureden. „Mit 4!“ prustete Lee los. „Das geht doch noch!“ grinsten wir Mädels. „Und du Sam?“ „Ich hab bis jetzt nur mit Trish geschlafen“ gab er zu. „Ja unser Sammy ist noch ziemlich frisch im Geschäft“ grinste Stu. Nun sahen alle zu mir rüber. Was sollte ich denn jetzt machen? „Ok, also ich hatte zwar schon ein paar Beziehungen, aber ich hab mich noch nicht bereit dafür gefühlt“ gab ich zu. „Du bist also noch Jungfrau? Und mit Nick ist auch noch nix gelaufen?“ fragte mich Ju, als könnte sie es nicht glauben, dass ich noch nicht mit Nick geschlafen hatte. Ich nickte nur leicht. „Und Nick, jetzt erzähl mal von deinen Eroberungen“ sagte Chris mit einem komischen Unterton, der irgendwie nichts Gutes verheißen ließ. „Oh man muss ich wirklich?“ (Nick) „JAAAA!“ riefen ihm alle entgegen. „Ok, also lasst mich mal überlegen. Also da waren Nicci, Maria, Lucy, Alesha, Chelsea, Vicky, Sabrina, Zoe, Amy, Stacey, Ann, Sarah, Melanie, Sheeren, Yasmin, Heidi, Christina, Chantal, Kelly, Allie, LeeAnne, Sandy, Lena, Julianna, Amanda und Tammy” Bei jedem Namen wurde mir schlechter. „Du hast noch jemanden vergessen“ sagte Chris. „Ach ja, sorry Steffi, du natürlich auch noch.“ „Was? Steffi? Sie auch noch? Boah mir reicht´s grad mit dir Nick. Sag mal hast du hier halb England durchgepoppt? Sonst noch eine oder waren das jetzt alle?“ schrie ich ihn an. „Ähm ich glaub das waren alle“ sagte er unbeeindruckt. Ich hatte keine Lust mehr mit diesem Möchtegern Playboy in einem Raum zu sein. Im Rausgehen rief ich ihm nur noch hinterher „Respekt Nick! Wenigstens hast du dir die Namen merken können. Wär aber vielleicht besser gewesen, wenn du dir statt den Namen mal lieber in der Schule mehr gemerkt hättest.“ Ich rannte die Treppen zu meinem Zimmer hoch und knallte hinter mir die Tür zu. Wütend ließ ich mich auf mein Bett fallen. Ich wollte niemanden mehr sehen. Doch nach fünf Minuten klopfte es an meiner Türe. „Hau ab! Ich will nicht mit dir reden!“ schrie ich an die Tür. „Ich bin´s Sam!“ Langsam öffnete er die Tür und steckte seinen Kopf durch den Spalt. „Kann ich rein kommen?“ Ich nickte und machte auf meinem Bett etwas Platz für ihn.
„Ich kann verstehn, dass du sauer auf meinen Bruder bist“ sagte er verständnisvoll. „Sauer? Wohl eher wütend und enttäuscht von ihm! Sag mal muss der sein Ding in alles reinstecken, was so rumläuft?“ (ich) Sam wusste nicht, was er darauf sagen sollte. „Dein Bruder widert mich gerade so dermaßen an! Der hätte mir wahrscheinlich nie gesagt, dass er mit so vielen geschlafen hat. Wahrscheinlich hätte er mich dann einfach still und leise in seinem Kopf abgespeichert, so wie die anderen“ (ich) „Ne so ein großes Hirn hat er doch nicht. Der klebt dich dann an seine Pinnwand zu den anderen Eroberungen“ grinste mich Sam an. Irgendwie brachte Sam mich zum Lächeln. „Er hat auch mit Steffi und Tammy geschlafen?“ (ich) „Ja, aber bevor Steffi mit Chris zusammen kam und Tammy mit Mus! Ist ne ältere Geschichte“ (sam) „Oh man! Und du hast echt nur mit einer bis jetzt?“ (ich) Sam nickte „Ja. Nick hat sie mir alle weggeschnappt“ grinste er. Sam machte mir irgendwie wieder richtig gute Laune. „Warum kümmerst du dich eigentlich so um mich? Immerhin bin ich mit deinem Bruder zusammen und wegen dem gab es doch voll die Spannung zwischen uns drei“ (ich) „Naja, hört sich jetzt blöd an, aber ich bin froh, wenn ich wenigstens eine Freundschaft mit dir hab, wenn ich dich schon nicht als feste Freundin bekomm. Und Freunde sind ja schließlich da um einen aufzubauen, wenn es einem schlecht geht“ (sam) „da hast du recht. Ich will auch unbedingt mit dir befreundet sein“ grinste ich ihn an. Plötzlich öffnete sich die Tür und Nick stand da. „Ich wusste doch, dass ich dich hier finde. Schön an meine Freundin ran machen, wenn sie grad nicht gut auf mich zu sprechen ist“ sagte Nick in einem lautstarken Ton. „Ich wollte nur nach ihr schaun und fragen wie´s ihr geht. Ich mach mich schon nicht an deine Freundin ran“ versuchte Sam die ganze Situation zu erklären. Nick drohte Sam, dass er sich aus unserer Beziehung raushalten soll, sonst würde es ihm noch leid tun. Ich stellte mich zwischen die beiden „Es ist besser, wenn du jetzt gehst Nick. Ich will dich im Moment nicht mehr sehen“ Nick nahm das so hin und sagte nur noch zu Sam „Wir klären das später, wenn du nach Hause kommst“ Als Nick aus dem Zimmer war, wendete sich Sam wieder mir zu „Sorry das du das jetzt mitbekommen hast! Ich geh jetzt lieber auch, bevor er noch mehr ausrastet“ Sam verabschiedete sich von mir mit einem Wangenküsschen und ich begleitete ihn noch an die Tür. Ich bemerkte, dass die anderen auch schon gegangen waren und nur noch Kicki alleine im Wohnzimmer saß. Als Sam weg war, setzte ich mich zu ihr. „Na jetzt erzähl mir wie´s mit Mus war! Ich will jede Einzelheit hören“ Sie schwärmte mir noch lange von ihrem Date vor, bevor wir beschlossen endlich schlafen zu gehen.
*Montagmorgen in der Schule*
Das Wochenende ging viel zu schnell vorbei. Ich hatte mich mittlerweile wieder halbwegs mit Nick vertragen. Doch immer noch hatte ich eine Abneigung gegen ihn. Ich hoffte, dass sich das mit der Zeit wieder legen würde. Ich ging zu unserem Stammplatz, wo alle schon waren, inklusive Trish und Tammy. Ich begrüßte alle und lehnte mich dann lässig an den Baum. „Habt ihr das schon gelesen?“ Tammy zeigte uns einen Flyer, auf dem ein Cheerleading und Fußballcamp abgebildet war. „Ich melde mich da an. Wer noch?“ Bis jetzt standen auf der Liste nur Tammy´s und Trish´s Name. Steffi war von dem Camp begeistert und trug sich ebenfalls ein. Und auch Jojo trug sich ein. „Ich rede erst noch mit meinem Schatz darüber, bevor ich mich entscheide“ sagte Luzie und war schon auf dem Weg zu den Jungs. „Und wie siehts mit euch anderen aus?“ wollte Trish von Steff, Simone, Ju, Jacky, Kicki, Nili und mir wissen. „Also ich fahr da auf keinen Fall hin, selbst wenn sonst alle fahren würden. Darauf hab ich echt keine Lust“ sagte ich sofort. Und auch Ju, Kicki, Steff, Simone und Jacky waren dagegen. Nili war sich auch noch nicht ganz schlüssig über dieses Camp. Wir beschlossen erstmal zu unseren Jungs zu gehen, um zu erfahren, was die von der Sache hielten. Wir sahen, wie eine wilde Diskussion zwischen den Jungs aufkam. „Ich fahr da auf keinen Fall mit! Ich bin doch nicht blöd und mach mich zum Hampelmann“ sagte Mus und Sam stimmte ihm sofort zu. „Wieso denkt ihr, dass ihr euch zum Hampelmann macht?“ wollte Tom wissen. „Ach ist doch auch egal jetzt“ versuchte Lee zu schlichten. „Wer kommt denn jetzt alles mit?“ Die letzten trugen sich noch in die Liste ein und Trish fing an vorzulesen. „Also mit dabei sind Tammy, ich, Jojo, Steffi, Lee, Chris, Tim, Nick, Nili und Tom. Die Liste gibt Tammy jetzt ab und wir werden morgen erfahren, wann es los geht!“ grinste sie und ging mit Tammy zusammen die Liste abgeben. Ich lief wutendbrand zu Nick rüber, der ebenfalls auf der Liste stand. „Was soll der Mist? Wieso hast du dich da eingetragen, obwohl du wusstest, dass ich da nicht mit will?“ fuhr ich in an. „Ich will da unbedingt hin und außerdem tut es uns bestimmt mal gut, wenn wir uns nicht dauernd sehen“ TZZZ dieser Typ ging mir so langsam voll auf den Zeiger. Erst schwalt er hier rum, dass er ja jede Sekunde mit mir zusammen sein will, tut einen auf eifersüchtig wegen Sam und jetzt lässt er mich einen Monat allein? Der hat sie doch nicht mehr alle. Ich ließ ihn einfach stehen, weil ich keinen Bock mehr hatte mit ihm zu reden. Auch den ganzen Tag ignorierte ich ihn, bis abends als ich schon im Bett lag. Ich dachte darüber nach, ob er nicht wirklich recht damit hatte, dass wir Abstand benötigen. Vielleicht würde ich in der Zeit meine Anwiderung gegen ihn ablegen und wir könnten nach dem Camp, unsere Beziehung neu starten. Ich beschloss morgen früh mit ihm darüber zu reden.
*Am nächsten Morgen in der Schule*
Heute würden die Campteilnehmer erfahren wann es los gehen wird. Alle versammelten sich dafür in der großen Aula. Der Rektor verkündete nun noch einmal die Teilnehmer und was sie in diesem Camp erwarten wird. Je mehr ich über dieses Camp hörte, desto glücklicher war ich, dass ich mich nicht eingetragen hatte. Vor dieser Versammlung sprach ich mich noch mit Nick aus. Wir klärten alles und turtelten auch schon wieder miteinander rum. Der Rektor verkündete, wann es los gehen sollte. „Was?“ schrie ich auf einmal. Das konnte doch nicht wahr sein! Schon diesen Samstag sollte es los gehen. Uns blieben gerade Mal noch vier Tage. Samstag um 6 Uhr morgens sollte es nämlich schon los gehen. Nach dieser Nachricht vom Rektor, überlegten wir uns noch eine schöne Abschiedsparty zu veranstalten. „Am Freitagabend am See ist doch ne gute Idee oder?“ schlug Ollie vor. „Aber wir fahren dann schon um 6 Uhr morgens am nächsten Tag los“ meinte Nili. „Ihr könnt doch auf der Fahrt pennen“ grinste Kenz. „Aber echt! Habt euch nicht so. ihr könnt dann gleich vom See aus zu eurem Treffpunkt“ (Kicki) „Oh nein. Ich brauche meinen Schönheitsschlaf. Da komm ich nicht mit“ meinte Tammy und Trish stimmte ihr zu. „Am besten fangt ihr gleich mal an zu schlafen, damit eure Gesichter am Samstag wenigstens einigermaßen erträglich aussehen“ grinste ich die beiden fies an. Mit einem „Tzzz“ verabschiedeten sich die beiden von uns und wir kriegten uns vor Lachen kaum noch ein. „Ich wusste auch nicht, dass die eingeladen waren“ scherzte Tim rum. Wir besprachen noch, was wir alles an Alkohol und Essen mitbringen sollen am Freitag und verabschiedeten uns dann, da der Unterricht schon wieder anfing
*Freitag Abend*
Wir trafen uns alle am See und Mus und Marcel waren schon dabei ein kleines Lagerfeuer zu machen. Die anderen richteten das Essen bereit und Kenz öffnete die erste Flasche Tequila. Die Stimmung wurde immer besser. Wir versammelten uns alle um das Lagerfeuer, grillten unsere Würstchen und tranken was das Zeug hielt. Nach dem Essen verteilten sich die Leute in verschiedene Richtungen. Luzie, Marcel, Jacky und Kenz gingen ans Ufer des Sees und streckten ihre Füße ins kalte Wasser. Nili, Tom, Steffi und Chris machten es sich vor dem Lagerfeuer gemütlich uns kuschelten mit ihrem Partner. Ollie, der Musik dabei hatte, drehte diese auf und fing an wie wild zu tanzen. Zusammen mit Tim, Lee, Mus, Stu, Jay und Sam führte er wilde Tänze auf. Sie versuchten unsere Cheerleaderchoreo zu tanzen, was aber in heillosem Durcheinander endete. Wir lachten uns bei dem Anblick schlapp. Ollie machte Trish nach. Er schaute hochnäsig und wackelte mit dem Arsch, genau wie Trish es immer tat. Tim spielte Tammy, die immer versuchte sich in den Vordergrund zu drängeln, an Trish vorbei. Tim schubste Ollie mit seinem Hintern immer wieder weg und präsentierte sich. Wir Mädels grölten. Lee machte Ju nach, die immer heimlich die Schritte mitzählte, da sie sonst aus dem Takt kommen würde. Mus war Simone, die immer ihr Bein sehr hoch bekam bei den Kicks, Stu wedelte mit seinen Armen in der Luft rum und versuchte so Jojo darzustellen, die immer für die Anfeuerung des Publikums zuständig war. Jay machte mich nach und Sam Kicki. Jay machte einen Purzelbaum, dass anscheinend die Schraube darstellen sollte, die ich mit Hilfe von Kicki immer machte. Kicki drückte mich mit einer Räuberleiter immer nach oben und ich zeigte in der Luft dann immer eine Schraube und Kicki fing mich anschließend immer auf. Sam beugte sich zu ihm runter und tat so als würde er ihn wieder auffangen. Dabei nahm er einfach Jay´s Füße in die Hände und zog ihn ein Stück mit sich. Nach der Performance klatschen und grölten wir lautstark. Nick, der zusah aber das zu albern fand, stand auf und holte sich ne neue Flasche Bier. Irgendwie ging er mir schon wieder voll auf die Nerven. Er verdarb mir den ganzen Spaß mit seiner schlechten Laune. Genervt rollte ich mit den Augen, als er wieder auf dem Weg zu mir war. Sam sah das anscheinend und fing schnell an mit mir zu reden, damit ich mir nicht das blöde Gelabber von Nick antun musste. „Auf wir holen uns Nachschub“ meinte Sam und zog mich mit sich zu den Alkoholvorräten. „Geht´s dir nicht gut?“ fragte mich Sam, als er mir ne neue Flasche gab. „Ach ne is schon ok. Nick nervt mich mit seiner schlechten Laune. Das ist alles“ (ich) „Auf wir gehen ein bisschen spazieren, dann kannst du mir mehr erzählen“ Wir schnappten uns schnell noch ein paar Flaschen und gingen weg.
Wir schlenderten am Ufer des Sees entlang, wo wir auf Marcel, Luzie, Kenz und Jacky trafen. „Hey wo wollt ihr denn hin?“ fragte uns Jacky, dir gerade damit beschäftigt war Kenz mit den Füßen nass zuspritzen. „Wir gehen nur ein bisschen spazieren“ entgegneten wir ihr und gingen weiter. Wir liefen nun schon eine ganze Weile am Ufer, bis wir uns einfach hinsetzten. Wir teilten uns eine Smirnoff Flasche und redeten. Den Alkohol konnten wir schon sichtlich spüren. Sam fing mal wieder an mit unserem alten Thema „Weißt du noch, als wir uns damals am See geküsst haben?“ (sam) „Ach jetzt hör doch auf“ (ich) „Nein, nein. Ich will dir sagen, dass es mir wirklich leid getan hat. Du musst dich bestimmt schlecht gefühlt haben, wie ich so plötzlich nach dem Kuss reagiert habe.“ (sam) „Ja, schon da hast du recht. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt ja noch nix von Trish. Das hat mir echt wehgetan, als ich das erfahren habe. Ich fand dich wirklich süß und als du mich dann auch noch geküsst hast, war ich unfassbar glücklich“(ich) „Ich fand den Kuss auch wunderschön, aber sofort danach hatte ich dieses schlechte Gewissen, nicht gegenüber ihr, sondern gegenüber dir! Ich wollte erst die Beziehung beenden, bevor ich mit dir anfangen konnte. Doch dann…“ (sam) „Doch dann habe ich dir weh getan“ beendete ich seinen Satz. Wir sahen uns an. Ich sah dir Trauer in seinen Augen. Ich muss ihm wirklich sehr weh getan haben damit. „Weißt du Nadine, meine Gefühle für dich werden mit jedem Tag stärker und ich weiß, dass das nicht sein darf. Du bist schließlich mit meinem Bruder zusammen“ Ich spürte, wie sich in mir ein Gefühl breit machte, dass ich die letzte Zeit so stark versuchte immer und immer wieder zu verdrängen. Doch nun spürte ich es wieder. Meine Gefühle für Sam kamen wieder zurück. Das darf nicht sein! Ich bin mit Nick zusammen! versuchte mein Kopf immer wieder zu sagen, doch mein Bauch wollte einfach nicht darauf hören. Dann sagte Sam etwas, dass mich noch stärker an meine Grenzen der Gefühle für ihn brachte. „Wenn ich dich sehe sage ich Dinge, die ich nicht glaube, ich tue Dinge, die ich nicht verstehe. Ich versuche wirklich alles, doch es fällt mir nichts mehr ein um dich vergessen zu können. Nadine … du bist die Eine für mich!“ Ich konnte ihn, als er dies sagte nicht ansehen. Leise liefen mir Tränen die Wange hinunter. Ich konnte diese noch nicht einmal deuten. Waren es Tränen der Freude, der Angst, der Furcht vor dem was kommen wird oder waren es Tränen der Verzweiflung, da ich nicht wusste was ich nun tun sollte?
Ich spürte wie Sam mir meine Tränen wegwischte. Ich sah ihn langsam an. Unsere Blicke trafen sich. Er sah mir tief in die Augen. Ich hätte in seinen Augen versinken können. Er legte seine Hand an meinen Nacken. Langsam beugte er sich zu mir. Unsere Lippen berührten sich fast, doch noch nicht ganz. Ich spürte ein riesiges Kribbeln in meinem Bauch. Ich konnte seine Lippen schon fast auf meinen spüren. Dieser Moment war wirklich elektrisierend. So hatte ich mir schon immer einen Kuss vorgestellt. Er zog mich noch ein Stückchen zu sich und schließlich berührten sich endlich unsere Lippen. Wir küssten uns erst vorsichtig, dann intensiver. In diesem Moment hätte ich die ganze Welt umarmen können. Ich war so glücklich wie noch nie zuvor. Noch nicht einmal Nick konnte mir so ein Gefühl geben wie Sam. Ich glaube er ist der Richtige!
Unser Kuss dauerte lange, sehr lange. Mein Bauch explodierte fast vor Schmetterlingen. Sam war so zärtlich und süß. Doch mein Glücksgefühl verschwand mit nur einem einzigen Satz „Du Wichser ich wusste es!“ schrie Nick und rannte auf uns zu. Erschrocken lösten sich unsere Lippen und Sam war gerade dabei aufzustehen um Nick alles zu erklären. Doch Nick war schneller und schmiss sich auf Sam. Die beiden fielen ins Gras und Nick prügelte auf seinen Bruder ein. Ich versuchte die beiden auseinander zubekommen, doch ich schaffte es nicht. Die beiden schienen wie ein Reißverschluss ineinander verhakt zu sein. Ich schrie aus voller Kehle, dass sie doch endlich aufhören sollten, doch es half nichts. „Hört auf, hört auf, NICK, SAM …“ Ich wusste nicht mehr was ich sagen oder tun sollte. Die beiden hörten nicht auf mich und es sah so aus, als würden sie sich gegenseitig umbringen. Da wir zu weit weg von den anderen waren, konnten sie das Geschrei von mir unmöglich hören. Ich wusste nicht wieso, aber irgendwann beschloss ich einfach loszurennen. Ich rannte so schnell ich konnte zu unseren Freunden. Ich schrie ihnen entgegen, dass sie schnell mitkommen sollten. „Sam und Nick, die bringen sich noch um. Schnell“ Alle rannten, ohne das sie wirklich wussten warum, mir entgegen. „Kommt schnell“ schrie ich und rannte wieder in die Richtung von Nick und Sam. Die anderen folgten mir. Mus und Lee hatten mich schon schnell eingeholt und fragten im Rennen, was denn jetzt eigentlich los sei. „Die bringen sich noch um. Ihr müsst sie auseinanderbringen“ sagte ich außer Atem. Ich zeigte mit dem Finger in die Richtung, in der Sam und Nick waren. Ich konnte nicht mehr und blieb stehen. Mus, Lee und die anderen Jungs rannten blitzschnell an mir vorbei. Die Mädels stoppten als sie mich erreicht hatten und Jacky legte behutsam ihre Hand auf meine Schulter. „Was ist los?“ wollte sie wissen und sah mich verzweifelt an. Doch ich konnte nicht antworten. Mir tat alles weh vom Rennen, doch trotzdem ging ich plötzlich wieder zügig Richtung Nick und Sam. Die Mädels liefen mit mir und fragten immer wieder was los sei und das ich doch jetzt endlich sagen soll, was los ist. Das einzige was ich sagen konnte war „Nick hat Sam und mich gesehen. Er ist ausgerastet“ Verwirrt und voller Furcht über meine Äußerung sahen sich die Mädels untereinander an. Von weitem konnte ich die Jungs erkennen. Ich sah ein Handgemenge. Simone schrie nur „Oh mein Gott“ und rannte los. Auch die anderen Mädels schrien und rannten los. Steff zog mich am Arm, dass ich auch rennen sollte. Mit letzter Kraft kamen wir bei den Jungs an. Als ich sah, was passiert war, ließ ich mich auf meine Knie fallen und fing an zu weinen. „Wieso?“ schrie Ju. „Nein, Sam!“ schrie Kicki. „Nick?!“ schrie Steff. „Jay was ist passiert?“ sagte Simone und rannte zu ihm.
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Die Siggi ist einfach geil! Vielen Dank Fridde! |
Babe4Blazin  BestUser
   

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Wieso? Wieso musste es so enden? Es schien so, als wären die Küsse von Sam und mir verflucht! Zwei mal hatten wir uns geküsst … und zweimal folgte eine Situation, die ich nicht wollte!
Immer noch kniete ich im Gras. Ich wollte nicht zu den anderen sehen. Ich wollte nicht sehen, was ich schon wieder angerichtet hatte. Ich spürte eine Hand auf meiner Schulter. Es war die Hand von Kenz. „Nadine, es ist nicht so schlimm, wie es aussieht“ versuchte mich Kenz aufzubauen. Langsam erhob ich mich und ging gemeinsam mit ihm zu den anderen. Ich sah zwei kleine Grüppchen. Marcel und Stu hielten Nick fest, der immer noch sehr wütend aussah, total blutverschmiert war und sich versuchte aus dem Griff der zwei zu entreißen. Ollie, Chris, Tom, Steffi, Nili, Ju, Luzie und Steff standen um Nick um mit ihm zu reden und ihn zu beruhigen. Mus, Kicki, Simone und Jacky knieten im Halbkreis auf dem Boden bei Sam und versperrten mir somit die Sicht auf ihn. Ich schubste Kenz beiseite, der versuchte mich von Sam wegzuhalten. Ich drückte mich an Simone und Kicki vorbei und sah Jay zusammen mit Sam auf dem Boden liegen. Jay hielt Sam in seinen Armen, der mit dem Kopf auf Jay´s Oberschenkeln lag. „Was ist passiert?“ schrie ich Jay an. Jay sah mich nur an. Er sagte nichts. Dann sah er wieder Sam an und versuchte mit seinem T-Shirt Sam´s blutende Wunde am Gesicht zu verbinden. Jay´s komplettes T-Shirt war voller Blut. Geschockt sah ich die anderen an, die ebenfalls nicht wussten was sie sagen sollten. „Kann mir bitte jemand sagen, was los ist?“ schrie ich die anderen an. Mus nahm mich in den Arm und fing an die Geschichte zu erzählen. „Als wir gekommen sind, sah ich wie Nick gerade über Sam beugte und eine zerbrochene Flasche in sein Gesicht hielt. Sam versuchte mit aller Kraft Nick´s Hände zurückzuhalten. Als Nick uns bemerkte, war er einen Moment unaufmerksam und Sam schmiss sich auf ihn. Dann ging alles sehr schnell. Nick erwischte Sam dann doch mit den Glassplittern im Gesicht und Sam fiel von Nick runter. Nick schlug weiter auf Sam ein und verletzte ihn mit der Flasche, bevor wir Nick dann endlich überwältigen konnten“ Als ich das gehört hatte, rannte ich wutendbrand zu Nick. „Du blödes Arschloch“ schrie ich. Nick, der sich in der Zwischenzeit wieder beruhigt hatte und ganz gemütlich neben den anderen im Gras saß, nahm schützend die Hände vor sein Gesicht, da er anscheinend schon wusste, was ihn jetzt von mir erwarten würde. Steff packte mich aber und hielt mich zurück. Mit den Armen fuchtelnd versuchte ich mich aus Steff´s Griff zu lösen um Nick die Augen auszukratzen. Mir gelang es dann auch nach kurzer Zeit und ich stürmte auf Nick. Ich schmiss mich auf ihn und verpasste ihm ein paar. Schreiend und weinend lag ich auf Nick und schlug weiter auf ihn ein. Mit einem Mal hielt Nick meine Hände fest und sah mich an. Ich sah in seinen Augen einen Ausdruck, den ich vorher noch nie gesehen hatte. „Es tut mit leid“ sagte er flüsternd zu mir. „Mir tut alles so leid mein Schatzi. Lass es mich erklären“ (Nick) „Ich glaub ich hör nicht richtig“ schrie ich ihn an. „Was willst du mir schon erklären?“ „Bitte lass uns darüber reden! Ich bitte dich nur um ein Gespräch?“ (Nick) Plötzlich mischte sich Nili in das Gespräch ein. „Nick, ich hoffe du willst ihr jetzt endlich die Wahrheit sagen“
Was hatte das zu bedeuten? Welche Wahrheit? Was wollte Nili damit andeuten? Soll ich mich wirklich auf ein Gespräch einlassen, obwohl ich nur noch tiefen Hass für diesen Typen empfand?
Ich wollte gerade fragen, was Nili damit andeutet, als ich Kicki rufen hörte „Sam. Gott sei Dank“ Schnell stand ich von Nick auf und rannte zu Sam hin. Ich kniete mich zu ihm, der immer noch voller Blut vor mir lag. Er hatte seine Augen geöffnet und als er mich sah, fing er leise an zu lächeln. „Hey Süße! Irgendwie glaub ich dass unsere Küsse verflucht sind“ lächelte er mich erschöpft an. „Das glaub ich auch Sam“ grinste ich ihn an. Aus dem Augenwinkel konnte ich die anderen, die um uns rum standen und saßen, sehen und erkennen, dass sie irritiert dreinblickten. „Was guckt ihr so?“ drehte sich Sam langsam zu den anderen um. „Mir geht´s gut“ „Jetzt mal raus mit der Sprache! Was war hier eigentlich los?“ platzte Jojo mit ihrer Frage raus. Sam sah mich wieder an und schaute verdutzt. „Die wissen es gar nicht? Ihr wisst noch nicht wieso Nick und ich uns geschlagen haben?“ sah er die anderen wieder an. Alle schüttelten mit den Köpfen. Nick, der auch mitbekommen hatte, dass Sam wieder wach war, schrie „Der blöde Wichser, der sich mein Bruder schimpft, hat meine Freundin geküsst. Schon wieder!“ Alle sahen uns an, wie als würden wir in einem Kreuzverhör sein. „Stimmt das?“ wollte Kicki von mir wissen. „Ihr habt euch geküsst?“ (Ju) „Wieso?“ (Simone) „Weil … weil …“ fing Sam an. „Weil ich sie liebe.“ (Sam) Ich legte meinen Zeigefinger auf seine Lippen, damit er leise sein sollte. Nick müsste nicht noch mehr über die Gefühle seines Bruders erfahren. „Komm Sam ich bring dich zurück an unseren Platz“ sagte Tim und nahm ihn hoch. Auch die anderen gingen zurück an unseren Platz, nur Nick, Kicki und ich standen noch da. Kicki flüsterte mir noch ins Ohr „Ich bin in der Nähe, falls was ist“ zwinkerte sie mir zu und ging ebenfalls. „Kann ich jetzt mit dir reden?“ wollte Nick von mir wissen und setzte sich ins Gras.
„Ich hab die ganze Zeit gehofft, dass du jetzt mit mir reden willst“ fing er an und deutete mit einem Handzeichen, dass ich mich neben ihn setzten soll. Angewidert setzte ich mich zu ihm. Schließlich wollte ich erfahren, was Nili da vorhin anspielte.
„Ich hoffe du weißt, dass ich mich jede Nacht an meinem Kissen festhalte und daran denke, wie glücklich ich mit dir bin. Ich habe nicht gedacht, dass jemand solche Gefühle in mir hervorrufen könnte, wie du. Jetzt wo du hier bist … dass ist zwar nicht gerade die beste Gelegenheit es dir zu sagen, aber … Nadine ich liebe dich so sehr und will dich nie verlieren, willst du dich mit mir verloben?“
Als ich diese Worte hörte, dachte ich, dass er anscheinend echt ein paar zu viel von Sam auf den Kopf bekommen hatte. Wie konnte er denn gerade jetzt mit so etwas ankommen? Die letzte Zeit hatten wir so viel Stress und Streit. Wie kommt er überhaupt auf den Gedanken mich zu fragen, ob ich mich mit ihm verloben möchte? Doch anscheinend hat er das schon länger geplant, wenn Nili schon davon Bescheid wusste. Wer weiß, wer noch alles davon wusste. Aber hat er vergessen, dass ich ihn vor ungefähr einer Stunde betrogen hab? … Mit seinem eigenen Bruder? Wer soll den denn bitteschön noch verstehen?
Ich sah ihn misstrauisch an. „Meinst du das wirklich?“ Er lächelte mich total süß an und nickte mit dem Kopf. Was sollte ich denn jetzt nur sagen?
„Und was sagst du?“ wollte Nick erwartungsvoll von mir wissen. „Was ich denke? Das sag ich dir!!!“
Ich drehte mich zu ihm, um ihm besser in die Augen sehen zu können und fing an.
„Nick, hau sofort ab! Verschwinde! Mit uns ist es vorbei! Jetzt ist es zu spät mit dem Antrag! Ich kann es nicht erwarten bist du endlich weg bist! Denn ich weiß bescheid! Wie kannst du denken, dass ich dich nicht durchschaut hab? Wie konnte ich all die Lügen von dir ertragen? Du hast gesagt, dass du mich liebst und mich gut behandeln würdest und ich die Einzige für dich bin, doch hinter meinem Rücken hast du die ganze Zeit schon mit Trish geflirtet. Du warst die reinste Zeitverschwendung für mich!“
„Was? Wie konntest du …? Das mit Trish war doch nix. Du musst mir glauben, ich liebe dich!“ Nick sah mich total verwirrt an.
„Sag mir mal warum du dann so verwirrt guckst, wenn du dir anscheinend nichts vorzuwerfen hast? Wie konntest du? Nick du musst wohl weggetreten sein und dir den Kopf gestoßen haben. Denn ich hab ihre Nummer in deinem Handy gefunden und so einige SMS, die man einer „ganz normalen“ Bekannten nie schreiben würde. Vielleicht war´s auch meine Schuld, dass du gedacht hast, du musst es mir irgendwie heimzahlen, dass mit Sam, obwohl zu diesem Zeitpunkt rein gar nichts war.“
Ich sah in Nicks Augen, dass ich recht mit meiner Vermutung hatte. Ich hatte es die ganze Zeit für mich behalten, meine Vermutungen über Nick und Trish, doch Augen lügen nicht. Und somit hatte ich den Beweiß! Natürlich bin ich auch kein Unschuldslamm, dass mit Sam ist nicht so gelaufen, wie ich es geplant hatte, doch vielleicht hat auch gerade meine Vermutung wegen Trish dazu geführt, dass ich die Gefühle für Sam wieder zu gelassen habe.
„ Nick ich wollte dich genau hier an meiner Seite haben. Der Beginn unserer Beziehung war so schön, doch nun … nun weiß ich die Wahrheit. Ich habe keine Wahl mehr Nick. Du musst gehen! Es ist aus! Mit jedem einzelnen Wort, das du sagst, brichst du mir noch ein Stückchen von meinem Herzen, denn ich weiß, die Worte die du sagst, meinst du nicht so. Ich werde keine einzelne Träne mehr nach dir weinen“
Mit diesen Worten stand ich auf und ging weg. Ein kleines, hämisches Grinsen machte sich auf meinen Lippen breit. Ich wusste, ich hatte das Richtige getan. Doch als ich zu den anderen kam, wurde mir klar, dass ich doch nicht glücklich war. Denn mir wurde klar, dass ich nichts mit Sam anfangen konnte, obwohl er mich liebt und ich ihn. Sam ist Nick´s Bruder und wird es auch immer bleiben. Ich wollte schließlich ganz mit Nick abschließen und das ging nicht, wenn ich mit Sam zusammenkommen würde.
Simone und Ju kamen auf mich zu gerannt und wollten sofort wissen, was passiert war. Und auch Luzie und die anderen Mädels kamen zu mir gelaufen und wollten alles erfahren. Ich ging, mit den Mädels im Schlepptau Richtung See, aber sprach noch kein Wort mit ihnen. ich wollte sicher sein, dass die Jungs, besonders Nick und Sam nichts davon mitbekommen würden. Wir setzten uns alle ins Gras und sah in 18 erwartungsvolle Augen. „Und hat er dich was gefragt?“ wollte Nili sofort wissen. Ich nickte nur leicht. „Bevor ich euch jetzt alles erzähl, wer wusste schon vorher, was Nick vorhatte?“ Langsam streckten sich die Finger von Nili, Steffi, Jojo, Simone, Ju, Steff, Luzie und Jacky nach oben. Ich konnte es nicht fassen. Alle wussten irgendwie bescheid, nur ich und Kicki nicht. „Boah das gibt ärger! Wie konntet ihr mir das nur verschweigen“ meinte ich spielend böse. Kicki saß irgendwie total perplex da und wusste überhaupt nicht, was wir da eigentlich besprachen. „Kann mich hier vielleicht mal jemand aufklären? Über was redet ihr hier überhaupt?“ Kicki sah uns abwechselnd an. „Nick hat ihr einen Antrag gemacht!“ platzte Luzie mit der Neuigkeit heraus. „Und was hast du gesagt?“ wollte nun Steffi von mir wissen. „Ehrlich gesagt? Ich hab mit ihm Schluss gemacht!“ Simone, Ju, Jacky und Kicki fingen an zu jubeln. „Äh habt ihr das nicht ganz verstanden? Ich hab nicht ja gesagt, ich hab mit ihm Schluss gemacht!“ sah ich sie verwundert an. „Ja, wir haben es schon verstanden! Wir freuen uns, dass du ihn endlich abserviert hast! Nick ist echt nicht der Richtige für dich“ sagte Simone und nahm mich in den Arm. „Nimm Sam“ sagte nun auch Ju und die anderen nickten nur zustimmend. „Das ist es ja gerade! Ich muss euch das erklären“ fing ich an und die anderen hörten gespannt zu. „Ich hab Nick so einige Sachen eben an den Kopf geworfen. Das er mich verarscht hat wegen Trish…“ „Trish? Was will denn die blöde Schnepfe plötzlich?“ unterbrach mich Steff. „Nick hat mit ihr hinter meinen Rücken geflirtet und einige, nicht jungendfrei SMS mit ihr geschrieben. Und als ich ihn darauf angesprochen hab, hat er alles abgestritten und mich belogen.“ (ich) „Boah dieser Arsch“ meldete sich nun auch Jojo zu Wort. Ich erklärte den Mädels alles weiter „Und das Ding ist, ich hab zu Nick gesagt, dass ich ihn aus meinem Leben haben möchte“ „Und? Ist doch gut. Dann nimmst du Sam. Du liebst ihn doch auch oder?“ sagte Steffi. Kicki verstand, was ich damit andeutete „Ich weiß, was du damit sagen möchtest Nadine. Wenn Nick aus deinem Leben verschwinden soll, dann kann auch Sam nicht in dein Leben kommen“ Die anderen verstanden nun auch alle meine brenzlige Situation und die Zwickmühle in die ich mich gesetzt hatte. „Oh Maus. Bitte denk noch einmal über deine Entscheidung nach“ sagte Ju und umarmte mich. „Ja genau Süße. Lass dir dein Leben nicht von diesem widerlichen Typen kaputt machen“ Das war alles leichter gesagt als getan, dachte ich mir so. „Oh wenn man grade von ihm spricht“ flüsterte Luzie leise. Wir sahen alle zu den anderen Jungs. Nick kam gerade an unseren Platz und schien sehr wütend zu sein. Wütend packte er seine Sachen zusammen, marschierte schnurrstraks zu Sam und schrie ihm irgendetwas entgegen. Der schüttelte nur mit dem Kopf. Tom und Ollie deuteten mit Handbewegungen an, dass Nick doch nun lieber gehen solle. Nick verabschiedete sich von seinem Bruder mit einer bedrohlichen Geste, die soviel zu sagen hatte, dass Sam aufpassen musste, was er tut, und einem schönen Stinkefinger. „Ey sei froh dass du den los bist“ sagte Jojo Kicki zu mir. Ich nickte nur leicht mit dem Kopf und senkte meinen Blick ins Gras. „Oh Mädels, ich glaub wir gehen mal zurück zu unseren Jungs“ grinste Ju. „hä? Wieso?“ Steff raffte nicht, auf was Ju damit anspielen wollte. „Sam kommt“ grinste Jacky und stand auf. „Viel spaß“ flüsterte Jojo noch und schon waren die Mädels wieder auf dem Weg zu ihren Jungs.
Sam kam zu mir und setzte sich neben mich ins Gras. Keiner von uns wollte das erste Wort sagen. Wir saßen bestimmt schon einige Minuten nur so neben einander und keiner sagte einen Ton. Ich atmete tief durch. „Wie geht´s deinem Gesicht? Sieht ja ziemlich schlimm aus“ sagte ich und sah in mit schmerz verzerrtem Gesicht an, als würde mir etwas weh tun. „Oh danke. Das ist das beste Kompliment, dass ich bis jetzt bekommen hab“ lächelte mich Sam total süß an. „weißt du …“ sagten wir beide gleichzeitig und mussten lachen „Du zuerst“ sagte ich. „Ok, also weißt du, Nick hat mir vorhin, als er gegangen ist etwas gesagt“ (sam) „Was denn?“ sah ich ihn fragend an. „Er hat gemeint, ich soll bloß die Finger von dir lassen, sonst passiert etwas schlimmes, wenn er das rausbekommt“ „Sam lass dich von seinen Drohungen nicht einschüchtern, aber über so etwas ähnliches wollte ich auch gerade mit dir reden. Ich hab mit ihm Schluss gemacht und gesagt, dass ich ihn aus meinem Leben haben möchte“ (ich) „Und? Was willst du damit sagen?“ (sam) „Ähm, also, Sam ich mag dich wirklich sehr, sehr gern, doch ich muss meine Gefühle für dich verlieren. Wenn ich etwas mit dir anfange, wird Nick immer ein Teil in meinem Leben sein und das möchte ich nicht. Ich will endlich frei von ihm sein“ Mit diesem Satz habe ich Sam´s Herz anscheinend völlig gebrochen. Wütend und zugleich traurig stand er auf und fing an rum zuschreien „Warum muss dieser blöde Depp mein ganzes Leben immer kaputt machen? Wieso? Was habe ich denn so schlimmes getan? Er bekommt alles was er will. Jeder vergöttert ihn! Egal was oder wen er haben wollte, er hat es immer bekommen. Sobald ich ein Mädchen toll fand, hat er sich an sie rangemacht und sie vor meinen Augen bekommen! Und dich?! Dich hat er mir auch weggeschnappt. Du bist die wunderbarste Person und das hübscheste Mädchen, das ich je kennengelernt habe. Und auch wenn Nick dich jetzt nicht mehr hat, so darf ich auch nicht mit dir zusammen sein?! Was ist das hier für ein Scheiß?“ Sam war außer sich. Ich konnte nicht ahnen, was für Auswirkungen dieser eine Satz von mir haben würde. „Sam bitte beruhig dich. Bitte“ schrie ich verzweifelt und unter Tränen. Ich nahm ihn in den Arm um ihn zu beruhigen. „Sam bitte, hör auf damit! Es wird sich noch alles zum Guten wenden. Versprochen! Ich weiß zwar noch nicht ganz wie, aber es wird schon!“
Mit diesen Worten sah ich in Sam´s Augen und er in meine. Er beruhigte sich schnell wieder und seufzte leicht. Ich streichelte seine Wange und sah ihn dabei an. Wie konnte ich ihm nur so wehtun? „Es wird sich gar nichts zum Guten wenden“ sagte er mit ruhiger Stimme „Wenn wir nicht zusammen sein können, dann gibt es für mich nichts Gutes“ Sam hatte so Recht mit dem was er sagte. Ich wusste selbst nicht, wie sich das zum Guten wenden soll zwischen uns. Wir standen noch einige Zeit einfach da und umarmten uns. Ich fühlte mich so geborgen bei ihm. Ich konnte sein Herz schlagen hören und dies beruhigte mich ungemein. Ich vergaß Nick und was er getan hatte. Am liebsten hätte ich einfach meinen Kopf gehoben, Sam angesehen |