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Babe4Blazin ...
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...   Erstellt am 03.07.2007 - 13:54Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Der Tag war gekommen. Heute sollte ich mit meiner Schwester, die ein Jahr älter ist als ich und meine Eltern umziehen. Bis vor kurzem war meine Welt noch in Ordnung. Wir wohnten in einem großen Haus, in Manchester und mussten uns um nichts Gedanken machen. Mein Vater war ein erfolgreicher Geschäftsmann und meine Mutter war Hausfrau. Das Geld saß bei uns immer locker. Meine Schwester und ich waren in unserer Highschool sehr angesagt. Unser Freundeskreis war sehr groß und durch unsere Leidenschaft, das Tanzen gewannen wir sogar etliche Schulpreise. Und nun sollte das alles vorbei sein?

Mein Vater wurde vor vier Monaten arbeitslos und wir verloren immer mehr Geld an der Börse. Vor einem Monat dann, kam unser Vater fröhlich zu uns gelaufen und sagte etwas, dass meine kleine, heile Welt zerbröckeln ließ „Ich habe einen neuen Job. Dafür müssen wir aber umziehen“ Meine Schwester und ich starten ihn nur an „Und wohin?“ war unsere einzige Frage. „Nach London“ sagte er grinsend. London? Naja das hörte sich ja noch nicht so übel an, die Stadt ist doch schön und so mitten in der City zu leben ist bestimmt richtig geil, dachte ich mir so. doch mein Vater war noch nicht fertig mit seinem Satz „Wir ziehen in ein kleines Haus nach London, Chingford.“ „Was zum Teufel ist Chingford?“ rief meine Schwester entsetzt. „Chingford ist eine Ortschaft in London. Es wird euch da bestimmt gefallen. Da gibt´s eine tolle Highschool. Tanzen könnt ihr da zwar nicht richtig, aber da gibt´s ne Fußballmannschaft und Cheerleader. Das ist doch fast das Gleiche“ meinte unser Vater und klopfte uns aufmunternd auf die Schultern. Wir grinsten und nickten nur. Als unser Dad endlich aus unserem Zimmer war, konnten wir nicht mehr an uns halten. „Boah ne! Cheerleader? Wie kann der nur denken wir freunden uns mit irgendwelchen Cheerleadern an. Die sind doch so dumm wie Brot“ meinte meine Schwester genervt und ließ sich auf ihr Bett fallen. Ich muss dazu sagen, wir hatten einen Hass auf Cheerleader. In unserer Highschool gab es ebenfalls ein Cheerleadingteam und diese Tussis waren allesamt zum Kotzen. Ihr IQ war höchstens 10. Die hatten nichts anderes im Kopf als Schminken, Jungs und ihre neusten Gucci- Täschchen. „Unser Dad kann uns doch so was nicht antun. Chingford, was ist das für ein Kaff? Den Namen hab ich noch nie gehört. bestimmt reiten die noch mit Eseln zur Schule, oder so!“ sagte ich ebenfalls genervt und lutschte, aus Verzweiflung an meinem Lolli rum. „Wir dürfen Dad aber davon nichts sagen. Wenn er erfährt, dass wir keine Lust auf diese Schule und diese Umgebung haben, dann wird er bestimmt mit so einem Satz kommen wie, ihr seid doch genau wie die Cheerleader da. Ihr kleidet euch modebewusst, heult fast, wenn euch ein Nagel abbricht und Tanzen ist doch eure größte Leidenschaft. Wie wärs, wenn ihr auch Cheerleader werdet.“ Genervt rollten wir beide mit den Augen und dachten uns nur „Niemals werden wir uns mit solchen abgeben! Niemals!“ Na das kann ja was geben in Chingford!

Unsere Mom und unser Dad warteten schon im Auto auf uns, damit wir in unser neues Grauen, das uns erwartete fuhren. „Nadine, Kristina, kommt jetzt endlich! Wir wollen losfahren“ rief unsere Mutter aus dem Auto. Wir hatten es jedoch gar nicht so eilig dort hin zukommen. Langsam trotteten wir zum Auto und machten es uns auf den Rücksitzen bequem. Gefolgt von zwei Möbeltransportern fuhren wir los „Chingford wir kommen!“ rief unser Dad lauthals als es losging. Kicki und ich beschlossen lieber unsere Kopfhörer aufzusetzen und Musik zu hören. Dieses ganze Gelabere von Mom und Dad konnten wir uns echt nicht geben. Ich schlief irgendwann einfach ein. Ich träumte von meiner alten Schule, meinen Freunden, unserem früheren Leben, als noch alles toll war und wir uns um nichts sorgen mussten, bis ich plötzlich durch ein Rütteln an meiner Schulter wach wurde. Langsam öffnete ich die Augen und sah mitten in Kicki´s Gesicht, das fröhlich zu sein schien. „Wir sind da“ verkündete sie mir, woraufhin ich ruckartig nach oben schnellte und aus dem Autofenster schaute. Vor mir sah ich ein wunderschönes Haus, das sogar noch besser schöner aussah als unser altes. Es war zwar ein wenig kleiner, aber dafür hatte es einen riesigen Garten. Schnell sprang ich aus dem Wagen und ging ins Haus. Irgendwie sah es so bekannt und gemütlich aus. Ich fühlte mich sofort wie zu hause. Auch Kicki ging es so. Wir waren von diesem Haus überwältigt. Schnell fingen wir an unsere Sachen auszupacken. Jede von uns hatte ihr eigenes Zimmer, die wirklich groß waren. Spät abends waren wir endlich fertig damit. Unsere Mom war noch mitten am Ausräumen als sie zu mir ins Zimmer kam. „Nadine geh besser schlafen. Es ist schon spät und immerhin fängt morgen die Schule an.“ Oh nein die Schule hatte ich total verdrängt! Ich hatte keinerlei Lust auf diese Schule zu gehen. Das einzig Gute daran war, dass Kicki und ich in die gleiche Klasse gingen, obwohl sie ein Jahr älter als ich ist. Ich wurde schon mit 5 Jahren eingeschult und meine Schwester mit sechs. Somit waren wir seit Anfang an in derselben Klasse. Langsam machte ich mich bettfertig und legte mich ins Bett. Ans Einschlafen dachte ich aber noch lange nicht. Zu viele Gedanken gingen mir durch den Kopf. Wie wird die Schule sein? Wie sind die Leute da? Werden wir neue Freunde finden oder werden wir als Außenseiter abgestempelt? Doch auf dieses Fragen konnte ich keine Antwort geben, denn erst morgen würde ich dies erfahren. Ich schaute irgendwann mal auf die Uhr und mich traf ein Schlag. Was? Schon vier Uhr nachts? Na toll! Ich hab noch ganze drei Stunden zum Schlafen, dachte ich mir und versuchte nun endlich einzuschlafen, was mir dann auch irgendwann geling.

Viel zu früh klingelte mein Wecker. Am liebsten hätte ich mich einfach umgedreht und weiter geschlafen. Doch schon kam meine Schwester rein und zog mir meine Bettdecke weg. „Aufstehen du Schlafmütze! Es wird Zeit“ sagte sie aufgedreht und schon total wach. Als ich mich langsam an meine Bettkante setzte, hörte ich ein „Ui“ von Kicki. Ich sah sie mit fragenden Blicken an. „Du siehst aber echt scheiße aus. Hast du nicht geschlafen?“ fragte sie mich mit einem entsetzten Blick in ihren Augen. Ich schüttelte nur mit dem Kopf und bemühte mich endlich aufzustehen. Zum Glück war das Bad frei und ich konnte sofort duschen. Nach dem Duschen versuchte ich mich so zu schminken, dass man nicht mehr erkennen konnte, dass ich die halbe Nacht nicht geschlafen hatte. Nach ungefähr 20 Minuten gelang mir das dann auch endlich. Vor der Badtüre hörte ich eine genervte und eilige Kicki, die nur darauf wartete, dass wir endlich los konnten. Genervt riss ich die Türe auf und ging in mein Zimmer um mir meine Kleidung anzuziehen. Kicki setzte sich auf mein Bett und beobachtete mich. „Seit wann hast du es so eilig in die Schule zu kommen?“ wollte ich von ihr wissen. „Ich will nicht schon am ersten Tag zu spät kommen“ war ihre Antwort. Nachdem ich endlich fertig war, rasten wir zum Bus, den wir gerade noch erreichten. Es dauerte keine fünf Minuten und schon waren wir an der Schule. „Nächstes Mal können wir auch laufen“ sagte Kicki, als wir auf dem Weg in die Schule waren. Schon von weitem sahen wir einige Mädels, die auf dem Rasen Handstand, Rad und so was machten. „Das müssen bestimmt die Cheerleader sein, von denen Dad erzählt hat“ meinte ich zu Kicki als wir durch die Türe in die Schule kamen. Wir gingen zum Rektor und bekamen unsere Klasse zugeteilt. Verzweifelt suchten wir diesen Klassenraum, bis wir ihn nach unendlichen Minuten endlich fanden. Behutsam klopfte ich an die Türe und wir gingen rein. Kaum waren wir drin sahen uns so ungefähr 40 Augen an. „Ah ihr müsst die Neuen sein. Stellt euch doch am Besten einfach kurz vor.“ Sagte unser Klassenlehrer, was wir dann auch brav taten. Kicki erzählte von unserem früheren Leben und ich stimmte ihr nur zu. Wir wurden anschließend auf unsere Plätze geschickt. Leider konnten Kicki und ich aber nicht nebeneinandersitzen und ich musste mich zwischen zwei Mädchen setzen, die ich irgendwo heute schon mal gesehen hatte. Ich überlegte fast die ganze Schulstunde, bis eins der Mädels plötzlich zur anderen meinte „Heute kann ich leider nicht zum Training kommen. Ich hab ein Date mit, du weißt schon wem aus dem Fußballteam“ Mit diesem Satz wusste ich sofort, wo ich die schon mal gesehen hatte. Das waren die Cheerleaderinnen, die sich vorhin auf dem Rasen zum Affen gemacht hatten. Ich sah mich in der Klasse um und erkannte immer mehr Gesichter. Die ganze Klasse schien aus Cheerleaderinnen zu bestehen. Das kann doch nicht wahr sein, dachte ich mir, ich muss in der Hölle gelandet sein. Nicht nur, dass ich diese Tussis in der Pause ertragen muss, nein!, jetzt hab ich die alle noch in der Klasse sitzen, auch noch direkt neben mir! „Hi, wie heißt du noch mal?“ sagte plötzlich die eine, die neben mir saß. „Ähm, ich heiß Nadine“ stotterte ich, da sie mich mit ihrer Frage aus meinen Gedanken riss. „Ach ja genau. Hi. Ich bin Nili. Willst du nicht mal in der Pause mit uns rumhängen? Du scheinst nett zu sein“ fragte sie mich und ich sah sie nur erstaunt an. Das einzige was ich tun konnte, war mit dem Kopf zu nicken. Innerlich dachte ich mir aber direkt danach „Nadine, warum hast du ja gesagt? Du kannst doch Cheerleader normalerweise nicht abhaben?!“ Doch irgendwie schien diese Nili nett zu sein. Was sollte ich schon verlieren, wenn ich mit den Mädels ein bisschen in der Pause abhänge? Immerhin sind sie ja auch in der gleichen Klasse. Wohl oder übel hatte ich sowieso Kontakt mit ihnen.

Die Pausenklingel läutete nach unendlichen Minuten, die mir vorkamen wie Stunden. Ich stand auf und ging zu Kicki, um ihr zu sagen, dass wir in der Pause mit Nili und den anderen rumhängen. Kicki, die ebenfalls mit ihren Stuhlnachbarinnen im Unterricht geredet hatte, nickte nur und gemeinsam gingen wir in den Pausenhof. Nili fackelte nicht lange, als wir am Stammplatz der Cheerleader angekommen waren, und stellte uns alle nach der Reihe vor. „Also das ist Simone, das ist Jojo, das Steff, hier haben wir Luzie, da Jacky, hier Ju und da Steffi“ Alle begrüßten uns und wollten mehr über uns erfahren. „Jetzt erzählt mal ein bissl von euch!“ forderte uns Jojo auf, die anscheinend sehr neugierig war. „Naja was wollt ihr denn genau wissen?“ fragte Kicki in die Runde. „Das ihr aus Manchester kommt, dass wissen wir ja schon und warum ihr her gezogen seit. Ich würde gerne wissen, was ihr so für Hobbies und so habt“ sagte Luzie und ich begann zu erzählen, dass wir in unserer Freizeit viel mit unseren früheren Freunden gemacht haben. „Wir haben in der Schule viel getanzt und so ein Zeug“ ergänzte mich Kicki. „Echt? Das ist ja toll!“ sagte Steff, die gerade einen Schluck aus ihrer Wasserflasche nahm. „Na dann passt ihr hier ja hervorragend rein“ sagte nun auch Simone und Ju ergänzte ihren Satz mit den Worten „Vielleicht könnt ihr ja auch ins Cheerleaderteam“ Die anderen nickten zusagend. Doch Kicki und ich schauten uns nur entsetzt an. Wir, Cheerleader? Das geht gar nicht! Sagten unsere Augen, doch wir grinsten und nickten den Mädels nur leicht zu. „Ja aber dann müssen sie erst mit Tammy und Trish reden“ meinte nun auch Steffi. „Wer sind Tammy und Trish?“ wollte Kicki wissen. „Das sind die Chefinnen von uns“ grinste Nili. „Ja genau, unsere zickigen Cheerleaderbose, die denken, dass sie hier das Sagen haben“ lachte Jacky. „Von euch gibt´s noch mehr?“ sah ich die Mädels erstaunt an. „Was heißt den hier von euch? Wir sind keine Invasion oder so, falls ihr das denkt! Wir sind die beliebtesten der Schule. Also seit froh, dass ihr hier mit uns rumhängen könnt“ scherzte Simone rum. „Oh oh, wenn man vom Teufel spricht …“ sagte Ju und deutete mit einer Kopfbewegung auf zwei Mädchen, die zu uns kamen. „Hi. Na wer seit ihr denn?“ wollte eine der beiden von uns wissen. „Ich bin Nadine und das ist meine Schwester Kristina“ „Kicki reicht“ ergänzte sie sofort. „Und was verschafft uns die Ehre, dass ihr zwei an unserem Platz seid?“ meinte nun die andere. „Ähm, also…“ druckste ich herum, bis Steff meinte „Macht euch nicht ins Hemd ihr zwei. Nadine und Kicki sind echt cool drauf. Die können sogar tanzen. Uns fehlen doch noch zwei in der Gruppe. Wie wär´s mit ihnen?“ Die zwei Mädels sahen uns nur an und sagten dann etwas, dass wir nicht von ihnen hören wollten „klar wieso nicht? Morgen könnt ihr euer Können unter Beweiß stellen. Und dann sehen wir weiter, ob ihr es würdig seid bei uns mitzumachen“ Irgendwie sind Kicki und ich in diese ganze Cheerleadersache einfach reingerutscht und konnten diese nicht mehr stoppen. Nie wollten wir uns mit solchen abgeben, da wir immer dachten, dass die alle einen Sprung in der Schüssel haben mussten. Doch bis auf diese Trish und Tammy schienen alle echt nett zu sein. Wir grinsten und nickten und machten uns auf den Weg zurück in die Schule.
Die letzten Stunden gingen relativ schnell vorüber. Steff, Nili, Simone, Ju, Jojo, Luzie, Steffi, Jacky, Kicki und ich verabredeten uns für den Nachmittag im Park. Nach der Schule rannten Kicki und ich schnell nach hause, aßen etwas und machten uns schon wieder auf den Weg in den Park, wo die anderen Mädels schon warteten. Wir setzten uns zusammen auf eine große Wiese und ließen uns sonnen. „Und habt ihr euch schon ein wenig hier eingewöhnt?“ wollte Jacky von uns wissen. „Joa es geht. Wir sind ja erst seit gestern da. Aber bis jetzt gefällt es uns richtig gut“ Wir beschlossen den Mädels von unseren Gedanken und Befürchtungen über Chingford und Cheerleader zu erzählen. „Was? Ich kann nicht glauben, dass ihr so was gedacht habt. Denkt ihr das auch über uns, dass wir kein Hirn haben und billig sind?“ sagte Ju spielerisch beleidigt. „Ne ihr seid echt voll ok! Aber mit der Cheerleadersache bin ich mir noch nicht so sicher, ob ich das machen will“ sagte ich in die Runde. Alle sahen mich fragend an. „Wir haben zwar schon Erfahrung mit dem Tanzen und so, aber diese Choreos mit dem Anfeuern und Rumhüpfen schaff ich bestimmt nicht“ fügte ich hinzu. Luzie beruhigte mich und hatte eine Idee. „Steht mal auf. Wir zeigen euch mal unsere neuste Choreographie für das nächste Fußballspiel“ Die Mädels positionierten sich und fingen an. Kicki und ich gefiel das voll. Es war nicht so eine typische 0-8-15 Choreo, sondern eine Mischung aus Hip Hop und Cheerleading. Die ganzen Stepps, Flic Flacs und was sie alles zeigten, brachte uns richtig in Stimmung auch mit zu machen. Die Mädels zeigten uns ein paar Basic- Stepps. Zum Glück konnten Kicki und ich die Hauptelemente, wie Räder, Handstand, Schrauben vorwärts, rückwärts und so. Somit hatten wir keine Probleme. „Ihr habt morgen echt super Chancen Tammy und Trish von euch zu überzeugen!“ meinte Simone nach dem Training und setzte sich wieder ins Gras. Wir anderen setzten uns zu ihr und quatschten noch ein wenig. „Wieso sind die beiden denn nicht mit dabei?“ fragte Kicki die anderen. „Die zwei sind sich zu fein. Die sind lieber mit ihren Freunden unterwegs“ sagte Steffi abwertend. „Hört sich so an, als wärt ihr nicht so gut auf die beiden zu sprechen“ (ich) „Die beiden sind echt Tussis, solche vor denen ihr Bedenken hattet. Für sie zählt nur das Ergebnis, die Beleibtheit und nicht der Spaß. Seit die zwei mit den Starspielern aus dem Fußballteam zusammen sind, denken sie, dass sie sonst wie toll sind“ (Luzie) „Wir können sie alle nicht abhaben. Aber schließlich sind sie die Captains und haben das sagen. Aber noch nicht mal die Jungs aus dem Fußballteam können die zwei abhaben“ (Steff) „Außer ihre Lover natürlich“ ergänzte Ju. „Und woher wisst ihr, dass die Jungs sie nicht ausstehen können?“ wollte ich wissen. „Wir sind alle mit ihnen befreundet. Manche von uns sind sogar mit jemanden von den Jungs zusammen. Wir erfüllen das typische Klischee, Cheerleader hat einen Fußballer als Freund Ding“ witzelte Jojo rum. Darüber mussten Kicki und ich unbedingt mehr erfahren. Wir wollten unbedingt wissen, wer mit wem zusammen ist. „Am besten wir stellen euch die Jungs morgen mal vor, nach dem Vortanzen von euch. Dann könnt ihr euch gleich als die zwei neuen Cheerleader vorstellen“ grinste Nili. Wer weiß, ob Trish und Tammy uns wollen! Dachte ich mir. Aber die Jungs wollte ich auf jeden Fall mal kennenlernen! Vielleicht ist der ein oder andere süße Typ dabei LOL





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...   Erstellt am 03.07.2007 - 13:55Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


*Am nächsten Tag in der Schule*

Die ersten zwei Stunden gingen schnell vorbei. Zu schnell! Denn irgendwie hatte ich ein mulmiges Gefühl in der Pause vor Tammy und Trish zu tanzen. Die Klingel läutete und die Mädels zogen Kicki und mich an den Stammplatz, wo die zwei Zicken schon auf uns warteten. „So wir möchten gerne zwei Spinns, Handstand, Rad, Handstand, Salto sehen. Ich glaub das reicht für den Anfang“ meinte Tammy schnippisch und man konnte in ihren Augen sehen, wie sie uns schon versagen sah. Schnippig antwortete ich „Kein Prob! Wer soll den anfangen?“ „Na du! Die mit der großen Klappe“ (Trish) Ich schluckte leicht und stellte mich auf meine Position. Ich sah, wie sich eine kleine Menschenhorde um die Wiese und den Baum versammelte und nur darauf wartete, wie wir uns zum Affen machen. Ich legte los! Zuerst die Spinns, dann den Handstand anschließend das Rad mit anschließendem Handstand und zum Ende den Salto. „Reicht das?“ grinste ich die beiden an, die mit halboffenem Mund da saßen. Die anderen jubelten und ich spürte die Erleichterung in mir. Nun musste nur noch Kicki es schaffen. Und klar schaffte sie es auch! „Wow! Ok Mädels ihr seit dabei“ grinste Tammy. „Wir sehen euch dann morgen beim Training“ Mit diesen Worten gingen die zwei. Die anderen Mädels stürmten auf uns und umarmten uns vor Freude. „Kommt jetzt stellen wir euch mal unsere Jungs vor“ sagte Nili und wir machten uns auf den Weg. Von weitem sahen wir einige, naja ich sag mal eher viele Jungs auf Bänken sitzen. „Hi Jungs was geht ab?“ schrie Jacky ihnen entgegen. „Na wen haben wir denn da?“ rief uns ein rothaariger Junge grinsend entgegen. Als wir bei ihnen ankamen, stellten sich ein paar der Mädels gleich zu einigen Jungs. Ju übernahm das Vorstellen von uns. „Jungs das sind unsere neusten Mitglieder, Nadine und Kicki. Sie sind seit gestern neu in unserer Klasse“ Die Jungs grinsten uns leicht an und wir grinsten zurück. Simone stellte uns dann die Jungs vor. „Also, das ist Marcel, er ist der Freund von Luzie, das ist Ollie, der mit dem Lolli im Mund ist Stu, das neben Steffi ist Chris. Die beiden sind seit einem Jahr zusammen, der, der uns so lauthals begrüßt hat ist Jay, der mit dem Dauergrinsen ist Mus, unser Blondie heißt Lee, da auf der Bank sitzt Kenzie, der neben Kenzie ist Tom, der, der so gelangweilt guckt ist Sam, nebendran sein Bruder Nick und das ist Tim. So jetzt hab ich´s glaub ich“ sagte Simone und atmete tief aus. Wir begrüßten sie mit einem kleinen „Hi“. Die Klingel läutete erneut und die Pause war schon zu Ende. Schnell verabschiedeten sich die Pärchen Steffi und Chris, Lee und Jojo, Luzie und Marcel mit einem Kuss.

Kicki und ich wollen gerade zurück in unser Klassenzimmer gehen, als Steff und zurück pfiff „Stopp Mädels. Wir haben jetzt Chemie mit der Para klasse“ Zusammen mit der Hälfte unserer Mädels machten wir uns auf den Weg in den Chemiesaal. „Und was haben die anderen jetzt?“ fragte Kicki. „Die haben jetzt Sport. Unsere Gruppe hat dann morgen zusammen mit der Paraklasse Sport und die anderen Chemie“ (Steff) „Warum machen die das so kompliziert? Kann nicht einfach unsere Klasse zusammen Sport haben? Warum sind wir mit der anderen Klasse aufgeteilt?“ (ich) „Ach das sind so Hirnspinnste der Lehrer, wegen Kooperation mit der anderen Klasse. Das wir uns besser kennenlernen und so ein mist“ Als wir im Raum ankamen, traute ich meinen Augen nicht. Da waren einige der Jungs von eben. Ju merkte an meinem Blick, dass ich verblüfft war, die Jungs hier zu sehen. Sie kam ganz dicht an mein Ohr und flüsterte „Tja! Das ist das einzig Gute an Chemie“ Der Lehrer kam rein und wir setzten uns auf unsere Plätze. „Heute werden wir in Partnerarbeit Alkohol herstellen“ (Lehrer) „Oh das gefällt mir aber mal! Chemie ist doch gar nicht so übel“ grinste Steff zu uns rüber. „Ich nenne nun die Schüler die Zusammenarbeiten werden“ Alle stöhnten laut auf, da wir am liebsten unsere eigenen Partner ausgesucht hätten. „Das mache ich, da ich sehe, dass immer die Gleichen miteinander arbeiten. Die Cliquen müssen nun getrennt werden. Also Simone arbeitet mit Jay zusammen, Jojo mit Lee, Steff mit Stu, Ju mit Ollie, Kristina mit Mus und Nadine mit Sam“ Als wir verkündet bekamen wer mit wem zusammen arbeiten sollte, grinsten sich die Mädels und Jungs einen ab. Immerhin funkte es zwischen dem ein oder anderen schon heftig und Lee und Jojo waren ja sogar schon zusammen. Ich sah zu Sam rüber, der etwas schüchtern dreinblickte. Kicki und Mus unterhielten sich schon ausgiebig. Jaja so kenn ich meine Schwester, immer schön quatschen mit allen, dachte ich mir. „Hi noch mal! Na dann fangen wir am besten gleich mal an“ sagte ich zu Sam, der immer noch keinen Ton rausbrachte. Irgendwie kam mir der ein bissl komisch vor. Wie als wäre er total verpeilt. Wir nahmen uns die Reagenzgläser und fingen an. Ich sah immer mal wieder zu den anderen und sah, wie entspannt die Atmosphäre bei ihnen war. Ganz im Gegensatz zu Sam´s und meine Atmosphäre. Hier konnte man die Anspannung förmlich spüren. Die Hälfte der Stunde war schon vorbei und wir hatten immer noch kein Wort mit einander gewechselt. So jetzt reicht´s mir aber! Ich machte den ersten Schritt „Sag mal, und du bist auch in der Fußballmannschaft?“ Sam nickt nur leicht und widmete sich wieder dem Alkohol. Aaaahhhh Nadine, mir muss doch noch ne bessere Frage einfallen, wo er nicht nur einfach nicken muss. Ich überlegte und überlegte „Erzähl mir mal, was da so zwischen euch und den Mädels abgeht. Wer hat den jetzt eigentlich was mit wem?“ Na super, dachte ich mir. Jetzt hab ich ihm zwar ne Frage gestellt, wo er nicht einfach nicken musste, aber jetzt denkt der vielleicht ich bin voll neugierig! „Was soll man da sagen? Also ich hab nur mitbekommen, dass da anscheinend zwischen Nili und Tom was läuft. Die treffen sich bald. Und Ollie steht voll auf Ju, aber die ist sich da anscheinend noch nicht so sicher, ob sie was von ihm will. Bei Steff und Stu funkt es schon gewaltig und zwischen Simone und Jay auch. Die wissen, das sie was voneinander wollen, aber lassen sich noch ein bisschen Zeit. Und die anderen sind zusammen, das weißt du ja aber schon. Und wie gefälllt´s dir bis jetzt auf der Schule? Ging ja schnell, dass ihr im Team seid. Tammy und Trish lassen eigentlich niemand so leicht ins Team. Ihr müsst anscheinend super sein“ fragte mich Sam. Das Eis war gebrochen und wir quatschten noch die ganze Stunde über alles Mögliche, bis es klingelte.

Zum Glück war die Schule aus und wir verabredeten uns für heute Abend. Wir wollten ein bisschen feiern am See. Wir Mädels verabredeten uns bei Simone, von dort aus wollten wir zusammen zum See gehen. So blieb uns noch Zeit um uns fertig zu machen und zu quatschen. Wir klingelten an der Tür und Jacky machte uns mit einem Brötchen in der Hand die Türe auf. „Hallo kommt rein!“ sagte sie mit vollem Mund. In Simones Zimmer saßen alle Mädels schon und schminkten sich mit ihren kleinen Handspiegeln zu Recht. Wir begrüßten alle mit Wangenküsschen und ich setzte mich zwischen Jojo und Luzie. „Schade das Nili heut nicht mitkommt“ (Steffi) „Ich hoff so, dass es heute zwischen den beiden klappt und sie endlich zusammen kommen.“ (Steff) „Wenn sie morgen kommt und sagt, dass sie nicht mit Tom zusammen ist, bekommt sie mächtig Ärger von mir. Ich hab so langsam keine Lust mehr auf dieses, ah er ist so süß, denkst du er will was von mir. Schau mal wie er geguckt hat, zeug. Die sollen sich echt zusammenreißen“ (Luzie) „Es wär so toll, wenn wir bald ein neues Pärchen in unserer Clique hätten“ (Jojo) Die anderen nickten Jojo zustimmend zu, besonders Steffi und Luzie. Nun wollte ich auch mal meinen Senf beisteuern „Ich glaub schon, dass wir bald neue Pärchen haben werden. Sam hat da heute so was angedeutet, was ich noch gar nicht von euch wusste“ Die Mädels sahen mich nichtswissend an. „Naja bei manchen von euch funkts ja schon gewaltig, hab ich mir sagen lassen“ „Bei wem meinst du jetzt genau?“ wollte Kicki wissen. Ich sah die Mädels abwechselnd an und verkündete die Namen, wie als hätte ich sie aus einer Lostrommel gezogen „Simone, Steff, Ju?!“ sagte ich und zog gespielt eine Augenbraue hoch und deutete damit an, das sie eine Stellungnahme darüber abgeben sollen. Die drei grinsten mich an und wurden etwas rot. „Ich hoffe das Jay sich bald mal richtig an mich ran macht. Ich bin zwar voll in ihn verknallt, er auch in mich, aber irgendwie trau ich mich nicht den ersten Schritt zu machen“ gab Simone zu. „So ist es auch bei mir und Stu. Der soll seinen Knackarsch mal zu mir rüberbewegen und mich einfach küssen“ grinste Steff. Ju tat so als müsste sie gerade etwas total Wichtiges in ihrem Handy suchen. „Ju? Und was ist mit dir und Ollie?“ (ich) „Ähm, nichts“ (Ju) „Los jetzt erzähl schon. Sam hat gesagt, dass Ollie in dich verknallt ist, aber du dir noch nicht sicher bist?!“ (ich) „Ja, irgendwie weiß ich noch nicht, ob ich wirklich mit ihm zusammen sein möchte. Er ist voll süß und lieb, aber …“ (Ju) „Aber was???“ Ju überlegte „Ich weiß ehrlich gesagt nichts, warum ich nicht mit ihm zusammen kommen will“ Ju grinste, da ihr anscheinend gerade klar wurde, dass sie doch etwas für Ollie empfindet. „Ja toll! Und ich? Kenz will bestimmt nichts von mir!“ meldete sich Jacky zu Wort. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass Jacky Kenz toll fand. „Ich weiß nicht, wie ich ihm näher kommen soll!“ sagte sie mit einem leichten Unbehagen. Wir anderen sprachen ihr Zuspruch und meinten, dass sie es ihm einfach heute am See sagen soll. „Apropos See. Es ist höchste Zeit, dass wir uns auf die Socken machen“ sagte Luzie und gemeinsam machten wir uns auf den Weg. Keine 10 Minuten später waren wir da und sahen schon die Jungs von weitem. Sie hatten schon die ein oder andere Flasche Bier geleert, das man an den leeren Flaschen im Gras deuten konnte. Kenz kam uns, zusammen mit Mus entgegengelaufen und halfen uns den Alkoholnachschub zu tragen. Wir begrüßten die Jungs und setzten uns in Gras. Wir waren in einem Park, der einen kleinen angelegten See hatte, wo man Boot fahren konnte und sich Liegen zum Sonnen ausleihen konnte. Jeder von uns nahm sich erstmal ne Flasche Bier, die schnell leer war. Jacky saß etwas abseits und Kicki beschloss sich zu ihr zu setzen. Sie stupste sie leicht von der Seite an und sagte nur „Trau dich“ Man sah, dass Jacky darüber nachdachte, wie sie Kenzie am Besten ansprechen sollte. Sie schüttelte den Kopf. „Ich kann nicht“ (Jacky) „Moment, das haben wir gleich“ grinste Kicki und rief laut „Ey Kenzie komm mal ein bisschen zu uns“ Jacky war entsetzt und funkelte Kicki an. Die grinste sich aber einen ab und als Kenz zu ihnen kam, stand Kicki auf und flüsterte Kenz noch „Trau dich sie anzusprechen“ Kenzie war etwas irritiert, aber verstand gleich darauf, was sie damit andeutete. Er setzte sich zu der sehr nervösen Jacky und fing einfach an mit ihr zu quatschen.
Kicki kam zurück zu uns anderen und schnappte sich erstmal ne Cola. „Ey, das ist meine Cola“ rief Mus ihr entgegen. „Na dann komm und hol sie dir“ grinste sie ihn an und nahm demonstrativ einen Schluck. Mus setzte sich zu ihr und wollte ihr die Flasche abnehmen. Eine kleine Rangelei zwischen den beiden entwickelte sich, bis Mus sich endlich geschlagen gab. „Tja du solltest dich besser nicht mit mir anlegen“ lachte Kicki nach ihrem Sieg. Doch auch Mus nahm die Sache nicht ernst und lachte. „Wo sind denn die anderen?“ fragte Kicki Mus nachdem sie uns durchzählte und merkte, dass sechs fehlten. „Ju und Ollie sind in bissl mit dem Boot auf dem See rumfahren, Steff und Stu sind neuen Alkohol holen und Simone und Jay sind ein bisschen Spazieren gegangen“ Kicki grinste innerlich als sie das hörte. „Na da bahnt sich wohl was an oder?“ wollte sie von ihm wissen. Mus, der sich anscheinend auch schon öfter Geschichten, von den Jungs über die Mädels anhören musste, grinste und meinte „Ich hoff mal, das die jetzt endlich zusammen kommen“ Kicki lachte plötzlich auf, da sie sah, was Sam, Lee, Marcel und Chris mit Luzie, Steffi, Jojo und mir machten. Die Jungs füllten die leeren Flaschen mit Wasser und hatten nichts Besseres zu tun, als die vollen Flaschen über uns auszuleeren. „Auf denen helfen wir“ meinte Mus und zog Kicki mit sich zu uns. Doch Mus dachte nicht wirklich daran uns zu helfen. Er schnappte sich ebenfalls eine Flasche und schüttete sie auf Kicki „Die Rache von eben! Keiner darf sich meine Cola ohne zu fragen schnappen“ lachte er. Kicki ließ einen lauten Schrei los. Lee hielt seine Jojo fest und Marcel schüttete ihr das Wasser überall hin. Doch Luzie stürmte auf Marcel zu und kippte ihm die ganze Wasserflasche in die Hose. Marcel bedankte sich dafür, indem er sie auf die Schultern nahm und in den See schmiss. Steffi hatte bis jetzt die Überhand behalten und Chris schon so einiges an Wasser übergegossen. Doch als Steffi sah, wie Luzie weggetragen wurde, nutze Chris ihre Unaufmerksamkeit aus und machte das Gleiche wie Marcel. Er nahm sie über die Schulter und rief Lee, dass er ihr Wasser übergießen soll. Alle lachten wahnsinnig. Ich sah zu Jacky und Kenz rüber, und konnte nicht glauben, was ich da sah. Kenz hatte seinen Arm um sie gelegt und war gerade dabei sie zu küssen. In diesem Moment leerte Sam die ganze Flasche über meinen Kopf, so dass ich nichts mehr sehen konnte. Meine Haare klebten nur so an meinem Gesicht. Ich rieb mir das Wasser aus den Augen und sah einen schadenfrohen Sam vor mir stehen, der sich vor Lachen den Bauch hielt. Ich stürmte auf ihn zu und er ergriff die Flucht. „Jungs unsere Munition ist ausgegangen. Waffenstillstand“ rief Lee. Alle beruhigten sich und ließen sich klitschnass ins Gras fallen. Luzie und Steffi kamen aus dem See zurück und legten sich demonstrativ auf ihre Jungs, damit sie genauso nass werden wie sie selbst. Ich hetzte immer noch hinter Sam her.
In diesem Moment kamen die anderen aus verschiedenen Richtungen wieder zurück. Steff und Stu trugen den Alkoholnachschub zu unserem Platz und setzten sich ganz dicht aneinander. Ju und Ollie kamen Händchenhaltend zurück, Jacky und Kenz turtelten wie wild herum und Kenz hatte den Arm und ihre Hüfte gelegt. Simone und Jay kamen ebenfalls, setzten sich an unseren Platz und fingen wild an zu knutschen. Mus und Kicki stritten sich schon wieder spaßeshalber um was zu trinken und kamen sich dabei verdächtig nahe. Und immer noch hetzte ich hinter Sam her. Die anderen beobachteten uns freudig und lachten sich einen ab. „Sam, hier“ rief Chris ihm entgegen und hielt eine Flasche hoch. Anscheinend war das die letzte, mit Wasser gefüllte Flasche. Sam nahm sie im Vorbeirennen an sich und dreht um. Nun war nicht mehr er der Gejagte, sondern ich. Ich drehte schnell um und rannte in die andere Richtung. Wir rannten im Kreis immer um unseren Platz. Sam kam schon dicht an mich ran, doch dann sprintete ich nur umso schneller. Marcel hatte nichts Besseres zu tun, als mir ein Bein zu stellen. Ich fiel mit voller Wucht ins Gras und Sam setzte sich auf mich drauf. Ich bekam wieder die ganze Ladung Wasser ins Gesicht. Alle lachten und beobachteten uns. Ich fand das aber gar nicht so witzig. Ich wischte mir das Wasser aus dem Gesicht und wollte eigentlich aufstehen, doch Sam fand es anscheinend witzig, wie ich da lag und hatte keine Lust von mir runter zu gehen. „Ey jetzt helft mir doch mal!“ schrie ich zu den anderen. Doch die lachten nur noch mehr und hatten schon Tränen in den Augen. Ich versuchte mich zu befreien, indem ich mit meinen Händen vor seinem Gesicht rumwedelte. Er hatte richtig Mühe, dass er nicht eine Hand von mir mitten ins Gesicht gescheuert bekommt. Irgendwann gelang es ihm meine Hände fest zu halten und sie ins Gras zu drücken. Er stütze sich auf meinen Händen ab und war sehr nah an mir. Er sah mich grinsend an und ich versuchte verzweifelt mich aus seinem Griff zu lösen. Ich sah ihm flehend in die Augen. Sein Grinsen verschwand langsam, als er mir erneut in die Augen sah. Er beugte sich zu mir und küsste mich plötzlich. Seine Lippen waren so zart. Ich konnte seinen Atem auf meinen Lippen spüren. Ich erwiderte diesen Kuss und vergaß, was um uns herum geschah. Als sich unsere Lippen trennten, sah ich ihm erneut in die Augen. Entsetzt sah er mich an und ging schnell von mir runter. Das Gelächter der anderen verstummte und alle sahen uns ebenfalls entsetzt an. Warum waren alle entsetzt? Hatte ich etwas falsch gemacht?
Langsam richtete ich mich auf und ging zu den anderen. Sam schnappte sich die Flasche Wodka und setzte zu einem großen Schluck an. Sag mal spinnen die alle? Hab ich so schlecht geküsst, oder warum muss Sam sich gleich die Kante geben? Die Jungs standen auf und gingen mit Sam weg von uns. Verwirrt setzte ich mich zu den Mädels und sah sie mit fragenden Blicken an.





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...   Erstellt am 03.07.2007 - 13:56Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


„Was ist denn jetzt los? Warum seid ihr denn alle so komisch auf einmal?“ wollte ich von ihnen wissen. „Es war der Kuss“ fing Luzie an „der hätte nie stattfinden dürfen“ Ich war perplex, weil ich nicht wusste, warum der Kuss so ein großes Thema in der Clique war. „Wieso? Euch kann´s doch egal sein, wenn Nadine und Sam sich mögen. Freut euch doch lieber für die beiden“ sagte Kicki, die die Reaktion der Clique ebenfalls nicht nachvollziehen konnte. „Das ist nicht so einfach“ druckste nun auch Jojo rum. „Wir würden uns ja auch voll freuen, wenn da nicht ein kleines Problem zwischen Sam und Nadine wäre“ (Steffi) „Raus mit der Sprache! Was ist los? Wieso hätten wir uns nicht küssen dürfen? Warum hat Sam danach so komisch reagiert? Und wieso sind die Jungs mit ihm weggelaufen?“ wollte ich schon leicht verärgert von ihnen wissen. „Sam ist wohl direkt nach dem Kuss klar geworden, dass das ein Fehler war“ (Jacky) „Das hätte ihm aber davor schon klar sein müssen“ (Ju) Die Mädels sahen sich abwechselnd an und versuchten, durch Blicke zu ermitteln, wer mir jetzt die Wahrheit sagen soll. Der Blick blieb auf Simone haften, die erst einmal tief ein und ausatmete. Sie sah mir in die Augen und fing ganz leise an zu erzählen. „Süße, wir haben dir etwas noch nicht gesagt. Wir sind alle so erschrocken gewesen wegen dem Kuss, weil … weil …“ Ich sah sie erwartungsvoll an, dass sie nun endlich mit der Sprache rausrücken sollte. „Also weißt du, Sam … er … er hat eine Freundin“ Geschockt sah ich in die Runde. Das konnte doch jetzt nicht wahr sein. Er hat eine Freundin und hat nichts davon erzählt? So was vergisst man doch nicht einfach so! So auf die Art „oh Nadine, der Kuss mit dir hat mir echt was bedeutet, aber wir können leider nicht so weiter machen, da ich ne Freundin hab. Sorry, ist mir wohl gerade entfallen gewesen, dass ihr dir das noch nicht gesagt hab“. Boah ne! Am liebsten hätte ich mir den jetzt sofort gekrallt. „Und das Schlimmste weißt du ja noch nicht mal. Du kennst seine Freundin sogar“ holte mich Ju aus meinen Gedanken zurück. Geschockt sah ich sie an „Wer ist sie?“ „Es ist Trish!“ Nun reichte es mir. Ich wollte aufstehen und Sam zur Sau machen, doch Jojo hielt mich zurück. „Lass es besser. Die Jungs übernehmen das schon für dich“ Ich war so wütend das mir einzelne Tränen runterliefen. Kicki versuchte mich aufzubauen. „Das wird schon wieder. Hier gibt´s bestimmt auch noch andere süße Typen für dich“ „Du kannst gut reden. Du und Mus, ihr kommt euch ja auch immer näher“ sagte ich leise zu ihr. „Ähm, Kicki?! Willst du etwa was von ihm?“ wollte Steff von ihr wissen und sah sie etwas entsetzt an. „Naja, ich mag ihn auf jeden Fall voll. Und süß ist er auch“ gab sie zu. „Oh nein! Das gibt´s nicht“ meinte Jacky und schlug ihre Hände über dem Kopf zusammen. „Mus, er hat auch eine Freundin. Tammy!“ sagte Steffi behutsam. Geschockt sahen Kicki und ich uns an. Na toll, wir standen genau auf die zwei Typen, die Freundinnen haben. Und das Schlimmste, auch noch Tammy und Trish, unsere „Bosse“ und die größten Zicken, die es je gab!!!!

Für Kicki und mich war der Abend gelaufen. Wir beschlossen lieber nach Hause zu gehen, damit wir den anderen nicht auch noch die letzte Partystimmung nahmen. Zu hause angekommen quatschten Kicki und ich noch über Sam und Mus, wie gut wir uns doch mit ihnen verstanden, ob wir uns nun noch weiterhin mit ihnen verstehen werden, über die zwei Zicken und die neuesten Paare in unserer Clique. So gegen zwei Uhr nachts ging Kicki dann in ihr Zimmer um zu schlafen. Ich beschloss mich auch mal lieber aufs Ohr zu hauen. Ich war gerade eingeschlafen, als ich unterbewusst ein Piepen wahr nahm. Im Halbschlaf kramte ich auf meinen Nachttisch nach meinem Handy. Ich schaute auf mein Handy, aber konnte im ersten Moment nichts richtig erkennen, da meine Augen sich erst an das grelle Licht gewöhnen mussten. Die SMS war von einer unbekannten Nummer. Ich las was drin stand:

„Hi Nadine! Sorry wegen heute. Ich wollte nicht, dass der Abend so zwischen uns endete. Es tut mir leid, dass ich dich einfach geküsst habe. Lg Sam.“

Ich las mir die SMS mindestens 5-mal durch, doch noch immer konnte ich nicht fassen, was da drin stand. Wieso meldete sich der Typ einfach bei mir? Woher hat er überhaupt meine Nummer? Und wieso konnte er die Sache nicht einfach ruhen lassen, wenn sie ihm nichts bedeutet hat? Ich antwortete ihm nicht auf die SMS. Ich war viel zu müde. Wenn ich ihm jetzt etwas zurück geschrieben hätte, dann wäre wahrscheinlich nur irgendwelcher Mist dabei rausgekommen. Ich beschloss mein Handy lautlos zu machen und wieder einzuschlafen.

Am nächsten Morgen stürmte Kicki in mein Zimmer. Zum Glück war ich schon halbwegs wach und angezogen. „Du wirst nicht glauben, wer mir ne SMS geschrieben hat“ sagte sie so laut, dass wahrscheinlich unsere Nachbarn am Ende der Strasse noch hören konnten was sie sagte. „Mus!!!“ Mit diesem Wort ließ sie sich auf mein Bett fallen und fing an die SMS vorzulesen.

„Hallo Kicki! Schade dass du gestern so früh gegangen bist. Hat echt viel Spaß mit dir gemacht. Hoffe wir können das bald wiederholen. Außerdem schuldest du mir noch ne Cola! LOL ! Kiss Mus.“

„Und hast du ihm schon zurück geschrieben?“ wollte ich von ihr wissen. „Ne ich weiß nicht, was ich ihm schreiben soll, und ob ich ihm überhaupt zurück schreib. Immerhin ist er mit Tammy zusammen. Wenn die rausbekommt, dass ich was von Mus will, dann Gute Nacht!“ Ich musste grinsen „Ah ja! Und was denkst du, was Trish mit mir anstellt, wenn sie rausfindet, dass Sam mich geküsst hat? Denkst du sie wird mich mit offenen Armen empfangen und gut gemacht Nadine, sagen?“ In diesem Moment viel mir ein, dass ich doch heute Nacht ne SMS von ihm bekommen hab. „Sam hat mir heut Nacht auch geschrieben“ meinte ich zu Kicki, die gerade dabei war Mus eine Mail zurück zuschreiben. Schnell ließ sie ihr Handy auf´s Bett fallen und sah mich erwartungsvoll an. „Moment ich les sie dir ja schon vor Fräulein Neugierig“ grinste ich und suchte mein Handy. Ich schaute drauf und sah, dass ich zwei ungelesene Nachrichten hatte. Doch zuerst las ich Kicki, Sam´s SMS vor. „Und was hast du ihm zurück geschrieben?“ wollte sie wissen. „Nichts! Ich war viel zu müde“ Nun öffnete ich die anderen zwei. „Die eine ist schon wieder von Sam“(ich) „Les sie vor“ befahl mir Kicki.

„Hi! Bist du sauer? Warum hast du mir nicht zurück geschrieben? Ich würde mich gerne noch mal mit dir treffen und über die Sache reden. Lg Sam“

Ich beschloss, auf Drängen von Kicki ihm ne Nachricht zurück zuschreiben.

„Hi Sam! Ich hab schon gepennt gehabt. Sauer kann man nicht sagen, aber enttäuscht! Warum willst du mit mir darüber reden? Für mich ist die Sache klar. Du hast Trish und Punkt“

Nun las ich die andere. Sie war von Nili.

„Hi Süße. Hast du heut bock in die Stadt zu gehen. Wir wollen was trinken. Wenn du willst, dann komm einfach um drei ins Café an der Oxfordstreet! Sag Kicki bitte auch bescheid! Kiss Nili!“

„Wir gehen heut mit den Mädels was trinken um drei“ sagte ich wie selbstverständlich zu Kicki, die gerade eine SMS von Mus bekommen hatte. „Ich kann nicht mit. Ich treff mich mit ihm und ein paar Kumpels um halb drei“ Mit diesem Satz ging sie aus meinem Zimmer und ich machte mich so langsam fertig, da es immerhin schon kurz vor 12 war und ich noch nicht mal was gegessen hatte. Als ich auf dem Weg ins Cafe war, bekam ich schon wieder eine Nachricht von Sam. Wir schrieben uns jetzt schon den ganzen Tag. Er wollte sich unbedingt mit mir treffen, aber ich lehnte dies strickt ab. Im Café angekommen begrüßte ich die Mädels, die alle sehr glücklich zu sein schienen. Nili platzte gleich mit Einzelheiten ihres Dates mit Tom raus, und das sie nun zusammen sind. Auch die anderen erzählten, wie glücklich sie doch nun mit ihren Jungs sind. Ich ließ sie einfach reden und ab und zu piepste immer mal wieder mein Handy. Nach dem dritten Mal piepsen wurde es den Mädels zu viel. „Sag mal, du bist heut aber wichtig. Mit wem schreibst du denn die ganze Zeit?“ wollte Steff wissen. „Ach mit niemandem“ versuchte ich mich rauszureden, doch die Mädels ließen nicht locker. „Jetzt sag schon mit wem du schreibst“ forderte mich Steffi auf. „Mit Sam“ sagte ich so leise, als wäre es eine Straftat mit ihm zu mailen. Die Mädels sahen mich entsetzt an „Und was schreibt ihr so?“ (Ju) „Er hat sich wegen gestern entschuldigt und will sich jetzt mit mir treffen“ „Wieso, was war denn gestern?“ fragte Nili, die anscheinend von dem Kuss nichts mitbekommen hatte. Jojo klärte sie auf, auch über das mit Kicki und Mus. „Oh je! Ihr zwei müsst euch ja auch gleich die Freunde von denen raussuchen!“ grinste Nili, die die ganze Situation irgendwie witzig fand. „Und triffst du dich mit ihm?“ Ich schüttelte nur mit dem Kopf. „Warum? Lass ihn doch mal erklären, was die Aktion sollte!“ meinten die anderen Mädchen und ich gab mich irgendwann geschlagen. „Ok, ok, ich schreib ihm ja schon, das wir uns treffen können“ Die Mädels nickten nur. Nach nicht einmal zwei Minuten bekam ich die Antwort:

„Freut mich, dass du´s dir anders überlegt hast. Komm einfach um 5 Uhr zu mir! Bis dann. Lg Sam“

Ich schaute auf die Uhr. Es war schon halb fünf. Das hieß ich musste mich schleunigst auf den Weg machen. Ich schmiss schnell ein bisschen Geld auf den Tisch um mein Wasser zu bezahlen und rannte los. Die Mädels riefen mir noch hinterher, dass ich das schon packe, aber mich zu nichts überreden lassen sollte, oder ihn wieder küsse. Außer Puste kam ich bei Sam zu Hause an. Nick öffnete mir die Türe. „Hi. Was machst du denn hier?“ fragte mich Nick, der so aussah, als hätte er nie erwartet, dass ich jemals vor der Tür stehen würde. „Ich wollte zu Sam. Wir sind verabredet“ brachte ich außer Atem raus. „Oh, ich hab gehört, was gestern los war! Komm rein“ sagte er und ließ mich rein. Er schloss gerade die Tür hinter sich, als es erneut klingelte. In diesem Moment kam Sam die Treppe runter und empfing mich mit einem Lächeln. „Nick mach mal bitte die Tür auf“ sagte Sam zu ihm. „Ja ja! Ich bin hier ja sowieso immer der Türöffner für alle“ entgegnete er ihm und ging zur Tür. Sam und ich wollten gerade in sein Zimmer gehen, als wir Nick laut rufen hörten „Trish, hallo, was für eine Überraschung! Was willst du denn hier?“ Nick warnte uns dadurch und wir gingen schnell wieder die Treppe hinunter. Trish schob Nick bei Seite und sah mich und Sam im Wohnzimmer stehen. „Hallo mein Süßer! Überraschung! Und was machst du hier?“ sah sie mich mit musterndem Blick an. Wenn ich ihr jetzt sagen würde, dass ich wegen Sam hier bin, würde sie mir wahrscheinlich gleich die Augen auskratzen. „Hi, Ähm, äh ich…ich bin“ „Sie besucht mich“ fiel mir Nick ins Wort. Sam, Trish und ich sahen Nick gleichzeitig erstaunt an. Trish war diese Erklärung irgendwie nicht so geheuer „Ach ja? Wirklich? Und warum?“ wollte sie wissen. Nick kam rüber zu mir und legte einfach einen Arm um meine Schulter. „ich wüsste nicht, was dich das angeht?“ entgegnete er ihr. Sam schnappte sich Trish, damit sie nicht noch mehr hinterfragen konnte. Nick und ich setzten uns dann gemeinsam auf die Couch und ich bedankte mich, dass er mich aus dieser heiklen Situation rettete.

„Was wolltest du denn bei Sam?“ fragte mich Nick, als er sicher war, das Trish mit Sam in seinem Zimmer verschwunden war. „Sam wollte mit mir über gestern reden. Anscheinend hat er es dir ja auch schon erzählt“ (ich) „Ja, der Kuss hat ihn ziemlich mitgenommen. Er weiß jetzt echt nicht, was er machen soll. Zum einen mag er dich sehr, doch da ist halt auch noch Trish. Die lässt sich nicht so einfach abservieren“ Ich sagte nichts mehr dazu. Irgendwie wollte ich von diesem Kuss nichts mehr hören. Schließlich war es ein kleiner, unwichtiger Kuss zwischen uns. „Das einzige, was mir jetzt noch Sorgen bereitet, ist die Zicke da oben“ Nick grinste, was so viel hieß, dass er sie genauso wenig ausstehen konnte wie ich. Plötzlich hörten wir einen lauten Streit zwischen den beiden. Sam rannte wundentbrannt die Treppen runter zu uns und Trish folgte ihm. „Denkst du, du kannst alles mit mir machen? Ich bin doch hier nicht dein Bimbo!“ schrie er sie an. „Ich möchte nur, dass du dich ordentlich kleidest, wenn wir mit meinen Eltern essen gehen. Ist das zu viel verlangt?“ entgegnete sie ihm in ruhigem Ton. „Wenn das alles wär! Ich kann mir nicht jede Woche einen neuen Armani Anzug leisten. Meine Eltern sind eben nicht so stinkreich wie deine!“ schrie Sam weiter. Nick und ich verkrümelten uns still und leise aus dem Zimmer. „Und wo wollt ihr jetzt hin?“ rief uns Sam hinterher. „Ähm, wir gehen ins Kino“ rief ihm Nick entgegen, bevor er die Türe hinter uns schloss. „So geht das andauernd zwischen den beiden“ meinte er genervt zu mir. Wir gingen zusammen die Straße entlang und unterhielten uns eine ganze Weile über alles Mögliche. „Du bist echt in Ordnung“ grinste er mich nach ungefähr zwei Stunden an. Mittlerweile waren wir an einem kleinen Cafe angekommen und tranken gemütlich etwas. Nick war echt voll lieb. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich in Chingford so schnell eingewöhne und so schnell so liebe Freunde finden würde. Als es langsam dunkel wurde, brachte er mich sogar noch nach Hause. An der Tür verabschiedeten wir uns gerade, als Kicki plötzlich mit einem Jungen im Schlepptau ankam. Verwirrt sah ich zu den beiden rüber, bis sie schließlich vor uns standen. Es war Tim aus dem Fußballteam. Nick und Tim begrüßten sich mit einem Handschlag. „Hi was machst du denn hier?“ fragte Nick ihn. „Ich hab mich mit Mus, Kicki und Chris getroffen“ kam es von ihm. Ich schaute Kicki, die sehr glücklich schien, fragend an und erwartete eine Antwort. „Was machst du denn mit Tim?“ „Sagen wir´s mal so. Chris hat uns irgendwie verkuppelt“ Es schien gerade so, als hätte sie Mus nun total aus ihrem Gedächtnis verdrängt. „Seid ihr zusammen?“ Kicki nickte leicht und ging zu Tim. Gemeinsam gingen sie rein und ich stand wieder allein mit Nick vor der Tür. „Wow, freut mich voll für ihn. Wird ja auch mal Zeit, dass er ne Freundin bekommt. Jetzt brauch nur noch ich eine“ grinste Nick mich an. „Du hast keine?“ fragte ich ungläubig, denn Nick sah wirklich gut aus. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass er keine Freundin hatte. „Ne ich hab echt keine! Bis heut ist mir noch kein passendes Mädel über den Weg gelaufen“ „Aber du findest doch bestimmt jemanden süß, oder?“ (ich) „Naja. Eigentlich wollte ich mal was von Trish, bis Sam vor zwei Monaten mit ihr zusammen gekommen ist“ „ah bitte Nick! Wenn ich diesen Namen noch einmal höre, dann rasste ich noch aus!“ sagte ich genervt. „Ja schon ok! Ich hör auf damit! Aber es gibt da noch jemanden, denn ich süß finde!“ sagte er verlegen. „Ach ja? Wen denn? Raus mit der Sprache! Wer ist sie?“ (ich) „Das kann ich dir nicht sagen!“ „Wieso? Kenn ich sie etwa?“ Nick grinste und nickte leicht. „Du kennst sie sogar besser als ich!“ ich überlegte, wer das Mädchen sein könnte. „Oh nein, sag bloß meine Sis?“ „Nein, nein nicht Kicki. Ich meine dich!“ Mit einem Mal bekam ich ein ganz komisches Gefühl in meiner Magengegend. Hatte er das jetzt wirklich gesagt? Er findet mich süß? Oder wollte er mich verarschen und mit meinen Gefühlen spielen, wie es sein Bruder gestern tat? „Ich weiß, dass klingt jetzt komisch und wir kennen uns ja noch nicht mal richtig, aber ich fand dich vom ersten Augenblick schon voll hübsch und als wir uns dann heute so gut verstanden haben … ich glaub ich hab mich ein bissl in dich verknallt“ Als er das sagte, schaute er wie ein kleiner Junge auf den Boden, der etwas schlimmes getan hatte und vor seiner Mutter Rechenschaft ablegen sollte. Ich grinste, als ich das hörte. Er war so süß. „Ich mag dich doch auch!“ antwortete ich ihm. Langsam hob er seinen Kopf und schaute mir ungläubig in die Augen. Langsam kam er näher zu mir. Er legte seine Hand an meine Wange und küsste mich. Ich erwiderte den Kuss. Wir standen mindestens 10 Minuten so vor der Haustüre, bis Kicki und Tim plötzlich die Türe öffneten und uns störten. Grinsend sahen uns die beiden an. „Na bei euch ging´s aber auch ziemlich schnell“ grinste Kicki. „Na dann hast du ja jetzt auch ne Freundin“ meinte Tim und nahm Kicki fest in den Arm. „Ihr seid doch zusammen oder?“ (Kicki) Nick und ich sahen uns an. Wir wussten nicht, was wir jetzt sagen sollten. „Ja sind wir!“ grinste ich Kicki und Tim an und lehnte mich mit meinem Kopf an Nick´s Brustkorb. Nach einem kurzen Gespräch verabschiedeten sich Tim und Nick von uns und Kicki und ich gingen zurück ins Haus. „Kicki ich fass es nicht. Gestern haben wir noch wegen Mus und Sam geflennt und jetzt? Jetzt haben wir zwei super süße Freunde! Ich hoffe nur nicht, dass unsere Mädels denken, dass wir aus Verzweiflung jetzt mit denen zusammen sind“ „Ne kann ich mir nicht vorstellen. Unsre Babes sind doch cool drauf! Aber musstest du dir gerade Sam´s Bruder krallen?“ lachte Kicki. Ich sah sie nur gespielt böse an „Haha sehr witzig. Was kann ich denn dafür, dass die beide so süß sind? Da musst du dich mit den Eltern der Jungs auseinandersetzten“ lachte ich. Da es schon spät war, beschloss ich schlafen zu gehen. Doch zuvor, machte ich mein Handy lautlos. Ich wollte nicht wieder geweckt werden, falls eine SMS kommen sollte.
*Am nächsten Morgen*
Zum Glück hatte ich es wirklich lautlos gemacht. Als ich auf mein Handy sah, waren da 3 SMS. Die erste war von Nick.
„Na meine Süße? Ich hoffe ich weck dich nicht auf durch die SMS. Ich kann nicht schlafen, da ich die ganze Zeit an dich denken muss. Ich vermiss dich! Ich bin so glücklich, dass ich jetzt mit dir zusammen bin. Hab dich so lieb! Kiss Nick“

Ein Lächeln machte sich auf meinem Gesicht breit, als ich die Nachricht las. Mit dieser SMS wurde mir klar, dass ich gestern das richtige tat. Die zweite war von Sam.

„Hi! Sorry das unser Treffen wegen Trish gestern nicht stattfinden konnte. Hab gehört, du hast dich aber super mit meinem Bruder vergnügt. Schön, dass du dich so schnell abgelenkt hast und jetzt mit ihm zusammen bist.“

Meine Freude über die erste SMS lichtete sich, als ich die von Sam las. Aber was geht ihn das eigentlich an? Kann ihm doch sonst wo vorbei gehen. Ich ließ dies nicht auf mir sitzen und schrieb ihm zurück:

„Freut mich, dass du dich so für uns freust. So einen Bruder und Kumpel wünscht sich doch jeder! Es kann dir doch eigentlich egal sein, was ich mach! Du hast ja schließlich eine Freundin!“

Ich war so wütend. Diese Nachricht hätte er sich auch echt sparen können. Wieso musste er mir jetzt so ein schlechtes Gewissen einreden? Ich öffnete die dritte SMS. Sie war von Simone.

„Hi Süße! Hab von Jay gehört, dass du jetzt mit Nick zusammen bist. Freut mich voll für dich! Lieb dich X“

Wie konnte sie so schnell davon Wind bekommen? Das musste ich sofort rausbekommen. „Kicki. Komm mal her“ schrie ich durchs ganze Haus. Als sie in meinem Zimmer war, erzählte ich ihr von den SMS die ich bekommen hatte. „Ja ich hab auch eine von Ju bekommen, wo auch drin stand, dass sie sich freut, dass ich jetzt mit Tim zusammen bin“ „Verbreitet sich das wie ein Lauffeuer oder was?“ sah ich sie fragend an. Sie zuckte nur mit den Schultern. Schnell griff ich mir das Telefon und wählte Simones Nummer. „Hi Süße! Wie geht´s?“ (ich) „Gut und dir?“ (Simone) „Ja danke auch. Sag mal woher wisst ihr von Nick und mir, und Kicki und Tim?“ (ich) „Naja das ging so rum. Nick hat es Sam erzählt, Tim Mus, und die haben es dann weiter erzählt und so weiter und so weiter“ (Simone) „Aja ok! Oh wart mal kurz mein Handy piepst“ (ich)

Schnell rannte ich zu meinem Handy. Sam hatte mir zurückgeschrieben.

„Freundin? Welche Freundin? Ich hab keine mehr! Hab gestern mit ihr Schluss gemacht.“

Schnell rannte ich zurück ans Tele. „Simone? Sam hat mit seiner Tussi Schluss gemacht!“ schrie ich schon fast in den Hörer. „Ja ich weiß. Gestern Abend“ „Und warum?“ (ich) „Hat er dir das nicht geschrieben?“ (Simone) „Ne. Wieso? Warum hat er denn Schluss gemacht?“ „Wegen dir du Hirni“ (Simone) Ich konnte nichts mehr sagen. Ich war sprachlos. Was eigentlich nicht häufig vorkommt! „Bist du noch dran?“ (Simone) „Sei mir nicht böse. Ich muss los und mit Sam reden. Bye Süße“ Ich legte schnell auf, zog meine Schuhe an und rannte die ganze Strecke zu Sam´s und Nick´s Haus. Ich klingelte so lange, bis endlich die Türe aufging. Nick stand vor mir. „Hi meine Süße“ begrüßte er mich und gab mir einen Kuss. Von hinten sah ich gerade Sam anlaufen, der die Augen etwas verdrehte, als er uns sah. „Hi Baby! Ich muss mal kurz mit deinem Bruder reden“ sagte ich zu Nick und stürmte auf Sam zu. „Sam, warte mal bitte. Ich muss mit dir reden“ rief ich ihm hinterher, da er schon dabei war die Treppen hoch zu gehen. Er blieb stehen und drehte sich zu mir um. „Komm hoch in mein Zimmer. Da können wir reden“ Ich sah zu Nick, ob er einverstanden war, dass ich mit Sam in sein Zimmer ging. Er nickte und grinste leicht. Als wir in Sam´s Zimmer waren, setzte ich mich auf sein Bett und er sich zu mir. „Sam warum hast du mit Trish wegen mir Schluss gemacht?“ „Du warst nur noch der letzte Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte. Ihre ganze Art hat mich so angewidert und als ich dich dann auch noch getroffen hab, da wurde mir klar, dass ich Trish überhaupt nicht liebte“ Ich sah ihn an und fühlte mich so komisch in diesem Moment. Irgendwie fühlte ich mich trotzdem total schuldig an dieser ganzen Sache. „Mach dir keine Gedanken. Ich wünsch dir, dass du mit meinem Bruder glücklich wirst. Aber denk nicht, dass ich es ihm so einfach mache. Ich werde um dich kämpfen!“ grinste er mich an. Ich wusste nicht mehr, was ich darauf sagen sollte und wie ich diese Aussage richtig zu deuten hatte. Ich ging runter zu Nick und machte es mir auf dem Sofa mit ihm bequem.

*2 Wochen später*

Heute war das Spiel der Jungs. Heute sollten Kicki und ich zum ersten Mal unser Können unter Beweiß stellen. Unsere Choreo sitze und wir heizten dem Publikum richtig ein. Die Stimmung war einfach geil. Die Jungs waren so gut drauf, dass sie in den ersten Minuten schon ein Tor schossen. Kicki sah die ganze Zeit zu Mus, der ebenfalls wie gebannt auf Kicki starrte. Ich muss dazu sagen, dass Mus sich vor kurzer Zeit von Tammy getrennt hat und auch Kicki wieder solo war. Das mit Tim hatte irgendwie nicht so ganz geklappt. Tammy wusste, dass Mus sich wegen Kicki von ihr getrennt hatte, aber da sie immer noch was von Mus wollte, und er ihr bei der Trennung verklickerte, falls sie Kicki schlecht behandelt oder sie sonst irgendwie runtermacht, sie es mit ihm zu tun bekommt! Also ließ sie dieses Rumgeturtel stillschweigend zu. Mus war ziemlich nah am Spielfeldrand, wo wir alle standen um sie anzufeuern. Stu passte ihm den Ball und Mus rannte mit dem Ball zu Kicki. Dort blieb er stehen. „Was soll das? Schieß den Ball rein Mus!“ flehte Kicki ihn an. „Erst wenn ich ein Date mit dir bekomm“ grinste er. Die anderen Jungs versuchten in der Zwischenzeit die gegnerischen Spieler vom Ball abzuhalten. „Komm schon Mus. Darüber reden wir später“ (Kicki) „Ich schieß ihn rein, wenn du mir versprichst, dass ich für jedes Tor, dass ich heute schieße ein Date mit dir bekomme“ Kicki sah immer abwechselnd zu Mus, uns und den gegnerischen Spielern. „Kicki jetzt sag schon ja“ schrieen wir sie an. „Ja, ja ist gut. Ok, aber jetzt hau das Ding rein“ antwortete sie ihm lautstark. Mus grinste, rannte mit dem Ball auf das Tor zu und TOOOOOOOOOOR! Mus rannte an Kicki vorbei und zeigte mit seinem Daumen, dass die beiden schon mindestens ein Date haben werden. Kicki grinste nur und Tammy kochte innerlich vor Wut.
Das Spiel ging 5:1 aus und wir waren außer uns vor Freude. Mus hatte 2 Tore geschossen, was hieß, dass Kicki und Mus zwei Dates haben werden. Das erste Date wollte Mus gleich heute Abend noch einlösen. Sie verabredeten sich für 8 Uhr. Somit hatten wir Mädels noch zwei Stunden Zeit Kicki zu stylen. Gemeinsam gingen wir zu uns nach Hause. Jojo, Simone, Ju und Steff setzten sich in Kicki´s Zimmer auf ihr Bett, Luzie und Nili auf die kleine Couch und Jacky, Steffi und ich auf den Boden. Kicki stand aufgeregt am Kleiderschrank und wusste nicht, was sie anziehen sollte. „Wohin geht ihr denn überhaupt?“ wollte Luzie wissen. „Ja genau, nicht dass du dich hier sonst wie schick machst und ihr geht nur ein Eis essen“ stimmte Nili in das Gespräch ein. Kicki drehte sich zu uns um und zuckte mit den Schultern „Ich weiß es nicht. Er hat nur gesagt, dass er mich um 8 hier abholt“ „Na dann schreib ihm ne SMS oder ruf ihn kurz an, wo ihr hingeht“ Kicki willigte ein und rief zu Hause bei ihm an. „Hi Chris, kann ich mal bitte mit deinem Bruder sprechen?“ … Kicki wirkte etwas nervös als sie mit Mus redete. Nach kurzer Zeit legte sie auf. „Er will mir nicht genau sagen, wo es hingeht. Aber er hat gesagt, dass ich mich schon ein wenig schick machen kann“ Jetzt wussten wir wenigstens, wie wir Kicki zurechtmachen konnten und konnten sie tatkräftig in ihrer Kleiderauswahl unterstützen. „Ich wär für das gelbe Oberteil und diese Hose“ sagte Jacky und kramte mit Mühe die Klamotten aus dem Schrank. „Ne ich würd das hier anziehen“ Ju kramte ebenfalls ein Outfit raus. „Ach ne, das is es doch“ grinste Steffi und legte ebenfalls ein Outfit auf den Boden, damit sich Kicki besser entscheiden konnte. „Mädels, ich hab´s! Das hier!“ meldete sich nun auch Jojo zu Wort. „Und dazu musst du auf jeden Fall die Kette anziehen“ Steff legte eine Kette auf Steffi´s ausgesuchtes Outfit. „Naja jetzt bin ich nicht viel weiter. Jetzt liegen da 4 verschiedene Outfits auf meinem Boden und trotzdem weiß ich nicht, was ich davon anziehen soll“ grinste Kicki. „Moment wartet mal“ sagten Simone und ich, als wir die vielen Klamotten auf dem Boden liegen sahen. Simone und ich besprachen uns kurz und mixten aus den verschiedenen Klamotten, ein neues. „Tada!“ grinsten wir beide und traten einen Schritt bei Seite, dass die anderen Mädels unsere Kreation begutachten können. „Die Kette aber nicht vergessen“ meinte Steff, die vollkommen von dieser Kette überzeugt war. „Und die Ohrringe hier“ grinste Nili und legte diese zu dem Outfit. „Ja, das sieht gut aus“ lächelte Kicki und ging ins Bad um sich umzuziehen. Nach 20 Minuten kam sie fertig gestylt raus. „Ich hab mir gedacht, wenn es so Diskussionen allein um mein Outfit geht, dann schmink ich mich und mach meine Haare lieber allein“ grinste sie und streckte uns die Zunge raus. Wir beredeten noch mit ihr, wie sie sich am Besten beim ersten Date verhalten sollte und was sie lieber lassen soll. Kurz vor acht klingelte dann die Tür. Wir Mädels stürmten alle runter und setzten uns schnell auf die Couch, damit es so aussah, als hätten wir es uns gemütlich gemacht, und nicht, um die beiden zu beobachten. Kicki ging nervös an die Türe und öffnete sie. „Oh ihr seid es? Was wollt ihr denn jetzt hier?“ fauchte Kicki. „Wir wollen zu unseren Süßen“ sagte eine Stimme, die sich verdächtig nach Tom´s anhörte. „Kommt rein. Die sitzen im Wohnzimmer“ Plötzlich standen zehn Jungs vor uns. Ollie, Chris, Tom, Kenzie, Marcel, Stu, Lee, Jay, Sam und Nick. „Hi ihr süßen“ grinste Kenz und ging zu seiner Jacky. „Was macht ihr denn hier?“ wollten wir von ihnen wissen. „Wir wollen ein bisschen mit unseren Babes feiern, wegen dem Spiel“ grinste Marcel und setzte sich zu Luzie. „Und ich wurde mitgeschleift“ sagte Sam, leicht genervt, da er wusste, dass er der einzige ohne Freundin war. Auch die anderen Jungs begrüßten ihre Süßen. „Es ist grad ein bisschen unpassend das ihr kommt“ flüsterte ich zu Nick, nachdem er mir einen Begrüßungskuss gab. Plötzlich klingelte es wieder. Kicki sah uns nervös an und ging zur Tür. „Hey. Wow du siehst umwerfend aus“ sagte eine Stimme, die sich sehr nach Mus anhörte. Wir Mädels rissen uns aus den Umarmungen unserer Jungs und stürmten an den Türrahmen um mehr erkennen zu könne. Und es war wirklich Mus. Kicki schnappte sich noch schnell eine Jacke und schon schloss sie dir Türe hinter sich. Wir Mädels freuten uns für Kicki und drehten uns wieder in den Raum, sodass wir unsere Jungs sehen konnten, die irgendwie böse und verwirrt dreinblickten. Wir beschlossen uns einen gemütlichen Abend vor dem Fernseher zu machen.





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Die Siggi ist einfach geil! Vielen Dank Fridde!

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*Bei Mus und Kicki*

Mus war der perfekte Gentleman. Er öffnete Kicki die Autotür, damit sie einsteigen konnte. Gemeinsam fuhren sie zu einem hübschen Restaurant. „Ich hatte einen Tisch für zwei auf den Namen Omer reserviert“ sagte Mus und schon wurden sie an den Tisch geführt. Der Tisch stand an einem riesigen Fenster, aus dem man einen wunderschön angelegten Teich mit Lichteffekten sehen konnte. Es war wie ein kleiner Garten, mit Bänken, Blumensträuchern und weißen, hohen Bögen, die mit Rosen dekoriert waren. „Wow, wie schön“ schwärmte Kicki, als sie das sah. „Ja, das hab ich auch gedacht, als ich dich eben sah“ grinste Mus. Kicki lächelte verlegen und widmete sich der Speisekarte. Sie bekam einen Schock als sie die Preise sah. Ein Glas Wasser kostete hier schon alleine 5 €. „Mus das ist viel zu teuer“ flüsterte sie ihm zu. „Mach dir um das Geld keine Gedanken. Ich lade dich ein. Bestell dir was du möchtest“ lächelte er sie an. Ihr war das etwas unangenehm, aber sie wollte Mus nicht den Abend verderben, indem sie über die Preise meckerte. Der Kellner nahm die Bestellung auf und ließ die beiden dann allein. Die beiden turtelten schon ziemlich heftig miteinander, bis das Essen kam. Dauernd sahen sie sich an. Verstohlene Blicke der beiden trafen sich ab und zu, bis sie mit dem Essen fertig waren. „Willst du noch einen Nachtisch?“ wollte Mus von ihr wissen. Sie schüttelte mit dem Kopf und deutete an, dass sie satt war. „Können wir vielleicht ein bisschen da in den Garten?“ fragte sie. „Was immer du möchtest“ Mus bezahlte noch schnell und gemeinsam gingen sie raus. Sie schlenderten dicht nebeneinander her, aber irgendwie traute sich noch keiner der beiden so recht den ersten Schritt zu wagen. Die beiden setzten sich auf eine kleine Bank und sahen den Mond an. „Ich hätte nicht gedacht, dass der Abend so schön wird“ lächelte sie ihn an. Er nickte und schaute sie dabei an. „Du bist echt ein Romantiker“ (Kicki) „Ich kann das aber nur sein, wenn mein Gefühl das zulässt“ Kicki verstand nicht, was er damit meine. „Ich will jetzt nicht schon wieder von ihr anfangen, aber mit Tammy konnte ich so etwas nie tun. Ich hatte nie das Gefühl, dass sie so einen Abend wie heute wert war. Ganz anders wie bei dir. Bei dir wusste ich sofort, dass du etwas ganz besonderes bist“ In diesem Moment verliebte sich Kicki anscheinend richtig in Mus. Er war einfach perfekt für sie. Bei ihm fühlte sie sich so wohl. „Wieso warst du dann überhaupt mit Tammy zusammen, wenn du sie gar nicht richtig geliebt hast?“ (Kicki) „Es war irgendwie der Druck von außen. Wir sollten dieses ganze Klischee von wegen, Starfußballspieler ist mit Starcheerleaderin zusammen Ding, erfüllen. Genauso war es auch bei Sam und Trish. Sam hat sie auch nie geliebt. Und als er dann auch noch Nadine kennenlernte, war ihm klar, dass es so nicht weitergehen konnte.“ (Mus) „Und woher weißt du das? Ich mein das mit Sam?“ (Kicki) „Er hat es mir gesagt. Er war, oder besser gesagt ist er immer noch sehr verletzt, dass Nick ihm Nadine weggeschnappt hat. Er zog sich nach dem Kuss so zurück, da er das mit Trish erst beenden wollte, bevor er die vorhandenen Gefühle für Nadine vertiefen konnte. Doch dann war es schon zu spät.“ Die beiden redeten noch eine ganze Weile miteinander, bis Mus sie nach Hause fuhr. Auf der Fahrt war Kicki sichtlich nervös. An der Türe würde es sich nun entscheiden. Wie oft in der letzten Zeit, war unsere Haustür der ausschlaggebende Punkt, ob eine Beziehung zustande kommen wird oder nicht. Mus und Kicki standen an der Tür. Kicki fuhr sich durch die Haare und bedankte sich noch einmal für den schönen Abend und das sie sich schon auf das zweite Date freue. Mus sagte ebenfalls, dass es ihm viel Spaß machte mit ihr und sagte Tschüß. Doch er ging noch nicht. Die beiden standen sich gegenüber, ihre Beine waren wie gelähmt. Keiner wollte den ersten Schritt wagen, weder zum Kuss, noch weg zugehen. „Also, wir sehen uns dann in der Schule“ sagte Kicki und machte den ersten Schritt in Richtung Haustüre. Mus nickte aber blieb weiter stehen. Kicki kramte in ihrer Tasche den Hausschlüssel raus. So lange hatte sie noch nie dafür gebraucht. Als sie ihn rausnahm und den Schlüssel ins Schloss steckte, drehte sie sich noch einmal um und sagte ihm Tschüß. Sie öffnete die Türe, ging rein und schloss dir Tür hinter sich in Zeitlupe. Im Wohnzimmer sah sie uns alle sitzen. Wir waren gerade am Film gucken, doch als wir sie bemerkten, schauten wir sie erwartungsvoll an. „Und habt ihr euch geküsst?“ (Ju) „Seid ihr jetzt zusammen?“ (Nick) Kicki schüttelte nur den Kopf und sah etwas enttäuscht aus. Wir waren gerade auf dem Weg zu ihr an die Tür, um sie zu trösten, als es klopfte. Kicki öffnete die Türe, Mus schnappte sich Kicki und gab ihr einen langen Kuss. Wir standen sprachlos und grinsend da und schauten den beiden zu. Ihre Lippen trennten sich langsam und die beiden sahen sich tief in die Augen. Anscheinend vergaßen sie alles um sich herum. „Ich konnte dich nicht so einfach gehen lassen. Der Abend war so schön, also dachte ich, der Abend hat auch ein schönes Ende verdient“ lächelte Mus sie total verliebt an.
„Willst du noch ein bisschen mit rein kommen? Du siehst ja, die anderen sind auch noch alle da“ (Kicki) Mus willigte ein und zusammen setzten wir uns ins Wohnzimmer und schauten den Film weiter. Es war ein komischer Film, den sich die Jungs ausgesucht hatten. So einer mit Checkern, die versuchten alle Mädels rumzukriegen und so. Die Jungs lachten sich den Arsch ab, aber wir sahen uns immer wieder mal an und zogen die Augenbrauen hoch. So einen Film konnten nur Männer gut finden. Stu fand die Sprüche besonders witzig und wollte gleich mal einen an Steff ausprobieren „Boah Steff ich glaub ich brauch ne Sonnenbrille, du strahlst mich so an“ Steff fand den Spruch aber nicht so witzig „Pass auf, sonst wirst du noch blind, wenn du mich zu lange anguckst und dann brauchst du nen Blindenhund anstatt mich“ Der hatte gesessen. Stu hielt sich nun zurück mit diesen komischen Sprüchen. Doch nun machte Mus weiter „Kicki, irgendwas stimmt mit deinen Lippen nicht! Die sind nicht auf meinen!“ Normalerweise hätte Kicki, bei so einem Spruch gleich noch einen drauf gesetzt, doch bei Mus konnte sie nichts sagen außer „Du bist so süß“ und gab ihm dann auch einen Kuss. Wir waren heilfroh, als der Film endlich zu ende war. „Boah das gibt´s doch nicht, dass die Typen in dem Film die Mädels sogar mit solchen Sprüchen ins Bett bekommen haben“ regte sich Jojo auf. „Na das müsst ich auch mal ausprobieren. Vielleicht klappt´s ja dann bei Jacky“ grinste Kenzie, der aber sofort eine auf den Hinterkopf von ihr bekam. Jay lachte sich schlapp „Pass mal auf junger Mann. Denkst du wir sind schon weiter als die zwei?“ sagte Simone zu ihm und zog dabei eine Augenbraue hoch. Kleinlaut schüttelte Jay mit dem Kopf. „Oh jetzt wird´s spannend. Gespräche über das Sexleben unserer Freunde“ lachte Lee. „Na dann fang du doch mal an zu erzählen“ grinste Mus ihn an. Jojo, die schon total rot war, stupste Lee in die Seite. „Och ne, fangt ihr doch an. Stu wie weit bist du mit Steff?“ lenkte Lee schnell von sich ab. Stu, der keinen Hehl darum machte, was Sex anging, fing sofort an zu erzählen. „Steff ist der Hammer. Was die so alles drauf hat“ prahlte er. Steff saß nur daneben und hätte sich am liebsten in Luft aufgelöst. „Und wie siehts bei dir aus Marcel?“ (Stu) „Moment mal, geht das bei euch immer so ab?“ versuchte Luzie das Gespräch zu bremsen, damit Marcel nicht von ihrem Sexleben redete. „Was denkst du denn Luzie!? Das sind Jungs! Die reden ausschließlich über so was“ lachte Kicki. „Na bei uns läuft alles super. Gell Mausi?“ grinste Marcel Luzie an. Die nickte. „Also ich sag da nix dazu. Ein Gentleman schweigt und genießt“ grinste Tom. „Jetzt tu nicht so“ meinte Nili zu ihm „Du bist auch nicht weiter als Jay und Kenz!“ Tom wurde leicht rot und stopfte sich schnell Chips in den Mund, damit er keine Fragen mehr beantworten musste. Ollie war schon dabei etwas zu sagen, doch Ju stoppte ihn sofort „Wag es ja nicht auf die Idee zu kommen, etwas über uns auszuplaudern“ Chris sah ihn erwartungsvoll an und Ollie nickt und grinste nur, was so viel heißen sollte, dass sie es schon getan hatten. Auch Chris erwähnte noch schnell, dass es mit Steffi schön ist, aber sagte nichts weiter dazu, weil er die Befürchtung hatte, dass er wie Kenzie eine auf den Hinterkopf bekommen würde. „Na jetzt fehlt uns ja nur noch ein Paar“ grinste Lee, der sich selbst nicht zu diesem Thema äußerte. Damit meinte er Nick und mich. Mir war das echt unangenehm. „Hey da sitzen aber auch noch andere, die noch nichts gesagt haben“ sagte Nick und meinte damit Sam, Mus und Kicki. „Mus und Kicki sind ja erst seit eben zusammen! In der Zeit können sie wohl schlecht miteinander“ meinte Ollie. „Ja aber die haben ja auch schon mal andere Partner gehabt! Also raus mit der Sprache Kicki“ grinste Stu und Kicki hätte ihm dafür am liebsten eine Ohrfeige verpasst. „Komm erzähl, wie´s mit Tim war“ (Stu) „Also mit Tim, da war nix, wir waren ja grad mal 5 Tage zusammen, wenn man das überhaupt Beziehung nennen kann. In Manchester hatte ich über ein Jahr einen Freund und natürlich hab ich dann auch mal mit ihm geschlafen. Das ist ja klar! Aber bis jetzt war er der Einzige“ Nun starten alle auf Mus „Oh ihr wisst es doch schon von mir. Warum soll ich das denn jetzt noch mal erzählen?“ (Mus) „Ne wir wissen es nicht“ grinste Steffi. „Ja genau. Erzähl es uns!“ forderte Nili. „Ich hab bis jetzt mit ein paar geschlafen“ (Mus) „Mit wie vielen?“ hakte Steff nach. „Oh ich weiß nicht so genau“ versuchte Mus sich rauszureden. „Mit 4!“ prustete Lee los. „Das geht doch noch!“ grinsten wir Mädels. „Und du Sam?“ „Ich hab bis jetzt nur mit Trish geschlafen“ gab er zu. „Ja unser Sammy ist noch ziemlich frisch im Geschäft“ grinste Stu. Nun sahen alle zu mir rüber. Was sollte ich denn jetzt machen? „Ok, also ich hatte zwar schon ein paar Beziehungen, aber ich hab mich noch nicht bereit dafür gefühlt“ gab ich zu. „Du bist also noch Jungfrau? Und mit Nick ist auch noch nix gelaufen?“ fragte mich Ju, als könnte sie es nicht glauben, dass ich noch nicht mit Nick geschlafen hatte. Ich nickte nur leicht. „Und Nick, jetzt erzähl mal von deinen Eroberungen“ sagte Chris mit einem komischen Unterton, der irgendwie nichts Gutes verheißen ließ. „Oh man muss ich wirklich?“ (Nick) „JAAAA!“ riefen ihm alle entgegen. „Ok, also lasst mich mal überlegen. Also da waren Nicci, Maria, Lucy, Alesha, Chelsea, Vicky, Sabrina, Zoe, Amy, Stacey, Ann, Sarah, Melanie, Sheeren, Yasmin, Heidi, Christina, Chantal, Kelly, Allie, LeeAnne, Sandy, Lena, Julianna, Amanda und Tammy” Bei jedem Namen wurde mir schlechter. „Du hast noch jemanden vergessen“ sagte Chris. „Ach ja, sorry Steffi, du natürlich auch noch.“ „Was? Steffi? Sie auch noch? Boah mir reicht´s grad mit dir Nick. Sag mal hast du hier halb England durchgepoppt? Sonst noch eine oder waren das jetzt alle?“ schrie ich ihn an. „Ähm ich glaub das waren alle“ sagte er unbeeindruckt. Ich hatte keine Lust mehr mit diesem Möchtegern Playboy in einem Raum zu sein. Im Rausgehen rief ich ihm nur noch hinterher „Respekt Nick! Wenigstens hast du dir die Namen merken können. Wär aber vielleicht besser gewesen, wenn du dir statt den Namen mal lieber in der Schule mehr gemerkt hättest.“ Ich rannte die Treppen zu meinem Zimmer hoch und knallte hinter mir die Tür zu. Wütend ließ ich mich auf mein Bett fallen. Ich wollte niemanden mehr sehen. Doch nach fünf Minuten klopfte es an meiner Türe. „Hau ab! Ich will nicht mit dir reden!“ schrie ich an die Tür. „Ich bin´s Sam!“ Langsam öffnete er die Tür und steckte seinen Kopf durch den Spalt. „Kann ich rein kommen?“ Ich nickte und machte auf meinem Bett etwas Platz für ihn.
„Ich kann verstehn, dass du sauer auf meinen Bruder bist“ sagte er verständnisvoll. „Sauer? Wohl eher wütend und enttäuscht von ihm! Sag mal muss der sein Ding in alles reinstecken, was so rumläuft?“ (ich) Sam wusste nicht, was er darauf sagen sollte. „Dein Bruder widert mich gerade so dermaßen an! Der hätte mir wahrscheinlich nie gesagt, dass er mit so vielen geschlafen hat. Wahrscheinlich hätte er mich dann einfach still und leise in seinem Kopf abgespeichert, so wie die anderen“ (ich) „Ne so ein großes Hirn hat er doch nicht. Der klebt dich dann an seine Pinnwand zu den anderen Eroberungen“ grinste mich Sam an. Irgendwie brachte Sam mich zum Lächeln. „Er hat auch mit Steffi und Tammy geschlafen?“ (ich) „Ja, aber bevor Steffi mit Chris zusammen kam und Tammy mit Mus! Ist ne ältere Geschichte“ (sam) „Oh man! Und du hast echt nur mit einer bis jetzt?“ (ich) Sam nickte „Ja. Nick hat sie mir alle weggeschnappt“ grinste er. Sam machte mir irgendwie wieder richtig gute Laune. „Warum kümmerst du dich eigentlich so um mich? Immerhin bin ich mit deinem Bruder zusammen und wegen dem gab es doch voll die Spannung zwischen uns drei“ (ich) „Naja, hört sich jetzt blöd an, aber ich bin froh, wenn ich wenigstens eine Freundschaft mit dir hab, wenn ich dich schon nicht als feste Freundin bekomm. Und Freunde sind ja schließlich da um einen aufzubauen, wenn es einem schlecht geht“ (sam) „da hast du recht. Ich will auch unbedingt mit dir befreundet sein“ grinste ich ihn an. Plötzlich öffnete sich die Tür und Nick stand da. „Ich wusste doch, dass ich dich hier finde. Schön an meine Freundin ran machen, wenn sie grad nicht gut auf mich zu sprechen ist“ sagte Nick in einem lautstarken Ton. „Ich wollte nur nach ihr schaun und fragen wie´s ihr geht. Ich mach mich schon nicht an deine Freundin ran“ versuchte Sam die ganze Situation zu erklären. Nick drohte Sam, dass er sich aus unserer Beziehung raushalten soll, sonst würde es ihm noch leid tun. Ich stellte mich zwischen die beiden „Es ist besser, wenn du jetzt gehst Nick. Ich will dich im Moment nicht mehr sehen“ Nick nahm das so hin und sagte nur noch zu Sam „Wir klären das später, wenn du nach Hause kommst“ Als Nick aus dem Zimmer war, wendete sich Sam wieder mir zu „Sorry das du das jetzt mitbekommen hast! Ich geh jetzt lieber auch, bevor er noch mehr ausrastet“ Sam verabschiedete sich von mir mit einem Wangenküsschen und ich begleitete ihn noch an die Tür. Ich bemerkte, dass die anderen auch schon gegangen waren und nur noch Kicki alleine im Wohnzimmer saß. Als Sam weg war, setzte ich mich zu ihr. „Na jetzt erzähl mir wie´s mit Mus war! Ich will jede Einzelheit hören“ Sie schwärmte mir noch lange von ihrem Date vor, bevor wir beschlossen endlich schlafen zu gehen.

*Montagmorgen in der Schule*

Das Wochenende ging viel zu schnell vorbei. Ich hatte mich mittlerweile wieder halbwegs mit Nick vertragen. Doch immer noch hatte ich eine Abneigung gegen ihn. Ich hoffte, dass sich das mit der Zeit wieder legen würde. Ich ging zu unserem Stammplatz, wo alle schon waren, inklusive Trish und Tammy. Ich begrüßte alle und lehnte mich dann lässig an den Baum. „Habt ihr das schon gelesen?“ Tammy zeigte uns einen Flyer, auf dem ein Cheerleading und Fußballcamp abgebildet war. „Ich melde mich da an. Wer noch?“ Bis jetzt standen auf der Liste nur Tammy´s und Trish´s Name. Steffi war von dem Camp begeistert und trug sich ebenfalls ein. Und auch Jojo trug sich ein. „Ich rede erst noch mit meinem Schatz darüber, bevor ich mich entscheide“ sagte Luzie und war schon auf dem Weg zu den Jungs. „Und wie siehts mit euch anderen aus?“ wollte Trish von Steff, Simone, Ju, Jacky, Kicki, Nili und mir wissen. „Also ich fahr da auf keinen Fall hin, selbst wenn sonst alle fahren würden. Darauf hab ich echt keine Lust“ sagte ich sofort. Und auch Ju, Kicki, Steff, Simone und Jacky waren dagegen. Nili war sich auch noch nicht ganz schlüssig über dieses Camp. Wir beschlossen erstmal zu unseren Jungs zu gehen, um zu erfahren, was die von der Sache hielten. Wir sahen, wie eine wilde Diskussion zwischen den Jungs aufkam. „Ich fahr da auf keinen Fall mit! Ich bin doch nicht blöd und mach mich zum Hampelmann“ sagte Mus und Sam stimmte ihm sofort zu. „Wieso denkt ihr, dass ihr euch zum Hampelmann macht?“ wollte Tom wissen. „Ach ist doch auch egal jetzt“ versuchte Lee zu schlichten. „Wer kommt denn jetzt alles mit?“ Die letzten trugen sich noch in die Liste ein und Trish fing an vorzulesen. „Also mit dabei sind Tammy, ich, Jojo, Steffi, Lee, Chris, Tim, Nick, Nili und Tom. Die Liste gibt Tammy jetzt ab und wir werden morgen erfahren, wann es los geht!“ grinste sie und ging mit Tammy zusammen die Liste abgeben. Ich lief wutendbrand zu Nick rüber, der ebenfalls auf der Liste stand. „Was soll der Mist? Wieso hast du dich da eingetragen, obwohl du wusstest, dass ich da nicht mit will?“ fuhr ich in an. „Ich will da unbedingt hin und außerdem tut es uns bestimmt mal gut, wenn wir uns nicht dauernd sehen“ TZZZ dieser Typ ging mir so langsam voll auf den Zeiger. Erst schwalt er hier rum, dass er ja jede Sekunde mit mir zusammen sein will, tut einen auf eifersüchtig wegen Sam und jetzt lässt er mich einen Monat allein? Der hat sie doch nicht mehr alle. Ich ließ ihn einfach stehen, weil ich keinen Bock mehr hatte mit ihm zu reden. Auch den ganzen Tag ignorierte ich ihn, bis abends als ich schon im Bett lag. Ich dachte darüber nach, ob er nicht wirklich recht damit hatte, dass wir Abstand benötigen. Vielleicht würde ich in der Zeit meine Anwiderung gegen ihn ablegen und wir könnten nach dem Camp, unsere Beziehung neu starten. Ich beschloss morgen früh mit ihm darüber zu reden.

*Am nächsten Morgen in der Schule*

Heute würden die Campteilnehmer erfahren wann es los gehen wird. Alle versammelten sich dafür in der großen Aula. Der Rektor verkündete nun noch einmal die Teilnehmer und was sie in diesem Camp erwarten wird. Je mehr ich über dieses Camp hörte, desto glücklicher war ich, dass ich mich nicht eingetragen hatte. Vor dieser Versammlung sprach ich mich noch mit Nick aus. Wir klärten alles und turtelten auch schon wieder miteinander rum. Der Rektor verkündete, wann es los gehen sollte. „Was?“ schrie ich auf einmal. Das konnte doch nicht wahr sein! Schon diesen Samstag sollte es los gehen. Uns blieben gerade Mal noch vier Tage. Samstag um 6 Uhr morgens sollte es nämlich schon los gehen. Nach dieser Nachricht vom Rektor, überlegten wir uns noch eine schöne Abschiedsparty zu veranstalten. „Am Freitagabend am See ist doch ne gute Idee oder?“ schlug Ollie vor. „Aber wir fahren dann schon um 6 Uhr morgens am nächsten Tag los“ meinte Nili. „Ihr könnt doch auf der Fahrt pennen“ grinste Kenz. „Aber echt! Habt euch nicht so. ihr könnt dann gleich vom See aus zu eurem Treffpunkt“ (Kicki) „Oh nein. Ich brauche meinen Schönheitsschlaf. Da komm ich nicht mit“ meinte Tammy und Trish stimmte ihr zu. „Am besten fangt ihr gleich mal an zu schlafen, damit eure Gesichter am Samstag wenigstens einigermaßen erträglich aussehen“ grinste ich die beiden fies an. Mit einem „Tzzz“ verabschiedeten sich die beiden von uns und wir kriegten uns vor Lachen kaum noch ein. „Ich wusste auch nicht, dass die eingeladen waren“ scherzte Tim rum. Wir besprachen noch, was wir alles an Alkohol und Essen mitbringen sollen am Freitag und verabschiedeten uns dann, da der Unterricht schon wieder anfing

*Freitag Abend*

Wir trafen uns alle am See und Mus und Marcel waren schon dabei ein kleines Lagerfeuer zu machen. Die anderen richteten das Essen bereit und Kenz öffnete die erste Flasche Tequila. Die Stimmung wurde immer besser. Wir versammelten uns alle um das Lagerfeuer, grillten unsere Würstchen und tranken was das Zeug hielt. Nach dem Essen verteilten sich die Leute in verschiedene Richtungen. Luzie, Marcel, Jacky und Kenz gingen ans Ufer des Sees und streckten ihre Füße ins kalte Wasser. Nili, Tom, Steffi und Chris machten es sich vor dem Lagerfeuer gemütlich uns kuschelten mit ihrem Partner. Ollie, der Musik dabei hatte, drehte diese auf und fing an wie wild zu tanzen. Zusammen mit Tim, Lee, Mus, Stu, Jay und Sam führte er wilde Tänze auf. Sie versuchten unsere Cheerleaderchoreo zu tanzen, was aber in heillosem Durcheinander endete. Wir lachten uns bei dem Anblick schlapp. Ollie machte Trish nach. Er schaute hochnäsig und wackelte mit dem Arsch, genau wie Trish es immer tat. Tim spielte Tammy, die immer versuchte sich in den Vordergrund zu drängeln, an Trish vorbei. Tim schubste Ollie mit seinem Hintern immer wieder weg und präsentierte sich. Wir Mädels grölten. Lee machte Ju nach, die immer heimlich die Schritte mitzählte, da sie sonst aus dem Takt kommen würde. Mus war Simone, die immer ihr Bein sehr hoch bekam bei den Kicks, Stu wedelte mit seinen Armen in der Luft rum und versuchte so Jojo darzustellen, die immer für die Anfeuerung des Publikums zuständig war. Jay machte mich nach und Sam Kicki. Jay machte einen Purzelbaum, dass anscheinend die Schraube darstellen sollte, die ich mit Hilfe von Kicki immer machte. Kicki drückte mich mit einer Räuberleiter immer nach oben und ich zeigte in der Luft dann immer eine Schraube und Kicki fing mich anschließend immer auf. Sam beugte sich zu ihm runter und tat so als würde er ihn wieder auffangen. Dabei nahm er einfach Jay´s Füße in die Hände und zog ihn ein Stück mit sich. Nach der Performance klatschen und grölten wir lautstark. Nick, der zusah aber das zu albern fand, stand auf und holte sich ne neue Flasche Bier. Irgendwie ging er mir schon wieder voll auf die Nerven. Er verdarb mir den ganzen Spaß mit seiner schlechten Laune. Genervt rollte ich mit den Augen, als er wieder auf dem Weg zu mir war. Sam sah das anscheinend und fing schnell an mit mir zu reden, damit ich mir nicht das blöde Gelabber von Nick antun musste. „Auf wir holen uns Nachschub“ meinte Sam und zog mich mit sich zu den Alkoholvorräten. „Geht´s dir nicht gut?“ fragte mich Sam, als er mir ne neue Flasche gab. „Ach ne is schon ok. Nick nervt mich mit seiner schlechten Laune. Das ist alles“ (ich) „Auf wir gehen ein bisschen spazieren, dann kannst du mir mehr erzählen“ Wir schnappten uns schnell noch ein paar Flaschen und gingen weg.
Wir schlenderten am Ufer des Sees entlang, wo wir auf Marcel, Luzie, Kenz und Jacky trafen. „Hey wo wollt ihr denn hin?“ fragte uns Jacky, dir gerade damit beschäftigt war Kenz mit den Füßen nass zuspritzen. „Wir gehen nur ein bisschen spazieren“ entgegneten wir ihr und gingen weiter. Wir liefen nun schon eine ganze Weile am Ufer, bis wir uns einfach hinsetzten. Wir teilten uns eine Smirnoff Flasche und redeten. Den Alkohol konnten wir schon sichtlich spüren. Sam fing mal wieder an mit unserem alten Thema „Weißt du noch, als wir uns damals am See geküsst haben?“ (sam) „Ach jetzt hör doch auf“ (ich) „Nein, nein. Ich will dir sagen, dass es mir wirklich leid getan hat. Du musst dich bestimmt schlecht gefühlt haben, wie ich so plötzlich nach dem Kuss reagiert habe.“ (sam) „Ja, schon da hast du recht. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt ja noch nix von Trish. Das hat mir echt wehgetan, als ich das erfahren habe. Ich fand dich wirklich süß und als du mich dann auch noch geküsst hast, war ich unfassbar glücklich“(ich) „Ich fand den Kuss auch wunderschön, aber sofort danach hatte ich dieses schlechte Gewissen, nicht gegenüber ihr, sondern gegenüber dir! Ich wollte erst die Beziehung beenden, bevor ich mit dir anfangen konnte. Doch dann…“ (sam) „Doch dann habe ich dir weh getan“ beendete ich seinen Satz. Wir sahen uns an. Ich sah dir Trauer in seinen Augen. Ich muss ihm wirklich sehr weh getan haben damit. „Weißt du Nadine, meine Gefühle für dich werden mit jedem Tag stärker und ich weiß, dass das nicht sein darf. Du bist schließlich mit meinem Bruder zusammen“ Ich spürte, wie sich in mir ein Gefühl breit machte, dass ich die letzte Zeit so stark versuchte immer und immer wieder zu verdrängen. Doch nun spürte ich es wieder. Meine Gefühle für Sam kamen wieder zurück. Das darf nicht sein! Ich bin mit Nick zusammen! versuchte mein Kopf immer wieder zu sagen, doch mein Bauch wollte einfach nicht darauf hören. Dann sagte Sam etwas, dass mich noch stärker an meine Grenzen der Gefühle für ihn brachte. „Wenn ich dich sehe sage ich Dinge, die ich nicht glaube, ich tue Dinge, die ich nicht verstehe. Ich versuche wirklich alles, doch es fällt mir nichts mehr ein um dich vergessen zu können. Nadine … du bist die Eine für mich!“ Ich konnte ihn, als er dies sagte nicht ansehen. Leise liefen mir Tränen die Wange hinunter. Ich konnte diese noch nicht einmal deuten. Waren es Tränen der Freude, der Angst, der Furcht vor dem was kommen wird oder waren es Tränen der Verzweiflung, da ich nicht wusste was ich nun tun sollte?
Ich spürte wie Sam mir meine Tränen wegwischte. Ich sah ihn langsam an. Unsere Blicke trafen sich. Er sah mir tief in die Augen. Ich hätte in seinen Augen versinken können. Er legte seine Hand an meinen Nacken. Langsam beugte er sich zu mir. Unsere Lippen berührten sich fast, doch noch nicht ganz. Ich spürte ein riesiges Kribbeln in meinem Bauch. Ich konnte seine Lippen schon fast auf meinen spüren. Dieser Moment war wirklich elektrisierend. So hatte ich mir schon immer einen Kuss vorgestellt. Er zog mich noch ein Stückchen zu sich und schließlich berührten sich endlich unsere Lippen. Wir küssten uns erst vorsichtig, dann intensiver. In diesem Moment hätte ich die ganze Welt umarmen können. Ich war so glücklich wie noch nie zuvor. Noch nicht einmal Nick konnte mir so ein Gefühl geben wie Sam. Ich glaube er ist der Richtige!
Unser Kuss dauerte lange, sehr lange. Mein Bauch explodierte fast vor Schmetterlingen. Sam war so zärtlich und süß. Doch mein Glücksgefühl verschwand mit nur einem einzigen Satz „Du Wichser ich wusste es!“ schrie Nick und rannte auf uns zu. Erschrocken lösten sich unsere Lippen und Sam war gerade dabei aufzustehen um Nick alles zu erklären. Doch Nick war schneller und schmiss sich auf Sam. Die beiden fielen ins Gras und Nick prügelte auf seinen Bruder ein. Ich versuchte die beiden auseinander zubekommen, doch ich schaffte es nicht. Die beiden schienen wie ein Reißverschluss ineinander verhakt zu sein. Ich schrie aus voller Kehle, dass sie doch endlich aufhören sollten, doch es half nichts. „Hört auf, hört auf, NICK, SAM …“ Ich wusste nicht mehr was ich sagen oder tun sollte. Die beiden hörten nicht auf mich und es sah so aus, als würden sie sich gegenseitig umbringen. Da wir zu weit weg von den anderen waren, konnten sie das Geschrei von mir unmöglich hören. Ich wusste nicht wieso, aber irgendwann beschloss ich einfach loszurennen. Ich rannte so schnell ich konnte zu unseren Freunden. Ich schrie ihnen entgegen, dass sie schnell mitkommen sollten. „Sam und Nick, die bringen sich noch um. Schnell“ Alle rannten, ohne das sie wirklich wussten warum, mir entgegen. „Kommt schnell“ schrie ich und rannte wieder in die Richtung von Nick und Sam. Die anderen folgten mir. Mus und Lee hatten mich schon schnell eingeholt und fragten im Rennen, was denn jetzt eigentlich los sei. „Die bringen sich noch um. Ihr müsst sie auseinanderbringen“ sagte ich außer Atem. Ich zeigte mit dem Finger in die Richtung, in der Sam und Nick waren. Ich konnte nicht mehr und blieb stehen. Mus, Lee und die anderen Jungs rannten blitzschnell an mir vorbei. Die Mädels stoppten als sie mich erreicht hatten und Jacky legte behutsam ihre Hand auf meine Schulter. „Was ist los?“ wollte sie wissen und sah mich verzweifelt an. Doch ich konnte nicht antworten. Mir tat alles weh vom Rennen, doch trotzdem ging ich plötzlich wieder zügig Richtung Nick und Sam. Die Mädels liefen mit mir und fragten immer wieder was los sei und das ich doch jetzt endlich sagen soll, was los ist. Das einzige was ich sagen konnte war „Nick hat Sam und mich gesehen. Er ist ausgerastet“ Verwirrt und voller Furcht über meine Äußerung sahen sich die Mädels untereinander an. Von weitem konnte ich die Jungs erkennen. Ich sah ein Handgemenge. Simone schrie nur „Oh mein Gott“ und rannte los. Auch die anderen Mädels schrien und rannten los. Steff zog mich am Arm, dass ich auch rennen sollte. Mit letzter Kraft kamen wir bei den Jungs an. Als ich sah, was passiert war, ließ ich mich auf meine Knie fallen und fing an zu weinen. „Wieso?“ schrie Ju. „Nein, Sam!“ schrie Kicki. „Nick?!“ schrie Steff. „Jay was ist passiert?“ sagte Simone und rannte zu ihm.





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...   Erstellt am 03.07.2007 - 13:57Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wieso? Wieso musste es so enden? Es schien so, als wären die Küsse von Sam und mir verflucht! Zwei mal hatten wir uns geküsst … und zweimal folgte eine Situation, die ich nicht wollte!
Immer noch kniete ich im Gras. Ich wollte nicht zu den anderen sehen. Ich wollte nicht sehen, was ich schon wieder angerichtet hatte. Ich spürte eine Hand auf meiner Schulter. Es war die Hand von Kenz. „Nadine, es ist nicht so schlimm, wie es aussieht“ versuchte mich Kenz aufzubauen. Langsam erhob ich mich und ging gemeinsam mit ihm zu den anderen. Ich sah zwei kleine Grüppchen. Marcel und Stu hielten Nick fest, der immer noch sehr wütend aussah, total blutverschmiert war und sich versuchte aus dem Griff der zwei zu entreißen. Ollie, Chris, Tom, Steffi, Nili, Ju, Luzie und Steff standen um Nick um mit ihm zu reden und ihn zu beruhigen. Mus, Kicki, Simone und Jacky knieten im Halbkreis auf dem Boden bei Sam und versperrten mir somit die Sicht auf ihn. Ich schubste Kenz beiseite, der versuchte mich von Sam wegzuhalten. Ich drückte mich an Simone und Kicki vorbei und sah Jay zusammen mit Sam auf dem Boden liegen. Jay hielt Sam in seinen Armen, der mit dem Kopf auf Jay´s Oberschenkeln lag. „Was ist passiert?“ schrie ich Jay an. Jay sah mich nur an. Er sagte nichts. Dann sah er wieder Sam an und versuchte mit seinem T-Shirt Sam´s blutende Wunde am Gesicht zu verbinden. Jay´s komplettes T-Shirt war voller Blut. Geschockt sah ich die anderen an, die ebenfalls nicht wussten was sie sagen sollten. „Kann mir bitte jemand sagen, was los ist?“ schrie ich die anderen an. Mus nahm mich in den Arm und fing an die Geschichte zu erzählen. „Als wir gekommen sind, sah ich wie Nick gerade über Sam beugte und eine zerbrochene Flasche in sein Gesicht hielt. Sam versuchte mit aller Kraft Nick´s Hände zurückzuhalten. Als Nick uns bemerkte, war er einen Moment unaufmerksam und Sam schmiss sich auf ihn. Dann ging alles sehr schnell. Nick erwischte Sam dann doch mit den Glassplittern im Gesicht und Sam fiel von Nick runter. Nick schlug weiter auf Sam ein und verletzte ihn mit der Flasche, bevor wir Nick dann endlich überwältigen konnten“ Als ich das gehört hatte, rannte ich wutendbrand zu Nick. „Du blödes Arschloch“ schrie ich. Nick, der sich in der Zwischenzeit wieder beruhigt hatte und ganz gemütlich neben den anderen im Gras saß, nahm schützend die Hände vor sein Gesicht, da er anscheinend schon wusste, was ihn jetzt von mir erwarten würde. Steff packte mich aber und hielt mich zurück. Mit den Armen fuchtelnd versuchte ich mich aus Steff´s Griff zu lösen um Nick die Augen auszukratzen. Mir gelang es dann auch nach kurzer Zeit und ich stürmte auf Nick. Ich schmiss mich auf ihn und verpasste ihm ein paar. Schreiend und weinend lag ich auf Nick und schlug weiter auf ihn ein. Mit einem Mal hielt Nick meine Hände fest und sah mich an. Ich sah in seinen Augen einen Ausdruck, den ich vorher noch nie gesehen hatte. „Es tut mit leid“ sagte er flüsternd zu mir. „Mir tut alles so leid mein Schatzi. Lass es mich erklären“ (Nick) „Ich glaub ich hör nicht richtig“ schrie ich ihn an. „Was willst du mir schon erklären?“ „Bitte lass uns darüber reden! Ich bitte dich nur um ein Gespräch?“ (Nick) Plötzlich mischte sich Nili in das Gespräch ein. „Nick, ich hoffe du willst ihr jetzt endlich die Wahrheit sagen“
Was hatte das zu bedeuten? Welche Wahrheit? Was wollte Nili damit andeuten? Soll ich mich wirklich auf ein Gespräch einlassen, obwohl ich nur noch tiefen Hass für diesen Typen empfand?
Ich wollte gerade fragen, was Nili damit andeutet, als ich Kicki rufen hörte „Sam. Gott sei Dank“ Schnell stand ich von Nick auf und rannte zu Sam hin. Ich kniete mich zu ihm, der immer noch voller Blut vor mir lag. Er hatte seine Augen geöffnet und als er mich sah, fing er leise an zu lächeln. „Hey Süße! Irgendwie glaub ich dass unsere Küsse verflucht sind“ lächelte er mich erschöpft an. „Das glaub ich auch Sam“ grinste ich ihn an. Aus dem Augenwinkel konnte ich die anderen, die um uns rum standen und saßen, sehen und erkennen, dass sie irritiert dreinblickten. „Was guckt ihr so?“ drehte sich Sam langsam zu den anderen um. „Mir geht´s gut“ „Jetzt mal raus mit der Sprache! Was war hier eigentlich los?“ platzte Jojo mit ihrer Frage raus. Sam sah mich wieder an und schaute verdutzt. „Die wissen es gar nicht? Ihr wisst noch nicht wieso Nick und ich uns geschlagen haben?“ sah er die anderen wieder an. Alle schüttelten mit den Köpfen. Nick, der auch mitbekommen hatte, dass Sam wieder wach war, schrie „Der blöde Wichser, der sich mein Bruder schimpft, hat meine Freundin geküsst. Schon wieder!“ Alle sahen uns an, wie als würden wir in einem Kreuzverhör sein. „Stimmt das?“ wollte Kicki von mir wissen. „Ihr habt euch geküsst?“ (Ju) „Wieso?“ (Simone) „Weil … weil …“ fing Sam an. „Weil ich sie liebe.“ (Sam) Ich legte meinen Zeigefinger auf seine Lippen, damit er leise sein sollte. Nick müsste nicht noch mehr über die Gefühle seines Bruders erfahren. „Komm Sam ich bring dich zurück an unseren Platz“ sagte Tim und nahm ihn hoch. Auch die anderen gingen zurück an unseren Platz, nur Nick, Kicki und ich standen noch da. Kicki flüsterte mir noch ins Ohr „Ich bin in der Nähe, falls was ist“ zwinkerte sie mir zu und ging ebenfalls. „Kann ich jetzt mit dir reden?“ wollte Nick von mir wissen und setzte sich ins Gras.
„Ich hab die ganze Zeit gehofft, dass du jetzt mit mir reden willst“ fing er an und deutete mit einem Handzeichen, dass ich mich neben ihn setzten soll. Angewidert setzte ich mich zu ihm. Schließlich wollte ich erfahren, was Nili da vorhin anspielte.

„Ich hoffe du weißt, dass ich mich jede Nacht an meinem Kissen festhalte und daran denke, wie glücklich ich mit dir bin. Ich habe nicht gedacht, dass jemand solche Gefühle in mir hervorrufen könnte, wie du. Jetzt wo du hier bist … dass ist zwar nicht gerade die beste Gelegenheit es dir zu sagen, aber … Nadine ich liebe dich so sehr und will dich nie verlieren, willst du dich mit mir verloben?“

Als ich diese Worte hörte, dachte ich, dass er anscheinend echt ein paar zu viel von Sam auf den Kopf bekommen hatte. Wie konnte er denn gerade jetzt mit so etwas ankommen? Die letzte Zeit hatten wir so viel Stress und Streit. Wie kommt er überhaupt auf den Gedanken mich zu fragen, ob ich mich mit ihm verloben möchte? Doch anscheinend hat er das schon länger geplant, wenn Nili schon davon Bescheid wusste. Wer weiß, wer noch alles davon wusste. Aber hat er vergessen, dass ich ihn vor ungefähr einer Stunde betrogen hab? … Mit seinem eigenen Bruder? Wer soll den denn bitteschön noch verstehen?

Ich sah ihn misstrauisch an. „Meinst du das wirklich?“ Er lächelte mich total süß an und nickte mit dem Kopf. Was sollte ich denn jetzt nur sagen?
„Und was sagst du?“ wollte Nick erwartungsvoll von mir wissen. „Was ich denke? Das sag ich dir!!!“
Ich drehte mich zu ihm, um ihm besser in die Augen sehen zu können und fing an.
„Nick, hau sofort ab! Verschwinde! Mit uns ist es vorbei! Jetzt ist es zu spät mit dem Antrag! Ich kann es nicht erwarten bist du endlich weg bist! Denn ich weiß bescheid! Wie kannst du denken, dass ich dich nicht durchschaut hab? Wie konnte ich all die Lügen von dir ertragen? Du hast gesagt, dass du mich liebst und mich gut behandeln würdest und ich die Einzige für dich bin, doch hinter meinem Rücken hast du die ganze Zeit schon mit Trish geflirtet. Du warst die reinste Zeitverschwendung für mich!“
„Was? Wie konntest du …? Das mit Trish war doch nix. Du musst mir glauben, ich liebe dich!“ Nick sah mich total verwirrt an.
„Sag mir mal warum du dann so verwirrt guckst, wenn du dir anscheinend nichts vorzuwerfen hast? Wie konntest du? Nick du musst wohl weggetreten sein und dir den Kopf gestoßen haben. Denn ich hab ihre Nummer in deinem Handy gefunden und so einige SMS, die man einer „ganz normalen“ Bekannten nie schreiben würde. Vielleicht war´s auch meine Schuld, dass du gedacht hast, du musst es mir irgendwie heimzahlen, dass mit Sam, obwohl zu diesem Zeitpunkt rein gar nichts war.“
Ich sah in Nicks Augen, dass ich recht mit meiner Vermutung hatte. Ich hatte es die ganze Zeit für mich behalten, meine Vermutungen über Nick und Trish, doch Augen lügen nicht. Und somit hatte ich den Beweiß! Natürlich bin ich auch kein Unschuldslamm, dass mit Sam ist nicht so gelaufen, wie ich es geplant hatte, doch vielleicht hat auch gerade meine Vermutung wegen Trish dazu geführt, dass ich die Gefühle für Sam wieder zu gelassen habe.
„ Nick ich wollte dich genau hier an meiner Seite haben. Der Beginn unserer Beziehung war so schön, doch nun … nun weiß ich die Wahrheit. Ich habe keine Wahl mehr Nick. Du musst gehen! Es ist aus! Mit jedem einzelnen Wort, das du sagst, brichst du mir noch ein Stückchen von meinem Herzen, denn ich weiß, die Worte die du sagst, meinst du nicht so. Ich werde keine einzelne Träne mehr nach dir weinen“

Mit diesen Worten stand ich auf und ging weg. Ein kleines, hämisches Grinsen machte sich auf meinen Lippen breit. Ich wusste, ich hatte das Richtige getan. Doch als ich zu den anderen kam, wurde mir klar, dass ich doch nicht glücklich war. Denn mir wurde klar, dass ich nichts mit Sam anfangen konnte, obwohl er mich liebt und ich ihn. Sam ist Nick´s Bruder und wird es auch immer bleiben. Ich wollte schließlich ganz mit Nick abschließen und das ging nicht, wenn ich mit Sam zusammenkommen würde.
Simone und Ju kamen auf mich zu gerannt und wollten sofort wissen, was passiert war. Und auch Luzie und die anderen Mädels kamen zu mir gelaufen und wollten alles erfahren. Ich ging, mit den Mädels im Schlepptau Richtung See, aber sprach noch kein Wort mit ihnen. ich wollte sicher sein, dass die Jungs, besonders Nick und Sam nichts davon mitbekommen würden. Wir setzten uns alle ins Gras und sah in 18 erwartungsvolle Augen. „Und hat er dich was gefragt?“ wollte Nili sofort wissen. Ich nickte nur leicht. „Bevor ich euch jetzt alles erzähl, wer wusste schon vorher, was Nick vorhatte?“ Langsam streckten sich die Finger von Nili, Steffi, Jojo, Simone, Ju, Steff, Luzie und Jacky nach oben. Ich konnte es nicht fassen. Alle wussten irgendwie bescheid, nur ich und Kicki nicht. „Boah das gibt ärger! Wie konntet ihr mir das nur verschweigen“ meinte ich spielend böse. Kicki saß irgendwie total perplex da und wusste überhaupt nicht, was wir da eigentlich besprachen. „Kann mich hier vielleicht mal jemand aufklären? Über was redet ihr hier überhaupt?“ Kicki sah uns abwechselnd an. „Nick hat ihr einen Antrag gemacht!“ platzte Luzie mit der Neuigkeit heraus. „Und was hast du gesagt?“ wollte nun Steffi von mir wissen. „Ehrlich gesagt? Ich hab mit ihm Schluss gemacht!“ Simone, Ju, Jacky und Kicki fingen an zu jubeln. „Äh habt ihr das nicht ganz verstanden? Ich hab nicht ja gesagt, ich hab mit ihm Schluss gemacht!“ sah ich sie verwundert an. „Ja, wir haben es schon verstanden! Wir freuen uns, dass du ihn endlich abserviert hast! Nick ist echt nicht der Richtige für dich“ sagte Simone und nahm mich in den Arm. „Nimm Sam“ sagte nun auch Ju und die anderen nickten nur zustimmend. „Das ist es ja gerade! Ich muss euch das erklären“ fing ich an und die anderen hörten gespannt zu. „Ich hab Nick so einige Sachen eben an den Kopf geworfen. Das er mich verarscht hat wegen Trish…“ „Trish? Was will denn die blöde Schnepfe plötzlich?“ unterbrach mich Steff. „Nick hat mit ihr hinter meinen Rücken geflirtet und einige, nicht jungendfrei SMS mit ihr geschrieben. Und als ich ihn darauf angesprochen hab, hat er alles abgestritten und mich belogen.“ (ich) „Boah dieser Arsch“ meldete sich nun auch Jojo zu Wort. Ich erklärte den Mädels alles weiter „Und das Ding ist, ich hab zu Nick gesagt, dass ich ihn aus meinem Leben haben möchte“ „Und? Ist doch gut. Dann nimmst du Sam. Du liebst ihn doch auch oder?“ sagte Steffi. Kicki verstand, was ich damit andeutete „Ich weiß, was du damit sagen möchtest Nadine. Wenn Nick aus deinem Leben verschwinden soll, dann kann auch Sam nicht in dein Leben kommen“ Die anderen verstanden nun auch alle meine brenzlige Situation und die Zwickmühle in die ich mich gesetzt hatte. „Oh Maus. Bitte denk noch einmal über deine Entscheidung nach“ sagte Ju und umarmte mich. „Ja genau Süße. Lass dir dein Leben nicht von diesem widerlichen Typen kaputt machen“ Das war alles leichter gesagt als getan, dachte ich mir so. „Oh wenn man grade von ihm spricht“ flüsterte Luzie leise. Wir sahen alle zu den anderen Jungs. Nick kam gerade an unseren Platz und schien sehr wütend zu sein. Wütend packte er seine Sachen zusammen, marschierte schnurrstraks zu Sam und schrie ihm irgendetwas entgegen. Der schüttelte nur mit dem Kopf. Tom und Ollie deuteten mit Handbewegungen an, dass Nick doch nun lieber gehen solle. Nick verabschiedete sich von seinem Bruder mit einer bedrohlichen Geste, die soviel zu sagen hatte, dass Sam aufpassen musste, was er tut, und einem schönen Stinkefinger. „Ey sei froh dass du den los bist“ sagte Jojo Kicki zu mir. Ich nickte nur leicht mit dem Kopf und senkte meinen Blick ins Gras. „Oh Mädels, ich glaub wir gehen mal zurück zu unseren Jungs“ grinste Ju. „hä? Wieso?“ Steff raffte nicht, auf was Ju damit anspielen wollte. „Sam kommt“ grinste Jacky und stand auf. „Viel spaß“ flüsterte Jojo noch und schon waren die Mädels wieder auf dem Weg zu ihren Jungs.
Sam kam zu mir und setzte sich neben mich ins Gras. Keiner von uns wollte das erste Wort sagen. Wir saßen bestimmt schon einige Minuten nur so neben einander und keiner sagte einen Ton. Ich atmete tief durch. „Wie geht´s deinem Gesicht? Sieht ja ziemlich schlimm aus“ sagte ich und sah in mit schmerz verzerrtem Gesicht an, als würde mir etwas weh tun. „Oh danke. Das ist das beste Kompliment, dass ich bis jetzt bekommen hab“ lächelte mich Sam total süß an. „weißt du …“ sagten wir beide gleichzeitig und mussten lachen „Du zuerst“ sagte ich. „Ok, also weißt du, Nick hat mir vorhin, als er gegangen ist etwas gesagt“ (sam) „Was denn?“ sah ich ihn fragend an. „Er hat gemeint, ich soll bloß die Finger von dir lassen, sonst passiert etwas schlimmes, wenn er das rausbekommt“ „Sam lass dich von seinen Drohungen nicht einschüchtern, aber über so etwas ähnliches wollte ich auch gerade mit dir reden. Ich hab mit ihm Schluss gemacht und gesagt, dass ich ihn aus meinem Leben haben möchte“ (ich) „Und? Was willst du damit sagen?“ (sam) „Ähm, also, Sam ich mag dich wirklich sehr, sehr gern, doch ich muss meine Gefühle für dich verlieren. Wenn ich etwas mit dir anfange, wird Nick immer ein Teil in meinem Leben sein und das möchte ich nicht. Ich will endlich frei von ihm sein“ Mit diesem Satz habe ich Sam´s Herz anscheinend völlig gebrochen. Wütend und zugleich traurig stand er auf und fing an rum zuschreien „Warum muss dieser blöde Depp mein ganzes Leben immer kaputt machen? Wieso? Was habe ich denn so schlimmes getan? Er bekommt alles was er will. Jeder vergöttert ihn! Egal was oder wen er haben wollte, er hat es immer bekommen. Sobald ich ein Mädchen toll fand, hat er sich an sie rangemacht und sie vor meinen Augen bekommen! Und dich?! Dich hat er mir auch weggeschnappt. Du bist die wunderbarste Person und das hübscheste Mädchen, das ich je kennengelernt habe. Und auch wenn Nick dich jetzt nicht mehr hat, so darf ich auch nicht mit dir zusammen sein?! Was ist das hier für ein Scheiß?“ Sam war außer sich. Ich konnte nicht ahnen, was für Auswirkungen dieser eine Satz von mir haben würde. „Sam bitte beruhig dich. Bitte“ schrie ich verzweifelt und unter Tränen. Ich nahm ihn in den Arm um ihn zu beruhigen. „Sam bitte, hör auf damit! Es wird sich noch alles zum Guten wenden. Versprochen! Ich weiß zwar noch nicht ganz wie, aber es wird schon!“

Mit diesen Worten sah ich in Sam´s Augen und er in meine. Er beruhigte sich schnell wieder und seufzte leicht. Ich streichelte seine Wange und sah ihn dabei an. Wie konnte ich ihm nur so wehtun? „Es wird sich gar nichts zum Guten wenden“ sagte er mit ruhiger Stimme „Wenn wir nicht zusammen sein können, dann gibt es für mich nichts Gutes“ Sam hatte so Recht mit dem was er sagte. Ich wusste selbst nicht, wie sich das zum Guten wenden soll zwischen uns. Wir standen noch einige Zeit einfach da und umarmten uns. Ich fühlte mich so geborgen bei ihm. Ich konnte sein Herz schlagen hören und dies beruhigte mich ungemein. Ich vergaß Nick und was er getan hatte. Am liebsten hätte ich einfach meinen Kopf gehoben, Sam angesehen und ihn geküsst. Doch das durfte ich nicht. Ich war schon kurz davor, meine Gedanken, Sam zu küssen in die Tat umzusetzen bis Steffi plötzlich kam und uns an den Platz rief. Es wurde Zeit, dass wir uns von den Campteilnehmern verabschiedeten. Sie mussten zum Treffpunkt. Wir tranken noch etwas und verabschiedeten uns für einen Monat von ihnen.

Wir beschlossen auch lieber so langsam nach Hause zu gehen. Der Abend hatte allen echt gereicht. Gemeinsam schlenderten wir Verbliebenen durch die Straßen von London. Kicki hatte echt Mühe ihren Mus festzuhalten, damit er nicht im nächsten Gulli landete. „Muuuuuuuuussssss, maaaan bissscccchhhh du besoffen!“ lallte Stu und lachte sich einen ab. Auch Jay und Kenz lachten sich schlapp, obwohl sie mindestens genauso viel intus hatten wie Mus. An einer Kreuzung verabschiedeten wir Marcel und Luzie, die heute bei Luzie schlafen wollten. Nach kurzer Zeit gingen dann auch Stu, Steff, Kenzie und Jacky in eine andere Richtung. Ollie lachte aus irgendwelchen Gründen, die keiner so richtig nachvollziehen konnte einfach los. „Was ist denn mit dem los?“ wollte Sam von Ju wissen, wie als wüsste sie es. Die zuckte nur mit den Schultern und sah Ollie irritiert an. „Ähm geht´s dir nicht gut?“ sah ihn Kicki misstrauisch an. „Ich find´s nur zu witzig mit euch!“ grinste er „Ihr habt doch echt einen an der Klatsche!“ „Ich glaub eher du hast einen an der Klatsche!“ sagte ich noch schnell bevor Ollie und Ju an der Kreuzung abbogen. „Was war denn mit dem los?“ fragte ich in die Runde, doch die anderen hatten auch keinen Plan. Wir gingen noch ein kleines Stückchen weiter, bis sich die Wege von Sam, Mus und Kicki und mir eigentlich trennen sollten. „Schatz kann ich heut bei dir pennen? Ich pack den Weg bis nach Hause nicht mehr“ meinte Mus und nahm Kicki´s Hand in seine. Kicki nickte nur leicht und wir verabschiedeten uns von Sam. „Ich ruf dich morgen an“ rief ihm Mus noch hinterher, bevor wir weitergingen.

Nach ungefähr weiteren 15 Minuten, für die wir in nüchternem Zustand noch nicht einmal 2 Minuten brauchten, waren wir endlich bei uns zu Hause. Kicki schleppte Mus mit aller Mühe die Treppe hoch und schmiss ihn auf ihr Bett. „Ohje das wird ne Nacht“ grinste Kicki „Der wird mir bestimmt die Ohren voll schnarchen. Aber ich bin bewaffnet, falls es mir zu viel wird mit ihm“ sagte sie und hob triumphierend eine Wasserflasche hoch. „Wenn nicht kannst du ruhig bei mir pennen“ schlug ich ihr vor und gab ihr noch einen kleinen Gute-Nacht- Kuss auf die Wange bevor ich aus dem Zimmer ging und die Türe schloss. Ich schlenderte den Flur bis zu meinem Zimmer und hörte nur noch „Mus mach sofort Platz im Bett oder du schläfst auf dem Boden“ aus Kicki´s Zimmer. Ich beschloss auch endlich schlafen zu gehen, zog mir meine Schlafsachen an, schmiss mich ins Bett und schlief schon bald darauf ein.
Irgendwann hörte ich, noch schlafend mein Handy klingeln. „Oh man, wer will denn schon so früh was von mir?“ lallte ich schlaftrunken vor mich hin. Eine neue Kurzmitteilung empfangen, stand auf meinem Handy. Von wem konnte die denn sein? Dachte ich mir und beschloss sie zu lesen


„Hi Süße. Schon ausgeschlafen? Wollt dir nur Bescheid sagen, dass wir uns heut Abend im Club treffen. Wir wollen ein bisschen feiern. Sei um 9 Uhr im Reddy Blue. Kiss Jacky“

Da hatte ich echt keinen Bock drauf. Schon wieder feiern? Mein Kopf tat mir schon jetzt genug weh und heut Abend schon wieder? Nein Danke! Ich schrieb Jacky zurück, dass ich heute Abend lieber zu Hause bleiben wollte und sie sich auch einen schönen Abend ohne mich machen können. Langsam beschloss ich aufzustehen. Mein Magen knurrte und ich war gerade auf dem Weg in die Küche, als ich schon wieder Geräusche aus Kicki´s Zimmer hörte. Diesmal war es aber nicht das Gemotze von Kicki. Vielmehr waren es sehr erregte Geräusche (den Rest kennt ihr euch ja denken Lol) Grinsend ging ich die Treppen runter und ging in die Küche, wo meine Mutter saß. „Guten Morgen Mum. Ich hab so Hunger“ „Guten morgen? Du Schlafmütze hast wohl noch nicht auf die Uhr gesehen? Es ist halb 7 abends!“ (Mum) Was? Dass konnte doch nicht sein? Ich hatte tatsächlich den halben Tag verpennt! Meine Mum machte mir Essen, während ich mir erst einmal eine Kopfschmerztablette einschmiss. „Na der Abend muss ja witzig gewesen sein“ grinste meine Mum. „Wenn du wüsstest …“ meinte ich nur, nahm mir mein Essen und ging zurück in mein Zimmer. Kaum hatte ich fertig gegessen platze Kicki die Türe rein. „Na Schlafmütze, bist du endlich von den Toten auferstanden?“ grinste sie und setzte sich zu mir auf mein Bett. „Ja bei eurem Gestöhne kann man doch nicht mehr weiterschlafen“ grinste ich sie gehässig an. Kicki schaute etwas beschämt drein und wechselte schnell das Thema. „Wir gehen heut Abend ins Reddy Blue! Da musst du auf jeden Fall mitkommen“ sagte sie, wie als wüsste sie, dass ich nicht mit wollte. „Oh ne bitte nicht. Ich hab mir grad ne Kopfschmerztablette eingeschmissen und da soll ich heut Abend schon wieder weg? Ohne mich! Macht ihr ruhig einen Pärchenabend. Ich werd ein bissl TV gucken“ (ich) „Ne, ne, ne du kommst mit und wenn wir dich hinschleifen müssen. Außerdem müssen wir für dich doch einen neuen Typen suchen“ (Kicki) Ich fing künstlich an zu lachen „Ja klar! Mit dem einen gestern Schluss gemacht und heute schon der nächste. So seh ich aus“ Aus Kicki´s Zimmer hörte ich plötzlich die Stimme von Mus „Kicki, bist du in der Küche? Bringst du mir dann bitte ne Cola mit?“ „Männer echt! Ich geh ihm mal ne Cola holen und wenn ich wieder komm, will ich dich geduscht und fertig angezogen in deinem Partyfummel sehen, verstanden?“ grinste Kicki und ging. Genervt ließ ich mich in mein Kissen fallen und überlegte ob ich nicht doch heute Abend mitkommen sollte. Immerhin hatte ich doch das Beziehungsende mit Nick zu feiern. Langsam rappelte ich mich auf und marschierte ins Bad. Ich duschte und machte mich ausgehfertig. Kurz vor 9 machten Kicki, Mus und ich uns auf den Weg ins Reddy Blue. Vor dem Eingang standen schon Simone und Jay händchenhaltend und warteten gemeinsam mit Luzie und Marcel auf uns. Luzie kam zu uns gerannt, als sie uns schon von Weitem sah. „Hi. Wird ja Zeit, dass ihr endlich kommt. Die anderen sind schon mal reingegangen“ Zum Glück war die Schlange noch nicht sehr lang und wir kamen ohne Probleme rein. Ju, Simone, Jacky, Kenz, Steff und Stu saßen schon in einer Sitznische und tranken fleißig einen Kurzen nach dem anderen. Wir setzten uns zu ihnen und bestellten ebenfalls etwas zu Trinken. „Wo ist denn Sam?“ flüsterte ich leise zu Kicki, damit keiner etwas hörte. Die zuckte nur leicht mit den Schultern und widmete sich wieder Mus zu. Na toll, jetzt bin ich ja wirklich die Einzige die hier Solo ist. Ich kippte mir einen Drink nach dem anderen, da ich sonst nichts Besseres zu tun hatte. „Ich geh mal kurz auf´s Klo“ rief ich Kicki rüber, die gerade damit beschäftigt war Mus heiß und innig zu küssen. Mit einer abwertenden Handbewegung machte sie mir deutlich, dass sie es gehört hatte. „Du mich auch“ sagte ich leise vor mich hin und ging auf´s Klo. Die Schlange auf der Toilette war ewig lang und ich beschloss in der Zwischenzeit ein bisschen mit meinem Handy zu spielen. Als ich auf´s Display sah, bemerkte ich eine neue Kurzmitteilung. Sie war von Sam.

„Hi! Wie geht´s dir? Wie ist es im Club? Hoffe du amüsierst dich gut! Mir ist voll langweilig grad. Bis bald Sam xxx“

Ich überlegte, ob ich ihm wirklich zurückschreiben sollte. Aber warum eigentlich nicht, dachte ich mir und fing an zu tippen.

„Hey! Mir geht´s soweit gut und dir? Warum bist du nicht mitgekommen? Kiss“

Ich konnte zu diesem Zeitpunkt nicht viel mehr schreiben, da ich jetzt endlich an der Reihe war auf´s Klo zu kommen. Als ich wieder zurück bei den anderen war, hätte ich die Krise kriegen können. Steff und Stu knutschen wild miteinander, genauso wie Kicki und Mus und Jacky und Kenzie. Simone und Jay waren auf der Tanzfläche, Ju und Ollie an der Bar, wobei Ollie seine Finger nicht bei sich behalten konnte, und Luzie und Marcel waren sonst wo hinverschwunden. Genervt setzte ich mich neben die Knutschenden und bestellte mir einen neuen Drink. „Wenigstens hab ich noch dich Jack!“ meinte ich zu meinem Jacki-Cola Glas und kippte es in mich rein. Plötzlich spürte ich mein Handy vibrieren.

„Mir geht´s auch ganz gut. Ich hatte irgendwie keine Lust das fünfte Rad am Wagen zu sein. Aber wenn ich gewusst hätte, dass du doch mitkommst, wär ich vielleicht doch gekommen

„Dann komm doch! Beweg deinen Arsch hierher! Ich fühl mich auch wie das fünfte Rad am Wagen. Alle knutschen hier rum und ich trink nur Einen nach dem anderen. Ich komm in einer halben Stunde vor den Club und wehe wenn du dann nicht da bist

Ich schaute auf die Uhr. Ok Junge um halb 1 komm ich raus und wehe du bist nicht da, dachte ich mir und zündete mir eine Zigarette an.

Die nächsten Minuten kamen mir vor wie Stunden. Ich saß da, trank immer noch und hatte schon gar keinen Plan mehr, der wievielte Drink das jetzt eigentlich schon war. Immer wieder sah ich auf die Uhr, doch die Zeiger schienen sich nicht zu bewegen. War meine Uhr etwa stehen geblieben? „Jacky wie viel Uhr ist denn?“ wollte ich von ihr wissen. Sie löste sich kurz aus Kenzie´s Umarmung, schaute auf die Uhr und sagte „Viertel nach 12“ Oh man meine Uhr war doch nicht stehen geblieben. Ich war schon fast soweit ein Bierdeckelhäuschen zu bauen, als ich erneut auf die Uhr schaute. Es war 5 vor halb 1. „Ich geh mal kurz vor die Tür“ rief ich in die Runde, bekam aber keine Antwort. Auf dem Weg zum Ausgang bemerkte ich jetzt richtig die Drinks. Schwankend und leicht benebelt bahnte ich mir den Weg nach draußen. Dort setzte ich mich auf den Bordstein und wartete. Ok es ist halb 1, wo steckt der Typ? dachte ich mir und starte in der Gegend rum. Es wurde immer später, 12.35 Uhr, 12.40 Uhr, 12.45 Uhr, 12.50 Uhr … ich wurde leicht sauer und wollte gerade versuchen wieder aufzustehen als ich plötzlich Sam anrennen sah. Außer Atem stellte er sich vor mich hin. „Hi sorry es ging nicht schneller. Ich hatte nur Boxershorts an. Das hat etwas gedauert bis ich mich angezogen hatte“ (sam) „Wollen wir reingehen?“ (ich) „Ja ok“ (sam) „Du musst mir aber helfen aufzustehen. Ich komm irgendwie nicht mehr hoch“ grinste ich. Sam half mir hoch und gemeinsam gingen wir in den Club. Ich war froh zu sehen, dass sich die Pärchen in der Zwischenzeit wieder von einander lösen konnten. Wahrscheinlich bekamen sie keine Luft mehr und mussten deshalb ne Pause einlegen. Stu winkte uns zum Tisch und Sam begrüßte erstmal alle. „Wo warst du denn Nadine? Ich hab mir sorgen gemacht“ meinte Kicki, als ich mich wieder neben sie setzte. „Ich hab Sam abgeholt“ sagte ich nur. Eigentlich hatte ich allen Bescheid gesagt, dass ich ein bissl rausgehen wollte, aber das hatte mal wieder keinen interessiert. Sam setzte sich zu mir und bestellte sich erstmal einen Drink. „Mus hatte mir gesagt, dass du nicht mitkommst, deswegen bin ich auch nicht gekommen“ meinte Sam zu mir, während er sich eine Zigarette anzündete. „Ja ich hatte es ja auch eigentlich vor nicht mitzukommen, aber Kicki hat mich überredet“ Wir redeten noch eine ganze Weile, bis alle die Idee hatten ein bisschen tanzen zu gehen. „Auf komm mit Nadine“ riefen mir alle schon im Gehen hinterher. Ich schüttelte nur den Kopf und bestellte mir noch einen Drink. „Du wirst noch zur Alkoholikerin, wenn du so weiter machst. Und jetzt komm endlich tanzen“ sagte Sam. „Das ist keine gute Idee. Ich kann doch kaum noch stehen … und dann tanzen? Na das würde was geben“ (ich) „Na umso lustiger“ grinste Sam und zog mich mit sich.
Und ich hatte so recht behalten! Kaum war ich auf der Tanzfläche drehte sich alles um mich herum. „Sam du darfst mich jetzt nicht loslassen, sonst fall ich volle Kanne hin“ bat ich ihn. Der lachte nur und tat genau das was ich nicht wollte. Er ließ meine Hand los. „Sam ich mein es ernst! Gib mir sofort wieder deine Hand sonst passiert was!“ (ich) Ich stand mitten auf der Tanzfläche, alle tanzten um mich herum und ich stand wie angewurzelt da und hatte alle Mühe mich aufrecht zu halten. „Ist ja schon gut“ grinste Sam und nahm meine Hand wieder in seine. „Ich glaub ich sollte lieber nach Hause. Bringst du mich zu Kicki, damit ich ihr sagen kann, dass ich nach hause will?“ (ich) „Ich kann dich auch nach Hause bringen. Kicki amüsiert sich doch grad so gut mit den anderen. Lass sie doch noch hier“ Ich willigte ein und gemeinsam sagten wir den anderen noch gute Nacht.

Sam hatte die brillante Idee den Weg mit mir nach Hause zu laufen, damit ich ein wenig nüchterner werde. Super Idee Sam, dachte ich mir. Ich kann kaum noch stehen und der lässt mich da drei Kilometer zu Fuß laufen? Super!





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...   Erstellt am 03.07.2007 - 13:58Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


„Danke dass du mich nach Hause bringst. Aber wolltest du nicht noch ein bisschen bleiben? Immerhin bist du ja erst gekommen“ wollte ich von ihm wissen. „Ne quatsch! Was sollte ich denn da noch, wenn du nicht mehr da gewesen wärst? Dann wär ich wieder das fünfte Rad am Wagen gewesen und wär möglicherweise noch so geändert wie du jetzt“ grinste er. „Haha, sehr witzig. Du hast wohl heute Morgen einen Clown gefrühstückt“ entgegnete ich ihm. Danach verfielen wir in Schweigen. Nach ungefähr der Hälfte des Weges konnte ich nicht mehr. „Sam mir ist so schlecht. Ich kann nicht mehr laufen“ Wir beschlossen eine kleine Pause zu machen und uns auf eine Bank zu setzen. Ich atmete tief ein und aus und versuchte mein Würgegefühl zu unterdrücken, dass sich immer deutlicher bemerkbar machte. Plötzlich stand ich auf und konnte nur noch „Oh mein Gott…“ sagen, bevor ich mich hinter der Bank übergeben musste. Man war mir das peinlich mich vor Sam zu übergeben. Dem machte es aber anscheinend weniger aus als mir. Ganz fürsorglich hielt er mir meine Haare zurück und reichte mir ein Taschentuch. Als die Übergeberei endlich vorbei war, legte ich mich auf die Bank und wäre am liebsten auf der Stelle eingeschlafen. Ich verfiel schon in einen kleinen Dämmerschlaf, als ich bemerkte, wie Sam mich vorsichtig hochnahm und wegtrug. „Was machst du“ fragte ich ihn mit leiser und kränklicher Stimme. „Ich bring dich nach Hause. Oder willst du wie ein Penner auf der Bank schlafen?“ (sam) „Ich wollte doch nur kurz meine Augen ausruhen, dann wär ich schon weitergelaufen“ (ich) „Ich wollte aber eigentlich heute noch zu Hause ankommen“ grinste er und trug mich weiter die Straße entlang. Irgendwann schlief ich einfach in seinen Armen ein.

Das erste, das ich wieder bemerkte, war, wie Sam versuchte mit einer Hand in meiner Tasche zu wühlen, während er mich immer noch in seinen Armen trug. „Was machst du da?“ fragte ich verwirrt und völlig orientierungslos. „Wo sind deine Hausschlüssel?“ (sam) „Ich weiß nicht genau, ich glaub bei Kicki“ (ich) „Was?! Sag bloß du hast deine Schlüssel nicht dabei? Und was soll ich jetzt machen? Soll ich bei deinen Eltern klingeln?“ (sam) „Nö. Lass mich einfach auf der Treppe sitzen. Kicki kommt bestimmt demnächst“ sagte ich immer noch total müde und bemerkte selbst nicht richtig, was ich da von mir gab. „Ich hab ne bessere Idee“ meinte Sam und entfernte sich, mit mir im Arm wieder von meinem Haus. Ich war schon so fertig, dass es mir egal war, wo Sam mich hinbringen würde oder was er mit mir vorhatte. Er hätte mich wahrscheinlich sogar misshandeln können und ich hätte es nicht mitbekommen. Das Nächste, das ich mitbekam war, dass wir in einem Hausflur standen und mir der Geruch dieses Hauses sehr bekannt vor kam. Sam trug mich die Treppen hoch und legte mich in ein Bett. „Wo sind wir?“ wollte ich von ihm wissen. „Wir sind bei mir zu Hause. Du liegst in meinem Bett. Du kannst jetzt erstmal richtig schlafen. Ich werde in Nick´s Zimmer pennen. Schlaf gut“ sagte Sam und gab mir einen Kuss auf die Stirn. Ich nickte nur noch leicht und schlief ein.

*Am nächsten Morgen*

Langsam öffnete ich meine Augen und schaute mich verwundert um. Dann war das doch kein Traum, dachte ich mir so. Ich hielt mir meinen Kopf, der richtig wehtat. Es war sogar noch schlimmer als gestern. Ich bemühte mich, mich in eine aufrechte Sitzhaltung zu bringen und mich erstmal richtig auszustrecken. Plötzlich öffnete sich die Tür und ich hörte einen lauten Schrei. Sam´s Mutter stand in der Tür und sah mich entsetzt an „Nadine?! Was machst du denn hier? Auch noch in Sam´s Zimmer“ wollte sie von mir wissen. „Ähm, dass weiß ich selbst nicht so genau“ konnte ich als einzige Antwort geben. Auf einmal stand Sam ebenfalls an der Zimmertür. „Guten Morgen Mum. Guten Morgen Nadine“ grinste er. „Samuel was hat das zu bedeuten?“ wollte seine Mum mit einem skeptischen Blick von ihm wissen. „Nadine hatte ihre Schlüssel vergessen und da hab ich ihr angeboten, dass sie hier schlafen kann“ (sam) „Achso, na dann. Ich hab eben sonst etwas gedacht. Ich hab gedacht ihr seit zusammen oder so“ (Mum) „Wie kommst du denn darauf?“ (sam) „Ach bei euch weiß man doch gar nichts mehr. Das ist alles so verwirrend mit eurem Hin und Her, erst küsst ihr euch, dann ist Nadine mit Nick zusammen, dann ist Schluss mit Nick und jetzt finde ich sie in deinem Bett. Was soll ich da schon denken?“ grinste Sam´s Mum. Man war mir das unangenehm. Die musste bestimmt denken, dass ich so ein kleines Flittchen bin, dass nur darauf aus ist ihre Söhne zu vernaschen. „Komm Nadine. Ich leih dir ein paar Klamotten von mir. Dann kannst du erstmal duschen gehen und in der Zwischenzeit mach ich Frühstück“ (Mum) „Ähm, das ist wirklich nett, aber …“ (ich) „Kein aber! Komm mit!“ (Mum) Sam´s Mum zog mich aus dem Bett und schliff mich in ihr Zimmer vor den Kleiderschrank. „Wow Sie haben echt schöne Kleider“ sagte ich zu ihr und bestaunte die namenhaften Kleider. „Ich glaube das dürfte passen“ grinste sie und schob mich mit samt Kleid ins Badezimmer. Dort duschte ich erstmal, kämmte meine Haare und zog das Kleid an. „Nadine im kleinen Schränkchen ist deine Zahnbürste“ (Mum) Ich hatte, während ich mit Nick zusammen war öfter bei ihm übernachtet und daher noch eine Zahnbürste hier. Ich putzte mir noch schnell die Zähne und ging anschließend runter in die Küche, wo das Frühstück schon wartete. Sam saß nur mit einer Boxershort bekleidet am Tisch und goss sich Milch über seine Flakes. „Sam, kannst du dir nicht wenigstens was vernünftiges anziehen, wenn du am Frühstückstisch sitzt?“ wollte seine Mutter wissen. „Wieso, wenn stört es denn? Sonst sitz ich auch immer so da“ (sam) „Ja, aber heute ist Nadine da. Komm und zieh dir wenigstens noch ein T-Shirt und eine Hose an“ befahl sein Mum. Mir hatte es nichts ausgemacht, dass Sam so da saß. Nein ganz im Gegenteil =) Von mir aus hätte er auch so sitzen bleiben können, doch seine Mutter bestand darauf und Sam zog sich widerwillig eine Hose und ein T-Shirt an. Nach dem Essen beschloss ich lieber mal nach Hause zu gehen, bevor sich Kicki oder meine Eltern noch Sorgen machten.

Bei mir Zuhause angekommen ging ich ins Wohnzimmer, wo mein Vater, meine Mutter, Kicki und Mus saßen und bekam prompt einen gehörigen Anschiss von meiner Mutter, wo ich die ganze Nacht geblieben war. „Äh ich war bei Sam. Ich hatte meine Schlüssel vergessen und wollte euch nicht aufwecken“ rechtfertigte ich mich. „Sam? Was willst du denn bei dem?“ bekam ich von meiner Mutter zurück. „Er hat mich nach Hause gebracht und als er bemerkt hat, dass ich meine Schlüssel vergessen hatte, hat er mir vorgeschlagen bei ihm zu übernachten“ (ich) „Habt ihr etwa gemeinsam in einem Bett geschlafen?“ (Mum) „Nein haben wir nicht. Er hat in Nick´s Zimmer gepennt. Sam ist nur ein Kumpel, mehr nicht“ antwortete ich ihr genervt „Na dann ist ja gut. Ich will hoffen, dass Sam auch nur ein Kumpel für dich bleibt und nicht mehr“ (Mum) „Was soll das jetzt heißen?“ fragte ich sie aggressiv. „Es reicht wenn du mit einem der Foulkesbrüder was hattest. Du musst dir nicht auch noch den anderen schnappen. Was soll die Familie nur über dich denken. Die würden denken, dass du sonst was für ein Flitchen bist“ Auf dieses Gespräch hatte ich echt keine Lust mehr. Genervt stapfte ich die Treppen hoch, ging in mein Zimmer und knallte extra laut mit der Tür. Aus dem Wohnzimmer konnte ich laute Stimmen hören. Anscheinend diskutierten Kicki und unsere Mum miteinander.

Ich musste raus aus diesem Haus. Ich hatte keine Lust mir noch weiter dieses Gelabere von meiner Mutter anzutun. Warum reagierte sie so? normalerweise sollte sie sich doch für mich freuen, wenn ich einen Freund habe, oder zumindest einen Kumpel mit dem ich mich gut verstehe. Aber nein… stattdessen musste ich mich auch noch anmotzen lassen. Ich beschloss bei Jacky anzurufen. Sie wusste in solchen Sachen immer Rat. Außerdem konnte man mit ihr allerhand Unsinn anstellen. Ich nahm mein Handy in die Hand und wählte ihre Nummer. „Ja hallo?“ kam es von Jacky. „Hi ich bin´s. was machst du grad? Kann ich ein bissl zu dir? Ich halt´s zuhause nicht mehr aus!“ „Ja klar Süße! Die anderen kommen auch bald. Was ist denn los?“ (Jacky) „Ach meine Mum nervt. Ich erzähls dir später. Also bis gleich.“ Ich legte auf, nahm meine Tasche, schnappte Kicki, die noch immer mit unserer Mum diskutiert und verließ das Haus. Mus ließen wir einfach zurück!
„Was, wie, wohin gehen wir?“ fragte Kicki perplex. „Wir gehen zu Jacky und den anderen“ sagte ich und ging in zügigem Schritt weiter. Als wir bei ihr ankamen, öffnete uns Kenzie die Tür. Wir begrüßten ihn und gingen in Jacky´s Zimmer. Dort begrüßten wir den Rest, der schon da war, bestehend aus Jacky, Simone, Steff und Ju. Die Mädels unterhielten sich gerade über den gestrigen Abend und wie lustig es doch noch war, als ich schon weg war. „… Und als wir Luzie und Marcel auf dem Klo erwischt hatten, also echt“ grinste Ju und alle mussten laut los lachen. „Na da hab ich wohl was verpasst“ grinste ich und setzte mich auf Jacky´s Bett. Die Mädels brachten mich wieder in richtig gute Stimmung. Ich bin so froh, dass ich sie alle hab. Ich wüsste nicht, wie ich die ganze letzte Zeit ohne sie durchgehalten hätte. „Was war denn vorhin los mit dir? Du hast dich so komisch am Telefon angehört?“ wollte Jacky von mir wissen. „Ach meine Mum hat einen Aufstand gemacht, weil ich bei Sam geschlafen hab“ sagte ich nur und tat so als wär das Thema schon wieder vergessen. „Du hast bei Sam geschlafen?“ vergewisserte sich Steff noch einmal, als hätte sie es nicht richtig verstanden. Ich nickte und sah zu Kenzie, der gerade vor dem Spiegel stand und sein neues T-Shirt betrachtete. Jacky sah, dass ich mich unwohl fühlte, vor Kenzie so ein Thema anzusprechen. „Schatz, raus! Wir führen hier Frauengespräche!“ rief sie ihm zu. Der winkte nur genervt ab und ging aus dem Zimmer. „Hoffentlich kommen bald die Jungs. Das ist ja nicht mehr zum Aushalten“ hörten wir Kenz nur noch sagen. „Ok, jetzt kannst du weitererzählen“ sagte Simone. „Das war´s! Ich hab bei Sam gepennt und fertig. Er hat in Nick´s Zimmer geschlafen und ich in seinem“ (ich) Die Mädels gaben sich jedoch nicht mit so einer kleinen Antwort zufrieden. „Wir wollen alles in Einzelheiten erfahren“ grinste Ju und die anderen nickten ihr zustimmend zu. Also erzählte ich ihnen die ganze Story, auch das mit dem Übergeben. „Man war mir das peinlich. Auch noch vor Sam“ (ich) „Oh je das is übel“ sagte Steff mitfühlend. „Aber nicht so übel wie ihr anscheinend war“ lachte Kicki, was ich jedoch gar nicht witzig fand. Als ich die Story, auch das mit meiner Mum erzählt hatte, klingelte es an der Tür. Jacky ging nachsehen, wer es war.
Wir hörten, dass es die Jungs waren. Die konnte man einfach nicht überhören
Mus, Sam, Jay, Stu und Ollie kamen ins Zimmer und begrüßten uns nach der Reihe. Mus fragte Kicki noch verwirrt, warum wir ihn einfach sitzen ließen, doch dann setzte er sich auch zu ihr. Wie die anderen sich zu ihren Freundinnen setzten. Auch Kenzie kam wieder rein, als er bemerkte, dass die Jungs bei uns Mädels bleiben wollten. „Ich bin so froh, dass ihr endlich da seid. Ihr werdet es nicht glauben, aber die haben mich doch echt aus dem Zimmer geworfen, weil sie über Frauenzeug reden wollten“ beschwerte sich Kenzie bei den Jungs und warf uns Mädels gespielt, einen funkelnden Blick zu. „Na hast du sie dann wenigstens belauscht?“ wollte Jay von ihm wissen und lachte. „Naja. Den Anfang hab ich noch mitbekommen, bevor sie mich rausgeschmissen haben. Aber sonst hab ich kaum was verstanden“ sagte Kenzie. „Und was haben sie geredet? Das würd mich mal interessieren“ sagte Ollie und sah Kenz erwartungsvoll an. Ich bekam einen Schreck. Ich glaube, ich bring ihn um, wenn er verrät, dass wir über Sam geredet haben. Das schlimmste daran wäre, dass Sam ja schließlich auch da war und zuhörte. „Die haben über gestern gequatscht, wegen Luzie und Marcel“ fing Kenzie an. „Wo sind die denn überhaupt?“ versuchte ich schnell abzulenken. „Die wollen heute einen gemeinsamen Tag, nur zu zweit verbringen“ meinte Mus und widmete sich wieder den Erzählungen von Kenzie zu. „Dann kamen Nadine und Kicki. Die Mädels haben Nadine über Sam ausgefragt und wollten wissen warum sie gestern bei ihm geschlafen ha…“ in diesem Moment hielt Jacky ihre Hand vor Kenzie´s Mund, damit er nicht noch mehr erzählen konnte. Aber es war zu spät und den wesentlichen Teil, den er nicht verraten sollte, plapperte er aus. „Du bist tot“ schrie ich und stürmte auf Kenzie los.
Ich schmiss mich auf ihn. Doch er fing an zu lachen und fand die ganze Sache auch noch witzig. Das brachte mich nur noch mehr aus der Fassung. „Wie kannst du nur so Sachen ausplaudern“ sagte ich mit energischer Stimme zu ihm. Der lachte sich aber weiterhin schlapp und die anderen fingen auch an zu lachen. „Was ging denn da ab hä Sam? Hast du die betrunkene Nadine dann wenigstens rumbekommen?“ lachte Ollie, doch Sam fand das anscheinend genauso wenig witzig wie ich. „Ja genau. Sie konnte sich ja dann nicht wehren. Das war doch deine große Chance“ meldete sich nun auch Jay zu Wort. Mir reichte es. Ich merkte, wie mir langsam Tränen der Wut in die Augen schossen und beschloss von Kenzie abzulassen und mich erstmal ins Wohnzimmer zu setzen, um mich zu beruhigen.
Ich ging in Wohnzimmer und ließ mich auf das Sofa fallen. Ich wischte mir die Tränen weg und atmete erstmal tief durch. Keiner sollte mich so sehen, sonst würden nur wieder blöde Fragen aufkommen, wieso ich weinte. Ich bemerkte, dass jemand ins Wohnzimmer kam. Bestimmt war es eins der Mädchen, die nach mir schauen wollten, doch weit gefehlt. Es war die Person, die ich am wenigsten erwartet hatte, Sam! „Süße? Alles okay bei dir?“ fragte er mich, kniete sich vor mich hin und schaute mich eindringlich an. Ich nickte und wich seinem Blick aus. Ich hätte eigentlich erwartet, dass er nun stinksauer auf mich war, weil ich mit den Mädchen über ihn geredet hatte, Kenzie es mitbekommen hatte, es den Jungs erzählte und Sam sich auch noch dumme Kommentare darüber anhören musste. Aber weit gefehlt, er versuchte mich zu beruhigen und legte seine Hand auf meinen Rücken. Sachte streichelte er mich und atmete tief durch. „Was ist los? Lass Kenzie doch labern. Wir wissen doch wie er ist“ (sam) Langsam erfasste mein Blick seinen. „Aber, … aber bist du nicht böse auf mich, weil ich mit den Mädels über gestern Nacht geredet hab?“ (ich) „Ne quatsch! Als hätte ich noch nie mit den Jungs über dich geredet“ grinste er mich an. „Na schön zu wissen“ grinste ich zurück und rappelte mich auf, damit sich Sam zu mir auf´s Sofa setzen konnte. Stillschweigend saßen wir nun nebeneinander, wie zwei kleine Kinder, die kurz vor ihrem ersten Kuss standen und nicht wussten, wie sie es anstellen sollten. Sam und ich warfen uns immer mal wieder verstohlene Blicke zu, bis Simone plötzlich ins Wohnzimmer gestürzt kam. „Ich stör euch doch hoffentlich nicht, aber Luzie hat grad bei Jacky angerufen und hat sich voll traurig angehört. Nadine wir sollen sofort zu ihr kommen“ sagte sie und zog mich von Sam weg. Ich warf ihm noch schnell einen entschuldigenden Blick zu und schon waren wir aus der Haustür verschwunden.
Gemeinsam quetschten wir uns in Ju´s Auto und düsten zu Luzie. Als wir ankamen, klingelten wir an der Tür und eine total traurige Luzie machte uns die Türe auf. Sie hatte rot unterlaufene Augen und hielt ein, mit Make-up beschmiertes Taschentuch in der Hand. „Ach Süße, was ist denn mit dir los?“ fragten wir sie und umarmten sie alle gleichzeitig. „Marcel!“ sagte sie mit trauriger, doch zu gleich wütender Stimme. Gemeinsam setzten wir uns erstmal ins Wohnzimmer, wo Luzie uns weitere Einzelheiten erzählen konnte. „Jetzt erzähl mal, was ist denn passiert? Ihr wolltet euch doch nen schönen, romantischen Tag machen“ meinte Kicki. „Ja das ist es ja! Wir wollten!“ fing Luzie an zu erzählen. „Also es hatte eigentlich ganz toll angefangen. Marcel holte mich von Zuhause ab und wir machten uns auf den Weg in die Stadt zum Einkaufen. Ihr wisst ja, wie er Shoppen sonst hasst! Aber er hat sich für mich echt was Süßes einfallen lassen. Zuerst waren wir shoppen und er bezahlte mir sogar zwei unheimlich teure Oberteile. Danach dachte ich, dass wir eigentlich wieder nach Hause gehen würden, doch Marcel nahm meine Hand ganz sachte in seine und er führte mich in den Park. Dort hatte er ein Picknick für uns vorbereitet, genau an der Stelle, an der wir uns kennengelernt hatten. Es war echt zu süß“ sagte sie. „Oh Süße, das hört sich doch toll an“ sagte Simone und legte ihre Hand auf Luzies Oberschenkel. Die nickte nur leicht und erzählte weiter „Es war einfach perfekt. Er hat mein Lieblingsessen dabeigehabt und fütterten uns gegenseitig. Nach dem Essen kuschelten uns schmusten wir sehr innig miteinander. Ich war so glücklich in diesem Moment. Wir küssten uns lange und intensiv bis auf einmal so ne Tussi auftauchte und Marcels Namen rief. Er ließ von mir ab, stand auf und begrüßte die Tussi gleich mit Wangenküsschen. Ich hab mir dann so gedacht, dass das bestimmt ne alte Freundin von ihm ist. Ich stand dann ebenfalls auf, um mich vorzustellen und zu erfahren, wer das eigentlich war, die unseren romantischen Tag störte. Ich ging zu ihr, reichte ihr die Hand und stelle mich vor. Doch die blöde Kuh hat es noch nicht mal für nötig befunden mir die Hand zu geben. Ich hab mich wie so ein kleines Kind gefühlt, dass es nicht würdig war ihre Hand anfassen zu dürfen“ „Boah was ist dass den für ne blöde Kuh?“ regten wir uns alle auf. „Na jetzt kommts aber erst, Marcel zeigte mir die kalte Schulter und meinte, auf die Frage von der Tussi was er denn mache, dass er nichts besonderes macht und „nur“ ein bissl am See sitzt. Ich hätte ihm an dieser Stelle schon an den Hals springen können, dass er so etwas gesagt hatte. Ich hab echt gedacht ich bin im falschen Film. Kaum kam da so ne aufgetakelte Tussi, schon hatte er mich vergessen, oder was? Mit einem „Schatz kommst du?“ versuchte ich der Schnepfe klar zumachen, dass ich mit Marcel zusammen bin und sie sich doch lieber verziehen solle“ „Und was hat sie dann gemacht?“ (Steff) „Fängt die nicht plötzlich an mit Marcel zu flirten? Ihr wisst ja, was für Tricks wir Frauen doch so drauf haben, damit die Jungs uns aus der Hand fressen. Und genau das setzte sie nun ein. Sie fuhr sich durchs Haar, spielte an Marcels Wange rum und lachte über jeden Satz der er von sich gab. Und der Idiot ging auch noch auf ihr Spielchen ein. Marcel raffte noch nicht einmal, als ich meine Sachen zusammenpackte und geradewegs an ihm vorbeistapfte“ sagte Luzie und fing erneut an zu weinen. „Ach Maus. Das wird schon wieder!“ versuchten wir sie zu trösten, aber merkten, dass wir in der Situation, in der Luzie war, genauso oder noch schlimmer reagiert hätten. „Ich liebe ihn doch so sehr, aber ich weiß grad nicht mehr, was ich machen oder denken soll“ sagte Luzie und hoffte auf einen Rat von uns. Doch was sollten wir ihr nur raten? Schluss machen? NEIN! Dafür sind Marcel und Luzie einfach ein zu süßes Paar und bis auf diese Situation hatten die beiden eine echt harmonische Beziehung. Wir mussten versuchen die beiden wieder zu versöhnen und rausbekommen, was Marcel sich bei der Scheiße eigentlich gedacht hatte.
Steff beschloss bei Stu anzurufen, der sich gut mit Marcel verstand. Er sollte versuchen herauszubekommen, welche Sicht Marcel bei der ganzen Sache hatte und warum er so etwas getan hat. Als Steff ihm die Situation erklärte, machte sich Stu sofort auf den Weg zu Marcel nach Hause. Vorher jedoch machten wir einen Treffpunkt aus, wo wir uns treffen konnten. Wir blieben noch bei Luzie und versuchten sie wieder aufzuheitern. Irgendwann nach ner Stunde klingelte Steff´s Handy. Es war Stu. Er erzählte Steff über´s Handy, was Marcel gesagt hat. Anschließend erzählte sie uns, speziell Luzie, was er gesagt hatte „ Marcel hat Stu erzählt was los war. Es war ne alte Bekannte von ihm namens Lilly. Er kennt sie schon seit 7 Jahren. Die beiden haben sich eine Ewigkeit nicht mehr gesehen gehabt, und Marcel hat in dieser Situation nicht mehr richtig an dich gedacht, weil er sich so gefreut hat, dass er sie mal wieder sieht“ (Steff) „Nicht mehr richtig an mich gedacht? Was ist das denn für ne miese Ausrede? Ich kann´s zwar verstehen, dass er sich gefreut hat, aber musste er gleich mit ihr flirten?“ (Luzie) „Dazu hat Stu nicht viel gesagt. Ich weiß es nicht“ (Steff) „Wie wär´s wenn du die Story am besten selbst mit Marcel beredest? Nicht das wir hier noch was Falsches erfahren oder so?“ schlug Kicki vor. „Ich weiß nicht so recht. Ich bin immerhin noch ziemlich sauer auf ihn und erst recht auf diese Tussi. Am liebsten würd ich ihm voll eine verpassen und das gleiche mit ihm machen. Ich schnapp mir einfach den Typen von ihr“ sagte Luzie, doch wir überredeten sie dann doch sich mit Marcel auszusprechen. Steff rief erneut Stu an und gemeinsam machten sie einen Treffpunkt für Marcel und Luzie aus, da Luzie zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht mit Marcel reden wollte. „Um 19 Uhr am See“ sagte Steff und Luzie willigte ein. Wir gaben ihr noch ein paar Tipps, wie sie sich verhalten solle „Gib ja nicht zu schnell nach! Der soll um dich kämpfen“ sagte ich. „Ja und zeig ihm am Anfang die kalte Schulter“ (Ju) „Aber wenn du merkst, dass er es wirklich ernst meint, dann verzeih ihm“ (Kicki) „Vertragt euch bitte Luzie. Spring auch mal über deinen Schatten. Er hat zwar Mist gebaut, aber ihr seit einfach für einander bestimmt“ (Jacky) Luzie nickte und machte sich mit gemischten Gefühlen auf den Weg zum Treffpunkt. Wir hofften alle stark, dass Luzie und Marcel wieder als glückliches Paar von diesem Treffen zurückkommen würden. Doch wissen konnten wir es zu diesem Zeitpunkt nicht!
Wir beschlossen auch lieber nach Hause zu fahren. Ju fuhr uns, einen nach dem anderen nach Hause. Gemeinsam planten wir morgen an unserer neuen Choreo zu üben, auch wenn einige fehlten. Wir hatten Ferien, doch trotzdem wollten wir nicht aus der Übung kommen. Wir wollten uns im Park, am Fußballplatz treffen. „Ich sag dann Luzie noch bescheid“ meinte ich zu den anderen, als Kicki und ich bei uns zu Hause ankamen. Wir verabschiedeten uns, und gingen rein. Meine Mutter ignorierte ich, so gut ich konnte und ging in mein Zimmer. Ich schaute noch Tv und schrieb Luzie ne SMS, wie es mit Marcel gelaufen ist und das wir uns morgen treffen, bevor ich beschloss schlafen zu gehen.

*Am nächsten Tag*

Wie verabredet trafen wir uns alle pünktlich im Park. Die Jungs hatten vor, etwas später nachzukommen. Bevor wir jedoch trainierten, wollten wir von Luzie erfahren, was gestern passiert ist. „Ihr hättet ihn euch angucken sollen. Man hat richtig gesehen, dass es ihm leid tut. Er hat gemerkt, was er falsch gemacht hat. Ich hab es ihm aber nicht einfach gemacht. Erstmal musste er sich vor mich knien, mir sage, dass er ein Idiot ist und kein Hirn hat, was solche Sachen angeht und anschließend musste er mir noch versprechen, dass das nie wieder vorkommen wird“ erzählte sie. „Hat er auch was wegen dem Flirten gemeint?“ wollte Steff ganz neugierig wissen. „Ja. Lilly ist anscheinend schon lange scharf auf ihn und versucht ihn immer wieder rumzubekommen, doch er wollte noch nie etwas von ihr“ sagte sie und wir konnten die Erleichterung in ihrer Stimme hören. „Also habt ihr euch wieder vertragen?“ (kicki) „Ja zum Glück! Ich liebe ihn doch so sehr und der Streit war echt dumm. Aber wollten wir nicht eigentlich trainieren?“ grinste Luzie und zog uns alle hoch, damit wir endlich anfangen konnten.

Wir übten neue Schritte, Figuren und Aufstellungen, bis die Jungs kamen. „Hi Mädels“ schrie uns Stu schon von weitem zu. Die Jungs begrüßten uns und wir überlegten, ob wir heute Abend nicht etwas zusammen machen sollten. „Sorry mit uns zwei könnt ihr nicht rechnen“ sagte Mus und nahm Kicki in den Arm. „Wir haben heute ein Date“ grinste Mus. „Ja, mein zweites Pflichtdate mit ihm“ grinste Kicki. „Oh da wird´s ja mal Zeit. Die zwei Tore von Mus in dem einen Spiel sind ja schon eine Ewigkeit her“ lachte Kenzie. „Wer wusste denn damals, dass ich sie schon nach einem Date um den Finger gewickelt hatte“ grinste Mus und zwinkerte mit einem Auge. Kicki bedankte sich für diese Aussage mit einem Ellenbogenstoß in Mus´ Rippen.
„Und was machen wir dann?“ fragte Stu. „Wie wär´s mim Reddy Blue?“ schlug Sam vor. Wir nickten alle „Aber diesmal müssen wir Nadine von den Drinks abhalten“ grinste Sam, woraufhin ich ihm einen gespielt bösen Blick zuwarf und meine Arme verschränkte.
Am Abend war ich gerade dabei, mich fertig zu machen, als ich aus Kicki´s Zimmer wüste Schimpfereien hörte. Ich dachte mir nichts weiter dabei und schminkte mich weiter, bis Kicki auf einmal gegen die Badezimmertür trampelte und schrie, dass ich meinen Arsch sofort aus dem Bad bewegen sollte. „Ja ja is gut. Ich bin ja gleich fertig“ meinte ich nur genervt und machte die Tür auf. „Ich raste hier noch aus!“ meckerte sie und zeigte auf ihre Strumpfhose, die eine riesen Laufmasche hatte. „Mus holt mich in zwei Minuten ab und ich bin immer noch nicht fertig“ sagte sie und stieß mich aus dem Bad. Es hätte grad noch gefehlt, dass sie mir nen Arschtritt verpasste. Man ist die nervös, dachte ich mir. Aber wieso überhaupt? Immerhin musste sie Mus doch nichts beweißen, sie ist doch schon mit ihm zusammen und er liebt sie ja schließlich so wie sie ist. Plötzlich klingelte es an der Tür. „Ich mach schon auf“ rief ich Richtung Badezimmer und stapfte die Stufen runter. „Sam du?“ fragte ich irritiert, als ich die Türe öffnete. „Hi, bist du fertig? Ich hab mir gedacht, dass ich dich doch auch abholen kann“ grinste er mich an. „Wer ist es denn?“ hörte ich aus dem Wohnzimmer von meiner Mum, die aber schon am Türrahmen stand um selbst zu sehen, wer es war. „Samuel. Hallo. Was machst du denn hier?“ fragte ihn meine Mutter überfreundlich. „Ich wollte Nadine abholen. Wir gehen ins Reddy Blue“ antwortete er höflich. „Darf ich bitte noch kurz ein Wörtchen mit Nadine reden“ sagte Mum und zog mich am Arm ins Wohnzimmer. Sie hielt mich am Arm fest und beugte ihren Kopf zu mir runter. „Was hatte ich dir über Sam gesagt? Lass bloß die Finger von ihm Nadine. Ich möchte nicht, dass du mit ihm zusammenkommst. Es reicht, dass du mit Nick zusammen warst“ sagte sie in einem befehlenden Ton. Ich riss mich von ihr los und warf ihr einen funkelnden Blick zu. „Wir können“ meinte ich zu Sam und zog mir noch schnell meine Jacke an. „Du siehst echt toll aus“ grinse er mich an und ich sah, dass meine Mutter mit zornigem Blick an der Wohnzimmertür stand. Du kannst mich mal, dachte ich mir so und ging mit Sam aus der Tür. Vor der Tür parkte gerade Mus sein Auto und sah irgendwie genauso gestresst wie Kicki aus. „Hi alles klar?“ begrüßte Sam ihn. „Nix is klar. Dieses scheiß Auto nervt mich. Die ganze Zeit geht es aus, wenn ich an der Ampel steh. Und mein Bruder hat mich auch noch genervt“ beschwerte sich Mus bei uns. „Chris hatte nichts besseres zu tun als das Bad zu blockieren, dass ich nicht rein konnte“ (Mus) „Das kenn ich“ hörte ich von der Haustür. Kicki kam in diesem Moment raus und beschwerte sich darüber, dass ich angeblich das Bad besetzt hätte. Sie kam zu Mus und begrüßte ihn. Als sie gerade ins Auto einsteigen wollte, brach ihr der Schuhabsatz ab. „Scheiße!“ schrie sie und ging zurück ins Haus. „Komm wir gehen“ meinte ich zu Sam, da ich mir nicht noch weiter den Stress von Kicki und Mus anhören wollte. „Na das kann ja ein Abend geben“ grinste Sam und wir stiegen in sein Auto ein.

*Bei Kicki und Mus*

Kicki hatte sich in der Zwischenzeit neue Schuhe angezogen und die beiden waren auf dem Weg in ein romantisches Restaurant. An einer Ampel ging Mus´ Wagen erneut aus. „Ey ich raste hier noch gleich aus!“ schrie Mus und schlug fest auf das Lenkrad. „Beruhig dich. Wir wollen doch einen schönen Abend haben“ versuchte Kicki in zu beruhigen. „Du hast recht“ sagte er, startete das Auto erneut und legte seine Hand auf Kicki´s Knie. Am Restaurant angekommen musste Mus Ewigkeiten einen Parkplatz suchen, bevor sie einen fanden. „Der Parkplatz ist ja mal Welten vom Restaurant entfernt. Da hätten wir auch gleich von Zuhause aus laufen können“ meinte Kicki genervt und versuchte in ihren Highheels den steinigen Weg zu gehen, ohne abzuknicken. Doch leider passierte genau das. Kicki knickte um und fiel auf den Boden. Anscheinend musste das so witzig ausgesehen haben, dass Mus sich vor Lachen nicht mehr halten konnte. „Hör auf so dumm zu lachen und hilf mir hoch“ schrie Kicki ihn an. Mus half ihr, unter Lachen aufzustehen. Plötzlich prustete er los und zeigte auf Kicki´s Kleid. „Was ist jetzt schon wieder?“ sagte sie gereizt. „Dein Kleid“ war das einzige, das Mus unter Lachen sagen konnte. Kicki schaute an sich hinunter und sah, dass ihr Kleid einen langen Riss hatte. „Oh scheiße, das kann doch nicht wahr sein!“ Sie versuchte den Riss so zu kaschieren, dass es nicht auffiel und aussah, wie als ob es Absicht sei. Kicki war in diesem Moment echt zum Heulen zu mute, doch sie riss sich zusammen und gemeinsam gingen sie ins Restaurant. „Ich hatte einen Tisch für zwei reserviert auf den Namen Omer“ sagte Mus zum Kellner. Der schaute in die Liste und schüttelte mit dem Kopf. „Es tut uns leid, aber Ihr Name steht nicht auf der Liste“ (Kellner) „Was? Wie bitte?“ sagte Mus entsetzt. „Ich hatte den Tisch schon vor einer Woche reserviert“ „Es tut mir leid, aber hier steht nichts von Omer“ versuchte der Kellner zu erklären. „Hab Sie denn noch so einen Tisch frei?“ (Mus) „Nein wir sind ausgebucht. Alle Tische sind besetzt!“ (Kellner) Jetzt musste Kicki los lachen. „Was lachst du denn jetzt so blöd? Das ist nicht witzig“ meckerte Mus. „Der Abend geht ja mal vollkommen schief. Das kommt davon, wenn du die Planung übernimmst“ lachte Kicki. „Dann mach du das doch nächstes Mal, wenn du alles besser weißt“ giftete Mus sie an. „Ey pass mal auf was du hier von dir gibst du Giftzwerg“ entgegnete sie ihm. „Giftzwerg? Ich glaub es hackt bei dir! Du kannst ja noch nicht mal in deinen Schuhen laufen“ (Mus) Ein heftiger Streit brach zwischen den beiden aus. „Ich möchte Sie bitten unser Restaurant jetzt zu verlassen“ sagte der Kellner und holte die Security. Mus und Kicki wurden aus dem Restaurant „entfernt“ und der Streit ging vor dem Restaurant in die nächste Runde. Sie bewarfen sich mit wüsten Wörtern und Vorwürfen. „Du kannst mich mal“ schrie Kicki und ging Richtung Bushaltestelle. „Du kannst mich auch mal“ schrie Mus und ging in die entgegengesetzte Richtung zu seinem Auto.





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...   Erstellt am 03.07.2007 - 13:59Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


*Bei uns im Reddy Blue*

Die Stimmung war echt klasse. Wir tanzten alle zusammen und hatten viel Spaß. Sam hielt mich strickt vom Alkohol ab, wie als wäre ich eine Alkoholikerin auf Entzug. Sobald ich nur ein Glas in der Hand hatte, nahm er mir´s weg und leerte es selbst. „Ich glaub solangsam muss ich auf dich aufpassen, dass du nicht zu viel trinkst“ grinste ich ihn an. „Wenn doch, musst du mich eben nach Hause tragen“ grinste er zurück. „Haha sehr witzig. Ne, wenn dann nehm ich das Auto, bind dich hinten dran an und zieh dich durch Chingford bis nach Hause“ lächelte ich. „Ich glaub ich muss dich sowieso nach Hause fahren. Du hast schon einiges getrunken“ sagte ich zu ihm. Sam grinste nur und bestellte sich noch einen Drink an der Bar. Steff und Stu, die gerade auch an der Bar standen unterhielten sich ausgelassen und flirteten wie frisch Verliebte. Auf einmal kam ein Typ zu Steff und machte sie ziemlich dreist an. Und das auch noch vor Stu´s Augen. „Hey Baby. Was gibst du dich denn mit so nem Kerl ab?“ meinte diese Typ und fuhr sich durch seine gegellten, blonden Haare. „Eh, hallo geht´s noch?“ fragte Steff verdutzt. Man konnte sehen, dass Stu fast vorm explodieren stand. „Ey Kumpel, ich würd sagen du verziehst dich mal lieber“ meinte Stu ganz cool. „Warum? Hier ist ein freies Land! Ich kann mit jeder sprechen, mit der ich will. Verstanden … Kumpel“ meinte der Typ lässig und legte provozierend einen Arm um Steff. „Aber das ist meine Freundin. Sie darf nur mit mir sprechen, verstanden? Und jetzt komm Steff“ (Stu) „Eh, was? Hab ich eben richtig gehört? Stu ich bin nicht dein Eigentum, verstanden? Du kannst nicht so mit mir sprechen“ sagte Steff gereizt. „Jetzt hab dich nicht so. Du bist meine Freundin und kein anderer Typ darf sich an dich ranmachen“ (Stu) „Ey du kannst mich mal am Arsch lecken Stu. Ich rede mit wem ich will und basta!“ Steff rollte mit den Augen als sie an Stu vorbei ging. Ich rannte ihr hinterher. „Steff warte mal. Was rastest du denn so aus?“ (ich) „Ey der kann doch nicht denken, dass ich sein Eigentum bin. Stu kümmert sich einen Scheiß um mich die letzte Zeit. Immer wird gemacht, was er sagt. Ich hab da einfach keinen Bock mehr drauf! Mir reicht´s“ schrie Steff und ging aus dem Club.
Steff hatte schon recht, was sie sagte. Die letzte Zeit kümmerte sich Stu wirklich kaum noch um sie. Er nahm Steff als eine Art Selbstverständlichkeit hin und dachte nicht daran ihr in irgendeiner Hinsicht eine Freude zu machen oder ihr das Gefühl zu geben, wichtig für ihn zu sein.
*Am nächsten Morgen*

Gestern versuchte Stu, Steff noch mindestens 10-mal anzurufen, doch sie reagierte auf keinen seiner Anrufe. Auch auf seine SMS nicht. Wir redeten noch lange auf Stu ein, was er falsch gemacht hatte und wie er es möglicherweise wieder in Ordnung bringen könnte. Früh morgens verabschiedeten wir uns dann, die Pärchen übernachteten bei sich und ich fuhr den betrunkenen Stu und den betrunkenen Sam nach Hause. Meine Mum war schon wach, als ich morgens nach Hause kam. „Warum warst du so lang weg? Warst du wieder bei ihm?“ (Mum) „Nein verdammt noch mal. Verstehst du es nicht Mum? Er ist ein Kumpel! Und selbst wenn ich mit ihm zusammenkommen würde, was geht dich das an?“ rief ich genervt, während ich in mein Zimmer lief. „Nadine ich meins doch nur gut“ rief sie mir hinterher. Sie will es gut mit mir meinen? Das glaub ich kaum, sonst würde sie nicht so einen Schwachsinn labern, mir vorschreiben, was ich zu tun hab, sondern würde sich für mich freuen. Ich beschloss mich erstmal auf´s Ohr zu hauen. Ich legte mich gerade ins Bett, als Kicki total verheult in mein Zimmer kam. „Was ist los?“ fragte ich. „Ich hatte einen riesen Streit mit Mus. Der gestrige Abend ist einfach scheiße gewesen. Alles was nur schiefgehen konnte, ist schief gegangen“ Kicki erzählte mir, was passiert war. „Und hast du dich schon mit ihm ausgesprochen?“ (ich) „Nein. Der kann mich mal!“ meinte sie. Oh man, was war denn in letzter Zeit los? Hatten wir Vollmond, oder stand uns die Apokalypse bevor, weil sich alle stritten? „Fehlt grad noch, dass sich Simone und Jay auch noch streiten.“ (ich) „Wieso?“ fragte Kicki. „Na die wollen sich heut auch einen romantischen Tag machen. Jay hat irgendwas für sie vorbereitet. Und bis jetzt haben alle gestritten, die einen schönen Tag zusammen verbringen wollten“ Das war echt komisch! Erst Luzie und Marcel, dann Kicki und Mus und dann auch noch Stu und Steff. Alle stritten. Ich sehe mal von dem Streit zwischen meiner Mutter und mir ab! Spätestens Morgen würden wir erfahren, ob es bei Jay und Simone ähnlich verlief, wie bei den anderen Pärchen. Kicki ging aus meinem Zimmer und ich schlief endlich ein.
Der ganze Tag war langweilig. Eigentlich wollte ich etwas mit unseren Freunden unternehmen, aber Luzie und Marcel waren heute bei Luzies Eltern eingeladen, Kicki hatte stress mit Mus und weinte die ganze Zeit in ihrem Zimmer, mit Mus konnte ich auch nichts unternehmen, da ich sonst Stress mit Kicki bekommen hätte, Simone und Jay machten sich einen romantischen Tag, Steff und Stu hatten auch Streit, Ju und Ollie trafen sich mit Sam und Jacky und Kenzie hatten auch kurzfristig abgesagt, da Kenzie auch irgendwas mit Jacky vorhatte. Na toll, dachte ich mir und beschloss mir einen gemütlichen Videoabend zu machen.

*Bei Jay und Simone*

Jay hatte für Simone etwas total Süßes geplant gehabt. Er hat bei sich zu Hause überall Kerzen verteilt und Rosenblätter verstreut. Simone bekam eine Augenbinde, damit sie nichts sehen konnte. Langsam führte Jay sie in sein Zimmer, wo leise Musik lief und überall Kerzen standen. Jay nahm ihr vorsichtig die Augenbinde ab und Simone war sprachlos, als sie sah, was er vorbereitet hatte. „Oh Schatz wie süß!“ entgegnete sie ihm und küsste ihn leidenschaftlich. „Nur für dich meine Prinzessin. Heute wirst du mal so richtig verwöhnt“ grinste er, nahm sie in seine Arme und trug sie auf sein Bett. Dort fing er an sie sanft zu massieren. Erst am Rücken, dann an den Schultern, an den Armen, an den Beinen und im Gesicht. Er ließ sich unendlich Zeit, damit Simone es richtig genießen konnte. Anschließend ließ er ihr ein Bad ein, bestehend aus Milch und Honig. Jay trug sie ins Bad, und als sie sah, wie wunderschön er alles arrangiert hatte, war sie total gerührt. Überall standen Kerzen, im Wasser schwammen einzelne rote Rosenblätter und seitlich an der Wanne stand eine Sektflasche und zwei Gläser. „Womit hab ich das denn verdient?“ fragte sie. „Du bist einfach die wunderbarste und schönste Person, die ich je kennengelernt habe. Ich liebe dich so sehr“ sagte Jay und küsste sie zärtlich. Gemeinsam nahmen sie ein langes und entspannendes Bad. Die beiden alberten rum und kuschelten intensiv. Nach dem Bad hüllte Jay sie in einen Bademantel und trug sie zurück auf´s Bett. „Schatz, ich will ja nichts sagen, aber ich kann auch allein laufen“ grinste sie. „Aber heute wirst du von mir auf Händen getragen. Im wahrsten Sinne des Wortes“ Die beiden kuschelten noch lange und gingen sehr zärtlich miteinander um. Sie verwöhnten sich gegenseitig mit Streicheleinheiten und Küssen. Einem wunderschönen Tag, folgte eine wunderschöne, gemeinsame Nacht.


*Bei Jacky und Kenzie*

Kenzie war bei Jacky und hatte etwas für sie vorbereitet. „Schatz komm mal“ rief er. Jacky sah Kenzie auf ihrem Bett liegen, mit einem Geschenk in der Hand. „Hier Baby für dich“ grinste er. Jacky war überrascht, da sie zuvor kaum Geschenke von ihm bekam. Langsam öffnete sie es. „Wow, danke Schatz“ sagte sie als sie sah, was es war. Es war Unterwäsche von Victoria Secret. „Zieh sie an“ sagte Kenzie und gab ihr einen Kuss auf die Wange. „Ich will sehen, wie sexy sie an dir aussieht“ Jacky wusste nicht so recht, was sie sagen sollte. Sie hatte zuvor noch nicht mit Kenzie geschlafen, und es deutete alles darauf hin, dass er ES nun wollte. Wieso sonst sollte er ihr solche Unterwäsche kaufen? Mit einem mulmigen Gefühl zog sie die Unterwäsche, Kenzie zu liebe an. Als sie zurück im Zimmer war, begutachtete Kenzie die Unterwäsche genau. „Wow Baby du siehst so heiß darin aus“ Er kam zu ihr und küsste sie sachte am Nacken. Er nahm Jacky´s Hand und ging mit ihr auf´s Bett zurück. Dort küsste er sie leidenschaftlich am ganzen Körper. Sie genoss es, bis er ihr unter die Unterwäsche wollte. „Schatz ich weiß nicht, ob ich schon dazu bereit bin“ gab sie zu. „Komm schon. Wir sind doch jetzt schon länger zusammen. ich will endlich einen Schritt weiter mit dir gehen“ meinte er und wollte nicht aufhören. „Ich mein es ernst, hör bitte auf“ bat Jacky ihn. Der jedoch verstand es immer noch nicht. „Es reicht“ schrie Jacky und stand auf. Sie schmiss ihm seine Klamotten auf´s Bett und schrie, dass er abhauen sollte. Kenzie tat das widerwillig und bemerkte nun erst, dass er wohl einen Schritt zu weit bei ihr ging.
Am nächsten Morgen hoffte ich, dass ich nicht noch einmal so einen langweiligen Tag wie gestern verbringen musste. Für meine Verhältnisse war ich früh wach. Um 9 Uhr ging ich gemütlich in die Küche, um mir was zu essen zu machen, da hörte ich schon Kicki am Telefon. „Das kann doch nicht wahr sein! Da ist ja mein Streit mit Mus gar nichts. Wie konnte er nur! … Ja, ich werd mal bei Mus anrufen um mit ihm den Streit zu klären“ Kicki legte auf und kam zu mir in die Küche. „Dieser Arsch von Kenzie“ fing sie an zu erzählen. „Jacky hat mir grad gesagt, was er gestern von ihr wollte“ Sie erzählte mir die Story, die Jacky ihr schon am Telefon erzählt hatte. „Wie konnte der nur?“ fragte ich gereizt. Kicki zuckte nur mit den Schultern und verschwand wieder ans Telefon. Fehlt grad noch, dass es bei Simone auch schief ging, dachte ich mir und aß meinen Toast. Anschließend ging ich in mein Zimmer und telefonierte mit Simone. Ich wollte alles vom gestrigen Abend wissen. Als ich fertig mit ihr telefoniert hatte, grinste ich. Der angebliche Fluch war gebrochen. Die beiden verbrachten einen wunderschönen Abend ohne Streitereien oder Ähnliches. Bei so einem Traumdate, konnte man echt ins schwärmen geraten. Eigentlich hatte ich vor, was mit allen zu unternehmen, doch Simone hatte mir am Telefon gesagt, dass alle heute etwas vorhatten, oder keinen bock hatten. Ju und Ollie z.B. wollten heute auch für sich sein und keinen anderen um sich herum haben. Na toll, wieder ein vergeudeter Tag! Ich beschloss gar nichts mehr zu machen und hoffte darauf, dass wenigstens Ju morgen Zeit hätte, um zu reden, was Ollie und sie vorhatten.

*Am nächsten Tag*

Heute sollte meine Langeweile endlich ein Ende haben. Wir Mädels trafen uns in einem Cafe und Ju hatte etwas Wichtiges zu verkünden!
Wir bestellten uns alle etwas zu trinken und Ju legte sofort los. „Ollie war so süß gestern! Er hat für mich gekocht. Er hat sein Zimmer in eine Art Restaurant verwandelt und mich von vorne bis hinten bedient. Das Essen war einfach super lecker, aber was er mich dann fragte, brachte mich fast dazu das Essen wieder in hohem Bogen auszuspucken“ Gespannt schauten wir sie an. „Ju jetzt mach´s nicht so spannend! Raus mit der Sprache, was hat er dich gefragt?“ wollten wir ungeduldig von ihr wissen. „Er hat mich gefragt … ob … ob wir zusammen ziehen wollen“ grinste sie. „Und? Was hast du gesagt?“ (wir) „Ja natürlich hab ich ja gesagt“ sagte sie mit einem breiten Grinsen. Wir freuten uns riesig für die beiden, auch wenn manch andere von uns zurzeit riesige Probleme mit ihrem Partner hatten. Ich hoffte nur, dass sich die Probleme bald auflösen würden. Der Streit von Jacky und Kenzie, wegen dem Sex, der Streit von Steff und Stu, der Stress von Kicki und Mus und der Stress zwischen mir und meiner Mutter.

*2 Wochen später*

Es war Freitag und wir hatten seit nunmehr 5 Tagen wieder Schule. Die Streitereien zwischen den Pärchen waren zum Teil noch da. Jacky und Kenzie haben sich in der Zwischenzeit wieder vertragen. Kenzie hat ihr Unmengen Blumen geschickt und sich tausendmal entschuldigt. Er hat geschworen, ihr soviel Zeit wie nötig zu geben, woraufhin Jacky es noch einmal mit Kenzie probierte. Kicki entschuldigte sich bei Mus, da sie merkte, dass der Streit nichtig war. Seitdem sind sie wieder unzertrennlich. Auch meine Mum und ich haben uns zusammengerissen. Wenn ich mich mit Sam treffe, dann schaut sie nicht mehr dumm oder lässt Kommentare ab. Mir persönlich geht es zurzeit einigermaßen gut. Ich habe mich öfter mit Sam getroffen und meine Freunde haben mich in meinen Gedanken, vielleicht doch mit Sam zusammenzukommen bestärkt. Das Problem dabei ist, mir kommt es so vor, als würde Sam seine Gefühle für mich solangsam verlieren und mich nur noch als gute Freundin sehen. Eigentlich wollte ich dies vor kurzer Zeit noch, doch nun bin ich mir unsicher. Während meine Gefühle stärker werden, verblassen seine immer mehr. Er gibt mir unbewusst Zeichen, dass er Distanz zu mir will. Früher hat er mich dauernd umarmt oder mir gesagt, dass er mich mag, doch nun kommt dies gar nicht mehr vor. Steff, die immer noch Stress mit Stu hat, meint immer, dass dies nichts zu bedeuten hat.

Wir standen gerade alle gemeinsam auf dem Schulhof und redeten über Ju´s und Ollie´s Plan zusammenzuziehen. Die beiden durchforsteten gerade eine Zeitung nach der anderen auf der Suche nach einer Wohnung, als wir plötzlich nicht glauben konnten, was wir sahen …
„Der wird doch nicht“ sagte Marcel und zeigte auf Stu, der mitten auf dem Schulhof stand. „Steff mein Schatz es tut mir leid“ fing er an. „Oh doch er wird“ grinste Jay und schaute gespannt auf ihn. Stu fing an zu singen, wobei das nicht gerade zu seinen Stärken zählte. Begleitend zu seinem Gesang fing er auch noch an zu tanzen. Das sah echt zu witzig aus, wie er sich da zum Affen, vor der gesamten Schule machte. „Steff, you are the only one, I love u and I wrote u a song. It´s just 4 u, and my name is Stu. U mention that I didn´t show u much attention. I didn´t know it, and that was shit! I love u in a good way, but I can´t do things like Jay. Oh man, I´m in love like Sam. I´m a Geek like Freek, I can´t spell like Marcel, I tell the truth, like Mus. It´s true… Steff I love u!…” Der Song war echt witzig und alle lachten sich schlapp. Als er fertig mit seinem Entschuldigungssong war, den er übrigens selbst geschrieben hatte, ging er zu Steff und überreichte ihr ein kleines Armkettchen, an dem ein Herz hing. Außerdem überreichte er ihr eine Trillerpfeife „Ich schenke dir mein Herz Steff. Immer wenn du das Gefühl hast, ich beachte dich nicht, dann darfst du mir so laut du nur kannst mir mit der Trillerpfeife ins Ohr pfeifen, damit ich es weiß und etwas daran ändern kann“ Alle sahen gespannt zu Steff, was sie jetzt zu sagen hatte. „Du bist echt ein Idiot“ grinste sie, umarmte ihn und küsste ihn. Der ganze Schulhof war außer sich. Alle grölten und applaudierten.
Es war schön zu sehen, dass die beiden sich wieder vertragen hatten. Nun war alles so wie vorher. Alle turtelten und waren glücklich. „Wollen wir heut Abend wieder weg gehen? Wie wär´s wenn wir uns im Park treffen!“ schlug Jay vor. „Soll´s heute Abend nicht regnen?“ fragte Simone. „Ach quatsch! Ich hab gehört es soll schönes Wetter geben und erst morgen regnen“ sagte Ju. Wir beschlossen uns im Park zu treffen und so das Wochenende zu beginnen.

Die letzten Schulstunden gingen schnell rum und Stu wurde dauernd von irgendwelchen Leuten schief angeguckt oder angesprochen. Steff genoss das sichtlich, dass Stu sich zum Vollhorst vor ihr machte.

*Abends am See*

Wir tranken ein bisschen was und redeten, wie wir es schon länger nicht mehr taten. Ich genoss diese gemeinsamen Treffen und fühlte mich so wohl. Am Anfang hätte ich mir nie denken können, dass ich mich jemals in Chingford so schnell eingewöhnen könnte und so tolle Freunde finden würde. Alle turtelten wie Frischverliebte und lachten über Stu´s Aktion auf dem Schulhof. „Entschuldigt ihr uns kurz, wir müssen mal schnell für kleine Mädchen“ sagte Ju und deutete an, dass wir mit sollen. „Typisch. Mädels können nie allein aufs Klo“ äußerte sich Ollie. „Was macht ihr denn da immer?“ fragte Kenzie. „Das wüsstet ihr wohl gerne“ rief Jacky ihnen im Weggehen hinterher. Auf dem Weg zum Klo, lachten wir uns immer noch schlapp über die Gesangskünste von Stu. „Steff ich wär an deiner Stelle auf dem Boden gelegen vor Lachen“ sagte Kicki. „Aber ich find´s voll süß, was für nen Text er sich zusammengereimt hat“ sagte ich und war gerade dabei meine Haare zusammenzubinden. „Und das er die Jungs auch noch in seinem Text verewigt hat“ (Simone) „Na zumindest ein paar. Kenzie war nicht drin“ (Jacky) „Na wahrscheinlich ist ihm zu diesem Namen nichts eingefallen“ grinste Ju. „I tell the truth like Mus… ja klar“ meinte Kicki ironisch. „Aber was sollte I can´t spell like Marcel bedeuten?“ fragte Steff. Wir zuckten nur mit den Schultern. „Und was sollte bitte Oh man, I´m in love like Sam bedeuten?“ wollte ich wissen. „Na das ist ja wohl klar“ sagte Luzie. „Überleg mal“ meinte Jacky und gab mir einen kleinen Stoß an den Hinterkopf. „Er liebt mich noch?“ fragte ich zweifelnd. „Ja aber hallo! Und wie er dich noch liebt“ grinste Simone. „Und ich dachte, er hätte seine Gefühle für mich verloren“ sagte ich und fühlte ein leichtes Glücksgefühl in meiner Magengegend, da es anscheinend doch nicht so war, wie ich zunächst dachte. „Ich seh doch, dass du ihn auch noch liebst. Jetzt schmeiß dich endlich an ihn ran!“ befahl mir Kicki schon fast.
Als wir zurück gingen, bemerkten wir, dass die Jungs alle Sachen zusammen packten. „Was macht ihr?“ riefen wir ihnen entgegen. „Es fängt gleich an zu regnen. Wir gehen lieber alle nach Hause“ entgegneten sie uns. Wir halfen alles zusammen zupacken und gingen. Kicki beschloss heute bei Mus zu schlafen, was so viel hieß, dass ich den Weg allein nach Hause gehen musste. „Sam bringst du meine Schwester nach Hause?“ fragte Kicki, bevor sich normalerweise unsere Wege trennten. „Ja klar“ sagte er und umarmte mich. Als wir uns von Mus und Kicki verabschiedet hatten, zwinkerte Kicki mir noch vielsagend zu, dass ich mich doch endlich trauen sollte mit Sam was anzufangen. Gemeinsam schlenderten Sam und ich die Straßen entlang, als wir es schon donnern hörten. „Ob ich es noch nach Hause schaffe, bevor es regnet?“ fragte Sam und schaute in den wolkenverhangenen Himmel. „Wenn nicht pennst du eben bei mir“ sagte ich, wobei ich selbst nicht glauben konnte, dass ich dies jemals sagen würde. Sam lachte und wir gingen weiter. Als wir an meiner Haustür angekommen waren, fing es schon langsam an zu tröpfeln. „Ich beeil mich mal besser, damit ich noch nach Hause komm!“ sagte Sam, gab mir einen Kuss auf die Wange und lief schnell weg. Na toll, dachte ich mir als ich deprimiert in mein Zimmer ging und aus dem Fenster schaute. Wieder hatte es nicht geklappt mit Sam und mir. Ich beobachtete durch die Fensterscheibe, dass der Wind immer stärker wurde und es zu blitzen und donnern anfing. Die Bäume wiegten sich im Wind und die Regentropfen wurden immer stärker. Sie prasselten gegen meine Fensterscheibe. Plötzlich klingelte mein Handy. Es war Sam. „Hi ich steh vor deiner Tür. Ich schaff es nicht mehr nach Hause bei dem Wetter. Kann ich dein Angebot doch annehmen?“ Verdutzt lief ich die Treppen runter und öffnete die Türe. Tatsächlich stand Sam davor. Leise schmuggelte ich ihn in mein Zimmer, damit meine Mum nichts mitbekam. Das würde nur wieder riesigen Ärger geben.

Als wir es endlich in mein Zimmer schafften ohne großen Lärm zu veranstalten, traute ich meinen Augen nicht. Ich musste mich echt zusammen reißen ihn nicht sofort anzufallen und ihn zu küssen. Wie er da so in meinem Zimmer stand, war einfach zu verlockend. Sam war nur so am tropfen. Seine Haare waren total nass und sein weißes T-Shirt war vom ganzen Regen durchsichtig geworden.
Ich riss mich zusammen und wollte ihm ein Handtuch holen gehen, damit er sich abtrocknen konnte. Da Sam an der Zimmertüre stand, musste ich dicht an ihm vorbei gehen, um aus dem Zimmer zu kommen. Als ich direkt vor ihm stand, nahm er mich an meinen Armen und sah mir tief in die Augen. Ich erwiderte seinen Blick. Er legte seine Hände behutsam an die Seiten meines Kopfes. „Nadine ich brauche dich! Ich würde alles dafür tun um mit dir zusammen zu sein! Ich liebe dich!“ flüsterte er mir zu. Ich drückte mich an seinen nassen Oberkörper und schloss meine Augen. Er umarmte mich und hielt mich ganz fest an sich. Ich konnte sein Herz schlagen hören. „Ich liebe dich auch!“ flüsterte ich. „Dann lass es uns probieren. Lass uns endlich ein Paar sein“ flüsterte er und hielt mich noch immer fest in seinen Armen. Ich sah ihn an, in seine wunderschönen Augen und nickte. Sam beugte sich langsam zu mir runter und dann küsste er mich zärtlich. In diesem Moment vergaß ich einfach alles um mich herum. Für mich zählte nur noch das Hier und Jetzt. Mir war es egal, was die anderen dazu meinten. Ich wusste wir taten das Richtige. Endlich waren wir zusammen.
Langsam lösten sich unsere Lippen und ich sah Sam erneut an. Seine Augen spiegelten sein Glück wider. Sam ließ seine Finger zwischen meine gleiten. Langsam gingen wir zu meinem Bett und setzen uns darauf. „Sam, ich …“ fing ich an, doch Sam legte seinen Zeigefinger auf meinen Mund und ließ mich nicht weiter reden. Er küsste mich. Unsere Küsse wurden zu einer wilden Knutscherei. Ich wusste es, heute würde ES geschehen. Ich spürte dass Sam der Richtige war. Ich zog ihm sein nasses T-Shirt aus und legte mich auf Sam. Er wusste es anscheinend genauso sehr wie ich, dass ES nun passieren würde. „Bist du dazu bereit?“ fragte er mich ganz sachte. Ich nickte und knöpfte seine Hose langsam auf. Er küsste mich am Hals und an meinem Oberkörper. Sam war ganz vorsichtig und zärtlich zu mir. Nach einer halben Ewigkeit lösten wir uns voneinander. Wir waren beide überglücklich. Lange kuschelten wir noch, bevor wir endlich einschliefen.

Irgendwann wurde ich von leichten Sonnenstrahlen geweckt. Verschlafen schaute ich auf die Uhr. 7 Uhr? Das ist viel zu früh um aufzustehen, dachte ich mir und drehte mich zur anderen Seite um. „Guten Morgen Baby. Du bist schon wach?“ grinste mich Sam an und gab mir einen Kuss auf die Stirn. „So will ich immer aufwachen“ murmelte ich vor mir hin und kuschelte mich eng an ihn. Wir lagen einige Zeit einfach nur so nebeneinander, küssten uns und kuschelten, bis ich bemerkte, wie Kicki und Mus nach Hause kam. Ich hörte, wie sie kurz mit unserer Mum sprachen und dann nach oben kamen und in ihr Zimmer gingen. „Am liebsten würd ich für immer hier mit dir liegen“ flüsterte Sam. „Und ich erst“ grinste ich. Plötzlich riss jemand die Tür auf und Kicki und Mus stand im Zimmer. Reflexartig zog ich die Decke über uns beide, im Glauben, dass sie vielleicht nicht gesehen hatten, dass ich mit Sam im Bett lag. Ich bemerkte, wie jemand die Tür zu machte. „Nadine, wer ist das neben dir?“ hörte ich Kicki verdutzt sagen. „Ähm niemand“ meinte ich und hätte mich selbst dafür ohrfeigen können, da mir nix besseres eingefallen war, als dieser Satz. „Ich seh eure Füße“ rief Mus, wie ein kleines Kind und kam rüber an mein Bett. „Erwischt“ rief Mus und zog die Decke weg. „Sam?“ sagten beide verblüfft. Sam fing an zu grinsen und räusperte sich „Äh, hey na alles klar bei euch?“ versuchte er die peinliche Situation abzuschwächen. Kicki und Mus fingen an zu lachen. „Seit mal leiser, sonst kriegt Mum noch was mit“ flüsterte ich und hatte wirklich Angst, dass gleich die Tür aufgehen würde und Mum dasteht, Sam an den Ohren aus meinem Zimmer schleift und ihn nur in seiner Boxershort vor die Tür setzt. „Ach lass Mum doch! Die wird schon nichts sagen, wenn du jetzt wirklich mit Sam zusammen bist. Die hat nur Bedenken, dass Sam das Gleiche wie Nick mit dir abziehen wird“ versuchte Kicki mich zu beruhigen. „Ihr seit doch zusammen oder?“ wollte Mus wissen. Wir nickten gleichzeitig. „Ahhhhh wie geil“ rief Kicki, schmiss sich auf uns beide und umarmte uns voller Freude. „Alles ok bei euch da drin?“ klopfte plötzlich unsere Mum an die Tür. „Scheiße. Sam schnell unters Bett“ hetzte ich ihn und schmiss ihn förmlich unters Bett. „Ähm, ja klar, bei uns ist alles ok“ rief ich meiner Mum entgegen. „Wirklich? Warum schreit ihr dann so laut? Wer ist denn überhaupt alles in deinem Zimmer“ rief sie und öffnete dabei die Tür. Jetzt bloß nichts anmerken lassen Nadine, sagte ich zu mir selbst und setzte mich auf mein Bett. In diesem Moment hörte ich ein leises Röcheln, das von Sam kam. „Was war das denn?“ fragte meine Mum und sah uns ungläubig an. „Ach ich hab so ein Kratzen im Hals“ entgegnete Mus und räusperte sich gespielt. „Oje du Armer. Na komm mal mit in die Küche. Ich mach dir einen Tee, ein altes Familienrezept! Dann geht´s dir gleich wieder besser“ (Mum) „Ach, ähm ich glaub es geht schon wieder“ versuchte Mus sich aus der Affäre zu ziehen, da er schon einmal den selbstgemachten Tee meiner Mum probiert hatte. Ich kann dazu nur sagen, wenn man den Tee getrunken hat, dann überlegt man es sich beim nächsten Mal genauer, ob man meiner Mum sagt, dass es einem nicht gut geht. Der Tee schmeckt einfach nur scheußlich! „Komm Mus, der Tee wird dir gut tun“ grinste ich. „Ja genau Schatz! Der Tee von meiner Mum bewirkt Wunder“ sagte Kicki und musste sich ein Grinsen verkneifen. Mus warf mir noch einen bösen Blick hinterher und ging gezwungenermaßen mit unserer Mum runter in die Küche. „Die Luft ist rein“ flüsterte ich und Sam quälte sich unter dem Bett hervor. „Nächstes Mal gehen wir zu mir“ sagte er und ich wusste was er damit andeutete. „Die hätte mir den Kopf abgerissen, wenn die dich hier halbnackt gefunden hätte“ versuchte ich mich zu rechtfertigen. „Und wie komm ich hier jetzt ungesehen wieder raus?“ wollte Sam wissen. Darüber hatte ich noch gar nicht nachgedacht! Eine gute Frage! Wie konnte ich Sam unentdeckt an meiner Mum vorbei schleusen?
„Zieh dir erstmal was an und dann überleg ich mir was“ (ich) Sam schlich sich ins Badezimmer und ich überlegte derweil, wie ich Sam aus dem Haus bekommen könnte. „Und ist dir was eingefallen?“ hörte ich von Sam, als er aus dem Badezimmer kam. „Mir sind mehrere Möglichkeiten eingefallen. Wie wär´s wenn du dich aus dem Fenster abseilst?“ schlug ich vor. „Klar, ich steh drauf mir alle Knochen zu brechen“ meinte er ironisch. „Ok, ok, wie wär´s dann damit. Ich lenk meine Mutter ab und du schleichst dich aus dem Haus?“ (ich) „Denkst du das klappt? Deine Mum ist schwer abzulenken“ (sam) Da hatte er leider recht. Meine Mum hat ihre Augen und Ohren überall. Ich glaube sie hat sogar Augen in ihrem Hinterkopf. „Geht sie heut vielleicht einkaufen?“ (Sam) „Fehlanzeige! Sie war schon gestern einkaufen und das reicht bis nächste Woche“ (Ich) Wir saßen noch einige Zeit grübelnd auf meinem Bett bis ich eine Idee hatte, die womöglich klappen könnte. „Ich hab´s! Ich ruf alle unsere Freunde an. Die sollen im Rudel zu uns kommen und dann rafft meine Mum nicht, ob du jetzt auch dabei warst oder nicht“ (ich) „Hä? Was? Das raff ich jetzt nicht ganz“ (Sam) „Ok noch mal für alle, die ne lange Leitung haben“ grinste ich „Also, ich ruf jetzt bei den Mädels an und die sollen mit ihren Jungs zum gleichen Zeitpunkt bei mir vor der Türe stehen. Wenn ich dann alle auf einmal reinlass und in mein Zimmer schicke, rafft meine Mum nicht so schnell, wie viele von uns jetzt eigentlich gekommen sind. Wenn sie dich dann sieht, kannst du sagen, dass du mit den anderen gekommen bist und sie wird es so hinnehmen, hoff ich zumindest“ Sam willigte ein und ich telefonierte mit einer nach der anderen. Nach einer halben Stunde klingelte es schon an der Tür. „Ich mach auf“ schrie ich durch´s ganze Haus. „Erwartest du jemanden?“ wollte meine Mum wissen, die gerade in der Küche das Essen machte. „Ja“ sagte ich und öffnete die Tür. Und der Plan klappte! Alle standen sie vollzählich vor der Tür und wussten immer noch nicht, warum sie denn jetzt eigentlich alle kommen sollten. „Geht erstmal hoch in mein Zimmer“ sagte ich und ließ sie alle rein. In meinem Zimmer angekommen, schauten alle nicht schlecht, als sie Sam dort sitzen sahen. Sie begrüßten Sam. „Hi was machst du denn schon hier?“ wollte Stu von ihm wissen. „Ich hab versucht dich anzurufen, aber deine Mutter hat gesagt, du warst die ganze Nacht nicht zu Hause. Wo warst du denn?“ „Ich kann mir schon denken wo er war“ grinste Luzie. Stu, der immer noch nicht raffte, was Luzie meinte, sah in die Runde. „Man Alter, Sam hat bei Nadine gepennt. Guck doch, der hat noch genau die gleichen Sachen an wie gestern“ (Marcel) „Ne jetzt oder? Sag bloß da läuft was zwischen euch?“ (Stu) „Was denkt ihr, warum ich euch alle hier her gelotst hab? Ich muss Sam unentdeckt vor meiner Mutter aus dem Haus schleusen und hab keine andere Möglichkeit gesehen“ (ich) Ich erklärte allen, was mein Plan sei. Die jedoch interessierte weniger der Plan, sondern vielmehr, was da zwischen Sam und mir los war.
„Jetzt erzählt mal! Wie ist es dazu gekommen?“ wollte Jacky wissen. Sam und ich erzählten abwechselnd die Story, wie wir zusammengekommen sind. „Und das Problem ist, dass meine Mum davon keinen Wind bekommen darf. Also pssst“ sagte ich. Alle versprachen mir dicht zu halten, da sie nicht wollten, dass ich wieder Stress mit meiner Mutter bekomm. „Ähm soll ich euch mal was erzählen?“ fragte Ju plötzlich in die Runde. „Was ist los? Raus mit der Sprache“ (Simone) „Nili hat heute Morgen bei mir angerufen“(Ju) „Und was hat sie gesagt?“ (Kicki) „Ach so einiges. Das Camp soll wohl nicht so der Bringer sein. Die lernen da nur Grundschritte und so Zeug. Bei Jojo und Lee muss es anscheinend ziemlich gekracht haben“ (Ju) „Oh je. Weißt du genaueres warum die sich gestritten haben?“ (Luzie) „Ne keine Ahnung. Nili hat nur gemeint, dass sie sich gestritten haben. Die Gründe wollte sie nicht erzählen“ Wir diskutierten über die möglichen Gründe des Streits, als Ju auf einmal noch eine Nachricht verkündete. „Nick hat eine neue Freundin“ „Was?“ fragte ich fassungslos und sah in Ju´s Gesicht. „Ja er hat anscheinend im Camp ne Neue gefunden, die es mit ihm aushält“ (Ju) „So ein …“ flüsterte ich vor mich hin. Sam legte den Arm um mich. „Ist doch egal. Umso besser für uns. Dann müssen wir wenigstens kein schlechtes Gewissen haben, dass wir jetzt zusammen sind“ versuchte Sam meine Stimmung wieder zu verbessern. Ich tat so als würde es mir nichts weiter ausmachen, doch innerlich kochte ich. Wie konnte dieser Typ nur so dreist sein, sagen, dass er mich liebt und mich sogar heiraten wollen und dann nur zwei Wochen später schon ne andere haben?





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Die Siggi ist einfach geil! Vielen Dank Fridde!

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...   Erstellt am 03.07.2007 - 13:59Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


*Montags in der Schule*

Der Plan ist voll aufgegangen. Meine Mum hatte nicht mitbekommen, dass Sam bei mir geschlafen hatte und erst recht nicht, dass wir jetzt zusammen waren. Wir waren gerade auf dem Fußballplatz. Die Jungs trainierten und wir Mädels feuerten die Jungs an und übten unsere Choreo. In der Pause kamen die Jungs zu uns und neckten uns, wie sie es immer taten. „Ey jetzt hört auf uns immer zu ärgern. Trainiert lieber noch ein bisschen“ meinte Steff und versuchte sich gerade aus Stu´s Schwitzkasten zu befreien. „Darf ich auch mitmachen?“ hörten wir von weitem eine Stimme, die uns sehr bekannt vor kam. Wir blickten in die Richtung aus der die Stimme kam. „Lee?!“ schrien wir alle gleichzeitig und rannten auf ihn zu. Wir umarmten ihn so, dass er fast keine Luft mehr bekam. „Hey, hey ich freu mich auch euch wieder zu sehn, aber ich wollte die Begrüßung eigentlich noch überleben“ lachte er. Wir ließen ihn los und sahen ihn mit fragenden Gesichtern an. „Ich weiß, ihr fragt euch jetzt bestimmt, was ich hier mach“ fing er an zu erzählen „Aber bevor ich euch das sag, will ich erst noch ne Runde Fußball mit euch spielen“ grinste er, nahm sich den Ball und schleifte die Jungs mit sich auf´s Feld. Wir Mädels setzten uns ins Gras und grübelten. „Wieso ist er schon aus dem Camp zurück?“ (Simone) „Vielleicht hat es etwas mit dem Streit zu tun?“ (Luzie) „Die Gründe kann uns nur Lee erklären“ (Steff) Wir lehnten uns zurück, beobachteten die Jungs und warteten darauf, dass sie endlich fertig mit dem Spiel waren, damit wir die Wahrheit von Lee erfahren.
Verschwitzt und total fertig vom Training setzten sich die Jungs zu uns. „Lee jetzt erzähl schon, warum bist du schon zurück?“ platzte Luzie mit ihrer Frage raus. „Ach ich hatte keinen Bock mehr“ sagte er und rollte mit den Augen. „Jetzt lass dir nicht alles aus der Nase ziehen. Raus mit der Sprache. Wir wollen Einzelheiten“ (Simone) „Es gab mehrere Gründe. Einer davon war, dass das Camp einfach zum Kotzen war. Da lernte man überhaupt nichts. Das einzige was für die Jungs dort zählte war, wer die größeren Brüste und den geileren Arsch hatte. Ich wäre am liebsten schon nach zwei Tagen wieder verschwunden, aber das wollte ich Jojo nicht antun. Doch als wir dann den riesen Stress bekamen, war mir klar, dass ich sofort aus diesem Camp verschwinden musste!“ (Lee) „Ja wir haben schon von Nili gehört, dass ihr Stress habt. Aber was ist denn los bei euch? Wie kam es zu dem Stress?“ (Ju) „Haben? Wir hatten Stress. Jetzt nicht mehr. Jetzt sind wir getrennt“ (Lee) „Was? Nach so langer Zeit habt ihr euch getrennt?“ fragte ich noch einmal nach, da ich immer noch nicht glauben konnte, was Lee da gerade gesagt hatte. Lee nickte „Ich hab in diesem Camp gesehen, wie sie sich verändert hat. Für sie zählte nur noch das Cheerleading und alles andere vergaß sie. Sie reagierte egoistisch und schnippisch, wenn ich ihr was sagte oder etwas mit ihr machen wollte. Ich hab es dann irgendwann nicht mehr ausgehalten“ sagte Lee. Ich merkte, dass es ihm doch irgendwie leid tat, dass er mit ihr Schluss machte, doch das er auch irgendwie glücklich war, sie los zu sein. „Jetzt aber Schluss mit der Vergangenheit! Ich bin jetzt hier und das einzige was jetzt zählt seid ihr“ grinste Lee. „Am Freitag will ich mit euch meine Rückkehr feiern, also nehmt euch nichts vor“ sagte Lee, bevor er beschloss nach Hause zu gehen. Wir anderen grübelten derweil noch etwas. Was wird passieren, wenn Jojo zurück kommt? Wird sie überhaupt zurück kommen? Hat sie sich so stark verändert? Was ist los mit ihr? Und wird sie überhaupt noch in unserer Clique sein? Immerhin stehen die Jungs hinter Lee und wenn sie sich wirklich so verändert hat, wie Lee erzählte, bin ich mir nicht sicher, wie ich auf sie reagieren werde. Doch das werden wir demnächst erfahren. Die Hauptsache war, dass Lee wieder zurück war und er, trotz Trennung glücklich ist.


*Am nächsten Tag in der Schule*

Wir hatten gerade Bio. Gelangweilt saßen alle Mädels an ihren Plätzen. Ju war gerade dabei einen Brief zu schreiben, der an Luzie gerichtet war, Simone verewigte sich und Jay, durch eine Zeichnung auf dem Tisch, Jacky hörte heimlich MP3, Luzie versuchte sich mit aller Kraft wach zu halten, Kicki war gedanklich schon lange zuhause, Steff schrieb gerade SMS mit sonst wem und ich war die einzige, die dem Lehrer zuhörte. „Du willst doch nicht zur Streberin werden oder?“ stieß mich Steff in die Seite, als sie damit fertig war ihre SMS zu schreiben. „Ich doch nicht“ grinste ich „Aber ich mag Bio“ Steff zog ihre Augenbrauen hoch „Bio is doch zum kotzen, bis auf Sexualkunde natürlich“ grinste sie zurück. „Kein Wunder das du darauf stehst. Da hast du dir bestimmt so einiges abgeguckt und in der Praxis mit Stu ausprobiert?!“ sagte ich neckisch „Ja klar. Fesselspiele und so was“ lachte Steff. „Meine Damen, bitte beruhigen sie sich. Oder diskutieren sie gerade über die Photosynthese?“ (Lehrer) „Entschuldigung“ sagte ich kleinlaut und stupste Steff in die Seite. Schließlich war sie die jenige, die damit angefangen hatte. Irgendwann schob mir Steff einen Zettel rüber. Darauf stand, dass sie gerade erfahren hatte, dass ihre Cousine bald kommen würde. Nach der Stunde verkündete sie sie Nachricht noch einmal. „Ey Mädels hört mal. Ich hab grad erfahren, dass Sara wieder zurückkommt“ Simone, Luzie, Jacky und Ju freuten sich voll. „Wie geil. Ist ihr Austauschjahr in Belgien schon vorbei?“ (Jacky) „Wow, wie schnell so ein Jahr doch rum ist“ (Ju) „Hä wer ist denn Sara?“ wollte Kicki wissen, die gedanklich nun wieder unter uns war. „Sara ist meine Cousine. Sie ist vor einem Jahr nach Belgien zu so nem Austauschjahr. Früher war sie auch bei uns in der Klasse. Und jetzt, wenn sie wieder zurück kommt, wird sie auch wieder bei uns sein“ freute sich Steff und hüpfte rum. „Und wann genau kommt Sara wieder?“ wollte Simone wissen. „Schon diesen Freitag“ (Steff) „Aber da ist doch auch Lee´s Willkommensparty“ mischte ich mich in das Gespräch ein. „Ja umso besser. Dann wird es eine Willkommensparty für Lee und Sara“ beschloss Luzie. Steff verkündete auch noch den Jungs Saras baldige Rückkehr nach London. Die waren ebenfalls total voller Vorfreude auf Sara. „Am besten hohlen wir sie dann alle zusammen vom Flughafen ab“ schlug Ollie vor. „Geht nicht!“ machte Steff unsere Pläne zu nichte. „Sie kommt um 10 Uhr morgens an. Da haben wir noch Schule“ „Na und? Dann schwänzen wir halt mal“ sagte Mus, wie als wär es selbstverständlich. „Und als Entschuldigungsgrund schreiben wir alle „Sara´s Rückkehr“ hin“ lachte Kenzie. Wir malten uns schon mal unsere Entschuldigungsgründe aus und besprachen diese, damit nicht alle das Gleiche hatten. Kenzie und Sam beschlossen Kopfschmerzen vorzutäuschen, Mus, Jay und Marcel werden Knieschmerzen vom vortägigen Training haben, Ollie und Lee werden über Schnupfen klagen, Luzie und Jacky werden Unterleibsschmerzen vortäuschen, Ju und Simone haben Migräne, Steff hat Halsweh und Kicki und ich klagen über Übelkeit. Der Plan stand also! Dann durfte uns nur keiner am Freitag erwischen, weder Lehrer, Schüler, noch unsere Eltern.


*Freitag*

Wir fuhren alle zusammen an den Flughafen. „Wir müssen in Terminal 2“ sagte Luzie, als sie auf den Ankunftsplan sah. „Nein in Terminal 1, guck doch“ verbesserte sie Marcel. „Ja Mister Besserwisser“ grinste sie und gemeinsam machten wir uns auf den Weg in die Ankunftshalle von Terminal 1. „Wo bleibt die denn“ Steff ging aufgeregt durch die Halle und schaute dauernd auf die Tafel, auf der die gelandeten Flugzeuge aufgeführt waren. „Es ist gelandet! Jetzt dauert es nicht mehr lang bis wir sie wiedersehen“ jubelte Steff. Keine fünf Minuten später stand Sara vor uns mit ihren drei vollen Koffern. Alle stürmten auf sie zu und umarmten sie. Kicki und ich stellten uns ihr vor und redeten kurz mit ihr, bevor Steff sie total belagerte mit Fragen, wie Belgien war und was sie dort erlebt hatte. Wir beschlossen noch was trinken zu gehen, da es noch ein bisschen zu früh war nach Hause zu gehen. Unsere Eltern hätten sonst wahrscheinlich Wind von unserem Schwänzen bekommen. „Heute Abend steigt eine Willkommensparty für dich und Lee“ sagte Stu und Sara war etwas verwirrt. „Wieso für Lee?“ Sara hatte die ganzen entstandenen Beziehungen und so weiter nicht mitbekommen und auch nicht, dass Nili und Steffi immer noch im Camp waren. Wir klärten sie auf und erzählten ihr alles. Um zwei beschlossen wir langsam nachhause zu fahren. Schließlich würde heute Abend die Party, bei Lee zuhause steigen und er musste noch einiges dafür vorbereiten.


Kurz vor der Party kam Mus zu uns, um uns abzuholen. „Hey Baby du siehst super aus“ grinste er und begrüßte Kicki mit einem Kuss. Dann kam er zu mir, begrüßte mich mit einem Wangenkuss und flüsterte mir was ins Ohr „Sam wartet draußen auf dich. Er wollte nicht rein, weil deine Mum da ist und sie nichts mitbekommen soll“ Ich nickte nur leicht, da ich aus dem Augenwinkel sah, wie Mum im Türrahmen stand. „Ich brauch noch ein paar Minuten!“ hörten wir aus dem Bad von Kicki. „Ich geh schon mal raus und rauch noch solange eine“ meinte ich zu meiner Mum und verabschiedete mich von ihr. Draußen sah ich mich um, ob Sam irgendwo stand. Ich hörte ein leises „psst hier“ Sam stand hinter dem Auto. Ich sah mich noch einmal um, ob auch ja niemand da war, bevor ich zu Sam ging und ihm einen Kuss gab. Nach kurzer Zeit kamen dann auch Mus und Kicki endlich. Bei Lee angekommen war die Party schon in vollem Gange. Die Stimmung war echt super. Lee hatte sogar eine kleine Bar aufgebaut und war gerade dabei Drinks zu mixen. Sara hatte sich auch schon wieder in die Clique eingewöhnt und alberte mit Marcel und Ollie rum. Wir begrüßten alle und machten es uns gemütlich. „Wo ist denn Luzie?“ fragte ich Ju, die ganz allein da stand. Ju zeigte mit dem Finger in eine Ecke, in der Luzie ziemlich sauer stand. „Was ist denn mit ihr los?“ (ich) Ju zuckte nur mit den Schultern und widmete sich wieder ihrem Drink zu. Ich ging rüber zu ihr „Was ist denn los mit dir? Warum bist du denn so sauer?“ Luzie zeigte mit dem Finger auf Marcel. „Sieh ihn dir an. Ekelhaft“ (Luzie) Ich hatte Fragezeichen in den Augen, weil ich null Ahnung hatte, was sie meinte. „Marcel denkt echt er ist der Gangster hoch 10. Den ganzen Tag musste ich mir sein Gelaber antun, wie geil er sich doch findet und wie froh ich doch sein kann, dass ich ihn hab“ (Luzie) „Wieso sagt er denn so was?“ (Ich) „Ach er bildet sich ein, dass da so ne Tussi was von ihm will. Die hat ihn heute mitten auf der Straße angelabert und wollte seine Nummer haben. Die war höchstens 13“ (Luzie) „Und du warst dabei? Was hast du dann gemacht?“ (ich) „Nix. Wieso denn auch? Immerhin bin ich seine Freundin und dieses kleine Mädchen kann mir sowieso nicht das Wasser reichen. Nur seine Angeberei danach hat mich so angekotzt und jetzt tut er so als wär alles in Ordnung, obwohl wir einen riesen Streit deswegen haben“ sagte sie und kippte ihren Drink in sich rein. „Grins doch mal“ unterbrach uns Lee und stellte sich vor Luzie hin. Die zwängte sich ein gekünsteltes Lächeln raus, womit sich Lee aber nicht abfand. Er legte seinen Arm um ihre Schultern und zog sie mit sich. Luzie und Lee tanzten ein bisschen. Ich ging zurück zu Sam und kuschelte mich ein wenig an ihn. „Wollen wir ein bisschen nach Oben auf die Terrasse“ schlug mir Sam vor. „Wartet wir kommen mit“ hörten wir von Simone, Jay, Ju, Tom, Jacky und Kenzie. Also gingen wir gemeinsam nach oben. „Psst seit mal leise. Hört ihr das auch?“ flüsterte Kenzie. Wir hörten ein leises Stöhnen, das aus Lee´s Zimmer zu kommen schien. Wir lauschten an der Tür. „Ich will wissen wer das ist“ flüsterte Jacky und öffnete langsam die Tür. „Oh mein Gott“ schrien wir als wir sahen, was da am Gange war. „Lee? Luzie? Ihr beide?“ sagte Ju perplex. „Wwwwas is denn jetzt los?“ stotterte Simone. Luzie schien aber gar nicht peinlich berührt zu sein oder ein schlechtes Gewissen zu haben, dass sie Marcel betrogen hatte. Nein im Gegenteil! Was sie dann sagte, konnten wir nicht glauben. „Seht doch mal eine Tür weiter!“ Mus und Sam rannten schnell ins andere Zimmer und sahen dort Marcel und Sara wild fummelnd und knutschend auf dem Bett liegen. „Ey was geht denn jetzt hier für ein Film ab?“ fragte Ollie. Luzie und Lee, die sich in der Zwischenzeit wieder angezogen hatten und jetzt ebenfalls im Zimmer standen, grinsten Marcel und Sara an. „Jetzt sind wir quitt“ sagte Luzie zu Marcel und sah ihn hasserfüllt an. „Ich wusste doch, dass du auf ihn stehst! Ich wusste es schon lange“ schrie Marcel sie an. „Und du hattest doch schon vor einem Jahr was mit Sara, als wir schon zusammen waren. Tu nicht so! Ich hab es schon immer gewusst und nur nie gesagt. Du musstest doch schon immer dein Ego mit Weibern aufgeilen und an mich hast du nie gedacht“ schrie sie zurück. Marcel sah sie mit ertapptem Blick an. „Na das wusstest du wohl nicht, he? Ich bin doch nicht blöd! So wie du immer von Sara geschwärmt hast, dass dir die Sabber nicht aus dem Mund gelaufen ist, war alles“ schrie sie mit hochrotem Kopf. „Na dann“ sagte Marcel nur noch, nahm Sara mit sich und ging. Fassungslos standen wir alle da und dachten wir wären in einem schlechten Film gelandet. Das konnte doch nicht sein? Sollte das so zwischen den beiden enden? Anscheinend ja! Denn Luzie und Lee schienen sich ineinander verliebt zu haben und nun eine gemeinsame Zukunft zu planen.


*Ein Jahr später*

Es ist in dieser Zeit sehr viel bei uns passiert. Wir haben die nationalen Cheerleadingmeisterschaften gewonnen und das Fußballteam den Pokal. Unsere GCSE´s sind gelaufen und wir haben sie alle gut bestanden. Unsere Clique besteht immer noch. Wobei sich in der Clique auch etwas verändert hat. Es sind neue Beziehungen entstanden und alte in die Brüche gegangen. Doch am Besten erzähle ich euch von jedem einzeln.

~ Kicki ~

Vor einem halben Jahr hatten wir erfahren, dass Kicki und ich gemeinsam mit unseren Eltern wieder zurück nach Manchester ziehen sollten, da Dad eine neue Arbeitsstelle erhalten hatte. Kicki jedoch entschied sich dafür, keinesfalls zurück nach Manchester mitzukommen. Gemeinsam mit Mus suchte sie sich eine Wohnung, in der sie jetzt schon 5 Monate zusammen wohnen. Die Beziehung zwischen den beiden hat sich gestärkt und gefestigt. Ab und zu streiten sie zwar, jedoch sind das kleinere Streits, wie … wer hat die Zahnpasta offen gelassen oder wer hat die letzte Cola ausgetrunken. Im nächsten Jahr will Kicki anfangen zu studieren, gemeinsam mit Mus.

~ Mus ~

Seien Fußballkarriere will er weiterhin verfolgen, jedoch konzentriert er sich auf sein kommendes Medizinstudium, das er gemeinsam mit Kicki anfangen wird.

~ Simone ~

Sie ist weiterhin glücklich mit Jay. Auch sie wollen demnächst zusammenziehen und sind fleißig auf der Suche nach einer Wohnung, in der Nähe von uns. Schließlich wollen wir auch in Zukunft noch einigen Unsinn zusammen anstellen.

~ Jay ~

Er wir im Sommer sein Studium anfangen und Lehramt studieren. Jay will in Zukunft kleinen Kindern das Fußballspielen beibringen und Sport unterrichten. Was Simone noch nicht weiß. Demnächst will er um ihre Hand anhalten. Er kann sich ein Leben ohne Simone nicht mehr vorstellen.

~ Steff ~

Steff ist immer noch mit Stu zusammen. Sie ist vor kurzem von Zuhause ausgezogen und mit Sara und Stu zusammen in eine WG gezogen. Das Leben ohne Eltern gefällt ihr gut. Sie schmeißt eine Party nach der anderen.

~ Stu ~

Er wird nächstes Jahr für zwei Monate nach Irland gehen, um dort ein Fernstudium zu beginnen. Für Steff und ihn wird das eine schwierige Zeit werden. Er hat ihr aber schon versprochen sie so oft wie möglich zu besuchen.

~ Ju ~

Ju wird eine Gesangs- und Tanzausbildung beginnen. Das Zählen während des Tanzen hat sie aufgegeben, da sie es nun beherrschte. 

~ Ollie ~

Er wohnt nun seit längerem mit Ju zusammen. Die beiden sind ein eingespieltes Team und ergänzen sich. Er unterstützt Ju in ihren Plänen, weiß jedoch selbst noch nicht genau, was er in Zukunft machen will. Ollie lässt sich noch Zeit mit seinen Plänen.

~ Luzie ~

Luzie ist seit diesem besagten Abend mit Lee zusammen. Die beiden sind immer noch wie frisch verliebt und können kaum die Finger von einander lassen. In Zukunft haben sie geplant, alles ruhig angehen zu lassen. Sie wollen erst mal sehen, wie sich alles entwickelt.

~ Lee ~

Lee hat sich vorgenommen ein Mathestudium zu beginnen. Er ist in der Schule immer gut gewesen und Mathe war seine Spezialität. Luzie kann das überhaupt nicht verstehen, da Mathe für sie eins der schlimmsten Fächer war.

~ Jojo~

Sie ist seit der Trennung von Lee nur noch einmal nach Chingford gekommen, um ihre Sachen zu packen und wegzuziehen. Sie hat und alle ignoriert und links liegen gelassen. Was aus ihr geworden ist, wissen wir selbst nicht genau!


~ Marcel ~

Marcel ist mit Sara zusammen. Die beiden haben ihre heimliche Affäre in eine Beziehung entwickelt und sind glücklich. Der Streit zwischen Luzie und ihm hat sich beruhigt und die beiden haben eine freundschaftliche Beziehung entwickelt.

~ Sara ~

Sara versucht dauernd Marcel zu überreden mit ihnen in die WG zu ziehen. Er jedoch will sich noch etwas Zeit lassen. Sara überlegt in Zukunft vielleicht noch einmal zurück nach Belgien zu gehen, aber diesmal nur, wenn Marcel auch mitkommen wird.

~ Jacky ~

Sie ist noch mit Kenzie zusammen. Die beiden haben sich einen Hund gekauft und eine Wohnung gemietet. Gemeinsam haben sie sich vorgenommen in naher Zukunft eine kleine Familie zu gründen.

~ Kenzie ~

Kenzie beginnt eine Ausbildung, ganz in der Nähe, damit er jederzeit nach Hause zu Jacky kann und dem Hund. Vor kurzem haben sich Jacky und er verlobt und wollen nächsten Frühling heiraten.

~ Nili ~

Sie ist aus dem Camp zurückgekommen und hat sich seit dem vorgenommen, Choreographien und Tänze für andere Teams zu entwickeln.

~ Tom ~

Er wird demnächst Coach für das Jugendfußballteam und ist weiterhin mit Nili zusammen.

~ Steffi ~

Sie ist zusammen mit Chris in eine andere Stadt gezogen.

~ Chris ~

Gemeinsam wollen Steffi und er ein eigenes Geschäft gründen. Zu uns haben sie noch Kontakt und ab und zu besuchen sie uns auch noch.

~ Nick ~

Ich habe nach dem Camp erfahren, wer seine neue Freundin ist. Als ich erfuhr, wer das war, war ich anfangs platt! Es war Sam´s Ex Trish! Mittlerweile versteh ich mich mit den beiden aber relativ gut. Immerhin ist er Sam´s Bruder und mit dem muss ich dann ja wohl oder übel klar kommen.

~ Sam ~

Sam ist mit mir in eine eigene Wohnung gezogen. Vor einem Monat haben wir uns verlobt. Er hat ganz traditionell um meine Hand angehalten. Meine Mum weiß in der Zwischenzeit von unserer Beziehung, und ganz anders als erwartet, war sie glücklich zu hören, dass wir so glücklich miteinander sind. In Zukunft möchte Sam Musik in London studieren. Er hat verschiedene Collegeangebote, hat sich aber noch nicht entschieden auf welches College er gehen wird.

~ ich ~

Bei mir läuft zurzeit alles gut. Ich habe mich ebenfalls für ein Musikstudium entschieden, werde aber wahrscheinlich nur ein Semester ausüben können. Demnächst wollen Sam und ich heiraten. Was Sam bisher noch nicht weiß ist, dass wir uns mit der Hochzeit beeilen müssen, da ich ein süßes kleines Geheimnis in mir trage, dass in 7 Monaten auf die Welt kommen wird.


Wir konnten uns vor einem Jahr nicht vorstellen, dass sich unser Leben so verändern würde. Doch im Großen und Ganzen sind wir alle glücklich. Wir haben uns verliebt, sind glücklich, haben eigene Zukunftspläne entwickelt, unsere Schule beendet. Und das wichtigste … Wir haben viele enge Freunde gefunden, mit denen wir unser Leben teilen dürfen.


ENDE





Signatur


Die Siggi ist einfach geil! Vielen Dank Fridde!


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