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Aerowen ![]() Schreib-Ass Status: Offline Registriert seit: 07.04.2007 Beiträge: 798 Nachricht senden |
Um Weihnachten herum habe ich eine Wichtelgeschichte für ein anderes Forum geschrieben, basierend auf einem Rollenspiel, welches ich mal mit der Person angefangen hatte, der die Geschichte gewidmet ist. Ich weiß, dass sie nicht in die Jahreszeit passt, aber das wird sie bis Dezember auch nicht mehr, und wer weiß ob ich dann noch eine Bindung dazu habe. Posten wollte ich sie schon lange. Signatur ![]() | |||
Aerowen ![]() Schreib-Ass Status: Offline Registriert seit: 07.04.2007 Beiträge: 798 Nachricht senden |
Schneeflocke Signatur ![]() | |||
Lykanthrop ![]() Administrator ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Status: Offline Registriert seit: 07.09.2006 Beiträge: 2035 Nachricht senden |
Im letzten Satz mus "Stelle" groß geschrieben werden. Signatur ![]() | |||
Aerowen ![]() Schreib-Ass Status: Offline Registriert seit: 07.04.2007 Beiträge: 798 Nachricht senden |
Aber hey - es geht doch weiter, auch mit dem Winter (wenn du willst). Als Linn am nächsten Morgen erwachte, stand die Tür halb auf, und die Katzen hatten sich an ihren Köper gekuschelt. Draußen war es fast ganz still, bis die Sonne plötzlich zwischen den Wolken hervor schaute und einen Zaunkönig dazu brachte, ein übermütiges Frühlingslied zu schmettern. Langsam raffte Linn sich schwankend auf und kam am kalten Herd zum Stehen. Ihr Kopf brummte, während sie nachdachte. Warum nur habe ich die Tür nicht geschlossen, fragte sie sich verärgert. Es konnte Tage dauernd, bis es wieder halbwegs warm werden würde. Sie merkte, dass die beiden Katzen beträchtlichen Hunger hatten, genau wie Linn selbst. Während sie sich in Gedanken weiter für meine Dummheit schalt, begann Linn, mit ihren Töpfen auf dem Herd zu klappern. Nach einer Weile stieg eine dünne Rauchsäule aus dem Kamin der Hütte empor. Während sie aß, machte Linn ihre Pläne für den Tag. Sie beschloss, die Futterkrippe in der Nähe wieder auffüllen zu gehen mit den Vorräten aus ihrem Schuppen. In der Taverne in der morgendlichen Stadt ging es bereits hoch her. Die Klatschweiber hatten in Windeseile die Geschichte des vorigen Abends in der ganzen Stadt verteilt. Und wie ein schlimmes Fieber sprangen die Gerüchte nicht nur von Mensch zu Mensch über, sondern trieben sie langsam in den Wahn. Das kleine Mädchen der Müllerin liegt im Sterben, hieß es. Seit sie am Abend von den Männern im Wald bei der Einsiedlerin gefunden wurde, war es ihr immer schlimmer ergangen. Es konnte nur eine Schuldige dafür geben: Das Mädchen, dass im Wald hauste, die verschrobene Einsiedlerin, die sich nicht um andere Menschen scherte, der Tiere wichtiger waren als alles andere. Man konnte ja gar nicht wissen, was die in ihrer Hütte alles so trieb, aber sie war die letzte gewesen, mit der das Kind Kontakt hatte, sie musste sie mehrere Stunden lang in ihrer Gewalt gehabt haben, bis die Männer sie befreien konnten, da war man sich einig. Die Diskussionen wurden heftiger, Männer schlugen mit ihren Fäusten auf die Tische, Frauen schrieen, ein Kind weinte. Ein Eiferer sprang auf den Tisch und fing an zu reden. Eine Sache, auf die er sich verstand. Man müsse endlich etwas gegen diese Frevlerin unternehmen, die niemals in die Kirche ging und den Seelenfrieden der Stadt störte, forderte er. Ein Bierglas wurde zerschmettert, die Frauen, aus irgend einem Grund eifersüchtig, stachelten ihre Männer an. Schnell war man mit weiteren Vorkommnissen bei der Hand, die die Leute auf die Einsiedlerin zu schieben bereit waren. In letzter Zeit hatten sich Krankheiten und Hunger gehäuft, vor einigen Tagen hatte das Haus des Krämers Feuer gefangen und war gänzlich abgebrannt. "Warum fällt uns jetzt erst auf, dass das Übel die ganze Zeit auf unseren Türschwellen gehockt hat?", schrie eine beleibte Frau, die in der Gerberei arbeitete. "Ja, das ist wahr! Indem wir diese Einsiedlerin duldeten, haben wir uns dem Teufel verschrieben!", bestätigte der Wirt lautstark. Als er gemerkt hatte, dass er nicht mehr gegen die aufgehetzte Menschenmenge ankam, hatte er sich dieser einfach angeschlossen. "Sie ist an allen Problemen Schuld, jemand anderes kann es nicht sein!" "Man hat ja schon viel gehört über Hexerei, die ganze Landstriche ins Unglück gestürzt hat", bemerkte jemand, und damit war zum ersten Mal das Wort 'Hexe' gefallen. In einer Ecke sammelten sich einige Leute und steckten die Köpfe zusammen, während es langsam wieder ruhiger wurde in der Schankstube. Als die einzelne Gruppe schließlich das Lokal verließ, machte sich eine angstvolle Stille breit. Es sah ganz danach aus, als ob sie etwas ganz Bestimmtes vor hatten. [Dieser Beitrag wurde am 25.03.2008 - 17:43 von Aerowen aktualisiert] Signatur ![]() | |||
Lykanthrop ![]() Administrator ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Status: Offline Registriert seit: 07.09.2006 Beiträge: 2035 Nachricht senden |
Seeeehr schön! Signatur ![]() | |||
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