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glaskuegeli  Moderatorin


Status: Offline Registriert seit: 23.03.2009 Beiträge: 672 Nachricht senden | Erstellt am 02.04.2009 - 18:10 |  |
feiertSchimpansen-Forscherin Jane Goodall
n24.de schrieb
Ihre Vorträge beginnt sie mit "Uch, uch, uch, uch-uuuh": Jane Goodall. Die "Botschafterin der Menschenaffen" wird 75. Ein Ruhestand kommt für sie aber erst in Frage, "wenn die Welt gerettet ist".
Als etwa zehnjähriges Mädchen schwärmte sie für Tarzan, der unter Affen aufwuchs. Und sie war eifersüchtig auf Tarzans Gefährtin Jane, mit der sie auch noch den Vornamen teilte. Sie wollte unbedingt in den Urwald und Bücher über Tiere schreiben. "Jeder lachte über mich", erinnert sich Jane Goodall an ihre Kindheit in England. Heute lacht niemand mehr über die britische Forscherin. Sie machte ihren Traum wahr, revolutionierte die Affenforschung und wurde mit ihren jahrzehntelangen Studien zum Verhalten der Schimpansen zur renommiertesten Expertin für die nächsten lebenden Verwandten des Menschen. An diesem Freitag feiert Jane Goodall ihren 75. Geburtstag.
Zwischen dem Schwärmen für Tarzan und der Ankunft in Afrika verging noch ein gutes Jahrzehnt. Als 23-Jährige kam Goodall, die mittlerweile als Sekretärin und Kellnerin arbeitete, auf Einladung eines Freundes nach Kenia. Im Nachtbarland Tansania traf sie den berühmten Paläoanthropologen Louis Leakey, der den fossilen Überresten der ersten Menschen auf der Spur war. Leakey wollte mehr über die Menschenaffen wissen und beauftragte Goodall mit dem Studium der Schimpansen.
"Uch, uch, uch, uch-uuuh",
Damit hatte Goodall ihre Berufung gefunden. Sie beschrieb erstmals die sozialen Kontakte und Hierarchien der Schimpansen. Sie entdeckte, dass diese keineswegs nur glücklich und zufrieden im Wald lebten, sondern dass es unter ihnen neben Lust und Liebe auch Rache und Krieg gab. Und sie zeigte, dass Schimpansen Werkzeuge anfertigen und benutzen, um beispielsweise Ameisen aus Baumstämmen herauszuholen - eine Fertigkeit, die man bis dahin nur den Menschen zubilligte.
Dabei sieht sie nicht aus wie eine Frau, die die meiste Zeit ihres Lebens unter Affen verbracht hat. So zierlich wie in ihrer Jugend ist sie auch im Alter geblieben. Auch die einst blonden Haare trägt sie - inzwischen ergraut - immer noch zum Pferdeschwanz gebunden. Jane Goodall wirkt zart, beinahe zerbrechlich. Unvorstellbar, dass diesem Körper ein markerschütternder Schrei entfahren kann. Aber wahr: Ihre Vorträge beginnt sie gerne mit einem kehligen "Uch, uch, uch, uch-uuuh", das erst tief beginnt und dann immer höhere Tonlagen erreicht - der Ruf, mit dem Schimpansen untereinander Kontakt halten.
Und obwohl sie ohne Studium an der Universität von Cambridge als Doktorandin zugelassen wurde und dort glanzvoll promovieren konnte, waren ihre ersten Schritte in die Welt der Wissenschaft voll von Hindernissen. Ihr allererster Beitrag für die Zeitschrift "Nature" kam postwendend zurück, weil sie bei ihren beobachteten Affen von "er" und "sie" als Individuum sprach. Als erste Wissenschaftlerin gab sie den Tieren in ihrem Forschungszentrum in Gombe keine Nummer, sondern Namen, wodurch viele Kollegen ihre Objektivität bedroht sahen.
In Rente? Von wegen!
Doch das ist alles Vergangenheit. Seit Jahrzehnten ist Goodall anerkannt - und gefragt als Tier- und Umweltschützerin. Vehement kämpft sie bei Vorträgen gegen die Ausrottung ihrer geliebten Schimpansen und ist dafür trotz ihres Alters unermüdlich in der Welt unterwegs. An Ruhestand verschwendet die "Botschafterin der Menschenaffen" keinen Gedanken. "Ich kann erst in den Ruhestand gehen, wenn die Welt gerettet ist."
(dpa, N24)
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Kennt ihr die Forscherin, ich finde, sie ist echt. Ich gebe zu, ich lese nicht alles von ihr, nur hin und wieder, und das, was ich von ihr lese, fühlt sich authentisch an.
[Dieser Beitrag wurde am 02.04.2009 - 18:11 von glaskuegeli aktualisiert]
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nele  Moderatorin


Status: Offline Registriert seit: 28.03.2009 Beiträge: 24 Nachricht senden | Erstellt am 03.04.2009 - 19:43 |  |
Hast Du auch ihr Buch gelesen, kann ich sehr empfehlen.
Signatur Das Alles seine Zeit hat,
heißt auch,
dass Alles seine Zeit braucht |
glaskuegeli  Moderatorin


Status: Offline Registriert seit: 23.03.2009 Beiträge: 672 Nachricht senden | Erstellt am 03.04.2009 - 20:41 |  |
...nein, nele, hab ich nicht, aber ich werde mal in der Bücherei kucken, ob sie es haben, danke für den Tip...
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Status: Offline Registriert seit: 29.03.2009 Beiträge: 406 Nachricht senden | Erstellt am 19.04.2009 - 08:39 |  |
Hallo Glaskuegeli, hallo ihr MitleserInnen,
als ich zur Schule ging, hat man mir noch beigebracht, dass Frauen eher empathisch sind und für die Mutterrolle geeignet, spezielle Gene befähigten sie, die Kinder ihrer Männer zu gebären und aufzuziehen, zu umsorgen, während die Männer, durch ihre gottgegebene Dominanz und größere Intelligenz unsere Sicht auf die Welt bestimmen. (Ich habe das jetzt mal bewusst so provokant ausgedrückt.)
Glaskuegeli schrieb
Kennt ihr die Forscherin, ich finde, sie ist echt. Ich gebe zu, ich lese nicht alles von ihr, nur hin und wieder, und das, was ich von ihr lese, fühlt sich authentisch an. |
Ich möchte Euren Blick mal drauf lenken, dass es inzwischen einige Forscherinnen gibt, die nicht nur "echt" und "authentisch" sind, sondern auch bekannt und anerkannt. Nach Riane Eisler zählen Frauen in den letzten Jahrzehnten zu den genauesten und besten Beobachterinnen tierischer Verhaltensweisen.
Dazu zählt sie nicht nur die oben erwähnte Jane Goodall, sondern auch Wissenschaftlerinnen wie Barbara Smuts und Shirley Strum, die das Verhalten von Pavianen erforscht haben. Sie erwähnt darüber hinaus auch die unter Gorillas lebende Dian Fossey, um die es in dem Film "Gorillas im Nebel" geht. Cynthia Moss hat viele Jahre mit afrikanischen Elefantenherden verbracht hat und beschreibt die emotionalen Bindungen unter diesen Tieren in ihrem Buch sehr anschaulich.
Die Arbeiten solcher Frauen geben uns eine andere Sicht auf die Evolution und Verhaltenforschung (wenn ihr mal wieder so Geschichten von den "selbstsüchtigen Genen" und der "natürlichen Auslese" hört). Also hier vielleicht ein weiterer Lesetip: "Das Jahr der Elefanten" von Cynthia Moss; Martyn Colbeck.
[Dieser Beitrag wurde am 19.04.2009 - 21:32 von Seifenblase aktualisiert]
Signatur Wenn ich nochmals die Chance hätte, ich würde mir weniger reinreden lassen, ich würde leichtsinniger sein. Ich würde genauer hinschauen und meinem eigenen Urteil mehr vertrauen. |