Der höchste Lohn für unsere Bemühungen ist nicht das, was wir dafür bekommen, sondern das, was wir dadurch werden.

John Ruskin (1819-1900)

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Lavinia 
FragenstellerIn
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...   Erstellt am 15.08.2008 - 10:01Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich bestreite nicht, dass man in seiner Entwicklung von der Umgebung, den Menschen und solchen Faktoren beeinflusst wird. Nur an das Schicksal kann ich dennoch nicht glauben. Es geht einfach nicht, weil ich für mich weiß, dass es sowas nicht gibt. Ebenso wenig kann ich an sowas wie einen Gott glauben.




ichbinich ...
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...   Erstellt am 15.08.2008 - 10:32Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich finde, es hängt immer davon ab, was man sich darunter vorstellt. An die herkömmliche Vorstellung von Schicksal oder Gott könnte ich zum Beispiel auch nicht glauben.





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Warum sollte man Angst vor dem Tod haben? Solange wir sind, ist der Tod nicht da, und sobald er da ist, sind wir nicht mehr. (Epikur)

Wenn das menschliche Gehirn so einfach wäre, dass wir es verstehen könnten, wären wir so dumm, dass wir es trotzdem nicht verstehen würden. (Zitat aus "Sofies Welt")

Alle Menschen sind Ausländer. (Caritas Tirol)

Anderen Menschen aus reiner Naivität blind zu vertrauen, ist keine Kunst.
Ihre wahre Niederträchtigkeit zu kennen und ihnen zu misstrauen, ist auch keine Kunst.
Die Kunst ist, über das wahre, niederträchtige Wesen der Menschen Bescheid zu wissen und ihnen trotzdem zu vertrauen.

Vermutlich gibt es uns nur, weil das Nichts schon immer das Bedürfnis hatte, zu etwas zu werden.

Dummheit ist kein Mangel an Intelligenz, sondern ein Mangel an Fantasie und an der Fähigkeit, über die eigene Existenz hinauszudenken und größere Zusammenhänge zu erkennen. Intelligenz ist die Fähigkeit, vorauszudenken, zu kombinieren und mehr als nur einen einzigen Aspekt einer Sache zu sehen.







Melina ...
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...   Erstellt am 15.08.2008 - 13:11Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Und was ist deiner Meinung nach der Unterschied zwischen der herkömmlichen Vorstellung von Schicksal und / oder Gott und einer... anderen Vorstellung davon? Ich meine, was macht wirklich den Unterschied? In der Hauptsache geht es darum, dass es übersinnlich ist, d.h. wir es mit unseren Sinnen nicht fassen können und das bleibt ja in jedem Fall. Oder was meinst du?





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Und über kein Ding der Welt weiß ich weniger als über mich. (Hermann Hesse: Siddhartha)

ichbinich ...
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...   Erstellt am 15.08.2008 - 13:33Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Das, was ich vorher beschrieben habe: Können wir nicht alles, was uns und die Entscheidungen, die wir aufgrund unserer Persönlichkeit in der Zukunft treffen werden, nicht auch irgendwo als Schicksal bezeichnen? Muss Schicksal immer eine Macht sein, durch die man schon vorher prophezeihen kann, was passieren wird? Kann man vorhersagen, was passieren wird? Sagen wir, wir untersuchen genauestens die Psyche der Menschen, die an einer Sache beteiligt sind ebenso wie die Faktoren, die zu deren Persönlichkeit geführt haben. Außerdem können wir alle anderen Faktoren, die den Erfolg oder Misserfolg der Aktion (was auch immer das sein mag) beeinflussen, vorhersehen (zum Beispiel berechnen wir den Gang der Wirtschaft oder machen eine Wettervorhersage). Wenn es nun vielleicht möglich ist, genau zu sagen, was wer in welcher Situation tun wird (schließlich werden alle Beteiligten das tun, was sie für richtig halten, und da man sie genau kennt, weiß man, was das sein wird). Nun könnte man doch schon vorher "prophezeien" was passieren wird. Man sagt den Beteiligten aber nicht, was dabei herauskommen wird und lässt sie mal machen. Nehmen wir an, unsere "Prophezeiung" erfüllt sich. War es Schicksal, dass mit dieser Gruppe von Leuten unter ebendiesen Voraussetzungen das und das passieren wird?

[Dieser Beitrag wurde am 17.08.2008 - 12:17 von ichbinich aktualisiert]





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bookworm ...
Kletterer(in) im Kaninchenfell
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...   Erstellt am 30.09.2008 - 20:29Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Schicksal existiert meiner meinung genauso wenig wie liebe auf den ersten Blick





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Ich bin so cool, dass die Schafe MICH zählen, wenn sie einschlafen wollen!

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ichbinich ...
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...   Erstellt am 01.10.2008 - 14:48Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Und ich bleibe dabei, dass es ganz unterschiedlich sein kann, wie man Schicksal definiert.





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Philosoph1 
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...   Erstellt am 02.10.2008 - 19:15Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich wiß nicht was ich von schicksal halten soll, einerseits könnte man daran glauben, aber ob ich es tue...





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Savant ...
sitzt gemütlich im Pelz des Kaninchens...
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...   Erstellt am 07.11.2008 - 21:37Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich persönlich weiß nicht, ob ich an das Schicksal glauben soll, denn diese Macht müsste viel zu viele Variablen miteinberechnen, was meiner Meinung nach schier unmöglich ist, da ich eben diese Macht nicht für allmächtig halte. Wie ichbinich ja schon sagte, kann eine vermeintliche Nebensächlichkeit mein ganzes Ich beeinflussen. Das fängt bei harmlosen Veränderungen an und endet schließlich an dem Punkt, an dem man nie existiert hat. Das kann das Schicksal nicht vorher wissen - vorausgesetzt, es ist bereits alles festgelegt.

Sollte es aber so sein, dass das Schicksal rotierend ist, würde ich es schon eher für möglich halten. Das heißt, dass das Schicksal sich den Umständen anpasst - wenn der vorige Plan beispielsweise war, dass Person A von Person B umgebracht werden sollte, Person B aber aus unerfindlichen Gründen verhindert ist, übernimmt die bisher unbekannte Person C diesen Part. Es steht also fest, dass Person A sterben wird, aber durch wessen Hand, ist unbekannt. Hierbei wird natürlich vorausgesetzt, dass das Schicksal durchaus einen Plan verfolgt, aber durchaus flexibel in dessen Ausführung ist.

Eines steht jedenfalls fest: Das Schicksal muss ein wahrer Menschenkenner sein!





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Gruß,
Savant

ichbinich ...
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...   Erstellt am 17.12.2008 - 10:14Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


nein, das sehe ich nicht so. Schicksal (nach der gängigen Vorstellung einer höheren Macht) müsste ja dann auch sein, welchen Charakter ein Mensch überhaupt hat usw. Wenn es das Schicksal (wie es sich die meisten vorstellen) gibt, müsste meiner Meinung nach alles Schicksal sein, denn Schicksal (in dieser Dimension) bedeutet, alles folgt einem höheren Plan. Es gibt in meiner Vorstellung nur ein Entweder - Oder, nichts dazwischen. Entweder es gibt das Schicksal, oder eben nicht.
Man sollte es auch nicht mit der Wahrscheinlichkeit verwechseln.
Aber da ich nicht an Gott glaube, kann ich auch kaum ans Schicksal in dem Sinne glauben, dass es jemanden gibt, der das Geschehen auf der Erde plant. Und wenn doch, müsste ich mit demjenigen mal ein ernstes Gespräch führen.

[Dieser Beitrag wurde am 17.12.2008 - 10:17 von ichbinich aktualisiert]





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