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Wedge ...
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...   Erstellt am 19.07.2007 - 09:40Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wenn alles gut gegangen ist, müsste Evelina jetzt bei dem Meistermagus vorsprechen. Hoffentlich wurde sie nicht zu... aufbrausend. Manchmal konnte ganz schön energisch sein, soviel hatte Wedge schon mitbekommen und sie ließ sich nichts sagen. Aber Meistermagus Mitharo war ein verständnisvoller Mann. Wedge seufzte. Sie schafft das schon, sagte er sich, während er immernoch in einem Krankenzimmer auf seine Heiler wartete.
Mit einem leisen Knartschen öffnete sich die Tür und eine junge Magierin trat herein.
"Wedge," sagte sie und lächelte, "schön dich mal wieder zu sehen."
"Narah?," meinte Wedge verdutzt, "du bist eine Heilerin geworden? Wie kam es dazu?"
Narah zwinkerte ihm zu:
"Ein anderes Mal. Jetzt müssen wir uns um dich kümmern. Was hast du denn?"
"Ich wurde von einem magiedämpfenden Pfeil getroffen," kam die Antwort.
"Hm... So einen Fall hatte ich noch nie. Ich werde mich mit meinem Meister beraten, in Ordnung?"
Nach einem nicken von Wedge, verließ sie schnellen Schrittes den Raum. Jetzt war er wieder allein.
Früher einmal hatte er Narah sehr gern gehabt, aber er hatte nie mit ihr darüber gesprochen, denn für soetwas hatten sie keine Zeit gehabt, bei all den Prüfungen. Es freute ihn, dass es ihr gut ging.





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Wahrlich Leute,
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Ginns ...
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...   Erstellt am 19.07.2007 - 10:14Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Der MEistermagus musste ein sehr gelehrter Mann sein, das war Evelina klar, als sie das Büro betrat.
Überall standen Bücherschränke, vollgestopft mit uralten Wälzern.
Unsicher schaute sie sich um, das Büro war nicht besinders groß, allerdings auch nicht wirklich klein, sindern gerade richtig.
Allerdings war das Büro leer.
Der MEistermagus war noch nicht dort.
"Nimm schon mal Platz", meinte ein Wächter. "Der MEistermagus kommt gleich."
Evelina nickte und nahm auf einen Stuhl Platz.




Wedge ...
Literaturkenner




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...   Erstellt am 19.07.2007 - 13:39Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ein wenig später betrat Narah wieder das Zimmer.
"Ich habe mich mit meinem Meister besprochen und er hat mir gesagt, wie ich die Wirkung der magiedämpfenden Pfeilen aufheben kann."
Sie trat an Wedge heran und meinte:
"Du musst dich oben herum frei machen."
Sofort gehorchte Wedge und legte seinen Mantel und sein Hemd ab. Narah legte ihre Hände auf seine Brust und schloss die Augen. Kurz darauf fühlten sich ihre Hände wunderbar warm an und Wedge spührte, wie sich das schmerzende Gefühl davonschlich. Schon bald darauf spührte Wedge gar keinen Schmerz mehr. Narah öffnete die Augen und lächelte ihn erschöpft an.
"Danke," sagte Wedge freundlich.
"Gerne," antwortete Narah, "du solltest nach deiner Freundin schauen. Sie wurde zu Meistermagus Mitharo vorgelassen und müsste zu dieser Zeit bei ihm vorsprechen."
Wedge schaute sie verdutzte an:
"Evelina ist nicht..."
Narah unterbrach ihn:
"Du solltest zu ihr gehen."
Wedge verstummte und nickte. Dann stand er auf verabschiedete sich von NArah und bedankte sich nocheinmal.


(Anmerkung des Authors: Auf den mehrfachen "Wunsch"(man könnte auch Befehl sagen^^) von Ginns werde ich das Gespräch beschreiben, deshalb findet jetzt ein Personenwechsel statt und ich erzähle jetzt aus der Perspektive von dem Meistermagus. MFG Wedge)

Mitharo stöhnte. Diese vielen Treppen waren nichts für seine alten Knochen. Denoch war es von höchster Notwenigkeit, dass er sich in sein Büro begab, denn dort wartete eine wichtige Person, wie ihm eine Torwache mitgeteilt hatte. Vor einiger Zeit hatte der alte Magier gespührt das Wedge, ein junger Schüler, welcher von dem alten, Grießgram Dagaroth in Eismagie unterrichtet wurde, sich wieder im Reich der Akademie befand. Der Junge hatte großes Potential, jedoch noch nicht alles davon frei gesetzt. Aber genau diese Ankunft war es gewesen, die ihn so unruhig hat werden lassen, denn eigentlich hatte Wedge nicht vor gehabt sobald wieder zu kommen. Es musste etwas passiert sein. Und dann war da noch diese andere Aura. So eine Aura hatte Mitharo noch nie gespührt, jedoch kannte er eine ähnliche: die von seinem Elitemagier Cophas. Mitharo war der einzige auf der Welt, der von Cophas' Geheimnis wusste und jetzt gab es eine Person, die eine ganz ähnliche Aura hatte. Das konnte nichts gutes Bedeuten.
Endlich hatte der alte Mann die Tür zu seinem Büro erreicht und öffnete auf seinem Stab gestützt die alte Hartholztür. In seinem Büro saß eine junge, rothaarige Frau auf seinem Stuhl und sofort als Mitharo den Raum betreten hatte, hatte er gespührt, dass ihm hier die Quelle der schaurigen Aura vor Augen saß. Sie hatte ihn noch nicht bemerkt und hatte ihm den Rücken zu gewandt. Mitharo räusperte sich leise. Erschrocken sprang die Frau von dem Stuhl auf und fuhr herum. Sie hatte eine blasse Haut und ihr gesammtes Gesicht war von Sommersprossen bedeckt.
"Endschuldigt," begann Mitharo freundlich, "ich wollte euch nicht verschreckten."
Die Frau schien etwas verstöhrt und wusste allem Anschein nicht was sie sagen sollte.
Höflich verbeugte Mitharo sich und meinte:
"Mein Name ist Mitharo und jetzt würde ich euch bitten, mir die Ehre zu erweisen, euren Namen zu erfahren, werte Dame."
Ein bischen Schamesröte schoss ihr ins Gesicht und sie meinte zögerlich:
"Mein Name ist Evelina."
"Nun Evelina, was treibt zu einem alten Mann wie mir?"
"Ich," setze sie zu einer Antwort an, "nein... Cophas; er muss -"
"Halt! Sagtest du Cophas? Woher kennst du ihn?", meinte
Mitharo erschrocken.
Gibt es wirklich eine Verbindung zwischen den beiden?
"Er muss den Zwillingen helfen; ein Dorf wird angegriffen," meinte sie hektisch.
Mitharo atmete hörbar auf, zum Glück war es doch nicht so schlimm, wie er gedacht hatte. Jetzt erinnerte er sich, dass er die Zwillinge geschickt hatte, um Wedge entgegen zu kommen. Dann gehörte diese Frau zu Wedge.
"Wo ist Wedge?", der alte Magier hatte zu seiner üblichen freundlich Art und Weise zurückgefunden und wollte jetzt alles so genau wie möglich erfahren.
"Der ist im Krankenzimmer; er wurde angeschossen."
"Angeschossen? Von wem? Wer würde es wagen auf meine Magier zu schießen?"
"Es waren einige Soldaten; sie trugen dämonische Helme und ihre Anführerin war eine Frau in einer roten Lederkleidung. Sie haben uns überfallen, doch zum GLück konnten die Zwillinge uns helfen," fasste sie das erlebte kurz zusammen.
Dämonenhelme? Das hat mir hier alles zu viel mit Dämonen zu tun...
Mitharo nickte:
"Du erzähltest von einem Dorf, dass angegriffen wurde -"
"Ja," unterbrach die junge Frau ihn, "die Zwillinge sind ihnen zu Hilfe geeilt und ihr sollt Cophas zu ihrer Unterstützung schicken."
Der alte Magier atmete aus:
"Bitte unterbrich mich nicht, Mädchen", meinte er ruhig, "ich werde Cophas schicken."
Nach diesen Worten rief er die Wache und gab ihr die Anweiung, den Feuermagier zu holen, welcher auch kurze Zeit später an die Tür klopfte. Cophas war ein Riese und, was allerdings nur Mitharo wusste, kein Mensch. Zwar sah er aus wie einer, aber er war es nicht und genau das gleich befürchtete er auch bei der jungen Evelina.
An Cophas gerichtet meinte der Meistermagus:
"Du sollst die Zwillinge aufspühren und ihnen zu Hilfe eilen."
Der große Mann mit dem kantigen Gesicht nickte kurz und wollte sich umdrehen und gehen, als Mitharo noch etwas hinzufügte:
"Ich möchte nach diesem Auftrag mit euch beiden nocheinmal reden."
Cophas schaute sich um und entdeckte jetzt erst die junge Frau, welcher Cophas anblick scheinbar die Sprache verschlagen hatte. Dann nickte er und ging.
"Was," begann Evelina, nachdem die Tür wieder in ihre Angeln gefallen war, doch befor sie ihren Satz zuendesprechen konnte, stürmte Wedge in den Raum hinein.

[Dieser Beitrag wurde am 19.07.2007 - 21:31 von Wedge aktualisiert]





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Ginns ...
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...   Erstellt am 19.07.2007 - 22:07Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


[Anmerkung der Autorin: Du hast mich schließlich in diese missliche Lage hineingebracht^^ Schöne Ferien wünsche ich dir und gutes WoW-Zocken, wenn ich mein Bett wärmen gehe...]

"WEDGE!", rief Evelina hocherfreut, ihren KAmeraden wohlbehalten wiederzusehen - und im Rausche dieser Euphorie machte sie kurzen Prozess und fiel ihm um den Hals, schließlich hatte sie ihn das letzte Mal ziemlich angekratzt gesehen.
"Deine gesamten Wunden sind ja verheilt!" Evelina hatte noch nie viel mit MAige zu tun gehabt.
Wedge erwiderte die Umarmung kurzerhand und tätschelte dem flippigen Mädchen beruhigend auf dne Rücken.
"Ja... Alles in bester Ordnung..."
Evelina strahlte und ließ von Wedge ab, nachdem dieser um ein wenig Luft bat.
"Was ist hier eigentlich los?" Mit großen Hundeaugen schaute Evelina Wedge an, vielleicht kapierte ja wenigstens er, was hier eigentlich ablief. Mit den Dämonen, diesem seltsamen Magier, der eine ähnliche Aura wie sie hatte, mit Mitharo, der irgendwie seltsam drauf war und allen drum und dran.
"Das kann ich dir auch nciht sagen...", brummelte Wedge, der auhc nach ein paar Antworten verlangte und wandte seinen Blick zu Mitharo.
"Was ist passiert?", fragte dieser.
Kurzerhand erläuterte Wedge seine Reise von dem Zeitpunkt an, an dem er Evelina getroffen hatte.
"Und du kannst dich an wirklich nichts erinnern?", fragte Mitharo das blasse Mädchen.
Evelina schüttelte den Kopf.
"Vielleicht gäbe es da eine Möglichkeit..."




Wedge ...
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...   Erstellt am 19.07.2007 - 22:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


"...und diese Möglichkeit hat mit Cophas zu tun. Deshalb will ich mit euch beiden nocheinmal sprechen."
Als Wedge zu einer Frage ansetzen wollte, fügte er hinzu:
"Natürlich darfst du auch dabeisein, soweit Cophas das erlaubt. Aber jetzt solltet ihr euch ausruhen gehen. Der Tag war bestimmt sehr anstrengend für euch."
Mit einem freundlichen Lächeln verabschiedete er sich von Wedge und Evelina, welche die Verabschiedung erwiderten.
Vor der Tür fing sie die Wache ab und sagte:
"Der Meistermagus hat zwei Quatiere für euch hermachen lassen, welche dierekt an einander angrenzen. Wenn ihr mir bitte Folgen würdet."
Schnellen Schrittes eilten sie den Turm, indem sich das Büro des Magiers befand, herunter und stiegen einen anderen wieder hinauf. Im dritten Stock hielt die Wache an und überreichte ihnen zwei Schlüssel. Dann zeigte er ihnen ihre Zimmer. Sie waren nicht soderlich groß. Es gab ein Bett in jedem Zimmer und man konnte durch eine Tür dierekt von einem Zimmer in das andere. Wedge bedankte sich bei der Wache und verabschiedete sich von ihr.





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Ginns ...
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...   Erstellt am 29.07.2007 - 23:16Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


[So, Keks, wenn es dir nicht gefällt, bist du dran!]


Evelina wartete, bis sich die Wachen von dannen gemacht hatten und klopfte dann leide bei Wedges Tür.
Der junge Magier öffnete die Tür und bat Evelina hinein.
„Weißt du, warum sie extra Cophas herbeiholen?“, begann sie direkt ohne Umschweife. „Oder ist es so schwierig ein Gedächtnis wiederzubekommen?“
Wedge runzelte die Stirn. Über genau das Gleiche hatte er bis dato auch nachgedacht.
„Normalerweise ist nicht allzu kompliziert, ein Gedächtnis wiederherzustellen…“, begann er grübelnd. „Es ist nicht einfach, versteh mich bitte nicht falsch, nicht jeder könnte es… Aber gleich Meister Cophas…“
„Du hast also auch keine Ahnung“, stellte Evelina trocken fest.
„So kann man es auch nennen“, erwiderte Wedge mit einer Spur von einem Grinsen auf dem Gesicht, die aber sofort verschwand. „Wir sollten uns einfach überraschen lassen…“
„Ich hasse Überraschungen…“, murrte Evelina.
„Wir können nichts an den Entscheidungen des Meistermagus ändern.“
„Können wir nicht?“
„Vergiss es lieber auf der Stelle…“
Evelina seufzte.
„Dieser Cophus hat eine seltsame Aura… Fast wie meine.“
Wedges Augen weiteten sich erschrocken.
„Du kannst Auren spüren?“
Evelina zuckte mit den Achseln.
„Ja… Ein wenig…“
„Bist du vielleicht eine Magierin?“
Das rothaarige Mädchen schüttelte leicht den Kopf.
„Eher nicht… Manchmal habe ich das, Gefühl, etwas kommt mir bekannt vor… Aber hier ist alles neu für mich…“
„Es gibt viele Magierakademien… Diese hier ist nur die Beste.“
„Ich habe trotzdem nicht das Gefühl, als ob ich in irgendeiner Weise eine Magierin bin.“
„Dann hast du vielleicht das Talent zur Magie!“ Wedge wollte sich einfach nicht von seiner Vermutung abbringen lassen.
Evelina schüttelte weiterhin den Kopf.
„Wir werden es ja morgen herausfinden…“
Wedge nickte. Und er würde doch Recht behalten.
„Aber wie kann es sein, dass deine Aura seiner Aura gleicht?“ Um ehrlich zu sein, konnte Wedge weder Cophas, noch Evelinas Aura spüren, er hatte immer gedacht, dass sein Meister seine Aura nur wunderbar verstecken konnte… Und Evelina… War ein Sonderfall. Aber Evelina konnte Cophas Aura spüren. Entweder sie war eine wirklich geniale Magierin, was er ihr irgendwie nicht zutraute, so fies es auch klang, oder aber… etwas völlig anderes, was er noch nie gesehen und gehört hatte.
Evelina gähnte leise hinter vorgehaltener Hand.
„Du solltest ins Bett gehen“, meinte Wedge fürsorglich. Seine Kameradin blinzelte schlaftrunken.
„Vielleicht…“
„Man sieht sich dann morgen.“
„Ist das ein Versuch um mich loszuwerden?“
„Ja, genau…“ Wedge rollte mit den Augen. „Ich sehe nur, dass du morgen vor Meister Cophus’ Augen einschlafen wirst, wenn du die Nacht durchmachst. Es war ein anstrengender Tag.“
„Ja, ja, ich hab schon verstanden…“, meinte Evelina ein wenig beleidigt und verschwand in ihr Zimmer. Kurz nachdem die Tür ins Schloss gefallen war, wurde die Tür nochmals geöffnet und Evelina steckte ihren Kopf durch den Türrahmen.
„Gute Nacht.“

~*~

Am nächsten Morgen wurde Evelina recht früh von den Geräuschen der Akademie geweckt. Als sie müde aus dem Fenster starrte, konnte sie recht gut das Alltagsleben der Akademie mitbekommen. Schüler gingen nicht gerade leise umher, lachten und scherzten miteinander und hie und da brachen kleine Raufereien aus, während Lehrer versuchten, Ruhe in die Schülermengen zu bekommen.
Wie gerne stände Evelina nun da unten und würde ebenfalls dazugehören… Ein paar Freunde finden, mit ihnen scherzen und sich wie ein normaler Teenager benehmen, der sie ja nichtsdestotrotz war. Wie viele Jugendliche in ihrem Alter gab es, die mehrfach dem Tode entronnen, oftmals überfallen und außerdem ihr Gedächtnis verloren hatten? Und da war noch etwas… Sie wusste nicht genau woher, aber sie wusste, dass sie niemals eine ausgelassene Kindheit gehabt hatte. Dass sie nie wie die Kinder dort unten viel gelacht hatte und Freunde gehabt hatte…
Leise klopfte es an der Tür und riss somit Evelina aus ihren lethargischen Gedanken. „Herein!“
Es war Wedge.
„Hunger auf Frühstück?“, fragte er recht ausgeschlafen und mit einem breiten Lächeln auf dem Gesicht.
Evelina schüttelte den Kopf.
„Kein Hunger.“
Das Grinsen auf dem Gesicht des jungen Magiers verblasste.
„Du musst doch etwas essen.“
„Kein Hunger.“
„Bist du so nervös wegen später?“
Evelina antwortete nicht, was Wedge Antwort genug war.
„Es ist aber besser, wenn du was isst.“
„Ich habe aber keinen Hunger!“
Wedge seufzte.
„Dann eben nicht… In einer Stunde werden wir in Meister Cophas Büro erwartet.“
Evelina nickte nur als Zeichen, dass sie verstanden hatte und starrte weiterhin aus dem Fenster.
Wedge schloss leise die Tür hinter sich zu und stellte sich neben Evelina.
Einige Zeit starrten beide aus dem Fenster, bis Wedge sich räusperte und den Arm um Evelina legte.
„so schlimm wird es schon nicht werden.“
Evelina strich sich eine Haarsträhne aus ihrem Gesicht und schwieg kurze Zeit, bis sie antwortete.
„Darum geht es mir ja auch nicht in erster Linie… Im Moment beneide ich nur die Kinder dort unten, dafür, dass sie eine gescheite Ausbildung bekommen, keinen Hunger leiden müssen und einfach ihrem Alter entsprechend sein können…“
„Bist du nicht deinem Alter entsprechend?“
Wieder überlegte Evelina, bevor sie antwortete.
„Ich weiß nicht genau wie alt ich bin… Aber sehr viel gespielt habe ich bestimmt nicht…“
Nun starrte auch Wedge nachdenklich aus dem Fenster.
„Vielleicht hast du Recht…“
Evelina nickte nur und schloss müde ihre Augen. In dieser Nacht hatte sie wahrlich nicht gut geschlafen.

So standen Evelina und Wedge beide einige Zeit am Fenster, stillschweigend und mit ihren Gedanken beschäftigt.
Die Stille wurde aber abrupt von einem penetranten Klopfen an der Tür viel zu schnell unterbrochen.
„Herein!“, rief Evelina leise und ein wenig missmutig.
Eine Wache trat herein und verbeugte sich leicht, wie Evelina verdutzt bemerkte. Noch nie hatte sich jemand vor ihr verneigt.
„Meister Cophus ist nun bereit, um Euch zu empfangen.“
Wedge nickte. „Führt uns zu ihm.“
Die Wache tat, wie ihr geheißen und führte das ungleiche Paar durch sämtliche Gänge der Akademie, so kam es Evelina jedenfalls vor. Vorbei an Klassenräumen, neugierigen Schülern, streng aussehenden Lehrern, weiteren Türen, weiteren Gängen, ein paar Treppen hoch und wieder ein paar Treppen hinunter. Evelina meinte, nun völlig die Orientierung verlieren zu müssen. Schon nach kürzester Zeit hatte sie keine Ahnung mehr, wo sie war, geschweige denn, wie sie zurück in ihr Zimmer kam.
„Reichlich kompliziert“, bemerkte sie verwirrt und Wedge lachte.
„Man gewöhnt sich daran… Nach ungefähr einem Jahr kennt man sich hier ziemlich gut aus.“
„Oh…“

Meister Cophas erwartete bereits seinen Schüler und dessen Gefährtin. Bei ihm war der Meistermagus und begrüßte die beiden mit einem weisen Lächeln auf den Lippen.
Während der Meistermagus Evelina eher wie ein Großvater vorkam als das Oberhaupt einer gesamten Akademie, fand sie Cophas eher nicht für normal. Er war ziemlich groß, gerade schon riesig und seine Aura strahlte eine immense Macht aus, ganz im Gegenteil zu ihrer, obwohl sich beide Auren irgendwie ähnelten. Evelina konnte nur nicht sagen, warum.
„Kommt doch herein“, bat Mitharo sie und deutete auf zwei Stühle vor einem Schreibtisch, hinter dem zwei gemütliche Ohrensessel standen.
„Nehmt doch bitte Platz.“
Evelina nickte und setze sich aufgeregt hin, ebenso wie Wedge. Auch die beiden älteren Männer nahmen Platz.
„Wie gesagt gäbe es eine Möglichkeit, dass Evelina ihr Gedächtnis wiederbekommt“, begann Mitharo auch direkt ohne lange Vorrede.
„Welche?“, fragte die Angesprochene neugierig.
„Es ist eigentlich recht simpel“, übernahm Wedges Lehrmeister das Wort. „Ein Ritual, nicht mehr.“
Evelina nickte. Sie hatte zwar nicht die geringste Ahnung, wie so ein Ritual ablief, aber Cophas war Wedges Lehrmeister und sie vertraute Wedge und dieser vertraute Cophas, also konnte auch sie Cophas vertrauen.
„Einverstanden.“
„Kann ich dabei sein?“, fragte Wedge.
„Du musst mir sogar helfen.“

Die Vorbereitungen für dieses ominöse Ritual dauerten seine Zeit und Evelina musste sich in dieser Zeit mit sich alleine beschäftigen, denn Wedge musste seinem Meister helfen, so Leid es ihm auch für das Mädchen tat, da sie dabei nicht dabei sein konnte, aus Gründen, die sein Meister ihm verschwiegen hatte.

Evelina verbrachte den Tag mit Lesen – Wedge hatte ihr ein Buch mit alten Sagen und Legenden gegeben, es war das einzige Buch, was der Jugendlichen auch nur annähernd interessierte – fortgeschrittene Magie konnte sie nicht anwenden (noch nicht einmal die einfache) und für alte Runen und Götter interessierte sie sich nicht die Bohne.
Der Tag verging halbwegs schnell.
Erleichtert sah Evelina auf, als Wedge an ihrer Zimmertür klopfte und sie abholen kam.
„Das hat aber lange gedauert“, brummelte sie und folgte Wedge aufgeregt durch die hunderten von Gängen.
„Am besten, du tust nur das, was der Meister dir sagt“, erklärte Wedge nervös. „Und du brauchst keine Angst zu haben, es klappt schon alles irgendwie…“
„Irgendwie…?!“, echote Evelina tonlos.
„Ja… Irgendwie…“
„Das beruhigt mich ungemein…“
„Vertrau mir einfach.“
Evelina nahm sich fest vor, diesen Ratschlag zu befolgen.
Wedge öffnete eine Tür und winkte Evelina hinein.
„Komm rein, komm rein.“
Das sommersprossige Mädchen, das inzwischen noch bleicher war als sonst, folgte dem jungen Magier in den Raum hinein.
Der Raum war nicht klein, aber nicht allzu klein und ziemlich leer. Auf dem Boden lagen drei Sitzkissen aus hellem Korbgeflecht in einem Dreieck angeordnet. Auf dem einen saß Cophas, meditierend, mit geschlossenen Augen und im Lotussitz.
Wedge legte seinen Zeigefinger an seinen Mund um Evelina zu signalisieren, dass sie leise sein sollte. Sie nickte und schaute sich weiter um.
In der Mitte dieses seltsamen Dreiecks brannten jede Menge weiße, rote und schwarze Kerzen, genauso wie um das Dreieck auch ein Kreis dieser Kerzen angeordnet war. Zusätzlich konnte Evelina noch Räucherwerk riechen.
Wedge deutete auf eines dieser Kissen und Evelina setzte sich ebenso wie Wedge in den Lotussitz und schloss ihre Augen.
Der Geruch von Weihrauch drang in ihre Nase und nur mit Mühe konnte sie ein Niesen unterdrücken.
Ein weiterer Geruch gesellte sich zum Weihrauch, ein ihr unbekannter, der eine recht berauschende Wirkung hatte. Eine recht einschläfernde…
Sie wollte aufspringen und Wedge fragen, was das für ein Teufelszeug war, aber ihr Körper entzog sich ihren Willen.
Weißer Nebel stieg vor ihrem inneren Auge auf und mit Mühe zwang sie sich, ihre Augen zu öffnen.
Sie, Wedge und Cophas befanden sich in einem Wald. Es war still hier, unnatürlich still.
Kein Vogel zwitscherte, die Blätter an den Bäumen raschelten nicht, die ganze Umgebung kam einen nicht real vor.
Plötzlich sah man eine Horde Männer mit Fackeln durch die Büsche rennen, sie schienen irgendwen zu verfolgen. Evelina biss sich auf die Lippen. Das war gar nicht gut…
„Wo ist sie?“, fragte einer der Männer und zog sein Schwert.
„Machen wir ihr den Garaus, diesem Monster.“
Es wurde still und jeder der rund zwanzig Männer versuchte, „sie“ zu hören. In einem der hinteren Büsche knackste es. Der erste Mann nickte und deutete in diese Richtung.

Die Szene wechselte.
Ein junges Mädchen stand an einem Abgrund. Es war armselig gekleidet und ging langsam rückwärts auf den Abgrund zu, die Augen weit vor Schock, Angst und Panik aufgerissen, denn die Horde Männer hatte sie entdeckt.
„Soll es dir genauso ergehen, wie deinen Eltern, du kleine Ausgeburt des Teufels.“
Das Mädchen wimmerte und ging noch einen Schritt rückwärts. Unter ihr bröckelte leicht der steinige Boden hinweg.

Evelina schlug die Hände vors Gesicht und gab einen erstickten Schluchzer von sich. Es war nicht gerade angenehm, noch einmal die letzen Momente des eigenen Lebens Revue zu passieren. Sie hörte ein wütendes Knurren und merkte, wie sich eine Hand um ihre Schulter legte.
Dann wechselte diese Szene ebenfalls.
Das gleiche Mädchen, mit blutroten Augen und schwarzen Strähnen in der sonst so dunkelroten Mähne, stand über einem am Boden liegenden Mann – Und stach zu.
~*~
Die Frau, die bereits Wedge und die Zwillinge attackiert hatte, mit einem bösartigen Grinsen, ihr direkt gegenüber nochmals Evelina, wieder mit roten Augen – beide Frauen am Trainieren mit den unterschiedlichsten Waffen.
~*~
Wieder Evelina, einen Übungskampf mit dem Teufel höchst persönlich begehend.
Der Teufel, diesmal vor Evelina stehend. „Du weißt was du zu tun hast.“ Und Evelina nickte.

~*~
Evelina, diesmal alleine, die sehr schnell mit tränenüberströmten Gesicht durch einen Wald rannte, ihre Haare wieder dunkelrot, ohne irgendeine schwarze Strähne, und ihre Augen ebenso grün, wie sie noch vor ihrem Tod gewesen waren.
~*~
Eine Horde Räuber, die eine völlig am Boden zerstörte Evelina überfielen…
Und dann wurde alles schwarz…
Das nächste, an das sich Evelina erinnerte, war, dass sie sich weinend und völlig außer Kontrolle an Wedge klammerte, der ihr völlig hilflos über den Kopf strich.

[Dieser Beitrag wurde am 29.07.2007 - 23:19 von Ginns aktualisiert]




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...   Erstellt am 30.07.2007 - 22:54Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


"Wie schon gesagt," meinte Meister Mitharo freundlich, "ihr fehlt nichts. Wahrscheinlich musst sie den Schock verarbeiten."
"Aber sie ist seid dem Ritual noch nicht wieder erwacht und das ist schon mehrere Stunden her," sagte Wedge verzweifelt.
Er saß neben Evelina auf ihrem Bett und hielt ihre Hand. Sie schien einfach nicht erwachen zu wollen und das machte Wedge Angst. Er hatte gesehen, was sie gesehen hatte; hatte sie durch ihre Vergangenheit begleitet und mit ansehen müssen, wie sie gestorben war, verfolgt worden war und als Dämonenkind verachtet wurde. Mit seiner Vermutung, die er angestellt hatte, als der Mann ihnen damals die Geschichte erzählt hatte, hatte er recht gehabt. Evelina schien wirklich eine Dämonin zu sein, aber hatte Mitharo das gewusst. Zweifelnd schaute er zu seinem ehemaligen Menthor, doch dieser schaute ihn nur freundlich wie immer an, ohne dass man erahnen könnte, was in ihm vorging. So war er schon immer gewesen. Damals als Schüler hatte es ihn nie weiter interessiert, aber jetzt machte es ihn fast wahnsinnig.
"Was werden sie jetzt tun?", fragte Wedge zögernd.
"Wie meinst du das?", sagte Mitharo mit seinem typischen Lächeln, "ich kann nichts weiter für sie tun, falls du das meinst."
"Nein, Meister," erwiederte der junge Eismagier und ließ seine Augen weiterhin auf seiner Gefährtin, "was passiert jetzt mit ihr? Jetzt da ihr wisst, wie es um sie steht... was werdet ihr tun?"
"Du meinst ob ich sie den Menschen ausliefern werde?", fragte der alte Mann gelassen.
Wedge schaute ihn traurig an: "Ja, genau das meine ich. Falls ihr das vorhabt... ich werde das nicht zulassen..."
Eine kleine Träne lief ihm die Wange hinunter.
"Du meinst, du würdest dich gegen mich und die anderen Magier stellen und damit unseren Zorn auf dich ziehen?", fragte Mitharo belustigt.
"Wenn es sein muss werde ich das tun," antwortete Wedge langsam und etwas unsicher.
"Dir ist klar, dass sie eine Dämonin ist, oder? Du hast gesehen, wie sie im Auftrag des Teufels persönlich gearbeitet hat und wenn ich mich nicht irre, kanntest du ihre Freundin in den roten Kleidern. Sie ist ein Menschenfeind. Warum willst du sie beschützen... gegen mich? Du dürftest zweifelsohne wissen, dass du ein Kampf gegen mich oder gegen andere Magier niemals überleben würdest. Was ist also der Grund?"
Leicht eingeschüchtert wandte Wedge den Blick von seinem Meister ab und schaute auf Evelina. Wie sie friedlich auf dem Bett lag. Er strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht und sagte entschlossen:
"Am Anfang unserer Reise, als ich sie traf, schwor ich ihr, sie zu beschützen."
"Also bindet dich nur dein Schwur an sie?"; fragte Mitharo belustigt und kickerte leise. Es schien im Spaß zu bereiten seinen ehemaligen Schüler so hilflos zu sehen.
Wedge schaute ihn verstört an:
"Nicht nur..."
Mitharo lachte und als Wedge ihn ansah, zwinkerte er ihm zu:
"Ich verstehe schon..."
Auf einmal verschwand Mitharos Lächeln von seinem Gesicht:
"Nun, auch wenn dein Bemühen sie zu beschützen, indem du mir drohst, dich gegen mich zu wenden, sicherlich sehr ehrenhaft und tapfer ist, ist es dennoch ein dummer Fehler. Du müsstest wissen, dass andere Magier, von denen ich einige gut kenne, dich für diese Aussage getötet hätten, aber ich werde darüber hinweg sehen und das mutige darin sehen. Es dürfte dich freuen zu hören, dass ich keineswegs vorgehabt hatte unsere junge Dämonin auszuliefern. Niemals hätte ich auch nur daran gedacht. Bisher hat sie weder mir, noch meinen Untergebenen in irgeneinerweise Schaden zugefügt und solange das so bleibt, wird sie hier jederzeit willkommen sein."
Vor Glück stand Wedge auf und umarmte den alten Mann; damit hatte nicht gerechnet. Mitharo lachte gütig und meinte:
"Da ich mir hier wohl einen neuen größten Fan geschaffen habe, werde ich mich hinunter in die Küche begeben und etwas Essen. Du könntest mitkommen und mir gesellschaft leisten."
Sein normales, freundliches Lächeln war wieder da.
"Es tut mir leid, Meister, aber ich wäre gerne bei ihr, wenn sie erwacht. Sie wird ziemlich verstört sein."
Mitharo nickte: "Ja ich verstehe. Ich würde mich freuen, wenn du sie zu mir bringen würdest, sobald sie erwacht, denn ich würde auch gerne nocheinmal mit ihr sprechen und jetzt wo wir wissen, woran wir sind, können wir ihr helfen damit klar zu kommen und es zu nutzen."
"Wie meint ihr das, Meister?", fragte Wedge.
Aber Mitharo zwinkerte nur und meinte: "Lass dich überraschen. Ich sage nur: Unsere kleine Evelina ist kein Einzelfall."
Dann verließ er den Raum und Wedge war alleine mit seiner Gefährtin.
"Hast du gehört?", meinte er zu Evelina, auch wenn er wusste, dass sie ihn wahrscheinlich nicht gehört hatte, "du musst schnell aufwachen; alles ist nur halb so schlimm."
Mit diesen Worten drücke er ihre Hand noch ein bischen fester.
Alles wird gut, war alles, was er dachte.


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Einige Stunden später schreckte Wedge auf. Er war neben Evelina eingeschlafen. Immernoch hielt er ihre Hand, aber sie hatte sich nicht bewegt und lag immernoch wie tot auf ihrem Bett. Aber irgendetwas hatte ihn geweckt. Da spührte er ein Zucken in Evelinas Hand. Glücklich seufzte der junge Magier: sie schien zu erwachen. Endlich... Was hatte er sich für Sorgen gemacht, aber wie es schien waren sie unberechtigt gewesen.
"Evelina," er stich ihr durch die Haare, "komm schon wach auf. Alles wird gut."
Da öffnete sie die Augen:
"Wo...?"
"Du bist in deinem Zimmer, in Sicherheit."
"Was ist passiert?", fragte sie unsicher.
"Nach dem Ritual bist du nicht mehr aufgewacht und... Mitharo sagte immer nur, dass du dich von dem erholen musstest, was du gesehen hat, aber ich... freue mich dass du wieder wacht bist."
"Und du hast auf mich aufgepasst?", meinte sie lächelnd.
Wedge errötete etwas: "Naja... also..."
"Hast du gesehen, was in meiner Vergangenheit passiert ist?", unterbrach sie ihn beunruhigt.
Der junge Magier nickte: "Ja, aber es ist nicht so schlimm, wie es scheint-"
"Ich bin ein Dämon!", meinte sie traurig.
"Na und? Ich sagte ich beschütze dich und daran ändert auch die Tatsache, dass du kein Mensch bist, nichts."
"Danke," sagte sie lächelnd.
Wedge lachte: "Kein Problem. Und nun lass uns zu Mitharo gehen. Er sagte, er wolle dich sehen, sobald du erwacht bist und er sagte ebenfalls, dass er dir helfen kann," euphorische Stimmung kam in ihm auf, "hörst du? Alles wird gut!"
Wieder lächelte seine Begleiterin ihn an. Dieses Lächeln war es; der Grund, aus dem er sich gegen seinen Menthor gewandt hätte.
"Dann lass uns gehen," sagte sie freudig.

----------------------------------------------------------------------------------------

Bevor sie zu Meister Mitharo gingen, wollten sie noch einmal etwas essen gehen, denn das Ritual hatte sehr an Evelinas Kräften gezehrt, sodass sie von schrecklichem Hunger geplagt wurde. Also sagte Wedge ihr sie solle kurz im Zimmer warten und er würde schnell in die Küche hinunter laufen, um etwas zu holen. Gerade als er den Treppenturm hinter sich gelassen hatte, fasste ihn eine kräftige Hand von hinten und hielt ihn fest. Das es Cophas war, merkte Wedge erst als er sich umdrehte. Dieser Kerl war ihm schon immer unheimlich gewesen. Wie leise der sich anschleichen konnte...
"Ich muss mit euch sprechen," sagte dieser kurzangebunden.
Ohne auch nur etwas erwidern zu können, schleifte Cophas den jungen Eismagier in eine Ecke. Was konnte so geheim sein, dass sie sich in einer Ecke verkriechen mussten, damit niemand sie hört?
"Hast du ein Problem damit, dass die Kleine ein Dämon ist?", begann der Feuermagier sofort.
Mit soeiner dierekten Frage hatte Wedge nicht gerechnet.
"Ähm... nein... eigentlich nicht... sie-"
"Gut. Das ist alles, was ich wissen muss. Meister Mitharo hat mich gebeten, mich um die Kleine zu kümmern."
"Warum ihr, Meister?", fragte Wedge zweifelnd. Er war sich nicht sicher, dass dieser grobschächtige Kerl der Richtige dafür war. Er war eher ein Krieger, als ein aufmerksamer und verständnissvoller Lehrer. Wie als hätte er seine Gedanken gelesen, sagte Cophas:
"Du magst mich nicht sonderlich, nicht wahr?"
"Nein, Meister," sagte Wedge erschrocken, "es ist nur... ihr seid ein wenig unheimlich."
Cophas lachte leise auf: "Nun, nenn es wie du willst, aber du magst nicht in meiner Nähe sein," Wedge wollte ihn unterbrechen, doch Cophas hob beschwichtigend die Hand, "das liegt nicht an dir, sondern an dem was ich bin. Wenn du deiner kleinen Freundin helfen willst, solltest du auf mich hören und mir vertrauen, denn ich weiß was sie fühlt; als Dämon unter Menschen..."
In diesem Augenblick war es Wedge, als hätte er Cophas' Augen kurz rot aufleuchten gesehen.
"Ihr seid-", der junge Magier stockte.
Der Magier nickte und vollendete den Satz: "ein Dämon, ja. Genau das bin ich. Ich werde der Kleinen und dir nachher meine Geschichte erzählen, aber ich wollte, dass du es jetzt schon weist, damit du die Endscheidung des Meistermagus verstehst."
"Er weiß davon?", unterbrach Wedge ihn aufgeregt. Damit hatte er nicht gerechnet. Einer der Lehrer auf der Akademie war ein Dämon! Jetzt verstand er auch, was Mitharo mit der Anspielung gemeint hatte. Evelina ist kein Einzelfall... Sie ist nicht alleine! Er hat es geschafft sich zu integrieren, deshalb ist er ihr Lehrer! Er wird es ihr beibringen!
"Du solltest nochetwas wissen," fuhr Cophas fort, "mir liegt auch persönlich etwas an ihr. Sie ist die Tochter meines besten Freundes. Deshalb passe ich auf sie auf und ich würde dich bitten das selbe zu tun, da ich nicht immer da sein werde, aber ich habe das Gefühl, dass du schon eher da sein wirst. Diese Zeit ist für sie nicht einfach. Habe Verständnis!"
Nachdem er diese Worte ausgesprochen hatte, drehte er sich um und ging. Bevor Wedge noch irgendetwas sagen konnte, war er hinter der nächsten Ecke verschwunden. Das waren viele Neuigkeiten gewesen! Fast zu viele. Der beste Freund Evelinas Vaters...
Schnell holte er etwas zu Essen und eilte die Treppe hoch. In dem Zimmer saß Evelina schon auf ihrem Bett und erwartete sehnsüchtig ihr Mahl.





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Ginns ...
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...   Erstellt am 30.07.2007 - 23:15Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


"Essen!"
Wedge konnte schon fast die Herzchen in Evelinas Augen sehen, als sie ihm das Essen fast schon aus der Hand riss.
Hungrig biss sie in das Brot, welches Wedge ihr mitgebracht hatte und strahlte glückselig Wedge an. Sie war schon immer eine MEisterin des Verdrängens gewesen, etwas Anderes blieb einem ja kaum übrig, wenn man jahrelang von Menschen gehasst worden war und nie Freunde hatte.
Auch dass der Tod der eigenen Mutter im Dorf groß gefeiert wurde, half auch nicht wirklich zu ihrem Wohlbefinden.
"Was ist denn?" Evelina hatte sehr wohl den komischen und nachdenklichen Blick bemerkt, mit den Wedge sie seit geschlagenen fünf Sekunden anstarrte.
"NIchts", schüttelte er mit dem Kopf und starrte raus aus dem Fenster, schon wieder völlig in Gedanken versunken.
"Hmm..." Evelina fuchtelte mit der Hand vor seinem Gesicht umher.
"Erde an Wedge!"
"HM?!", schrak Wedge auf und hätte um ein Haar die Todesengelin vom Bett gefegt.
"Ich wollte mich nochmal bedanken..."
"Ach, Unsinn... Das hast du doch schon..."
"Trotzdem danke", meinte Evelina trotzig und funkelte ihn, nicht wirklich ernst gemeint, böse an, bevor sie wieder breit grinste und Wedge in eine Umarmung zog.
"Hey... Ist gut...?", brummelte dieser leicht verlegen und tätschelte der ehemailgen Dämonin auf dne Kopf.
"Ich bin doch kein kleines Kind mehr", protestierte sie draufhin und schüttelte den Kopf. "Also wirklich..."




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...   Erstellt am 30.07.2007 - 23:33Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


"Natürlich!", meinte Wedge mit übertriebener Ernstheit, "iss du mal lieber dein Brot auf. Meister Mitharo will uns sprechen. Und Meister Cophas ebenfalls. Der Mann hat dir etwas zu sagen und ich denke das es dich freuen dürfte. Wenn es stimmt, was er sagt ist es eine schöne Nachricht für dich."
Als Evelina ihn neugierig anschaute, sagte Wedge lachend:
"Du wirst dich noch etwas gedulden müssen."
"Dann lass uns losgehen," meinte sie schnell und stand auf.
"Nein, du solltest fertig gegessen haben. Du wirst die Kraft in nächster Zeit brauchen."
Diese Worte schienen ihr begreiflich gemacht zu haben, dass er sie erst gehen lassen würde, wenn sie aufgegessen hatte. Sie zuckte mit den Schultern und aß ihr Brot auf.
Dann stand sie auf und schaute ihn auffordernd an.
"Bist du aufgeregt?", meinte Wedge schmunzelnd.
"Wie sollte ich das nicht sein, so geheimnisvoll, wie du dich ausdrückst."
Gemeinsam lachten sie laut. Es war befreiend mal wieder so richtig zu lachen. Alleine war das Leben nicht so lustig und als wandernder Magier hatte Wedge sich für die Einsamkeit endschieden, aber vielleicht war er ja gar nicht mehr so alleine. Schnell lief Wedge hinter seiner GEfährtin her, die schon losgerannt war und es scheinbar wirklich nicht mehr erwarten zu können, mit Cophas zu sprechen. Hoffentlich hatte er ihr nicht zu viel versprochen.





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...   Erstellt am 30.07.2007 - 23:44Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


"Nach links", rief Wedge belustigt, als Evelina nun schon zum fünften Mal die falsche Abzweigung nehmen wollte.
"Ups", erwiderte sie nur noch daraufhin und ging ein wenig langsamer, bis Wedge sie eingeholt hatte. "Dann sollte ich wohl dir die Führung überlassen, was?"
Wedge nickte, und ging Vorraus, Evelina trottete neben ihn her.
"Du hast doch eigentlich nur Fetzen gesehen, oder? Also, aus meinen Erinnerungen."
Wedge nickte. "Wieso fragst du? Hätte ich sonst vielleicht was gesehen, was ich nicht hätte sehen sollen?"
Evelina lachte. "Wer weiß..."
WEdge rollte mit den Augen. "Super."
"Neugierig?"
Wedge schüttelte den Kopf. "Ich doch nicht."
"Nein, du doch nicht", grinste Evelina.
"Hier wären wir", meinte Wedge leicht beschwingt und klopfte an.
Ein "Herein" ertönte und Wedge bugsierte Evelina in das Büro.




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