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kazenogaara ...
Gaisuto no Ginta
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...   Erstellt am 17.11.2007 - 23:38Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Sayoko Fusai


Aussehen: Sie ist 1,77m groß, 28 Jahre alt. Sie trägt unter ihren dunkel-violetten Mantel einen enges Kampfkostüm. Um ihren Hals sind viele Ketten. Sie hat Dunkelpinke Haare, die ihr bis zum Po reichen.



Alter:28


Element: Finsternis


Charakter: ~~~~ wird nochmals überarbeitet ~~~~


Mein Kommentar:Ich weiss wirklich manchmal garnicht, wieso ich Sayoko so quäle Sayoko, bitte verzeihe mir!
Wenn es sein muss, dann Zahl ich dir den Betrag, den dir Ginta, Oto und Ryoma schulden (eher wohl Oto)

[Dieser Beitrag wurde am 20.05.2008 - 01:33 von kazenogaara aktualisiert]





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kazenogaara ...
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...   Erstellt am 23.11.2007 - 20:58Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hier Sayoko! (die Haare sollten pinker sein)





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kazenogaara ...
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...   Erstellt am 19.05.2008 - 21:33Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hier *sich die Tränen aus dem Auge wischt* Das Spezialkapitel zu Sayoko... Ich hoffe, ich habe es verständlich und nachvollziehbar geschrieben... an einer Stelle geht die Handlung vllt zu schnell, aber was sollst T__T *flenn*




Spezialkapitel S – Die Finsternis in deinem Herzen

Es war wieder einmal einer der ganz normalen Tage in Sayokos Leben. Sie saß in dem Blumengarten ihrer Eltern und sah ein paar Hasen zu, wie sie durch die Gegend hoppelten. In einer riesigen Blumenwiese liegend beobachtete sie die Wolken und genoss die Sonne an diesem herrlichen Tag.
Es war aber auch einer der Tage, an denen sich ihre Eltern wieder stritten.
„Warum streiten Mama und Papa schon wieder!?“, fragte Sayoko genervt.
„Das würden Sie nicht verstehen, Sayoko“, antwortete der Butler.
„Aber, Dayu! Sag den beiden, sie sollen aufhören!“, quietschte sie.
„Ich würde das gerne, aber ihre Eltern würden nicht auf mich hören...“
„Wenn das so weiter geht, hab ich die zwei nicht mehr lieb!“, beschwerte sie sich und ging wieder zurück zu ihrem Lieblingsort, einem kleinen Hügel, auf dem alle möglichen Blumen wuchsen.
In diesem Moment kam eine Frau aus der großen Villa mit langen roten Haaren und einem Lächeln, wie in einem Märchen.
„Mama, da bist du ja!“, rief Sayoko erfreut, während sie auf ihre Mutter zu rannte.
Sie sprang und ihre Mutter fing sie auf und drehte sich einmal.
„Warum haben du und Papa wieder miteinander gestritten?“, fragte sie nach.
„Das würdest du noch nicht verstehen, Sayoko-Schatz...“
„Warum sagt ihr immer, dass ich das nicht verstehe! Ich bin schon acht Jahre alt! Ich kann so was schon verstehen“, quengelte sie.
Ihre Mutter umarmte sie. Dabei richtete sie Sayokos langen Zopf und flüsterte: „Ich hab dich ganz doll lieb.“
„Ich dich auch, Mama!“
„Dayu, ich bitte Sie, ein heißes Bad für mich einzulassen“, bat sie in einem freundlichen Ton.
„Natürlich mach ich das für Sie, Madam.“
„Vielen Dank, Dayu, Sie sind wie immer ein Schatz“, sagte sie, während sie wieder lächelte. „Also, Sayoko, spiel schön weiter, ich nehme nur schnell ein Bad, ok?“
„Geht klar, Mama!“
Wie gesagt, es war ein Tag wie jeder andere für Sayoko. Die Streitereien zwischen ihren Eltern wurden in den letzten Wochen immer häufiger. Anfangs versteckte sich Sayoko noch in ihrem Zimmer, doch mit der Zeit gewöhnte sie sich ein wenig daran. Trotzdem fand sie es immer schrecklich, wenn ein neuer Streit ausbrach.
Um was sie sich stritten, bemerkte Sayoko nie, Dayu, ihr Butler, nahm Sayoko immer mit in den Blumengarten und versuchte sie so gut es ging abzulenken.
Sayoko hatte es wirklich nicht leicht. Nun ja, natürlich lebte sie in einer riesigen Villa, in einer reichen Familie, in einer ebenfalls reichen Stadt, doch die einzige Person, die sich wirklich um sie kümmerte, war nur noch Dayu, der auch nur für sie sorgte, weil ihre Eltern die ganze Zeit stritten.
Sie war wirklich sehr einsam. Auch wenn sie ihre Schulfreunde besuchte oder diese sie, dann wirkte sie nicht wirklich anwesend. Es war so, als wäre sie eine einsame Seele, die immer noch nach einem Freund suchte.
Langsam wurde es Nacht. Dayu brachte Sayoko rein und brachte sie ins Bett. Sie sollte sich für den kommenden Tag ausruhen, denn auf einer Veranstaltung, die ihr Vater schon vor Wochen plante, sollte sie natürlich fit sein.
Sie kuschelte sich in ein riesiges Bett, in dem sich viele Kuscheltiere in allen möglichen Formen befanden. Eine kleiner Aerofant – ein Elefant mit Flügeln -, viele Löwen, Hunde, Pferde, Robben und was sie am liebsten hatte: Hasen. Sie kuschelte sich so gern an einen schon sehr alten und zerfledderten Hasen, den sie seit ihrer Geburt hatte. Ihre Mutter hatte ihr diesen Hasen gegeben und er bedeutete Sayoko auch ziemlich viel.
Langsam schlief sie ein.

Aber auch in dieser unruhigen Nacht wachte sie nach einem schrecklichen Albtraum auf. Seit dem Beginn der Streitereien zwischen ihren Eltern träumte sie Nacht für Nacht denselben Traum.
Sie spazierte in der Villa umher und suchte nach ihrem Kuschelhasen. Plötzlich standen an einem sehr schlecht beleuchteten Ende des Ganges ihre Eltern, eher gesagt, ihr Vater und hatte den Hasen bei sich. In der einen Hand den abgerissenen Kopf und in der anderen den Körper aus dem die Watte heraus quoll. Blut tropfte von dem abgetrennten Haupt des Hasen herab.
„Hier, Sayoko, dein Hase!“, sagte ihr Vater mit verzerrter Stimme und lachte höhnisch.
Dann warf er ihr die zwei Stücke ihres Lieblingshasen entgegen und beide wurden lebendig. Der Hasenkopf bekam messerscharfe Fangzähne und versuchte sie zu beißen, den Krallen des Körpers dürstete es nach ihrem Blut.
Sayoko rannte und rannte, sie fand niemanden, der sie hätte beschützen können. Sie weinte und schrie um Hilfe, doch niemand hörte das Echo ihres Hilferufes.
Dann wachte sie auf.
Wie gewöhnlich schlich sich Sayoko auch in dieser Nacht in das Schlafzimmer ihrer Mutter. Ja, das ihrer Mutter. Sayokos Eltern schliefen schon seit längerem in getrennten Schlafzimmern.
„Mama“, bat sie. „Kann ich heute Nacht wieder bei dir schlafen?“
Tränen liefen ihr Gesicht herab und die schluchzte.
„Schon wieder dieser böse Traum?“, fragte ihre Mutter im Halbschlaf. „Na gut, steig rein.“
Sie hob die Decke und Sayoko kuschelte sich eng an den Körper ihrer Mutter.
„Danke, Mama... Mama? MAMA? Wo bist du!?“
Plötzlich fühlte sie den Körper ihrer Mutter nicht mehr. Sie schreckte hoch und setzte sich auf. Als sie realisierte, dass sie immer noch in ihrem Bett lag, fing sie an zu weinen.
„Mama“, flüsterte sie. „Bist du da?“
Langsam stand sie auf, ihren Hasen fest an sich pressend.
Vorsichtig öffnete sie die Tür zum Schlafzimmer ihrer Mutter und fragte in der Dunkelheit, ob sie wieder bei ihr schlafen durfte. Es kam und kam aber keine Antwort und sie hatte umso mehr Angst.
Nachdem sie ein wenig nachdachte, bemerkte sie, dass sie ihre Mutter seitdem sie in das Bad gegangen war, nicht mehr gesehen hatte. Lag sie immer noch in der Badewanne?
Zitternd schlenderte sie in ihrem langen Nachtgewand zum Bad, das nicht weit entfernt von dem Schlafzimmer war. Sie sah durch das Schlüsselloch Licht brennen, also klopfte sie höflich, wie es ihr ja beigebracht worden war.
Quietschend ging die Tür auf.
Stille.
Nicht mal das Wasser plätscherte mehr. Das Licht der schon fast zu Ende gebrannten Kerzen flackerte umher.
Es bewegte sich für Sayoko alles wie in Zeitlupe. Erschrocken ließ sie ihren Hasen fallen, der in einer großen Blutlache landete. Sie wollte schreien, doch sie konnte es nicht.
Ihre Augen öffneten sich und die Tränen schossen aus ihr heraus, wie es manch so eine Quelle aus einem Berg tat.
Was sie dort erblickte, sollte sie ihr ganzes Leben lang verfolgen.
Rotes Wasser, was sich langsam als Blut erkennbar machte, befand sich in der Wanne, in der ihre Mutter lag. Anscheinend hatte sie sich die Pulsader aufgeschnitten oder es zumindest versucht.
Mit einer angsterfüllten Stimme flüsterte Sayoko noch: „M... M... Mutter...“
Dann rannte sie so schnell sie konnte zu ihrem Vater. Sie riss die Tür auf und versuchte zu brüllen, doch wieder blieb ihr die Stimme weg, als sie erkannte, dass sich ihr Vater gerade von Blutflecken reinigte.
Sie hielt es nicht mehr aus, sie verließ die Villa und wollte einfach nur Weg von Zuhause, so weit es ging!
Weinend stolperte sie die Straße entlang und flüchtete vor dem Anblick ihrer toten Mutter und vor dem Bewusstsein, dass ihr Vater der Mörder war.
Was hatte er da getan? Wieso hatte er sie denn umbringen müssen? Wieso hatte er sie nicht einfach leben lassen können? Wieso das alles... Wieso...?
In den kommenden Stunden schaffte sie es, aus dieser Stadt zu entfliehen und einen Weg einzugehen, der ihr Leben komplett änderte. Sie war nun nicht mehr die Tochter einer reichen Familie, nein, sie wurde zu einem Straßenkind, das nun jeden Tag aufs Neue um ihr Leben kämpfen musste.

So vergingen die Tage, die Wochen, die Monate, selbst einige Jahre vergingen, in denen Sayoko lernte, wie man als Straßenkind überlebte. Sie erlernte Tricks, wie man leicht überlebte und brachte es jüngeren Straßenkindern bei, die selbst noch nicht so viel Erfahrung hatten. Von Stadt zu Stadt wandernd machte sie sich immer mehr ‚Freunde’, die sich um sie versammelten. Sie bildete sozusagen kleine Straßengangs, die ihre Hilfe immer mehr beanspruchten.

Eines Tages, kurz nachdem sie ihren sechzehnten Geburtstag ‚gefeiert’ hatte, befand sich Sayoko in einer kleinen verwahrlosten Stadt.
Sie wollte einfach mal etwas Neues ausprobieren, und die Städte, in denen sie sonst war, wurden langsam langweilig. Es war das Gefühl nach einem neuen Abenteuer, das sie hierher lockte.
Gut gelaunt schritt sie durch diese kleine Stadt, in denen sich viele leer stehende Häuser befanden und suchte nach einer Gelegenheit, etwas zu essen zu bekommen.
Bei ihr sah das so aus: Sie klopfte an der Haustür eines wildfremden Menschen. Zuvor drückte sie noch ein paar gekünstelte Tränen aus ihren Augen und versuchte ein wenig weinerlich zu wirken. Sie klopfte also und meistens fragte diese Person, was sie denn wolle. Genau auf diese Frage antwortete sie immer: „Entschuldigung, aber könnte ich von ihnen ein wenig Brot haben? Meine Mutter liegt krank im Bett, meine sieben kleinen Geschwister nörgeln die ganze Zeit und ich komme nicht zum Geldverdienen, weil ich ständig auf die Kleinen aufpassen muss. Wir haben kein Geld mehr und außerdem...“. Sie künstelte ein kleinen Weinanfall. „Mein jüngster Bruder hat heute Geburtstag, und ich hatte ihm schon lange einen richtigen Kuchen versprochen, aber... aber...“
Sie ließ sich auf die Knie fallen und tat so, als würde sie weinen.
Spätestens an diesem Punkt brachten ihr die Besitzer des Hauses etwas zu essen und sogar manchmal ein kleines Kuchenstück, das vom Nachmittagskaffee noch übrig geblieben war.
Tja, das war einer von vielen Tricks, an Nahrung zu kommen, original made by Sayoko. (XDD wie geilo, Sayoko, du bist genial)
Auch dieses Mal klappte es, wie sie es wollte. Ein junges Mädchen in ihrem Alter öffnete ihr die Tür und gab ihr etwas zu essen. Aber das war noch nicht alles, das blondhaarige Mädchen bat sie herein und sie gab ihr nicht nur etwas zu essen, nein, auch Trinken und ein wenig Geld wurde ihr gegeben.
„Das tut mir wirklich Leid, mit deinen Geschwistern und deiner Mutter“, erklärte sie.
Sayoko war wirklich überrascht. Noch nie wurde sie so liebherzig behandelt. Sonst schlug man ihr immer die Tür vor der Nase zu, nachdem sie etwas bekommen hatte, aber dieses Mal war es wirklich anders.
„Mein Name ist Aishi, ich wohne hier seit ein paar Wochen. Mein Vater ist erst verstorben und meine Mutter habe ich schon bei meiner Geburt verloren. Tja, jetzt wohne ich eben hier in diesem kleinen Haus und versuche, alles so schön wie möglich einzurichten.“
Das sah man nicht wirklich. Fast überall war es noch verstaubt und in einer Ecke des Wohnzimmers stapelte sich ein Haufen alter Möbelstücke.
Die Wand, die die Küche vom Wohnzimmer trennte, war halb zerfallen. Aishi schürte Feuer in einem sehr altmodischen Ofen und setzte Tee auf.
„Ich weiß leider nicht, wie schwer es ist, sich um sieben Geschwister und um eine kranke Mutter zu kümmern, aber ich kann es verstehen, dass es sicherlich nicht leicht für dich ist“, sagte sie mit einem netten, aber ehrlichem Lächeln.
Sayoko wurde immer nervöser. Was machte sie da? Ihr wurde ziemlich viel zu essen gegeben, von einem Mädchen, dass es anscheinend nötiger hatte.
Kurzerhand stand Sayoko auf und ging Aishi entgegen. Sie packte ihre Hand und drückte ihr das Essen gegen die Brust.
„Hier nimm! Du hast es wirklich viel nötiger als ich! Dass ich Geschwister und eine kranke Mutter habe, war alles nur gelogen! Ich... Ich... Ich lebe allein auf der Straße und klaue sozusagen Nahrung von anderen! Bitte, nimm das Essen wieder!“
Ein paar Tränen liefen ihr Gesicht hinab.
Sie hatte sich von Anfang an geschworen, nichts von Leuten anzunehmen, die Essen nötiger hatten als sie, oder von anderen Straßenkindern zu klauen; das war wirklich nicht ihre Art.
„Ehm, entschuldigen Sie, aber...“
„Nichts aber! Und sieze mich bitte nicht, mein Name ist Sayoko!“, stellte sie sich vor und wollte gerade das Haus verlassen, als das blondhaarige Mädchen sie aufhielt.
„Du sagtest, du lebst auf der Straße, Sayoko...“
Sie nickte aufmerksam zuhörend.
„Bleib doch ein bisschen bei mir! Ich wohne doch eh alleine, also... leiste mir ein wenig Gesellschaft.“
Das Mädchen strahlte auf irgendeine Art und Weise eine Nettigkeit aus, die Sayoko in ihren Bann zog.
„Na gut, dann bleib ich hier. Hab keine Besitztümer, die ich packen könnte, also kann ich doch gleich hier bleiben, oder?“
„Ja, natürlich!“, freute sich Aishi, die den Tee servierte.
So geschah es, dass Sayoko und Aishi sich anfreundeten. Sie wurden sogar so dicke Freunde, dass Sayoko ihr Überlebenstricks zeigte, ihr half, das Haus zu renovieren (so gut wie sie es konnten, saubermachten und den Müll entsorgten), und jeden Tag einer neuen Freundschaft miteinander verbrachten. Sayoko fühlte sich grandios. Endlich hatte sie die Art von Freundin gefunden, die sie schon jahrlang gesucht hatte.
Sie konnten sich so viel erzählen, von lustigen, aber auch traurigen Situationen, wie den Tod von Sayokos Mutter. Ständig fanden sie neue Dinge, über die sie gemeinsam lachen und auch trauern konnten. (Wie toll *Taschentuch rausholt und reinrotzt * das ist so traurig! Und das alles machten sie gemeinsam *schnief *)
Es ging sogar so weit, dass Sayoko sich verliebte. Ja genau, sie verliebte sich in ihre beste Freundin.
Eines Tages, als sie nebeneinander im Bett lagen, begann Sayoko sich zu bedanken.
„Aishi... Ich danke dir für alles, was du mir in diesem letzten Jahr alles geschenkt hast. Du hast es vielleicht vergessen, aber heute, genau vor einem Jahr sind wir Freundinnen geworden. Es war so toll, das alles mit dir erleben zu dürfen...“
„Sayoko...“
„Was ist?“
„Du redest so, als würde das alles in Zukunft nicht mehr passieren, das... das macht mich traurig...“
„Es... es tut mir Leid! Das... das war wirklich nicht meine Absicht...!“
„Wenn du es jetzt nicht mehr so meinst, ist es ja in Ordnung“, flüsterte Aishi und kuschelte sich an Sayokos Seite.
Ein tolles Gefühl schoss durch ihren Körper und sie streichelte Aishis Rücken.
Sanft setzte Sayoko einen kleinen Kuss auf Aishis Lippen, doch er wurde nicht erwidert. Aishi war eingeschlafen. Nach einiger Zeit, die Sayoko damit verbrachte über Aishi nachzudenken, schlief sie ebenfalls ein.
Nach einer Woche passierte etwas Schreckliches. Aishi wurde krank und selbst nach ein paar Tagen intensiver Pflege Sayokos wurde es mit ihr einfach nicht besser. Sie lag nur noch hustend im Bett und rührte sich keinen Millimeter. Ihre blasse Haut schien im Sonnenlicht noch mehr zu verblassen und auch die Schmerzen, die sie erlitt, wurden nicht besser.
Nicht nur sie litt unter der Krankheit, Sayoko tat es ebenfalls. Sie verzweifelte schon daran, weil es einfach nicht besser werden wollte.
Sie versuchte auch schon einen Arzt zu finden, der sie hätte heilen können, aber vergebens. Der einzige Arzt, der ihnen hätte helfen können, würde eine große Geldsumme verlangen und außerdem war er noch nicht mal in der Stadt.
Was war das für eine grausame Welt? Selbst die Nachbarn oder andere Stadtbewohner konnten ihr nicht helfen.
So litt Aishi weiter und starkem Fieber, ständigen Husten und Schmerzen im ganzen Körper.
Nacht für Nacht verbrachte Sayoko neben dem Bett sitzend und hoffend, dass es ihr bald besser ginge.
Langsam nagten an ihr die Folgen der langen Nächte und des Hungerns. All das Geld, das sie hatten, gab sie für Medikamente und Nahrung einzig und allein für Aishi aus.
Aber... es nützte nichts.
Zerbrechlich und kaputt saß sie eines Nachts wieder neben Aishi, die nicht mehr aufhörte zu husten.
Langsam senkte sich der Andrang der Hustanfälle und es wurde ruhiger.
„Sayoko“, murmelte Aishi, die immer schwächer wurde. „Danke, danke für alles, das du mir gegeben hast... Du warst und bist immer noch meine beste Freundin, die ich jemals hatte...“
„Sag doch nicht so was!“, rief Sayoko aufgebracht. „Du sagst das so, als wäre es vorbei!“
„Es... es ist noch nicht vorbei, ich weiß es...“
„Sei stark! Ich weiß, dass du es schaffen wirst... Es dauert nicht mehr lange, dann... dann bist du wieder gesund!“
„Danke, Sayoko... Du...“, ihre Stimme wurde immer leiser, „du hast es schon so weit geschafft, dann schaffst du es auch weiterhin....“
„Was redest du da!? DU schaffst es, du musst es schaffen! Du lässt dich doch nicht einfach so von einer mickrigen Krankheit besiegen! Jetzt sei nicht so!“
Sayoko begann wieder zu weinen. Sie schlug die Arme vor das Gesicht, kniete vor das Bett und stüzte sich darauf.
„Du... du kannst jetzt nicht aufgeben!“
Sie hörte nicht auf zu weinen.
Die zarten Finger Aishis streichelten ihr durchs Haar.
„Weißt du noch, damals, als du mir das erste mal gezeigt hast, wie man sich Äpfel klaut? Das war lustig. Oder als wir uns über diesen einen Glatzkopf lustig gemacht haben... Wir... Wir hatten echt eine schöne Zeit...“
„Das werden wir doch wieder haben! Aishi!“
„Sayoko... Das Schicksal hält für uns Aufgaben bereit, die wir nun mal lösen müssen... und... wenn... wir diese gelöst haben, dann kommt für jeden der Moment... in ... dem... er... auf Wiedersehen... sagt...“
„AISHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII!!!!!“
Sayoko stütze sich über Aishi.
Ihre Tränen hörten nicht auf zu fließen.
„AISHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII!!!“, brüllte sie durchs ganz Haus. „Ich... ich liebe dich! Gib nicht auf, verdammt! Du schaffst das! AISHIIIIIIIIIIIIIIHIHIIIII! Gib bitte nicht auf... Ich... Ich weiß, dass du es schaffst... Aishi, jetzt... bitte...“
Aishi bewegte sich nicht mehr. Weinend küsste Sayoko sie noch ein letztes Mal, dann rannte sie aus dem Haus und rannte einfach fort, fort von alle dem, was hier geschehen war.
An einer ruhigen Lichtung angekommen ließ Sayoko sich fallen.
„Warum nur!? Warum muss man mir alles nehmen, was ich liebe!? Erst meine Mutter, und jetzt noch Aishi! Ich habe sie so sehr geliebt... Warum... Warum musste man mir alles nehmen!? Verdammt!!!“
Sie kauerte sich auf den kalten Boden zusammen und hörte nicht mehr auf zu schluchzen und zu weinen.
„Warum... musste man mir alles nehmen?“, flüsterte sie leise, bevor sie sanft einschlief.



[Dieser Beitrag wurde am 06.06.2008 - 21:43 von kazenogaara aktualisiert]





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...   Erstellt am 16.02.2009 - 09:14Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Vom Inhalt her ist das Kapitel sehr schön. Ich würde daran gar nichts ändern wollen. Nur ist es am Anfang ein wenig langweilig, wenn man die Hauptgeschichte schon kennt.
Ich würde dir raten den Handlungsstrang zu splitten und abwechselnd über Sayokos Grund des Fortlaufens und über die Beziehung zwischen Sayoko und Aishi schreiben.

Wie ich es schreiben würde, damit mehr Spannung in das Kapitel kommt:
- Es beginnt mit einem Dialog Sayokos, wo sie an einem x-beliebigen Haus nach Essen fragt.
- Anschließend kommt die Stelle, wo sich ihre Eltern streiten
- Sayoko hilft einer Gruppe von Straßenkindern bzw. zeigt ihnen "Tricks" des Überlebens; feiert mit diesen Kindern ihren Geburtstag, verschwindet hinterher mitten in der Nacht
- Sayokos Traum, erzählt bis Sayoko im Schlafzimmer ihrer Mutter keine Antwort erhält
- Sayoko bettelt bei Aishi um Essen
- Vereinigung des Handlungsstranges durch Rückblende/Erzählen von Sayoko was ihr Vater getan hat
- Ende so belassen





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