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Minotaurus ...
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...   Erstellt am 25.04.2007 - 15:42Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Satire und Satiriker


"Unter Satire versteht man eine bunt gemischte Früchteschale."
So oder so ähnlich werden die Antworten lauten, die Sie aus diversen Lexikas erfahren werden und es ist kein Zufall, daß diese in Deutscher Sprache geschrieben sind. Hahahahaha!
Nun, ich bin da etwas anderer Ansicht und ich werde Ihnen gleich erklären, warum.

Die "Satura" (Füllung, Gemisch) war ursprünglich der Titel einer Gedichtsammlung von Ennius, die aber selbst nicht satirischen Inhalts ist. Als "saturae" werden bei Livius auch komödiantische Gesangs- und Tanzdarbietungen bezeichnet, die er auf die griechischen Satyrspiele zurückführen wollte.
Aber dies alles hat nichts mit dem zu tun, was wir heute unter Satire verstehen.
Nein, der Namensgeber der Satire ist der griechische Kyniker Menippos von Gadara (3. Jh. v. Chr.), von dem selbst keine Schriften erhalten sind. Er soll mit einer Mischung aus Ernst und Komik, aus Witz und Spott, in Dialogen und Parodien die kynische Kritik (Diatribe) in literarische Form gebracht haben.
Die formale Freiheit der Menippea wurde bald umgedeutet zur inhaltlichen und stilistischen Freiheit. Äußere Formlosigkeit, freier Wechsel der Tonfälle und Perspektiven wurden für sie zu flexiblen Mitteln, durch Spott, Parodie und Ironie die Wahrheit zu sagen, bis sich mit dem boshaften Schriftenzyklus aus 16 Satiren von Juvenal im 2. Jahrhundert n. Chr. die Bezeichnung "satura" für ein literarisches Werk satirischen Inhalts endgültig durchsetzte.

Soviel zur Herkunft dieses Begriffes. Das sagt aber noch nicht alles darüber aus, denn sonst wäre dieser Text bereits an dieser Stelle wieder zu Ende und das wäre doch schade, nicht wahr, lieber Leser?
Ich möchte Sie aber nicht mit den Texten von Lucilius, Horaz, Juvenal, Apuleius, Petron, Martial, Persius, Lukian von Samosata, François Rabelais' Pantagruel, Gargantua, Johann Fischart, Laurence Sterne, Jean Paul, Clemens Brentano, Joseph Görres oder Friedrich Schiller behelligen, sondern zu diesem Thema lieber einen bekannten Schriftsteller unserer Zeitepoche zitieren.

Was ist Satire und was darf sie?
"Alles", hat Kurt Tucholsky geschrieben, aber "alles" ist den meisten Menschen bereits viel zu viel.
Satire ist eine ... "mit Ironie, Sarkasmus und scharfem Spott menschliche Schwächen und Laster geißelnde Dichtung."

Ein Mensch, der so etwas schreibt, muß der Satire sehr zugeneigt sein. Und das war Kurt Tucholsky sicherlich. Obwohl er nur 45 Jahre alt wurde, wurden von ihm viele Gedichte, Chansons, Glossen, Erzählungen, Artikel, Essays, kurze Texte und ein Roman veröffentlicht, annähernd 2500 Titel.
Dabei kam ihm sicherlich zugute, daß er für diverse Zeitschriften schrieb.
Er zog in seinen kritischen Stücken über alles her, über das man nur herziehen kann, sei es über die Philosophie der Löcher oder aber über den Menschen (ausgenommen Sachsen und Amerikaner).
Während sein erster Kurzroman "Rheinsberg - ein Bilderbuch für Verliebte" (1912) und seine ersten veröffentlichten Stücke eher liebenswürdig, humorvoll und komisch waren, also zur lachenden Satire gehören, änderte sich die Tonlage in seinen späteren Werken hin zum Ironischen, Zornigen und zum Bissigen.

Die Satire muß übertreiben und ist ihrem tiefsten Wesen nach ungerecht. Sie bläst die Wahrheit auf, damit sie deutlicher wird.
Angriff, Sarkasmus, Zynismus, Kritik, Polemik, Spott, Didakt, Übertreibung, Verfremdung, Verzerrung und Ironie sind die wichtigsten Stilmittel einer Satire, nicht alle aber müssen gleichzeitig vorhanden sein.
Zum Kern der Satire gehört der Angriff. Ursache sind die - nach Meinung des jeweiligen Autors - anklagenswerten Mißstände dieser Welt.

Mittels Satire können Personen oder Zustände angeprangert, kann an ihnen Kritik geübt werden.
Dieser Realitätsbezug ist für die Satire charakteristisch.
Gleichzeitig kann sie auch ein Idealbild beinhalten, eine Utopie, wie es sein sollte.
Dabei arbeitet die Satire mit Verfremdung. Sie gibt die Objekte ihrer Kritik durch Verzerrung und Übertreibung mit beißender Ironie oder Spott der Lächerlichkeit preis.
"Ein Satiriker ist ein gekränkter Idealist", hatte schon Kurt Tucholsky gesagt.
Ein anderes Zitat besagt: "Satiriker sind Menschen, die vor dem Leben aufgegeben haben."
Dies muß aber nicht zwangsläufig so sein, obwohl es natürlich sehr gute Voraussetzungen wären, um Satire auch richtig "rüberbringen" zu können.

Um Fehler und Mängel des Angegriffenen deutlich zu machen, schafft der Satiriker
ungewohnte Sichtweisen, verbindet, was eigentlich nicht zusammengehört oder unterzieht sein "Opfer" einer ungewöhnlichen Behandlung.
Aber der Satiriker sollte dabei auch sich selbst nicht völlig vergessen.
Nur wer in der Lage ist, sich selbst mal "auf die Schippe" zu nehmen, wird auch dem Leser Satire richtig rüberbringen können.

Zur satirischen Schreibweise:
Es gibt annähernd so viele Bestimmungen der satirischen Schreibweise, wie es Satiriker gibt, und keine Bestimmung trifft auf die Gesamtheit der Satiren zu. Ihre Gegenstände, Mittel und Funktionen wandeln sich im Laufe der Geschichte. Es ist daher unmöglich, sie scharf von der Komik, der Parodie und der Polemik zu trennen.

Satire kann folgende Funktionen haben (nicht alle müssen im Einzelfall gleichermaßen gegeben sein):

- Kritik: Nach Schiller stellt Satire die mangelbehaftete Wirklichkeit einem Ideal gegenüber.
- Polemik: Einseitigkeit, Parteilichkeit, Agitation bis hin zur Aggression.
- Didaktik: direkte oder indirekte Absicht zu belehren und zu bessern.
- Unterhaltung: Nähe zu Formen der Komik und zur Parodie, von denen sie sich durch die kritische Haltung unterscheidet

Die Satire bedient sich häufig der Übertreibung (Hyperbel), kontrastiert Widersprüche und Wertvorstellungen in übertriebener Weise (Pathos), verzerrt Sachverhalte, vergleicht sie spöttisch mit einem Idealzustand (Antiphrasis) und gibt ihren Gegenstand der Lächerlichkeit preis.
Zu ihren Stilmitteln gehören Parodie, Travestie und Persiflage, zu ihren Tonfällen Ironie, Spott und Sarkasmus. Insofern sich die Satire auf eine Idealvorstellung beruft, kann sie sich auch des Pathos bedienen.

Eine wichtige Form der Satire ist der satirische Roman, in der die Satire als fiktionales Narrativ auftritt. Sehr häufig ist hier die Form des Reiseberichts in der ersten Person oder einer Reisebeschreibung in der dritten Person, wobei die Hauptfigur oft sehr naiv erscheint (siehe Erzählperspektive). Es können entweder die naiven Erwartungen der Hauptfigur an die Welt mit der Wirklichkeit, die sie erlebt, kontrastiert werden, oder die von ihr bereiste Welt kann satirisch mit anderen Formen literarischer oder philosophischer Weltdarstellung kontrastieren.

Satire tritt häufig als Mittel der Polemik auf. In öffentlichen Debatten und im gelehrten oder politischen Disput kann sie ein Mittel sein, einen Gegner bloßzustellen. Dabei greift sie nicht direkt mit Sachargumenten an, sondern geht den indirekten Weg der Kontrastierung, bei dem einem Zuhörer oder Leser der Kontrast zwischen Wirklichkeit und Ideal augenfällig wird. In dieser Funktion ist sie Teil der Streitkunst (Eristik).

Satire wird von vielen Menschen sehr unterschiedlich gesehen. Manche lieben sie, während andere überhaupt keinen Zugang dazu haben. Es hängt also sehr vom persönlichen Humor und nicht zuletzt auch von der Bildung und der Intelligenz des Lesers ab, ob sie überhaupt bei ihm ankommt.
Im Allgemeinen bezeichnet man als Satire die Überzeichnung oder das Überspitzen von bestehenden Unzulänglichkeiten oder Zuständen, oft auch mit der Aussage ins Negative.

Am leichtesten erschließt sich dieser Begriff mit der Satire eines Malers: Der Karikatur.
Auch dort findet - im wahrsten Sinne des Wortes - eine oft maßlose Überzeichnung von tatsächlichen Gegebenheiten statt.

Es gibt dabei die subtile und feinsinnige Art der Satire, die zum Beispiel Mißstände nur kurz anreißt und oftmals erst eine gewisse Gedenkminute und/oder sehr gute Kenntnisse der beschriebenen Situation erfordert, um überhaupt verstanden zu werden. Dabei werden sowohl die Fragen, als auch die Antworten, Schlüsse und Erkenntnisse nur angedeutet oder etwa in Halbsätzen ausgesprochen.
Der Leser sollte dabei die Antwort in seinem Kopf selbst fertig formulieren.
Oft werden die Mißstände dabei auch ins Gegenteil verkehrt und gelobt, statt kritisiert.
Diese Art ist besonders gut z.B. für Kabarettisten geeignet, die ihre Stücke auf einer Bühne vortragen. (Bruno Jonas, Dieter Hildebrand, Loriot, u.A.)
Es gibt aber auch die boshafte, grobe und derbe Art, die vor Polemik, Häme, Hohn und Spott nur so trieft, sofort "in die Vollen" geht und die oft auch die dazugehörige Antwort gleich selbst gibt. "Satire für Grobmotoriker" also.
Es gibt jedoch – von wenigen Ausnahmen wie Eulenspiegel, Pardon und Titanic abgesehen – kaum Zeitschriften, Bücher oder andere Druckerzeugnisse, die sich mit dieser Art von Satire beschäftigen. Auch auf Internet-Plattformen findet man sie relativ selten.
Ich halte beide Arten für legitim, aber natürlich auch alles, was dazwischen liegt.
Eine kräftige Portion Zynismus ist jedoch für jede Art von Satire unabdingbar.

In Deutschland gibt es jedoch keinen nennenswerten "Markt" für echte und boshafte Satire. Die Akzeptanz beim (zumeist humorlosen) Publikum hält sich in sehr engen Grenzen.
Nicht umsonst kann man beobachten, daß es z.B. in gewissen "Satiresendungen" des TV eher um Slapstik und Comedy, als um echte Satire geht. Zumeist ist es dazu ausreichend, möglichst dumme und einfältige Grimassen zu ziehen (z.B. Al Bundy). Das Klatschen wird dann zumeist vom Band eingespielt, damit auch der einfältigste Zuschauer weiß, wann er zu lachen hat. Diese Sendungen werden "Sitcom" genannt und sie kommen aus Amerika, woher sonst. Das "Volk der Dichter und Denker" gibt es schon lange nicht mehr.

Ähnlich verhält es sich bei den Büttenreden der diversen, rheinischen Karnevalsvereine. Bei denen besagt das zwischenzeitliche "Tattaa, tattaa", bzw. der eingespielte Tusch, daß gerade ein Kalauer verkündet wurde und gibt somit das Signal zum kollektiven Lachen.
Daß kollektives Lachen ansteckend ist, muß sicherlich nicht extra erklärt werden, genau darauf beruht der Erfolg von solchen Sendungen und Veranstaltungen.

Satire wird allgemein nur dann als "gut" empfunden, wenn sich dessen Inhalt ausschließlich auf Andere bezieht. Sobald man sich selbst darin wiederzuerkennen glaubt, wird sie oft als tiefe Kränkung, persönliche Verunglimpfung oder schlicht als Beleidigung empfunden.
Es ist somit immer eine Frage des Humors und der persönlichen Selbstsicherheit des Lesers, ob er auch bereit ist, über sich selbst lachen zu können.
Jeder Satiriker tut deshalb gut daran, die angesprochenen Mängel und Schwächen nicht auf andere Menschen oder gar auf das Publikum, sondern besser auf sich selbst zu beziehen. Ansonsten besteht die Gefahr, daß er anschließend geteert und gefedert wird, zumindest aber wird er von seinen Kritikern mundtot gemacht.
Sie erinnern sich? Die Akzeptanz von Satire...

Satiren über gesellschaftliche Randgruppen sind zwar überaus ergiebig, aber ebenfalls ein sehr heikles Thema.
Merke: Echte Satire, die niemandem weh tut, gibt es nicht! So etwas ist im besten Falle nur seichte, humorvolle Unterhaltung. Auch die Karikatur eines Malers könnte ja nur die Vorzüge des Modells betonen, aber dann wäre es eben keine echte Karikatur mehr.

Bei einer Satire ist der Schlußsatz der wichtigste, da dieser - wie beim Witz - die Pointe enthält. Es gibt zwar durchaus die Möglichkeit, kleine Zwischenpointen zu setzen, aber die Hauptpointe sollte dem Schlußsatz vorbehalten bleiben.
Übrigens sollte eine Satire - welcher Art auch immer - nicht allzusehr in die Länge gezogen werden, der Leser wird sonst leicht ermüdet und verliert das Interesse daran.
Merke: In der Kürze liegt die Würze.

Die besten Beispiele dazu sind die beiden Satiriker Gerhard Polt und "Loriot" alias Vicco von Bülow.
Während die kurzen Sketche von Beiden überaus erfolgreich waren (und es noch sind), gerieten die aneinandergereihten Kalauer in den folgenden Spielfilmen etwas zu langatmig und ermüdend.

Satire zu schreiben, ist hart, sehr hart. Das Publikum will bei Laune gehalten werden und es darf – um Gottes Willen – niemand dabei verunglimpft oder gar beleidigt werden, denn das Ehrgefühl ist in Deutschland wesentlich besser ausgeprägt als der Humor.
Bestimmte Bevölkerungsschichten wie z.B. Kinder und Jugendliche, Schüler und Studenten, Hausfrauen und Lehrer, sowie Menschen mit einer sonstigen, geistigen Behinderung scheinen vom Verständnis für Satire weitgehend ausgenommen zu sein. Das klassische Zielpublikum sind daher eher erwachsene Männer, sowie Menschen mit einer etwas höheren Schulbildung und Intelligenz.
Zumindest in Deutschland also ein abnehmender Kreis von möglichen Liebhabern.
Wer jedoch keinerlei Zugang zu satirischen Texten hat und somit auch keine Satire schreiben kann, der wird diesen Begriff immer mit einer bunt gemischten Früchteschale interpretieren.
Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Appetit!



© 2006 by Minotaurus


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[Dieser Beitrag wurde am 23.01.2009 - 21:44 von Minotaurus aktualisiert]





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Worte, Worte, nichts als Worte! Dazwischen manchmal ein Gedanke.
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<s.tefan>
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...   Erstellt am 30.04.2007 - 14:06Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ja, ja, Reinhard, da hast du manch wahres Wort geschrieben. Was ich für ganz entscheidend für die Akzeptanz beim Leser / Publikum halte, ist in der Tat die Einbeziehung der eigenen Person in selbstironischer Form. Das fehlt vielen Satirikern leider völlig. Denn wenn ich auch mich selbst bzw. mein Verhalten und meine Ansichten ad absurdum führe, gesteht mir der Leser auch zu, dass ich es bei anderen mache.

Jedenfalls habe ich absolut keine Probleme mit Teeren und Federn und ich darf sogar mein Publikum hochnehmen. Was ich allerdings festgestellt habe, ist eine gewisse Vorsicht im Umgang mit mir. Die kommt zweifellos daher, dass bekannt ist, dass ich gern über mein direktes Umfeld schreibe.

Ich persönlich mag den Begriff „Satiriker“ nicht so gern, da er mittlerweile einen Negativklang bekommen hat.

Widersprechen möchte ich allerdings der Zielgruppeneinengung auf erwachsene Männer. Bei mir liegt die höchste Akzeptanzquote eindeutig bei erwachsenen Frauen, was auch für deren Intelligenz spricht. Als klarer Vertreter der subtilen Satire in Kombination mit Selbstironie und Alltagsthemen habe ich festgestellt, dass besonders Frauen in der Lage sind, die Fußangeln in Nebensätzen in Echtzeit zu erkennen. Männer dagegen schätzen mehr das Grobe, Makabere.

Frauen sprechen bekanntlich in Rätseln, meinen nie, was sie sagen, und kriegen es fertig, aus jeder klaren Aussage ein männerunverständliches Mysterium zu machen. Im Umkehrschluss verstehen sie aber auch jede feinste Andeutung und Wortspielerei in der Satire.




Elke ...
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...   Erstellt am 30.06.2007 - 12:06Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


s.tefan schrieb
    Frauen sprechen bekanntlich in Rätseln, meinen nie, was sie sagen, und kriegen es fertig, aus jeder klaren Aussage ein männerunverständliches Mysterium zu machen. Im Umkehrschluss verstehen sie aber auch jede feinste Andeutung und Wortspielerei in der Satire.


Nun ja, das liegt vielleicht daran, dass man Frauen das gewisse logische Denken allgemein abspricht. Dafür sind sie gefühlsorientierter, was diese Spezies auszeichnet.
Allerdings kenne ich kaum Frauen in meinem Umfeld, die gerne Satiren lesen. Meist verschlingen sie "gefühlsduselige" (Entschuldigung an all jene, die das nicht tun!) Romane.
Bissige, gut geschriebene Satiren, die (mir) Tränen des Lachens in die Augen treiben, galliger Humor von Autoren geschrieben, die sich selbst auf die Schippe nehmen, sind Schätzchen, die ich immer wieder gern in Foren lese.
Ein Schelm, der jetzt denkt, dass ich damit mein eigenes logischen Denken lobhudeln will. GRINS!

[Dieser Beitrag wurde am 30.06.2007 - 12:15 von Elke aktualisiert]




Minotaurus ...
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...   Erstellt am 01.07.2007 - 14:13Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Elke schrieb
    Allerdings kenne ich kaum Frauen in meinem Umfeld, die gerne Satiren lesen. Meist verschlingen sie "gefühlsduselige" (Entschuldigung an all jene, die das nicht tun!) Romane.

Das bestätigt im Grunde nur meine eigenen, wissenschaftlichen Erhebungen zu diesem Thema.
Boshafte Satire und die Romane von Rosamunde Pilcher haben kaum etwas miteinander gemeinsam und zynische Satiriker sind ungefähr das genaue Gegenteil von zarten Lyrikern.

Elke schrieb
    Bissige, gut geschriebene Satiren, die (mir) Tränen des Lachens in die Augen treiben, galliger Humor von Autoren geschrieben, die sich selbst auf die Schippe nehmen, sind Schätzchen, die ich immer wieder gern in Foren lese.
    Ein Schelm, der jetzt denkt, dass ich damit mein eigenes logischen Denken lobhudeln will. GRINS!

Nein, nein! Das würde ich mir niemals nicht erlauben, mein Ehrenwort!

Schelmische Grüße vom Mino





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<s.tefan>
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...   Erstellt am 10.07.2007 - 10:05Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Moooment, Elke! Von wem stammen denn wohl folgende Zeilen? „...Ich hab´ "das" Buch jetzt auch!! JOHL, BRÜLL, KREISCH, jooohl: kicher, prust.....! Leider schon fertig durchgelesen....! Mach´s noch einmal, Stefan!!!!!!!!!“

Und da befindet sich Frau K. aus H. in guter Gesellschaft, was die weibliche Leserschaft des Herrn P. aus M. im Bereich der Satire angeht. Allerdings hast du eine vermutlich für viele Frauen wichtige Bedingung angesprochen: die Selbstironie. Es gibt ganz klar Satireformen, die von Frauen gut angenommen werden.

Was zumindest zeigt, dass zwischen den zynischen Satirikern und zarten Lyrikern noch eine Menge zynische Lyriker oder zarte Satiriker herumlaufen.




Elke ...
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...   Erstellt am 10.07.2007 - 21:44Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hach Stefan ... , da bist Du ja!
Ich habe das Posting gerade entdeckt. Du hast ja tatsächlich noch den genauen Wortlaut meines damaligen Kommentars im Kopf??? Das fass ich nicht! Ich hab ja schon ein Elefantengedächtnis, aber mit da kann ich nicht mithalten.
Schön jedenfalls, dass sich unsere Wege h i e r wieder einmal kreuzen.

Du hast natürlich recht, es gibt einen großen Spielraum, was das Verständnis und das Verstehen von Satiren angeht.
Allerdings bin ich eher eine derjenigen, die den derben Humor bevorzugt - zum Beispiel Geschichten über tote Pferde, die unsachgemäß über den Zaun in Nachbars Vorgarten entsorgt werden. Natürlich mag ich auch die leisen Töne, die zum Grinsen anregen, aber am liebsten lache ich schallend.
Womit ich überhaupt nichts anfangen kann, sind politische Satiren. Die finde ich teilweise abgedroschen langweilig und bekomme keinen Bezug dazu. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass das reale Umfeld dieser Herren Politiker schon Satire ist, sodass eine "Überspitzung eher schal (bei mir) wirkt.

Herzliche Grüße aus H.
schickt Elke, die hofft, dass diese Begegnung nicht die einzige (hier) bleiben wird!

[Dieser Beitrag wurde am 10.07.2007 - 21:50 von Elke aktualisiert]




<s.tefan>
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...   Erstellt am 11.07.2007 - 16:45Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Nix Gedächtnis, Elke – besonders unqualifizierte Bemerkungen speichere ich auch schon mal ab. Und so wie Mino ab und an mal im Autorennetz reinschaut, lass ich auch hier mal ´ne Bemerkung fallen – wenn auch selten.

Politsatire dürfte wohl der bekannteste Zweig des Genres sein und vermutlich ein Grund, warum Satire nicht immer den besten Ruf hat. Sie beschränkt sich oft auf Polemik und Draufknüppelei, überhaupt nicht mein Ding. Obwohl ich durchaus mal Politik und deren Umfeld aufs Korn nehme. Zum Beispiel habe ich neulich über die Nebenjobs des Abgeordneten Merz geschrieben oder vor einem Monat eine Glosse über den G8-Gipfel (veröffentlicht hier ).

Aber am liebsten schreibe ich ohnehin einfach aus dem prallen Alltagsleben.




Elke ...
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...   Erstellt am 11.07.2007 - 17:16Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


>s.tefan schrieb
    Nix Gedächtnis, Elke – besonders unqualifizierte Bemerkungen speichere ich auch schon mal ab



Nachtrag: Das verstehe ich jetzt nicht ...

[Dieser Beitrag wurde am 11.07.2007 - 19:45 von Elke aktualisiert]




Minotaurus ...
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...   Erstellt am 11.07.2007 - 18:17Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


s.tefan schrieb
    Und so wie Mino ab und an mal im Autorennetz reinschaut, lass ich auch hier mal ´ne Bemerkung fallen – wenn auch selten.

Ja, leider! Viiiiel zu selten!

s.tefan schrieb
    Politsatire dürfte wohl der bekannteste Zweig des Genres sein und vermutlich ein Grund, warum Satire nicht immer den besten Ruf hat. Sie beschränkt sich oft auf Polemik und Draufknüppelei, überhaupt nicht mein Ding. Obwohl ich durchaus mal Politik und deren Umfeld aufs Korn nehme. Zum Beispiel habe ich neulich über die Nebenjobs des Abgeordneten Merz geschrieben oder vor einem Monat eine Glosse über den G8-Gipfel (veröffentlicht hier ).

Hähähähä, die war gut!

Noch boshaftere, politische Satire findet man (fast täglich) bei "Machopan" Rolf Föll.
http://www.machopan.com/

Ist aber möglicherweise nicht jedermanns Sache, da seine bissigen "Reportagen" vor Polemik nur so triefen und z.T. weit unterhalb der Gürtellinie angesetzt sind.
Trotzdem immer wieder einen Besuch wert, wie ich finde.

Vielseitig interessierte Grüße vom Mino. (ups! )





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(Marcel Reich-Ranicki)

<nedieh>
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...   Erstellt am 07.09.2008 - 13:03Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Bin leider absolut unerfahren in der Computerwelt, hoffe trotzdem, dass das Folgende am richtigen Beitrag (Satire) ankommt:

Ein gutes Beispiel für Satire scheint mir das Buch
"Manch unartige Bilder und Geschichten zur modernen Malerei" (ISBN 978-3-00-023544-3) 19,99€ zu sein. Es erfüllt, so meine ich, alle Kriterien, welche an Satire gestellt werden.

mfg nedieh




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