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Sascha

Status: Offline Registriert seit: 20.11.2005 Beiträge: 317 Nachricht senden | Erstellt am 22.11.2008 - 12:26 |  |
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[Dieser Beitrag wurde am 08.03.2009 - 16:40 von Sascha aktualisiert]
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chacha

Status: Offline Registriert seit: 12.07.2008 Beiträge: 124 Nachricht senden | Erstellt am 22.11.2008 - 23:30 |  |
Sascha schrieb
Natürlich ist das nicht die Feigheit unserer groß deutschen Armee, sonder sie werden dazu verdammt die Kreativität unserer gewählten Regierungsvertreter zu befolgen. Frau Merkel und Ihre Helferlein sind nämlich überzeugt, dass die bloße Präsenz von der teutonischen germanischen Marine die Piraten in Angst und Schrecken versetzt und dann in die Flucht schlägt. Auf jedem Fall, weil nicht nur Putin Bush u. Co. Die Kanzlerin nicht ernst nehmen, ist es auch bei den Piraten nicht anders. Jetzt haben´s gleich zur Feier des Tages einen ganzen Tanker gekapert, mit Öl für 100 Millionen Euro an Bord.
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Nicht nur die deutsche Marine hat hilflos bei der Kaperung des Öltankers zugesehen, sondern auch die US-Marine. Was sollten sie denn auch tun? Eine einzige Panzerfaust, und dann ergießen sich die 2 Mio Barrel Öl in den Indischen Ozean ...
Sorry, aber Handelsschiffe sind von Bord aus allenfalls gegen Gelegenheitspiraten zu verteidigen, aber nicht gegen das, was sich da mittlerweile vor Somalia tummelt. Und Militär kann dort allenfalls Kaperungen verhindern, wenn man zufälligerweise direkt vor Ort ist. Mehr Militär vor Ort wird die Erfolgsquote der Kaperungen senken, und darauf haben die Piraten eine simple Antwort: sie erhöhen die Zahl der Angriffe und das geforderte Lösegeld, um die Mehrkosten für diesen Aufwand wieder herein zu bekommen.
Für uns Segler hat diese Eskalation doch einen unschätzbaren Vorteil: die Piraten werden kaum noch kleine Segelboote angreifen, denn mit demselben Aufwand an Kapital, Zeit und Material können sie mit der Kaperung so großer Brocken doch 100 mal mehr verdienen ...
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Bernd 

Status: Offline Registriert seit: 06.11.2005 Beiträge: 286 Nachricht senden | Erstellt am 23.11.2008 - 13:30 |  |
chacha schrieb
.................
Für uns Segler hat diese Eskalation doch einen unschätzbaren Vorteil: die Piraten werden kaum noch kleine Segelboote angreifen, denn mit demselben Aufwand an Kapital, Zeit und Material können sie mit der Kaperung so großer Brocken doch 100 mal mehr verdienen ...
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Ich weiss nicht, ob man sich darauf verlassen kann. Ich halte es durchaus für möglich, dass es da auch noch so eine Art "2. Liga" gibt, die mangels besserer Möglichkeiten nach wie vor auf das Ausrauben von Yachten angewiesen ist.
Signatur Gruss
Bernd |
viktor 

Status: Offline Registriert seit: 18.11.2005 Beiträge: 40 Nachricht senden | Erstellt am 23.11.2008 - 15:32 |  |
Hallo Bernd,
abgesehen davon, dass auch die somalischen Professionals das eine oder andere Milliönchen auf die Schnelle nicht verachten, ist die Vermutung bzgl. „zweite Liga“ nur allzu wahrscheinlich: Wann wollen die Geld verdienen, wenn nicht jetzt ? Interessant wird künftig auch die Situation im südlichen Roten Meer. Auch hier kann es wieder zu Attacken kommen – bis vor kurzem ein relativ friedliches Gebiet. Aber es spricht sich ja herum, wie lukrativ so ein „Nebenjob“ ist.
Weil die Profis ihr Operationsgebiet auf den gesamten Golf v. Aden bis hinein in die Hoheitsgewässer Yemens erweitert haben, bleiben nur noch wenige Schlupflöcher. Man muß dann in die küstennahen Gewässer an der Grenze Yemen/Oman. Und die werden bereits und künftig verstärkt von der 2. Liga abgefischt. Mir jedenfalls fällt kein Kurs mehr ein, der einigermaßen sicher ist.
Bereits 2007 fuhr ich nachts mit vollständig abgedunkeltem Schiff und ohne Positionslichter im gesamten Golf.
Bis auf weiteres habe ich deshalb alle Termine für Yacht-Überführungen Europa/Fernost bzw. Seychellen abgesagt.
Grüße Viktor
www.skippergemeinschaft.de
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mclaus 

Status: Offline Registriert seit: 10.04.2007 Beiträge: 123 Nachricht senden | Erstellt am 23.11.2008 - 16:01 |  |
Hier stehet heute morgen in der Zeitung, dass unser Cowboy jetzt zusammen mit den Russen was machen will, zur See und an Land. Vielleicht hilft's ja was....
Signatur fair winds and following seas
Michael
SY "Sail La Vie"
TO-Stuetzpunkt Miami, Florida |
leguan 

Status: Offline Registriert seit: 14.11.2005 Beiträge: 207 Nachricht senden | Erstellt am 23.11.2008 - 17:19 |  |
Unsere amerikanischen Freunde haben sich in Somalia schon einmal versucht und sich dabei eine blutige Nasr geholt. Leider gibt es dort ja kein Öl, deshalb sehe ich eigentlich schwarz. Die einzige Lösung des Problems bestünde IMHO wohl in der Stabilisierung des Landes, aber wer sollte das bewerkstelligen. Die UNO wäre wohl die dafür geeignete Instanz aber...
Was Deutschland anbetrifft sehe ich noch schwärzer. Vielleicht sollte die Bundeswehr ein riesiges Kriegsschiff bekommen, wo dann der gesamte Bundestag, eine Staatsanwaltschaft, viele Polizisten und auch noch andere Instanzen mitfahren könnten. Vor Ort könnte dann entschieden werden was zu tun ist. Bliebe nur zu hoffen, daß die Leute alle seefest sind.
Gruss leguan
Signatur www.sy-orexis.de |
navigator  Administrator
    

Status: Offline Registriert seit: 04.11.2005 Beiträge: 476 Nachricht senden | Erstellt am 26.12.2008 - 09:37 |  |
leguan schrieb
Kriegsschiff bekommen, wo dann der gesamte Bundestag, eine Staatsanwaltschaft, viele Polizisten und auch noch andere Instanzen mitfahren könnten.
Gruss leguan
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Hallo Leguan,
auch ist es wichtig reichlich Geld in der Kasse zu haben. Da muss ein extra Versoger mit ordentlich Kohle hinterher dampfen.
Die Seeleute und Mannschaften auf den Fregatten "Karlsruhe" und "Mecklenburg-Vorpommern" erhalten den doppelten Sold plus einer Gefahrenzulage von 180,- EURONEN pro Tag.
Mas meinst Du, was ein Staatsanwalt, Richter oder gar ein Bundestagesabgeordneter einsackt?
Meint sarkastisch 
Helmut
Signatur Umwege fördern die Ortskenntnis. |
drachenschmied 

Status: Offline Registriert seit: 03.12.2008 Beiträge: 46 Nachricht senden | Erstellt am 26.12.2008 - 13:26 |  |
Hallo liebe gemeinde,
auch ich möchte lieber durch den suezkanal, als um das kap afrikas, wenn ich aus dem pazifik komme. Ihr vergesst anscheinend unser grundgesetz, wo da u.a. drin steht- von deutschem boden aus darf kein krieg mehr ausgehen-. Oder denkt mal darüber nach, wo ein friedensvertrag verbuddelt ist, der nach 1945 nicht abgeschlossen wurde. Die unternehmer- partei der mittleren lösungen ist bestimmt nicht mein ding- andere auch nicht-, aber unsere matriarchin (hi) hat die andeutungen vom cowboy schon ganz richtig wahrgenommen. Vor dem letzten grossen krieg der usa erwähnte er so ganz nebenbei, wer nicht für ihn ist, den erklärt er zum schurkenstaaten. Also, im grundgesetz ist auch verankert, dass deutsche soldaten nicht für polizeieinsätze in anspruch genommen werden dürfen. Der herr innenminister hat ja nun mal festgestellt, dass terroristische aktivitäten mit allen mitteln der polizei geahndet werden sollen. Also terrorbekämpfung soll polizeisache sein. Seht ihr den widerspruch? Wobei ich schon der meinung bin unsere marine einzusetzen. Nämlich als begleitschutz für konvois. Aber dafür sind zwei fregatten halt zu wenig. Und was das wieder kostet. Der eine aspekt, die regierung kann nicht so wie sie sollte(wollte?). der andere ist: was sind denn diese paar milliönchen gegen 500 mrd? oder gegen die kosten eines konsequenten militäreinsatzes? Es ist doch klar, dass fasst alle geiselnahmen mit geld erledigt wurden- egal welcher kommentar von der regierung kam. Fazit – wenn nicht ein prominenter, oder ein reicher, oder ein prominenter reicher ami dort in die klemme gerät, passiert so gut wie nichts

[Dieser Beitrag wurde am 26.12.2008 - 20:03 von drachenschmied aktualisiert]
Signatur mast und schotbruch
kalle
segelboot asgard
wer die freiheit aufgibt, um mehr sicherheit zu erlangen, wird am ende alles verlieren. |
Bernd 

Status: Offline Registriert seit: 06.11.2005 Beiträge: 286 Nachricht senden | Erstellt am 26.12.2008 - 19:23 |  |
navigator schrieb
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Die Seeleute und Mannschaften auf den Fregatten "Karlsruhe" und "Mecklenburg-Vorpommern" erhalten den doppelten Sold plus einer Gefahrenzulage von 180,- EURONEN pro Tag.
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Ist das wirklich so? Wo kann man sich da bewerben?
Also mir scheint das ein bischen hoch gegriffen. Das waeren ja alleine 5400,- EUR nur an Gefahrenzulage, das glaub ich ja nun doch nicht ganz.
Ich kann mich noch erinnern, frueher im Nachtdienst pro Stunde 0,75 DM erhalten zu haben.
Davon abgesehen: Die Einsätze in Afghanistan sind ja wirklich gefährlich, bei den "Fregatten-Rundfahrten" im Golf von Aden sehe ich das nicht ganz so dramatisch, ausser bei den Hubschraubercrews.
Signatur Gruss
Bernd |