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Arthur 
Pendragon
Kronprinz von Camelot
Head of the Knights of Camelot


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Status: Offline
Registriert seit: 11.01.2011
Beiträge: 88
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...   Erstellt am 19.05.2012 - 02:23Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wenn er genau darüber nachdachte, war es eine ziemlich amüsante und jedenfalls einzigartige Situation. Er war ja schon von allen möglichen Leuten, von vielen Seiten und mit allem möglichen angegriffen worden. Kastanien aus luftiger Höhe von einem kleinen Mädchen allerdings waren definitiv etwas Neues. Und, wenn man nicht gerade Merlin war, jedenfalls auch harmloser als alles andere. Dennoch hatte Arthur ein ungutes Gefühl. Nicht wegen des kleinen Gegners oben auf dem Kastanienbaum. Aber irgendetwas anderes beunruhigte ihn, auch wenn er nicht genau sagen konnte, was es war. Vielleicht rief sein Instinkt wieder nach ihm, der ihm verriet, dass sie im nächsten Dorf erfolgreich sein würden. Vielleicht auch nicht… Er schüttelte das Gefühl ab. Blickte noch immer nach oben. Zu dem nach wie vor sehr eifrig mit Kastanien werfenden jungen Mädchen, von dem er nach wie vor nicht mehr als ein paar Stoffzipfel in dem dichten Blätterdach erkennen konnte.
Sie schien wirklich Angst zu haben. Und wenn der Prinz darüber nachdachte, was für Männer sie im Augenblick zu erwischen versuchten, dann konnte er ihr sicher nicht übelnehmen, dass sie nichts und niemandem traute. Konnten sie ihr auch noch so sehr versichern, dass sie ihr nichts tun wollten, dass sie die Guten seien, wie Percival es so schön ausdrückte. Ja, sie waren die Guten. Doch woher sollte das kleine Mädchen das wissen? Sie waren sicher nicht die einzigen, die mit solchen Worten die Menschen zu beruhigen versuchten. Und wer wusste schon, was das kleine Ding in seinem Leben schon so alles erlebt hatte. Denn so sehr sein Vater und er sich auch stets bemüht hatten, ihren Untertanen Schutz und Sicherheit zu bieten. Sie konnten nicht überall sein, konnten nicht jeden Unhold fangen, der sein Unwesen trieb. Und zu oft kamen sie einfach zu spät. Wie sollte ein kleines Mädchen da zwischen guten und schlechten Menschen unterscheiden können?
Er musste Merlin wohl recht geben. Sie hatte einfach Angst. Und tatsächlich war der Prinz, entgegen seiner üblichen Art, nie ausdrücklich mit Merlin einer Meinung zu sein, geneigt, ihm dieses eine Mal zuzustimmen. Auf seinen Zügen zeichnete sich ein entsprechender Ausdruck ab. Vielleicht sollten sie wirklich weiter reiten. Sie hatten schließlich auch etwas zu erledigen und waren - wenn er seinem Instinkt vertrauen konnte - auch kurz davor, zu finden, wonach sie suchten. Und hier hatten sie offenbar nichts verloren. Denn dem verängstigten Mädchen halfen sie vermutlich am besten, wenn sie einfach verschwanden. Obwohl Arthur ihr gerne gesagt hätte, wer er war, und dass sie keine Angst vor ihm habe brauchte, dass er tatsächlich zu den Guten gehörte. Aber sie hätte ihm wohl kaum Glauben geschenkt, wenn er ihr nun auch noch hinaufgerufen hätte, dass er der Kronprinz von Camelot war. In ihren Augen wäre es sicher die schlechteste Ausrede und billigste Überzeugung gewesen, die sie je gehört hatte. Er jedenfalls hätte es in ihrer Situation wohl so aufgefasst. Also ließ er es.
Aber er musste dennoch schmunzeln als das kleine Ding ihnen mit ihren überaus gefährlichen Brüdern drohte. Sie war wirklich mutig. Und er bewunderte das. Nun gut, dachte er. Wenn sie so wild entschlossen dafür kämpft, dass wir sie in Ruhe lassen, dann soll es so sein. Mit einem Grinsen auf den Lippen wandte er sich daher an seine Gefährten: „Also, ihr habt es gehört. Wir sollten schleunigst verschwinden, bevor ihre Brüder uns das Fürchten lehren.“ Es lag eine gewisse Ironie in Arthurs Stimme, die aber keinesfalls böse gemeint, sondern lediglich der skurrilen Situation geschuldet war, dass er als Ritter von Camelot mit so einer Drohung in der Regel wenig zu beeindrucken war. Doch er erkannte ihren Mut und ihre Entschlossenheit an und respektierte sie. Also würden sie verschwinden und dem kleinen Geschöpf den Triumph gönnen, zwei gefährliche Männer - und Merlin - in die Flucht geschlagen zu haben.
Grinsend steckte der Prinz sein Schwert zurück in die Scheide und trieb sein Pferd langsam vorwärts. Sein Blick allerdings ging noch einmal zu dem unsichtbaren Wesen im dichten Blätterdach. Im hohen Blätterdach. Das ungute Gefühl, das er zuvor nicht hatte definieren können, kehrte zurück. Sein Instinkt warnte ihn. Etwas beunruhigte ihn. Ein Gefühl, das sich auch auf seinen Zügen widerspiegelte. Doch neben seinem Instinkt, dem er allzu oft selbst fälschlicherweise misstraute, gab es noch etwas anderes, dem er - auch wenn er es selten zugab - im Grunde seines Herzen immer vertraute… Und so wanderte sein Blick unbewusst zu Merlin. Hilfesuchend. Nach einer Bestätigung suchend…





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Du hast etwas an Dir, Merlin... Ich weiß nur noch nicht, was es ist ...

~ Arthur in "Der Ruf des Drachen" ~


Wie kann ich zugeben, dass ich andauernd an sie denke ... oder dass mir mehr an ihr liegt als an jedem anderen ...
Wie kann ich zugeben, dass ich nicht weiß, was ich tun werde, falls ihr etwas passiert ...

~ Arthur in "Lancelot und Guinevere" ~

Percival ...
Sir Percival
Ritter von Camelot


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...   Erstellt am 24.06.2012 - 21:21Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Der Ritter war viel gewohnt, doch von einem kleinen Mädchen wurde er noch nie angegriffen. Gut aufgrund seiner Größe und Statur hatten viele Angst vor ihm und die kleine auf dem Baum hatte Angst das konnte er irgendwie spüren. Doch dagegen konnte Percival nichts tun, zumindest nicht wenn sie auf dem Baum blieb und das beabsichtigte sie ja. Zumindest konnte man nun den kleinen Geschossen ausweichen, wobei zwei Treffer ja nicht schlecht waren und Merlin bekam auch leider etwas ab. Dies tat ihm schon leid immerhin war der Diener ja ungefährlich, Merlin konnte nicht mal einer Fliege etwas zuleide tun. Die eigentliche Mission vergaß der Hüne aber nicht und verfolgte das Gespräch zwischen Arthur und Merlin.
Percival musste Merlin recht geben, sie hatte Angst und kannte keinen der Männer. Da konnten sie noch so sehr behaupten ihr nichts zu tun das Mädchen würde es nicht glauben. Dann drohte sie auch noch mit ihren Brüdern. Gut es machte ihm keine Angst aber unnötige Kämpfe galt es zu verhindern immerhin war man ja auf der Suche nach Banditen und dies hatte Vorrang und wie es aussah konnte die kleine ja gut selbst auf sich aufpassen. Die Ironie in den Worten des Prinzen entging ihm nicht. Er Empfand es als unpassend und hätte es wohl anders betont, mit mehr Feingefühl das die kleine meinte er hätte Angst vor den Brüdern, was natürlich völlig absurd war, diese hätten wohl eher Angst vor ihm. Doch sollte er es dem Prinzen sagen? Hatte ein Ritter aus ärmlichen Haus das Recht dazu? „My Lord, Ihr habt recht wir sollten wirklich aufbrachen! Dennoch solltet Ihr die Brüder des Mädchens nicht unterschätzen, immerhin kennen wir sie nicht und können Sie nicht einschätzen!“, seine Stimme war neutral doch der Prinz ordnete die Worte sicher richtig ein. Doch ein unbekannter Gegner sollte nie unterschätzt werden, denn das könnte der letzte Fehler sein den man macht.
Es war ihm so als hörte er ein Knacken, von wo es kam konnte der Ritter nicht sagen ließ sein Pferd aber näher an den Baum gehen und sah nach oben, leider sah er nun direkt in die Sonne die durch die Äste lugte und sah nicht viel. Percival war auch so als ob ein spitzer Schrei zu hören wäre, was ihm schon Kopfschmerzen machte und das ganz ohne Kastanien. Die Brüder des Mädchens konnten nun auch kommen und ihre Schwester vom Baum holen, so sehr er die Aktion auch bewunderte etwas töricht war es schon immerhin waren die Äste im oberen Bereich nicht sonderlich dick und tragend. „Arthur, Merlin könnt ihr was erkennen? Ich kann durch die Sonne kaum etwas Erkennen da oben.“ Jedoch war jede Faser seines Körpers angespannt um sofort eingreifen zu können.




Emelyn 
Bauerntochter
6 Jahre alt


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...   Erstellt am 02.08.2012 - 02:34Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Emelyn hätte wirklich nie gedacht, dass ihre Kastanienattacke auf die Männer so erfolgreich sein würde. Es waren schließlich nur dumme Kastanien, wenn auch durch die Hüllen schön gemein pieksig. Aber im Grunde war es nur der erstbeste, rebellische Einfall gewesen, der ihr auf die Schnelle gekommen war. Gegen ihre Brüder musste sie sich auch oft zur Wehr setzen, ein bisschen Übung hatte sie also. Wenngleich sie natürlich nie ernsthafte Chancen gegen sie hatte. Es war ja nicht so, dass ihr Brüder nicht auch lieb zu ihr sein konnten, aber Prinzen waren sie auf gar keinen Fall. Nicht solche, wie sie es sich vorstellte. Sie war immer davon überzeugt gewesen, dass man einen Prinzen auf der Stelle würde erkennen können. Aber in ihr Dorf kam leider nie ein Prinz......
Was immer jedenfalls jedoch die Männer dort unten für Absichten hegten, es waren scheinbar nicht die, ihr zu Leibe zu rücken. Hätten sie dies gewollt, hätten sie es höchstwahrscheinlich mit Leichtigkeit hin bekommen, sie von dem Baum herunter zu zwingen. Klettern konnten die bestimmt allemal besser, als sie selbst. „Also, ihr habt es gehört. Wir sollten schleunigst verschwinden, bevor ihre Brüder uns das Fürchten lehren.“
Emelyns Herz machte einen kleinen Ruck, als sie das vernahm. Es hatte also funktioniert - sie biss sich leicht auf die Zunge und ein kleines Grinsen huschte trotz ihrer Furcht über ihr Gesicht. Die leise Ironie in der Stimme war ihr entgangen, denn mit Ironie hatte sie bisher noch nicht viel Erfahrung gemacht und sie konnte auch nicht wissen, mit wem sie es da zu tun hatte. So dachte sie nicht darüber nach, wie der Mann es gemeint haben könnte, sondern registrierte nur die offensichtliche Information darin, dass er gedachte, weiter zu reiten. Und das war sehr erleichternd für Emelyn. Dass sie so schnell weiter ihrer Wege ziehen würden, damit hatte das kleine Mädchen zwar nicht gerechnet, aber darüber war sie umso froher. Von bedrohlichen Männern hatte sie ein für allemal die Nase voll.
Die Kleine hielt ein wenig atemlos inne und lauschte auf die Stimmen, die sich noch miteinander unterhielten. Sie hatte nicht genau mitbekommen, was unten vor sich gegangen war (was sowohl an ihrer eifrigen Beschäftigung als auch dem dichten Blätterwerk gelegen hatte), inwieweit sie getroffen hatte oder nicht und konnte auch nicht alles verstehen, was gesprochen wurde. Doch sie konnte erkennen, dass die Fremden sich in Bewegung setzten.
Wenn die wüssten... ihre Drohung, was ihre Brüder betraf, war im Grunde ziemlich vage und leer, ihr jüngster Brüder war nur wenig älter als sie selbst und keiner der Ältesten konnte mit einem Schwert umgehen. Vielleicht hatten die Männer wirklich Angst bekommen oder Emelyn war ihnen einfach nicht die Mühe wert gewesen... Emelyn war ganz gleich, was es war, sie war einfach nur sehr froh. Denn sie wurde nicht länger bedroht.
Gespannt reckte sie den Hals. Ein leises Kichern entwich ihr... mit einem Mal war ihr so viel leichter ums Herz! Das hab ich gut gemacht.., dachte sie noch zufrieden, als im gleichen Augenblick der Ast unter ihren Füßen bedenklich knackte. Erschrocken entfuhr ihr ein Schrei, eher gesagt ein äußerst helles Quietschen.
Ganz vorsichtig hob sie einen Fuß, streckte sie ihr Bein aus und versuchte mit diesem auf einen der unteren Äste zu kommen. Dabei verhakte sich der Zipfel ihres Kleides in einem Zweig. Als Emelyn die Hand reckte, um ihr verheddertes Kleid zu lösen, hörte sie unten wieder jemanden laut rufen und wurde abgelenkt... sie machte eine falsche Bewegung und merkte nur noch, wie sie nach hinten kippte. Man kann sich den Schrecken nicht ausmalen, den die kleine Emelyn erlitt, während sie mit weit aufgerissenen Augen wie herab fallendes Blatt (nur nicht so elegant) bestimmt einen Meter nach unten segelte und durch puren Reflex im Fall nach einem anderen Ast griff und diesen zum Glück auch irgendwie zu fassen bekam - nicht ohne dass dabei ihre Zähne schmerzhaft aufeinander krachten und ihr gesamter kleiner Körper zusammen zuckte bei dem Aufprall.
Der Ast an welchen sie sich nun klammerte war nicht sehr stabil... zwar war Emelyn leicht vom Gewicht her, aber nicht leicht genug; der Ast wurde kräftig durch gebogen, sodass er gespannt war wie ein Bogen. Im ersten Moment war Emelyn zu geschockt, um zu realisieren, was geschehen war, dann fand sie ihre Stimme wieder. "Hilfe... Hilfe... HILFEEEE! Ich will nicht sterben!" Und sie war sich absolut sicher, dass das jeden Moment passieren würde... wenn sie los ließ oder der Ast abbrach...





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Merlin ...
Zauberlehrling
Treu ergebener Diener
Mädchen für alles
Rattenfänger
und
Prinzenretter


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Registriert seit: 11.01.2011
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...   Erstellt am 16.09.2012 - 20:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wie lang sollte ihr Aufenthalt unter dem Kastanienbaum eigentlich noch andauern? Es war ja nicht so, dass Merlin Angst davor hatte von weiteren Kastanien getroffen zu werden. Nein, es waren eher andere Gefühle die ihn hoffen ließen, dass sie ihren Ritt weiterführten. Nicht, dass Arthur noch auf die Idee kam auf den Baum hinaufzuklettern um das Mädchen wieder auf den Erdboden zurückzuholen. Oder noch schlimmer... womöglich kam der Prinz auf die Idee, dass stattdessen ja auch sein Diener nach oben klettern und sich mit dem Mädchen herumschlagen konnte. Nein, auf die Idee würde er sicher nicht kommen, Merlin war ja kein guter Kletterer und Arthur brauchte seinen Diener ja noch, warum ihn unnötig in Gefahr zu bringen? Doch so langsam musste mal etwas geschehen. Nicht, dass Merlin so begierig darauf war die Suche nach den Bösewichten fortzusetzen und ihnen wahrscheinlich bald Auge in Auge gegenüber zu stehen... nein, es war eher die Tatsache, dass dies hier keinen Zweck zu erfüllen schien. Sie verbrachten wertvolle Zeit, die der Prinz später sicher wieder mit Merlins Trödelei erklären würde. Eigentlich war dies ja auch der Fall, denn es war der junge Zauberer gewesen, der den Blumenkranz und damit das Mädchen entdeckt hatte. Warum konnten sie nicht einfach gehen? Merlin hatte kein Bedürfnis die Brüder des Mädchens kennenzulernen, auch wenn sie wohl keine Gegner für Arthur und Percival waren. Es würde nur unnötigen Ärger bedeuten. Doch wieso war es immer so kompliziert zwischen Arthur und ihm? Normalerweise war es ja der junge Zauberer der gern zurückblieb und vom Prinzen überzeugt werden musste, dass es nun längst Zeit zum Aufbruch war. Und nun? Nun schien der Diener weg zu wollen und der Herr wollte bleiben. Merlin fing Arthurs Blick auf und erwiderte ihn mit einem verwunderten Blick, zog beide Augenbrauen hoch und schüttelte dann entschieden den Kopf. "Ich denke nicht, dass wir noch länger hier bleiben sollten, Sire. Das Mädchen möchte unsere Gesellschaft nicht und wir haben wichtigeres zu tun, denkt doch an unseren Auftrag und die vielen Bürger die bereits durch diese Unruhestifter bestohlen, beleidigt oder verletzt wurden..." Merlin appellierte an den Kronprinzen in Arthur, der seine Pflichten ernst nahm und seinen Vater stolz machen wollte. Nun, das mit Uther stolz machen konnte der junge Mann nicht nachvollziehen... eigentlich musste der König auch so auf seinen Sohn stolz sein, ohne dass dieser ständig erneut unter Beweis stellen musste wie mutig, pflichtbewusst und fähig ein guter König zu werden, er doch schon längst war.
Sie sollten wirklich weiterreiten. Aber wann hatte das letzte Mal jemand auf Merlin gehört? Der junge Mann wusste es nicht mehr und genau deshalb rechnete er sich keine guten Chancen darauf aus, dass es dieses Mal jemand tun würde. Sie würden also doch hier bleiben und sich weiter mit dem Mädchen beschäftigen. Immer noch eine angenehmere Tätigkeit als ein hartes Kampftraining oder ein Angriff von blutrünstigen Fabelwesen. Doch Merlin blieb weiterhin auf Abstand zum Baum. Percival hingegen hatte sich ja wieder der Kastanie genähert und nach oben geschaut. "Was sollen wir da schon erkennen? Ein kleines Mädchen, dass in Ruhe gelassen werden soll... und ich finde wir sollten ihm diesen Wunsch erfüllen... schließlich gibt es nichts schöneres als manchmal einfach nur seine Ruhe zu haben...", plapperte Merlin weiter und zuckte kurz mit den Schultern. Eigentlich konnte er sagen was er wollte, ändern würde dies wohl rein gar nichts. Er war sicher, dass in den nächsten Minuten irgendjemand auf den Baum klettern und das Mädchen herunterholen würde... und er hoffte sehr, dass nicht er derjenige war.
Und dann passierte etwas oben in der Baumkrone. Es knackte erneut und das Mädchen schien von seinem Ast abgerutscht zu sein. Merlin hatte schon die rechte Hand erhoben, als ihm einfiel, dass er ja nicht allein war. "Sire!", meinte er nur und benutze die erhobene Hand um nach oben zu weisen. Es wäre ein Leichtes gewesen das Mädchen mit Zauberei in der Luft zu halten, doch glücklicherweise konnte es nach einem Ast greifen und sich daran festhalten. Und nun? Sie war immer noch ein paar Meter über dem Boden, sollte sie stürzen, würde sie den Aufprall auf dem Boden sicher nicht überleben. Merlin hasste Zwickmühlen. Er könnte sie retten, aber er musste auch sein Geheimnis bewahren. Nur so konnte er weiter an Arthurs Seite sein und helfen, dass dieser sein Schicksal erfüllen konnte. Auf jeden Fall musste nun jemand nach oben klettern und dem Mädchen helfen. Und nein, es sah nicht danach aus, als würde Merlin diese Ehre zu teil werden.





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Arthur 
Pendragon
Kronprinz von Camelot
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...   Erstellt am 02.12.2012 - 01:16Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wie viele Worte brauchte er, wie viele Schritte seines Hengstes, um überzeugt zu sein, dass er das Richtige tat? Dass er weiterging? Doch ehe der Kronprinz sich selbst zur Ordnung rufen, sich selbst sagen konnte, dass er schließlich Wichtigeres zu tun hatte, als sich länger als nötig mit kleinen Kindern abzugeben, vernahm er Percivals Worte. Und irgendetwas in der Stimme seines Ritters verriet ihm, dass dieser seine vorherige Einschätzung zu den gefährlichen Brüdern des kleinen Mädchens nicht teilte… oder besser die Ironie in seiner Stimme missverstanden hatte. Nun, Percival kannte ihn noch nicht lange genug. Vielleicht konnte der Ritter nicht wirklich einschätzen, dass er keinesfalls missachtend gesprochen hatte. Gut, vielleicht war er ein wenig amüsiert gewesen. Mit Sicherheit war er das. Die Möglichkeit, dass die Brüder des Mädchens, wenn sie denn existierten, wirklich eine ernste Gefahr für zwei Ritter wie sie darstellen konnten, lag eher fern. Aber er hatte dem Mädchen die Wirkung ihrer Worte nicht nehmen wollen. Und er bezweifelte stark, dass die junge Dame vollends registrierte, dass er sie keinesfalls ernst nahm. Deswegen ersparte sich der Prinz eine Antwort an Percival. Immerhin waren sie ja eh gerade dabei, das Feld zu räumen… sofern er aufhörte, sich von seinem Instinkt hier festnageln zu lassen.
Merlin, auf dem sein Blick noch immer ruhte, jedenfalls war keine große Hilfe. Der schaute ihn nur verwundert an. Und es war erst in diesem Moment, dass der junge Kronprinz bewusst registrierte, dass er eigentlich auf Merlins Hilfe gehofft hatte… auf dessen Instinkt. Der, wie er zugeben musste, im Nachhinein betrachtet meist genauso unfehlbar war wie sein eigener. In diesem Augenblick allerdings… Die Worte zu nichts zu gebrauchen schossen Arthur durch den Kopf. Aber er war eher sauer auf sich selbst als auf Merlin. Immerhin hatten sie schon genug Zeit vertrödelt und es war wirklich Zeit aufzubrechen. Und ausgerechnet Merlin musste ihn daran erinnern: „…wir haben wichtigeres zu tun, denkt doch an unseren Auftrag und die vielen Bürger die bereits durch diese Unruhestifter bestohlen, beleidigt oder verletzt wurden…“ Er konnte wirklich sehr inbrünstig sein der gute Merlin. Auch wenn er in diesem Moment klang, als hätte er viel zuviel Zeit mit IHM verbracht. Pflichtgefühl war etwas, dass eher selten aus Merlins Munde klang … den Kronprinzen in diesem Moment aber daran erinnerte, weshalb sie hier waren. Und dass der König wenig begeistert sein würde, wenn ihnen die Banditen durch die Lappen gingen, weil sein Sohn sich von einem kleinen Mädchen hatte aufhalten lassen.
Der entscheidende Gedanke, um endlich weiter zu reiten. Doch sein Hengst hatte sich kaum ein paar Meter von dem Baum entfernt, als ihn ein verräterisches Knacken und das darauffolgende erschrockene, helle Quietschen innehalten und ruckartig wenden ließ. Fiel sie? Das war der erste Gedanke, der ihn überkam. Und Arthur spürte, wie sein Herz von einer Sekunde auf die andere schneller zu schlagen begann. Denn auch wenn er in seinem täglichen Leben - außer bei gelegentlichen Stadtbesuchen - eher selten mit Kindern in Kontakt kam, so war allein der Gedanke, dass eines von diesem hohen Baum stürzen konnte, erschreckend. In kaum einer Sekunde war er mit seinem Hengst zurück unter dem Baum, den Blick in das Blätterdach gewandt.
„Arthur, Merlin könnt ihr was erkennen? Ich kann durch die Sonne kaum etwas Erkennen da oben“, hörte er Percivals Worte. Und sein Ritter schien ebenso besorgt wie er selbst. Während Merlin hingegen plapperte, als hätte er nichts dergleichen gehört. Vermutlich hat er die Kastanien schon in den Ohren, ging es Arthur durch den Kopf und er rollte leicht mit den Augen. Doch seine Aufmerksamkeit galt dem Mädchen. Auch wenn es ihm, genau wie Percival schwer fiel, in dem ungünstigen Licht etwas zu sehen. Alles, was er plötzlich sah, war ein dunkler, großer Schatten, der fiel zu schnell durch die Blätter nach unten fiel … und glücklicher Weise gleich wieder Halt fand. Doch die Bewegung der Äste in dieser Region verriet Arthur, dass das Mädchen dort kaum halb so sicher sein konnte wie zuvor. „Hilfe... Hilfe... HILFEEEE! Ich will nicht sterben!“, bestätigte ihr verzweifeltes Schreien seine Befürchtung.
„NICHT BEWEGEN!“, rief der Ritter hinauf in die Baumkrone. Dann wandte er sich an seine Begleiter. „Wir müssen sie da runter holen.“ Der sachliche, bestimmende Tonfall eines Prinzen. Und wir bedeutete in diesem Fall er. Denn alles andere schloss Arthur kategorisch aus. Er war leichter als Percival und sicher auch wendiger. Und Merlin … darüber brauchte er gar nicht erst nachzudenken. Bis Merlin auf dem Baum war, war das Mädchen längst unten. Ein Gedanke, der auf reinen Tatsachen ohne jegliche Wertung basierte. Denn der Prinz war schon längst damit beschäftigt, den großen Hengst unter einen tragfähigen Ast zu manövrieren, so dass er diesen erreichen und sich von dort zu dem Mädchen, dessen Position er anhand der wackelnden Äste ungefähr orten konnte, nach oben vorzutasten. Ein kurzer Blick zu seinem Ritter: „Pass auf, wenn sie fällt!“ Wenn es jemandem gelingen konnte, die Kleine aufzufangen, auch wenn sie von weit oben fiel, dann Percival.
Und damit fasste der junge Kronprinz den dicken Ast über sich und zog sich mit aller Kraft nach oben. Bittend, dass die Kleine so lange aushielt, bis er bei ihr war…





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Du hast etwas an Dir, Merlin... Ich weiß nur noch nicht, was es ist ...

~ Arthur in "Der Ruf des Drachen" ~


Wie kann ich zugeben, dass ich andauernd an sie denke ... oder dass mir mehr an ihr liegt als an jedem anderen ...
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~ Arthur in "Lancelot und Guinevere" ~

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