LittleChincha

Status: Offline Registriert seit: 07.05.2008 Beiträge: 60 Nachricht senden | Erstellt am 25.09.2008 - 14:00 |  |
Der aktuelle Stand = Testphase 3. Sand statt Einstreu ist jetzt auf allen Bodenebenen.
POSITIV
Positiv überrascht war ich, daß die Staubentwicklung im Chinraum gleichbleibend bzw. geringer ist als durch herkömmliche gute Einstreu.
Zum einen wurde das von mir so wahrgenommen, zum anderen machte ich die Gegenprobe durch unabhängige Leute, und drittens kann ich bei erhöhter Staubentwicklung sprichwörtlich gar nicht drüber hinwegsehen, da der Zugang zum CHinraum in meiner Wohnung ohne Tür - immer offen ist und der Raum davor einen mokkafarbenen Parkettboden hat. Auf dem sieht man wirklich jedes Staubkörnchen, sofort und schneller als einem lieb ist!!!
Auf den zweiten Blick und nach weiteren Recherchen ist es allerdings mehr nicht so überraschend, daß Sand der Einstreu in dem Punkt nicht negativ nachsteht.
Die Verarbeitung von Holz zu Spänen, egal in welcher Form erzeugt viel FEINSTAUB. Den aus dem Produkt rauszukriegen ist schwer, aufwendig, kostet. Nicht umsonst werden die Einstreu Hersteller auf ihren Produkten mit "STAUBARM".
Die schlimmste Feinstaub Belastung kenne ich durch BLUE CLOUD. Sowohl pur gegeben als auch nur als Zusatz zum Sandbad. Daher war ich selbst positiv angetan, daß die STAUBENTWICKLUNG eher positiv ist durch den Gebrauch des Sandes im Vergleich zur Einstreu.
Ich führe dies auf folgende Punkte zurück:
- hochwertiger Sand und der richtige Sand für diese Bodenvariante
(nicht Blue Cloud, nicht feiner gemahlener Sepiolith, usw.)
- Partikel Grösse = SAND, und nicht zu Staub gemahlen
- Partikel Gewicht dieses Attapulgus Sandes sind vergleichsweise schwer an Gewicht.
Anders als bei Blue Cloud und Feinstaub von herkömmlicher Einstreu sind die Partikel nicht "schwebeleicht" und führen so zu keiner Feinstaub Belastung im Raum. Der Sand, den ich verwende ist so schwer, daß er aufgewirbelt auch wieder nach unten auf den Boden zurück fällt. Und sich NICHT im Zimmer verteilt. Bis dato eine angenehme Erkenntnis, da ich auf die Staubbelastung im Chinraum seit jeher ein besonderes Augenmerk in meiner Haltung lege.
Ein zweiter Grund, scheint mir das generell sehr gute Raumklima des neuen Chinraums zu sein. Viel Luftvolumen und Luftzirkulation ohne Zugluft. Das ist sicher nicht der Fall und nicht gleichermaßen gegeben bei Chinhaltungen auf engerem Raum, unter Dachschrägen, etc.
NEGATIV
Schweigart weist ,wie an anderer Stelle bereits zitiert, darauf hin, daß Sandkörner auf Holzbretter eine Art Sandpapier Effekt haben können. Mit dem Ergebnis, daß die Pfötchen bei Chinchllas leichter aufgerieben werden.
Der Vorschlag von Dr. med. vet. Bartl es wie in ihren Chingehegen oder am Institut für Verhaltensforshcung so zu gestalten, daß die erste Sitzebene weit oben ist und ein breiter Ast von der Grundfläche zur ersten Sitzebene führt, so daß automatisch beim Laufen und Springen auf dem Ast aller Sand bereits abfällt und gar nicht auf die ersten Sitzbretter weiter getragen wird, erweist sich aufgrund der Käfighaltung (kein großes Gehege) so als nicht praktikabel. Zumindest ist mir bis jetzt noch keine Lösung oder sinnvolle Umsetzung und Adaption für meine Räumlichkeiten eingefallen. Tüftle noch... 
Die Frage ist wohl auch, ob der Sand auf den Brettern wirklich so sehr schadet. Oder ob sich die Füsschen der Chinchillas nicht automatisch strapazierfähiger entwickeln, ohne Verletzungen.
Ich werde auf jeden Fall auf meine Kandidaten mit sensiblen Füsschen auf diesen Punkt besonderes Augenmerk legen und dahingehend akribisch prüfen.
ZWISCHENFAZIT
Kosten und Zeit Aufwand ist höher als anfangs eingeschätzt. Diese Variante rechtfertigt sich wirklich nur als Liebhaber Haltung.
Qualitativ für die Tiere scheint es bis dato eine eindeutige Verbesserung.
-> natürlicher Bodenbelag (kein künstliche Einstreu, Fleece, Fliesen oder ähnliches, was in der Natur NICHT vorkommt)
-> verstärkt natürliches Verhalten auch in diesen Käfigbereichen
-> Bodenflächen werden häufiger und zeitlich mehr genutzt
Das ist der aktuelle Stand.
Signatur

www.chincitta.com
Man erkennt den Charakter eines Menschen daran, wie er seine Tiere behandelt.
- Mein Großvater, Landtierarzt und Tierheilpraktiker |