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Tanja ...
Alpha-Wölfin
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...   Erstellt am 14.05.2005 - 22:40Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Der Saluki

oder auch Persischer Windhund genannt, war ursprünglich weit verbreitet und war im Mittleren Osten, Persien, Syrien, die Arabische Halbinsel bis zur Türkei beheimatet. Der Saluki zählt zu den ältesten Hunden überhaupt. Seit Jahrtausenden hat sich der Typ unverändert erhalten und ist seit dem 20. Jahrhundert auch in Europa zuhause.

Der sanft-sensible Hund ist ein angenehmer Hausgenosse, der zu seinem Besitzer sehr anhänglich sein kann, Fremden gegenüber jedoch sehr zurückhaltend ist.
Salukis sind typisch orientalische Windhunde, die ihe Eigenheiten behalten haben. Sein Ausdruck ist würdevoll und das wahre Gesicht erschließt sich nur dem Besitzer.




FCI-Standard N° 269 / 02. 02. 2001 / D
Ursprung : Mittlerer Osten / F.C.I. Patronat
Datum der Publikation des gültigen Originalstandards : 25. 10. 2000.
Verwendung: Jagd- und Coursinghund
Klassifikation F.C.I. : Gruppe 10 Windhunde, Sektion 1 Langhaarige und befederte Windhunde, Ohne Arbeitsprüfung


Kurzer geschichtlicher Abriss:
Salukis variieren im Typ und diese Variationsbreite ist erwünscht und typisch für die Rasse. Der Grund für die Typenvielfalt ist die besondere Stellung, die der Saluki in der arabischen Tradition einnimmt und die enorme Größe des Mittleren Ostens, in dem der Saluki als Hetzhund seit Tausenden von Jahren eingesetzt wurde. Ursprünglich besaß jeder Volksstamm Salukis , die sich am besten für die Jagd auf das spezielle Wild der Gegend eigneten, ohne dass - der Tradition des Mittleren Ostens entsprechend - Salukis verkauft oder gekauft, sondern als Ehrengabe verschenkt wurden. Die Folge war, dass solchermaßen den Europäern geschenkte und nach Europa gebrachten Salukis aus einem Gebiet mit einer großen Variationsbreite von Terrain und Klima stammten und sich dementsprechend unterschieden. Der britische Standard von 1923 war der erste offizielle europäische Rassestandard für den Saluki und wurde erstellt, um alle diese ursprünglichen Typen von Salukis zu erfassen.

Allgemeines Ercheinungsbild:
Die ganze Erscheinung dieser Rasse soll einen Eindruck von Anmut und Ebenmaß, großer Schnelligkeit und Ausdauer, verbunden mit Kraft und Gewandtheit vermitteln.
Kurzhaarvarietät : in allen Merkmalen gleich, nur ohne Befederung.

Wichtige Proportionen
Die Rumpflänge (vom Buggelenk bis zum Sitzbeinhöcker) ist annähernd gleich der Widerristhöhe, obwohl der Hund oft den Eindruck vermittelt länger zu sein als er ist.

Verhalten und Charakter(Wesen): Fremden gegenüber reserviert, jedoch nicht scheu oder aggressiv. Würdevoll, intelligent und unabhängig.

Kopf: Kopf lang and schmal, insgesamt viel Adel zeigend.
Oberkopf
Schädel : Mäßig breit zwischen den Ohren, nicht gewölbt.
Stop : Nicht betont.
Gesichtsschädel
Nase : Nasenschwamm schwarz oder leberfarben.
Kiefer/Gebiss : Starke Zähne und kräftige Kiefer mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigen Scherengebiss.
Augen : Dunkel bis haselnussbraun, leuchtend, groß und oval, nicht hervortretend. Der Ausdruck ist würdevoll und sanft mit treuen, in die Ferne blickenden Augen.
Ohren : Lang und mit langen, seidigen Haaren bedeckt, hoch angesetzt, beweglich, dicht am Schädel getragen.

Hals: Lang, biegsam und gut bemuskelt.

Körper
Rücken : Ziemlich breit.
Lenden : Leicht gewölbt und gut bemuskelt.
Kruppe : Weit auseinanderstehende Hüftbeinhöcker.
Brustkorb : Tief, lang und mäßig schmal, weder tonnenförmig noch flachrippig.
Unterlinie : Gut aufgezogen.

Rute: Lang, tief angesetzt, in einem natürlichen Bogen getragen, an der Unterseite mit langen seidigen Haaren befedert, nicht buschig. Bei erwachsenen Hunden nicht höher als die Rückenlinie getragen, außer beim Spiel. Die Spitze der Rute sollte mindestens bis zum Sprunggelenk reichen.

Gliedmassen
Vorderhand
Schultern : Gut zurückliegend, gut bemuskelt, jedoch nicht grob.
Oberarm : Bei nahezu gleicher Länge wie das Schulterblatt bildet der Oberarm mit diesem einen guten Winkel.
Unterarm : Lang und gerade vom Ellbogen bis zum Vorderfußwurzelgelenk.
Vordermittelfuß : Kräftig und elastisch, von der Seite betrachtet wenig schräg gestellt.
Vorderpfoten : Von angemessener Länge, Zehen lang und gut gewölbt, nicht gespreizt, aber auch nicht wie Katzenpfoten; insgesamt kräftig und geschmeidig, zwischen den Zehen befedert.
Hinterhand: Kräftig, lässt Galoppier- und Sprungvermögen erkennen.
Ober- und Unterschenkel : Gut entwickelt.
Kniegelenk : Mäßig gewinkelt.
Sprunggelenk : Gut tiefgestellt.
Hinterpfoten : Annähernd gleich den Vorderpfoten.

Gangwerk:
Müheloser, flüssiger und geschmeidiger Trab. Leichtfüßig vom Boden abhebend, mit gutem Vortritt und entsprechendem Schub, weder steppend noch schwerfällig.

Haarkleid
Haar : Glatt und von weicher, seidiger Struktur. Befederung an den Läufen und an den Rückseiten von Ober- und Unterschenkel, Befederung an der Kehle von erwachsenen Hunden kann vorkommen, im Welpenalter besteht manchmal eine leichte, mehr wollige Befederung an Oberschenkeln und Schultern.
Die Kurzhaarvarietät : ohne jegliche Befederung.
Farben : Alle Farben oder Farbkombinationen sind zulässig. Brindle ist unerwünscht.

Grösse
Widerristhöhe : Durchschnittlich zwischen 58 –71 cm (23-28 inches), Hündinnen proportional kleiner.




Geschichte und Verwendung
Uralt wie die Geschichte des Orients ist die Geschichte des Saluki. Seit Jahrtausenden ist sein Typ in unveränderter Form bekannt. Da die Wüstenstämme ein Nomadenleben führten, erstreckt sich das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Saluki über ein riesiges Areal und schließt die Türkei, Iran, Irak, Saudiarabien und Syrien mit ein.
Jahrtausende lang war der Saluki ein unentbehrlicher und hochgeschätzter Jagdgehilfe der Nomaden, die ihm stets alle Liebe und Fürsorge entgegenbrachten und meist auch das Lager mit ihm teilten. Bei der Jagd wurde der Saluki mit in den Sattel genommen, um dann, wenn das flüchtige Wild durch den Falken erspäht worden war, ausgeruht der Beute folgen zu können.

Ende des vorletzten Jahrhunderts tauchen erstmals Salukis auf dem europäischen Kontinent auf, die ins Zuchtbuch des Deutschen Windhundzucht- und Rennvereins (DWZRV), Mitglied im VDH, eingetragen wurden. Die weiteren Importe erfolgen 1926, nachdem der englische Kennel-Club die Rasse Saluki anerkannt hat. England ist daher das Land, das für den Saluki den Standard festlegt.
Inzwischen sind über 5000 Salukis in das Zuchtbuch des DWZRV eingetragen worden. Seit 1987 gibt es auch in Deutschland Kurzhaar-Salukis, genauso wie schon seit vielen Jahrzehnten in Skandinavien, England, Australien und den USA, den heutigen Hauptverbreitungsländern des Saluki.

Wie alle anderen Windhundrassen ist der Saluki sehr bewegungsfreudig und liebt über alles das freie Laufen, das ihm wegen der Gefahr durch Straßenverkehr, Stachelzäune und Jagdreviere nicht immer gewährt werden kann. Einen artgerechten täglichen Auslauf findet er daher auf größeren, am besten eingezäunten Wiesen, am liebsten natürlich zusammen mit einem anderen Saluki. Aber auch Joggen mit Herrchen oder Frauchen oder das angeleinte Laufen am Fahrrad begeistern einen Saluki. Am Wochenende kann man von April bis November außerdem an ca. 50 Orten in Deutschland seinen Saluki auf einer Windhund-Rennbahn oder bei einem Coursing (eine Art Zickzack-Rennen, dem natürlichen Lauf eines Hasen nachempfunden) trainieren oder an Wettkämpfen teilnehmen. Wer ein sportliches Hobby in einem Verein für sich und seinen Hund sucht, findet hier schnell Anschluss und sein Saluki wird es ihm mit leuchtenden Augen nach jedem Lauf danken.

Faszinierendes und hervorstechendes Merkmal dieser Rasse ist die überaus große Typen- und Farbenvielfalt, die sich durch das riesige Verbreitungsgebiet in den Ursprungsländern erklärt. Salukis gibt es nach Standard einfarbig von weiß bis mahagonirot oder mehrfarbig mit einer Zeichnung wie bei einem Grizzle oder Black and tan sowie eine Kombination dieser Farben, d.h. auch Schecken. Für viele beim Saluki besonders attraktiv sind die gleichmäßig klar umrissenen, kontrastreichen Gesichtsmasken, wenn er grizzle oder black and tan ist, siehe Foto.

Wesen und Verhalten

Ebenso vielfältig und differenziert ist die Psychedes Saluki. Sein Charme, seine Sanftmut und Feinnervigkeit, seine Sensibilität, Anpassungsfähigkeit an das Leben seiner Besitzer und Intelligenz erschließen sich jedoch nur dem Menschen, der bereit und fähig ist, auf ihn einzugehen und ihn in jeder Hinsicht zu akzeptieren. Der Saluki kennt keinen hündischen Gehorsam. Auch diejenigen Hundebesitzer, die vor dem Saluki schon viele Erfahrungen mit anderen Hunden gesammelt haben, gestehen spätestens nach einem Jahr des Zusammenlebens mit ihm, dass der Saluki sich doch in vielen Punkten erheblich von anderen Rassen unterscheidet: Man muß ihn mit viel Liebe, Beobachtungsgabe und Konsequenz erziehen. Mit Härte oder Strenge, wie sie bei manch anderen Rassen für die Erziehung notwendig ist, erzielt man beim Saluki keine Erfolge. Dadurch würde vielmehr das Vertrauensverhältnis - möglicherweise für immer - zwischen Mensch und Hund empfindlich gestört. Bei einer guten Mensch-Hund-Beziehung ist aber auch das Ablegen der Begleithundprüfung für den Saluki kein Problem, denn er ist sehr gelehrig und neugierig. Es gibt inzwischen sogar Salukis, die an Agility-Wettbewerben erfolgreich und mit Vergnügen teilnehmen.
Das Leben in einem Zwinger ist für einen Saluki völlig ungeeignet, er entfaltet sein Wesen nur dann, wenn er am Leben seiner Familie voll und ganz teilnehmen kann. Dennoch wäre die Anschaffung eines Saluki als "Spielhund" für Kinder eine Fehlentscheidung - sowohl für die Kinder als auch für den Saluki.

Auch wenn er mit 58,5 -71 cm Schulterhöhe als Vertreter einer großen Rasse anzusehen ist, so ist er mit ca.18 -25 kg Körpergewicht nicht schwerer als ein mittelgroßer Hund. Im Haus ist er äußerst angenehm, da er nach genügendem Auslauf sehr ruhig ist und wenig Platz beansprucht. Auch bei Regen haftet kein typischer Hundegeruch an ihm. Er liebt es erhöht zu liegen. Besonders begehrt sind Sessel und Sofas. Man sollte daher ihm von Anfang an zu verstehen geben, welches Möbelstück für ihn reserviert ist und welche tabu sind. Am Körper ist er kurzhaarig, lediglich die befederten Salukis haben an den Ohren und an der Rute längere Haare. Für die Pflege der kurzen Haare eignet sich ein Gummi-Noppenhandschuh, für die Befederung ein Metallkamm.
Wer sich einen Saluki anschaffen möchte, sollte unbedingt lange vor der Übergabe des Welpen intensiven Kontakt zu einem Züchter aufnehmen, um sich über diese Rasse gründlich zu informieren. Beim Besuch des Züchters kann sich der Saluki-Interessent ein viel lebendigeres Bild von der Rasse machen als nur durch Lektüre von Artikeln und Büchern. Er sieht, wie der Züchter mit seinen Salukis lebt und wie sie sich ihm und dem Gast gegenüber verhalten. Salukis sollen Fremden gegenüber reserviert sein, ohne dabei scheu zu sein - so fordert es der Standard. Als unbekannter Besucher darf man daher nicht unbedingt erwarten, daß sich die Salukis über den Gast freuen. Gute Freunde und Bekannte des Hauses werden jedoch stets stürmisch begrüßt.
Es gibt beim Saluki keine typischen Erbkrankheiten, er gilt als eine äußerst gesunde und nicht degenerierte Rasse.
Erst wer einmal einen Saluki hatte, kann das alte Araber-Sprichwort verstehen: Der Saluki ist kein Hund, er ist ein Geschenk Allahs, dem Menschen zur Freude und Nutzen gegeben.



Quelle

[Dieser Beitrag wurde am 14.05.2005 - 22:40 von Tanja aktualisiert]





Signatur
Liebes Grüßle von Tanja und den Wuffs



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