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derchefderII ...
Läufer
......

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...   Erstellt am 09.10.2007 - 14:42Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Der meistgesprochene Satz auf der Reise nach Magdeburg war:"na wenn es heute nicht klappt ....". Denn wir konnten einerseits mit 1-8 spielen, andererseits waren wir in den vergangenen Jahren mit AE immer "auf Augenhöhe" und der Weggang von Evgeny Degtiarev ist sicherlich eine Schwächung.
Im folgenden der Versuch einer Erklärung, warum und wie es doch ganz anders kam.
Die Partien werden - um die Dramaturgie ein wenig zu dokumentieren - in der Reihenfolge der Beendigung aufgeführt:

6. Schlichthaar - Limpert 0,5:0,5
Da ist nicht viel zu sagen. Robert hat nach eigener Aussage, bedingt durch sein Medizinstudium, ein großes Defizit an Schachpraxis. Er spielte eine superanspruchslose Abtauschvariante im Panow bei der nach wenigen Zügen neben Symmetrie auch Figurenarmut und bei uns akute Spielunlust herrschte.

2. Offinger - Braun 0,5:0,5
Gottfried versuchte sich mal wieder im Tarrasch aber das Mittelspiel wurde auch nicht wirklich erreicht. Ich denke, dass hier beiderseitiger Respekt das Remis forcierte. Ich glaube, dass Gottfried wieder eine seiner Nebenvarianten brachte, sodass Robert doch kein Risiko eingehen wollte.

Zu diesem Zeitpunkt brannte es bereits auf einigen Brettern. Nach meiner etwas oberflächlichen Einschätzung sah es zu diesem Zeitpunkt nicht gut für uns aus: Sven und Frank standen in meinen Augen schlecht, was bei ersterem leider die Realität, bei Frank eine offensichtliche Fehleinschätzung war. Auch Wolfgang hatte mit einem Bauernopfer einiges riskiert und hatte nach ungenauen (?) Zügen eigentlich nichts. Steffen opferte gerade seine zweite Qualität und schien Gordon wirklich zu überrennen.... Bei Ralf und Ubald waren symmetrische Stellungen entstanden die stark remislich aussahen.

4. Rothe - Römling 0:1
Sven spielte diese Partie leider zu sehr improvisierend (seine alte - so hatte ich nach der letzten Saison gehofft - Schwäche). Nach einem positionell schaurigem f5 zog im wesentlich die Dame allein durchs Revier, die restlichen Figuren sahen sich der voll entwickelten weißen Streitmacht ausgeliefert. Ein in dieser Klarheit sicherlich enttäuschende Partie.

8. Schwenke - Greger 0,5:0,5
Es kamen die vertrauten, positionslastigen Philidorbilder auf das Brett, allerdings keine Hauptvariante. Schnell entstand eine Stellung, in der jeder noch das Läuferpaar und etliche Bauern hatte. Ich weiß nicht genau, wer das noch so lange üben wollte, aber da ging offensichtlich nichts mehr.

5. Schirrmeister : Igonin 0,5:0,5
Von beiden Seiten sehr sicherheitsbetont angelegt, Ralf ist ja ohnehin nicht der "Tal von Lok Mitte". Auch hier herrschte mit fast kompletter Symmetrie, den Schwerfiguren und zu allem Überfluss noch ungleichfarbige Läufer. So kam es nach einigen und beiderseitigen Bemühungen zum Remis.

7. Just : Grossmann 0,5:0,5
Wolfgang holte wieder die Brechstange raus und opferte einen Bauern. Das war sicherlich noch o.k. brachte aber nicht mehr als Kompensation. Durch ungenaues (?) Spiel konnte Susan jedoch den rückständigen Mehrbauern entwickeln, Wolfgang musst noch beide Figuren für einen Turm und einen Bauern geben und es war schnell klar, dass nur noch ein kleines Wunder / Fehler helfen kann. (Wobei die späteren Analysen nie so richtig klar waren, ich denke jedoch das die Stellung objektiv verloren war.)
Das Wunder kam dann schnell in Form einer Regelschwäche von Susan: Um Zeit zu schinden pendelte sie mit ihrem Turm zwischen erster und zweiter Reihe und zu ihrem Entsetzen bestätigte der Schiri dann Wolfgangs Reklamation auf Stellungswiederholung.

1. Weitzer - Andre 0,5:0,5

Sichlich das Highlight des Matches !!
Steffen packte eine ganz staubige Variente im Lb4-Franzosen aus und binnen kurzem wurde das ganze hochtaktisch. Er opferte Bauer und Qualität für eine eingemauerte schwarze Dame auf h2, nach einem zweiten Bauern- und Qualitätsofer jubelten wir bereits von Mattbildern geblendet. Das erwies sich jedoch als Katzengold; im folgenden zeigte sich, dass Steffen zur Fortsetzung des Angriffs die Klammer um die Dame lockern und der sich umsichtig verteidigende Gordon so die Oberhand gewinnen muss. Es schien eine Duplette der Partie der letzten Saison werden, aber es kam doch anders.
Eine Ungenauigkeit in der Verteidigung glich noch dem Verlauf, aber dann gab er im Gegensatz zur letzten Partie doch Dauerschach und gab dismal nicht - diese Chance ignorierend - entnervt auf.

3. Müller - Windelband 0,5:0,5
Nun lag es an Frank, das Match noch zu retten.
Er kam früh in eine etwas passive Stellung, verteidigte sich aber offensichtlich auskömmlich. Die bereits erwähnten Befürchtungen (klarer Nachteil) basierten auf einer gewissen Schachblindheit meinerseits. Ich hatte jedoch schon das Gefühl, dass Jens vor der Zeitkontrolle einige Chancen ausgelassen hatte.
Im Endspiel spielte Jens falsch und verliert schnell einen Bauern. Frank hatt zwei stark positionierte Figuren (T+L), nur der König steckte in seiner Rochadestellung (Bf2+g3 gegen Bf3+g4) etwas in der Klemme. Statt nun den möglichen Geweinn von g4 zu forcieren (nach eigenem g4 und Kh2+g3 fällt f3 und die schwarze Stellung) tauscht er unglücklicherweise die Türme ab. Nach einer kleinen Ungenauigkeit kam es dann zu einem studienhaftem "Patt": der Springer von Schwarz gelangt nach d3, kann dort von dem schwarzfeldrigem Läufer nicht verdrängt werden und der König ist gefangen. Zum Glück kann Schwarz wegen des Mehrbauern auch nicht auf Gewinn spielen.... ein Endspielschmankel!!

Als Resümee möchte ich anmerken, dass der Sieg der Magdeburger hochverdient war, sie spielten irgendwie wacher und zur frühen Saison besser vorbereitet. Bleibt mir nur zu wünschen, dass ich auch nächstes Jahr wieder über das Match AE Magdeburg gegen Lok Mitte berichten kann......





Signatur
Man hat vom Schach gesagt, dass das Leben nicht lang genug dazu ist, -
aber das ist ein Fehler des Lebens, nicht des Schachs. - Christian Morgenstern

Franky 
Bauer


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...   Erstellt am 14.10.2007 - 23:30Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Eine kleine Ergänzung zu Michas Beitrag: Das Endspiel sah zwar gut aus, war aber nach oberflächlicher, aber immerhin fritzgestützter, Analyse wohl zu keinem Zeitpunkt gewinnträchtig, wenn Schwarz korrekt spielt. Den Mannschaftspunkt hatte ich schon vor der Zeitkontrolle verspielt, als ich in beiderseitiger Zeitnot mehrfach verpaßte, mit einfachen Zügen den Sack zuzumachen (höchster Ausschlag auf der Fritz-Skala +4,0) bzw. wenigstens klaren Vorteil zu sichern. Aber natürlich hatte auch auch Jens in der Partie seine Chancen, es ging eigentlich von Anfang an den Platz ´rauf und ´runter.





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